Microsoft-CEO Steve Ballmer führte vor geraumer Zeit mal dazu wie folgt aus: "Wir befinden uns momentan inmitten einer nur einmal in hundert Jahren zu erlebenden wirtschaftlichen Kontraktion. Die Wirtschaft wird zurückkehren zu weitaus bescheideneren Geschäftsaktivitäten und sich vermindernden Ausgaben der Verbraucher, hauptsächlich basierend auf der reduzierten Krediterhältlichkeit in der gesamten Wirtschaft."
Nun, was will uns dieser Mann damit sagen?
Richtig, die Welt wird nicht untergehen, nein, sie wird sich weiter drehen und der Business und die Wirtschaft werden auch weiterhin laufen. Nur werden die exzessiv schuldengetriebenen Boom-Zeiten sehr wahrscheinlich für längere Zeit dem vielfach zitierten "New Normal" weichen. Und die ungelösten (Schulden-)Probleme aus dieser Krise werden halt eben auch nicht dadurch gelöst, dass die Bilanz der Fed durch dubiose MBS-Ankäufe und sonstige Schrott-Erwerbungen stetig um Größenordnungen anschwillt, obwohl uns die kurzfristigen Gambler-Erektionen dementsprechende Trugbilder vermitteln möchten, LOL. Nur, langfristig gesehen schafft auch der forcierte Einsatz von Druckerpressen eben keine nachhaltige gesamtwirtschaftliche Prosperität. So etwas hat noch nie funktioniert und wird es auch künftig nicht.
Denn wenn schon Krugman, Soros und Roubini einig im Chor nach noch mehr Stimuli und mehr Inflation brüllen, so sollte man eigentlich wissen, was die Propaganda-Glocke geschlagen hat.
Links dazu
Soros empfiehlt den Europäern - ähnlich wie die US-Regierung - eine Inkaufnahme neuer Kredite, um Konjunkturimpulse zu setzen und auch, um der "Gefahr einer Deflationsspirale" zu entgehen.
www.ftd.de/politik/europa/...uropa-vor-deflation/50185799.html
Roubini: EZB soll weiter Geld abwerfen
Die europäische Zentralbank sollte sich weniger Sorgen machen über die “Phantomrisiken” einer Inflation, sondern sich anstelle dessen auf die stark wachsende Bedrohung einer Deflation fokussieren.
www.wirtschaftsfacts.de/?p=9392
Krugman: Regierung und Notenbank müssten noch ein Konjunkturprogramm auflegen - und damit erneut in das Wirtschaftsleben eingreifen. Von der Zentralbank (Fed) verlangte Krugman den weiteren massiven Aufkauf von Staatspapieren und Unternehmensanleihen sowie eine Ankündigung, erstens die Zinsen noch sehr lange auf sehr tiefem Niveau zu belassen, dafür aber zweitens mittelfristig eine höhere Inflationsrate in Kauf zu nehmen.
www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,714521,00.html
und Krugman, Klappe, die zweite: Die Bundesregierung spare zu viel, und Bundesbank-Präsident Axel Weber denke nur an die Gefahr der Inflation, einer Inflation, die aber gar nicht bestehe.
www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,724366,00.html
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