Der USA Bären-Thread

Postings: 105.191
Zugriffe: 7.048.817 / Heute: 876

Gruppe: Bears Cave   Forum: Börse
Neuester, letzter geles. Beitrag
Seiten: Übersicht ... 1264  1265  1267  1268  ...   ZurückZurück  WeiterWeiter  
Antwort einfügen | Börsenforum
S&P 500 1.666,29 +0,00% Perf. seit Threadbeginn:   +14,17%
 
Kostolanya: Casaubon - Deutsche Bank "Too big to fail?"
6
15.10.08 21:37
Too big to fail and too big to save?
The key problem on this side of the Atlantic is that the largest European banks have become not only too big to fail but also too big to be saved. For example, the total liabilities of Deutsche Bank (leverage ratio over 50!) amount to around 2,000 billion euro, (more than Fannie Mai) or over 80 % of the GDP of Germany. This is simply too much for the Bundesbank or even the German state to contemplate, given that the German budget is bound by the rules of the Stability pact and the German government cannot order (unlike the US Treasury) its central bank to issue more currency. The total liabilities of Barclays of around 1,300 billion pounds (leverage ratio over 60!) surpasses Britain’s GDP. Fortis bank, which has been in the news recently, has a leverage ratio of "only" 33, but its liabilities are several times larger than the GDP of its home country (Belgium).

Habe das bei www.voxeu.org./index.php?q=node/1669 entdeckt. Einen sehr ähnlichen Bericht las ich bereits vor ca. 3-4 Wochen in der "ZEIT".

Unter "Zeit-online" findest Du noch weitere interessante Berichte zur DB...

Gib einfach mal bei Google als Suchwort "Deutsche Bank too big to fail ein, dann kommt Einiges. Das hilft vielleicht ein wenig, sich eine eigene Meinung zu bilden, wie sicher man sich dort mit Produkten fühlt, für die die Deutsche Bank als Emittent haftet.

Ich persönlich halte keinerlei Derivate etc. bei der DB. Aber selbst, wenn ich solche hätte, könnte ich Dir nur raten, Dich selbst weiter zu informieren, Dir Dein eigenes Bild zu machen, und je nachdem, wie groß das Volumen ist, entsprechend Deiner eigenen Situation und Deines eigenen Anleger-und Risikoverhaltens zu reagieren. Egal in welcher Form.

Die Angst, sofern Du diese hast, kann Dir niemand nehmen. Und Sicherheiten kann Dir wohl diesbezüglich auch niemand seriös garantieren, außer es ist zynisch, sarkastisch, ironisch, witzig oder alles gleichzeitig gemeint;---)))

Hoffe und wünsche Dir jedenfalls, dass alles gut geht bei Deinen Investments und Du Deine für Dich richtigen Entscheidungen triffst...

Viele Grüße
Kosto
C_Profit: wg Macao/Las Vegas
4
15.10.08 21:45
da ist mir doch heute der   DB501M

ins Depot geflattert. KK     .92
You only learn who has been swimming naked when the tide goes out -    W.Buffett
Sitting Bull: und break
 
15.10.08 21:52
das war's dann wohl. Schwäche hält an.
Anti Lemmin.: X SP-500 heute volle 10 % runter
4
15.10.08 22:07


Moderation
Moderator: nb
Zeitpunkt: 26.05.12 11:02
Aktion: Löschung des Anhangs
Kommentar: Erotischer Inhalt
Link: Forumregeln

Malko07: #31626: In diesem
5
15.10.08 22:08
Artikel steht ziemlich viel aufgequirlter angelsächsischer Käse, der zwischenzeitlich schon praktisch widerlegt wurde.

- Stabilitätspakt wurde schon aufgeweicht. Wäre er es noch nicht, würde das in einem derartigen Fall sogar nachträglich passieren.
- man ordert auch kein Geld sondern verkauft Staatsanleihen, machen die in den USA genau so.

Dieser Autor hat weder Ahnung von der EU, auch keine vom Euro und scheint sich hier überhaupt nicht auszukennen. Mit Banken kennt er sich nicht aus. Von Finanzwirtschaft hat er auch keine Ahnung. Kleine Randbemerkung: Fortis wurde inzwischen aufgefangen, zerlegt und größtenteils verstaatlicht. Nicht alles was man im Internet findet  ist die Bits wert, mit denen es geschrieben wurde.





Anti Lemmin.: Malko - Fortis zerlegt?
4
15.10.08 22:12
igitt! Jetzt weiß ich auch, woher das Blut in der Wanne kommt.
Malko07: Ja, das Schlachtfest hat mehrere
3
15.10.08 22:23
Tage gedauert. Muss noch etliches den Gully runter sein.  
wawidu: "Drei-Tage-Krieg" beendet (1)
4
15.10.08 22:33
(Verkleinert auf 65%) vergrößern
xly12m.png
wawidu: "Drei-Tage-Krieg" beendet (2)
4
15.10.08 22:40
Jetzt wird´s happig! XLY bei 10 - oder gar bei 5?
(Verkleinert auf 65%) vergrößern
xly10jd.png
wawidu: Niemand hat mehr Kohle, ...
11
15.10.08 23:00
niemand will mehr Kohle. Der US Coal Index ist heute fast 20 % eingebrochen. Damit ist er der Spitzenreiter unter den 114 DJ US Subindizes, die heute im zweistelligen Minusbereich schlossen. Die Kernschmelze ist in vollem Gang.
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
_djuscl12m.png
Anti Lemmin.: Wawidu
16
15.10.08 23:23
Das sind immer noch Margin-Notverkäufe der Hedgefonds, die bis Juli den Energie-Hype geritten hatten. "Wenn Du merkst, dass der Gaul, den Du geritten hast, tot ist, musst Du absteigen."

Der "Big Unwind" ist noch längst nicht zu Ende. Hoffnungen auf eine nachhaltige Weihnachtsrallye haben mMn eine ähnliche Wahrscheinlichkeit, wie dem Nikolaus persönlich zu begegnen.
TurboLuke: schwarze Kerzen
4
15.10.08 23:54
sorry, bin immer noch nicht schlauer.
Das einzige was ich sehe ist dass Umkehrformationen folgen, aber wie per Definition eine Kerze schwarz einzuzeichnen ist ist mir nicht klar. Wer kann helfen?
Malko07: Dresdner Bank prüft Staatshilfen
6
16.10.08 08:25

Zögerliche Privatbanken

Dossier Dresdner Bank prüft Staatshilfen

von Christine Mai (Frankfurt)

 

Nach der Commerzbank hat nun auch die Dresdner Bank angekündigt, eine Inanspruchnahme des staatlichen Rettungspakets für den Finanzmarkt zu prüfen. Sobald das entsprechende Gesetz vorliege, "werden wir uns die Details in aller Ruhe anschauen", sagte ein Sprecher des Instituts am Mittwoch.

Er betonte, die vor einer Übernahme durch die Commerzbank stehende Allianz-Tochter sei gut mit Liquidität versorgt und habe auch per Ende des dritten Quartals eine "wettbewerbsfähige" Kernkapitalquote vorzuweisen.

 

Viele Beobachter gehen bislang davon aus, dass in erster Linie Landesbanken die staatlichen Hilfen annehmen werden. Die größtenteils börsennotierten großen Privatbanken könnten vor Imageschäden, möglichen Kursabschlägen und den mit Kapitalspritzen verbundenen staatlichen Auflagen zurückschrecken, hieß es. Nun wird deutlicher, dass auch der private Sektor das Rettungspaket zumindest prüfen dürfte.

Weiter uinter www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/...taatshilfen/426717.html

Malko07: Schweiz stützt UBS mit Milliardensumme
10
16.10.08 08:27

Umfassendes Hilfspaket der Regierung

Schweiz stützt UBS mit Milliardensumme

 

Die Schweiz hat ein umfassendes Hilfspaket zur Stabilisierung des Finanzsystems beschlossen. Außerdem sollen Sparer besser geschützt werden. Bundesrat, Nationalbank und Bankenkommission einigten sich unter anderem darauf, die wegen der Finanzkrise angeschlagene Schweizer Großbank UBS zu stützen.

HB DÜSSELDORF. So übernimmt die Schweizerische Nationalbank (SNB) Risikopositionen der UBS in Milliardenhöhe. Damit kann die Großbank mit Sitz in Zürich unter anderem ihre langfristige Refinanzierung sicherstellen. Wie das Finanzministerium in Bern bekanntgab, beteiligt sich der Staat an der Bank mit einer Pflichtwandelanleihe über umgerechnet 3,9 Mrd. Euro.

 

Die Notenbank wird überdies Ramschpapiere in eine Zweckgesellschaft übertragen. Zum Schutz der Sparer will der Staat zudem den Einlegerschutz stärken. Er soll nach Angaben des Finanzministeriums „angemessen“ erhöht werden. Bislang sind Sparguthaben bis zu einer Höhe von 30 000 Franken garantiert. Das Parlament muss dem Vorschlag noch zustimmen.

 

Die Vereinbarung sieht einen Transfer von höchstens 60 Mrd. Dollar illiquider Wertpapiere und anderer Problembestände aus der Bilanz der UBS an eine separate Zweckgesellschaft vor, die sich vollständig im Besitz und unter Kontrolle der SNB befindet.

 

Die Zweckgesellschaft werde durch die UBS mit einem Eigenkaptital von maximal sechs Mrd. Dollar ausgestattet. Zur Finanzierung und gleichzeitigen Wahrung einer starken Eigenkapitalbasis kann die UBS über eine Pflichtwandelanleihe neue Mittel in Höhe von sechs Mrd. Schweizer Franken beschaffen. Die Pflichtwandelanleihe wurde nach Angaben der Bank bei der Schweizerischen Eidgenossenschaft vollumfänglich platziert.

www.handelsblatt.com/unternehmen/...t-ubs-mit-milliardensumme;2064247

permanent: Staatsbonität - in Zukunft ein Thema?
9
16.10.08 08:37

Im Zusammenhang mit diesem Thema eine Frage an den Anleiheexperten Malko07: Hälst du den Zeitpunkt für einen Einstieg in Industrieanleihen guter Qualität bereits für günstig?

Gruß

Permanent

Ausgabe vom 16.10.2008 7:55 Uhr

US-Industrie steckt tief in der Krise

Die Industrieunternehmen in den USA bekommen die Zurückhaltung der Konsumenten kräftig zu spüren und drosseln daher die Produktion. Dies dürften auch die Produktionszahlen vom September zeigen, die im Monatsvergleich um 0,6 % zurückgegangen sein sollten. Im Quartalsvergleich würde damit ein erneutes Minus verzeichnet werden, was bedeutet, dass sich der Industriesektor mitten in der Rezession befindet. Dies signalisieren bereits seit geraumer Zeit die Umfragewerte aus dem Unternehmenssektor. So brach der gestern veröffentlichte Empire State Index - die Unternehmensbefragung im Großraum New York - im Oktober um über 17 Punkte auf -24,6 Punkte ein und notiert auf einem neuen Rekordtief. Auch beim Philly Fed Index (Großraum Philadelphia) ist mit einem kräftigen Minus zu rechnen. Wir erwarten einen Rückgang auf -10,0 Punkte (Sept.: +3,8). Da die Kreditvergabe an den privaten Sektor nahezu zum Erliegen gekommen ist, zeichnet sich zunächst keine Belebung der privaten Nachfrage ab. Zwar sollen die von der US-Regierung angekündigten Kapitalspritzen für den Bankensektor perspektivisch für eine Widerbelebung der Kreditvergabe sorgen, eine rasche Trendwende ist aber nicht zu erwarten. Mit den fallenden Ölpreisnotierungen sollte der Preisdruck im September erneut nachgelassen haben. Wir rechnen mit einem unveränderten Monatswert, so dass die Jahresteuerung von 5,4 % auf 5,0 % nachgeben dürfte.

Euro gerät kräftig unter Druck

Die EZB gab gestern bekannt, die Liste der notenbankfähigen Wertpapiere auszuweiten und Papiere mit Bonitätsnoten zwischen A- und BBB- zu akzeptieren. Zudem werde bis März 2009 die Liquiditätsversorgung insgesamt erweitert. Dabei sollen u. a. die längerfristigen Tendergeschäfte mit festem Zinssatz und vollständiger Zuteilung erfolgen. Ferner wird über Swapgeschäfte zusätzliche USD-Liquidität bereitgestellt. Unterdessen wurden in Norwegen (-50 BP) und Island (-350 BP) die Leitzinsen auf 5,25 % bzw. 12 % gesenkt. Fed-Chef Bernanke versicherte unterdessen, dass auch die US-Notenbank alle Maßnahmen ergreifen werde, um funktionierende Finanzmärkte und eine ausreichende Liquiditätsversorgung zu gewährleisten. Gleichzeitig verwies Bernanke auf nachgebende Inflationserwartungen und lässt damit kaum Zweifel daran, dass die Fed-Funds-Rate weiter gesenkt werde. Wir rechnen bis zum Jahresende 2008 mit Zinssenkungen bis auf 0,5 %. Unterdessen brachen die US-Einzelhandelsumsätze im September um 1,2 % gg. Vm. kräftig ein, so dass für das 3. Quartal ein spürbarer Dämpfer seitens der Konsumausgaben für das US-BIP-Wachstum so gut wie sicher ist. Ingesamt mehren sich die Anzeichen dafür, dass die Wirtschaftsleistung in den USA im abgelaufenen Vierteljahr geschrumpft ist. Der Euro gab zum US-Dollar auf unter 1,34 USD kräftig nach, zum Yen verbuchte die Einheitswährung Kursverluste auf rund 134 JPY. Auch heute dürfte der Euro auf breiter Front schwach notieren.

Bund-Future: Wieder den Blick gen Norden gerichtet

Beim Bund-Future warten die nächsten gewichtigen Widerstände bei 114,25/28.

Technische Analyse

US-T-Note-Future: Hält es hier nicht...

Der US-T-Note-Future ist während der letzten Tage schwer unter die Räder geraten. Im Rahmen der Abwärtsbewegung wurden ohne große Gegenwehr die 200-Tages- Linie (akt. bei 116 00/32) und der seit Mitte des letzten Jahres existierende Aufwärtstrend (akt. bei 114 15/32) durchschlagen. Nun ruhen die Hoffnungen auf einer massiven Unterstützungszone im Bereich von 111 28/32 bis 111 14/32, die aus mehreren Hoch- und Tiefpunkten aus diesem und dem letztem Jahr resultiert. Bei einem Abgleiten unter diese Haltzone droht weiteres Ungemach. So wäre dann eine große Topformation komplettiert, aus der sich weiteres signifikantes Abwärtspotential ableiten ließe. Die nächste größere Unterstützung wartet dann bei 108 07/32 in Form des Tiefs vom 15.10.2007. Auf Seiten der technischen Indikatoren weist der MACD ein klares Verkaufssignal auf. Zudem ist der RSI noch nicht so überverkauft, dass es zu größeren Aufwärtskorrekturen kommen muss.

...droht weiteres Ungemach

Bei einem Abgleiten unter die oben angeführte Unterstützungszone bei 111 28/32 bis 111 14/32 sollte das Risiko weiter reduziert werden.

Bondmarkt

Staatsbonität - in Zukunft ein Thema?

Eine Neuverschuldung von Null im Jahr 2011 - so lautete bis vor kurzem das ehrgeizige Ziel der Bundesregierung. Von diesen Plänen hat man mittlerweile Abstand genommen. Die Staatsverschuldungen innerhalb der Eurozone werden aufgrund der zuletzt verabschiedeten Hilfsprogramme schneller zunehmen als erwartet und länger zunehmen als erhofft. Das drückt sich in den Anleihe- und Geldmarktschulden aus, die bedingt durch die Finanzmarktkrise bereits einen Wachstumsschub erhalten haben. Zum Ende 2007 hatte sich die Summe beider Werte gegenüber dem Vorjahr um 2,6 % auf 4354,4 Mrd. EUR erhöht. Bis heute ist dieser Wert um weitere 5,0 % auf 4571,3 Mrd. EUR gestiegen. Vor allem die Geldmarktschulden erhöhten sich im bisherigen Jahresverlauf überproportional um 37,6 %, machen mit 471,2 Mrd. EUR aber nur etwa ein Zehntel beider Größen aus. Am extremsten fallen hier die Niederlande auf, deren Geldmarktschuld sich gegenüber Ende 2007 um den Faktor 2,5 erhöhten. Frankreich liegt mit +73,7 % ebenfalls deutlich über dem Durchschnitt. Überproportional wurden die Anleiheschulden von Irland (+22,0 %), Griechenland (+8,2 %) und Spanien (+7,0 %) erhöht.
Noch deutlicher sind die Folgen der Krise am Beispiel der USA zu erkennen. Mit 549,5 Mrd. USD wurden 61,8 % der diesjährigen Jahresneuverschuldung zwischen dem 15.09.08 und dem 10.10.08 aufgebaut. Im selben Zeitraum des Vorjahres wurden 56,6 Mrd. USD. Schulden abgebaut. Das endgültige Ausmaß der sich aus den Rettungspaketen ergebenden Belastungen einzelner Staaten ist momentan kaum prognostizierbar. Ebenso wenig kann eine zunehmende Relevanz des Themas Staatsbonität mit Sicherheit vorhergesagt werden.

Um den vollständigen Inhalt unserer Publikation "Der Markt heute" zu lesen (inkl. Charts, Tabellen und Graphiken), downloaden Sie bitte die Ausgabe vom 16.10.2008.

Im Zeitraum von 01.06.2008 bis 29.08.2008 wurden in den Publikationen "Der Markt heute" und "Bond Barometer" insgesamt 1 Verkaufs- und 3 Kaufempfehlungen ausgesprochen. Dabei standen keine Verkaufs- und keine Kaufempfehlung im Zusammenhang mit Investment-Banking Dienstleistungen.

Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang die Grundlagen unserer Handelsempfehlungen.

Anti Lemmin.: Credit Default Swaps taugen nichts in der Krise
7
16.10.08 08:52

FTD - Das Kapital

CDS: Kein Versicherungsprodukt für die Krise


Der Markt für Kreditausfallderivate versagt just dann, wenn man ihn braucht.
Er wurde zweckentfremdet, ist zu aufgebläht und intransparent.

Sind Credit Default Swaps (CDS), also Derivate zur Absicherung gegen Kreditausfälle, Wasser oder Öl auf das Feuer der Finanzkrise? Gerade da es sich um Versicherungsprodukte handelt, könnte man fälschlicherweise davon ausgehen, dass CDS dem Markt Stabilität verleihen. Doch hören wir dazu einen der Großen aus der Industrie, Craig Donohue. Er ist Chef der größten Terminbörse der Welt, CME, die plant, eine zentrale Abwicklungsstelle für CDS einzurichten: "Die jüngsten Vorkommnisse unterstreichen die Dringlichkeit, das Kreditausfallrisiko im CDS-Markt zu reduzieren." Ja, richtig gelesen. Das Kreditausfallrisiko im Markt, der das Kreditausfallrisiko handelt, soll reduziert werden.


Ok, ein kleines Detail ist schon wichtig: Donohue bezog sich auf das Kontrahentenrisiko, das von der Bank ausgeht, die den CDS geschrieben hat. Dennoch offenbart diese Äußerung ungewollt, wie absurd der CDS-Markt geworden ist. Von der ursprünglichen vernünftigen Idee, das Kreditrisiko einzelner Firmen handelbar zu machen, hat sich der Markt irgendwann verselbständigt. Heute sichern alle ausstehenden CDS-Kontrakte ein Volumen ab, das die tatsächlich besicherten Kredite um ein Vielfaches übersteigt. Von den isländischen Banken aktuell abgesehen, hat es in Europa mit Parmalat bisher gerade mal einen Fall gegeben, wo ein mit CDS besicherter Kredit ausfiel. Und dafür einen Markt in Billionengröße schaffen? Dass Absicherung irgendwann auch nicht mehr Primärziel der CDS wurde, zeigt sich auch an der Vielzahl der Produkte, die auf CDS aufbauen, wie etwa CDOs.

Fehlproduktion?

Der eigentliche Hohn ist aber, dass die Versicherungsprodukte just dann versagen, wenn sie greifen sollen. Sei es, dass wie in den Fällen Fannie Mae und Freddie Mac das Abwicklungsverfahren absurde Ergebnisse bringt, nämlich, dass vorrangige Kredite niedriger bewertet wurden als nachrangige. Oder dass wie im Falle Lehman auch Wochen nach der Pleite noch keiner weiß, wer wem wie viel aufgrund zwangsaufgelöster CDS-Kontrakte schuldet. Oder aber natürlich, dass die CDS-Verkäufer - die Versicherungsgeber - in Krisenzeiten selbst fast zahlungsunfähig sind.

Ein bißchen weniger heiße Luft

Noch anders fungiert der CDS-Markt als Brandbeschleuniger: Wenn sich viele Marktteilnehmer gleichzeitig gegen die Pleite einer Bank absichern wollen, steigt der Preis der Absicherung, also des CDS-Kontrakts. Da wiederum der CDS-Preis zur Bewertung der Schuldtitel der Bank herangezogen wird, verlieren diese Papiere wiederum an Marktwert - es wird ihnen höhere Ausfallwahrscheinlichkeit eingeräumt -, weshalb man sich noch mehr absichern möchte. Schöner Kreislauf.

Es gibt zum Glück auch Erfreuliches. Zum einen werden den Marktteilnehmern die Geister, die sie riefen, nun selbst unheimlich - sie bauen Positionen ab, der Markt schrumpfte im ersten Halbjahr 2008 um 9600 Mrd. $. Zudem haben die Rettungspakete die Nerven etwas beruhigt, die Risikoprämien auf Banktitel sind dramatisch geschrumpft. Und zuletzt: Auch wenn etwa im Falle Lehman davon gesprochen wird, dass mehrere 100 Mrd. $ Versicherungssumme fällig werden könnten: Die bekommt auf der anderen Seite ja auch jemand. Das Problem bleibt die Intransparenz und das Volumen.


Aus der FTD vom 15.10.2008

obgicou: Schuhe und Schnaps
21
16.10.08 09:01
das ist ein guter Rezessionsindikator; weniger Auto mehr Fuß  ist angesagt; und der Frust wird ertränkt:
http://econompicdata.blogspot.com/2008/10/...res-slump-september.html
(Verkleinert auf 77%) vergrößern
recession.jpg
Anti Lemmin.: Volkswagen + 5% auf 410 Euro
10
16.10.08 09:12
Man darf das nicht Alles so negativ sehen. Kajuscha hat völlig Recht, mit überlegtem Stockpicking kann man den Markt spielend schlagen.

Aua.
Anti Lemmin.: Festtags-Schmaus
6
16.10.08 09:19
Heute morgen gibt es zum Frühstück:

Vergiftete Substanz-Perlchen an hausgemachtem Regulierungssalat "Merkelin Art"
Kicky: Murmeltier zurück bei 4,38% in USA
9
16.10.08 09:32
und da nützen die Zinsreduktionen ,die jetzt wieder im Gespräch sind nu ja gar nix
Never mind the 10% fall in stock markets in the US, to be followed by a similar crash in Asia overnight. The really, really bad news yesterday was the reversal in the money markets. Money market had modestly improved after the bank rescue packages were announced, but this is now reversing again. In the the US, the TED Spread, the best measure of money market stress got back again to 4.38%, and in Europe, the improvements in money market interest rates petered out. If the goal of the rescue operations was to relieve the money market, this operation must now be judged as having failed.

The EU summit yesterday announced that world leaders will meet in a G8 summit soon.Nicolas Sarkozy said he expected a concrete time table and agenda for wide-ranging reforms of the global finance architecture. Emerging countries could join the summit, including China, Brazil, India, South Africa and Mexico, reports Le Monde.Gordon Brown is again the EU’s point man, proposing a fundamental reform of the IMF to deal with global crisis. The FT Deutschland lists his proposals that include a stronger supervision role for the IMF, and a mandate to the Financial Stability Forum – an informal group of regulators, central bankers, representatives of the finance ministry and the IMF from the largest economies -  to coordinate the reform efforts. Brown also calls on the community to advance trade talks to avoid that the financial crisis turns into protectionism. So far, it appears to us, we are still at the goal-setting stage of policy. There are no concrete proposals........

Merkel and her team give the impression that they are a little overwhelmed).....
Kicky: Credit Suisse mit hohem Quartalsverlust
7
16.10.08 09:37
Link zu vorigem Beitrag http://www.eurointelligence.com/article.581+M58c0e16d500.0.html
ZÜRICH (dpa-AFX) - Die Schweizer Großbank Credit Suisse  ist im dritten Quartal in die roten Zahlen gerutscht. Zudem erhöht das Institut das Kernkapital um 10 Milliarden Franken, wie Credit Suisse am Donnerstag in Zürich mitteilte. Der bedeutendste Anteil des neuen Tier-1-Kapitals komme von einer Tochter der Qatar Investment Authority. Die Kapitalerhöhung sei bereits vollständig platziert. Die zweitgrößte Bank der Schweiz erwartet für das dritte Jahresviertel einen Reinverlust von 1,3 Milliarden Franken (etwa 849 Millionen Euro).

Im Investmentbanking ergab sich ein Vorsteuerverlust in Höhe von rund 3,2 Milliarden Franken. Wegen der Finanzkrise mussten 2,4 Milliarden Franken abgeschrieben werden. Das vollständige Ergebnis soll in einer Woche bekanntgegeben werden./hpd/DP/stw/sc
http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/215284
Kicky: warum die Banken nicht verleihen wollen
9
16.10.08 09:43
http://www.bbc.co.uk/blogs/thereporters/robertpeston/
.....Back in the first half of 2007, before the onset of the credit crunch, the gap between what banks charge each for three-month loans, the three-month sterling LIBOR rate, and the average of expectations of the overnight interest rate for the following three months (the OIS rate), was 0.09 percentage points.

In other words, the three-month lending rate was closely aligned to expectations of what the Bank of England would charge for overnight money.

And that's where the gap stayed for months - until the onset of the credit crunch in August of that year, when the gap widened to 0.23 percentage point, or 23 basis points in bankers' lingo.

Which was wider than normal, but not devastatingly so.

Since then this interest-rate gap, known as the three-month sterling LIBOR-SONIA spread, has risen and fallen as the money-markets have become more or less stressed.

The more stress, the wider the gap or spread.

But the spread never got much above 1 percentage point, or 100 basis points.

Or at least not till September of this year.

Since when the gap has been widening and widening.

Last Friday, the spread reached what was probably an all-time record, of 219 basis points. That was a staggering 2.19 percentage points.

And it's only narrowed a very little since then, to 202 basis points, or 2.02 percentage points.

You may think "so what?"

Well the "what" is big.

It means that banks are only prepared to lend to each other for three months at an interest rate that is a full two percentage points above the rate at which they expect to be able to borrow funds from the Bank of England over those three months.

Which means they just don't want to lend to each other.
Malko07: permanent, von gesunden,
8
16.10.08 09:46
nicht zu stark verschuldeten Unternehmen, denen man zugesteht eine starke Wirtschaftskrise zu überstehen, kann man Anleihen mit längeren Restlaufzeiten kaufen. Ist die Restlaufzeit wesentlich kleiner bis etwas größer als ein Jahr, dürfen die Unternehmen etwas schwächer sein und in 2009 etwas größere Absatzprobleme bekommen.  Anleihen von Firmen mit todbleichem Gesicht sind für Spekulationen im Monatsbereich interessant. Momentan ist der Handel immer noch etwas gestört und die Spreads sind sehr hoch, auch wenn Market Maker wie z.B. in Stuttgart tätig sind. Also immer nur mit Limits. Da noch viele Verstörte rumlaufen, kann man umgekehrt versuchen zu fischen.

Letzte Woche war schon sehr lukrativ. Diese Woche hat es sich etwas beruhigt. Ein Beispiel:

onvista.de
     ISIN: XS0254466237

Hier hat sich die Rendite schon wieder halbiert und liegt aktuell bei 6,8%. Wie wird sich die Chose weiter entwickeln? Schauen wir ohne Gewähr in die Glaskugel:

Ich erwarte noch einige Turbulenzen an den Anleihemärkten. Die Staaten steigern ihre Staatsverschuldung erheblich und damit werden die Renditen von Staatsanleihen steigen. Da die Rezession immer deutlicher wird, werden Anleihen von Industriefirmen immer kritischer gesehen werden. Beides wird die Rendite von Industrieanleihen treiben. Zusätzlich wird der Refinanzierungsbedarf dieser Firmen täglich kritischer (sie trauten sich schon einige Zeit nicht mehr neue Anleihen zu vergeben und der CP-Markt ist mausetot). Es droht eine Massierung von Neuausgaben. Wir könnten also noch bessere Renditen sehen (besonders im mittelfristigen Bereich), Renditen wie letzte Woche gibt es allerdings nur bei Panik. Spätestens wenn die Aktien einen Boden ausgeübt haben, wird es kaum noch eine Flucht in Anleihen geben.

Ob man sich jetzt länger oder eher kurzfristiger positionieren soll, ist unmöglich zu beantworten. Man müsste die Frage beantworten, ob wir einen Deflation oder eine Inflation sehen werden. Da sehe ich momentan auch noch nicht klar. Wenn es eine größere weltweite Depression geben sollte, ist die Deflation garantiert.
Anti Lemmin.: Mit Kraftwerken gegen die Krise
6
16.10.08 09:49

Die deutsche Industrie fordert Subventionen zum Bau neuer Kraftwerke, um die Rezession zu bekämpfen (sind wohl hellhörig geworden, als der Sammeltopf für die Banken kreiste).

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,584461,00.html

Das verstehe ich nicht. In einer Rezession wird doch viel weniger Strom verbraucht als sonst. Bei Opel und BMW stehen ja schon die Bänder still. Wozu dann neue Kraftwerke bauen?

Mein Gegenvorschlag: Runterfahren die Rußschleudern und auf nachhaltigen Batteriebetrieb umstellen. Die Batterien kann man, wenn der Wirtschaft der Wind noch schärfer ins Gesicht bläst, jederzeit nachts mit Windgeneratoren wieder aufladen.

 

 

Kicky: massive Kursabschläge bei Schweizer Banken
3
16.10.08 09:59
Die Schweizer Börse hat das Massnahmenpaket des Bundesrats für den Finanzplatz mit massiven Kursabschlägen quittiert. Die Aktie der UBS verlor in den ersten Handelsminuten 7,77 Prozent. Credit Suisse wurden um 6,06 Prozent zurückgestuft. Der Aktienindex SMI sank um mehr als vier Prozent. ...Bei den Banken gehörte neben UBS und CS auch Julius Bär mit minus 6,56% zu den Verlierern. Von den Versicherungsaktien standenSwiss Re am stärksten unter Druck. Sie gaben um 7,69% nach. Den grössten Verlust gab es aber für den Technologiekonzern ABB, der mit 9,10% im Minus eröffnete.

Die CS hatte am frühen Donnerstagmorgen mitgeteilt, dass sie mit verschiedenen Transaktionen insgesamt rund zehn Milliarden Franken an zusätzlichen Kapital aufgenommen habe. Dagegen erhält die UBS neue Mittel von der Schweizer Regierung. Ausserdem werden in einer weiteren Transaktion die Risikopositionen aus der Bilanz entfernt.
«Wir sind total enttäuscht von den Grossbanken. Da malen sie uns monatelang ein geschöntes Bild und jetzt zeigt es sich, dass auch sie genauso betroffen sind. Das hinterlässt einen mehr als nur schalen Nachgeschmack» sagte ein Analyst der Nachrichtenagentur Reuters. www.nzz.ch
Details zu UBS hier:http://www.nakedcapitalism.com/2008/10/...ring-60-billion-in-dud.html von WSJ
Swiss banking giant UBS AG (UBS) said Thursday it will raise CHF6 billion of new capital through mandatory convertible notes, fully placed with Swiss ConfederationThe Swiss National Bank (SNB) and UBS have reached an agreement to transfer up to USD 60 billion of currently illiquid securities and other assets from UBS's balance sheet to a separate fund entity.

Seite: Übersicht ... 1264  1265  1267  1268  ...   ZurückZurück  WeiterWeiter  
 
Börsenforum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen
RSS RSS-Feed
3 Nutzer wurden vom Verfasser von der Diskussion ausgeschlossen: Glückstein, Rene Dugal, rächerderenterbten