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fischerei:

BASF-Chef über die Wirtschaftskrise

10
03.01.09 17:11
Quelle: FAZ von HEUTE www.faz.net/s/...90A75F114A83D8EBA3~ATpl~Ecommon~Scontent.html


„Es wird Schweiß und Tränen geben“

Früh auf die Krise eingestellt: Jürgen Hambrecht wirkt offener und nahbarer als je zuvor
03. Januar 2009 BASF-Chef Jürgen Hambrecht warnt vor einem herben wirtschaftlichen Einbruch in Deutschland. „Wir sind in einer tiefen Rezession. In einer Rezession, wie sie wenige vorher je erlebt haben, wie wir sie uns in ihrem Ausmaß bisher kaum vorstellen konnten“, sagte der BASF-Chef der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. „Die Wucht des Abschwungs ist durchschlagend.“ Damit äußert er sich skepitischer als noch vor kurzem in der F.A.Z (Unternehmen 2009: Schwarzmalen nicht erwünscht).

Herr Hambrecht, wir suchen nach Zeichen der Hoffnung für 2009. Helfen Sie uns?

Das wird schwer. Wir sind in einer tiefen Rezession. In einer Rezession, wie sie wenige vorher je erlebt haben, wie wir sie uns in ihrem Ausmaß bisher kaum vorstellen konnten.
Die Krise ist einzigartig?
Ja. Die Wucht des Abschwungs ist durchschlagend. Wir müssen uns auf harte Zeiten vorbereiten. Die zurückliegenden Rezessionen waren zumeist regionale Phänomene. Mal ging es schlechter in Europa, dann in Amerika, an die Asien-Krise 1997 erinnert sich ja kaum noch einer.

Der Gedanke, es gebe für die Weltkonjunktur kein großes Auf und Ab mehr, weil sich die Regionen ausgleichen, hat sich überholt?

In den vorigen Schwächephasen war es so, dass der Rest der Welt regionale Wirtschaftsflauten ausgleichen konnte. Jetzt haben wir eine synchrone Rezession. Das ist neu. Alle Regionen fallen stark zurück, die Wachstumsraten sind fast überall negativ. Die Lage ist außerordentlich bedrückend. Auch wenn es viele Bürger noch nicht wahrhaben wollen.

Woran liegt das?

Die konkreten Folgen kommen erst später an: Die Beschäftigungslage ist noch sehr gut, auch die Einkommen sind gestiegen. Außerdem gehen die Rohstoffpreise nach unten, die Produktpreise ebenso. So ist das Benzin an der Tankstelle viel billiger geworden. Da sagen sich viele Mitbürger: Wo ist die Krise? Dabei dürfen wir uns jetzt keinesfalls mit Horrorszenarien überbieten. Trotzdem müssen wir uns Aug’ in Aug’ mit der Realität auseinandersetzen.
Wirtschaftsforscher schlagen vor, lieber keine Prognosen mehr zu veröffentlichen, als die Stimmung weiter schlechtzureden.
Das heißt Kopf in den Sand – und ist keine Lösung. Der Versuch, sich irgendwie durchzuwursteln, ist in dieser Krise gefährlich und bestimmt nicht zielführend. Wir müssen alles tun, damit das Konjunkturtal nicht zu tief und zu breit wird.

Vielleicht verdrängt der Bürger die Krise, weil er eh nichts daran ändern kann. Welchen Einfluss hat er schon auf den Lauf der Weltwirtschaft?

Der Bürger ist in der Tat abhängig. Er kann nur reagieren, kaum agieren.

Was kann er überhaupt tun?

Er kann sich zumindest darauf einstellen, dass er flexibler sein muss. Ich bin stolz darauf, wie hier in der BASF die Mitarbeiter mit der Lage umgehen. Sie wechseln zum Beispiel in großer Solidarität von einem Produktionsbetrieb in den anderen, wenn das notwendig ist.
Sie haben schon im November 80 Anlagen runtergefahren, weil die Aufträge ausbleiben.
Dafür wurde mir von einigen vorgeworfen, ich würde zu schwarz malen. Dabei haben wir nur die Realität abgebildet. Zugleich sage ich auch, wir schaffen das. Weil wir innovativ sind. Weil wir in Deutschland eine der besten Industriestrukturen der Welt haben. Und weil viele deutsche Unternehmen gut gerüstet in die Krise gehen.

Was eigentlich ist so bedrohlich daran, fragt der Ketzer, wenn die Wirtschaft mal um vier Prozent schrumpft?

Wenn die Leistung der Volkswirtschaft schrumpft, gehen leider nicht die Kosten im gleichen Maße zurück. Im Gegenteil, in der Regel steigen diese weiter an. Wir brauchen deshalb Wachstum, um die steigenden Kosten über mehr Produktion ausgleichen zu können. In den letzten Jahren haben wir so die Wettbewerbsfähigkeit gerade hier in Deutschland gesteigert. Im Schrumpfszenario gelten andere Regeln, viele Firmen weltweit werden das nur schwer überstehen.

Was kann der Staat tun, damit es nicht so weit kommt?

Was wir brauchen, sind schnelle, mutige und vor allem nachhaltige Lösungen.

Einkaufsgutscheine fürs Volk?

Was sollen die schon bringen?

Mit den Coupons würde gekauft, was unmittelbar gebraucht wird. Weil diese Produkte oft nicht aus Deutschland kommen, hilft das unserer Wirtschaft wenig. Ich halte nichts von einem einmaligen Feuerwerk: laut, aber schnell verpufft. Auch eine Senkung der Mehrwertsteuer hilft nicht weiter. Otto Normalverbraucher kauft keinen Toaster, weil der statt 39 nur 35 Euro kostet.


Was schlagen Sie stattdessen vor?

Erstens: schnell wirksame Investitionen in die Infrastruktur, wie sie bereits zwischen Bundesregierung und den Ländern diskutiert werden. Ich denke da an die Energie- und Verkehrsinfrastruktur, vor allem aber an Investitionen in Kindergärten, Schulen und Hochschulen. Unsere Kinder werden es uns durch mehr Lernfreude danken. Zweitens sollten Steuern gesenkt werden. Wenn der Bürger netto mehr zur Verfügung hat, schafft das mehr Sicherheit durch Vertrauen und kurbelt letztlich den Konsum an. Dazu könnte man den völlig überalterten Soli abschaffen und die ungerechte kalte Progression in der Einkommensteuer beseitigen. Letztere trifft bei uns in der BASF fast alle Mitarbeiter. Hilfreich wäre gerade jetzt auch eine steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung.

Welche Rolle messen Sie den Banken zu? Gibt es eine Kreditklemme?

Natürlich.
Bankvorstände wie Josef Ackermann bestreiten das.
Dafür habe ich kein Verständnis. Die Kreditklemme gibt es, weltweit. Die Politik muss eingreifen, damit die eingefrorenen Kredite wieder aufgetaut werden. So gut das Rettungspaket der Regierung für die Banken war, so schade finde ich es, dass nicht alle Geldhäuser unter den staatlichen Schirm gezwungen wurden. Jetzt sanieren sich die Banken erst mal selbst, zu Lasten der Kunden. Und wenn sie in ein, zwei Jahren ihre Unterkapitalisierung behoben haben und wieder gute Ergebnisse vorweisen, fragt niemand, wie viele ihrer Kunden auf der Strecke geblieben sind. Das finde ich höchst bedenklich.

Und wie steht es um die Verantwortung der Industrie? Siemens-Chef Löscher hat vorgeschlagen, alle Dax-Konzerne sollten auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten.

Das halte ich für unrealistisch. Wir fahren derzeit auf Sicht. Eine längerfristige Prognose kann niemand seriös abgeben.
So viel Ratlosigkeit war selten. So viel Unsicherheit gibt kein Top-Manager gerne zu.
Leider ist es aber so. Für das erste Quartal rechne ich weiterhin mit ziemlich dickem Nebel und relativ schlechten Zahlen auf breiter Front. In solch einem Umbruch kann es industrieweit doch keine Garantie auf den Verzicht betriebsbedingter Kündigungen geben.

Wie sicher dürfen sich die BASF- Mitarbeiter fühlen? Droht Kurzarbeit?

Wenn Zeitguthaben, Urlaub und andere betriebliche Maßnahmen ausgeschöpft sind, kann Kurzarbeit nicht ausgeschlossen werden.

Bei welchen Ihrer Kunden spüren Sie die herbsten Einbrüche?

Die Automobilindustrie ist schwer gebeutelt – in Europa wie in Asien, von den Amerikanern ganz zu schweigen. Die Nachfrage geht zum Teil um 20 bis 50 Prozent zurück, im Lastwagenbereich in Extremfällen bis zu 100 Prozent. Das hat natürlich Folgen für uns. Zumal auch andere Branchen wie Bau, Elektronik, Textil, Leder, Spielzeug und Möbel weltweit leiden. Die Konsequenz ist, dass die ersten Firmen Konkurs anmelden, und ich fürchte, das wird sich noch verstärken. Glauben Sie mir, ich würde lieber ein anderes Bild zeichnen.

Gibt es keine positiven Nachrichten?

Doch. Auch diese Krise bietet Chancen. Wer tolle neue Produkte hat, ist besser dran – das gilt für alle Branchen genauso wie für uns. In der Ernährung und im Pflanzenschutz läuft das Geschäft sehr gut. Die Landwirte haben ein relativ gutes Einkommen und sind zuversichtlich. Die Preise für Agrarprodukte sind noch immer hoch, die Kosten eher günstig; weil die Preise für Energie und Treibstoff stark gefallen sind.

Der Ölpreis ist seit dem Sommer um zwei Drittel gesunken. Ist das gesund?

Das Schlimme ist die unglaubliche Volatilität, nach oben wie nach unten. Öl ist längst kein physisches Produkt mehr, es ist ein hochspekulatives Finanzprodukt geworden.

Was ist besser für die BASF: Ein hoher oder ein niedriger Ölpreis?

Wir haben eine einzigartige Position in der Industrie: Ein hoher Preis ist gut, weil wir dann einen hohen Ertrag in unserem Öl- und Gasgeschäft haben. Ein niedriger Preis hilft dagegen dem Chemiegeschäft. In der Summe heißt das: Die BASF schwingt nicht so stark auf und ab, ist weniger zyklisch als andere.
Trotzdem hat sich der Aktienkurs in den vergangenen Monaten halbiert.

Wie erklären Sie dem Laien, dass die BASF heute 25 Milliarden Euro weniger wert ist, auch wenn hier dieselben Fabriken stehen?

Die Börse bestimmt nun mal, was der Konzern wert ist. Ob uns das gefällt oder nicht. Deshalb müssen wir alles tun, den Markt davon zu überzeugen, dass die BASF ein gutes Investment ist und bleibt.

Zumindest Ihre Familie hat die niedrigen Kurse genutzt, um BASF-Aktien zu kaufen.

Ich investiere dort, wo ich glaube, dass am meisten rauskommt: Und das ist für mich nun mal die BASF (Aktienkäufe durch Insider: Glaubensbekenntnisse). Daran sehen Sie: Ich habe keine Angst. Wir werden unsere Zukunft aktiv gestalten, auch wenn wir derzeit härtere Zeiten erleben.

Für Sie persönlich rechnen Sie mit einem anstrengenden Jahr?

Mein Arbeitsalltag ist schon sehr intensiv und insofern nur noch bedingt zu steigern. Was jetzt kommt, hat eine andere Qualität. Das müssen wir den Mitarbeitern und allen Bürgern klar und deutlich sagen.

Das klingt nach Blut, Schweiß und Tränen.

Blut nicht gerade. Schweiß und Tränen, ja. Die wird es leider geben. Danach kommen aber wieder bessere Zeiten, und dafür lohnt es sich, zu kämpfen.
Antworten
steinklopfer:

US Bond shorten

 
03.01.09 17:29

hi leute!

nachdem letztes jahr der ATX und DAX sehr gut zu shorten waren, sehe ich dieses jahr eine gute gelegenheit bei den US- TRASHURIE-BONDS hat wer eine ahnung wo (und unter welcher bezeichnung, habe "tnx" rausgefunden?) man da optionsscheine finden kann??

vielen dank!

der steinklopfer

 

 

Antworten
wawidu:

Treasuries - jetzt wird es spannend

10
03.01.09 17:31
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 208332
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wawidu:

@steinklopfer - # 35927

5
03.01.09 18:06
Hierauf wurde im Thread schon mehrfach hingewiesen: Auf die US-"TRASH"-uries gibt es zwar Futures und Optionen, doch keine Optionsscheine oder Zertifikate. Die einzigen Shortmöglichkeiten für Kleinspekulanten sind die UltraShort ETFs von ProShares.com: PST und TBT. Beide haben einen Hebel von 2. Beim erstgenannten gibt es allerdings nur relativ geringe Umsätze.

Diese ETFs kann man nur über ein US Brokerkonto handeln.
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 208340
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Malko07:

Es wird schon wieder

9
03.01.09 19:00
fleißig Geld gedruckt und die Inflation angefacht. Nur je mehr vom Geld drucken gesprochen wird, umso stärker sinken die Preise. So hat  z.B. die Bundesrepublik keine Möglichkeit Geld zu drucken. Sie kann sich Geld auf dem Markt leihen und dieses wieder ausgeben. Durch das Ausleihen hat sich die Staatsverschuldung vergrößert, am der "primitiven" Geldmenge hat sich aber nichts geändert.
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Malko07:

Kann man in jungen Jahren

14
03.01.09 19:22
sparen und dann im Alter das Gesparte (der Wert) abrufen? Im Einzelfall mag das zufälligerweise funktionieren, gesamtgesellschaftlich jedoch nicht. Man kann in 30 Jahren nur das zurückbekommen, was dann erarbeitet wird. Und es ist ja absolut verständlich, wenn dich dann die Arbeitsbevölkerung weigert Sklave von Bondshalter, Sparbücher oder anderen Wertpapieren zu sein. Damit die Alterssicherung wertmäßig funktioniert, müsste man schon die zuviel geleitete Arbeit auf ein Konto legen können und dann später abrufen. Wie sowas funktionieren soll, weiß allerdings noch keiner. Wie man sieht, ist die private Alterssicherung kein Deut besser als die staatlich organisierte Umlageversicherung. Beides sind nämlich Umlageversicherungen. Nur gibt es ein wichtiger Unterschied. Der Staat hat jetzt Kosten von deutlich unter 1%, die Allianz von deutlich über 3%. Deshalb ist es auch verständlich, dass Herr Rürup und Herr Riester von der Versicherungswirtschaft gesponsert wurden und werden.

Wenn die private Alterssicherung funktionieren soll, muss der Staat sich verschulden. Eine seriöse Alterssicherung setzt nämlich nicht auf  Aktien von Hypo Real Estate oder auf Anleihen von Daimler. Sie will ja im Falle des Falles zahlen können. Also bleiben im wesentlichen nur Staatsanleihen. Für diese Alterssicherung tun die Staaten jetzt sehr viel. Allerdings wird die Rendite miserabel sein (geringer als bei der Sozialversicherung). Wir sollten deshalb alle froh sein. Die böse Ausweitung der Staatsverschuldung ermöglich eine "moderne" Alterssicherung.  ;o)
Antworten
Marlboromann:

Guckt euch mal die Kleinanlegerstimmung an

13
03.01.09 19:52

Da kommen ja die Optimisten aus ihren Löchern. Die Volatilität im S%P 500 sinkt. Ich würde das mal als ,,die Ruhe vor dem

Sturm" interpretieren. Der Kampf um die Macht ist voll im gange.

Der USA Bären-Thread 5253056

Antworten
Malko07:

Ein Blick zurück

14
03.01.09 19:54
Der USA Bären-Thread 5253058
Antworten
Malko07:

Leute kauft

7
03.01.09 20:05
deutsche Aktien. Es herrscht WSV bei einem KGV von 8,2 im DAX:

baer45.schmartz.de/dax301208.html target=_blank rel="nofollow">Bewertung zum 30.12.2008
Antworten
Anti Lemming:

US-Gouverneure fordern "1000 Billionen"

9
03.01.09 20:45

(wobei engl. Billlion = dt. Milliarden - aber das gleicht so sowieso bald inflationsgetrieben an...)

Soll das auf das bewilligte 700 Milliarden Baiilout-Paket obendrauf kommen?

Verderbnis allerorten, bis ins Mark.

 


 FTD

US-Rezession
Gouverneure fordern 1000-Milliarden-Hilfe

Wer bietet mehr? Der gewählte US-Präsident Obama will die US-Konjunktur mit voraussichtlich mehr 700 Mrd. $ stützen - doch das reicht einer Reihe von US-Gouverneuren noch nicht: Sie peilen die Marke von 1000 Mrd. $ an.

Die Gouverneure von fünf US-Bundesstaaten haben von der Regierung 1000 Mrd. $ an Hilfen für die 50 Bundesstaaten gefordert. Damit solle ihnen geholfen werden, angesichts von hohen Haushaltsdefiziten und einer sich vertiefenden Rezession ihre Ausgaben zu finanzieren, teilten die Gouverneure von New York, New Jersey, Massachusetts, Ohio und Wisconsin mit.

Die Initiative für das Zwei-Jahres-Paket werde von weiteren Gouverneuren unterstützt. Der Plan sei bereits mit führenden Kongressmitgliedern sowie dem Team des designierten US-Präsidenten Barack Obama besprochen worden, das seine Bereitschaft zu helfen signalisiert habe.

New Yorks Gouverneur Paterson ruft nach Bundeshilfe
 
Nach Angaben des New Yorker Gouverneurs David Paterson beläuft sich das Haushaltsdefizit von 43 Bundesstaaten wegen der sinkenden Steuereinnahmen mittlerweile auf insgesamt rund 100 Mrd. $. "Es ist klar, dass die Bundesregierung einschreiten und die Wirtschaft zusätzlich anstoßen muss", sagte der Gouverneur von Massachusetts, Deval Patrick. Nach den Worten des Gouverneurs von Wisconsin, Jim Doyle, könnten die Bundesstaaten mit den geforderten Hilfen grundlegende Dienstleistungen bis 2010 [d.h. Extraverbrauch = 300 Milliarden pro Jahr oder knapp 1 Milliarde pro Tag - und das extra zu den ohnehin vereinnahmten Steuern! - A.L.] auf dem derzeitigen Niveau halten. Danach werde voraussichtlich eine Erholung der Wirtschaft einsetzen.

In dem geforderten Paket sind 350 Mrd. $ für die Schaffung neuer Arbeitsplätze durch Infrastrukturmaßnahmen vorgesehen. 250 Mrd. $ sollen in die Bildung und weitere 250 Mrd. $ in "anti-zyklische" Ausgaben [Metro, aufgepasst! - A.L.] wie etwa die Aufstockung von Arbeitslosenhilfen fließen. Der Rest solle zur Finanzierung von Steuersenkungen für die Mittelschicht, zur Stützung des Häusermarktes und für ein Programm zur Modifizierung von Krediten zur Verhinderung von Zwangsvollstreckungen von Häusern verwendet werden.

Es wird erwartet, dass Obamas Regierung Hunderte Milliarden Dollar an Konjunkturhilfen bereitstellen wird, um die schrumpfende US-Wirtschaft wieder anzukurbeln und den Abbau von Stellen zu stoppen. Obama wird am 20. Januar als Nachfolger George W. Bushs vereidigt. Er will sich kommende Woche mit den Mehrheitsführern von Demokraten und Republikanern treffen, um über sein geplantes Konjunkturpaket zu sprechen, dessen Umfang auf 675 Mrd. $ bis 775 Mrd. $ geschätzt wird.


www.ftd.de/politik/international/...lliarden-Hilfe/456309.html

 


 

Hier einer dieser Gouverneure. Dem Pokerface würd ich privat nicht mal 100 Dollar leihen.

Der USA Bären-Thread 208359
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Just1:

großspediteur pleite

11
03.01.09 21:02
ricö-fahrer haben kein geld mehr für benzin bekommen:

3000 Mitarbeiter hat das unternehmen noch.

www.bild.de/BILD/news/wirtschaft/2008/03/...-insolvenz-an.html

Das neue Management habe sich „zur Sicherung des Bestandes, der Strukturen sowie der Löhne und Gehälter“ entschlossen, einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens zu stellen. Alle laufenden Transportaufträge würden vertragsgerecht erfüllt. Die Annahme neuer Aufträge sei vorläufig gestoppt, da eine „ordnungsgemäße Abwicklung nicht mehr garantiert werden“ könne.


just1: der laden wäre schon 2008 pleite gegangen, aber wahrscheinlich insolvenzverschiebung...
dürften wir in naher zukunft öfters erleben das unternehmen plötzlich peite gehen.. weil sie es bis zum letzten tag die insolvenz "verstecken".
Börse ist nicht 2+2=4
Börse ist -1+5=4

warum braucht man an der börse keine toilette? ... weil hier jeder jeden bescheißt :)
Antworten
Marlboromann:

Vermisst Jemand 32.500.000.000.000 Dollar?

11
03.01.09 21:47

 

 

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Der USA Bären-Thread 5253251

Wall Street

7 Billionen Dollar sind verpufft

Von Norbert Kuls, New York

02. Januar 2009 Der Silvestertag 2008 war ein versöhnlicher Abschluss eines brutalen Jahres an der Wall Street. Die Händler auf dem Parkett der New Yorker Börse sangen wie jedes Jahr den alten Schlager „Wait Till the Sun Shines, Nellie“ - ein Lied über das hoffnungsvolle Warten eines Pärchens auf das Verschwinden der Regenwolken. Diese Tradition auf dem Parkett geht auf die Zeit der Weltwirtschaftskrise in den dreißiger Jahren zurück. Die Händler wollten sich nach dem großen Börsenkrach von 1929 aufmuntern.

In diesem Jahr war die Hoffnung auf Sonnenschein besonders nötig. Der Dow-Jones-Index der 30 großen Industriewerte verbuchte trotz einer leichten Erholung am letzten Handelstag einen Jahresverlust von 34 Prozent. Das war der höchste Kursverlust des populären Marktbarometers seit 1931.

Auch die anderen großen Aktienindizes haben in diesem Jahr stark nachgegeben. Der breiter gefasste S&P 500 sackte im Jahresvergleich um 38,5 Prozent ab. Der technologielastige Index der elektronischen Börse Nasdaq hatte mit einem Verlust von 41 Prozent das schlechteste Jahr seiner Geschichte. Insgesamt wurde in diesem Jahr in den Vereinigten Staaten ein Börsenwert von 6,9 Billionen Dollar vernichtet.

Historischer Kurssturz

„Man wird noch eine lange Zeit über dieses Jahr schreiben“, sagte Duncan Niederauer, der Vorstandschef des New Yorker Börsenbetreibers Nyse Euronext, der Nachrichtenagentur Bloomberg. „Es war, in einem Wort, ermüdend.“ Ein Blick auf die größten Verlierer und Gewinner des Jahres verdeutlicht die Ursachen für den Kurseinbruch. Die Baisse war die Folge einer von Ausfällen am amerikanischen Hypothekenmarkt ausgelösten Kredit- und Finanzkrise, die schließlich in einer Rezession der Realwirtschaft mündete. Der größte Verlierer im S&P 500 mit einem Kursverlust von 97 Prozent ist daher ein Finanzwert, der größte amerikanische Versicherer American International Group (AIG).

AIG konnte nur mit einem staatlichen Hilfspaket von 150 Milliarden Dollar vor dem Kollaps bewahrt werden. AIG wäre auch der größte Verlierer im Dow Jones gewesen. Allerdings wurde die Aktie wegen der Turbulenzen gegen die des Nahrungsmittelherstellers Kraft Foods ausgetauscht. So wurde der Autohersteller General Motors (GM) mit einem Kursverlust von 87 Prozent zum Schlusslicht des Dow. GM hatte gemeinsam mit den Konkurrenten Ford Motor und Chrysler jüngst staatliche Hilfen von 34 Milliarden Dollar gefordert, um eine drohende Insolvenz abzuwenden.

Die Regierung hat zunächst Übergangshilfen bereitgestellt, um die besonders angeschlagenen GM und Chrysler bis Ende März über Wasser zu halten. Die Autohersteller gerieten zuletzt wegen der Kreditkrise und dem rapiden Konjunkturabschwung unter Druck. Verbraucher hielten sich mit der Anschaffung neuer Autos zurück und hatten zudem Schwierigkeiten, den Kauf mit Krediten zu finanzieren.

Wal Mart und Family Dollar Stores sind die Gewinner

Die beste Aktie im S&P 500, Family Dollar Stores (+36 Prozent), und der Spitzenwert im Dow, Wal-Mart Stores (+18 Prozent), profitierten jedoch vom Konjunkturabschwung. Beides sind Discount-Einzelhändler, die für Amerikaner mit leerer gewordenen Kassen ein beliebtes Einkaufsziel sind. Die zweitbeste Aktie im Dow Jones, McDonald's, gilt als Schnellrestaurant mit günstigen Preisen ebenfalls als rezessionsresistent. Die Nummer zwei im S&P 500, UST, profitierte vor allem von der vorgesehenen Übernahme durch den Zigarettenhersteller Altria. Die Produkte von UST, Kautabak und Wein, bieten Verbrauchern aber womöglich auch gewisse Fluchtmöglichkeiten aus der Rezession.

Die großen Verlierer des Jahres sind zweifellos Finanzwerte. Unter den zehn schwächsten Titeln im S&P 500 stammen sechs aus der Finanzbranche, darunter die Großbank Wachovia und die Regionalbank National City, die beide unter starken Engagements im Hypothekengeschäft litten. Beide Institute werden derzeit von Konkurrenten übernommen.

Unter den fünf schwächsten Titeln im Dow Jones finden sich ebenfalls drei Finanzwerte, der Kreditkartengigant American Express sowie die Großbanken Bank of America und Citigroup. Dort sorgt die Konjunkturschwäche für steigende Ausfälle bei Verbraucherkrediten. Der Aluminiumhersteller Alcoa, dessen Absatz unter dem globalen Wirtschaftsabschwung und dem Rückgang der Rohstoffpreise leidet, rundet das negative Bild ab.

Der Kurszettel hat sich ausgedünnt

Einige Finanzinstitute sind schon jetzt vom Kurszettel verschwunden, darunter der größte Verlierer des Jahres, die einst viertgrößte amerikanische Investmentbank Lehman Brothers. Lehman brach Mitte September zusammen, nachdem die Regierung nicht zur Rettung bereit war. Mitte März war bereits die bis dato fünftgrößte Investmentbank Bear Stearns kurz vor dem Zusammenbruch mit Unterstützung der Notenbank Fed an die Großbank J.P. Morgan Chase verkauft worden.

J.P. Morgan sicherte sich später auch die Vermögenswerte der großen Sparkasse Washington Mutual, die als eines von insgesamt 25 meist kleineren Kreditinstituten in diesem Jahr zusammenbrach. Die größten Schockwellen gingen allerdings von Lehman Brothers aus, da die Investmentbank international stark vernetzt war. Das sorgte für eine erneute Vertrauenskrise unter Banken, die sich nicht sicher sein konnten, ob anderen Handelspartnern möglicherweise ein ähnliches Schicksal drohte.

Und ewig währt die Zuversicht

Die Krise sorgte für einen massiven Eingriff des Staates in das Finanzsystem. Das amerikanische Finanzministerium hat bisher 350 Milliarden Dollar in die Stützung vor allem der Finanzbranche investiert. Weitere 350 Milliarden Dollar sind vorgesehen. Der S&P 500 hat sich vor diesem Hintergrund seit dem Tiefpunkt im November wieder um 20 Prozent erholt.

Viele Fondsmanager an der Wall Street prognostizieren für das kommende Jahr daher eine weitere Erholung der Kurse an den amerikanischen Aktienmärkten. Ökonomen glauben, dass die Stützungsmaßnahmen der Fed, die jüngst die Leitzinsen auf ein Rekordtief gesenkt hatte, sowie des Finanzministeriums und des Kongresses gegen Ende des kommenden Jahres für den Anfang einer Konjunkturbelebung sorgen könnte. Darauf basiert die Hoffnung der Börsianer auf den Sonnenschein. „Die Entwicklung des Aktienmarkts wird von der Tiefe der Rezession abhängen“, sagte Noman Ali, Fondsmanager bei der kanadischen Gesellschaft MFC Global Investment Management.

http://www.faz.net/s/RubF3F7C1F630AE4F8D8326AC2A80BDBBDE/Doc~E79E9B9AD0A9F4B74AC797F2131AB0AB1~ATpl~Ecommon~Scontent.html

 

Antworten
fischerei:

Henry Paulson muss unter Schizophrenie leiden,

8
03.01.09 22:06
wäre es anders, würde er nicht den nachfolgenden Schwachsinn verbreiten.
Dümmer geht’s nimmer.

Samstag, 3. Januar 2009
Eine äußerst abenteuerliche Version zur Ursache der Finanzkrise bringt der scheidende US-Finanzminister Paulson: China ist schuld. Grund: Es wird zuviel gespart.
 
Der scheidende US-Finanzminister Henry Paulson sieht in der Finanzpolitik aufstrebender Wirtschaftsmächte wie China einen Ursprung der internationalen Finanzkrise. Das Ungleichgewicht zwischen schnell wachsenden Ländern, die sparten, und Ländern, die Geld ausgäben, seien eine Ursache des Problems, sagte Paulson der "Financial Times".

Die großen Ersparnisse Chinas sowie der erdölexportierenden Länder hätten in Zeiten geringer Inflation, blühenden Handels und großen Kapitalflusses die Renditen weltweit gedrückt. Dies habe die Investoren in risikoreichere Anlagen getrieben. Sie hätten in der Hoffnung auf hohe Gewinne die Risiken missachtet.
Paulson deutet damit an, dass es zur Vermeidung von Finanzkrisen künftig nicht nur einer besseren Regulierung, sondern auch mehr internationaler wirtschaftspolitischer Zusammenarbeit bedarf. "Wir müssen noch viel über weltweite Ungleichgewichte lernen", sagte er der Zeitung.

Im Kampf gegen die Folgen der Krise reiche es nicht aus, die Rolle des Internationalen Währungsfonds (IWF) zu stärken. Es brauche auch "souveräne Staaten", die handelten. Die aus Industrie- und Entwicklungsländern bestehende G-20-Gruppe sei das angemessene Forum, Antworten auf die weltweite Krise zu finden.

Quelle: www.mmnews.de/index.php/200901031866/...-China-ist-schuld.html
Antworten
Kicky:

Aufstieg und Fall von Irlands Ökonomie

6
04.01.09 00:51
www.nytimes.com/2009/01/04/business/....html?_r=1&ref=business
....Mr. Dunne,Ireland’s best-known building developer,whose brazen deal-making and Donald Trump-like lifestyle epitomized the country’s euphoric boom, might be going bankrupt.....
It is not known whether Mr. Dunne will fall victim to today’s world financial catastrophe, but there is no doubt that his country has.

Everything, it seems, has grown worse here. The recession started earlier and its bite has been deeper. Housing prices have fallen by as much as 50 percent. Bank shares have plummeted by more than 90 percent. Unemployment is approaching 10 percent.

The roots of Ireland’s fall date to more than 20 years ago, when a clutch of economists, politicians and civil servants put their heads together in this very pub and planted the philosophical seeds for the Irish economic miracle.Known widely as the “Doheny & Nesbitt School of Economics,” these beery musings soon became government policy that chopped taxes in half, sharply reduced import duties and embraced foreign investment — a radical transformation that gave birth to the Celtic Tiger and perhaps the most open and vibrant economy in Europe.

But beyond the glow of this sudden efflorescence that made Ireland the fourth most-affluent country in the Organization for Economic Cooperation and Development, a housing bubble had begun to form. Low interest rates, a wave of inward immigration and a bank lending spree drove housing’s share of the economy to 14 percent, the highest in Europe, from 5 percent.
Developers like Mr. Dunne became multimillionaires and — much like the hedge fund and private-equity elite in America — became visible public and cultural figures. They were living large in a country just coming to grips with its ability to show a little swagger.

Ireland’s policy makers, like their counterparts in the United States and Britain, were seduced by record tax inflows and a full-employment economy. They paid little heed to the lonely voices that warned of the crash that finally came over the summer, when interest rates in Europe began to rise. Banks that had steered more than 60 percent of their loans toward property stopped lending, and asset values plummeted.

“We have repeatedly warned that the government’s housing policy was extremely dangerous,” said John Fitz Gerald, an economist at the Economic and Social Research Institute, a leading policy center in Dublin, who has long urged that the government stanch housing demand by raising taxes. “You will now see unemployment going to 10 percent and we will experience a sharp drop in output.”
He shakes his head and sighs: “This was predictable, but the government just did not deal with it.”

BY wide consensus here, two events have come to define — both culturally and financially — the sweep and excess of the Irish property boom. Both revolve around Sean Dunne.

In July 2005, Mr. Dunne paid 379 million euros for a seven-acre plot in the exclusive Ballsbridge neighborhood of Dublin and promptly announced that he would tear down the two luxury hotels on the site to build a high-end commercial and residential development.

That deal amounted to 54 million euros an acre, one of the highest amounts ever paid for land in Europe. His subsequent architectural plan featured a soaring Dubai-like office tower cut in the shape of a diamond that anchored a futuristic community of expensive houses and glamorous shops, and the price tag of one billion euros shocked Dubliners with its gall and ambition.

Hobbled by delays and vocal neighborhood opposition, the project sits before a local planning board that on Jan. 30 will either approve or scrap the plan......

...his business methods are far from jolly: he is notorious for taking legal action against all who cross him, from local newspapers to rival property developers.

He defends his purchase of the Ballsbridge site as responsible, not reckless, as his critics have deemed it. He points out, too, that his winning bid was just slightly more than the second-highest offer and that subsequent property sales had far exceeded his submission of 54 million euros an acre.

Still, he recognizes that times have changed. Just recently, he pruned staff at his development company, and some of his senior executives agreed to take 50 percent pay cuts.

Asked where he will find the 600 million euros that he needs to tear down the two hotels, dig a massive hole in the ground and erect his vision of a new Dublin, he ruefully remarks: “It is fair to say that there is not a queue of bankers lining up to lend to me right now.”

But he says the project will be completed, assuming that it wins approval of the planning board. “If anyone wants to bet I can’t do this, I will take that bet,” he says, citing, without specifics, talks with Asian banks and a sovereign wealth fund. “You have to have steel in a certain part of your body to do this job, and as one of my bankers recently said to me, ‘Sean, the only thing that will take you out is a stray bullet.’ ”....

..Signs of a bubble were everywhere: a family home in Dublin cost as much as a similar abode in Beverly Hills; house prices more than doubled over a 10-year period; and household debt as a percentage of G.D.P. jumped to 160 percent from 60 percent during the same period.

Irish banks, unlike those in the United States, didn’t dole out that many subprime loans. Rather, they lent furiously to big property developers who themselves were liberated to build pell-mell by government-imposed tax breaks.....
The Irish government recently announced a $7.5 billion bank bailout and took majority stakes in the country’s largest banks, a move that followed the government’s earlier promise to guarantee all bank deposits.

Analysts are uncertain that the government will allow the banks to continue to support the type of high-risk, high-reward projects that have become the bane of their financial existence.
“The banks in Ireland did not lend recklessly to individuals; they lent recklessly to developers,”
says Ronan Lyons, an economist at Daft, Ireland’s largest property Web site. As for the Ballsbridge project, he may well take Mr. Dunne’s bet.

“I would be surprised if it gets built,” Mr. Lyons says. “The migrants are going home, there is a surplus of properties for sale, and even though this is a landmark project there is just not an appetite for large projects now.”.......
Antworten
Kicky:

50 Millionen gestohlen und der Besitzer merkte nix

8
04.01.09 01:14
bis seine Frau Papiere auf dem Schreibtisch ihres Gatten, des Scheichs  Abdul Aziz Al-Thani, Bruder des Emir of Qatar, prüfte und den Betrug entdeckte.Über längere Zeit wurden von einem Bankangestellten 4 Millionen monatlich von der Barclay Bank in Marbella auf  Konten in Monaco,Virgin Islands und Schweiz  transferiert .Barclay hat  inzwischen den Schaden wieder gutgemacht t,nachdem der Scheich wutentbrannt mit dem Kadi drohte....#

The sheikh, who is now a minister attached to the embassy in Paris and who was Qatar's Opec representative, accused Barclays of gross negligence for allowing an employee of his to take about €4m a month from a personal account in Marbella.
The sheikh claims a former employee set up a bank account at Barclays' Marbella branch, using his own name and the sheikh's. The sheikh claims he had no knowledge of this and his signature was forged. It is alleged money from another of his accounts was siphoned to the joint account, and later withdrawn or transferred to Monaco, the British Virgin Islands and Switzerland.
Despite the sums allegedly involved, the billionaire sheikh did not notice until his wife spotted the irregularities.
Princess Kasia said: "I just saw some papers on my husband's desk and noticed something was wrong. We added the figures and found all the money we thought had been going into the bank had been going straight back out again.......
www.telegraph.co.uk/finance/4093113/...-claim-with-sheikh.html
Antworten
CarpeDies:

Dem BASF-Vorstand kann ich nur zustimmen,

21
04.01.09 01:37
wenn er entgegen den Behauptungen von Hr. Ackermann sagt, dass es sehr wohl eine Kreditklemme für kleine mittlere und grosse Unternehmen gibt.
Ich hatte mich mit einem Freund unterhalten, der Chef ein kleinen Firma mit ca. 50 Mitarbeitern ist.
Er hat das Wachstum seiner eigenen Firma bisher immer selbst finanziert und hat keinerlei Verbindlichkeiten.
Mit dieser "blütenreinen Weste" ist er nun bei der Commerzbank vorstellig geworden und hat angefragt, wie es um eine Finanzierungsunterstützung seines Geschäftsbetriebs aussieht. (Er hatte die letzten Drei Jahren im Mittel eine Umsatzrendite von deutlich über 10 % und ist wie gesagt schuldenfrei).
Dieses Ansinnen wurde von der commerzbank mehr oder weniger kommentarlos abgelehnt.

Das heisst für mich ganz klar, dass die Banken wie die Vampire unterwegs sind und sich mit dem dringend benötigten Blut äh Liquidität vollsaugen, um ihre ständig schmilzende Eigenkapitalquote einigermassen konstant zu halten.

Das heisst, dass die Aktionen der FED/EZB mehr oder weniger nur die Banken retten, ohne dass die dringend benötigete Hilfe in die Realwirtschaft weitergeleitet würde. Die Banken misstrauen einfach momentan jeglichem und Jedem. Das führt unweigerlich in die Katastrophe ist kann so nicht von den Politikern der Welt beabsichtigt sein.

Soweit ich gehört habe, ist es in Österreich so, dass die Zuwendung von Liquidität an Banken mit der Verpflichtung verbunden ist, einen Grossteil dieser Gelder auch an die Realwirtschaft durchzureichen.
Dies hat der Vorteil, dass wenigstens viele der Firmen, die eigentlich (noch) gesund sind, nicht sofort durch das Bankverhalten gekillt werden
Antworten
Malko07:

#35938: Der scheidende

25
04.01.09 09:38
Finanzminister hat schon recht. Einer der wesentlichsten Gründen für unsere Probleme war und sind die Handelsungleichgewichte zwischen den verschiedenen Wirtschaftsräumen. Als Problemverursacher stehen da China, Japan und die USA ganz oben. Deutschland ist eher ein Problemverursacher in der EU als in der Welt (ein Großteil der deutschen Exporte landet in den EU).

Diese Handelsungleichgewichte erzeugen, bedingt durch die Verschuldung der Länder mit andauernder negativer Handelsbilanz, eine weltweit zu hohe Liquidität die herum wandert und jederzeit die Devisenmärkte und/oder die Finanzmärkte zerstören kann. Die Problemlösung besteht also darin, dass die USA wesentlich weniger importieren. Das hat zwanghaft zur Folge, dass andere weniger exportieren dürfen. Die Länder mit Exportüberschuss subventionieren allerdings ihre Exporte strukturell und zum Teil direkt. Auch werden die Währungen teilweise manipulativ niedrig gehalten. Sollte sich das nicht ändern, müssen eben erhebliche Importrestriktionen eingeführt werden.

Ein kleines Sparerbeispiel bei uns. Auch bei uns wird zu viel gespart. Besonders ist das unter Sparkassenkunden üblich. Die Sparkassen waren chancenlos dieses Geld im Inland zu platzieren. Sie reichten es an ihre Landesbanken weiter, die gerade in dieser außergewöhnlich langen Prosperitätsphase auch kaum inländische Kunden fanden. Sie waren also gezwungen risikoreiche Geschäfte international einzugehen. Diese Geschäfte mussten sowohl Verwaltungskosten der Landesbanken wie auch der Sparkassen tragen und auch bei beiden Organisationen zum Gewinn beitragen. Das Ergebnis ist bekannt. Eigentlich hätten die Sparkassen ihre Kunden mit dem Geld nach Hause schicken müssen.

Auch wir subventionieren die Exporte strukturell. Das liegt in der Art begraben wie wir unsere Sozialversicherungen finanzieren und unser Steuersystem organisiert haben. So muss z.B. der deutsche Autofahrer an der Tankstelle die Renten mitfinanzieren, damit die Automobilindustrie fast Abgabenfrei exportieren kann. Aus diesem Grunde werden auch die Unternehmenssteuern laufend gesenkt und auf dem Export gibt es eh keine Mehrwertsteuer. Als mieseste Stufe beschäftigt man zwischenzeitlich bei den Zulieferern viele Leiharbeiter, die von ihrem Lohn nicht leben können und zusätzliche staatliche Unterstützung benötigen. In Summe über den gesamten Produktionsprozess ist ein deutsches Exportauto nur minimal mit Steuern und Abgaben belastet.
Antworten
Malko07:

#35941: Bei der Kreditvergabe

 
04.01.09 09:42
interessiert es nur am Rande wie die verflossenen Jahre gelaufen waren. Wichtiger ist wie die Zukunft aussieht. Ist das Unternehmen eventuell Teil einer Branche, die erheblich eingedampft werden muss? Ist sie direkt oder indirekt sehr exportlastig? Wenn ja, würde sie von mir eventuell auch keinen Kredit bekommen.
Antworten
permanent:

@Malko07 Posting 35931

9
04.01.09 10:07

"

Kann man in jungen JahrenDer USA Bären-Thread 5254053 Malko0703.01.09 19:22 Der USA Bären-Thread 5254053Der USA Bären-Thread 5254053

sparen und dann im Alter das Gesparte (der Wert) abrufen? Im Einzelfall mag das zufälligerweise funktionieren, gesamtgesellschaftlich jedoch nicht. Man kann in 30 Jahren nur das zurückbekommen, was dann erarbeitet wird. "
 
Grundsätzlich funktioniert das "Sparen" für die Zukunft. Das Geld muss nur in produktiven Vermögenswerten angelegt werden. Du willst sicher auf die demographische Problematik in den entwickelten Ländern ansprechen. Hier besteht unbestritten ein Problem wenn man ein einzelnes Land insoliert betrachtet. Bei der Kapitalanlage für alternte Menschen in Industrienationen muss Geld in aufstrebenden Ländern angelegt werden.
Transfer von Sparvolumen aus Industrienationen in Emerging Markets zum Aufbau von Infrastruktur und Investition in Bildung. Späterer Rücktransfer zur Auszahlung von Renten und Pensionen. Die Bereitschaft dazu muss vorhanden sein.
 
Der bessere Weg ist eine stabile Bevölkerung im eigenen Land mit einem funktionierenden und akzeptierten Generationenvertrag. Leider ist das in Deutschland aufgrund der geringen Fertilitätsrate kaum noch zu realisieren. Gleichzeitig ist die Bereitschaft gezielte Einwanderung zuzulassen nicht sehr ausgeprägt.
 
Gruß
Permanent

Antworten
Malko07:

permanent, es funktioniert mMn

12
04.01.09 10:35
grundsätzlich nicht. Ein einfaches Beispiel: Nehmen wir an, unsere Alterssicherung würde total "privat" abgedeckt werden. Dann würden diesen Versicherungen alle Industriebetriebe und Firmen in Deutschland bis zur mittlerer Größe runter gehören müssen - fast so schlimm wie Kommunismus. Und verteilt werden kann trotzdem immer nur das, was aktuell erwirtschaftet wird, ob das nun Zinsen, Dividenden, Kursgewinne oder Rentenzahlungen sind. Im Einzelfall kann das Sparen schon funktionieren, als Bewegung nie! Das hat auch absolut nichts mit der Bevölkerungspyramide zu tun. Ernährt werden müssen alle, die nicht arbeiten, von denen die arbeiten, ob es sich um Kinder, Alte, Kranke oder Arbeitslose handelt. In diesem Sinne gibt es keine gesunde Bevölkerungsstruktur (ist nur Propaganda von Kriegsministern und aktuell von Finanzkonzernen). Es ist nur wichtig, was erarbeitet und erwirtschaftet wird. In diesem Sinne ist eine Steigerung der Produktivität und Effektivität wichtiger als eine Steigerung der Bevölkerungszahlen.

Das Ersparte massenweise in unterentwickelten Ländern anzulegen, damit diese Menschen längerfristig zu modernen Sklaven der Industrienationen werden, wird auch nicht funktionieren. Die brauchen eine eigene Alterssicherung und können unsere nicht auch noch tragen. Die werden sich wehren. Ein Grund der heutigen Probleme sind die Handelsungleichgewichte. Vergleichbare Ungleichgewichte wollen wir doch nicht für alle Zukunft zementieren.

Noch einen schönen Sonntag

Malko07
Antworten
Kicky:

Der Neue Kapitalismus BBC by Robert Preston

7
04.01.09 11:35
www.bbc.co.uk/blogs/thereporters/..._12_09_new_capitalism1.pdf
eine längere Rede die Prston wohl im Radio gehalten hat ,ist auch als Video abrufbar und auch interessant wegen der bereits angesprochenen Problematik der herumirrenden Liqidität s.Paulson und pardon me wenn ich fast alles kopiere,weil es so gut verständlich geschrieben ist

There's next year, and then there's the next decade.
Economic conditions in 2009 will be treacherous. There'll be a formal recession in most developed economies, and the economic contraction is highly likely to be more
severe in the UK than almost anywhere else.
Companies and consumers will continue to tighten their belts. There'll be a sharp rise in unemployment. The extraordinary volatility we've experienced in the price of sterling, commodities, energy, shares and capital - which makes it so hard for businesses and investors to plan - is unlikely to dissipate.
Many businesses, especially big ones, will become unviable - and will present the Government with an appalling dilemma of which ones to put on life support......
But this is no downturn like any we've seen since the Second World War, for two reasons: it's global; and its primary cause is the pricking of a massive debt bubble.
We borrowed too much, especially in the US and the UK. And the process of paying the money back is not only leading to a fall in living standards but is also precipitating very significant changes in how the global financial economy operates.
Capitalism is changing in fundamental ways. For many years to come, what's happening will affect the relationship between business and government, between taxpayers and the private sector, between employers and employees, between investors and companies.
Arguably the global economic crisis will turn out to be more significant for us and other developed economies than the collapse of communism. A New Capitalism is likely to emerge from the rubble. And although it’s impossible to be precise about how the reconstructed economy will operate, parts of its outline are taking shape. What lies ahead can be determined from an understanding of what’s gone wrong with the existing model.
This, in itself, is no reason for gloom or despair. For many, the New Capitalism may well seem fairer and less alienating than the model of the past 30 years, in that the system's salvation may require it to be kinder, gentler, less divisive, less of a casino in which the winner takes all.

Here are some of the numbers that tell us what’s gone wrong. For the UK, if you aggregate together consumer, corporate and public-sector debt, the ratio of our borrowings to our annual economic output is a bit over 300%, or over £4000bn. That’s a similar ratio of debt to GDP as that of the US, and it’s a record. Over the past decade, we borrowed and we borrowed and we borrowed: we assumed that the day when we had to pay it back would never arrive, that there would always be an opportunity to roll over the debt.
Households borrowed too much, £1200bn on mortgages alone. Big companies borrowed too much, especially those taken off the stock market in private equity deals. Note however that for all the political fuss about the need for banks to maintain lines of credit to small companies, they're the unsung heroes of our tale of monumental financial folly: even today, the aggregated savings of small companies exceed their debt.
One of the best ways of understanding how all our debts were accumulated is to look at the gross foreign current liabilities of our banks. These rose from £1,100bn in 1997 to £4,400bn this year (again, about three times the size of our annual economic output).
This trend tells two stories. It shows the massive and unsustainable growth in the City of London and our financial services industry - which is now shrinking with a vengeance, at the cost of massive job losses and evaporating tax revenues (perhaps £30bn to £40bn of income for the Exchequer gone forever).
But it also shows that our debts are, to a large extent, the recycled savings of other countries, notably the massive savings and surpluses of China, other Asian economies and the Middle East (one note of caution here: a sizeable proportion of these foreign currency liabilities, but by no means all, were used to buy foreign currency assets).
To put it in crude terms, for much of the past decade, millions of Chinese slaved away on near subsistence wages and still managed to save, both as a nation (China swanks £1,400bn in foreign exchange reserves) and as individuals. And to a large extent they were working to improve our living standards, because they made more and more of the stuff we wanted at cheaper and cheaper prices - and clever bankers took their savings and lent the cash to us, so that we could buy the houses we cherished, the cars we desired, the flat-screen TVs.
This imbalance - between the savings of China, India, Japan and Saudi and our indebtedness, between their massive trade surpluses and our deficits - was never sustainable. At some point, the Chinese were bound to say, “we’d like some of the cake now please, which means you’ll have to have a bit less”.

Tragically, they toiled for our prosperity – or we lived high on the hog while they fattened the pigs for us – for too long. Which is partly why the return to equilibrium, to a more balanced global economy, is happening in a horribly painful way that's impoverishing millions of people.
For me, therefore, the most important event of the past week was the chastising of the US Treasury Secretary, Hank Paulson, by Zhou Xiaochuan, governor of the Chinese central bank. Zhou said that "over-consumption and a high reliance on credit is the cause of the US financial crisis" and "as the largest and most important economy in the world, the US should take the initiative to adjust its policies, raise its savings ratio appropriately and reduce its trade and fiscal deficits."

This seemed a pretty unambiguous statement by the Chinese that they're no longer prepared to finance the spendthrift ways of the US and UK: they don't want to lend more and they want to be confident that what they have lent won't disappear in a puff of bad debts and inflation.
So the big question is how much debt will we have to repay until our economy is returned to some kind of stability.

This is tricky to calculate.

One important number, which gives us a clue, is the difference between what our banks have lent and what they've borrowed from British households, businesses and institutions that are too small to be players in global financial markets. It's what the Bank of England calls the customer funding gap. And it matters because it's a guide to the dependence of British banks on funds from overseas that are diminishing and could well, over time, drop to zero.
This customer funding gap was nil in 2001. But by the end of June this year, according to the Bank of England, the gap had soared to £740bn. To be more specific, a typical British bank has been raising the funds for 40% of all the loans it makes to you and me from big financial institutions, money managers, giant companies and other so-called wholesale sources.
The problem for British banks (and for those in many other countries) is that this source of funds dried up in August 2007
and it’s not at all clear that the tap will ever be turned on again in the way that it was. The trigger of the closing down of wholesale markets was the horrifying realisation by financial institutions in every country that hundreds of billions of dollars lent to US homeowners in the form of low quality subprime loans – and repackaged into putatively high quality investments as collateralised debt obligations – were going bad. This undermined trust within the financial system, in that none of the players could be confident which of them had been poisoned beyond rehabilitation by subprime. And this trust disappeared altogether in September of this year, when the US Treasury chose not to rescue one of the world’s biggest investment banks, Lehman Brothers.

This malfunctioning of money markets has also been the trigger for the end of the recycling of the surpluses from China, or others parts of Asia or the Middle East, into loans to us. Over the longer term, it would be a very good thing if these great exporting nations were to consume more of the wealth they generate. That would, for example, create great opportunities for our trading companies. But in the transitional period it’s something of disaster for our financial system, because there’s a progressive and painful withdrawal of funds from our banks (although this withdrawal of overseas funding from our banks happens in an indirect way, via assorted financial institutions, since China – for example – rarely lends directly to them).
Our banks have been forced to reduce their dependence on these diminishing sources of wholesale funds, which is why they’ve been lending less to us. And it’s also why they’ve had to turn to taxpayers for financial succour on an unprecedented scale.
Since the summer, as an ever increasing number of money managers, huge companies and financial institutions demanded their money back from our banks, the entire  banking system came perilously close to collapse. Our banks didn't and don't have the readies, for the obvious reason that the cash had all been lent out in the form of mortgages and loans to companies and consumers.
So you and I, as taxpayers, came to the rescue and filled the gap. Over just the past few months, British taxpayers have provided loans, commitments, guarantees and capital to our banks in excess of £600bn (in the US, the equivalent figure for taxpayer support is around £5,500bn). Which is probably just the beginning....

Here it’s necessary to take a detour into the way that credit was created in the boom years and is in the process of being destroyed.
The recycling of Asian and Middle Eastern surpluses to the UK, Europe and the US in the form of loans wasn't a simple conversion of a pot of savings into an identical pot of debt. When loans were used to buy houses, or to support property developments, or to finance hedge funds that trade in every imaginable security and commodity, or to fund the buyouts of companies by private equity firms, these loans pushed up the value of assets. This rise in the value of assets sparked yet more lending, often at higher ratios of the loan to the value of the asset, to do more deals – which in turn pushed up asset prices further.
As we entered 2007, whether you were borrowing several billion pounds to buy a company or £250,000 to buy a house, lenders were prepared to lend you almost 100% of the purchase price with few strings attached.
There's a subtle but important point here. There were twin connected bubbles in assets and credit. Both of those bubbles have burst. Falling asset prices are leading to losses for those who borrowed to buy those assets (hedge funds, private equity firms, billionaire corporate raiders, banks, homeowners). And as they struggle to pay their debts, they sell other assets, driving down the price of those assets and causing losses for other borrowers. And when they can’t repay banks, the resources of banks are depleted, which means there's less credit available – and no 100% mortgages or other loans – which drives down asset prices further, which leads to a further contraction of lending, and so on in vicious cycle of decline.
So it is unrealistic to expect our banks to cease the insidious process of contracting the volume of credit they'll provide - whatever the coaxing and bullying of politicians - unless and until the price of property, shares, commodities and other assets stops falling. Or to put it another way, asset prices have to find a floor – and they haven’t found the floor yet – before the financial economy can rebuild itself and the real economy can receive the necessary finance that will allow the recovery to begin.

As for alleviating the burden of all that debt, history would suggest that’ll necessitate the printing of money on a colossal scale, a revival of inflation, to reduce the real value of the debt. But as a deliberate strategy, that would be fraught with risks for the Government, since the influential babyboomer generation is now old enough to consist mainly of savers rather than borrowers – who would be the victims of spiralling prices rather than the beneficiaries.
A couple of questions follow. Who's to blame? And where will all this taxpayer support for banks - and probably, before long, for real companies and the real economy too - lead us?
It takes a whole book to assign culpability. But the short answer is that we’re all at fault to varying degrees...

The authorities in the US and the UK were aware of the dangers of allowing the financial and trade deficits with China and other exporting nations to persist. They could have corrected these deficits by using tax and interest rate policies to reduce our rampant consumption. But they chose not to do so, because it all looked too difficult. Our own Government turned a blind eye to all the evidence that a rampant lending binge was taking place, because the Exchequer was receiving all those lovely tax revenues from the housing and City bubbles – and because there was kudos to be had from the world renown of our financial services industry....

A corollary of precisely this complacency was that central banks, such as the Bank of England, were hopelessly wrong in believing that the explosive growth of credit and the surge in the price of assets such as houses was somehow hermetically sealed from the rest of the economy, such that it wouldn’t damage everything when the bubble was finally popped. That said, most would say that Alan Greenspan, the former chairman of the Federal Reserve, the US central bank, was the most benighted of all about how the global economy had become safer and sounder.
Also regulators were negligent in allowing the creation of what’s become known as a shadow banking system, in which trillions of pounds of long term loans in the western economies were financed with credit that could be withdrawn far too quickly.
As for the media, we certainly could have shouted louder about the risks of all that debt being accumulated – but perhaps the volume control was set a little too low because of all the splendid advertising revenue that was generated by the property boom.
And, to repeat, most of us were prone to forget that if you borrow £100, or indeed £4000bn, you have to pay it back one day.
But it’s quite hard to mount a convincing argument against the notion that most at fault were the banks and bankers – because they systematically failed to do what they were handsomely remunerated to do, which was to properly assess the risks of all that lending.
Their survival as institutions now wholly depends on the goodwill of governments and taxpayers around the world. From Australia, to South Korea, to Germany, France, the UK and the US – inter alia – taxpayers financial support for the banking system is now equivalent to more than one quarter of global GDP, or more than £9,000bn.
There are reasons to believe that credit from taxpayers can’t and won’t be repaid for many years, in that this credit is financing the correction of huge financial and trading imbalances between the western and eastern economies. So if we’ve witnessed a semi-permanent nationalisation of the banking system and will soon see significant taxpayer support for real companies in the real economy, then our banks and private-sector companies will have to work much harder to sustain the goodwill of those who are keeping them alive: millions and millions of taxpayers.
That means, I think, that those running our biggest commercial businesses will have to be more visible. They’ll have to manifest a genuine understanding not only of the anxieties of their employees but of all taxpayers. Those chief executives who succeed will be those who imbue in their businesses very simple, commonsense standards of decency. And they’ll almost certainly be paid less for doing more, because the pricking of the debt bubble has undermined the institutions – the private-equity firms, hedge funds and investment banks – that were ratcheting up the pay of all business leaders.
But the biggest lesson of all is that we are a million miles from having created the political and regulatory institutions to help us contain the risks of globalisation. We and most of the world may well have been beneficiaries of the open global economy. But as millions lose their jobs in Europe and the US in the coming year, the benefits will be forgotten.
If the unfettered movement of capital, goods and services is going to survive, if there’s not going to be a retreat into national fortresses that could impoverish all of us over the longer term, we’ll have to find a far better way of monitoring global risks and of bringing governments together to deal with these risks.
Some may see this as a threat to national sovereignty, as the thin end of an anti-democratic wedge that’ll see the world ruled by unaccountable bureaucrats. Reconciling our political traditions with the imperative of making safe the globalised world will be a challenge, to put it mildly. But it’s not a challenge we can shirk.
Robert Peston, 8 December 2008
BBC NEWS bbc.co.uk/robertpeston
Antworten
Kicky:

Gewinne gibts gleich um die Ecke ?

6
04.01.09 11:51
Now that we're mired in the worst economic crisis since the Depression, forecasters who didn't see it coming are consoling themselves by saying, "no one saw it coming." This is hogwash. Many people saw it coming: Gary Shilling, Nouriel Roubini, Jeremy Grantham, Dean Baker, Peter Schiff, Robert Shiller, et al. They just don't happen to work for major investment banks.

It is true that the folks who work for major investment banks didn't see it coming. Historians will eventually determine whether this is because the major investment banks uniformly employ boneheads,
or, more likely, because, when you work for an investment bank, it is easier to conclude that now is always a good time to buy stocks.

In any event... the New York Times reports that economists who work for major investment banks now think that prosperity is just around the corner.  Hard to tell whether this is good news or bad news. For what it's worth, Nouriel Roubini thinks that prosperity is a good deal farther down the road. 2009 will be a washout, says Nouriel. And even 2010 will be crappy.clusterstock.alleyinsider.com/2009/1/...-is-just-around-corner

und dies ist was die NYT schreibt,

www.nytimes.com/2009/01/03/business/....html?_r=2&ref=business
In the midst of the deepest recession in the experience of most Americans, many professional forecasters are optimistically heading into the new year declaring that the worst may soon be over.

For this rosy picture to play out, they are counting on the Obama administration and Congress to come through with a substantial stimulus package, at least $675 billion over two years.

They say that will get the economy moving again in the face of persistently weak spending by consumers and businesses, not to mention banks that are reluctant to extend credit.

If the dominoes fall the right way, the economy should bottom out and start growing again in small steps by July, according to the December survey of 50 professional forecasters by Blue Chip Economic Indicators. Investors seemed to be in a similarly optimistic mood on Friday, bidding up stocks by about 3 percent.

But in the absence of that government stimulus, the grim economic headlines of 2008 will probably continue for some time, these forecasters acknowledge......

....The expectation of most forecasters, several report, is that most of the Obama administration’s stimulus will go for public works projects and tax cuts.

With this sort of stimulus, the gross domestic product, the chief measure of the nation’s output, should begin to rise — if not in the third quarter, then certainly in the fourth, the forecasters say, and the unemployment rate will finally peak at 8 to 9 percent by early next year.....
Like other forecasters, Mr. Wojnilower expects the just-ended fourth quarter to be the recession’s worst, with the G.D.P. having contracted at a 4 or 5 or even 6 percent annual rate. Also like the others, he expects the economy to be growing again by the end of the year, although at an annual rate of 1 percent or less, which feels like a recession and is not enough to generate new jobs.........
Antworten
fischerei:

#35942: Malko,

4
04.01.09 12:55
wer im Glashaus sitzt der sollte nicht…..damit meine ich Paulson.

Ansonsten, stimme ich mit deiner Einschätzung überein. Aber irgendwann werden die, die auf der miesesten Stufe sitzen und auch die, die noch eine Stufe tiefer sitzen (Hartz IV) die Faxen so dicke haben, dass sie nicht mehr still halten wollen und  können. Und an Sprengstoff mangelt es wahrlich nicht, wenn man nur an die “Gesundheitsreform“ , die Rentenbombe, die Staatsschulden usw. denkt.

#35944:@permanent,

dein Rentenmodell das auf die Emerging Markets setzt, setzt voraus, dass  es dort ewiges Wachstum gibt, aber in einer Welt mit einer  explodierenden Bevölkerung und schwindenden Rohstoffreserven wird  das  nicht funktionieren, jedenfalls nicht auf Dauer. Und das wir als Rohstoffarmes Land unsere Ideen und Dienstleistungen  ewig  ins Ausland exportieren  können, daran fehlt mir ganz einfach der Glaube.

Wohlstand für alle hat es nie gegeben und wird es nie geben, sieh dir nur an wie viele Menschen bereits jetzt DANK der Globalisierung auf der Strecke geblieben sind, es werden viele weitere folgen. Das es ein weiter so gibt ist alles ein Märchen der wirtschaftlichen und politischen Elite der BRD.

@Malko in 35945 schreibst Du,

Zitat: Ein Grund der heutigen Probleme sind die Handelsungleichgewichte. Vergleichbare Ungleichgewichte wollen wir doch nicht für alle Zukunft zementieren.

womit ich konform gehen würde, aber die Staatsschulden-Blase wird weltweit für die kommenden Generationen zum absoluten Debakel werden, denn die befindet sich gerade im frischen Beton, wo noch viele weitere Schulden vor der Aushärtung des Betons hineinpassen, wie es aktuell gerade geschieht. Die sich daraus ergebenden Folgen möchte ich heute nicht weiter ausführen, später mal.


Schönen Sonntag

fisch
Antworten
Maxgreeen:

#35937 - nichts ist verpufft, es ist nur das Geld

7
04.01.09 13:06
verschwunden was gar nicht da war.
"Ein Analyst ist ein Mensch, der hinterher genau erklären kann warum er falsch lag"
Antworten
Maxgreeen:

#35935 - die USA wollen die Realität einfach nicht

8
04.01.09 13:11
erkennen. Sie müssen die nächsten 10 Jahre kleine Brötchen backen. Nichts mit 15 Monate Rezession, die Probleme sind größer und tiefer. Das Land mit den meisten Milliardäre und Millionären hat Geld, man muss es nur richtig verteilen bzw. in solch einer Krise von den entsprechenden Leute holen ( Stichwort Zwangsanleihe ).
"Ein Analyst ist ein Mensch, der hinterher genau erklären kann warum er falsch lag"
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