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"Glückwunsch an die GMCR-shorter, doch wie konnte man ohne Zugriff auf Terminbörse Chikago das Ding eigentlich shorten?"
Future long: Call kaufen und Put verkaufen, mit gleichem Strike und Expiry (beide nach Belieben).
Future short: Put kaufen und Call verkaufen, mit gleichem Strike und Expiry (beide nach Belieben).
Das bildet exakt das Wertverhalten eines echten Futures nach. Einziger Nachteil: wenn man lang in die Zukunft gehende Futures so erzeugen will, dann muss man eventuell einige Male das Konstrukt rollen, weil man für sehr späte Expiries bei den Optionen ansonsten keine ausreichende Liquidität mehr hätte.
Wenn sich dieses Modell durchsetzt, dann dürften die USA (größte Beteiligung im IWF) massiv an Einfluss in der Eurozone gewinnen. Das Signal an die Märkte wären außerdem "Die Eurozone schafft es nicht ohne die Amerikaner". Da wären Eurobonds oder eine massive EZB-Intervention m.M. nach die bessere Lösung. (permanent)
Genau darum geht es. Diese IWF-Maßnahme soll entsprechende Gelddruck-Aktionen in der EMU anstoßen - man will sich ja vor den USA nicht blamieren. Eine gezielte Provokation also. Und die genannten Beträge sind in der Tat geradezu lächerlich niedrig.
Wohin mit den Billionen?
Die Krise an den Finanzmärkten stellt die Anlageprofis der Branche vor eine schwere Belastungsprobe. Versicherer streuen ihr Kapital zwar besonders breit, allerdings spüren auch sie die Folgen der Schuldenkrise.
FrankfurtDie Aktien- und Anleihemärkte spielen verrückt. Viele private Anleger und Banken haben in den vergangenen Monaten viel Geld verloren. Auch die Versicherungsbranche verzeichnet hohe Abschreibungen, etwa auf griechische Staatsanleihen oder Bankbeteiligungen, trotzdem ist die Branche bisher insgesamt relativ glimpflich durch die Krise gekommen. Der Präsident des Versichererverbandes GDV, Rolf-Peter Hoenen, gibt sich entsprechend selbstbewusst: „Es gibt keinen Akteur, der sein Kapital breiter streut, langfristiger und sicherer anlegt als wir Versicherer. Wir sind der Risikospezialist schlechthin.
Die Versicherer gehören zu den größten institutionellen Investoren in Deutschland. Sie verwalten 1,3 Billionen Euro an Kundengeldern, die sie an den Märkten anlegen. Die Anlageprofis der Allianz, Münchener Rück und anderer Gesellschaften haben keine leichte Aufgabe: Die Rendite muss gut sein, damit etwa den Lebensversicherungskunden attraktive Zinsen gezahlt werden können, zugleich muss aber das Risiko möglichst gering sein. Um das zu erreichen, setzt die Branche vor allem auf Diversifizierung. Von Pfandbriefen über Aktien bis hin zu Immobilien ist alles im Portfolio vorhanden. Bisher läuft das Geschäft noch ordentlich, 2011 werden die Lebensversicherer eine Nettoverzinsung von über vier Prozent erzielen, heißt es beim GDV.
Doch die Probleme werden größer, deutlich größer. Nicht nur die direkten Folgen der Schuldenkrise bekommen die Versicherer zu spüren (siehe Kasten). Die größten Sorgen bereiten den Versicherern die niedrigen Zinsen. Die Niedrigzinspolitik sei „weit schlimmer als jede Abschreibung auf griechische Staatsanleihen“, sagt GDV-Präsident Hoenen. Das meiste Geld investieren die Versicherer in festverzinsliche Wertpapiere wie Pfandbriefe, Unternehmens- oder Staatsanleihen. Wenn Anleihen auslaufen, ist es nun schwieriger, eine lukrative Neuanlage zu finden. Ein Zinsrückgang um einen Prozentpunkt bedeutet für die Versicherungsbranche einen Rückgang der Kapitalergebnisse bei den Neuanlagen von rund einer Milliarde Euro, heißt es beim GDV.
Immerhin: Die Versicherer können noch recht lange von den höher verzinsten Papieren zehren, die sie noch im Bestand haben. Bei den Lebensversicherern beträgt etwa die durchschnittliche Restlaufzeit der Anlagen im Portfolio mehr als neun Jahre.
Trotzdem: Die Anlagestrategen müssen nun noch genauer schauen, dass sie Papiere finden, bei denen Rendite und Risiko in einem attraktiven Verhältnis stehen. Bundesanleihen etwa sind zwar sicher, aber werfen viel zu geringe Erträge ab. Interessanter seien derzeit französische Papiere, sagte ein Anlageexperte am Rande der GDV-Jahrestagung in Berlin. Der Markt verlange von dem vergleichsweise gut aufgestellten Staat eigentlich ungerechtfertigt hohe Renditen.
Viele Versicherer prüfen inzwischen auch neue Anlagemöglichkeiten oder bauen bisherige Randbereiche aus. „Rentenpapiere in der gesamten Bandbreite sind und bleiben die Basis unserer Kapitalanlagen“, sagt ein Sprecher der Meag, dem Vermögensverwalter der Münchener Rück und Ergo. „Immobiliendarlehen, erneuerbare Energien oder Infrastrukturprojekte stellen aber eine attraktive Ergänzung und Abrundung unseres Portfolios dar.“ So hat etwa die Münchener Rück eine halbe Milliarde Euro in Wind- und Solaranlagen investiert. Mittelfristig will der Konzern diese Summe auf 2,5 Milliarden Euro erhöhen. Auch in Stromnetze investieren die Versicherer, so beteiligte sich etwa die Münchener Rück mit einem dreistelligen Millionenbetrag am Netzbetreiber Amprion. Solche Investitionen sind für die Assekuranz attraktiv, weil sie langfristig planbare Renditen abwerfen.
Einige Versicherer sind auch im Kreditgeschäft tätig: So vergibt die Allianz langfristige Darlehen an Unternehmen, insgesamt mehrere Milliarden Euro. Die Allianz Leben hat 13 Milliarden Euro Darlehen an Häuslebauer vergeben – das sind rund acht Prozent der Kapitalanlagen.
nicht genannter Quelle bzw. mit der Situation vertrauter Kreise wäre das jetzt innrhalb der letzten Woche..............12, 15 oder gar 20?
Kreativ ist die Sellside schon, das muss man denen schon lassen, nur springt halt mittlerweile nicht mal mehr der dümmste auf diesen Unfug an.
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