Der USA Bären-Thread
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11:59 10.06.11
Lange, lange hat es gedauert. Zig Milliarden wurden in den Sand gesetzt und hat es den deutschen Steuerzahler gekostet und weitere Milliarden wird es ihn noch kosten. Auch wurde die Stabilität und der Ruf der Europäischen Zentralbank –inzwischen in Fachkreisen auch als Bad Bank verschrien - durch den Aufkauf von Ramschanleihen massiv beschädigt. Sogar die Verleiher des Karlspreises waren sich nicht zu schade, demjenigen diesen europäischen Preis zu geben, der die einstige Stabilitätstradition der Deutschen Bundesbank - ohne Not und Verstand – und damit auch ein gutes Stück Europa auf dem Altar der kurzfristigen (Bank-) Interessen geopfert hat. Und sich damit auch selbst beschädigt hat. Mal im Ernst. Was ist dieser Karspreis da noch wert?
Bis nun endlich die Politiker in Berlin und Brüssel begriffen haben, was beinahe die gesamte volkswirtschaftliche Elite in Deutschland und wir von Globalyze bzw. ich persönlich an dieser Stelle schon vor einem Jahr feststellten. Und was man damals schon sehen konnte. Man könnte übrigens auch den Politikern unterstellen, dass Sie zumindest diese jetzige Situation fahrlässig herbeigeführt haben, da als ich zahlreiche Bundestags- und Landtagsabgeordnete anschrieb und sie wegen einer Bürgschaft für Griechenland ansprach, sie allesamt auswichen oder schlicht nicht antworteten. Was mir zeigt, wie wenig volksnah und unverantwortlich diese Abgeordnetenkaste agiert und mit unseren Steuergeldern umgeht. Und wie sehr genau diese, zwischen ihrem Geld, das sie auf unsere Kosten sichern und dem Haushalt, also unseren Steuergeldern, unterscheiden. Und mit zweierlei Maß messen.
Fakt ist jedenfalls, dass das Vorgehen der EU-Kommission und unserer Regierung in der Europäischen Schuldenkrise restlos gescheitert ist. Und dass ein „Weiter so“ mit Griechenland nicht mehr möglich sein darf und ein Schuldenschnitt bzw. eine Umschuldung und wahrscheinlich auch ein übergangsweiser Austritt aus der EU unumgänglich sein werden.
http://www.ariva.de/Restlos_gescheitert_c3763852
Frank Schäffler zur 2. Griechenland-Rettung: "Wir befinden uns auf dem Weg in die Knechtschaft. Dieser führt uns von Intervention zu Intervention spiralenförmig abwärts. An seinem Ende erwartet uns ein planwirtschaftliches Europa. Mit dem planwirtschaftlichen Europa kommt die Vollendung seines ökonomischen Verfalls."
Frank Schäffler: Erklärung zur 2. Griechenland-Hilfe
Erklärung nach § 31 GOBT
zu TOP 28
Entschließungsantrag
der Fraktionen der CDU/CSU und FDP
zu der Abgabe einer Regierungserklärung durch den Bundesminister der Finanzen
„Stabilität der Eurozone sichern – Reformkurs in Griechenland vorantreiben“
Drucksache 17/6163
10. Juni 2011
Am 11. Februar 2010 haben die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union gemeinsam geschaffenes und von allen Staaten der EU ratifiziertes Recht und damit Europäisches Recht kollektiv gebrochen.
Klarer Rechtsbruch
Es wurde angekündigt, dass man Griechenland auf jeden Fall finanziell helfen werde, falls es Griechenland im April und Mai 2010 nicht gelingen sollte, sich zu ausreichend niedrigen Kosten am Kapitalmarkt zu refinanzieren. Damit haben die Staats- und Regierungschefs am 11. Februar 2010 den Bruch der No-Bail-out-Klausel im Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) verkündet. Am 7. Mai 2010 erklärte die Bundeskanzlerin, hier im Deutschen Bundestag, dass die Griechenland-Hilfe eine einmalige Hilfe sei, die absolute Ausnahme und sonst nichts.
Lügen und falsche Versprechen
Als der Deutsche Bundestag am 21. Mai 2010 das sogenannte Euro-Rettungspaket, den vielzitierten Rettungsschirm, verabschiedete, wurde hier im Deutschen Bundestag erklärt, dass ohnehin niemand unter diesen Schirm flüchten werde. Lediglich die Finanzmärkte müssten durch ein starkes Zeichen beruhigt werden. Heute drängeln sich bereits Irland und Portugal unter diesem Schirm, Griechenland soll folgen. Im Herbst diesen Jahres soll er mangels Kapazität in seinem Ausleihvolumen weiter erhöht werden. Noch am 27. Oktober 2010 erklärte die Bundeskanzlerin zur Dauer des Rettungsschirms:
http://www.mmnews.de/index.php/politik/...dem-weg-in-die-knechtschaft
Navigator.C
Die spanische Großbank Santander hat eine Anleihe aufgelegt, und kaum jemand will sie haben: Nur gut die Hälfte des Milliardenbonds sei laut einem Medienbericht verkauft worden. Betroffen ist auch eine deutsche Großbank.
Fiasko für die spanische Großbank Santander: Von einer eine Milliarde Euro schweren Anleihe, die mit Schulden spanischer Gemeinden und Regionen besichert ist, hat die Bank offenbar nur rund die Hälfte am Markt verkauft. Das berichtete das „Wall Street Journal“ am Freitag unter Berufung auf mehrere Quellen. Bei Anleiheauktionen gilt bereits als Enttäuschung, wenn mehr als zehn Prozent der Bonds nicht verkauft werden.
Das trifft mehrere europäische Großbanken, die die Spanier bei dem Geschäft begleiten: Die Commerzbank, die britische HSBC und die französische Societé Générale müssten laut dem Bericht jeweils rund 100 Millionen Euro der Papiere in ihre Bücher aufnehmen. Einige der Bonds, die mit Darlehen der Bank für lokale und regionale Regierungen besichert sind, übernahmen auch Santander-Töchter.
Die fünfjährige Santander-Anleihe hatte von der Ratingagentur Moody’s die Note AAA ( lach und brüll ) erhalten. Sie wurde mit einer Rendite von 1,95 Prozentpunkten angeboten und hatte einen Zins auf den Nominalwert (Coupon) von 4,625 Prozent. Besicherte Bonds waren in der Finanzkrise ein beliebtes Instrument, um das Misstrauen in die Banken zu reduzieren.
http://www.wiwo.de/handelsblatt/anleihe-debakel-fuer-santander-469341/
Navigator.C
Deutschlands Privatbanken können sich Finanzhilfen für Pleitekandidat Griechenland durchaus vorstellen. BdB-Geschäftsführer Kemmer erklärte Gesprächbereitschaft. Es gibt aber auch scharfe Kritik am deutschen Vorstoß.
Die deutschen Privatbanken haben Gesprächsbereitschaft für eine Beteiligung an neuen Hilfen für Griechenland signalisiert. Der Vorschlag von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble für eine Verlängerung der Laufzeiten griechischer Staatsanleihen sei im Prinzip nicht unvernünftig, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes BdB, Michael Kemmer, am Samstag im Deutschlandfunk. „Da würden unsere Mitgliedsinstitute auch mitmachen.“ Er müsse allerdings noch konkretisiert werden, etwa hinsichtlich Garantien. Auch sollte eine Beteiligung der privaten Gläubiger nur auf freiwilliger Basis passieren. Denn sonst würde unweigerlich ein Kreditereignis eintreten, das ein Einspringen der Kreditversicherungen mit erheblichen Folgen am Finanzmarkt auslösen würde.
http://www.handelsblatt.com/politik/international/...ung/4277468.html
Geld geflutet. Es war in den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, es war die Zeit des Wiederaufbau -in Europa- nach dem ersten Weltkrieg. Viel spekulatives Geld floss nach Deutschland, Berlin lebte und erlebte wie viele andere Metropolen dieser Welt die goldenen Zwanziger. Eine Zeit des Überschwangs so kurz nach dem verlorenen Krieg.
Damals war die Feinsteuerung der Geldströme noch nicht fortschrittlich wie heute, es gab nicht das Übermaß an Derivaten aber es gab bereits seit langer Zeit die Spekulation. Es wurde nicht über CT geredet sondern über Kredite ans Ausland oder Kapitalanlagen im Ausland, grundsätzlich war jedoch ausgehend von den USA viel heißes und spekulatives Geld im Umlauf.
Dieses Geld erlaubte es dem geschundenen Europa relativ schnell wieder aus der Asche hervorzustoßen, hinein in die fröhliche Gesellschaft.
Dann kam der Börsencrash, Geld wurde vernichtet, Geld wurde in die USA zurückgeführt, die Notenbanken zogen die Zinsen an und führten damit viele Regionen dieser Welt in die Deflation und Depression.
Aus diesem Grund hat die FED -mit ihrem viel kritisierten QE Programm und dem ebenso stark in der Kritik stehenden Vorsitzenden Ben Bernanke- in der letzten Krise, das genaue Gegenteil dessen gemacht was zuvor fehlgeschlagen war.
Man hat Geld gedruckt, in den Umlauf gebracht und damit die Welt vor der Deflation bewahrt. Ob dieser Weg richtig war, ist heute noch nicht zweifelsfrei zu beantworten. Das wird wahrscheinlich noch Jahrzehnte dauern bis man diese Frage beantworten kann.
Ich will lediglich auf den Tatbestand hinweisen, dass mit dem Auslaufen von QE2 auch nicht alles gut ist und sicher nicht alle Gefahren gebannt sind.
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Schuldner an den Gläubiger.
Im Laufe der Zeit kann sich das Standing beider Seiten ändern. Wenn der Schuldner nicht mehr in der Lage ist sein Zahlungsversprechen einzuhalten, so muss man dieses neu verhandeln. Das sollte jeder Partei klar sein.
Dies ist der einzige Weg das Zahlungsversprechen/die Schulden wieder auf eine gesunde Grundlage zu stellen.
Nur über diesen Weg ist ein Neuanfang und nicht nur eine Verschiebung der Problematik in die Zukunft möglich.
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dass wir vieles wissen, jedoch das Meiste wissen wir nicht.
So bleibt es immer wieder spannend und lässt viel Raum für Interpretationen und Diskussionen. Gleiches gilt für die Börse und die Psyche der Menschen, es bleibt immer Raum für Spekulationen und Theorien.
Die Börsen sind angeschlagen, vergessen sollten wir in diesem Zusammenhang nicht den Verfallstag am Freitag.
Gruß
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