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Der USA Bären-Thread


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S&P 500 6.599,51 -0,19% Perf. seit Threadbeginn:   +352,34%
 
Anti Lemming:

Rating-Abstufungen - politisch motiviert?

2
15.01.12 09:35
Oder sind sie fundamental berechtigt? Ich hab meine Pro- und Contra-Analyse dazu in Quo Vadis gepostet, weil dort intensiver darüber diskutiert wird als hier.

www.ariva.de/forum/...012-Krise-ohne-Ende-456414?page=320#jumppos8023
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Stöffen:

AL, die Crux

7
15.01.12 10:42
an den Abstufungen von S&P ist hier auch sicherlich eindeutig in dem Zeitpunkt zu finden. Denn wenn z.B. Italien und Spanien genau das tun, was die Rating-Hanseln seit längerer Zeit gefordert hatten, nämlich mittels eingeleiteter Sparprogramme die Konsolidierung ihrer Finanzen bzw. Haushalte voranzutreiben, so ist eine Abstufung zum jetzigen Zeitpunkt schlichtweg kontraproduktiv. Einerseits konnten sich Spanien und Italien kürzlich am Kapitalmarkt mit niedrigeren Zinsen als ursprünglich befürchtet versorgen, andererseits wird über den Druck der Abstufungen das Zinsniveau wahrscheinlich wieder höher getrieben werden. Man kann sich da schon leicht ausrechnen, was die höheren Zinsen für den Schuldendienst der jeweiligen Länder bedeuten wird. Selbst China hat in ungewöhnlich scharfer Form die Rating-Agenturen für ihr aktuelles Vorgehen kritisiert und diese in einem Kommentar angehalten, "ihre Macht mit Vorsicht zu gebrauchen, um zu vermeiden, dass sie zu einem unheilvollen Verstärker der anhaltenden Staatsschuldenkrise in Europa werden".

China verwies ebenfalls eindrücklich auf die Fehler der Ratingagenturen in der Finanzkrise 2008 und selbst der IWF hat den Rating-Agenturen im vergangenen Jahr bescheinigt, dass sie Instabilitäten fördern. Sie waren mitverantwortlich für den Ausbruch der Finanzkrise. Sie waren es, die strukturierten Wertpapieren sogar Bestnoten verpasst hatten, auch wenn diese extrem risikoreich waren. Dazu kam, dass sie der US-Bank Lehman Brothers bis zum Zusammenbruch noch die Bestnote TripleA ausgestellt haben. Man kann dahinter ein Versagen sehen oder aber strukturell ihr Geschäftsmodell verantwortlich machen.

Denn einen gewichtigen Fakt sollte man an dieser Stelle keinesfalls vergessen:

Die Ratingagenturen stehen auf der Seite derjenigen, die Kredite vergeben, Wertpapiere emittieren und Geldanlageprodukte verkaufen. Im Auftrag von Banken und anderen Finanzakteuren nehmen die Agenturen die Bewertungen im wesentlichen vor, von ihnen werden sie vor allem bezahlt, von ihnen kommen die bei weitem meisten Aufträge.

Die EZB hat just wieder den Banksektor mit einer halben Billion Euro geflutet, Geld welches natürlich auch für den Ankauf von Staatspapieren der Krisenländer hergenommen wird. Das Geschäft ist grandios, da die Banken das Geld für einen Zinssatz von 1% von der EZB erhalten, aber von Spanien fast 4% und von Italien sogar 5-6% kassieren. Wohl dem, der bei dieser enormen Bankensubvention nichts Schlechtes denkt.
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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Anti Lemming:

Das Argument im Handelsblatt-Kommentar

 
15.01.12 10:44
greift nicht. Dort steht:

der Effekt dürfte begrenzt bleiben. Wahrscheinlich hat die gefürchtete Macht der Ratingagenturen ihren Höhepunkt schon überschritten.

Dafür gibt es mehrere Gründe. Denn Märkte und Politiker haben sich daran gewöhnt, sich selbst ein Urteil zu bilden, zumal gerade in der Euro-Krise die Agenturen ja auch unterschiedlich agieren. Außerdem kommt S&P in zweifacher Hinsicht zu spät, und das wird auch an den Märkten so wahrgenommen.

Denn es hat sich längst ein Renditeunterschied zwischen Deutschland und Frankreich herausgebildet, der schon zwei verschiedene Bonitätsklassen markiert hat - lange vor der Ratingherabsetzung. Zum zweiten aber machen die Europäer ja gerade zaghafte Fortschritte bei der Bewältigung der Krise, was von den Märkten durchaus honoriert wird. Man hat also nicht den Eindruck, dass S&P den Märkten die Richtung weist, sondern ihnen bestenfalls hinterherläuft.


www.handelsblatt.com/meinung/kommentare/...ren-schwindet/6067140.html

Im Posting oben (Link in # 276) habe ich darauf hingewiesen, dass Ratingagenturen wie S&P bislang noch nie kreativ waren (außer bei der AAA-Bewertung von US-Housing-Schrott), sondern GRUNDSÄTZLICH dem Bondmarkt hinterherlaufen. Das ändert aber nichts an dem Fakt, dass der Bondmarkt bereits zuvor skeptisch war bezüglich der Bonität der betroffenen Länder. Das S&P-Downgrade macht diese Sorgen nur "offiziell" (allgemeiner bekannt).

Die Schönrederei im HB-Artikel entbehrt daher jeglicher Grundlage. Der Autor gibt das Gewäsch von EU-Politikern wieder, die S&P hauptsächlich politische Motive unterstellen. Die gibt es zwar, aber sie sind nicht ausschlaggebend. Entscheidend ist das Misstrauen des Bondmarktes - und das lässt sich weder mit dubiosen Rettungsschirmen/Garantien noch mit Geldflutungen (Draghis 500 Mrd.) nachhaltig aus der Welt schaffen. Es geht um harte fundamentale Fakten, nicht um "Meinungen".
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Anti Lemming:

Stöffen - China und die Downgrades

4
15.01.12 11:05
Chinas Ratingagentur hat Frankreich bereits Anfang Dezember heruntergestuft...

www.welt.de/wirtschaft/article13756918/...h-und-Italien-herunter.html

...und dies, obwohl China KEIN Interesse daran hat, einen seiner wichtigsten Exportmärkte - Europa - kaputt zu machen. Im Gegenteil haben die Chinesen sogar europäische Staatsanleihen gekauft, um die Krise zu mildern.

Die S&P-Abstufung kam nachlaufend (siehe auch # 278). Das Downgrade bestätigt nur, was der Bondmarkt (steigender Zinsspread franz. Anleihen/Bunds) längst eingepreist hatte.

Da die Chinesen noch vor den Amis runterstufen, greift das Argument des böswilligen Timings nicht so recht.

Ich gehe davon aus, dass der Bondmarkt die Probleme zuvor zu lange ignoriert hatte. Er ist zwar deutlich "smarter" als der Aktienmarkt, aber auch für ihn gilt:

Problems don't matter until they do.

Wir erinnern uns alle noch, wie 2007 der Aktienmarkt ungeachtet der sich in USA zusammenbrauenden Kredit-Probleme haussierte. Der SP-500 erreichte im Nov. 2007 ein ATH. Problembewusstsein kam erstmals auf, als im März 2008 Bear Stearns pleite ging. Dennoch gab es im Sommer 2008 noch eine weitere Echo-Hausse, die u. a. von der Ölzockerei (WTI 147 Dollar) getrieben wurde. Als dann im Herbst mit Lehman und Wamu Großbanken über den Jordan gingen, ließen sich die Probleme auch für den immerfrohen Aktienmarkt nicht mehr leugnen.

In den Eurozonen-Bondmarkt spielen sicherlich auch politische Interessen rein. Deutsche Banken und Vers. hatten kein Interesse an einem Absturz ihrer PIIGS-Anleihen. Also wurden die Probleme so lange wie es ging (siehe letzter Absatz) ignoriert. Erst als mit der nun fast faktischen Griechenpleite schwere fundamentale Bedenken bezgl. der anderen PIIGS aufkam, nahm der Bondmarkt (verspätet) Notiz. Risikoaversion ließ die Kurse sinken. Versicherungen und Banken verkauften ihren PIIGS-Schrott (auch momentumgetrieben), weil er steil fiel.

Nachdem der Bondmarkt die Probleme - endlich - zur Kenntnis genommen hatte, hinkten die Ratingagenturen hinterher. Der Bondmarkt reagiert dabei ZUERST und gab den Ausschlag. Das "üble Timing" von S&P kann daher m. E. auch zufällig gewesen sein. Obwohl ich der Letzte bin, der den Amis in dem Punkt Wohlwollen unterstellt.

Sich allein auf "angelsächsische Propaganda" herauszureden (wie einige hier im Thread) ist eine Form des (von den gleichen Leuten geschmähten) Schwarz-Weiß-Denkens. Man betet damit nur nach, was einem hiesige Politiker, allen voran Sarkozy, vorjaulen.
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Eidgenosse:

Sollen die Ratingagenturen

6
15.01.12 11:08
einfach alles bei AAA lassen? Dann wären wir wieder da wo wir 2007 waren. Das bringt auch nichts. Das Problem ist das jemandem dem es schlecht geht mit einer Herunterstufung eben nicht geholfen ist. Einen Raser zwingt man auch nicht mit 200 gegen einen Baum zu fahren, in der Hoffnung er lerne was dabei.

Das System bringt das Geld zu denen die ohnehin schon genug haben und bestraft die die es nötig hätten. So finden wir nie zu einer Lösung. Aber wer soll das ändern, das müssten schon die tun die die ganzen Reichtümer besitzen. Griechenland hätte vor 5 Jahren vielleicht eine Chance gehabt, hätte die Regierung richtig gehandelt.

Mit billigem Geld wird der Karren immer tiefer in den Dreck gefahren, es läuft darauf hinaus dass alles zusammenbricht. Wie das dann abläuft kann ich mir aber nicht so recht vorstellen, wir werden es ja dann sehen.

Der Euro-Bund-Future kann auch über 160 gehen, dann nähmlich wenn die Panik so gross ist das alleine die Hoffnung besteht das die Bunds nach irgendwelchen Zusammenbrüchen in etwas Verwertbares konvertiert werden.
Antworten
Stöffen:

Und die kalte Grütze kommt einem hoch

6
15.01.12 11:09
wenn man das nachfolgende Statement des europäischen S&P-Head liest. Schöner kann eine Interessenslage auch einfach nicht formuliert werden. Hauptsache wir retten die Zockerbuden, auch wenn dabei Staaten vor die Hunde gehen sollten! LOL.

"Lobende Worte fand ein S&P-Sprecher für das Wirken der Europäischen Zentralbank (EZB): Nach Einschätzung von Standard & Poor's haben die Währungshüter eine Verschärfung der europäischen Schuldenkrise verhindert. Die Notenbank habe durch flexibles Handeln die Situation im europäischen Bankensektor zumindest kurzfristig entschärft, sagte der Europa-Chefanalyst des US-Ratingriesen, Moritz Kraemer, in einer Telefonkonferenz. Dagegen werde die Politik den "wachsenden Herausforderungen der Krise" nicht gerecht."

www.n-tv.de/wirtschaft/...der-Eurozone-ein-article5215696.html
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Malko07:

Das Jammern der Politik bezüglich

11
15.01.12 11:14
den Ratingagenturen ist mMn absolut verlogen. Wir brauchen auch keine "europäische" Ratingagentur, wir brauchen endlich die Befreiung von den Ratingagenturen. Und das kann nur die Politik. Sie muss die Regeln und Gesetze ändern, die Finanzkonzerne und andere zwingen nach den Ratings zu handeln. Sie muss dafür sorgen, dass die Finanzkonzerne und andere auf diesem Gebiet eigenverantwortlich handeln.

Wenn die Politik bei manchen Anlagen ein AAA vorschreibt, liefert sie sich den Ratingagenturen aus und ermöglicht den angelsächsischen Kampf der Finanzmafia gegen Europa und fördert damit zwanghaft Panikreaktionen. Und einer der diesen leugnet ist reichlich naiv. Die Märkte sind sehr wohl in der Lage anders zu handeln als wie die Ratingagenturen bewerten. Kann man täglich beobachten. Und meistens sind es unsinnige und gefährliche Finanzprodukte (Derivate), welche die Reaktion des Marktes verzögern und damit den Dammbruch vorbereiten.

In der Eurozone sind wir alles andere als eine Stabilitätsunion, verglichen mit den USA, Großbritannien oder Japan allerdings ein Stabilitätsparadies. Aber auch Paradiese können nicht gut genug sein und untergehen. Und wenn man dann versucht sich zu bessern wird man abgestraft. Spanien erhielt die erste Abstufung im Rahmen der Finanzkrise als es auf die explodierende Neuverschuldung reagierte und Sparmaßnahmen einleitete. Begründung: Die bösen Sparmaßnahmen bremsen das Wachstum. Jetzt wurde es erneut abgestuft, nach mehrmaliger Verschärfung der Sparmaßnahmen: Nicht ausreichende Sparmaßnahmen.

Nun gibt es auch in Deutschland etliche die alles gut finden was gegen die bösen Nachbarn geht und dann sogar diese Aktionen der Ratingagenturen verteidigen. Und dabei sind sie angeblich gegen die angelsächsische Finanzmafia. Ich gestehe, eine leicht paranoide Situation. Aber wie schon weiter oben ausgeführt, müssen wir nicht primär auf die Ratingagenturen schimpfen sondern unseren Politikern Feuer unter dem Hintern machen, dass sie sich endlich zu einer sinnvollen Finanzmarktregulierung durchringen. Ein Teil davon ist die "Entmachtung" der Ratingagenturen mittels Eigenveratwortung der Finanzkonzerne.
Antworten
Malko07:

Die guten und schlimmen Seiten des Kapitalismus

4
15.01.12 11:30
Der USA Bären-Thread 12628678
Er ist der Favorit im Wettbewerb um die republikanische US-Präsidentschaftskandidatur. Doch jetzt sprechen Romneys Gegner in der eigenen Partei: In einem Video attackieren sie ihn wegen seiner Karriere bei einem großen Finanzinvestor - eine regelrechte Hinrichtung. Die Republikaner streiten nun über die guten und die schlechten Seiten des Kapitalismus.
Antworten
Malko07:

Das Video dazu

2
15.01.12 11:31
Dieses Video wird aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen nicht abgespielt. Wenn Sie dieses Video betrachten möchten, geben Sie bitte hier die Einwilligung, dass wir Ihnen Youtube-Videos anzeigen dürfen.
Antworten
learner:

#92280 Eidgenosse

7
15.01.12 11:39
Gut gesprochen, dass nur die Reichen etwas an dieser Situation ändern können. Über Jahrzehnte hat das Kapital durch seine Macht eine Umverteilung von unten nach oben betrieben. Im Endergebnis haben wir ein Ungleichgewicht in der Vermögensverteilung.

Zwangsläufig muss der Konsum darunter leiden. Über 40 Millionen Essensmarkenbezieher in der USA sprechen für sich. Und sowas nennt sich Weltmacht!

Allerdings kann auch unser extrem Ressourcen verbrauchender Lebensstil nicht auf den Rest der Welt kopiert werden. Das würde auch ins Desaster führen. Es wären ernsthafte Konflikte um die verbliebenen Ressourcen zu erwarten.

Will man wirtschaftliches Wachstum auf breiter Front entwickeln muss die Allgemeinheit
vernünftige Einkünfte haben. Soll das nicht in die Katastrophe führen ist es unerlässlich unser Wirtschaftsmodell der Realität Ressourcenknappheit anzupassen.
Wenn Du kein Geld hast, hast Du die wenigsten Freunde, aber die besten!
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permanent:

Wolgang ReitzleEuroAustritt Deutschlands kein Tabu

9
15.01.12 12:04

Für die Euro-Zone steht viel auf dem Spiel. Nach den S&P-Herabstufungen geraten Euro-Retterländer wie Deutschland zunehmend unter Druck. In dieser Situation bringt ein Dax-Konzernchef einen radikalen Vorschlag ins Spiel. Mehr…

Antworten
Anti Lemming:

Malko - # 283

6
15.01.12 12:23
wir brauchen endlich die Befreiung von den Ratingagenturen. Und das kann nur die Politik. Sie muss die Regeln und Gesetze ändern, die Finanzkonzerne und andere zwingen nach den Ratings zu handeln.

Wie ist das mit Deinen sonstigen Plädoyers für die freie Marktwirtschaft vereinbar?

Wenn der Bondmarkt "frei" ist  - davon kann man m. E. ausgehen, wenn man QE und EZB-Staatsanleihenkäufe, die letztlich politische Fehleinschätzungen nachträglich mittels Marktmanipulation zu kompensieren versuchen, mal wohlwollend ignoriert - und die Ratingagenturen nur nachbeten, was ihnen der freie Bondmarkt diktiert (# 279, 280), dann ist der bislang institutionalisierte Zwang, dass Finanzkonzerne gemäß dieser Ratings handeln müssen (z. B. Griechen-Bonds nach Verlust des "Investmentgrades" abstoßen), doch nur sinnvoll und "marktgerecht", oder?

So haben z. B. Versicherungen, die Griechenbonds bereits bei Fall unter BBB abstießen, sinnvoll gehandelt, weil weitere Verluste drohten und sie nun nicht mehr mit drinhängen. Die Rating-Regeln haben sie mithin gezwungen, etwas für sie Richtiges zu tun.

Sollen denn nun Politiker per Dekret festlegen, dass "der Markt" bzw. der Bondmarkt NICHT Recht hat und z. B. Griechenbonds auch heute noch Investmentgrade haben? Darauf liefe es mMn nach hinaus, wenn man Deine obige Forderung (kursiv) umsetzt.

Ungeachtet dessen ist die von Dir geforderte Finanzmarktregulierung seitens der Politik (wie sie Paul Volcker in USA versucht hatte) dringend nötig. Und zwar deshalb, weil Zockerbanken im Zuge der Monopolbildung (GS, JPM u. a.) ihre Macht missbrauchen, um den freien Markt zu ihren Gunsten zu verzerren (das gilt vor allem für den Aktien-, Rohstoff- und Devisenmarkt, weniger für den Bondmarkt). Ein von Zockerbanken manipulierter Markt ist KEIN freier Markt mehr. Auf solche Überlegungen gehen ja auch die Kartellgesetze in USA und in Europa zurück. Wieso werden Finanzkonzerne davon ausgenommen?
Antworten
Anti Lemming:

Die Lage wäre z. B. eine völlig andere

4
15.01.12 12:30
wenn Banken und Versicherungen klein genug wären (also NICHT "too big to fail"), dass sie mir ihrem Griechenschrott bankrott gehen könnten, ohne dass der Staat bzw. der Steuerzahler einspringen müsste. Exakt darauf wollte Paul Volcker hinaus.

Die Kleinheit der Banken würde dann dafür sorgen, dass der Staat den "freien Markt" (der auch den Konkurs von Verzockern einschließt) zulassen könnte.

Dann könnte man auch die Ratingagenturen weiter wie bislang schalten und walten lassen, zumal wenn sie - wie jetzt in Europa - nur nachträglich verfizieren (= in Downgrades umsetzen), was ihnen der freie Bondmarkt durch Zinsanstiege signalisiert.

Wer statt dessen Ratingagenturen verbieten will, verharrt im schädlichen aktuellen "Too-big-to-fail"-System.
Antworten
daiphong:

wozu braucht man prozyklische und blinde Ratings?

3
15.01.12 12:33
den Problemaufbau im Boom erkennen sie nicht, den feiern sie, die Lösung in der Krise erkennen sie auch nicht, sondern strafen sie zusätzlich ab.

Andererseits darf man auch nicht erwarten, dass bei den Ratingagenturen die ganz große makroökonomische Kompetenz sitzt. Die Machtanmaßung der Evaluatoren finden wir überall, ihr Vorteil ist aber meist nur ihre hohe Distanz zum Thema, ihre extreme Grobschlächtigkeit im Vergleich, ihr formales Urteilsrecht. Man sollte sie nur als Hinweisgeber beachten.
Antworten
Anti Lemming:

Mächtig, Daiphong, ist der Bondmarkt

2
15.01.12 13:02
Die Ratingagenturen bestätigen lediglich nachlaufend, was ihnen der Bondmarkt vorgibt.

Es ist sicherlich richtig, dass bei den Ratingagenturen nicht "die ganz große makroökonomische Kompetenz" sitzt. Die braucht man aber auch nicht, um nachträglich (wie für Analysten typisch) Marktentwicklungen in Ratings umzusetzen. Das kann jeder Affe.

Die falsche Vorstellung, Ratingagenturen seien mächtig, ist eine Folge der EU-Politiker-Polemik, die mit einem Mördergeschrei versuchen, die von ihnen selbst verursachten Eurozonen-Probleme den Ratingagenturen in die Schuhe zu schieben.

Prozyklisch ist im Grunde der Bondmarkt selbst. Erst hat er die Probleme jahrelang ignoriert, dann begannen immer mehr Leute (Banken und Vers.) zu verkaufen, so dass ein Abwärtsmomentum (z. B. beim Griechenschrott) entstand. Um Verluste zu vermeiden, mussten andere Leute, die gern weiter ignoriert hätten, mitziehen.

Dieser Abwärtstrend im Bondmarkt hat auch für die Griechen selbst die Lage - fundamental - verschlimmert. Wenn Bonds einen hohen Abschlag zum Nominalpreis aufweisen, kommt bei Bondanleger Skepsis auf. Sie beginnen dann härter zu rechererchieren und evtl. vorhandene Bestände abzubauen. Dieser Trend im Bondmarkt gibt aber letztlich den Ausschlag. Er ist in Krisen ähnlich prozyklisch wie der Aktienmarkt im Herbst 2008.

Erst nährt Hausse die Hausse, dann Baisse die Baisse.
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Malko07:

#92288: Es gibt Regeln und zwar

13
15.01.12 13:16
primär in Europa, die bei verschiedenen Anlageformen (z.B. Riester) AAA vorschreiben respektive im Falles eines Falles eine unsinnige Kreditversicherung verlangen. Wie soll das denn in 1 bis 2 Jahren vor sich gehen, wenn es überhaupt kein AAA mehr gibt respektive nicht ausreichend AAA? Was passiert dann mit diesen Verträgen? Diese Vorschriften haben auch absolut nichts mit freien Märkten zu tun sondern spielen eine Sicherheit vor, die es gar nicht gibt. Primär dienen sie dazu, dass sich die Finanzmanager hinter diesen Ratings verstecken können und so handeln, dass es zu den größten Bonis kommt. Ohne die gesetzliche Verankerung der Ratings säßen heute nicht wenige Manager der Landesbanken hinter Gitter und hätten kräftig gezahlt wenn sie sich nicht hinter den AAA der US-Schrottpapiere hätten verstecken können.

Ich habe nirgends gefordert, die Finanzkonzerne dürften nicht handeln wie sie es für richtig hielten. Ich bin deshalb auch gegen CDS, weil ich eben einen funktionierenden Markt haben will. Diesen Markt hatten wir die vergangenen Jahrzehnte nicht. Ein richtiger Markt entscheidet nicht Schwarz-Weiß sondern in allen Grautönen. Die Ratingagenturen haben die verflossenen Jahrzehnte keine Krise verhindert, auch Griechenland nicht. Sie sind mit die Verursacher der aktuellen Krise. Gilt sowohl für die US-Immobilienkrise als auch für die Überschuldung der Staaten. Sie haben diese Überschuldung mittels ihren Ratings jahrelang gefördert. Und nun wollen sie alle abstrafen, die sich mühsam auf den Weg der Besserung begeben. Und wieso? Weniger Schulden sind erheblich weniger Gewinne in der Finanzbranche. Absolut naiv sollten wir nicht sein.
Antworten
Kicky:

Nouriel Roubini:Amerikas Schwierigkeiten

4
15.01.12 13:28
...trotz der günstigen Daten wird das US-Wirtschaftswachstum im gesamten Jahresverlauf 2012 relativ schwach bleiben und unter dem Trend liegen. Warum ist all den guten Wirtschaftsnachrichten der letzten Zeit nicht zu trauen?

Erstens leiden die US-Verbraucher nach wie vor unter der Einkommens- und Vermögensentwicklung und werden durch Schulden eingeschränkt. Die bescheidene Verbesserung beim verfügbaren Einkommen – trotz stagnierender Reallöhne – beruht primär auf Steuersenkungen und Transferleistungen; dies ist nicht nachhaltig: Irgendwann müssen die Transferleistungen gesenkt und die Steuern erhöht werden, um das Haushaltsdefizit zu reduzieren. Die jüngsten Konsumdaten lassen gegenüber der Zeit vor zwei Monaten – die von für das Weihnachtsgeschäft gerade mal vertretbaren Einzelhandelsumsätzen geprägt war – bereits eine Abschwächung erkennen.

Zugleich ist der Anstieg bei den US-Beschäftigungszahlen noch immer zu unbedeutend, um sichtbare Auswirkungen auf die Gesamtarbeitslosenquote und die Arbeitseinkommen zu haben. Die USA müssen auf kontinuierlicher Basis monatlich mindestens 150.000 Arbeitsplätze schaffen, nur um die Arbeitslosenquote zu stabilisieren. Mehr als 40% der Arbeitslosen sind Langzeitarbeitslose, was deren Chancen, je wieder eine vernünftige Arbeit zu finden, reduziert. Und die Unternehmen suchen immer noch nach Wegen, um die Beschäftigungskosten zu senken.

Die steigende Ungleichheit bei den Einkommen wird das Konsumwachstum ebenfalls begrenzen, weil sich Einkommensanteile von jenen mit höherer marginaler Konsumquote (Arbeiter und weniger Wohlhabende) zu jenen mit höherer marginaler Sparquote (Unternehmen und wohlhabende Haushalte) verlagern.

Zudem wird der jüngste Anstieg der Investitionsausgaben (und Wohnungsausgaben) zu Ende gehen, weil Steuererleichterungen auslaufen, die Unternehmen die Entwicklung bei den derzeit drohenden sogenannten „Tail Risks“ (unwahrscheinlichen Ereignissen mit extrem starken Auswirkungen) aussitzen und die unzureichende Endnachfrage die Auslastungsquoten niedrig hält – mit düsteren Aussichten für 2012. Und die meisten Anlageinvestitionen werden weiter arbeitssparenden Technologien gelten, was erneut impliziert, dass die Zahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze begrenzt bleiben wird.

Gleichzeitig liegt selbst sechs Jahre nach der Rezession auf dem Eigenheimsektor dieser immer noch im Koma. Angesichts der Tatsache, dass die Nachfrage nach neuem Wohnraum gegenüber ihrem Spitzenwert um 80% gefallen ist, dürfte sich die Preisanpassung nach unten hin auch 2012 fortsetzen, da das Angebot an neuen und bestehenden Eigenheimen die Nachfrage weiter übersteigt. Bei bis zu 40% der Haushalte mit Hypotheken – 20 Millionen – könnte der Hypothekenwert irgendwann über dem Wert ihres Eigenheims liegen. Der Teufelskreis aus Zwangsvollstreckungen und niedrigeren Preisen dürfte sich also fortsetzen – und angesichts so vieler Haushalte, die ernsthaften Kreditbeschränkungen unterliegen, wird das Vertrauen trotz bestehender Verbesserungen schwach bleiben.

Angesichts der blutleeren Zunahme bei der Binnennachfrage besteht Amerikas einzige Chance, sich seiner potenziellen Wachstumsrate anzunähern, in der Verringerung seines hohen Handelsdefizits. Doch von den Nettoexporten wird 2012 eine Bremswirkung für das Wachstum ausgehen, und zwar aus mehreren Gründen:.....

www.project-syndicate.org/commentary/roubini46/German
Antworten
Anti Lemming:

Malko - # 292

5
15.01.12 13:31
"Die Ratingagenturen haben die verflossenen Jahrzehnte keine Krise verhindert, auch Griechenland nicht. Sie sind mit die Verursacher der aktuellen Krise. Gilt sowohl für die US-Immobilienkrise als auch für die Überschuldung der Staaten. Sie haben diese Überschuldung mittels ihren Ratings jahrelang gefördert."

War es nicht der - übermäßig optimistische - Bondmarkt bzw. die PIIGS-Bondkäufer bei Banken und Versicherungen selbst, die die Probleme in den PIIGS ignoriert hatten? Sie sind ja "der Markt". Solange der Markt kauft, fallen die Anleihen nicht (war auch bei überteuerten US-Häusern so...).  Und solange Anleihen nicht fallen, stellt auch niemand das Rating der emittierenden Staaten in Frage.

Ich bleibe dabei, dass die Ratingagenturen dem Bondmarkt hinterherturnen. Wenn diese Vermutung zutrifft (und dafür spricht Vieles, siehe HB in # 279, kursiv), dann sind Behauptungen, Ratingagenturen hätte die Euro-Krise verursacht, fehl am Platze.

Anders ist die Lage beim AAA-Schrott aus USA. In dem Fall haben die Ratingagenturen in der Tat böswillig (im Interesse der US-Zockerbanken) zu gute Ratings ausgegeben, um u. a. dt. Landesbanken mit dem AAA-Glanz zu narren.
Antworten
musicus1:

über was streiten wir?????

8
15.01.12 13:31
mit einer bankenkrise  fing es  an  in 2008,  jetzt haben wir bankenkrise 2. teil und die banken schieben den ball zurück zur politik  wir haben es nun mit staatspleiten zutun, beiden instrumenten , politik und banken ist eines gemeinsam, sie  arbeiten und zocken  mit fremden geldern, nämlich dem ihrer bürger, ich teile reitzle s meinung,  denk-tabu s  darf es keine mehr geben. bei der bewältigung der krise
Antworten
Stöffen:

Die Rating-Agenturen lagen ja nicht nur

11
15.01.12 13:41
mit der Bewertung des Subprime-Schrotts oder dem Business von Lehman Bros. daneben, nein, was stark auffällig ist, sie liegen seit Jahren vielfach mit ihren Einstufungen komplett neben den Gleisen.

Zitat aus Wikipedia:

"Es hat sich gezeigt, dass die Agenturen bei ihren Rating-Einstufungen in Einzelfällen sehr stark von der Realität mancher Schuldner entfernt waren. Hierbei ging es um völlige Schieflagen der Agenturen im Zusammenhang mit den spektakulären Fällen Enron (1997), WorldCom (2001), Parmalat (2003) sowie um die Fehleinschätzungen bei den Staatskrisen in Asien (1997) und Argentinien (2001) oder etwa der größten kommunalen Insolvenz des Orange County in Kalifornien im Dezember 1994."

Witzigerweise wird in dem Wiki-Artikel zur Daseinsberechtigung der Agenturen angeführt, "dass Investoren und Gläubiger ein Interesse daran haben, dass die Bonität ihrer Schuldner von unabhängigen und fachkundigen Dritten untersucht wird".

Wenn aber in den ersten Zeilen bereits darauf hingewiesen wird, dass eben "Ratingagenturen private, gewinnorientierte Unternehmen sind, die gewerbsmäßig die Kreditwürdigkeit (Bonität) von…., usw., usf., darstellen, so sollte doch an dieser Stelle dann spätestens bewusst werden, dass sich die Begrifflichkeiten "privat, gewerbsmäßig & gewinnorientiert" sowie "unabhängig" fast zur Gänze ausschießen. Der Volksmund besagt: "Wessen Brot ich ess', dessen Lied ich sing". Warum wohl? LOL.
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
Antworten
Anti Lemming:

Musicus

8
15.01.12 13:44
Ein bisschen Disput (Streit würde ich es nicht nennen) hilft dabei, eigene womöglich falsche Vorstellungen zu korrigieren.

Insofern dient der Disput auch konstruktiv der kollektiven Urteilsbildung.
Antworten
Anti Lemming:

Stöffen

9
15.01.12 13:59
Das Problem der Ratingagenturen ist nicht nur ihre latente Korruptheit, die insbesondere bei der AAA-Bewertung von US-Housingschrott zu Buche schlug, sondern auch die latente Inkompetenz der dort beschäftigen Analysten. Sie orientieren sich, wie andere Analysten (insbesondere Aktienanalysten) auch, allzu sehr an den Kursen selbst. Sie sind daher, wie Quo Vadis, bullisch wenn es steigt und bärisch wenn es fällt.

Steigt etwas, wird es (meist am Top) hochgeratet, sinkt etwas, wird es (meist am Boden) downgeratet. Der Nutzen für Anleger ist Null.

Solange z. B. Griechenanleihen hoch im Kurs standen, gab es für die prozyklischen Ratingagentur-Analysten keinerlei Veranlassung, dieses "Paradies" durch Downgrades zu stören. Dabei wären gerade in dem Stadium Downgrades wirklich hilfreich und "augenöffnend" gewesen. Aber da der Bondmarkt die PIIGS-Probleme ignorierte - die Kurse hielten sich ja lange oben - haben eben auch die Rating-Agenturen nicht reagiert. (Ob die Rating-Agenturen für ihre PIIGS-Ignoranz "bezahlt" wurden, ist eine andere Frage... Ich tippe eher auf prozyklische Dummheit.)

Es gibt freilich zwei Klassen von Analysten, die Buy-Sider und die Sell-Sider. Was man gewöhnlich im Internet gratis liest, sind die Sell-Side-Analysen. Sie sind prozyklisch dämlich und führen, wenn man sich an ihnen orientiert, in der Regel zu Verlusten. Auftraggeber sind Zockerbanken, die dafür zahlen, dass die Meute in die falsche Richtung gelockt wird, um daran zu verdienen. Die teuren Buy-Side-Analysen, die z. B. die Zockerbanken und Fonds "für sich privat" ordern, sind hingegen öfter stichhaltig, werden aber nicht öffentlich gemacht. Hier wird der Stoff gesammelt, um die Meute auszunehmen. (Buy-Side- und Sell-Side-Analysen können dabei vom selben Analysten stammen.)

Die Frage ist, ob es auch bei den Ratingagenturen diese zwei Klassen von Analysten gibt. Das was gratis nach außen dringt ist der übliche prozyklische Unfug. Erst als Enron um 90 % im Kurs gefallen war, begannen Analysten die Aktien auf "sell" zu stufen - viel zu spät. Auch die Rating-Agenturen reagierten hier viel zu spät...
Antworten
Anti Lemming:

Euro-Krise

2
15.01.12 14:35
"...sei es möglich, dass das Schiff nicht mehr zu steuern gewesen und vom Kurs abgekommen sei. 'Das System muss neu gestartet werden... Der Grund könnte aber auch ein ganz anderer sein.'"

www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,809133,00.html
Antworten
Malko07:

Als A.L sollte einem die Bedeutung

8
15.01.12 14:38
des Begriffs Lemming klar sein. Und wenn die Lemmige massenweise unterwegs sind hat der Markt, aus welchen Gründen auch immer, versagt. Egal, ob es sich dabei um heiß gelaufene und stürzende Preise handelt.

Was soll man von Lemmingen halten, die glauben das gesamte Vermögen Westeuropas hätte in der Schweiz Platz? Wie müssten die USA bewertet sein, wenn die aktuellen Zinsen eine richtige Meinung widerspiegeln würden. AAA+++ wäre noch zu wenig. Auch in Europa gibt es Staaten, deren Haushalten jetzt und in den letzten hundert Jahren wesentlich seriöser war, die nie eine Pleite hingelegt hatten und, soweit sie Mitglied sind, nie die Stabilitätskriterien der Eurozone verletzt hatten. Trotzdem müssen diese wesentlich höhere Zinsen als Deutschland zahlen. Also eine Bestätigung der Ratingagenturen in den aktuellen Zinsen zu sehen ist mindestens leicht schräg.

Nicht dass man mich missversteht. Ich bin ein absoluter Feind der Staatsverschuldung und ich würde es vorziehen ohne Zentralbank auszukommen. Man kann allerdings nicht bei der EZB anfangen, man muss zuerst das Finanzsystem so in Ordnung bringen, dass man ohne EZB auskommt. Auch bin ich für die wirkliche Beteiligung der Privaten - also die Einlagensicherung gehört verboten. Aber auch dazu muss die Finanzwelt erst mal entsprechend umgekrempelt werden. Dann könnten wir eventuell von freien Märkten sprechen. Bis jetzt haben wir in allen Sektoren nur stark manipulierte Märkte und diese dienen verschiedenen Interessen, so wie die Ratingagenturen.
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Anti Lemming:

MS Sarkozy auf Kollisionskurs

10
15.01.12 14:55
Nach Ausfall des Navigationssystems ist die MS Sarkozy auf Schlingerkurs geraten. Das volltrunkene Kapitäns-Duo konnte nicht verhindern, dass die Euro-Frigatte auf einen S&P-Felsen auflief und kenterte.

Die Reederei Draghi aus Palermo hat zwar eilends einen Rettungsschirm bereitgestellt. Vor-Ort-Experten der Ratingagentur A.L. bezweifeln jedoch, dass Rettungsschirme gegen von unten eindringende Feuchtigkeit, die die Systemfäule nur beschleunigt, schützen. Analyst Malko wendet ein, dass es ja überhaupt nicht geregnet hätte, weil Deutschland noch AAA hat. Das Schiff kann also überhaupt nicht gekentert sein.

Dennoch würden Boots-Anleger nach wie vor aus unerfindlichen Gründen aus dem sicheren Hafen "Euro" fliehen.
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Der USA Bären-Thread 476461
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