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FTD- Das Kapital
Ein Japan-Test für die USA
In Japan hat's in den 90ern regelmäßig was auf die Mütze gegeben, wenn nur die Zuwachsraten der Staatsausgaben sanken. Nun sinken diese in den USA. Ein erster Test für die Anhänger des USA-Japan-Vergleichs.
Eine der gängigen Thesen an den Finanzmärkten steht in den kommenden Monaten vor einem Test: dass die USA dem Pfad Japans folgen. Im privatwirtschaftlich angeschlagenen Japan war der Aktienmarkt in den 90ern und frühen 2000ern im Grunde eine Funktion der Staatsausgaben: Legten diese im Vergleich zum Vorjahr zu, ging es dem Topix meist gut.
Doch sobald sich die Zuwachsrate der Staatsausgaben nur verlangsamte, war der Bärenmarkt wieder intakt. Interessant ist das deshalb, weil die Ausgaben des US-Bundes - jeweils mit Dreimonatsdurchschnitten gerechnet - per Oktober unter dem Vorjahr lagen, nachdem sie noch im August um ein Fünftel gestiegen waren.
Natürlich sind Sondereffekte wie Hilfszahlungen an Finanzinstitute im Spiel. Nur wird sich der Steigungswinkel den aktuellen US-Budgetplanungen zufolge ohnehin erheblich verflachen. Schon im dritten Quartal lagen die gesamten US-Staatsausgaben unter dem Niveau vom zweiten.
Haben die Privaten den finanziellen Spielraum, um der US-Konjunktur nun eigene Impulse zu verleihen? Sofern man von der Notwendigkeit der Schuldentilgung oder Steuererhöhungsängsten absieht, sollte man das meinen. Im dritten Quartal haben Firmen und Verbraucher einen Finanzierungsüberschuss - Bruttoersparnis abzüglich Bruttoinvestition - von satten 6,6 Prozent des nominalen US-BIPs erzielt. Ohne Vorratsveränderungen sinkt der Überschuss jedoch schon auf 5,6 Prozent.
(Weitere Links zu Japan im Orig.)
Zudem sind die privaten US-Anlageinvestitionen auf den niedrigsten Stand im Verhältnis zum BIP seit Beginn der vierteljährlichen Erhebung 1947 gefallen und liegen um 3,4 Prozentpunkte unter dem Mittel. Ferner profitieren Verbraucher wie Firmen von staatlichen Transfers oder Aufträgen, direkt und indirekt. Insofern relativiert sich der private Finanzierungsüberschuss schon enorm.
Dünn ist vor allem der Überschuss der Verbraucher - Bruttoersparnis minus Wohnungsbau - von 2,9 Prozent des BIPs. So ist die gesamtwirtschaftliche Bruttoersparnis wegen des staatlichen Lotterlebens auf das Tief von 10,4 Prozent des BIPs gesunken (Durchschnitt 18,5). Ob die USA nun Japan folgen oder nicht: Da ist ein wildes Auf und Ab wie an der Tokioter Börse fast gewiss.
www.ftd.de/finanzen/maerkte/marktberichte/...usa/50044451.html
Staatsbörse" in Japan.
Man sieht allerdings, dass die enorm gestiegenen Staatsausgaben in diesem Herbst den Topix (Japan-Index) nicht mehr so stark wie sonst nach oben brachten. Schuld daran ist der starke Yen (14-Jahreshoch zum US-Dollar).
Staatsstimulation hat grundsätzlich das Problem, mit der Zeit immer stärker an Effizienz zu verlieren. Am Ende besteht die Nettowirkung nur noch darin, sinnlos die Staatsschulden zu erhöhen. Dann ist es meist nicht mehr weit bis zum Staatskollaps. Einen ersten Schritt in diese Richtung gab es bereits im Frühjahr, als das hochverschuldete Japan sein AAA-Rating verlor.
A.L.
More people were late with their auto loan payments in the third quarter as job losses continued, but amid rising delinquencies there are positive signs for the economy in certain states.
The auto delinquency rate -- the rate at which payments fell behind 60 days or more -- edged up in the July-to-September quarter to 0.81 percent, from 0.80 in the same period last year, according to credit reporting agency TransUnion.
The increase from the second quarter to the third quarter of this year was far greater, reflecting both the weak economy and seasonal trends, said Peter Turek, automotive vice president in TransUnion's financial services group.
It's common for late payments to rise as the year progresses. Borrowers tend to fall behind as they focus on other spending, often getting back on track in the first and second quarters, when they can use income tax returns to bring their payments current.
Car loan payments that are 60 days or more late are considered a precursor to default because of the difficulty consumers face in getting caught up. TransUnion culls its data from approximately 27 million individual credit files in its database.
While average delinquency rates rose nationwide in the third quarter, the rate fell in Washington D.C. and six states: Colorado, Louisiana, Maryland, North Dakota, South Dakota and Vermont.
The Dakotas nearly always have among the lowest delinquency rates for all types of loans, but improvement in a state like Louisiana can be seen as a positive sign, Turek said. Year-over-year, Louisiana's auto delinquency rate fell more than 14 percent.
"That was very good news for that part of the country," he said, suggesting it indicates the state is beginning to show signs of recovering from the economic damage of Hurricane Katrina.
It's too early to tell for certain, but the numbers indicate that some pockets of the country are starting to emerge from the recession earlier than other regions, Turek said.
The small increase in auto delinquencies compared with 2008 also reflects the fact that loans are harder to get, because banks and finance companies have raised their lending standards, and consumers are looking for fewer loans as they tighten their belts.
Those factors led to a drop in average auto debt in the third quarter. Nationally, the amount outstanding on the average car loan dipped 2.5 percent to $12,542, from $12,861 last year.
Loans taken out as part of this summer's Cash for Clunkers program had not started to appear on most credit reports when the quarter ended. As those new loans show up on credit files, there is a good possibility average auto debt will increase. But since lenders offered loans only to stronger applicants, those loans are less likely to end up delinquent, Turek said.
The auto loan figures follow results that showed mortgage delinquencies hit a new high in the third quarter, but the rate of increase from the second quarter slowed. Meanwhile, credit card delinquencies dipped in the third quarter from the second, where a seasonal increase was expected.
TransUnion forecasts the fourth-quarter auto delinquency rate will rise to almost 0.9 percent. Fourth-quarter rates are typically higher, as consumers divert money to holiday spending. The weak labor market will also continue to weigh on consumers, Turek said.
Grüner, meine Damen und Herren!
im folgenden Interview legt er sein Wissen offen: Geldmengenvermehrung ohne Inflation, Finanzkrise als Kurstreiber für die Aktienmärkte, Beschäftigungswunder und, und, und...
PS. Ich hab' schon immer gewußt, dass nach dieser Finanzkrise, die Volks- und betriebswirtschaftliche Lehre neugeschrieben werden muß! Dieser Schwachmat ist ein eindeutiges Beispiel dafür!
Herr Grüner, der "Dubai Schock" hat die Börsen nach monatelanger Rally auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Die Sorge vor weiteren Ausläufern der Finanzkrise ist zurück. Müssen sich Anleger auf härtere Zeiten einstellen?
Im Gegenteil. Dubai sollte mittel- und langfristig eher positiv wirken. Was wir vergangene Woche gesehen haben, ist fast schon eine typische Bewegung in frühen Bullenmärkten. Diese Rückschläge verhindern, dass Euphorie aufkommt. Überhaupt muss man feststellen, dass es für die Aktienmärkte von Vorteil ist, wenn uns die Finanzkrise noch länger beschäftigt.
Wieso das?
So lange wir immer wieder Krisensymptome sehen, werden die Notenbanken die Zinsen noch eine ganze Weile niedrig halten. Das heißt nicht, dass wir noch auf Jahre auf dem aktuellen Niedrigstniveau bleiben. Aber auch wenn die Zinsen mal um 0,25 oder 0,5 Prozentpunkte steigen, ist noch lange kein kritisches Niveau erreicht, das Kapitalumschichtungen im großen Stil bewirkt. Bis kurzfristiges Geld wieder eine Alternative zu langfristigen Anlagen wird, muss noch einiges passieren.
Der Preis ist eine hohe Inflation.
Wir leben in einer schnelllebigen Zeit und jeder denkt, alles muss immer sofort passieren. Aber auch hier gilt: Die Inflation kommt irgendwann, doch es wird noch sehr lange dauern. Die massive Liquidität, die von den Notenbanken in die Märkte gedrückt wird, wird ja zu einem großen Teil gehortet. Schauen Sie sich die Banken an: Die brauchen das Kapital. Sie haben immer noch Riesenprobleme in der Bilanz, der Abschreibungsbedarf ist weiter gewaltig. Es wird noch Jahre brauchen, bis sie ihre Probleme gelöst haben.
Und was hat das mit der Inflation zu tun?
Es ist ein Beispiel dafür, dass die Grundannahme, nach der eine Ausweitung der Geldmenge automatisch zu Inflation führt, grundfalsch ist. Die Notenbanken geben reichlich Liquidität, das ist richtig. Aber es kommt nicht in den Kreislauf: Die Banken horten es, die Privatanlegeren horten es und die Unternehmen außerhalb des Finanzsektors horten es auch. Schauen Sie sich nur einmal die Bilanzen vieler Industriekonzerne an: Die sind so gut wie lange nicht. Anders als in der Krise zur Jahrtausendwende sind die Unternehmen diesmal nicht mit einer hohen Verschuldung und Überkapazitäten in die Krise gegangen.
Wann droht aus Ihrer Sicht Gefahr?
Es wird so lange keine Probleme mit der Inflation geben, bis wir anfangen, unser Geld wieder verstärktfür Luxus-Artikel auszugeben und damit die Industrie an ihre Kapazitätsgrenzen bringen. Wenn ich mich mit meinem Nachbarn einmal wieder um den letzten Sportwagen beim Händler streite und dem Hersteller wieder eine Preismacht einräume, kann man sich Sorgen machen.
http://www.handelsblatt.com/finanzen/...e-ein-steinzeitmensch;2491942
und vor allem deren Interpretation sind schon brisant: Während der ISM Index klar gegenüber dem Vormonat von 55,7 auf 53,6% fiel, lauten die Interpretationen - nach bestem Marketing-Ansatz, natürlich sehr optimistisch:
WASHINGTON (MarketWatch) - U.S. manufacturing firms said business improved in November for the fourth straight month, but at a slower pace than in October, the Institute for Supply Management reported Tuesday.
The ISM manufacturing index fell to 53.6% from 55.7% in October. Readings over 50% indicate more firms said they were growing than said they were contracting.
In November, 12 of 18 industries were expanding.
Economists surveyed by MarketWatch were looking for the index to pull back to 55% in November.
"While the rate of growth slowed when compared to October, the signs are still encouraging for continuing growth as both new orders and production are still at very positive levels, and the prices index fell 10 points, signaling less inflationary pressure on manufacturers' costs," said Norbert Ore, head of the ISM's survey committee. "Overall, the recovery in manufacturing is continuing, but many are still struggling based on their comments."
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