irgendwie klappt das "embedden" nicht...dann halt der direkte link zum Film...es lohnt sich!
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The Green Shoots Turn Yellow
Doug Kass, street.com
06/17/09 - 12:01 PM EDT
I have consistently warned about the risks of as well as the emergence of a number of unprecedented and nontraditional [headwinds... - A.L.], like the cost and burden of tighter regulation that threaten corporate profit growth over the next several years.
The emboldened animal spirits that have contributed to the remarkable rally off the March lows have turned sheepish over the last week in the face of economic reality and stretched valuations.
As I have observed recently -- and as Best Buy (BBY) demonstrated in its earnings report yesterday -- the all important retail sector, for example, had a collective disappointment in May that featured progressive weakness during the month that has apparently continued into June.
I have long suggested that the intermediate-term outlook would be characterized by inconsistent and lumpy growth. At times it will appear that we are exiting the recession and then, soon thereafter, that we have re-entered recession -- difficult for investment managers (who are long-biased) and corporate managers (who have limited pricing power) to navigate.
We have not entered a "new investment dawn" -- as a still-shaky consumer provides a drag to domestic economic growth, the unsteady and uncertain transmission of credit, the reduced ability and/or higher cost of financing U.S. growth and the enlarged role of government in the private sector (among other factors) have all changed structurally for the worse from prior cycles.
It's different this time.
www.thestreet.com/print/story/10518519.html
Kapitalmarkt
Pimco-Chef erwartet heftige Kurseinbrüche
Mohamed El-Erian sah die Finanzkrise früh voraus. Nun rät der Mann mit Kultstatus Anlegern: "Wer unbedingt kaufen will, sollte nur Geld investieren, das er nicht für die Miete oder Ausbildung seiner Kinder braucht."
Herr El-Erian, Sie warnten früh vor einer Finanzmarktkrise. Was machte Sie stutzig?
Mohamed El-Erian: Wir pflegen eine konstruktive Paranoia. Ständig machen wir uns Sorgen und werden daher zum Glück selten auf dem falschen Fuß erwischt. Dazu agieren wir zu langfristig. Vor vier Jahren sprach jeder von einem neuen Wirtschaftszeitalter mit geringer Volatilität und einem Wachstum, das nicht zu stark und nicht zu schwach sei. Unsere Meinung war das nicht. 2005 trommelten wir unsere Kreditanalysten zusammen und sagten ihnen: Ignoriert die Bankstudien und schaut euch selbst im Häusermarkt von Florida, Massachusetts, Texas oder Kalifornien um.
Einige von ihnen arbeiteten als Makler, andere begleiteten Immobilienprofis. Durch ihre Berichte war klar, dass sich eine massive Blase bildete. Daher stellten wir uns seit 2006 sehr defensiv auf, reduzierten hochverzinste Unternehmensanleihen und Wertpapiere aus den Emerging Markets. Dagegen waren wir überzeugt, dass die US-Notenbank schon bald die Zinsen senken würde und erwarben Staatsanleihen, die in diesem Fall im Kurs steigen.
Wann ist das Gröbste überstanden?
El-Erian: Wir befinden uns auf dem Weg zu einer neuen Normalität, an die sich die Märkte erst langsam anpassen. Alles fing mit dem US-Immobilienmarkt im Jahr 2006 an. Das brachte die US-Banken 2007 in Bedrängnis und hob den britischen Verbraucher 2008 aus den Angeln. Als im September 2008 Lehman Brothers kollabierte, kam es zu einem Herzinfarkt der Weltwirtschaft. Derzeit wandelt sich die Finanz- in eine sozialpolitische Krise, wie man an den Ausschreitungen in Frankreich erkennen kann. Was heute ökonomisch sinnvoll sein mag, ist politisch nicht mehr durchsetzbar.
Was heißt das für Anleger?
El-Erian: Sie sollten sich jetzt defensiv aufstellen, um später offensiv vorgehen zu können. Nach vorne stürmen sollte man aber nicht vor 2010. Es ist zu früh einzusteigen. Wer unbedingt kaufen will, sollte nur Geld investieren, das er nicht für die Miete oder Ausbildung seiner Kinder braucht. Die Welt ist unberechenbar. Aktien könnten 30 bis 40 Prozent verlieren.
Was muss passieren, damit Sie wieder Aktien kaufen?
El-Erian: Zuerst muss sich das Finanzsystem normalisieren. Es ist für die Wirtschaft so nötig wie Öl für ein Auto. Erst wenn es fehlt, bemerkt man, wie wichtig es ist. Einige Bereiche haben sich beruhigt, aber die Banken geben noch keine Kredite aus. Als Nächstes müssen sich weltweit die Konsumnachfrage und Investitionen stabilisieren, und zwar unabhängig von Staatshilfe. Schließlich gibt es noch die große dunkle Wolke, die über den globalen Märkten hängt: Die Hypotheken und andere toxische Assets müssen aus den Bankbilanzen verschwinden. Jeder sieht die Gewitterwolke, niemand wagt, nach draußen zu gehen, um nicht in einen Sturm zu geraten. Das ist ein schwer zu lösendes Problem. Die Lösung kostet entweder den Steuerzahler Geld oder beschädigt das Vertrauen der Finanzmärkte. Beides wenig attraktive Aussichten.
Was halten Sie vom Plan des amerikanischen Finanzministers Tim Geithner? Er will potenzielle Investoren mit Kreditgarantien in diese toxischen Papiere locken.
El-Erian: Das ist ein cleverer Plan. Allerdings stellt sich die Frage, ob die Banken ihre Hypotheken verkaufen werden, weil sie dann gezwungen wären, einen realistischen Preis auszuhandeln. Vor allem schwach aufgestellte Banken wollen das nicht, weil sie die Papiere in der Bilanz zu einem höheren Preis verbucht haben.
Wie stabil sind die Banken weltweit?
El-Erian: Einige kleinere US-Banken werden scheitern, und auch international erwarten wir eine Konsolidierungswelle.
Wie bewerten Sie die bisherigen Rettungsmaßnahmen der Regierungen?
El-Erian: Wir sind wie Passagiere in einem Flugzeug, das durch einen schweren Sturm fliegt. Wir können die Piloten nicht sehen, die Tür zum Cockpit ist geschlossen. Im Geiste erwarten wir, dass sie die Maschine mit traumhafter Sicherheit landen werden.
Wenn man aber die Tür aufmachen würde, wären wir entsetzt von dem, was wir sehen: Die Piloten hämmern auf ihren Instrumenten herum, weil diese Werte anzeigen, die sie nicht nachvollziehen können. Wie erklärt man sich den Kollaps des deutschen Maschinenbaus? Wie können die chinesischen Exporte um die Hälfte einbrechen? Warum haben US-Unternehmen seit Ende 2007 rund fünf Millionen Stellen gestrichen? Die Piloten schauen ins Handbuch, aber da steht nichts. Wir erleben derzeit eine Politik der Experimente.
Stürzen wir ab?
El-Erian: Keine Frage, das Flugzeug wird an Höhe verlieren, und der Flug wird beschwerlich. Aber ein Absturz ist nicht sehr wahrscheinlich. Früher hatte der Flieger einen einzigen gewaltigen Motor: den US-Verbraucher. Er kaufte auf Kredit ein, was das Zeug hielt. Damit ist es dauerhaft vorbei. Die neue Normalität ist ein Flugzeug mit vielen kleineren Motoren: China, Indien und andere Emerging Markets. Die globale Wirtschaft wird langfristig nicht mehr um 5,5 Prozent jährlich wachsen, sondern nur noch um 3,5 Prozent.
Ganz ausschließen wollen Sie einen Crash aber nicht?
El-Erian: Ich lebe in Kalifornien in einem Erdbebengebiet. Es ist recht unwahrscheinlich, dass es zu einem Beben kommt, aber nicht unmöglich. Daher kaufe ich mir eine Versicherung. Auch beim eigenen Depot sollten Anleger die Möglichkeit einer langjährigen Depression berücksichtigen.
Wie bewerten Sie die Piloten?
El-Erian: Die Schulnoten von meiner Tochter werden immer aufgeteilt. Das will ich auch tun. Der US-Regierung gebe ich eine Eins für das Bemühen und eine Zwei für die Resultate. Teile der Krise haben sie in den Griff bekommen, aber noch nicht alles. Die europäischen Regierungen glaubten lange Zeit, dass es sich um ein rein amerikanisches Problem handelt. Sie unterschätzten die Konsequenzen unserer Fehler, es gab keine Verteidigungslinien, als Lehman Brothers pleiteging.
Wo steht Europa wirtschaftlich?
El-Erian: Europa hinkt uns sechs Monate hinterher, ob es sich um die steigende Arbeitslosigkeit oder fallende Konsumausgaben handelt. In den USA übernimmt die Notenbank Fed quasi eine fiskalpolitische Funktion. Das hat den Vorteil, dass Amerika viel schneller auf die Krise reagieren kann. Aber auf lange Sicht setzt dies die Glaubwürdigkeit der Fed aufs Spiel. Die EZB dagegen agiert viel geschützter und unabhängiger. Der europäische Stabilitätspakt erlaubt dazu keine großen Haushaltsdefizite. Kurzfristig reagiert Europa schwerfälliger, aber das stärkt es auf lange Sicht.
Sollte Deutschland ähnlich wie die USA ein noch größeres Konjunkturpaket schnüren?
El-Erian: Deutschland muss die Lage in Irland, Griechenland, Spanien, Portugal, Polen oder Ungarn berücksichtigen. Als wichtigste Wirtschaftsnation in Europa könnte es sich leisten, seine Konjunktur mit Subventionen oder fiskalischem Stimulus zu stützen. Die kleineren Staaten stehen dann aber mit dem Rücken zur Wand. Sie können sich solche Stützungsaktionen angesichts hoher Haushaltsdefizite nicht leisten, ihre Wirtschaft würde noch mehr in die Knie gehen. Deutschland steht vor einem interessanten Dilemma. Einerseits will es seiner Wirtschaft helfen, andererseits nicht die europäische Einheit gefährden.
Also muss Deutschland schwachen Nachbarn unter die Arme greifen.
El-Erian: Wenn Deutschland, Frankreich und die Niederlande die Euro-Zone erhalten wollen, müssen sie dafür tief in die Tasche greifen. Bei meinen zahlreichen Reisen nach Europa habe ich das Gefühl gewonnen, dass die Menschen die Kosten tragen wollen. Ihnen ist die europäische Idee sehr wichtig geworden. Niemand redet davon, den Euro wieder abzuschaffen oder die EU aufzulösen.
Wie sehen Sie die Aussichten für die deutsche Wirtschaft?
El-Erian: Deutschland beschreitet einen steinigen Weg. Ich erwarte vor 2010 keinen Aufschwung. Wichtig für das Land ist die wirtschaftliche Entwicklung in Asien, dorthin gehen viele Exporte.
Und was erwarten Sie von Asien?
El-Erian: Ironischerweise befinden sich die Emerging Markets in einer besseren Verfassung als die Industrienationen. Bei allen früheren Krisen war es genau umgekehrt. China verfügt über hohe Devisenreserven, einen gesunden Haushalt und eine enorm flexible Wirtschaftspolitik. China wird sich als Erstes von der Kreditkrise erholen, wie man bereits an den jüngsten Wachstumszahlen ablesen kann. Das wird sich sehr positiv auf Deutschland auswirken.
Pimco führt im Auftrag der US-Regierung gewaltige Finanzprogramme durch. So wickeln Sie Käufe und Verkäufe von kurzfristigen Unternehmensschuldverschreibungen im Wert von rund 250 Mrd. $ oder verbriefte Hypotheken im Wert von insgesamt 500 Mrd. $ ab. Besteht da nicht ein Interessenkonflikt?
El-Erian: Das wird in komplett getrennten Abteilungen abgewickelt. Die Regierung hat vor Ort alles überprüft und keine Interessenkonflikte gefunden.
Was kaufen Sie derzeit?
El-Erian: Es ist an der Zeit, sich vor Inflation zu schützen. Entsprechende Assets wie Rohstoffe sind preiswert zu haben. Die Gefahr ist aber zu glauben, jetzt böte sich die Chance des Jahrhunderts. Das ist nicht die Zeit, aufs Ganze zu gehen und alles an der Börse zu investieren. Zudem sollte man sich mit kleinen Renditen zufriedengeben.
Welche Asset-Allocation empfehlen Sie?
El-Erian: Wenn ich das Geld langfristig anlege, würde ich ein Drittel in Aktien investieren. Davon sollte nur ein Drittel auf US-Aktien entfallen und der Rest global verteilt sein. Ein weiteres Drittel wäre für inflationsgeschützte Anlagen wie Rohstoffe oder inflationsgeschützte Anleihen bestimmt. Das restliche Drittel entfällt auf Anleihen. Davon würde ich die Hälfte in Staatsanleihen investieren, die andere Hälfte in Unternehmensanleihen in Sektoren, die derzeit ignoriert werden. Dazu zählen etwa der Bereich Landwirtschaft oder grüne Technologien.
Kritiker werfen Ihnen vor, im Fernsehen oder in Interviews regelmäßig Assets zu empfehlen, die in Ihrem Depot liegen und die dadurch im Kurs steigen.
El-Erian: Der Vorwurf erstaunt mich. Wenn ich gefragt werde, was ich denke, sage ich die Wahrheit. Soll ich etwa lügen? So gesehen promoten wir unsere Anlagen. Für Blogger ist unsere Offenheit ein gefundenes Fressen. Aber die Sache hat einen enormen Vorteil: Wir erhalten viel Resonanz. Das gehört zu unserer Kultur. So trommeln wir einmal im Jahr alle 800 Portfoliomanager und Analysten aus der ganzen Welt für drei Tage zusammen. Querdenker von außen halten Vorträge zu Themen ihrer Wahl, unsere jungen, neuen Mitarbeiter, die noch frisch und unvoreingenommen sind, erzählen ihre Sicht der Welt. Damit zwingen wir uns, anderen zuzuhören, um nicht Geisel unserer Ansichten zu werden.
Bei Börsenhändlern ist Pimco schlicht als "der Strand" bekannt, weil die Zentrale ihrer Firma südlich von Los Angeles direkt am Pazifik liegt. Ist das günstig?
El-Erian: Insgesamt ist es ein Vorteil. Wir halten uns nicht die ganze Zeit im Dunstkreis der Wall Street auf und hören die gleichen Dinge wieder und wieder. Deswegen schwimmt Pimco oft gegen den Strom. Aber es gibt auch Nachteile. Ich sitze oft im Flugzeug, um Kunden zu besuchen. Außerdem stehe ich jede Nacht um drei Uhr auf. Die meisten Mitarbeiter sitzen bereits um 4.30 Uhr am Arbeitsplatz, weil die Märkte in Europa dann geöffnet sind und die Börse in New York bald aufmacht. Das beeinflusst auch unser Familienleben: Meine fünfjährige Tochter bringt mich jeden Abend um 19.30 Uhr ins Bett. Die ganze Familie geht früh zu Bett: Zuerst kommt der Hund, dann meine Frau.
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