Die Schnapsdrossel sollte längst an ihrer eigenen Euphorie ersoffen sein.
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Selbst Chinas starke Volkswirtschaft leidet unter der abkühlenden globalen Nachfrage. Die Exporte steigen weniger stark als erwartet. Doch die eigene Nachfrage boomt, die Importe übertreffen die Erwartungen deutlich.
http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/...rkt-um/4272858.html
Heute stehen Daten aus dem Verarbeitenden Gewerbe für den April aus Großbritannien und Frankreich im Mittelpunkt. Generell dürfte sich die Industrie in den beiden Ländern nicht dem globalen Trend hin zu einer Abschwächung des industriellen Aufschwungs entziehen können, der durch die Vorlaufindikatoren angezeigt wird. In den USA brach der entsprechende ISM-Index im Mai ein, und in den Schwellenländern wie China, Russland und Brasilien liegen die Einkaufsmanagerindizes nicht mehr weit von der über Wachstum oder Kontraktion entscheidenden Marke von 50 Punkten entfernt. Auch in Europa haben sich die Vorlaufindikatoren zuletzt zurückgebildet. In unseren Augen gibt es zwei zentrale Gründe für die sich abzeichnende Abkühlung: zum einem eine temporäre Störung der Produktionskette durch die Naturkatastrophe in Japan und zum anderen die Explosion der Rohstoffpreise bzw. der daraus resultierende reale Kaufkraftverlust. Die Unternehmen müssen ihre Produktion an das neue Umfeld anpassen. Der von uns erwartete Einbruch bei der britischen Industrieproduktion um 4,9 % im Monatsvergleich ist jedoch nicht auf die bisher angeführten Gründe zurückzuführen. Vielmehr hat die königliche Hochzeit die Produktion im April lahmgelegt. Im Mai sollte es dann aber zu einem Rebound gekommen sein. In Frankreich rechnen wir nach einem Rückgang der Produktion um 0,9 % gg. Vm. im März mit einer Teilerholung um 0,4 %. Quelle: HSBC/ Trinkaus
Industrieller Aufschwung verliert an Dynamik
Gärtner rechnet auch mit QE3, nach einem 10-15% Absturz :
http://blog.markusgaertner.com/2011/06/09/wer-futtert-das-monster/
by markusgaertner on 09/06/2011
Die US-Regierung verschuldet sich im laufenden Haushalt mit 4,38 Mrd. Dollar zusätzlich pro Tag. Das ergibt sich, wenn man das Defizit im laufenden Finanzjahr – 1.600 Mrd. – durch 365 Tage dividiert. Den Kauf der Treasuries, die zur Finanzierung des Etat-Lochs ausgegeben werden müssen, hat zuletzt weitgehend die Fed übernommen.
Sie kaufte von Januar bis Mai satte 88% der neu ausgegebenen Staatsanleihen des Finanzministeriums. Reduziert werden kann diese Schulden-Springflut nur durch höhere Steuern und – gleichzeitig – geringere Ausgaben der Regierung. Über beides gibt es zwischen Weißem Haus und Republikanern heftigen Streit.
Dieser beunruhigt uns mit Blick auf die Deadline am 2. August, wenn das Schuldenlimit der USA spätestens angehoben werden “muss”, zusehends. Selbst die Rating Agenturen werden nervös. S&P stufte am 19. April den Ausblick der USA herab und drohte binnen drei Jahren ohne kräftige und überzeugende Sparmaßnahmen in Washington ein Downgrade an.
Gestern warnte auch Fitch. An der Börse wird immer deutlicher, dass die Rally, die im März 2009 begann, ihre beste Zeit gesehen hat. Sollte der S&P 10-15% korrigieren, würden bei der Fed die Alarmglöckchen läuten, vor allem wenn gleichzeitig – was zu erwarten wäre – der Dollar eine Erholung starten würde.
Die wäre zwar nur ein Zwischenspiel im langfristig anhaltenden Siechtum des Greenback, aber die vorübergehende Erholung würde deflationär wirken, weil sie die Importpreise drosseln würden. Wenn gleichzeitig Aktienkurse und Preise für Wohn-Immobilien zurückgingen, wären die Inflationssorgen weit genug eingedämmt, um Ben Bernanke den Start für QE3 zu rechtfertigen.
Dort sind wir aber noch nicht.
Chris Wood, einer der führenden Analysten in Asien – bei der CLSA Securities Asia in Hong Kong – weist zurecht darauf hin, dass die Inflationserwartungen immer noch 88 Basispunkte über dem Stand sind, wo sie waren, als Ben Bernanke seine Rede für Jackson Hole schrieb und QE2 ankündigte. Die Geldflut wurde ja bekanntlich im November 2010 gestartet.
Auch die Zinsen auf die 10jährige Staatsanleihe in den USA sind noch immer 59 Basispunkte über dem Stand von 2,38%, wo sie vor einem Jahr waren. Jetzt gerade stehen sie bei 2,97%.
Jetzt richten sich also erst einmal alle Augen auf das in drei Wochen auslaufende QE2-Programm.
Die Fed kaufte seit Januar 88% aller Netto-Neuausgaben von Treasuries. Bleibt der Bondmarkt unmittelbar nach Auslaufen von QE2 stabil, werden viele Investoren und Spekulanten ihre Short-Positionen auflösen und eine Rally verursachen. Das würde die Rendite in Richtung 2,4% in Marsch setzen.
Je näher sie diesem Punkt kommt, desto bessere Möglichkeiten werden sich ergeben, den Bondmarkt zu shorten und am Zinsanstieg zu verdienen.
Das Risiko ist – und bleibt – dass der Bondmarkt umgehend verschnupft auf das Ende der Fed-Käufe reagiert. Dann könnte es sogar zu einer Panik kommen. Daher könnte man einen Teil der Shorts schon ab 2,7% nach unten kaufen.
So. Jetzt kommen erst mal wieder alle, die das ganz anders sehen.
Gut so. Dann hören wir hier alle Standpunkte. Mir gefällt es ohnehin, dass die Diskussion in diesem Blog so auflebt.
Meine Gedanken hier sind KEINE KAUF- ODER VERKAUF-EMPEHLUNGEN, sondern nur lautes Nachdenken. Jeder sollte bessere Ratgeber konsultieren als mich, bevor er sein Geld riskiert.
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