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Der USA Bären-Thread

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Passende Knock-Outs auf IBM International Business ...

Strategie Hebel
Steigender IBM International Business Machines Corp-Kurs 4,98 10,29 13,80
Fallender IBM International Business Machines Corp-Kurs 4,61 9,34 12,89
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Boxenbauer:

@wawidu

 
22.03.11 23:35
Interessantes Teil, aber ich weiß im Moment nicht, wie ich mir das ins Depot lege. Bin "nur" bei comdirect und igmarkets.
MfG

Boxenbauer
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daiphong:

#48 Navigator hatte aus der Schätzung

4
23.03.11 01:12
des meteorologischen und geophysikalischen Dienstes Österreichs zitiert.

Alleine in den 4 Tagen vom 12. bis 15. März wurde demnach an Jod-131 etwa ein Fünftel der Menge von Tschernobyl freigesetzt, und immerhin etwa die Hälfte des Cäsium-137. Also vergleichsweise sehr erhebliche Mengen.

Ein großer Teil davon ist bisher ins Meer verblasen worden, recht viel aber auch die Küste entlang nach Süden (Ibaraki), aber Fukushima strahlt derzeit mit Sicherheit mehr als Bayern.
Die radioaktive Anreicherung in der Nahrungskette von Wildtieren braucht nur noch etwas Zeit.
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permanent:

Heftiger Erdstoß erschüttert Nordostjapan

5
23.03.11 06:52

Heftiger Erdstoß erschüttert Nordostjapan

 

Heftige Nachbeben erschüttern die Umgebung des Unglückskraftwerks.

Die radioaktive Strahlung aus dem Unglückskraftwerk Fukushima erschwert zunehmend das Krisen-Management der Betreibergesellschaft Tepco. Die Arbeiten zur Instandsetzung der Reaktortechnik im Block 2 des Atomkraftwerks wurden deswegen am Mittwoch unterbrochen. Nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Kyodo wurde eine Radioaktivität von 500 Millisievert pro Stunde gemessen - die natürliche Hintergrundstrahlung liegt je nach Region bei etwa 2 Millisievert pro Jahr. In Block 2 wird befürchtet, dass der innere Reaktorbehälter bei einer Explosion in der vergangenen Woche beschädigt wurde.

Techniker wollen dort wie schon im Reaktorblock 3 zunächst die Beleuchtung im Kontrollraum wiederherstellen und Messinstrumente mit Strom versorgen. Wegen steigender Temperaturen im Block 1 der Anlage wurde dieser Reaktor von außen mit Wasser gekühlt, wie der Sprecher der Atomsicherheitsbehörde (NISA), Hidehiko Nishiyama, auf einer Pressekonferenz mitteilte.

Ein ähnlicher Einsatz begann nach seinen Angaben am Reaktorblock 4 - dort ist es das Ziel, das Abklingbecken für abgebrannte Kernbrennstäbe zu kühlen. Bei Block 3 sei am Nachmittag ein Feuerwehreinsatz zur Kühlung der Anlage geplant, sagte Nishiyama. Als nächstes wollen die Betreiber dann versuchen, die regulären Kühlsysteme der Reaktorblöcke wieder in Gang zu bringen, die nach dem Erdbeben und dem Tsunami vom 11. März ausgefallen sind. In Block 1 werde dies bis Freitag angestrebt, sagte der NISA-Sprecher.

Die Verstrahlung der Umwelt veranlasste am Mittwoch die Regierung, den Lieferstopp für Gemüse aus der Präfektur Fukushima auszuweiten. Das japanische Gesundheitsministerium veröffentlichte eine Liste mit elf Gemüsearten, bei denen nach dem Unglück im AKW Fukushima eine teilweise drastisch erhöhte Radioaktivität festgestellt wurde. Darunter sind Spinat, Broccoli, Kohl und das japanische Blattgemüse Komatsuna.

Regierungssprecher Yukio Edano sagte auf einer Pressekonferenz, der Verzehr dieses Gemüses gefährde zwar nicht die Gesundheit. „Wir sehen aber, dass die Werte hochgehen und müssen damit rechnen, dass sie ein schädliches Niveau erreichen. „Daher ist es sinnvoll, die Lieferungen jetzt zu stoppen.“ Und vorsichtshalber sollten Verbraucher kein in der Präfektur Fukushima erzeugtes Gemüse mehr verzehren.

In Proben fand das Gesundheitsministerium beim Blattgemüse Kukitachina 82 000 Becquerel an radioaktivem Cäsium und 15 000 Becquerel an radioaktivem Jod - dies übersteigt die zulässigen Grenzwerte um den Faktor 164 beziehungsweise 7. In der Präfektur Ibaraki wurde auch radioaktiv belastete Milch gefunden. Mehrere heftige Erdstöße erschütterten am Mittwoch die unmittelbare Umgebung des Atomkraftwerks Fukushima. In der Anlage seien keine weiteren Schäden entstanden, teilte die Reaktorsicherheitsbehörde NISA mit. Die laufenden Arbeiten seien nicht gestört worden.

Der intensivste Erdstoß hatte um 7.12 Uhr Ortszeit (23.12 Uhr MEZ) die Stärke von 6,0. In der US-Erdbebenwerte wurde eine Stärke von 5,7 gemessen. Das Epizentrum lag 72 Kilometer südsüdöstlich der Stadt Fukushima und 180 Kilometer nordnordöstlich von Tokio. Hirofumi Yokoyama vom staatlichen Wetterdienst sagte auf einer Pressekonferenz: „Nach dem großen Erdbeben gab es wahrscheinlich einige tektonische Verschiebungen.“ Der jüngste Erdstoß sei sehr nahe an der Oberfläche gewesen. Es habe sich um ein Nachbeben der gewaltigen Erschütterung vom 11. März gehandelt.

Zuletzt bebte die Erde innerhalb von 24 Stunden mindestens 18 Mal mit einer Stärke von mindestens 5,0. Nach der Naturkatastrophe vom 11. März wurde bisher der Tod von 9301 Menschen bestätigt, wie die Polizeiführung am Mittwoch in Tokio nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Kyodo mitteilte. Nach dem Erdbeben und dem Tsunami vom 11. März werden noch 13 786 Menschen vermisst. Mit zusammengenommen vermutlich mehr als 23 000 Toten ist das die größte Naturkatastrophe in Japan seit dem Erdbeben von 1923, als 105 000 Menschen in den Tod gerissen wurden.

dpa

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permanent:

Portugals Regierungsparteit geht von Rücktritt aus

6
23.03.11 06:53

Regierungspartei geht von Rücktritt aus

 

LissabonPortugals Regierungspartei stellt sich im Streit um den Schuldenabbau auf einen Rücktritt von Ministerpräsident Jose Socrates am Mittwoch ein.

„Wenn all die bisher bekannten Positionen so bleiben, dann wird es so kommen“, sagte der Fraktionschef der Sozialisten, Francisco Assis, nach einer Nachtsitzung seiner Partei. „Der Ministerpräsident will nicht zurücktreten, er kann aber nicht gegen seine Überzeugungen handeln.“ Assis wies zugleich den oppositionellen Sozialdemokraten die Schuld zu.

Trotz der Verhandlungsbereitschaft der Regierung legten sie es im falschesten Moment auf eine politische Krise an. Auch eine Vermittlung in letzter Minute durch Präsident Anibal Cavaco Silva wurde nicht mehr erwartet. Der Staatschef erklärte am späten Dienstagabend, sein „Spielraum, präventiv zu handeln“, sei beschränkt. Die Regierung stellt am Mittwoch im Parlament einen verschärften Sparkurs zur Abstimmung, mit dem sie das Vertrauen der Finanzmärkte zurückgewinnen will.

Die Opposition fordert jedoch weitere Zugeständnisse. Bei einem Scheitern der Sparpläne droht Portugal auf den Euro-Rettungsschirm zurückgreifen zu müssen. Dies wäre ein Rückschlag für die Europäische Union, die bei einem Gipfeltreffen am Donnerstag weitreichende Beschlüsse zur Stabilisierung der Euro-Zone fassen will. Portugals Regierung ist im Parlament auf die Mithilfe der oppositionellen Sozialdemokraten (PDS) angewiesen, weil sie selbst nicht über eine Mehrheit verfügt.

An den Finanzmärkten wird inzwischen damit gerechnet, dass das Euro-Land wegen seiner hohen Verschuldung dem Beispiel Griechenlands und Irlands folgt und ebenfalls internationale Finanzhilfe beantragt. Portugal muss inzwischen zur Finanzierung seiner Schulden den Investoren Zinsen von deutlich mehr als sieben Prozent anbieten. Das gilt auf Dauer als untragbar. Im Falle vorgezogener Wahlen würde Socrates als Chef einer Übergangsregierung mit begrenzten Befugnissen vorläufig im Amt bleiben. Die Wahlen könnten frühestens Mitte Mai angesetzt werden. In den Umfragen liegen die Sozialdemokraten vorn.

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permanent:

Kanada Vorgezogene Neuwahlen wahrscheinlich

4
23.03.11 06:55

Vorgezogene Neuwahlen wahrscheinlich

 

TorontoKanada steht offenbar vor einer vorgezogenen Parlamentswahl.

Alle drei Oppositionsparteien kündigten am Dienstag an, gegen den von Ministerpräsident Stephen Harper vorgelegten Haushalt stimmen zu wollen. Mit einer Abstimmung darüber wird am Donnerstag oder Freitag gerechnet. Sollte der Haushalt abgelehnt werden, kommt es zu einer Neuwahl. Als mögliche Termine dafür werden der 2. oder der 9. Mai genannt.

Harper führt Kanada seit fünf Jahren mit einer Minderheitsregierung. Eine Neuwahl dürfte daran Umfragen zufolge nichts ändern. Harpers Konservative haben derzeit 143 Sitze im Parlament, die Liberalen 77, die sozialdemokratischen New Democrats 36 und der separatistische, ebenfalls sozialdemokratische Bloc Québécois 47.

Antworten
Andreano:

...

2
23.03.11 07:33
06.33 Radioaktivität im Tokioter Trinkwasser +++
In einer Wasseraufbereitungsanlage in der Hauptstadt Tokio werden den Behörden zufolge erhöhte Werte von radioaktivem Jod gemessen. Das Wasser solle Säuglingen nicht gegeben werden. Die Warnung gelte für 22 der 23 Bezirke der japanischen Hauptstadt.
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Andreano:

Markt

2
23.03.11 08:11

Händler-Nyse (gestern):  "Vielleicht sollte die FED damit aufhören, soviel Geld in den Markt zu pumpen (und ihn damit künstlich oben zu halten), aus fundamentaler Sicht wäre eine Korrektur mehr als nur wünschenswert."  

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Malko07:

#78052: Ob die Kaffeesatzleser

4
23.03.11 08:17
nun in Österreich sitzen oder anderswo, es sind und bleiben wichtigtuerische Kaffeesatzleser. Wieso?

Wie wawidu richtig anmerkte, haben wir keine brauchbaren Informationen, nachdem solche Rechnungen sinnvoll möglich wären. Sogar die Japaner müssen die Messnetze erst aufziehen. Einigene punktuelle Messungen sagen überhaupt nichts. In Bayern hat man nach Tschernobylkatastrophe Unterschiede um den Faktor von mehreren Tausend auf nur einige Kilometer Entfernung festgestellt. Keiner weiß bis heute was genau mit den 4 Reaktoren passiert ist und wie stark manche Abklingbecken und die dort enthaltenen Kernbrennstäben zerstört sind, auch die Japaner nicht. Das wäre aber eine Mindestvoraussetzung um eine Abschätzung mit ungefähren Größenordnungen zu machen.

Bis jetzt hat ein Großteil der Berichte Bild-Zeitungsqualität, Skandaljournalismus der mit ominösen relativen Veränderungen arbeitet. Die meisten Journalisten haben einfach nicht den Mut zu sagen, das wissen wir noch nicht.

Das bedeutet nicht, dass man in Japan auf der Gewinnerseite wäre oder dass sich die Katastrophe nicht noch zu einer wirklich schrecklichen Katastrophe  entwickeln könnte. Es bedeutet einfach nur, wir wissen es nicht. Aber keine Angst wir werden es irgendwann wissen.

Gutes Beispiel #78056: Wie groß ist jetzt dort die Radioaktivität? Ist sie größer als im Trinkwasser von Passau?
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musicus1:

9.30 öffnet die börse in kairo

3
23.03.11 08:31
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Anti Lemming:

Ein Achtel der tödlichen Strahlungs-Dosis

9
23.03.11 08:37
500 Milli-Sievert bzw. 0,5 Sievert pro Stunde, die heute nahe Block 2 gemessen wurden, ist ein Achtel der tödlichen Strahlungs-Dosis, die bei 4 Sievert pro Stunde liegt. Ab 7 Sievert fallen Menschen auf der Stelle tot um.

Da die Druckgefäße in den Blöcken 1 und 2 offenbar bereits leck sind - d.h. dort bahnt sich die Nuklearlava aus den geschmolzenen Brennstäben ihren Weg ins Freie - werden die Wasserberieselungen künftig (wenn überhaupt) wohl nur noch ferngesteuert oder von Robotern erledigt werden können. Dies dürfte die Kühlung weniger effektiv machen, zumal vor Ort keine Roboter verfügbar sind. Selbst wenn noch mehr Menschen (Obachlose) in Himmelfahrtkommandos verheizt werden, scheitern weitere Arbeiten schon allen daran, weil man sich den Reaktorkernen wegen zu hoher Hitze (400 Grad in Block 1) nicht mehr nähern kann.

Wenn jetzt auch noch das Druckgefäß in Block 3 mit den Plutonium-(MOX)-Brennstäben durchbricht, ist in Japan vollends "Land unter" - zumal der Wind Richtung Tokio weht. Ohne Dauerkühlung durch die Rettungsmannschaften werden dann auch die 220 Tonnen Brennstäbe im Abklingbecken von Block 3 "verdampfen". Das läuft mindestens auf einen Tschernobyl-Gau hinaus. Japan ist aber um ein Vielfaches dichter besiedelt.

FAZIT: Japan ist auf dem Weg zum Super-GAU. Tokio könnte jahrzehntelang unbewohnbar werden.



03:30 Die Arbeiten zur Instandsetzung der Reaktortechnik im Block 2 des Atomkraftwerks sind am Mittwoch wegen zu hoher Strahlenbelastung unterbrochen worden. Nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Kyodo wurde eine Radioaktivität von 500 Millisievert pro Stunde gemessen - die natürliche Hintergrundstrahlung liegt je nach Region bei etwa 2 Millisievert pro Jahr. In Block 2 wird befürchtet, dass der innere Reaktorbehälter bei einer Explosion in der vergangenen Woche beschädigt wurde. Techniker wollen dort wie schon im Reaktorblock 3 zunächst die Beleuchtung im Kontrollraum wiederherstellen und Messinstrumente mit Strom versorgen.



Atomkatastrophe in Japan
Starke Strahlung behindert Arbeiten

Der Kampf um das Krisen-AKW in Fukushima hält an: Zwar brennt im Kontrollraum von Block 3 wieder Licht, das Kühlsystem ist jedoch noch ohne Strom. Auf Grund hoher Radioaktivität mussten Einsatzkräfte abgezogen werden.


Der Kampf um das Krisen-AKW in Fukushima hält an: Zwar brennt im Kontrollraum von Block 3 wieder Licht, das Kühlsystem ist jedoch noch ohne Strom. Auf Grund hoher Radioaktivität mussten Einsatzkräfte abgezogen werden.

Hohe Strahlung und Hitze behindern die Arbeiten am Unglückskraftwerk in Fukushima. Die Arbeiten zur Instandsetzung der Reaktortechnik im Block 2 wurden am Mittwoch unterbrochen, weil nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Kyodo eine Radioaktivität von 500 Millisievert pro Stunde gemessen wurde. Die natürliche Hintergrundstrahlung liegt bei etwa zwei Millisievert pro Jahr.

In Block 2 wird befürchtet, dass der innere Reaktorbehälter bei einer Explosion in der vergangenen Woche beschädigt wurde. Techniker wollen dort wie schon im Reaktorblock 3 zunächst Messinstrumente mit Strom versorgen.

Weil im Block 1 der Anlage die Temperatur auf 400 Grad Celsius geklettert war, wurde dieser Reaktor von außen mit Wasser gekühlt. Das sagte der Sprecher der Atomsicherheitsbehörde. Danach sei die Temperatur auf 360 Grad gesunken, berichtete der Fernsehsender NHK. Das technische Design des Reaktors sei allerdings nur auf eine Temperatur von 300 Grad ausgelegt.

Auch Reaktorblock 4 wurde zeitweise wieder von außen mit Wasser besprüht. Dort ist es das Ziel, das Abklingbecken für abgebrannte Brennstäbe zu kühlen. Bei Block 3 war nach Angaben des Sprechers der Atomsicherheitsbehörde am Nachmittag ein Feuerwehreinsatz zur Kühlung geplant.

Als nächstes wollen die Betreiber versuchen, die regulären Kühlsysteme der Reaktorblöcke wieder in Gang zu bringen, die nach dem Erdbeben und dem Tsunami vom 11. März ausgefallen sind. Dazu müssen zunächst die zugehörigen Pumpen getestet und wenn nötig ausgetauscht werden. [Nach einer fortgeschrittenen Kernschmelze, die auch die Rohrleitungen im Innern des Kerns beschädigt, ist es für Notkühlung zu spät - A.L.)

Die Verstrahlung der Umwelt veranlasste die Regierung am Mittwoch, den Lieferstopp für Gemüse aus der Gegend um das Atomkraftwerk auszuweiten. Das japanische Gesundheitsministerium veröffentlichte eine Liste mit elf Gemüsearten, bei denen nach dem Unglück eine teilweise drastisch erhöhte Radioaktivität festgestellt wurde. Darunter sind Spinat, Brokkoli, Kohl und das japanische Blattgemüse Komatsuna.

Regierungssprecher Yukio Edano sagte auf einer Pressekonferenz, der Verzehr dieses Gemüses gefährde zwar nicht die Gesundheit. "Wir sehen aber, dass die Werte hochgehen und müssen damit rechnen, dass sie ein schädliches Niveau erreichen. Daher ist es sinnvoll, die Lieferungen jetzt zu stoppen." Vorsichtshalber sollten Verbraucher kein in der Präfektur Fukushima angebautes Gemüse mehr verzehren.

In Proben fand das Gesundheitsministerium beim Blattgemüse Kukitachina 82.000 Becquerel an radioaktivem Cäsium und 15.000 Becquerel an radioaktivem Jod. Dies übersteigt die zulässigen Grenzwerte um den Faktor 164 beziehungsweise 7. In der Präfektur Ibaraki wurde auch radioaktiv belastete Milch gefunden.

[Und so hohe Strahlungswerte sollen die Gesundheit nicht gefährden. Man sollte Regierungs-Lügner Edano dazu verurteilen, sich ab jetzt nur noch von diesem Gemüse zu ernähren. - A.L.]

Das AKW-Unglück macht der Betreibergesellschaft Tepco auch finanziell zu schaffen. Das Unternehmen ersuchte die großen Banken des Landes nach Informationen des Fernsehsenders NHK um Notkredite in Höhe von 1,5 Billionen Yen (13,1 Mrd. Euro). Diese Summe müsse möglichst bis Ende des Monats gezahlt werden, damit Tepco die Folgen des Unglücks im Atomkraftwerk Fukushima I bewältigen könne, berichtete der Sender unter Berufung auf unterrichtete Kreise. Möglicherweise könne der kurzfristig benötigte Betrag noch auf 2 Billionen Yen (17,4 Mrd. Euro) steigen.

Die Schäden des verheerenden Erdbebens und Tsunamis in Japan könnten sich einem Pressebericht zufolge auf bis zu 25 Billionen Yen (rund 220 Mrd Euro) belaufen. Die japanische Regierung gehe in ihrer aktuellen Schätzung von direkten Schäden aus der Naturkatastrophe von 15 bis 25 Billionen Yen aus, heißt es in einem Bericht der Wirtschaftszeitung "Nikkei".

Mehrere heftige Erdstöße erschütterten am Mittwoch die unmittelbare Umgebung des Atomkraftwerks Fukushima. In der Anlage seien keine weiteren Schäden entstanden, teilte die Atomsicherheits- behörde mit. Die laufenden Arbeiten seien nicht gestört worden....

(Auslassung zu kleineren Nachbeben)

Nach der Naturkatastrophe wurde bisher der Tod von 9301 Menschen bestätigt. Das teilte die Polizeiführung in Tokio nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Kyodo mit. Nach dem Erdbeben und dem Tsunami werden noch 13.786 Menschen vermisst. Bei vermutlich mehr als 23.000 Toten ist das die größte Naturkatastrophe in Japan seit dem Erdbeben von 1923, als 105.000 Menschen ums Leben kamen.

www.ftd.de/politik/international/...ert-arbeiten/60029602.html

Japans Nikkei schließt mit 1,65 % Minus. Der Super-GAU ist dort noch längst nicht eingepreist. MMn könnte sich der Nikkei nochmals halbieren. Buffett meinte gestern sinngemäß, man solle Japan-Aktien kaufen, wenn die Kanonen donnern. Ich bezweifle stark, dass diese Binsenweisheit auch für schweres Nuklear-Feuer gilt. Buffett kann genauso wenig wie die meisten anderen Spezies abschätzen, was da in Japan wirklich abgeht. Dem reicht schon, wenn der Nikkei 4 % steigt, weil in Block 2 eine Glühbirne angeschaltet wurde.



Falls in dem Schrottberg unten die Notkühlsysteme überhaupt noch funktionieren, dürften sie wegen der fortgeschrittenen Kernschmelze nichts mehr bringen. Sie eignen sich nur dazu, regulär runtergefahrene Reaktoren vor dem Überhitzen zu bewahren. Mit dem Strom konnten bislang nur Glühbirnen betrieben werden.
Der USA Bären-Thread 390325
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Malko07:

#78058: Regionale Unterschiede

4
23.03.11 08:39
In Südbayern gibt es aufgrund des unglücklichen Zusammentreffens der Tschernobyl-Wolke mit heftigen Gewittern Gebiete, die aufgrund der ausgiebigen Regenfälle einen relativ hohen radioaktiven Eintrag erhalten haben und so entsprechend hoch belastet wurden. Die mittlere Kontamination der Böden in Bayern betrug damals für Gesamtcäsium (Cs-134 und Cs-137) 20.300 Bq/m², und reichte von "kleiner Nachweisgrenze" bis über 173.000 Bq/m². Südbayern wurde dabei im Schnitt dreimal so hoch belastet wie Nordbayern.

umweltinstitut.org/

Kleine Randbemerkung: Japan kennt keine nationalen Grenzwerte für Nahrungsmittel. Es durfte ja nicht geschehen was dann doch geschehen ist. Die verschiedenen Verwaltungen ziehen deshalb zum Teil unterschiedliche Grenzwerte aus anderen Ländern zur Hilfe heran.
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daiphong:

#78058 Malko, deine Unwissenheit ist nicht der

10
23.03.11 08:45
verpflichtende Maßstab für andere. Lass dein Urteil auch manchmal im Dorf. Bayern strahlt also stärker als Fukushima, ne bayer. Wildsau stärker als jap. Salat, und es ist also doch eigentlich gar nix passiert, alter Schwese, und was passiert ist, kann auch keiner abschätzen, das wäre dann wohl guter Journalismus. Aha.
Antworten
musicus1:

immer ruhig blut.......

2
23.03.11 08:54
hat sich bewährt in angespannten  situationen.....
Antworten
Andreano:

Jetzt scheints wohl ordentlich zu qualmen

 
23.03.11 08:58
Black smoke seen rising from Fukushima Daiichi's No. 3 reactor

Workers evacuate from Fukushima Daiichi's No. 3 reactor due to black smoke

Details on smoke from Fukushima reactor still unknown: TEPCO

(vor 20 min bestätigt, Quelle. Kyodo News)
Antworten
Malko07:

daiphong (#78062 ), der empfohlene

2
23.03.11 09:05
EU-Grenzwert für Trinkwasser beträgt 100 Bq/l. In Tokio wurden 210 Bq/l ( www.faz.net ) gemessen. Die EU (gilt auch für uns):

- Bei der Überschreitung einer Konzentration von 100 Bq/l ist zu prüfen, ob Gegenmaßnahmen zum Schutz der menschlichen Gesundheit erforderlich sind.

- Bei Konzentrationen über 1000 Bq/l werden Gegenmaßnahmen aus Strahlenschutzgründen als gerechtfertigt angesehen.


Für hiesiges Mineralwasser hat man die EU-Vorgaben noch nicht umgesetzt. Bei unseren Mineralwässer gibt es nämlich nicht wenige, die diese Grenzwerte überschreiten.

Ich sagte nicht, dass Journalisten schön reden sollen sondern objektiv berichten sollen. Ist es so wichtig heute falsch berichtet zu bekommen oder in 1 bis 2 Wochen richtig? Allerdings ist von diesen Journalisten auch in 2 Wochen keine objektive Berichterstattung zu erwarten. Dann wird wahrscheinlich schon wieder eine andere Sau durchs Dorf getrieben.
Antworten
Andreano:

...

 
23.03.11 09:09
Wenn jetzt auch noch das Druckgefäß in Block 3 mit den Plutonium-(MOX)-Brennstäben durchbricht, ist in Japan vollends "Land unter" - zumal der Wind Richtung Tokio weht (AL)

Black smoke seen rising from Fukushima Daiichi's No. 3 reactor
Antworten
relaxed:

Bevor ihr euch wegen absoluter Messwerte in Japan

8
23.03.11 09:15
und Bayern in die Haare bekommt, solltet ihr in Betracht ziehen, dass diese Messwerte mit erheblichen Ungenauigkeiten behaftet sind. So einfach ist das "Messen" von Kontamination nicht und die Japaner werden da noch lernen müssen. Auch in Deutschland mussten die "Experten" nach Tschernobyl erstmal überlegen, wie man denn sowas vernünftig macht.
Dieses Posting enthält keine Zitate aus der NZZ.
Dr. Relaxed Strangelove
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Anti Lemming:

Atom-Super-GAU vs. Finanz-Super-GAU

8
23.03.11 09:20

Der wesentliche Unterschied ist, dass sich die Folgen eines Atom-Super-GAUs nicht nachhaltig leugnen lassen, wie es Tepco, die damit verfilzten Japan-Politiker und Regierungslügner Edano unablässig versuchen. Denn bei einem schweren Atomunfall gibt es harte physikalische Parameter wie Strahlungsbelastungen in Sievert und Becquerel (bei Nahrung), die objektive Messgrößen darstellen (sofern unabhängige Prüfer die Messungen vornehmen) und sich nicht weglügen lassen. Spätestens wenn die Leiharbeiter an den AKWs wie die Fliegen umkippen (ab 4 Sievert), kommt Edano mit seinen Lügen nicht mehr durch.

Beim Finanz-Super-GAU in USA hingegen gab es tausend Tricks, den "Fallout" unter den Teppich zu kehren. Zunächst musste Paulson im Herbst 2008 Alles dramatisieren, Lehman und Wamu (absichtlich) fallen lassen, um die nötige Panikkulisse für seine Notgeld-Erpressungen zu erzeugen. Als Goldman und Co. dann die Staatsknete von AIG abgesahnt hatten, wendete sich das Blatt - auch dramaturgisch - schlagartig. Die Fed päppelte sämtliche US-Banken fortan mit zig Schnorrtöpfen wie TARP. Die US-Regierung änderte die Bilanzierungsregeln, so dass die Hauptursache der Banken-Kernschmelze - faule Schulden - künftig nicht mehr berücksichtigt werden musste.

Auf diese Weise konnten faktisch bankrotte Banken "überraschend" wieder "hohe Gewinne" ausweisen und Kapitalerhöhungen durchführen. Durch Nullzinsen und großzügige Notkredit-Verteilungen bekamen die Banken zudem Tonnen an Spielgeld, mit dem sie US-Staatsanleihen und sonstige Assets hochkaufen konnten (Eigenhandelsgewinne). Außerdem konnten sie sich über die wegen Nullzinsen künstlich steile Zinskurve sanieren - ein Extra-Almosen vom Staat auf Kosten der um ihre Zinserträge geprellten Kleinsparer. Die Nullzins-Politik und QE1, gefolgt von QE2, sorgten zudem für eine scheinbar endlose Aktien- und Rohstoff-Bonanza, an der sich die Geldmafia - inkl. der von den Zockerbanken wegen der Volcker-Regel nun ausgelagerten "hauseigenen" Hedgefonds -  zusätzlich bereichern konnte.

Die "Lösung" des Banken-Super-GAUs basierte daher auf der Weichspülung von bilanziellen und fiskalpolitischen Parametern sowie auf hemmungslosen Geldflutungen mit Cyber-Dollars der Fed. Da keine Strahlung entsteht, wenn man faule Schulden unter den Teppich kehrt und die Notenpresse anwirft, war der Beschiss - im Gegensatz zum Atom-Super-GAU in Japan - wesentlich leichter zu vertuschen.

Ansonsten sind die "Bewältigungs"-Mechanismen - Verantwortung leugnen, Schäden (nachträglich) herunterspielen, Presse gleichschalten - bei beiden Super-GAUs die gleichen.

In Japan vermischen sich jetzt sogar beide Ebenen. Die Notenbank flutet den Markt - in sonst nur von der Fed bekanntem Größenwahn - mit 350 Milliarden Dollar, um den Super-GAU auch finanziell "wegzuspülen". Geldspritzen und Wasserspritzen auf Nippons rauchende Trümmer.

Antworten
Malko07:

#78067: Mir ist bekannt, dass

3
23.03.11 09:24
es nur punktuelle Messungen gibt und dabei sicherlich einige sind, die man in die Tonne schmeißen kann. Nur in Österreich weiß man genau was los ist.

Trotzdem könnten die Journalisten etwas genauer berichten. Relative Bezüge wie "hoher als erwartet" kennen wir ja schon aus anderen Bereichen. Damit liegt man nie falsch, besonders wenn die Erwartung unbekannt ist.

Es ist ja nicht so, dass alle Einwohner firm in Physik sind.  Man könnte jedoch die mit aller Vorsicht zu genießende absolute Werte (mit dem Hinweis auf die Fragwürdigkeit) berichten und diese in Bezug zu den Werten setzen, die etwas ältere Bürger hier bewusst erlebt haben. Wäre nicht schlecht damit auch die Bürger wieder an die Tschernobylkatstrophe zu erinnern und unsere Administration, dass es noch keinen Grund gibt manche Lebensmittelkontrollen einschlafen zu lassen. Dazu ist die Halbwertszeit viel zu hoch.
Antworten
musicus1:

minus 16 % Börse Kairo...

12
23.03.11 09:31
investoren ziehen sich aus Agypten zurück..  börse soll wieder geschlossen werden...
Antworten
relaxed:

#78069 Die Jounalisten haben keine Ahnung,

6
23.03.11 09:32
denn wir haben es hier mit einem Sachverhalt zu tun, in den man sich nicht in einer halben Stunde auf Wikipedia eínlesen kann, um "Experte" zu sein, außerdem muss man die Grundrechenarten beherrschen. ;-)))

Im Süden Deutschlands können Pilze und Wild immer noch "problematisch" sein. Bei Kindern und Schwangeren würde ich noch aufpassen. Ab einem gewissen Alter steckt man es besser weg - insofern ist die demographische Entwicklung auch in Japan dem "Problem" angemessen.
Dieses Posting enthält keine Zitate aus der NZZ.
Dr. Relaxed Strangelove
Antworten
KuK Hofmarsc.:

malko

4
23.03.11 09:37
Ob die Kaffeesatzleser nun in Österreich sitzen oder anderswo ...

ist alles andere als egal.

Österreich hat bei weitem die größere Kaffeekultur (denk doch nur an die altwiener Kaffeehäuser) und dementsprechend einen deutlichen Wettbewerbsvorteil.
Antworten
Anti Lemming:

Rauchsignale

 
23.03.11 09:41
sind grundsätzlich ein schlechtes Zeichen.

Weißer Rauch steigt dann auf, wenn die Wasserstrahlen der Feuerwehr auf stark erhitztes Material treffen. Das können glühend heiße Brennstäbe in den Abklingbecken sein oder ein stark überhitztes Reaktordruckgefäß (heute 400 Grad in Block 1).  Weißer Rauch zeigt somit an, dass sich irgendetwas in den Reaktoren stark genug erhitzt hat, um das aufgespritze Meerwasser sofort zum Verdampfen zu bringen.

Der schwarze Rauch in Block 3 von heute morgen spricht hingegen nicht für Wasserdampf. Er könnte entstanden sein, weil aus dem Druckgefäß ausgetretene Nuklear-Lava kohlenstoffhaltiges Material (z. B. Plastikteile) versengt. Herkömmliche Feuer können in den Reaktoren bei der Dauerberieselung kaum mehr entstehen, wohl aber, wenn 3000 Grad heiße Atom-Lava sich ihren Weg durch die Trümmer frisst.
Antworten
Malko07:

#78071: "problematisch" heißt

2
23.03.11 09:41
um Welten über den Grenzwerten. Die schärfsten Gegner von weiteren Messungen sind die Landkreise. Sie fürchten Einbußen im Tourismus.

Je jünger die Menschen sind, umso heftiger werden sie betroffen werden. Es ist also auch in Japan, wie damals bei uns, mit gehäuften Fehlgeburten, Missbildungen und recht frühem Krebs zu rechnen. Zum Ausgleich raffen die fehlende Heizung und die allgemein erschwerten Bedingungen im Norden die Alten dahin. Am Bevölkerungsaufbau wird sich also nicht Entscheidendes ändern.
Antworten
musicus1:

@ 71 und ich ergänze....

8
23.03.11 09:45
wissenschaftsjournalisten, mit  fach physik, die heute für die  medien berichten z.b. ARD, die  sind jahrelang von der atomlobby gesponsert worden.....jeder  bilde sich ein  eigenes urteil und immer den gesunden menschenverstand einschalten, auch als laie,dann sieht doch ein blinder, dass wir es mit  einem  speziellen problem zutun haben,  die auswirkungen auf die weltwirtschaft werden nicht lange  auf sich warten lassen, der markt an den börsen hat diesen sachverhalt nocht nicht eingepreist...m.m. da nutzen auch die niedrigen  zinsen nix....
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