Anzeige
Meldung des Tages: 81,8 Mrd. CAD und 70 % „Made in Canada“: Startet jetzt der nächste Drohnen-Gewinner durch?
Neuester, zuletzt geles. Beitrag
Antworten | Börsen-Forum
Übersicht ZurückZurück WeiterWeiter
... 3695  3696  3698  3699  ...

Der USA Bären-Thread


Thema
abonnieren
Beiträge: 156.461
Zugriffe: 26.608.914 / Heute: 1.706
S&P 500 6.688,23 -0,10% Perf. seit Threadbeginn:   +358,42%
 
Anti Lemming:

IWF (Lagarde) : eine halbe Billion € mehr

7
18.01.12 19:43
gegen den "Absturz der Weltwirtschaft" - d.h. im Klartext für die verzockten Banken.

Die US-Progaganda samt Frankreich-Downgrade durch S&P wirkt.

Früher hieß es: Für eine Faust voll Dollars (" Fistful Of Dollars" - s. u.).

Heute würde nicht mal der Raum des Berliner Reichstagsgebäudes ausreichen, um die halbe Billion in Form von 50 Euroscheinen zu verstauen. Aber zum Glück gibt es ja neuerdings Festplatten. Wenn die dann einen Head-Crash hat, können IWF und EZB "leider" nicht zurückzahlen, ist halt technisches Versagen.

Ein Team aus Experten von IWF/EZB will für das Gelddrucken ausgemusterte SCSI-Platten von Seagate einsetzen (Sea geyt oder sie geht nicht).

www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,809921,00.html

Auszug:

Der Internationale Währungsfonds demonstriert Entschlossenheit. Er will seine Krisenkasse massiv aufstocken, um einen Absturz der Weltwirtschaft zu verhindern. Der Euro steigt deutlich - obwohl noch gar nicht sicher ist, ob der IWF das Geld zusammenbekommt.
Info

New York - Der Internationale Währungsfonds setzt ein deutliches Signal: Er will seinen Kreditrahmen auf rund 900 bis 1000 Milliarden Dollar erweitern, um die Weltwirtschaft zu stützen. Das globale Wachstum kühlt sich derzeit bedenklich ab: In Schwellenländern wie China oder Indien wird der rasante Aufschwung langsamer, in Europa verschärft sich die Schuldenkrise. Rating-Agenturen stufen ihre Bonitätsbewertung von Euro-Ländern reihenweise herunter; die Weltbank fürchtet, dass Europa 2012 in die Rezession rutscht.

Jetzt demonstriert der IWF Entschlossenheit. Er will seinen Kreditrahmen mehr als verdoppeln. Derzeit umfasst die Krisenkasse Kreditzusagen in Höhe von 387 Milliarden Dollar.

Details nennt der IWF offiziell nicht. Laut "Financial Times" will der Fonds das Geld in Form von freiwilligen Ad-hoc-Hilfen einsammeln. (aha, oder besser: oho! - A.L.) Ein Großteil der zusätzlichen 500 Milliarden Dollar würde wohl auf die Euro-Zone entfallen. (Na so ein Zufall - A.L.) Laut "Wall Street Journal" könnte der Kreditrahmen sogar um 600 Milliarden Dollar aufgestockt werden; 250 Milliarden sollen aus Europa kommen, die übrigen 350 Milliarden aus dem Rest der Welt. Das Geld solle zur Not auch eingesetzt werden, um Italien oder Spanien zu stützen.

Beide Länder leiden unter hoher Arbeitslosigkeit, hohen Defiziten und drohender Rezession, und sie zahlen bedenklich hohe Zinsen für ihre Staatsanleihen. Es besteht die Gefahr, dass Italien oder Spanien 2012 auf externe Hilfen angewiesen sind; doch die EU-Krisenmechanismen reichen dafür nicht aus. Entsprechend groß ist die Signalwirkung des IWF-Plans.

"Wenn der IWF diese zusätzlichen Mittel bekommt, wäre das eine wichtiger Schritt, um die Schuldenkrise zu entschärfen", sagt Holger Schmieding, Chef-Volkswirt der Berenberg Bank und ehemaliger IWF-Ökonom, SPIEGEL ONLINE. "Je mehr Geld der IWF ins Schaufenster stellen kann, umso eher werden Anleger glauben, dass Italien geschützt werden kann, selbst wenn eine mögliche griechische Staatspleite erhebliche Unruhe an den Märkten auslösen könnte."

(Seit wann kann man Überschuldungskrisen mit noch MEHR Krediten "lösen"? A.L.)

Euphorische Anleger, kritische IWF-Mitglieder

Die Märkte reagierten positiv auf die Ankündigung: Der Euro-Kurs stieg deutlich, auf zuletzt mehr als 1,28 Dollar. Die Zinsen für zehnjährige italienische Staatsanleihen sanken auf 6,5 Prozent, vor kurzem lagen sie noch bei mehr als sieben Prozent.

Die Aufstockung des Kreditrahmens ist Teil einer langfristigeren Strategie. Der IWF versuche, sich als starker Kreditgeber für Wirtschaften aller Größen zu etablieren, sagte der ehemalige IWF-Mann Eswar Prasad der "Financial Times".

Noch aber hat der IWF all die Milliarden nicht zusammen. Und in der Vergangenheit bekam der Fonds bei weitem nicht immer das Geld, das er von seinen Mitgliedstaaten einforderte....
(Verkleinert auf 80%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 477407
Antworten
Anti Lemming:

Für ne Schippe voll Euros...

3
18.01.12 19:53
(Verkleinert auf 92%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 477415
Antworten
Malko07:

Es geht nicht um die Weltwirtschaft,

2
18.01.12 20:02
es geht um die potentielle Pleite Griechenlands.
Antworten
permanent:

Barrons roundtable

4
18.01.12 20:52

Inflation. Deflation. Rehypothecation. Bad rap lyrics, or the poetry of finance? You can judge for yourself when you finish this first installment of Barron's 2012 Roundtable, a verbal free-for-all that features high-falutin' words, scary predictions and, yes, some sound advice on how to prosper in the year ahead.

http://online.barrons.com/article/...ight_top#articleTabs_article%3D1

Antworten
Eidgenosse:

Am 20. März ist Griechenland bankrott

7
19.01.12 06:36
Der Bankrott Griechenlands ist nicht mehr abzuwenden, sagt UBS-Ökonom Daniel Kalt im cash-Interview. Er zeigt auch auf, wie die Eurozone in fünf Jahren aussehen könnte.

www.cash.ch/news/front/...st_griechenland_bankrott-1124157-449
Antworten
Anti Lemming:

FTD: Geld für den IWF gibt's nicht umsonst

6
19.01.12 06:53
IWF: Geld für den Währungsfonds gibt's nicht umsonst

[Leitartikel]   Für die Schwellenländer gibt es keinen Anreiz, sich an der Rettung des Finanzsystems zu beteiligen. Der Währungsfonds sollte Ländern wie China etwas bieten - und ihnen größeren Einfluss in der Organisation zugestehen.


In Sachen Kreativität können sich die internationalen Organisationen mit den viel gescholtenen Finanzjongleuren inzwischen durchaus messen. Jedenfalls wenn es darum geht, die eigenen Regeln zu umgehen und Geld über Parallelkonstruktionen aufzutreiben. Diesmal ist es der Internationale Währungsfonds (IWF), der sich mit Notfallkrediten vollpumpen will - aber über freiwillige Beiträge, nicht in Form des regulären Budgets. Denn um das zu erhöhen, müssten auch die Amerikaner zustimmen, was angesichts der innenpolitischen Stimmung als aussichtslos gilt.

Zugegebenermaßen ist es in der angespannten Großkrisenlage sinnvoll, keine Zeit mit zähen Verhandlungen und institutionellen Kämpfen zu verlieren. Die Frage ist nur, ob die Strategie sehr viel mehr Erfolg verspricht. Denn das zentrale Dilemma löst auch sie nicht auf: Die Schwellenländer, auf die man nun hofft, bekommen keine Anreize, bei der Rettung des Finanzsystems mitzumachen.

Wenn man schon die Mittel des Fonds aufstocken will, ließen sich solche Anreize schaffen. Schon lange fordern die aufstrebenden Volkswirtschaften, die Stimmverteilung in der Organisation so anzupassen, dass sie das tatsächliche Gewicht der jeweiligen Weltregionen besser widerspiegeln. Passiert ist wenig, obwohl Vertreter des Westens in Sonntagsreden diesem Anliegen gern zustimmen. Wenn der Fonds nun noch mehr Geld von Ländern wie Brasilien, China oder den Ölstaaten will, sollte er ihnen auch mehr Mitsprache einräumen.

Stattdessen verlässt sich der IWF ausschließlich auf die Angst der jeweiligen Staaten vor einer Weltwirtschaftskrise. Und die ist ja auch da. Wenn Europa oder die USA unter ihren Schulden zusammenbrechen, brechen die wichtigsten Absatzmärkte der Schwellenländer weg. Aber reicht dieses Eigeninteresse? Nimmt man die Solidaritätsbekundungen etwa der Chinesen mit Europa zum Maßstab: vermutlich. Schaut man sich an, in welchem Umfang sie wirklich EFSF-Anleihen gekauft haben: eher nicht.

Es wäre auch im ureigenen Interesse der Europäer und Amerikaner, die Schwellenländer stärker in den IWF einzubinden. Hier könnten sie an gemeinsamen Lösungen arbeiten. Denn China hat längst begonnen, seine eigenen regionalen Fonds aufzubauen. Und dort ist es der Westen, der gar nichts mehr zu sagen hat.

www.ftd.de/politik/konjunktur/...s-gibt-s-nicht-umsonst/60156586.html
Antworten
Anti Lemming:

Von den Privat- in die Staatskrisen

8
19.01.12 07:33
Die FAZ am 18.11.2012 (aus # 396)

"Wenige Jahre nach der Krise von 2008/09 hätten Industrie- und Entwicklungsländer nur begrenzte Möglichkeiten, einer abermaligen Krise standzuhalten, warnte Burns. Der fiskalische Spielraum, um Märkte zu stabilisieren oder Finanzhäuser zu stützen, sei deutlich kleiner. Mit der Ausweitung ihrer Bilanzen seien wohl auch die großen Zentralbanken nicht mehr in der Lage, sich kraftvoll wie 2008 einer Krise entgegenzustemmen."

www.faz.net/aktuell/wirtschaft/...-vor-globalem-absturz-11611921.html

A.L. 15.12.2009:

Ich wage für 2010 die Prognose, dass die schuldenfinanzierten Stimulationsprogramme "mangels Masse" zurückgefahren werden müssen und sich der erhoffte "selbsttragende Aufschwung" nicht einstellen wird. Grund sind zum einen die weltweit sinkenden Steuereinnahmen. Ein weiterer möglicher Grund sind scheiternde Staatsanleihen-Auktionen...

Die Hyperliquidität 1.0 endete im Sommer 2007 damit, dass "den Privaten" das Geld ausging. Die Hyperliquidität 2.0 könnte 2010 damit enden, dass den Staaten das Geld ausgeht. Hauptgrund dürfte sein, dass Käufer von Staatsanleihen... nicht mehr bereit sind, eine Schulden-Sause ohne realistische "Geld-zurück-Garantie" zu finanzieren.

www.ariva.de/forum/Ausblick-fuer-2010-Ende-der-Schulden-Sause-397356

Heute (2012) muss man (ich) hinzufügen: Problematisch ist vor allem die Diskrepanz zwischen ausufernden Staatsverschuldungen (in USA mehr als 10 % des BIP pro Jahr) und das vergleichsweise magere damit erkauften BIP-Wachstumsraten (in USA um 2 %). In Kombination führt beides notwendigerweise zu einer existenzbedrohenden Schulden/BIP-Quote.

In der Exportnation Deutschland sieht die Lage zwar etwas besser aus, doch Deutschlands Garantien für den EFSF (die PIIGS) und die schwebende anteilige "Haftung" Deutschlands für Verzockerschäden der EZB (müssen die von der EZB aufgekauften PIIGS-Anleihen irgendwann teilweise abgeschrieben werden? NOCH weigert sich die EZB, am "freiwilligen" Schuldenschnitt teilzunehmen) lassen die fiskale Lage hier zu Lande kaum besser aussehen als in USA.

In Japan ist die Lage mit 230 % Schulden/BIP-Quote und einer alternden Bevölkerung, die bald die Unmengen an zu rollenden Staatsanleihen nicht mehr selbst aufnehmen kann, ebenfalls desolat.

Was wird aus Aktien, Anleihen und vermeintlich inflationssicheren Anlagen wie Immobilien und Ackerland, wenn der Zusammenbruch der Staatsfinanzen in USA, Europa und Japan die Welt in einen deflationären Niedergang stürzt, der - anders als der "Lehman"-Crash in 2008 - NICHT mehr aus dem Staats-Säckel aufgefangen werden kann?
Antworten
Anti Lemming:

Korrektur

 
19.01.12 07:38
Problematisch ist vor allem die Diskrepanz zwischen den ausufernden staatlichen Neuverschuldungen (in USA mehr als 10 % des BIP pro Jahr) und den vergleichsweise mageren damit erkauften BIP-Wachstumsraten (in USA um 2 %).
Antworten
Anti Lemming:

Süddeutsche Z. zur "positiveren" Lage in D.

7
19.01.12 08:22
Die SZ begründet dies in Malkos Link in # 400 wie folgt:

"Ein paar Dinge stehen den Negativ-Szenarien entgegen. Da sind, trotz aller Probleme, die weiterhin grandiosen Wachstumsaussichten in China und anderen Schwellenländern. Da ist die Stärke der Unternehmen, vor allem auch in Deutschland, die solche Chancen für den Export nutzen. Und da ist die Kraft, die aus gelungenen Reformen in Europa (A.L.: LOL) folgen könnte."

Mein Kommentar:

Chinas ist klar auf dem absteigenden Ast. Es droht ein Kredit- und Immobilien-Crash von "japanischer Dimension". Die massive Staatsstimulation aus 2008/2009 wird in der Form nicht wiederholbar sein.

Deutschland steht als Exportvizeweltmeister zwar binnenwirtschaftlich besser da, ist jedoch durch seine Rolle als Hauptgarant für die EZB/EFSF/PIIGS (# 407) geschwächt.

Dass die Lage in Europa schlimmer sei als in USA, wie es (auch) die SZ kolportiert, ist zunächst mal eine relative Aussage - und in der Hinsicht unzutreffend: USA (sowie Japan und GB) sind zumindest ähnlich angeschlagen wie Europa.

Die Amerikaner haben nur

1. die bessere Propagandamaschine in Gestalt der Presse (Marketwatch + WSJ = Bubblevision) und den maßgeblichen RatingAbwertungs-Agenturen S&P und Moody's (diese "Gehirnwäsche" trübt auch das Urteil der SZ-Redakteure, denn wer wagt es schon, gegen diese Meinungsmacht aufzubegehren?);

2. die bessere Druckmaschine in Gestalt der "Leit"-Währung Dollar, an deren Abwertung Wall Street im Dollar-Carrytrade auch noch Milliarden verdient;

3. die besser Politmaschine, u. a. in Gestalt einer völlig enthemmten Notenbank (Fed), die gerade QE3 anvisiert und dies mit der Propagandamaschine (1) auch in Europa durchdrücken will. Und - last not least -

4. die beste Kriegsmaschine: USA ist (und bleibt) die letzte militärische Supermacht, die ihre Interessen im Ausland (z. B. Öl im Irak und im Iran) jederzeit mit Superpower-Waffengewalt durchsetzen kann. Kein Merkozy hat vergleichbares aufzubieten.

Absolut betrachtet haben USA, Japan und Europa in vergleihbarer Weise abgewirtschaftet - und zwar in einem Ausmaß (überall droht mittelfristig Staatsbankrott), das relative Aussagen über die Entwicklungen obsolet macht.
Antworten
Pichel:

nochmal was zu #398 Kicky

5
19.01.12 08:41
Erste Downgrades auch für Deutschland
Donnerstag 19 Januar 2012 08:11
Es gibt nicht nur die großen drei. Also S&P, Moody´s und Fitch. Daneben gibt es auch kleinere und ggf. feinere Adressen.


Eine davon ist Egan-Jones, eine kleinere US-Rating-Agency.
Diese hat gestern die Bonität Deutschland von zuvor "AA" auf "AA-" herabgestuft.


Grund sind die uferlosen Rettungsmaßnahmen und eingegangen Verbindlichkeiten für krisengeschüttelte Euroländer.


Außerdem wäre die aktuelle Fiskalpolitik Deutschlands Anlass zur Besorgnis.


Hier kann man sehr gut erkennen, wie auch die großen Rating-Agenturen eines Tages Deutschland downgraden könnten.


Egan-Jones hat Deutschland übrigens schon mehrfach von der Bestnote "AAA" runtergestuft.


Martin Weiss Rating (USA) sieht Deutschland mittlerweile nur noch auf auf C+:


M. Weiss





Auch bei der Rating-Agentur Dagong (China) hat Deutschland kein Triple-A mehr, sondern seit 2010 nur noch eine AA+:

Germany AA+ Stable AA+ Stable

Bringen die Rettungsaktionen Deutschland an den Abgrund, ist eine berechtigte Annahme.

Deutschland bringt sich außerdem in eine erpressbare, politische und wirtschaftliche Situation.

www.marktorakel.com/index.php?id=6574134484522774220
Finanzielle Probleme lassen sich am besten mit anderer Leute Geld regeln. (J. Paul Getty)
Antworten
Pichel:

Bild noch nachträglich von Weiss

2
19.01.12 08:43
Der USA Bären-Thread 477507
Finanzielle Probleme lassen sich am besten mit anderer Leute Geld regeln. (J. Paul Getty)
Antworten
permanent:

Philips holt Produktion aus China in die Niederlan

7
19.01.12 09:09

Ist Outsourcing in Zeiten der Krise out? Die vermeintliche Kostenersparnis rechnet sich für den Elektroartikelhersteller Philips nicht mehr. Das Unternehmen zieht seine Rasiererproduktion aus China ab. Mehr…

Antworten
permanent:

Kodak stellt Insolvenzantrag

6
19.01.12 09:21

Nun ist es amtlich: Kodak ist pleite. Der traditionsreiche Fotokonzern hat Insolvenz angemeldet. Die analoge Fotografie hat Kodak noch entscheidend geprägt, verlor im digitalen Zeitalter dann aber den Anschluss. Mehr…

Antworten
saschapepper:

Jeder dritte US-Bürger u. 23 wurde schon verhaftet

6
19.01.12 09:22
Antworten
Stöffen:

Ponzi Planet

10
19.01.12 09:34
Aktuell hat die Welt ca. 55 Billionen US-Dollar an Schulden angehäuft, wobei die sogenannten entwickelten Länder in puncto Verschuldung die Liste unangefochten klar anführen. Glaubt irgendwer ernsthaft und realistischerweise, dass eine Rückführung, ein Abbau dieses Schuldengebirges jemals möglich sein wird? Lassen wir uns also daher noch ein Weilchen zulullen mit den üblichen Phrasen des vernebelnden Sprachschlamms wie Neuverschuldung, Umschuldung, Maßnahmepaketen, von Refinanzierungen und Finanzstabilität, von Schuldenbremsen, Rettungsschirmen & Rekapitalisierungen, von Inflationszielraten, Stärkung der institutionellen Rahmenbedingungen und davon, dass man halt auch Löcher mit Löchern stopfen kann, bevor die Karre vollends auf den Bock fährt.

Interessanter Artikel aus SPON International anbei, eine in deutscher Sprache veröffentlichte Fassung ist leider nicht zu entdecken.

Ponzi Planet

In other words, there are plenty of snowballs that have started rolling and getting larger with each rotation. Some aspects of the economic system in the industrialized countries resemble a gigantic Ponzi scheme. The difference is that this version is completely legal.

Old debts are paid with new ones, with borrowers giving not the slightest thought to repayment. This has been going on for a long time, far too long, in fact. It was only with the eruption of the financial crisis in 2007 and the outrageously expensive bailouts of banks and economies that many people realized that the entire world is living on credit.

The fact that nations are continually spending more than they take in cannot turn out well in the long run. The word "credit" comes from the Latin "credere," which means "to believe." The system will only function as long as lenders believe in borrowers. Once the belief in the creditworthiness of borrowers is destroyed, hardly anyone will be willing to buy their securities.

When that happens, the system is finished.

This is precisely what happened with Carlo Ponzi's scheme. And now entire countries are suffering suspiciously similar fates. They are no longer being taken seriously.

www.spiegel.de/international/world/0,1518,806772,00.html
(Verkleinert auf 65%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 477529
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
Antworten
Pichel:

EZB:

3
19.01.12 09:49
Eintägige Einlagen der Geschäftsbanken sinken auf €395,3 Mrd (Vortag: €528,18 Mrd). Ausleihungen aus Spitzenrefinanzierungsfazilität steigen auf €3,32 Mrd (Vortag: €2,31 Mrd).
vor 2 Min (09:46) - Echtzeitnachricht
Finanzielle Probleme lassen sich am besten mit anderer Leute Geld regeln. (J. Paul Getty)
Antworten
Anti Lemming:

Häufige Verhaftungen von US-Bürgern

6
19.01.12 09:51
zu Saschapepper in # 414.

USA ist eine Nation, deren Geschäftsmodell seit spätestens 2003 darin besteht, dass die Finanzmafia (aka Zockerbanken, Großkapital) die Restmenschheit planmäßig betrügt.

Dies gipfelte 2007/2008 in der Subprime-Kreditblase (= betrügerische Verbriefungen von GS und Co. und deren Verkauf an "Ausländer") und dem Hochpushen der Rohstoffe (= betrügerisches Hochzocken des Ölpreises auf 147 Dollar im Dollar-Carrytrade).

In einem solchermaßen enthemmten Staat ist es unabdingbar, dass die Staatsmacht nach innen bzw. unten durchgreift und "den kleinen Betrüger von nebenan" rechtzeitig in eines der zahlreichen Gefängnisse wegsperrt. Law and Order ist wichtig, um den Saftladen USA pro forma "in Ordnung" zu halten, weil dies der Finanzmafia den Rücken deckt, weiterhin ungestört ihren nicht minder kriminellen Geschäften nachzugehen.

Es kann ja schließlich nicht jeder ungeschoren davonkommen wie Mr. Blankfein und seine Banker-Freunde.
Antworten
Pichel:

#406 AL

4
19.01.12 09:52
US-Regierung will keine neuen IWF-Mittel bereitstellen.
vor 16 Min (09:36) - Echtzeitnachricht
Finanzielle Probleme lassen sich am besten mit anderer Leute Geld regeln. (J. Paul Getty)
Antworten
Anti Lemming:

Pichel

5
19.01.12 09:56
Die PIIGS-Sau, die man schlachten will, darf man nicht füttern.
Antworten
daiphong:

wnn man in seinem Dorf sitzt,

5
19.01.12 09:57
und dazu noch ein bisschen konservativ in der Vergangenheit lebt, und die Zahlen der großen weiten Welt sich irgendwie vorstellen will, schaudert es vielen. Tatsächlich hat sich die marktwirtschaftliche Welt und Basis seit 1990 vielleicht verviefacht. Wir leben in einer interkontinentalen Realität. Die Überkreuz-Beteiligungen, Verschuldungen, Geschäfte, Vernetzungen haben gewaltig zugenommen, auch aus Gründen der Steuerflucht, der Spekulation etc. So einfach, wie manche die Situation im Guten wie iom Bösen schildern, auch hinsichtlich Verschuldung und Vermögen, ist sie wahrlich nicht.
Antworten
Malko07:

#92415: Man sollte sich

6
19.01.12 10:05
in den USA als Nichtvolljähriger nicht mit Alkohol erwischen lassen. Hätten wir vergleichbare Gesetze und Kontrollen und unsere Jugendlichen würden sich so verhalten wie sie es heute tun, kämen wir sicherlich auf eine Quote von über 90%.
Antworten
permanent:

Don´t fight the FED

5
19.01.12 10:24

wird nun um  "Don´t fight Draghi" ergänzt. 

Draghi ist zweifelsohne der Mann den sich die Angelsachsen an der Spitze der EZB wünschen. Wie Axel Weber gehandelt hätte kann man nur vermuten. 
Auf jeden Fall wäre eine harte Hand der EZB mit dt. Spitze in Kombination mit Merkel nicht positiv aufgenommen worden. 
Vieles wäre wahrscheinlich noch schwerer durchsetzbar da irgendwo eine Schmerzgrenze erreicht ist.

Permanent 

Antworten
Anti Lemming:

Malko - in Bayern sicherlich

3
19.01.12 10:25
O'zapft is
Antworten
Pichel:

gut analysiert

4
19.01.12 10:25
Der aufmerksame Leser wird dieser Tage einmal mehr Zeuge einer schier unglaublichen Entwicklung. Pauschal formuliert: Aufgrund der abgeschlossenen Versicherung wird nun das scheinbare Negativ-Ereignis favorisiert. Eigentlich soll eine Versicherung ja dazu dienen, im Falle des Falles nicht vor einer (finanziellen) Katastrophe zu stehen, siehe Brandschutz-Versicherung oder KFZ-Haftpflicht. Dass die finanzielle Katastrophe des einen auf der ganz großen Ebene durchaus das finanzielle Quartals-Ziel des anderen sein kann, zeigt wie verkommen unser wunderbares „System“ geworden ist. Es gibt da wohl ein paar Hedgefonds, ein paar unbekannte, private Eigner von griechischen Staatsschulden, die wohl auch teilweise erst in der jüngeren Vergangenheit am großen Rat mitdrehten, wir hatten es ja davon – und eben diese Gläubiger scheinen sich jetzt den Verhandlungen zu verwehren und alles dafür zu tun, dass Griechenland in seiner heutigen Form ab dem 20. März überhaupt kein Licht mehr sieht. Momentan deutet manch Zeichen sogar in Richtung einer ungeordneten Insolvenz, die jüngsten Anleihen-Kurse mit einem neuen Rekordwert von 421.21 Prozent sind hier ein düsterer Vorbote. Zum Vergleich: Vor 24 Stunden betrug diese Zahl noch um die 375 Prozent. Auch 2- und 5-jährige Anleihen zogen an. Hier ist der Markt also deutlich von der Einpreisung eines 68-Prozent-Haircuts abgewichen, in Richtung einer Insolvenz. Käme es schlussendlich so weit, man will ja gar nicht daran denken, dann ist die Frage dahingehend durchaus berechtigt, was dann das ganze Theater der letzten knapp zwei Jahre eigentlich für einen Sinn ergeben hat. Es stehen zur Stunde zwei definitive Ergebnisse fest: Die gar teuflische Bereicherung einiger weniger Unbekannter und das seit Monaten rasant anwachsende Leid der griechischen Bevölkerung. Schöne neue Welt! So weit hat uns das wunderbare System der freien Marktwirtschaft gebracht. Es funktioniert so gut, dass aus freien Stücken eben niemand zu einem Schuldenschnitt bereit ist – was war eigentlich mit diesem Gläubiger-Schutz? – dass Freier-Markt-Experte Larry Summers vermutlich der nächste Weltbank-Chef werden wird und dass, natürlich, auch die deutsche Schuldenkrise aufgrund der eigens für freiwillige Spender eingerichteten Konten bald Geschichte sein wird. Es ist nicht zu fassen…

www.cashkurs.com/...;tx_t3blog_pi1[daxBlogList][showUid]=11267
Finanzielle Probleme lassen sich am besten mit anderer Leute Geld regeln. (J. Paul Getty)
Antworten
permanent:

China warnt Iran vor Seeblockade

7
19.01.12 10:27

China warnt Iran vor See-Blockade

Allzu viele Freunde hat der Iran nicht in der Welt, dafür einige mächtige. China zum Beispiel. Doch nun warnt Regierungschef Jiabao davor, die Seestraße von Hormus zu blockieren. Dies wäre ein extremistischer Akt.

 

DohaChinas Regierungschef Wen Jiabao hat den Iran vor einer Schließung der strategisch wichtigen Seestraße von Hormus gewarnt. Eine Blockade der Meerenge wäre „ein extremistischer Akt, der dem allgemeinen Willen der internationalen Gemeinschaft widersprechen würde“, sagte Wen am Mittwochabend während eines Besuchs im Golfemirat Katar.

Gleichwohl werde China weiter Erdöl aus dem Iran kaufen, machte der chinesische Ministerpräsident klar. Er sei mit Blick auf den Ölhandel mit dem Iran nicht besorgt. China bezieht elf Prozent seines Erdöls aus dem Iran.

Die USA und die EU beraten derzeit über die Verhängung eines Importstopps für iranisches Erdöl, um die Führung in Teheran im Streit um das Atomprogramm zum Einlenken zu zwingen.

Sie versuchen, auch andere Länder wie China, Japan und Südkorea für den Boykott zu gewinnen. Bei einem Besuch von US-Finanzminister Timothy Geithner vergangene Woche signalisierte Peking aber, dass es sich nicht beteiligen werde.

Für den Fall eines Importstopps für iranische Erdöl drohte die Regierung in Teheran, die Meerenge von Hormus zu sperren, die zwischen dem Persischen Golf und dem Arabischen Meer liegt. Durch die Seestraße werden 20 Prozent des weltweit vermarkteten Öls transportiert. Eine Sperrung hätte schwerwiegende Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Vor seinem Besuch in Katar, hatte Chinas Regierungschef Wen auch Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate besucht, um über die Versorgung mit Erdöl zu verhandeln.

 

 


Zum Artikel

Antworten
Auf neue Beiträge prüfen
Es gibt keine neuen Beiträge.

Seite: Übersicht ... 3695  3696  3698  3699  ... ZurückZurück WeiterWeiter

Börsen-Forum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen

Neueste Beiträge aus dem S&P 500 Forum

Wertung Antworten Thema Verfasser letzter Verfasser letzter Beitrag
29 3.816 Banken & Finanzen in unserer Weltzone lars_3 youmake222 12.03.26 14:30
469 156.460 Der USA Bären-Thread Anti Lemming ARIVA.DE 08.03.26 14:00
  56 PROLOGIS SBI (WKN: 892900) / NYSE 0815ax Lesanto 06.01.26 14:14
    Daytrading 15.05.2024 ARIVA.DE   15.05.24 00:02
    Daytrading 14.05.2024 ARIVA.DE   14.05.24 00:02

--button_text--