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Der USA Bären-Thread


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S&P 500 7.314,81 -0,90% Perf. seit Threadbeginn:   +401,36%
 
Eidgenosse:

Auch Richard Fuld

3
05.06.10 14:58
der ex Lehman-Chef hat 2008 sein 100 mio. Anwesen seiner Frau für 1 $ verkauft. Aber vielleicht hatte sie gar nicht mehr.
Wir wissen es nicht.
Es geht runter.
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Anti Lemming:

Wundern würde mich Cramers Pleite nicht

7
05.06.10 15:16
Ich hab sein Buch "Confessions of a street addict" gelesen. Darin beschreibt er hautnah seine Gefühle beim LTCM/Russland-Crash im Herbst 1998, als die US-Indizes ca. 20 % korrigierten. Wegen der Verluste hagelte es in seinem Hedgefonds, der unterperformte, "redemptions" (verängstigte Kunden wollten ihr Geld zurück) - natürlich ausgerechnet zu der Zeit, als der Fonds voll investiert in den Keller gerauscht war und kaum mehr Cash hatte. Zur Auszahlung der Redemptions hätte Cramer am Tief Long-Positionen verkaufen müssen.

Cramer war mit den Nerven völlig am Ende  - mal weinerlich, mal schmiss er cholerisch mit Stühlen und Flaschen um sich. Nur seiner Frau Karen - die vor der Ehe eine sehr erfolgreiche Traderin bei Goldman-Sachs war - verdankte er, dass der Fond dieses Tief und diese Krise überlebte. Sie kaufte im Oktober 1998 antizyklisch auf Kredit US-Standardwerte, die ins Bodenlose gefallen waren. Dank dieser wagemutigen Aktion war Cramers Fonds Ende 1998, als US-Aktien sich sprunghaft erholt hatten, wieder leicht im Plus.

Hätte Cramer das Sagen gehabt, hätte er im Ausverkauf vom Herbst 1998 "kapituliert" - und hätte nur als eine der zahlreichen Hedgefonds-Leichen geendet, die links und rechts den "Wall Street Express Way" säumen.
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TurboLuke:

Cramer, Beweisführung

5
05.06.10 15:41
seiner Top-Performance ist auf caps.fool.com nachzulesen. Hier werden alle Calls, egal ob er Buy oder Sell brüllt und auf seinen roten Button haut getrackt und gegen den S&P verglichen.
Ein % Outperformance ergibt einen Punkt auf CAPS. 1 % Underperformance ergibt einen Minuspunkt. Er hat im Vergleich -5000. Da ziehe ich den Hut.

Hier der Link:
caps.fool.com/player/trackjimcramer.aspx
Der USA Bären-Thread 324680
Mein Blog:
turboluke.wordpress.com/
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wawidu:

CRB mit klarer Wende

3
05.06.10 18:29
Die C-Welle nimmt immer mehr Gestalt an.
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Der USA Bären-Thread 324687
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wawidu:

Selbst Kupfer schwächelt deutlich

2
05.06.10 18:33
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Der USA Bären-Thread 324688
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wawidu:

Welch ein Kontrast!

2
05.06.10 18:41
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Der USA Bären-Thread 324690
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daiphong:

ftd Das Kapital mit ein paar sinnvollen

3
05.06.10 19:39
Überlegungen zu Euro, Griechenland, Banken - "Dieser vermaledeite Euro"

www.ftd.de/finanzen/maerkte/marktberichte/...uro/50122521.html
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Platschquatsc.:

Welch ein Kontrast!

2
05.06.10 19:39
Na dann schon mal ein Vorgeschmack was nach dem Auflösen der iSKS passieren wird.
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Der USA Bären-Thread 324691
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pfeifenlümmel:

Vergessen Sie das EU Recht,

4
05.06.10 21:05
meinte die französche Finanzministerin, jetzt kann man hinzufügen: Vergessen sie den Euro.
Die Notlage Ungarns gab dem Euro den Rest; die ganz Schlauen werden argumentieren, dass Ungarn keinen Euro hat. Aber Ungarn wird nach den Griechen auch Unterstützung erwarten und die kommt nun mal von dem Euro und der EZB, die den Ungarischen Schrott aufkaufen wird.
Die Transferunion funktioniert nicht. Das Vetrauen in den Euro, der ja mal als neue Welt-Leit-Währung  gehandelt wurde, ist dahin. Der Euro ist zu einer Leidwährung geworden. Frankreich hat sein Ziel erreicht. Die Deutschen sind zum Zahlmeister geworden und haben die Franzosen gerettet, die mit über 700 Milliarden Kredite an den piigs beteiligt waren. Jetzt wird den Deutschen eingeredet, dass sie aus Solidarität den Gürtel enger schnallen müssen. Wenn andere nicht wirtschaften können oder wollen, ist eine Untersützung dieser Verschwendungssucht völlig unangebracht. Mit Solidarität hat das überhaupt nichts zu tun.
Jetzt Gauck hat geäußert, dass er die Kluft zwischen den Regierenden und den Regierten verringern will. Eine Herkules Aufgabe. Merkel und Co haben es geschafft, die Kluft weit aufzureißen.
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wawidu:

daiphong - # 54072

2
05.06.10 21:35
Der DAX ist bekanntlich ein Performance-Index; Gold bringt keine Rendite. Im Anhang ist quasi der DAX in USD (ETF EWG) mit dem Gold-ETF GLD korreliert. Wie beurteilst du wohl vor diesem Hintergrund die DAX-Performance seit 2001, seit 2007 und insbesondere seit März 2009?
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Der USA Bären-Thread 324701
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Anti Lemming:

DAX im eigenen Saft

2
05.06.10 21:50
würde mich noch interessieren, vor allem jetzt wo es schmort.
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daiphong:

angeregt vom Marlboro

6
05.06.10 21:51
wawidu:

platsch - # 64083

3
05.06.10 22:10
Palladium zählt zwar zu den Edelmetallen, doch ist seine Bedeutung bzgl. Schmuckherstellung und Anlageinstrument (Münzen, Barren) im Vergleich zu Gold oder Platin recht gering. Die bei weitem größte Menge wird in der Industrie verwendet.

de.wikipedia.org/wiki/Palladium

Den aktuellen Preiseinbruch führe ich darauf zurück, dass in Erwartung einer massiven globalen Recovery enorme Future-Long-Posis (mit entsprechenden exorbitanten Lagerbeständen als Deckung) aufgebaut worden sind, die nunmehr mangels echter, d.h. selbsttragender, Recovery glatt gestellt werden müssen. Die langfristigen Preiskurven der Gold-Futures und der Palladium-Futures weisen keinerlei positive Korrelation auf.
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Der USA Bären-Thread 324705
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daiphong:

#64085 Was willst du denn, wawidu ???

5
05.06.10 22:45
willst du Performance vergleichen?  immer nur Propaganda und Pusherei?
Den Chart unten vergleiche man noch miz der Performance der Staatsanleihen

Gold steigt seit 5 Jahren. rasant. das wissen doch alle.  Kannst du auch täglich posten.
Aber der darüber hinausgehende Erkenntnisgewinn deiner Gold-Ratiocharts geht gegen Null und liegt manchmal noch weit darunter.

"Der DAX ist bekanntlich ein Performance-Index"  na klar. "Gold bringt keine Rendite." ebend.  da kann ich auch nichts für.
Der USA Bären-Thread 324708
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Eidgenosse:

Bei deinem Chart #089

2
05.06.10 22:55
kommt mir spontan das in den Sinn:
Es geht runter.
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Eidgenosse:

Das mein ich:

6
05.06.10 22:56
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Der USA Bären-Thread 324710
Es geht runter.
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Ischariot MD:

Ungarn (#64084)

6
05.06.10 23:01
nur für die Thread-Chronik:
Ungarn rudert zurück. Sei doch nicht "pleite", bisher kommuniziertes Defizit könne gehalten werden. Keine Rede mehr von 'täglich neuen Löchern bis zur drohenden Zahlungsunfähigkeit'. Man ist dort offenbar überrascht, welche Wirkung die vielleicht nach innen gerichteten Kassandrarufe an den Weltmärkten hatten. Insbesondere ist man arlamiert, welche dramatische Wirkung die Statements auf den Forint und damit auf die einheimischen, vielfach in EUR denominierten Kredite hatte.
Die Frage ist nur, entsprachen die gestrigen Kassandra-Rufe oder das heutige Zurückrudern der Wahrheit? Zykliker frohlocken schon und hoffen auf ein up-Gap in EUR/USD. Wer kleine Kinder hat weiß, daß die zunächst spontan die Wahrheit sagen und erst später strategisches Lügen lernen. Könnte bei einer erst 6 Tage regierenden Greenhorn-Regierung ähnlich sein.
Und dann gibt es noch einen weiteren Mühlstein um den Hals des EUR: GAUWEILER  :o)
Karlsruhe fängt an zu 'ermitteln' und ordert Stellungnahmen bei den EURokraten und ihren Helfershelfern. Am Ende (ich glaube ja nicht, daß die alten Damen und Herren in Karlsruhe wirklich die Eier dazu haben) könnte das Ende des Euro-Stabilisierungsgesetzes stehen.
SocGen-Gerüchte sind auch noch nicht aus der Welt.
__________________________

Ungarn rudert zurück

Die neu gewählte konservative Regierung in Ungarn versucht sich in Schadensbegrenzung. Äußerungen von Spitzenpolitikern der Regierungspartei, wonach das Land unmittelbar vor einem Schuldendesaster ähnlich wie in Griechenland stehen soll, werden umgehend wieder kassiert. Das Signal an die Märkte lautet: Ungarn hat alles im Griff (...)

In Ungarn haben Hunderttausende Bürger Kredite aufgenommen, die in Devisen notiert sind, aber in Forint bedient werden. Kursschwächungen des Forint bedeuten für sie deutlich höhere Rückzahlungsraten, die viele an den Rand des persönlichen Bankrotts bringen. Die Regierung Orban ist seit einer Woche im Amt
(...)
www.n-tv.de/wirtschaft/Ungarn-rudert-zurueck-article907551.html
______________________________

Verfassungsrichter prüfen Antrag

Das Bundesverfassungsgericht prüft einen Stopp des deutschen Beitrags zum Euro-Rettungsschirm. Gerichtspräsident Andreas Voßkuhle hat Bundesregierung, Bundestag und Bundespräsident um Stellungnahmen zum Antrag des Bundestagsabgeordneten Peter Gauweiler auf einstweilige Verfügung gebeten. Auch an alle Landesregierungen, Bundesbank und Europäische Zentralbank sind entsprechende Aufforderungen ergangen. Der Eilantrag des CSU-Abgeordneten zielt darauf, der Bundesregierung die Aktivierung der deutschen Bürgschaften bis zu einer Entscheidung in der Hauptsache zu verbieten (...)
www.n-tv.de/wirtschaft/...er-pruefen-Antrag-article907612.html
Die Würde des Steuerzahlers ist unantastbar
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wawidu:

MSCI World Index

3
05.06.10 23:04
Dessen Chart reflektiert sehr deutlich, dass die Kursententwicklung seit März 2009 keinerlei Analogie zu den Haussephasen 1994 bis 2000 und 2003 bis 2007 aufweist. Nach meiner festen Überzeugung war die Phase zwischen März 2009 und April 2010 nichts Anderes als die B-Welle im Rahmen einer vernichtenden A-B-C-Korrektur (nach Elliott: eines Great Bear Cycle).
(Verkleinert auf 65%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 324709
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Ischariot MD:

sehe gerade in meinem posting

3
05.06.10 23:19
(ganz alarmiert ;o)
daß "Voßkuhle (...) und Bundespräsident um Stellungnahmen" gebeten hat.
Wer antwortet da jetzt, und wann? Der amtierende oder der, der unterschrieben hat?
Köhler ("ich hab doch schon gesagt, daß ich sauer bin")?
Der Ersatzköhler ("ich unterschreibe alles, was das Parlament beschließt - muß mir das Gesetz jetzt erst mal durchlesen - ah ja, bin nicht zuständig, hab es ja nicht unterschrieben")?
Das Bundespräsidialamt ("wir planen gerade die Blumendeko für den 30.6.")?
Hmm.
Die Würde des Steuerzahlers ist unantastbar
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Platschquatsc.:

@wawidu #64088

3
05.06.10 23:52
".....Palladium zählt zwar zu den Edelmetallen, doch ist seine Bedeutung bzgl. Schmuckherstellung und Anlageinstrument (Münzen, Barren) im Vergleich zu Gold oder Platin recht gering. Die bei weitem größte Menge wird in der Industrie verwendet....."

Ach sag bloß?
Wieso postest du dann Gold in Zusammenhang mit dem Kupfer- und CRB-Chart?
Offensichtlich ging es dir doch um Chartverläufe dazu immer das passende Zeitfenster gewählt mit dem dazugehörigen alles erklärenden Einzeiler.
Ich hab das dann einfach mal so fortgesetzt und siehe da auf einmal gibst von dir auch etwas mehr als nur nen Einzeiler und oh Wunder einen Langfristchart.


"...Den aktuellen Preiseinbruch führe ich darauf zurück, dass in Erwartung einer massiven globalen Recovery enorme Future-Long-Posis (mit entsprechenden exorbitanten Lagerbeständen als Deckung) aufgebaut worden sind, die nunmehr mangels echter, d.h. selbsttragender, Recovery glatt gestellt werden müssen. Die langfristigen Preiskurven der Gold-Futures und der Palladium-Futures weisen keinerlei positive Korrelation auf....."

Ich wandle deine Aussage mal um:
Den aktuellen Preisanstieg (Gold) führe ich darauf zurück, dass in Erwartung eines massiven Goldhypes enorme Future-Long-Posis (mit entsprechenden exorbitanten Lagerbeständen als Deckung) aufgebaut worden sind, die demnächst mangels echter, d.h. selbsttragender Nachfrage am Spotmarkt glatt gestellt werden müssen. Die  Preiskurven der Gold-Futures und der Palladium-Futures weisen Korrelation auf insbesonder beim aktuellen möglichen SKS-Szenario auf.


Der Future auf Palladium als auch auf Gold läuft mit der selben Kontraktgröße und ist somit vergleichbar
(CONTRACTS OF 100 TROY OUNCES).
Sowohl OpenInterest als auch Spread zw. Large und Comms ist bei Gold um ein vielfaches Größer als bei Palladium.
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Der USA Bären-Thread 324712
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wawidu:

daiphong - # 64089

 
06.06.10 00:18
Beim Vergleich DOW/Gold die nominalen Werte zugrunde zu legen, halte ich für Nonsense. Die relative Beziehung (Ratiochart) liefert ein völlig anderes Bild. In Relation zur Goldpreisentwicklung hat der DOW seit 1999 und speziell seit 2001 massiv an Wert verloren, der auch durch die seither gezahlten Dividenden wohl kaum - selbst nur annährend - kompensiert wurde. Übrigens: Auch der DOW ist kein Performance-, sondern ein Preis-Index!
(Verkleinert auf 65%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 324714
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daiphong:

gehe mal rechts in der Skala auf mindestens 30

 
06.06.10 01:32
oder 3000% inklusiv Dividendenakkumulation.
Antworten
Keno77:

Ungarn rudert zurück

6
06.06.10 01:38
Das mutet schon merkwürdig an. Da hat heute die frisch gewählte Regierung – über den Staatssekretär Varga – alle Zweifel an der Zahlungsfähigkeit des Landes zurückgewiesen.

Aber es waren ja nicht andere Dritte, sondern die  g l e i c h e  neue Regierung selbst gewesen, die nur einen Tag zuvor (Freitag),  der Sorge Ausdruck gab, das Land werde bald seine Kredite nicht mehr bedienen können.

Der Kommentar unten (vgl. link) versucht das mit der auch bei uns üblichen „Taktiererei“ nach Wahlen zu erklären, wenn es darum geht Wahlversprechen nicht einzuhalten zu wollen / können.  Der konservative Koalitionspartner hatte dem Wahlvolk wohl Steuersenkungen versprochen. Die Dramatisierung der Lage würde da das passende „Exit –Argument“ liefern.

Allein schon die Wortwahl des Hr. Varga überzeugt nicht:

„unverzügliche und dringende Schritte, um das Defizit im Rahmen zu halten“.

„Mehrere Posten im Haushalt entsprächen nicht der Realität: Steuereinnahmen seien über- und Ausgaben unterschätzt worden.“

„Wir finden ständig neue Leichen im Keller“

Offiziell hat Ungarn eine Staatsverschuldung von 78% des BIP. Das liegt in etwa auf dem Niveau von Frankreich oder Deutschland.  

Für mich klingen diese Äußerungen eher so, als müsse demnächst auch Ungarn eingestehen, in der Vergangenheit mit beschönigten Defizit- und Schuldenstandsmeldungen gehandelt zu haben.

www.handelsblatt.com/meinung/...edet-die-lage-schlecht;2594706
Antworten
maba71:

"Hoffnung kann man leider nicht essen!"

6
06.06.10 08:38
Regelmäßige Leser wissen, dass der Autor dieses Beitrags seit Langem unbeirrt immer wieder darauf hinweist, dass in den USA kein nachhaltiger Wirtschaftsaufschwung zu verzeichnen ist. Die Regierung Obama macht Überstunden, um Wirtschaftsstatistiken zu frisieren und Erklärungen abzugeben, die den gegenteiligen Eindruck erwecken sollen. Doch alles Bemühen fruchtet nicht: Hoffnung kann man nicht essen. Die Menschen brauchen reale Jobs mit realen Löhnen, um in realen Häusern leben und ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können. Und schon ist der schöne Schein des »virtuellen« Aufschwungs zerplatzt.
Das unabhängige Forschungsinstitut Conference Board hat gerade einen neuen Bericht veröffentlicht, wonach das Verbrauchervertrauen in den USA im Monat Mai den dritten Monat in Folge gestiegen ist, auch die Hoffnung auf neue Arbeitsplätze sei gewachsen. Der Anstieg des Verbraucher-Vertrauens-Index sei auf die »günstigeren Aussichten« der Verbraucher für die nächsten sechs Monate zurückzuführen. Wollte man aus solchen Beobachtungen tragfähige Schlüsse über die wirtschaftliche Entwicklung ziehen, so sieht man sich mit dem Problem konfrontiert, dass diese nur subjektive positive Zukunftserwartungen widerspiegeln, die auf Meldungen beruhen, die der Betreffende gerade in den Nachrichten gehört hat – wie etwa die, dass sich »die Lage verbessere und wieder dem Normalzustand nähere«. Solche Beobachtungen gehen an der Realität in den USA vorbei. Die Fakten deuten nämlich eher auf eine beunruhigende Verschlechterung der tatsächlichen wirtschaftlichen Lage hin.

Die Krise am Häusermarkt in den USA ist alles andere als vorüber, im Gegenteil, sie wird noch schlimmer. Trotz besonderer Steuervorteile und historisch niedriger Zinsen fallen die Häuserpreise auch in diesem Jahr. Im März sind sie nach Angaben des soeben veröffentlichten Case-Shiller-20-Städte-Index gegenüber dem Vormonat um weitere 0,5 Prozent gesunken. Damit sind die Preise für Eigenheime in sechs aufeinanderfolgenden Monaten gefallen; eine Bestätigung dafür, dass es auf dem Häusermarkt – das größte Segment der Wirtschaft – weiter bergab geht.

Noch beunruhigender ist, dass der vielzitierte Anstieg der Eigenheimpreise in den USA seit 2009, wie sich jetzt herausstellt, ausschließlich auf steuerliche Vergünstigungen zurückzuführen war. Die steigende Arbeitslosigkeit, eine restriktivere Kreditpolitik der Banken und Millionen weitere Zwangsversteigerungen werden die Preise für Eigenheime – für die meisten Amerikaner die größte Wertanlage – weiter nach unten treiben.

Die Grundlage der amerikanischen Wirtschaft bildet, wie schon oft betont, nicht mehr die Produktion. Die US-Wirtschaft ist zu einer reinen Konsumwirtschaft geworden, 70 Prozent des BIP beruhen auf privatem und sonstigem Verbrauch. Seit 2002 ist der Konsum in den USA durch historisch niedrige Zinssätze der Federal Reserve künstlich angeheizt worden. Außerdem haben Millionen Amerikaner angesichts der steigenden Preise am Häusermarkt Hypotheken auf ihre Häuser aufgenommen, um mit dem Geld ihren Konsum zu finanzieren. Bis 2006 stieg diese Aufnahme von Hypotheken auf atemberaubende eine Billion Dollar jährlich.

In 13 von 20 Städten fielen die vom Index erfassten Preise. Im ersten Quartal 2010 gingen die Häuserpreise im Vergleich zum vierten Quartal 2009 um 3,2 Prozent zurück. Diese Zahlen sind beunruhigend, denn sie belegen, dass die gestiegene Zahl verkaufter Eigenheime aufgrund von Steuervorteilen nicht zu höheren Preisen geführt hat. Der Bau neuer Häuser liegt heute bei 500.000 pro Jahr gegenüber 2.000.000 im Jahr 2007 – womit die Daten über den »Aufschwung« wohl in die richtige Perspektive gerückt wären.



Keine gewöhnliche Rezession, sondern eine Depression in den USA

Diese Zahlen unterstreichen, dass es sich nicht um eine gewöhnliche Rezession handelt, sondern dass wir uns vielmehr in der Anfangsphase einer neuen Großen Depression befinden, bei der das BIP um mindestens 25 Prozent schrumpft – ein wirtschaftliches Ereignis, das vielleicht einmal in 100 Jahren vorkommt. Bei einer gesunden Wirtschaft würden außergewöhnlich niedrige Hypothekenzinsen zu neuer Nachfrage nach Häusern führen. Doch Arbeitgeber schaffen keine neuen Arbeitsplätze, und Kredite für Häuser und Kleinunternehmen sind von den risikoscheuen Banken fast unmöglich zu bekommen.

Nach Angaben den US-Immobilienmaklerverbands National Association of Realtors sind die Preise für vorher bewohnte Häuser im April um 7,6 Prozent gestiegen, allerdings nur wegen der staatlichen Anreize. Diese Anreize sind seit dem 30. April ausgelaufen. Die Auswirkungen davon werden sich in den Daten für Juni/August zeigen. Der Hauptgrund für die fallenden Häuserpreise ist das Überangebot am Markt, im Verein mit weiterhin rekordverdächtigen Zahlen von Häuserversteigerungen durch Banken. Bei Zwangsvollstrecken verkaufen Banken die Anwesen mit erheblichen Preisabschlägen. Die Zahl der Zwangsversteigerungen wird noch mindestens sieben Jahre lang auf hohem Niveau bleiben. Nach einer Meldung des amerikanischen Verbands Mortgage Bankers Association hat die Zahl der Fälle von Zahlungsverzug bei Hypotheken in den ersten drei Monaten dieses Jahres entgegen allem Gerede vom »Aufschwung« den Rekordwert von über zehn Prozent aller Eigenheimbesitzer erreicht, die von Januar bis März mindestens eine Hypothekenrate nicht bezahlt haben.

Seit 2006 sind fast fünf Millionen Häuser zwangsversteigert oder anderweitig notverkauft worden – und die Krise ist noch lange nicht vorüber, denn Analysten erwarten, dass in den nächsten zwei Jahren noch drei Millionen weitere Häuser unter den Hammer kommen werden. Darüber hinaus gibt es 15 Millionen Hausbesitzer, bei denen die Hypotheken den Wert ihrer Häuser übersteigen. 26 Millionen Amerikaner sind entweder arbeitslos oder unterbeschäftigt. Zu den Unterbeschäftigten zählen Menschen, die die Arbeitsuche aufgegeben haben, sowie Teilzeitkräfte, die eigentlich lieber Vollzeit arbeiten würden.

Das größte Risiko für die weltweiten Märkte und die Stabilität und Solvenz des Systems bedeuten auch weiterhin die Vereinigten Staaten, trotz der sehr realen Probleme in den Ländern der Euro-Zone. Angesichts der nicht beherrschbaren Haushaltskrise mit fallenden Steuereinnahmen und Rekorddefiziten steht die US-Wirtschaft heute am Rand eines neuerlichen Abschwungs. In dem Maße, wie diese unbestreitbare Wirklichkeit in den nächsten Monaten deutlich zutage treten wird, wird sich die Aufmerksamkeit von den Problemen des Euro ab- und sich erneut denen des Dollar zuwenden............................
info.kopp-verlag.de/hintergruende/...kann-man-nicht-essen.html
(Verkleinert auf 93%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 324737
"Heute geht es uns schlechter als gestern, aber besser als morgen!"
"In Zeiten der universellen Täuschung wird das Aussprechen der Wahrheit zur revolutionären Tat!" (George Orwell)
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Anti Lemming:

Der Absturz der US-Indizes am Freitag

13
06.06.10 08:46
geht vor allem auf die stark enttäuschenden US-Stellenzahlen zurück, die die Illusion eines selbsttragenden Aufschwungs für's Erste begraben haben. Hinzu kommt, dass die eklatante Schwäche im China-Chart SSE die Ersatz-Illusion zerstört, das Reich der Mitte könne als Ersatzlok die Welt aus dem Dreck ziehen. Der befürchtete Doppel-Dip wird nun wahrscheinlicher. Ohne Ungarn hätte das Minus im Dow vielleicht 3 % betragen statt 3,5 %.

Devisenkurse werden überwiegend von Chartisten und Korrelations-Fanatikern getrieben (teils "vollautomatisch" im Computerhandel). In den letzten Wochen starrten die Devisenhändler auf Aktien und Rohstoffe und verkauften bei jedem Schwächesignal den Euro. Umgekehrt schauten die Aktien- und Rohstoff-Händler wie gebannt auf EUR/USD und verkauften bei jeder Euroschwäche Aktien und Rohstoffe. Ist dieser sich wechselseitig verstärkende und "bestätigende" Mechanismus erst mal etabliert, reichen allein schon die schlechten US-Stellenzahlen, um mit DOW und Co. auch den Euro gen Süden zu schicken. Stopp-Loss-Order leisten ihr Übriges. Fundamental macht das wenig Sinn. Wenn in USA ein Doppel-Dip kommt, müsste der Dollar eigentlich fallen. Doch da dann auch das ohnehin stark angeschlagene Europa einen Extrastoß erhält und die ganze Welt-Konjunktur in den Orkus zu driften droht, greift übergeordnet die Flucht in den "sicheren Hafen" des Dollars, die auch durch Dollar-Carrytrade-Auflösungen forciert wird.

Ob irgendetwas fundamental sinnvoll ist, spielt kurzfristig keine Rolle. Hier sind Pawlow'sche "Reflex-Trader" am Werk, deren Speichelfluss auslösende "rote Lampe" die sich wechselseitig verstärkenden fallenden Charts sind. Die Medien blubbern dann passende (und wenig einleuchtende) Begleitkommentare, die im Nachhinein "sonnenklar" machen, was die Bewegungen angeblich zuvor ausgelöst haben soll. Dieselben Kollektivwahn-Mechanismen haben im März 2008, als Bear Stearns pleite ging, den Dollar in die umgekehrte Richtung (1,60) geprügelt. Damals spielten sämtliche Trader und Devisen-Fuzzis den "Rohstoff-Bläh-Trade", der Rest war Staffage. Die Weltwirtschaft war damals noch "zu heil", um die Flucht in den Dollar auszulösen.

Das Peinliche an der aktuellen Gemengelage (mit Pein = Schmerz) ist, dass sich ein Abwärts-Momentum etabliert und mit der Zeit an Dynamik gewinnt. In solchen Phasen kommen Leute, die den vorherigen Uptrend (der ähnlich "sinnlos" war) geritten und - ideologisch verblendet - den rechtzeitigen Absprung nicht geschafft hatten, unter starken Druck. Der Depp am Pokertisch ist diesmal Soc Gen.  Das hatten wir schon mal im Jan. 2008, als der "Kerviel-Longtrade" zwangsweise rückabgewickelt wurde. Für Soc Gen wie für Ungarn gilt der Buffett-Spruch: "Erst wenn die Flut zurückgeht, sieht man, wer nackt schwamm."

Bezgl. Ungarn stimme ich Ischariot zu, dass "Polit-Newbies" die Wirkung ihrer Worte unterschätzt hatten und nun, da die Ungarn-Börse und der Forinth abstürzen, Schadensbegrenzung versuchen. Das trägt aber nur weiter zur Unglaubwürdigkeit und Verunsicherung bei. Ungarn ist eh ein kleines, eher unbedeutendes Land. Was weltweit rüberkommt bei dem ganzen Getöse ist, dass sich die Schieflagen in der EU und bei potenziellen Neumitgliedern verschlimmern. Allein schon diese Verunsicherung wirkt als "Nebenantrieb" zum Hauptmotor "katastrophale US-Stellenzahlen", um EUR/USD und damit auch Aktien weiter gen Süden zu treiben. Die Lage in Ungarn ist ähnlich, als würde Madoff die Schuld bestreiten, sich aber "leider nicht erinnern" können, wo die 50 Milliarden geblieben seien, es bestehe aber im Prinzip kein Anlass zur Sorge.

FAZIT:  Welle C schmettert Breitseiten gegen die antriebslos "in K.O-Stellung" quer zur Brandung dümpelnde Börsen-"Titanic".

P.S. Für dieses Posting möchte ich den Pulitzer-Preis für Börsen-Polemik ;-)
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