zumindest das "leider" glaube ich nicht,...
das Grundübel beginnt doch schon viel früher,
unsere Handelsbilanzüberschüsse sind die Defizite der anderen,
nur ein geringer Teil dieser Überschüsse wird investiert
ein weiterer Teil wird an die Mitarbeiter ausgeschüttet
der Rest wird dem Kreislauf entzogen (und damit z.B. Anleihen der Schuldnerstaaten gekauft)
der Staat in beiden Ländern ist gezwungen Sozialleistungen zu gewähren, um den sozialen Frieden
(der ja vom scheuen Kapital so geschätzt wird) aufrecht zuerhalten
beide Staaten verschulden sich, der eine mehr, der andere weniger,
(die Schulden des Einen sind die Guthaben des Anderen)
bei Investition oder Ausschüttung der erwirtschafteten Überschüsse würde sich vermutlich langfristig ein Gleichgewicht einstellen,
Exportabhängigkeiten würden geringer, Kapitalzinsen für Schuldner würden schneller steigen, und damit der Zwang etwas sparsamer zu sein
Die Frage ist nun, sind die Eigentümer des großen Kapitals an weniger Schulden (= weniger Guthaben) überhaupt interessiert??
ich denke, eher nicht, es läßt sich doch an hochprozentigen Staatsaneihen mehr verdienen als an niedrigverzinsten, das bischen Risiko deckt doch der deutsche Steuerzahler, (hoffentlich nicht)
Einfaches Beispiel aus der Praxis:
paßt nicht ganz, ist aber leider Realität
die Automobilhersteller schütten bis zu 7000,-€ Prämie an ihre Mitarbeiter aus, die Mitarbeiter der preisgedrückten Zulieferer erhalten vermutlich nicht mal die tarifliche Lohnerhöhung, wie lange geht das gut?
allerdings, ein Rezept für die Umsetzung habe ich auch nicht, aber dafür gibts doch viele schlauere Leute in D,