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Der USA Bären-Thread


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Kicky:

Zunehmend isoliertes Grossbritannien

 
09.12.11 21:04
Laut Diplomatenkreisen steht Grossbritannien am EU-Gipfel zunehmend mit ihrer Ablehnung der Fiskalunion isoliert da. Angeblich wollen nun Tschechien, Schweden und Ungarn ihre Parlamente befragen. Die Hoffnung bleibt, dass die Briten doch noch einlenken.
.....
www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/...n_1.13576302.html
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Kicky:

Camerons Bärendienst

6
09.12.11 21:08
David Cameron hat mit seinem Ausscheren auf dem EU-Gipfel eine politische Isolation der Briten heraufbeschworen, die ihm die City jetzt vorhält. War es die Finanztransaktionssteuer wirklich wert, sich politisch so ausgrenzen zu lassen und als Buhmann einer ausgeschlagenen EU-Vertragsreform dazustehen?
Von Bettina Schulz

Von dem Triumphgeheul erzkonservativer Euroskeptiker ist in der Londoner City nichts zu hören. Dabei findet die Bankenmeile die Einwände, die Cameron in Brüssel vorgebracht hat und für die er ein Veto durchsetzen wollte, stichhaltig: eine Finanztransaktionssteuer füllt die Haushaltskasse klammer Regierungen, belastet aber die globalen Kapitalgeber, die einem Finanzplatz Liquidität bringen. Eine zentralisierte europäische Finanz- und Bankenaufsicht will sich die City nicht gefallen lassen, zumal sich die Aufsichtsbehörden in Kontinentaleuropa vor der Bankenkrise auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben.

Dass es immer wieder Versuche gibt, Geschäfte der EZB und anderer Marktteilnehmer innerhalb der Währungsunion zu verankern, unterminiert in den Augen der Briten ihren Finanzplatz. Auch die Regulierungsansätze von Leerverkäufen, Hochfrequenzhandel und die Aushebelung des Instruments der Kreditausfallversicherungen in der Griechenlandumschuldung passen London nicht....
Getrieben von den Euroskeptikern in seiner eigenen Partei meinte Cameron, den Regulierungsbestrebungen der Finanzindustrie in Brüssel Einhalt gebieten zu können. Dabei hat er sich sträflich ausmanövrieren lassen und eine politische Isolation der Briten heraufbeschworen, die ihm die City jetzt vorhält. War es die Finanztransaktionssteuer wirklich wert, sich politisch so ausgrenzen zu lassen und als Buhmann einer ausgeschlagenen EU-Vertragsreform dazustehen? ....
www.faz.net/aktuell/wirtschaft/...s-baerendienst-11556792.html
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Eidgenosse:

Es ist definitiv so

8
09.12.11 21:22
das wir in Europa eine gemeinsame Politik verfolgen sollten. Eigentlich ticken wir von Portugal bis Schweden relativ ähnlich, jedenfalls wenn man es mit östlichen Verhältnissen vergleicht. Ich bin sogar soweit zu sagen dass die Schweiz zur EU muss.
Wenn man die wirtschaftlichen Verhältnisse global betrachtet haben wir nur so eine Chance unseren Wohlstand einigermassen zu erhalten. Ja es ist so das wir nur durch die EU eine respektable Grösse haben um im weltweiten Handel mitzureden.

Meine Erkenntniss stösst aber landesweit noch auf taube Ohren. Ich werde aber daran arbeiten und hier regelmässig invormieren. :-)
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Stöffen:

Die Einigung Europas

7
09.12.11 21:28
ja allein die Einführung eines gemeinsamen Zahlungsmittels ist fürwahr eine Herkules-Aufgabe. Jedem von uns ist eindeutig bewusst, dass dort, wo gearbeitet wird, dort wo Menschen versuchen, Dinge neu zu kreieren, eben auch Fehler gemacht werden.

Aber jeder halbwegs intelligente Mensch wird begreifen, dass nur aus dem Lernen von begangenen Fehlern ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess entsteht. Und nur ein dummer Tor wird mehrmals gegen eine Wand laufen, ohne zu bemerken, dass er diese so nicht zum Einstürzen wird bringen können.

Wir haben nunmehr gut zehn Jahre seit der Euro-Einführung auf "dem Buckel", die handwerklichen Fehler, welche seitdem aufgetreten sind, sind mittlerweile wie eine Sandbank bei Ebbe zu Tage getreten. Hier gilt es in konsequenter Weise nachzubessern, ohne aber zugleich nach völliger Perfektion zu verlangen.

Eine unendliche Leichtigkeit des Seins gibt es nur in der Phantasie.
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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obgicou:

@Dreiklang

 
09.12.11 22:08
Du hast natürlich vollkomen recht; sie wollen die Deflation durch Reflationierung verhindern
es ist Freitag abend und der erste Wochenendriesling ist schon geflossen ;-)
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Stöffen:

Die vier Jahreszeiten

7
09.12.11 22:08
so in etwa kommt mir der hier angehangene Graph von Charles Hugh Smith entgegen. Sein interessanter Comment hier. An excerpt, then the Link.

When Things Fall Apart: Disorientation, Desperation, Chaos

"As I type, the morning injection of hopium crack into the market's veins is already wearing off. We are still in the desperation stage, as central bank manipulators and Central State apparatchiks are rushing around in a panicky search for some new supply of "sugar" intervention to prop up what has been unsustainable since 2007.

The manipulations have one ironic accomplishment: the resulting crash will be larger and more chaotic than the one in 2008 because the faith that State/central bank interventions are limitless magic will have been irrevocably lost."

www.oftwominds.com/blog.html
Der USA Bären-Thread 466049
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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Garion:

Das war wohl nichts ...

10
10.12.11 01:30

Das Handelsblatt (und ich) gießen Wasser in den Wein des Euro-Gipfels:

1.) Ob die Schuldenbremsen die Schulden bremsen werden, bleibt abzuwarten, da Ausnahmen eingebaut werden, das strukturelle Defizit bei 0,5 statt 0,35% wie in Deutschland liegen soll, der Start der Gültigkeit offen ist (in Deutschland auch erst 2016 Bund, 2020 Länder), die Regel nicht zwingend in die Verfassung aufgenommen werden muss ("gleichwertig" geht auch) und die Korrekturmechanismen bei Verstoß gegen die Schuldenbremse noch unklar sind. Besonders harte Maßnahmen dürfen wir hier wohl nicht erwarten. Grundsätzlich begrüße ich die Schuldenbremsen, aber eine Bremse, die nicht gut bremst, schützt auch nicht vor einem Crash.

2.) Die automatischen Sanktionen bei Verstoß gegen die Maastricht-Kriterien können verhindert werden, wenn mehr als die Hälfte der EU-Finanzminister das so beschließen. Aber eine Krähe hackt der anderen bekanntlich kein Auge aus. Und der Club Med hat im Reigen der EU-Finanzminister viele Stimmen. Ein laufendes Sanktionsverfahren bedeutet offenbar auch nur, dass ein verbindliches politisches Programm für Defizitsenkung und Reformen bei der EU abgeliefert werden muss. Im Falle Griechenlands wäre das aber z. B. müßig, weil die Regierung dort beschließen kann, was sie will - umgesetzt wird es doch nicht. Harte, automatische Strafen wird es leider nicht geben.

3.) Die unterschiedliche Wettbewerbsfähigkeit der EU-Länder und mMn das Grundproblem der gegenwärtigen Krise nicht nur in Europa wird von den Gipfelbeschlüssen nicht berührt. Hierzu das HB: "Länder mit geringer Wettbewerbsfähigkeit wie Spanien häufen auf Dauer  Schulden gegenüber dem Ausland an, weil sie mehr importieren als  exportieren. Werden die Schulden zu groß, bedrohen sie die finanzielle  Stabilität des Landes und damit des gesamten Euro-Raums. Diese  Entwicklung zeigt sich nicht unbedingt im Staatshaushalt: Hohe  Auslandsschulden kann auch die private Wirtschaft anhäufen und damit am  Ende den Staat destabilisieren, wenn er zur Rettung der Wirtschaft  einspringen muss." Letzteres dürfte der betroffene Staat dann zwar nicht, wenn er 1.) und 2.) ernst nimmt. Aber wer von uns glaubt, dass das so kommt? Da werden wir nur faule Kompromisse sehen.

4.) Die Gipfelbeschlüsse sollen bis März in nationales Recht umgesetzt werden. Ab Juli soll dann der ESM greifen. Gesetzt den Fall, dass die Gipfelbeschlüsse und der ESM tatsächlich alle Probleme in den Griff bekämen (was mMn ausdrücklich nicht der Fall sein wird): Wie will man die 3,5 bzw. 6,5 Monate bis da hin überleben? Die angeschlagenen bzw. von Ratingagenturen angezählten EU-Staaten müssen inzwischen hunderte Milliarden Euro am Anleihemarkt aufnehmen, um laufende Ausgaben zu decken und alte Schulden zu rollen. Hier spekuliert man offenbar darauf, dass die EZB weiter den Ausputzer spielt. Je länger diese das tut, desto weniger glaubwürdig wird allerdings der gesamte Währungsraum.

5.) Die Idee zweier Rettungsschirme parallel (EFSF, ESM) könnte nach hinten losgehen, weil Investoren solcher Flickschusterei nicht trauen und insbesondere der EFSF bisher einem Rohrkrepierer gleich kommt.

Ich ergänze:

6.) Die vermutlich in Europa anstehende weitere Finanzmarktregulierungsrunde kann völlig verpuffen. Eine Finanztranskationssteuer ist aus sich eines Finanzministers nice to have, jedoch löst sie kein einziges Problem. Außerdem hat noch jede Finanzmarktregulierung gezeigt, dass Kapital und Spekulanten immer einen Weg finden, solche zu umgehen. Ich nenne nur mal: Außerbilanzielle Zweckgesellschaften, Steuer-Oasen, Schattenhaushalte und den gesamten OTC-Bereich. Wie man dem Herr werden will angesichts butterweicher Gipfelbeschlüsse, ist mir schleierhaft.

7.) Unsere lieben Freunde jenseits von Kanal und Teich haben zwar sicherlich kein Interesse an einem wirtschaftlichen Totalzusammenbruch der Eurozone, da der davon ausgelöste Schuldentsunami bis über die Rocky Mountains schwappen würde, jedoch können sie genausowenig ein Interesse daran haben, dass die Eurozone gestärkt und wettbewerbsfähig aus der Krise hervorgeht und vor der Weltöffentlichkeit das angelsächsische Wirtschaftsmodell ad absurdum führt. Da es immer leichter ist, Sand in ein Getriebe zu streuen als ein Getriebe zu bauen, in Gang zu setzen und in Gang zu halten, stehen uns hier mMn noch etliche Dolchstöße und Heckenschüsse bevor. Und ein gezielter Schuss kann sehr wirksam sein ...

www.handelsblatt.com/politik/international/...ter/5940700.html

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Kicky:

HSBC verklagt MF Global wegen $850000 Gold

6
10.12.11 10:58
höchst interessante Rechtsfrage,wem gehört nun das physische Gold ,das den Kontrakten unterliegt und irgendwo gespeichert wird? offensichtlich haben die Goldbugs schon länger gewarnt

Five gold bars and 15 silver bars underlie eight Comex contracts between the brokerage and its client Jason Fane of Ithaca, New York, the unit of London-based HSBC said in a court filing yesterday. Both parties have asserted claims to the bars, creating difficulties for HSBC, which is storing them, the bank said. HSBC asked a judge to decide who the rightful owner is. .....
www.bloomberg.com/news/2011-12-09/...-gold-silver-bars-1-.html

....So in other words, is this the eureka moment when everyone realizes that any gold, be it paper or physical, is either a irrelevant electronic binary claim held in some semiconductor, or at best an asset in some vault, that the brokerage next door suddenly also has claims over?

The end result is that the biggest loser is Joe Sixpack who bought the gold, and decided to keep it in a bank warehouse for "safekeeping" only to realize said gold will never be seen or heard of again.....
www.zerohedge.com/news/...ver-disputed-ownership-physical-gold

Nachdem ich gerade die Bedingungen der Deutschen Bank-Maxblue- zu Erstattung im Falle einer Pleite gelesen habe ,frage ich mich, ob allen hier bekannt ist,dass lediglich maximall 90% der Einlagen erstattet werden bis zu einer maximalen Höhe von 20000 Euro.Das war immerhin gestern und eine Journalistin versicherte mir zuvor, man die Grenze auf 100000 angehoben,aber wohl allenfalls für Sparanlagen
Antworten
permanent:

Chinas Außenhandel wächst weniger stark

5
10.12.11 11:24

Amtliche Angaben: Chinas Außenhandel wächst weniger stark

Das Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft verlangsamt sich: Die chinesischen Importe gehen deutlich zurück, die Steigerungsrate bei den Ausfuhren ist sogar die niedrigste seit neuen Monaten.

PekingDie schwache Weltwirtschaft hat Chinas Außenhandel zugesetzt. Export wie auch Import schwächten sich im November ab, wie aus am Samstag veröffentlichten amtlichen Ausgaben hervorgeht. Die Ausfuhren legten auf Jahressicht 13,8 Prozent zu. Das ist die niedrigste Rate seit neun Monaten. Die Importe stiegen um 22,1 Prozent und lagen damit deutlich unter dem Plus von Oktober mit 28,7 Prozent. Ökonomen hatten im Schnitt im November mit einem Zuwachs bei den Exporten von elf Prozent und bei den Einfuhren von 19 Prozent gerechnet.

Der Handelsüberschuss reduzierte sich auf 14,5 Milliarden Dollar von 17,0 Milliarden Dollar im Oktober. Die Daten verdeutlichten einmal mehr, dass sich das Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft verlangsamt. Zugleich ließ zuletzt der Inflationsdruck nach, wodurch Raum für Konjunkturmaßnahmen entstand.


Zum Artikel

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Stöffen:

Richard Koo: "Europa hat die japanische Krankheit"

8
10.12.11 13:13
„Europa hat die japanische Krankheit“

Starökonom Richard Koo spricht über das Wesen der Schuldenkrise, die Rettung des Euros und deutsche Luxusprobleme.

Richard Koo, Jahrgang 1954, ist Chefökonom des Nomura Research Institute in Tokio und gilt als einer der führenden, aber auch umstrittensten Experten für Rezessionen. Aus den Erfahrungen der japanischen Krise entwickelte er 2003 das Konzept der „Bilanzrezession“. Demnach versuchen Unternehmen nach dem Platzen einer Blase nicht mehr, ihre Profite zu maximieren, sondern nur noch ihre Schulden zu minimieren, was einen jähren Konjunkturabsturz herbeiführt.

Laut Koo müssen Regierungen in einer solchen Situation die Wirtschaft so lange durch hohe Staatsausgaben am Laufen halten, bis die Privatwirtschaft wieder zum Wachstum beiträgt. In Ökonomenkreisen bekannt wurde er durch das Buch: „The Holy Grail of Macroeconomics: Lessons from Japans Great Recession“.

Das komplette Interview mit Richard Koo gibt es hier

www.fr-online.de/wirtschaft/...rankheit-,1472780,11284828.html
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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fkuebler:

Stöffen210: Koo ist gut als Diagnostiker, mies als

9
10.12.11 13:48

"Laut Koo müssen Regierungen in einer solchen Situation die Wirtschaft so lange durch hohe Staatsausgaben am Laufen halten, bis die Privatwirtschaft wieder zum Wachstum beiträgt. In Ökonomenkreisen bekannt wurde er durch das Buch: „The Holy Grail of Macroeconomics: Lessons from Japans Great Recession“"

... Therapeut. Und zwar richtig mies.

Weil ich (meiner Erinnerung nach) hier im BT das Koo'sche Konzept der Bilanzrezession eingeführt habe, das ich unverändert als brillante Diagnose ansehe, werde ich manchmal mehr mit Koo assoziiert, als mir recht ist. 

Mit ihm als Therapeut möchte ich nämlich nichts zu tun haben.

Antizyklisches Verhalten, wie von dem begnadeten Keynes seinerzeit an-überlegt, gibt es mit Menschen als Politikern einfach nicht, zumindest nicht in Demokratien. So wenig wie es grössere Wurstvorräte mit Hunden gibt. Deshalb hatte sich der späte Keynes selbst schon wieder davon verabschiedet.

Die Schuldenbremsen als ersten Schritt in einigermassen zwangs-ausgeglichene Haushalte sind gut, die Drogendealer des Bankensektors schlecht, und Europa scheint jetzt auf einem einigermassen brauchbaren Pfad, nicht unwesentlich mit und durch Merkel. Aber es wird lange dauern...

Und wenn man längere Zeit vor-verzehrt hat, dann wird man zum Ausgleich später entsprechend längere Zeit unter-verzehren müssen. Technisch nennt man das Rezession, und auch die angelsächsischen Finanzakrobatiken können das nicht ändern.

Das ist auch weitgehend unabhängig davon, ob das Vorverzehren im Staatssektor (Griechenland/Portugal) oder im Privatsektor erfolgt ist (Spanien/Irland). Am Schluss ist es nämlich sowieso immer nur die Menge der Individuen.

Den Finanzakrobaten ist das Schicksal ihrer Kunden ziemlich egal. Auf den Beerdigungen ihrer Kunden pflegen Drogendealer ja auch eher selten gesehen zu werden...

Aber in den nächsten 1 bis 2 Jahrzehnten wird man die Finanzakrobaten entsprechend auch zunehmend seltener sehen. Weil sie allmählich arbeitslos werden oder auf ehrbare Tätigkeiten umschulen.

 
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wawidu:

malko # 91188

3
10.12.11 17:16
"Und wenn man bedenkt, dass zwischenzeitlich sogar wieder Spanien und Irland, trotz scharfem Sparkurs, wachsen ..."

Sorry, aber wo wächst denn Spanien?

www.querschuesse.de/...trose-einzelhandelsumsatze-aus-spanien/

www.querschuesse.de/...strierten-arbeitslosen-zieht-weiter-an/

www.querschuesse.de/divergenz-bei-industrieproduktion/

Und hier noch was zu Griechenland:

www.querschuesse.de/...saster-zone-und-dokument-des-versagens/
(Verkleinert auf 65%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 466194
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daiphong:

Spaniens BIP wuchs in Q3 um 0,8%

3
10.12.11 17:29
gegen Vorjahr, steht im QS-Artikel, der Export und Tourismus wenig berücksichtigt.
Ist zwar aus dem August, aber differenzierter:
www.berliner-zeitung.de/archiv/...xport,10810590,10950194.html
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wawidu:

kübi # 91211

6
10.12.11 18:22
"Antizyklisches Verhalten, wie von dem begnadeten Keynes seinerzeit an-überlegt, gibt es mit Menschen als Politikern einfach nicht, zumindest nicht in Demokratien. So wenig wie es grössere Wurstvorräte mit Hunden gibt. Deshalb hatte sich der späte Keynes selbst schon wieder davon verabschiedet."

Diese Aussage trifft absolut zu. Keynes würde seine heutigen "Jünger" wohl fragen: "Was habt ihr denn nur mit meiner schönen Theorie gemacht?" Keynes Theorie war und ist im Prinzip gut, doch die politische Praxis, die sich auf deren Basis im Laufe der Jahre entwickelt hat, läuft Keynes Ideen absolut zuwider. Keynes hatte auf ein "Spare in der Zeit, so hast du in der Not" abgezielt, doch die Regierenden haben - bis auf wenige Ausnahmen in kleineren Staaten (z.B. Finnland, Luxemburg, Norwegen, Schweden) - seit den 1980ern nicht mehr gespart, sondern kurzfristige Haushaltüberschüsse immer wieder sehr schnell verpulvert und sukzessiv weitere Schulden angehäuft. Der wirtschaftliche Aufschwung seit den 1980ern basierte weitgehend auf dem Ponzi-System von fast exponentiell ansteigenden Staatsanleihen-Emissionen. Zwischen den Verschuldungsquoten der öffentlichen Hände und den BIP-Entwicklungen haben sich jedoch zunehmend gewaltige Scheren geöffnet.
(Verkleinert auf 88%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 466212
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Malko07:

wawidu (#91212), einfach mal bei

 
10.12.11 18:39
Eurostat nachschauen. sollte nicht so schwierig sein. Das Wachstum war zwar im 3. Quartal klein, aber es war eindeutig Wachstum.
Antworten
wawidu:

daiphong # 91213

 
10.12.11 18:46
In Spaniens BIP dürften wohl ebenso wie im US-, UK-BIP und anderer Industriestaaten  erhebliche Lagerbestände stecken, die die reale Wirtschaftslage kaschieren. Wenn du in der Vergangenheit in der Hoffnung auf bessere Geschäfte in der Zukunft Güter produziert hast, diese jedoch aktuell nur mit erheblichen Preisnachlässen verkaufen kannst, resultiert daraus mE kein echter BIP-Anstieg. Eines der größten spanischen Industrieunternehmen ist übrigens SEAT, das zum VW-Konzern gehört und auch in dessen Bilanz erscheint.
Antworten
Malko07:

Keynes Theorie war vom Anbeginn her absoluter

8
10.12.11 18:53
Blödsinn.

Es ist nämlich nicht egal wozu man Geld ausgibt. Künstlich erhöhte Staatsausgaben erzeugen in Gebieten Nachfrage, welche nicht dementsprechend ausgestattet sind. Es werden also Fehlstrukturen erzeugt, die später nicht gebraucht werden und in der Praxis zu Preiserhöhungen führen, bedingt durch die künstliche Enge die auf diesen Sektoren temporär entsteht. Was soll z.B. der erhöhte Autobahnbau wenn die Informationstechnologie gerade am Boden liegt. Keynes hat wie so viele Volkswirtschaftler, die wirkliche Komplexität der wirtschaftlichen Strukturen nicht berücksichtigt. Koo erzählt vergleichbaren Blödsinn. Es ist eine absolute Illusion Fehlstrukturen durch andere Fehlstrukturen zu heilen. So ist es auch nicht hilfreich wenn wir einen Schweinenhälfteberg haben zum Ausgleich einen Hühnerberg erzeugen.

Ich hatte hier mal einen Post zur Blup-Blup-Wirtschaft geschrieben. Dazu gab es keine Widersprüche. Keynes und Koo sind Anhänger der Blup-Blup-Wirtschaft.
Antworten
Malko07:

#91216: Absolute Unterstellung.

5
10.12.11 18:54
Man darf ruhig zugeben, dann man daneben lag.
Antworten
wawidu:

malko # 91217

9
10.12.11 22:19
"Keynes Theorie war vom Anbeginn her absoluter Blödsinn."

Mit solchen Aussagen sollte man sehr vorsichtig sein, wenn man volkswirtschaftliche Theorien nur oberflächlich kennt/nicht verstanden hat. Keynes´ "General Theory" ist im Kontext seiner Erfahrungen aus den wirtschaftlichen Entwicklungen seiner Zeit, insbesondere der nach dem Ersten Weltkrieg, zu sehen. Ein kurzfristiges stärkeres Eingreifen des Staates zur Ankurbelung der Wirtschaft hat Keynes explizit auf massive Notzeiten beschränkt. Ein solcher Ansatz kann wohl kaum als "grundsätzlicher Blödsinn" abgetan werden! In den USA und in UK gab es jedoch nach dem Zweiten Weltkrieg keine echte wirtschaftliche Notzeiten mehr und seit Anfang der 1980er lediglich drei "Konjunkturdellen" (1989-1992, 2000-2003, 2007-2009), die jeweils durch massive Leitzinssenkungen, Geldmengensteigerungen (speziell bei M1) und staatliche Ausgabenprogramme ausgebügelt wurden. Dadurch wurden die normalen Wirtschaftszyklen jedoch massiv verzerrt.    

Ich empfehle dir wärmstens die Lektüre des kurzen Artikels unter folgendem Link, der die zentralen Aspekte von Keynes´ Theorie sehr gut auf den Punkt bringt:

keynesianismus.wordpress.com/2008/12/12/...ohn-maynard-keynes/

Vielleicht gibt dir auch folgender logarithmische Chart zur Gesamtverschuldung in den USA zu denken. Dieser basiert auf M3b (rund 15000 Mrd - Seit Ende 2008 stieg M1 von 11 % auf rund 16 % von M3b!!!) und der Gesamtverschuldung aus öffentlichen Schulden, Unternehmensschulden und privaten Schulden. Seit 2008 schlagen sich hier insbesondere Fed-Aktivitäten wie POMOs, TAF, PDCF, TOMOs und Aufkäufe von MBS der GSEs durch die Fed zu Buche, die seitens nowandfutures.com mit 33 % der mark-to-market-Preise bewertet werden, "reduzierend" nieder, doch dies ja keine echte Schuldenreduzierung, sondern lediglich eine Verlagerung. Rechnet man aus diesem "Schuldenturm" mal M3b heraus, so ergibt sich die ungeheuerliche Summe von über 80 Billionen USD, mehr als das Fünffache des aktuellen realen US-GDP.

Dies ist der Effekt neo-keynesianischer Politik, hat jedoch mit Keynes´ Theorie absolut nichts zu tun.
(Verkleinert auf 77%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 466278
Antworten
wawidu:

Effizienz des massiven M1-Anstiegs seit 2008

 
10.12.11 22:48
Diese lässt sich am Chart der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes ablesen. Mein Kommentar: ein absoluter Flop in Bezug auf die breite US-Wirtschaft. Nutznießer der M1 Erhöhung von 1400 Mrd. auf rund 2200 Mrd. waren fast nur die Großbanken. Man beachte die von mir eingetragenen langfristigen Trendlinien!
(Verkleinert auf 88%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 466283
Antworten
Kicky:

S&P droht Versicherern mit Herabstufung

7
10.12.11 23:14
...Zu den 15 betroffenen Unternehmen gehören die Allianz sowie der Kreditversicherer Euler Hermes, der zur Allianz-Gruppe gehört, die Axa, die CNP-Gruppe aus Frankreich, die britische Aviva und die Generali aus Italien. Mit der Einstufung "Creditwatch Negative" - einem negativen Ausblick auf die Kreditwürdigkeit - droht den Versicherern eine Herabstufung bereits in den kommenden Wochen: Statt mehrerer Monate hat S&P nun maximal 90 Tage Zeit, eine Entscheidung darüber zu treffen.....

www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,802873,00.html
Antworten
Kicky:

Banken der Eurozone kurz vor dem Kollaps?

4
10.12.11 23:35
oder angloamerikanische Presse in Bildjargon?
Eurozone banking system on the edge of collapse
The eurozone banking system is on the edge of collapse as major lenders begin to run out of the assets they need to keep vital funding lines open.
...The European Central Bank admitted it had held meetings about providing emergency funding to the region's struggling banks, however City figures said a "collateral crunch" was looming.

"If anyone thinks things are getting better then they simply don't understand how severe the problems are. I think a major bank could fail within weeks," said one London-based executive at a major global bank.

Many banks, including some French, Italian and Spanish lenders, have already run out of many of the acceptable forms of collateral such as US Treasuries and other liquid securities used to finance short-term loans and have been forced to resort to lending out their gold reserves to maintain access to dollar funding.

"The system is creaking. There is a large amount of stress,"....
CreditSights' weekly funding report said the ECB had effectively become the central clearer for the region's banks as lenders are increasingly distrustful about funding one another.

Bank deposits with the ECB now stand at their highest level since June 2010 at €905bn (£772bn) as lenders withdraw deposits held with their peers and put them into the central bank. At the same time, banks in major eurozone countries such as France and Italy have become increasingly reliant on central bank funding. This follows the trend seen in smaller countries like Ireland where lenders have effectively becomes taxpayer-funded "zombie" banks. ...
www.telegraph.co.uk/finance/...em-on-the-edge-of-collapse.html

European CEOs Move Cash to Germany In Case of Euro Breakup
www.bloomberg.com/news/2011-12-09/...against-breakup-risk.html

www.zerohedge.com/news/...-european-companies-prepare-euro-end
Antworten
Malko07:

wawidu (#91219), mit

6
11.12.11 10:03
makroökonomischen Stellschrauben Planwirtschaft zu betreiben ist schlimmer daneben als die Planwirtschaft der Stalinisten.

Je komplexer die Strukturen sind, umso geringer ist der Erfolg der makroökonomischen Beeinflussung und umso weniger verwertbar sind reine makroökonomische Kennzahlen. In den Zeiten vor dem zweiten Weltkrieg und noch eine geraume Zeit nach dem 2. Weltkrieg war die Schwerindustrie bestimmend und sogar die Planwirtschaft konnte überleben. Als Reagan dann den Krieg der Sterne ausrief wurde der praktische Beweis erbracht, dass komplexe Strukturen nicht ansatzweise planbar sind.

Man kann sich z.B. auch die Frage stellen, weshalb die Industrie in Baden-Württemberg und Norditalien so erfolgreich ist und man trotz des einmalig massiven Geldeinsatzes weder in der früheren DDR noch in Süditalien es zu einer wirklich gesunden Entwicklung gekommen ist. Die erfolgreiche Welt ist eben zu kompliziert und nicht planbar. Sie muss sich entwickeln, oft über Jahrhunderte und man  kann sie aber schon in Jahrzehnten zerstören.

Der makroökonomischen Unsinn à la Keynes führt primär zu temporären statistischen Effekten bei den makroökonomischen Zahlen ohne die Wirklichkeit zu verbessern. Treibt man diesen Unsinn nicht zu lange bleibt der Schaden begrenzt, treibt man ihn sehr lange ist man auf dem Wege in die Katastrophe.

Wirtschaftliche Einbrüche haben Ursachen. Entwickeln sich z.B. Überkapazitäten in der PKW-Fertigung kann das in der heutigen Welt in manchen Ländern zu ernsten wirtschaftlichen Schwierigkeiten führen. Kann man jetzt diese Schwierigkeiten beheben in dem man mehr Autobahnen oder Eisenbahnen baut oder sogar den PKW-Verkauf über Subventionen anschiebt? Es gibt bis heute kein einziges Beispiel, wo Keynes funktioniert hat. Die Theorie ist also zu genau nichts zu gebrauchen. Sie ist nicht anderes als ein ideologisches Werkzeug im Umverteilungskampf.

Das wirksamste Werkzeug gegen die Panikkrise nach der Lehman-Pleite war die Verlängerung der Kurzarbeiterhilfe und die Vereinbarungen zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern zum Erhalt der Arbeitsplätze. Davon kann man jetzt aber nicht ableiten, dass diese Methode generell zu gebrauchen wäre. Sie hat eben gerade auf den panikartigen Zusammenbruch gepasst. Ob das Anschieben des PKW-Marktes mittelfristig etwas gebracht hat, ist heftig umstritten. Alle anderen Maßnahmen haben sich in der Realität erst sehr verspätet durchgeschlagen, im wesentlichen erst mit dem Frühjahr 2011. Sie waren aber die Teuersten. Man kann auch nicht sagen, dass der momentane Einbruch nicht stark genug gewesen war. Er war der stärkste seit der Weltwirtschaftskrise.

Die Makroökonomie liefert uns eben Erkenntnisse wir wir uns gerade bewegen. Sie liefert uns keine Erkenntnisse was im Einzelnen gerade Faul im Staate Dänemark ist und auf welche Katastrophe wir uns deshalb gerade hinbewegen. Wieso soll sie uns dann haraushelfen?

Trotzdem bleibt für die Politik viel zu tun. Sie muss für eine gesunde Infrastruktur, eine effektive Verwaltung, innere und äußere Sicherheit, gute Ausbildung und ein adäquate soziale Sicherung sorgen und das alles bei ausgeglichenem Haushalt. Das ist wirklich kompliziert genug.

Ansonsten warte ich noch auf Belege, dass das Wachstum in Spanien auf unsinniger Lagerbestückung besteht, wo doch nach früheren Aussagen von dir man die Industrie in Spanien vergessen kann und Spanien sich durchgehend im Sparmodus befindet. Auch wieso man Wachstum in Spanien mit dem Wachstum in den USA vergleichen kann, wo die Messmethoden und Korrekturmethoden nicht ansatzweise vergleichbar sind. 0,8% in Spanien machen eben faktisch mehr als 3% in den USA aus.
Antworten
Malko07:

#91223: Viele werden sich noch

2
11.12.11 11:05
erinnern. Jahrelang waren Irland und Spanien die Tiger Europas. Sie sollten beispielhaft für alle anderen sein. Die makroökonomischen Zahlen bewiesen es auch. Die Regierungschefs der beiden Staaten liefen nur noch mit geschwellter Brust auf den EU-Gipfeln rum und nun?
Antworten
Eidgenosse:

Immobiliendeals in Europa brechen ein

4
11.12.11 13:32
In Europa wird die staatliche Schuldenkrise zur Belastung für die Immobilienwirtschaft. Die Zahl der Transaktionen im laufenden Quartal steht vor einem Rückgang auf den tiefsten Stand seit zehn Jahren.

www.cash.ch/news/front/...ls_in_europa_brechen_ein-1110514-449
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