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Ja, das ist die die Frage! Welcher Schein wird gelten? Zerreist es zuvor die Währungsunion (= Dein Schein) oder wird die 1 - Milliarden - Banknote doch noch von der EZB kommen?
Hier als Vorab - Exemplar schon mal die 1 Million - Euro - Banknote mit dem symbolischen Händedruck auf der Rückseite (als Dankeschön der vielen EU - Staaten an die EZB für das großzügige Kaufprogramm bezüglich ihrer Staatsanleihen).
www.ftd.de/politik/konjunktur/...-an-den-abgrund/60099658.html
03.09.2011, 18:31
Schuldendebakel
Griechenland rückt näher an den Abgrund
Die Lage in Griechenland wird immer dramatischer. Zentralbankchef George Provopoulos kritisiert die Regierung scharf, weil sie mit ihren Reformen zu zögerlich sei. Zudem gibt es Gegenwind für Eurobonds: Die Ratingagentur S&P sagt, sie würde diese als Ramsch bewerten. [Ist DAS die "Politik des starken Dollar" - orchestriert von US-Rating-Agenturen? A.L.] von Frank Bremser
Die Situation des griechischen Bankensektors ist schlechter als bislang gedacht. Der Chef der griechischen Zentralbank George Provopoulos sagte am Samstag, sein Haus habe im August einigen Instituten des Landes erneut Nothilfen bereit gestellt. "Seit Beginn der Krise stützt die Bank of Greece den Bankensektor mit Liquidität. Das haben wir auch im August getan", sagte Provopoulos der Zeitung "Kathimerini". Er sagte zudem, dass einige Geldhäuser nach dem angestrebten Anleihetausch ihre Kapitaldeckung massiv erhöhen müssten. Kritik übte er an der griechischen Regierung: Die Rezession wäre deutlich milder ausgefallen, wenn diese die Reformen entschlossener und schneller durchgesetzt hätte.
Unterdessen hat der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou versprochen, den Reformkurs seiner Regierung trotz Widerstands im Land fortzusetzen. Gleichzeitig erteilte er Spekulationen über eine vorgezogene Wahl eine Absage. Sie würde wie geplant 2013 stattfinden, sagte Papandreou am Samstag anlässlich einer Konferenz zum 37. Jahrestag der Gründung der sozialistischen Partei.
Der Regierungschef sagte, seine Regierung werde ihren Teil (wieso nicht alles? - A.L.) zur Reparatur des griechischen Staatshaushalts beitragen. Gleichzeitig forderte er aber auch eine koordinierte Steuerpolitik auf europäischem Niveau und attackierte das internationale Finanzsystem, das "außer Kontrolle" sei.
Zuvor hatte bereits die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) für Aufregung gesorgt: Ein Unternehmensvertreter sagte, man würde gemeinsame Anleihen der Euro-Staaten mit dem Rating des schwächsten Mitgliedslandes bewerten. "Wenn wir einen Eurobond haben, bei dem Deutschland 27 Prozent garantiert, Frankreich 20 und Griechenland zwei Prozent, dann läge das Rating des Eurobonds bei 'CC', was der Kreditwürdigkeit Griechenlands entspricht", sagte der Leiter des Länderbereichs Europa bei S&P, Moritz Krämer, am Samstag auf dem europäischen Forum in Alpbach.
Dies sei der Fall, wenn es eine gemeinsame Garantie und keine einzelne Gewährleistung der Mitgliedsländer gebe. "Vielleicht könnte dies auf eine andere Art strukturiert werden", schlug Krämer vor und betonte zugleich, S&P führe derzeit keine Gespräche mit der Europäischen Union. "Es ist nicht unsere Aufgabe, bei der Strukturierung oder Beratung zu helfen."
Krämer sagte weiter, er habe die Idee von Euro-Anleihen so verstanden, dass sie sich an den deutschen Jumbo-Pfandbriefen orientierten. [Jumbo = Elefant im griech. Porzellanladen - A.L.] Pfandbriefe gelten als besonders sicher und spielen bei der Refinanzierung der Banken in Europa eine wichtige Rolle. Bei den deutschen Jumbo-Pfandbriefen gehen Bundesländer zusammen, um Schuldverschreibungen zu emittieren, wobei sie jeweils für ihren eigenen Anteil die Garantie übernehmen.
Die Diskussion über Gemeinschaftsanleihen in der Euro-Zone dauert seit langem an. Bundeskanzlerin Angela Merkel lehnt Eurobonds ab und begründet dies damit, dass gemeinsame Anleihen nicht zu einer Verbesserung der Haushaltsdisziplin führten. Italien hingegen wirbt für eine gemeinsame Aufnahme von Staatsschulden [der neue EZB-Präs. Draghihihi wird es schon richten] - , was wohl zu einem mittleren Zinsniveau für alle Euro-Länder führen würde. Auch Griechenland hat bereits für Eurobonds geworben.
Deutsche Politiker warnten die Griechen davor, den Reformprozess schleifen zu lassen. Der Abbruch der Gespräche mit den Geberinstitutionen Internationaler Währungsfonds, Europäischer Union und Europäischer Zentralbank sei ein schwerer Rückschlag. Die Troika hatte am Freitag ihre Prüfung der griechischen Sparbemühungen in Athen ausgesetzt und war abgereist. Grund sind offenbar unterschiedliche Auffassungen über die Fortschritte des Landes bei der Umsetzung des Sparprogramms. Griechenland hat Probleme, die anvisierten Ziele zu erreichen. Die Prüfung durch die Troika ist Voraussetzung für die Auszahlung der nächsten Kredittranche für Griechenland von 8 Mrd. Euro, die Ende September ansteht.
Finanzministers Evangelos Venizelos hatte eingestehen müssen, dass das Defizitziel verfehlt werde. Das Haushaltsminus beläuft sich nach Angaben eines Regierungsvertreters 2011 auf 8,1 bis 8,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Ursprünglich waren 7,6 Prozent. geplant.
Noch harscher wurde der CSU-Bundestagsabgeordnete Peter Gauweiler, über dessen Klage gegen die Griechenlandhilfe am Mittwoch das Bundesverfassungsgericht verhandelt. Er forderte eine "Wiederherstellung der Vertragstreue" im Euro-Raum. Gauweiler kritisierte in der "Welt am Sonntag", dass "immer neue kontinentale Verschuldungsförderungsprogramme" aufgelegt würden. Sie seien so gestaltet, dass das bereits hoch verschuldete Deutschland seinen Schuldenrahmen erhöhe, damit noch mehr verschuldete Staaten weiter Schulden machen könnten.
Gauweiler legte Griechenland eine Staatsinsolvenz nahe. Die jetzige Politik laufe darauf hinaus, "25 oder 30 weltweit tätige Investmentbanken und ihre wahnwitzigen Geschäfte" zu stützen.
Eine Haftung der Griechen durch Abtretung werthaltiger Substanz (Firmen, Staatseigentum, Inseln, Territorien) im Verzugsfalle wäre ein sehr viel wirkungsvolleres Disziplinierungs-Konzept als bloße Ermahnungen, sich an vage Neuverschuldungskriterien (die D und F selber brachen) zu halten, gepaart mit ebenso vagen (und letztlich nur verschleppenden) Versprechungen der Griechen, diese fristgerecht umzusetzen.
Die Griechen zelebrieren bereits den heute auch von Garion monierten "kecken" Erpresser-Status. Tenor: Die Eurozone habe "selber Schuld", dass sie so viel Geld an die Griechen verliehen habe.
Eine solche Haltung impliziert zweierlei:
- 1. "Wir sind daran im Prinzip unschuldig", und
- 2. "Es ist nur rechtens, wenn unsere Schulden nun von der Eurozonen-Gemeinschaft beglichen werden.
Im Artikel in # 386 hatte ich mit über die rot hervorgehobene Formulierung geärgert:
"Der (griech.) Regierungschef sagte, seine Regierung werde ihren Teil (wieso nicht alles? - A.L.) zur Reparatur des griechischen Staatshaushalts beitragen."
Durch obige Verpfändungs- und Abtretungsvereinbarungen (z. B. drohender Verlust von Kreta als Entschädigung für verpulverte 100-Milliarden-Kredite) käme in der Tat, wie Malko anmerkt, eine verbessertes Problembewusstsein bei den Griechen in Gang. Sie würden merken: Die Rest-EU toleriert nicht, dass wir auf ihre Kosten für lau leben, und lässt sich - ungeachtet der brennenden EU-Bankenprobleme - nicht zum "Zahlungs-Narren" halten. Es sieht vielmehr so aus, dass wir hier unsere eigene Substanz verballern.
Unter diesen Prämissen würden die Griechen die dringend angemahnten Reformen weitaus zügiger umsetzen und nicht im "Berlusconi-Stil" zu verschleppen versuchen.
Papa Procrastinou würde zu Papa Acceleradou.
Der globale Abschwung seit Mitte 2011 vermischt sich mit der Schuldenkrise in Europa zu einem giftigen Cocktail. Die griechische Wirtschaft droht nach 2010 und 2011 ein drittes Jahr um rund fünf Prozent zu schrumpfen. Auch Portugal gleitet tiefer in die Krise, Spanien und Italien stecken ebenfalls in der Rezession.
Die Wirklichkeit hat somit alle Sparpläne außer Kraft gesetzt. Griechenlands Haushaltsdefizit droht 2012 die Marke von zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu übersteigen, statt wie versprochen auf fünf Prozent zu sinken. Die Inspektoren des Internationalen Währungsfonds, die regelmäßig Athens Sparfortschritte kontrollieren, drohen, die nächsten Hilfskredite zu blockieren. Die Zinsen zehnjähriger Griechen-Anleihen sind gegenüber Mitte 2011 um sieben Prozentpunkte auf 25 Prozent gestiegen.
http://www.handelsblatt.com/politik/international/...-zu/4569202.html
Wellenreiter-Kolumne vom 3. September 2011
China – Das Ende des Wachstums?
Europa und die USA wetteifern um den Titel „Hauptgefährder der Weltwirtschaft“. Europa hat bisher keine Antwort auf die Schuldenkrise gefunden. Die europäische Bankenlandschaft steht vor massiven Problemen. Eine gefühlte Rezession beherrscht die USA. Die gefühlte Rezession schickt sich an, in eine offizielle Rezession umzuschlagen. Auch hier scheinen die Banken den Abschreibungsbedarf nicht in vollem Maße gekennzeichnet zu haben.
Auf dem ersten Blick erscheint das Ansinnen schizophren, China mit in den Kreis der „Gefährder der Weltwirtschaft“ aufnehmen zu wollen. Immerhin verfügt das Land über Devisenreserven von drei Billionen US-Dollar. Zudem gilt: Seitdem der wirtschaftliche Öffnungsprozess Chinas im Jahr 1978 begann, liegt das durchschnittliche jährliche reale BIP-Wachstum bei etwa 8 Prozent. Werte unter 5 Prozent wurden lediglich 1989 und 1990 notiert.
In dieser Serie liegt bereits der erste Stolperstein. Nach mehr als 30 Jahren kontinuierlichem Wachstums steigt statistisch die Wahrscheinlichkeit für Rückschläge.
Ein zweiter Punkt betrifft die chinesische Zinsstruktur. Eine inverse Zinsstruktur zeigte in der Vergangenheit für die USA, aber auch für andere Staaten eine Rezession an. Da die 10jährigen chinesischen Staatsanleihen bei 4,09% liegen, die 2jährigen inzwischen auf 3,88% gestiegen sind, beträgt die Differenz zugunsten des langen Endes lediglich noch 0,20 Prozentpunkte (nächster Chart).
Stiege der Zinssatz 2jähriger chinesischer Staatsanleihen über die Rendite 10jähriger chinesischer Staatsanleihen, so läge eine inverse Zinsstruktur vor (die blaue Null-Linie auf dem obigen Chart wäre unterschritten). Eine Rezession würde angezeigt werden. In China wird – im Gegensatz zu den USA - keine Nullzinspolitik gefahren. Deshalb dürfte die Zinsstrukturkurve als Vorhersageinstrument funktionieren.
Der dritte Stolperstein ist die hohe Inflationsrate. Für den Juli 2011 wurde ein offizieller Wert von 6,5 Prozent ausgewiesen. Das entspricht einem ein Drei-Jahres-Hoch. Die Preise für Nahrungsmittel stiegen sogar um 14,8% gegenüber dem Vorjahresmonat.
Stellvertretend für den Anstieg der Nahrungsmittelpreise lässt sich die Entwicklung des Reispreises (US-Future) aufzeigen.
Zwar liegt das Hoch von 2008 noch nicht in greifbarer Nähe, aber der Anstieg scheint sich zu beschleunigen. Auch die Preise für Getreidesorten wie Weizen, Mais oder Sojabohnen zeigen ebenfalls einen Aufwärtstrend.
Und viertens zeigt der chinesische Leitindex Shanghai Composite Index nach dem „Bull Run“ von 2005 bis 2007 längerfristige Verdauungsprobleme an. Das aktuelle Verlaufshoch stammt aus dem Jahr 2009. Zudem wurde eine wichtige charttechnische Aufwärtstrendlinie (blau) nach unten durchbrochen.
Fazit: China gerät in die Gefahr, von steigenden Inflationsraten und einer immer flacher werdenden Zinsstruktur in die Zange genommen zu werden. Steigende Preise reduzieren das reale BIP-Wachstum. Weder eine Markt- noch eine Planwirtschaft konnte bisher derartige Gesetzmäßigkeiten ausschalten. Der chinesische Leitaktienindex deutet ebenfalls schwierige Zeiten für China an und bestätigt das gezeichnete Bild. Eine Wachstumsverlangsamung bzw. –unterbrechung wäre nach einer derart langen Wachstumsphase nur natürlich. Verfolgen Sie die Entwicklung der Finanzmärkte in unserer handelstäglichen Frühausgabe.
Robert Rethfeld
Wellenreiter-Invest
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| 29 | 3.798 | Banken & Finanzen in unserer Weltzone | lars_3 | youmake222 | 20.01.26 19:26 | |
| 469 | 156.450 | Der USA Bären-Thread | Anti Lemming | ARIVA.DE | 17.01.26 12:01 | |
| 56 | PROLOGIS SBI (WKN: 892900) / NYSE | 0815ax | Lesanto | 06.01.26 14:14 | ||
| Daytrading 15.05.2024 | ARIVA.DE | 15.05.24 00:02 | ||||
| Daytrading 14.05.2024 | ARIVA.DE | 14.05.24 00:02 |