und zwar weder für staaten noch für unternehmen noch für privatleute, sofern die bonität stimmt.
schuldner mit guter bonität bekommen das geld zu absoluten kampfpreisen, siehe die zinsen für deutsche staatsanleihen, siehe die zinsen für privatleute in deutschland für immobilienkredite mit zehn jahren zinsbindung - 2,6 % bis 2,8 %, rekordtief und inflationsbereinigt ist das doch ein witz weil so gut wie zinslos. schuldner schlechter bonität bekommen entweder überhaupt nichts mehr und müssen durchgefüttert werden - siehe griechenland - oder gehen pleite oder müssen auf dauer nicht zu stemmende risikoaufschläge beim zins bezahlen. was hilft denn eine verbilligung um 0,2 oder 0,3 % aufgrund einer leitzinssenkung, wenn der risikoaufschlag, den die kreditgeber sehen wollen, bei 5 % ist und bleibt.
die möglichkeiten der EZB und der FED sind nun mal beschränkt. bernanke hat recht, wenn er den ball erst mal flach hält und ihn dahin zurückspielt, wohin er gehört: zur politik. aus gründen der zurückhaltung kommt noch pflichtschuldig ein bißchen europa-bashing dazu, aber bernanke weiß genau, dass die probleme der us-wirtschaft in erster linie hausgemacht sind, allem voran drücken das horrende haushaltsdefizit, das horrende außenhandelsdefizit, die horrenden militärausgaben usw.