Maddin.
Commerzbank und Tochterunternehmen
„Commerzbank stößt auf hohe Zustimmung für Kapitalerhöhung“,
bilanziert die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ und steht damit stellvertretend für den Generaltenor in der Berichterstattung zu der am Dienstag beendeten Kapitalmaßnahme des Instituts. „Die Commerzbank muss die Zahl ihrer Aktien fast verdoppeln, um sich aus der staatlichen Umklammerung zu lösen. Trotzdem ist Deutschlands zweitgrößte Bank in ihrer Kapitalerhöhung über 2,5 Mrd. Euro auf eine hohe Zustimmung der Aktionäre gestoßen“, heißt es einleitend. Unter Berufung auf eine Mitteilung der Bank berichtet das Blatt zudem, dass 99,7 % der Bezugsrechte ausgeübt worden seien. Nach Meinung der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ ist ein Abstieg der Commerzbank aus dem Dax 30 (vegleiche hierzu Medienschau vom 29.5.2013) erst einmal vom Tisch, denn: „Nach der Kapitalerhöhung hat die Commerzbank eine Marktkapitalisierung von 9,2 Mrd. Euro. Damit dürfte ein Abstieg aus dem deutschen Aktienindex Dax vorerst kein Thema sein.“ Mit ähnlichem Tenor berichtet auch die „Börsen-Zeitung“ und schreibt, dass die Commerzbank „erfolgreich frische Milliarden eingesammelt“ habe und sich damit „allmählich vom Einfluss des Staates frei(kaufe)“. Das Interesse der Altaktionäre an den neuen Papieren sei – trotz teils erheblicher Kritik an der Maßnahme – groß. Der erfolgreiche Abschluss der Kapitalerhöhung sei der „Einstieg des Bundes in den Ausstieg aus der Commerzbank“, wird Konzernchef Martin Blessing zitiert, der sich bei allen bisherigen und neuen Aktionären für ihre Unterstützung bedankte.
Das „Handelsblatt“ wiederum thematisiert das Engagement großer US-Investoren bei der Kapitalerhöhung. „Die Commerzbank konnte bei ihrer 2,5 Mrd. Euro schweren Kapitalerhöhung auch große Investoren überzeugen. Die amerikanische Fondsgesellschaft Capital Group … hat erheblich in die zweitgrößte deutsche Geschäftsbank investiert“, heißt es. „Der Anteil des Fonds überschritt am 22. Mai die Schwelle von 5,3 Prozent.“ Und der große US-Vermögensverwalter Blackrock besitze aktuell 4,8 % der Stimmrechte. Dies alles zeige, dass die Commerzbank „neben Hedge-Fonds wichtige langfristig orientierte Investoren überzeugen konnte“. Solche Anleger seien für ein Unternehmen „sehr wertvoll, da sie als stabile Aktionäre gelten“. Zudem hätten sich an der Kapitalerhöhung auch Vorstände des Geldhauses wie zum Beispiel Privatkundenchef Martin Zielke, Finanzchef Stephan Engels, Personalvorstand Ulrich Sieber und der Investmentbanker Michael Reuther beteiligt.
Auch die „Frankfurter Neue Presse“, die „Stuttgarter Zeitung“, der „Platow-Brief“ und „Dow Jones-Vwd News“ berichten über die erfolgreiche Kapitalmaßnahme der Commerzbank. Die Blätter aus Frankfurt und Stuttgart sehen das Institut damit „frische Milliarden“ einsammeln. Der „Platow-Brief“ verdeutlicht, dass die Commerzbank im Zuge der Kapitalerhöhung mehr „Langfrist-Investoren“ gewinnen konnte. „Welche Investoren neu bei der Commerzbank eingestiegen sind oder ihren Anteil aufgestockt haben, wird allerdings erst in den nächsten Wochen ersichtlich, wenn die vorgeschriebenen Schwellenmeldungen fällig werden“, heißt es. „Dow Jones-Vwd News“ weist darauf hin, dass die Bank ihre Kapitalquote (Common-Equity-Tier-1) durch die Maßnahme von 7,5 % auf 8,4 % habe steigern können. (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.5.13/S19; Börsen-Zeitung, 31.5.13/S4; Handelsblatt, 31.5.13/S35; Süddeutsche Zeitung, 31.5.13/S23 und 30.5.13/S17; Frankfurter Neue Presse, 31.5.13/S4; Stuttgarter Zeitung, 31.5.13/S10; Platow-Brief, 31.5.13/S1; Dow Jones-Vwd news, 31.5.13/S7)
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