Ausschlaggebend war, dass Conergy mit der York-Global-Finance einen neuen Investor gefunden hat. Zeitgleich ging mit der Commerzbank ein "Finanzierungsquerolant" von Bord und die Deutsche Bank stockte ihre Beteiligung auf.
www.conergy-group.com/desktopdefault.aspx/...-132/34_read-590/
Der Treiber bei dieser Grunderneuerung der gesamten Führung war zweifellos York-
Finance. Diese internationale Finanzierungsgesellschaft hatte auf Grund ihrer Erfahrung rechtzeitig erkannt, dass es mit Conergy so nicht weiter gehen kann. Schließlich investiert man nicht eine große Menge an Kapital um Schiffbruch zu erleiden. York Finance wollte und will den Erfolg auf breiter Ebene.
Was nun folgte, die Personalie war erledigt, waren die Kapitalmaßnahmen. Auch sie wurden nach dem Beschluss auf der HV umfangreich und ohne jegliche Emotion durchgeführt. Diese Maßnahmen wären in ihrer Gesamtheit nicht viel wert gewesen wenn man es unterlassen hätte Verlustbringende Unternehmensteile zu verkaufen. Welche das im Einzelnen waren, das muss ich hier nicht noch mal auflisten.
Doch auch dies genügte dem neuen Vorstand nicht, die Produktion musste neu aufgestellt werden. Schlecht laufende Produkte, die man billiger kaufen als herstellen konnte, werden nicht mehr hergestellt. Personal wurde abgebaut um die Kosten zu senken, es wurde gestraft und optimiert. Die Umstrukturierung läuft sehr erfolgreich. Conergy wandelte sich vom Produkions- zum Vertriebsunternehmen. Diese Wandlung ist noch nicht ganz abgeschlossen, denn erst wenn die Geschäftszahlen sich in ihrer Gesamtheit positiv entwickeln, kann man von einem geglückten und erfolgreichen Wandel sprechen/schreiben. Sollte diese Zeit gekommen sein, dann dürfte Conergy wieder in den Tecdax aufgenommen werden, das ist jedenfalls meine Hoffnung.
In Anbetracht dieser kurzen Chronik frage ich mich, was hat das Führungsteam der anderen insolventen oder nichtinsolventen Solarunternehmen in dieser Zeit unternommen um ihren Konzern zu retten oder erfolgreich weiterzuführen? Sie haben gar nichts getan, außer zu jammern oder in Selbstherrlichkeit zu vergehen. Sie jammerten während dieser Zeit über die chinesische Konkurrenz, über die geringeren Förderungssubventionen und über die verfehlte Umweltpolitik.
Eigeninitiative, Umdenken einen Weg aus dem Dilemma suchen, Fehlanzeige.
Jammern ( siehe Asbeck von Solarworld) ist eine deutsche Untugend und auch bei Anlegern sehr verbreitet.
Conergy hat mit seiner neuen Führungsriege nie gejammert oder sich beklagt. Sie haben erfolgreich gearbeitet mit dem Ziel das Unternehmen aus dem Tal der Tränen herauszuholen. Zwar ist das noch nicht zu meiner Zufriedenheit gänzlich geglückt, doch die Richtung des Weges stimmt in jeder Beziehung.
Ich wünsche den Usern einen guten Morgenkaffee, viel Spaß beim Handeln und Wandeln.
Wo Angst herrscht verkriecht sich die Vernunft.