www.onvista.de/analysen/alle-analysen/...taet-im-kerngeschaeft
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"Wenn die Commerzbank ihre Zahlen vorstellt, gibt es jedesmal neue Überraschungen - und selten sind es positive. Jetzt sickerte durch, dass allein die Schiffsfinanzierung ein Loch von rund 300 Millionen Euro in die Bilanz gerissen hat. Gleich zwei Vorstände braucht die Bank, um ihre internen Altlasten abzubauen; sie stehen der neuen Bad Bank der Commerzbank vor. Erstaunlich ist, dass sich angesichts dieses Desasters Bankchef Martin Blessing noch so gut im Sessel hält. Dafür müssen wieder die Mitarbeiter bluten: Bis November soll ein Sparprogramm stehen, das wohl auch tief ins Filialnetz schneidet."
www.handelsblatt.com/meinung/kolumnen/...rd-selig/6982422.html
Ich finde es sehr bedenklich, daß die Coba trotz des umfangreichen Filialnetzes es nicht geschafft hat, eine entsprechende Steigerung im Kerngeschäft zu erwirtschaften. Im Gegenteil, es wird auch noch mit einem Rückgang gerechnet im 2. Halbjahr 2012.
hätte es schon längst Kürzung des Felialnetzes und Personalabbau geben müssen. Stattdessen werden irgendwelche Beschäftigungsgarantien abgegeben. Die DB hat das auch unter Ackermann verpennt bzw. der hatte keine Lust sich unbeliebt zu machen. Die fangen aber jetzt an aufzuräumen im Gegensatz zur Coba.
www.handelsblatt.com/meinung/kommentare/...r-wundertuete/6977398.html
Die Commerzbank hält Anleger und Mitarbeiter in Atem. Die aktuellen Zahlen sind zwar nicht schlecht, doch der Unmut bleibt. Und das wird auch noch eine Weile so bleiben – erst recht, wenn Filialen geschlossen werden.
Die Commerzbank ist und bleibt eine Wundertüte. Das gilt nicht nur für den Inhalt, sondern auch für den Preis – die Papiere des zweitgrößten deutschen Instituts schwanken in den letzten Wochen stets zwischen einem Euro und 1,50 Euro. Spätestens jedes Vierteljahr wird die Wundertüte mit Spannung geöffnet. Ob mit Vorfreude sei mal dahingestellt, heraus kommt aber stets etwas Überraschendes.
Meistens jedoch ist der Ärger hinterher größer als die Spannung vor dem Aufreißen der Tüte. Oft kommt einfach zu viel „Nippes“ dabei heraus, für das man sein Geld lieber nicht ausgegeben hätte. Etwas Praktisches, etwas was man wirklich gebrauchen kann, sucht der Käufer meist vergebens. Für die Aktionäre der Commerzbank wäre das etwas, das den Kurs der Anteilsscheine mal wieder steigen lassen würde.
Dazu war die neue Wundertüte früher als gedacht am Kiosk erhältlich. Vor dem ursprünglichen Termin heute wurden bereits Eckdaten verkündet. Nicht ohne Grund, denn die Ausgabe der Marke Blessing enthielt nicht nur das übliche überraschende Zahlenwerk. Vor allem hatte der Commerzbank-Vorstandschef die Trennung von der ukrainischen Tochter Bank Forum mit in die Tüte gepackt. Die Forum-Bank, 2007 für 435 Millionen Euro erworben, wurde zu einem nicht genannten Preis verkauft.
Insgesamt dürfte das Ukraine-Erlebnis die Commerzbank rund eine Milliarde Euro gekostet haben. Immerhin schrumpft die Kapitaldecke nur um 86 Millionen Euro, da die Belastungen zum Teil schon früher mit dem Eigenkapital verrechnet wurden.
Die Trennung von der Forum-Bank ist zwar ein Zeichen der Konsequenz, genau wie der überraschende Rückzug aus der Schiffsfinanzierung vor wenigen Wochen. Das Risiko wird dadurch kleiner. Doch den Anlegern, die die Wundertüte jedes Vierteljahr aufreißen müssen, bringt das vorerst wenig.Sie regen sich über die unerfreulichen Dinge auf, die in der Tüte stecken – obwohl sie ihnen langfristig noch etwas bringen könnten. Einige von ihnen konnten zudem nichts anderes erwarten, da sie die Papiere nur knapp über Penny-Stock-Niveau gekauft haben. Doch zu inkonstant scheint momentan das Geschäftskonzept der Coba, zu spontan die Entscheidungen der Führung.Wie geht es nun weiter? Martin Blessing wird die Wundertüte in nächster Zeit weiterhin mit „Nippes“ füllen, über das sich die Anteilseigner aufregen. Der Risikoabbau aber wird weitergehen. Blessing will weniger Kapital binden, das ist er seinem größten Anteilseigner, der Bundesrepublik, schuldig.
Als nächstes wird es das Privatkundengeschäft treffen. Die Zahlen der Sparte enttäuschen seit Jahren, Filialschließungen sind vorstellbar. Es wird hart werden. Doch am Ende könnte das Programm der Bundesrepublik zugutekommen, die Commerzbank sich vom Staat lösen – und die Aktionäre eines Tages zu ihrer Wundertüte am Kiosk einmal im Jahr wieder eine Dividende als Gratiszugabe bekommen.
Richtig, das klassische Geschaeft schreibt rote (!) Zahlen und das wird lediglich mit "nicht zufriedenstellend" seitens Coba - Vorstand kommentiert. Das ist leider sehr schwach und zu wenig. Die Aussicht ist milde gesagt erschreckend : "Da wir in der zweiten Jahreshälfte keine Besserung erwarten, werden wir die strategische Weiterentwicklung vorantreiben", kündigte Engels an.
Privatkundengeschäft : Gemäß der 2009 verabschiedeten "Roadmap 2012", die längst Makulatur ist, sollte die Sparte in diesem Jahr einen Vorsteuergewinn von 1 Mrd. Euro erreichen. Nach sechs Monaten stehen gerade mal 126 Mio. Euro zu Buche.
Bedenklich stimmen aber die permanent sinkenden Einnahmen aus dem Verkauf von Wertpapieren sowie fallende Gebühren für die Kontoführung und sonstige Dienstleistungen. Der Provisionsüberschuss im Privatkundengeschäft brach im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 29,1 Prozent auf 726 Mio. Euro ein. Zum Vergleich: 2008, im Jahr der Übernahme der Dresdner Bank, waren es fast 2,5 Mrd. Euro.
Was die von Engels am Donnerstag im feinsten Managersprech angekündigte "strategische Weiterentwicklung" des Privatkundengeschäfts nun für die Mitarbeiter bedeutet, ob weitere Stellen gestrichen und Filialen geschlossen werden, ließ der Finanzvorstand offen. Doch offenbar scheint die Führungsspitze selbst nicht daran zu glauben, allein mit höheren Einnahmen die Sparte wieder flott zu kriegen. "Aufgrund der schwierigen Ertragslage unterziehen wir auch die Kosten einer konsequenten Prüfung", betonte Engels, ohne dabei konkret auf das Privatkundengeschäft einzugehen.
Beim Thema Kostendisziplin hat die Commerzbank inzwischen viel Erfahrung und durchaus Erfolge vorzuweisen. Bislang ist es ihr gelungen, die sinkenden Erlöse durch Einsparungen etwas aufzufangen. Lagen die Verwaltungsaufwendungen 2009 noch bei 9 Mrd. Euro, so strebt dieCommerzbank für 2012 nun sogar weniger als die ursprünglich avisierten 7,6 Mrd. Euro an. Klar ist aber auch, dass der Spielraum kleiner wird. Erstmals seit 2009 werden 2012 die Verwaltungsaufwendungen in der zweiten Jahreshälfte höher sein als in der ersten. Engels nannte als einen Grund höhere Tarifabschlüsse für die Mitarbeiter, gab aber auch zu, dass sich viel kurzfristig Wirkendes nicht wiederholen lasse. Die geplanten Synergien aus der Übernahme der Dresdner Bank sind jedenfalls fast ausgeschöpft. 2,4 Mrd. Euro hatte die Bank einst veranschlagt, 2,2 Mrd. Euro sind bereits erreicht.
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