wird zur Zeit fast ausschließlich an dem "Kernkapitalproblem" festgemacht. Auch hier in diesem Thread habe ich den Eindruck, dass nicht wenige Investierte glauben, eine Bewältigung dieser (zugegebenermaßen willkürlichen) Kapitalkriterien der EBA würde nachhaltig zu einer Kursexplosion bei COBA führen ! Am langen Ende hängt mE ein Aktienkurs aber doch noch davon ab, ob ein Unternehmen entsprechende Gewinne einfahren kann und somit seinen Wert (= Wert der Aktien) steigern kann. Darüber-und nur darüber, sollte man sich intensiv Gedanken machen, wenn man über den mittelfristigen Kurs der COBA nachdenkt. Ob diese Bank kurzfristig mal kurz auf 2,- steigen kann, ist doch wahrscheinlich ohnedies nur auf Zockertum zurückzuführen-kann vielleicht ein paar Leuten zwar die Chance bieten, ihre Verluste zu reduzieren, so sie ihr Depot von diesen Aktien befreien kann oder mag.
Nicht zu leugnen sind aber zwei Faktoren: Erstens verfallen die Banken langsam wieder in jene Schockstarre, in der sie Unternehmen kein Geld mehr leihen wollen. Frage also: wo sollen denn dann nachhaltige Erträge für die CoBa kommen?
Zweitens: Man will uns glauben machen, es käme eine "kleine" Rezession auf uns zu. Klein deshalb, weil sie diesmal ausnahmsweise nur 2 Quartälchen dauern soll. Hat von euch schon mal wer im historischen Vergleich erkennen können, dass es eine Rezession dieser geringen zeitlichen Ausdehnung gab? Mir ist nur die empirisch unterlegte Dauer von 5-8 Jahre dauernde Zyklen bekannt. Spricht auch nicht gerade für ein günstiges wirtschaftliches Umfeld für den Kurs der CoBa.
Drittens: Wer zum gegebenen Zeitpunkt glaubt, die Euro- bzw. Staatskrise könne bewältigt werden, das heisst, die Staaten können die Überschuldungen in den Griff bekommen, dem ist ein gewisses Maß an Leichtgläubigkeit nicht abzusprechen. Man beachte die politische Landschaft, insbesondere die Gestion der Gewerkschaften, die permanent drohen, die Staaten "kalt" zu stellen, sollte es tatsächlich jemand wagen, bei ihrem Klientel den Rotstift anzusetzen ! Im übrigen sind ja schon die Regierungsparteien uneins, eine Schuldenbeschränkung (vulgo Schuldenbremse) gesetzlich zu verankern-wohl gemerkt-in einer Zeit wo selbst dem größten Analphabeten klar sein dürfte, dass mit dem "über den Verhältnissen leben" langsam Schluss sein muss. Auch dem Wohl der nächsten Generation fühlt sich da offenbar keiner der Akteure verpflichtet.
Von der Politik dürfen wir zum gegebenen Zeitpunkt leider keine Lösungen mehr erwarten: in den meisten Ländern ist das politische Tagesgeschäft davon getragen, sich in Missgunst und Misstrauen Tag für Tag aufs Neue zu behindern und Parteikosmetik zu pflegen. Für erforderliche, wenn auch schmerzliche, Lösungsansätze bleibt da leider kein Spielraum mehr. Und vor diesem Hintergrund verkommt die EZB noch zu einer Badbank für Staatsanleihen, die der Markt nicht mehr absorbieren würde (zu diesem Zweck wurde meines Wissens die EZB allerdings nicht erfunden-oder täusche ich mich da ?).
Ein Rettungsfonds muss erfunden werden-und weil der im Verhältnis zu den Problemen der Staaten zu schwach bestückt ist, müssen so Tricks (nichts anderes ist das nämlich !) wie Hebelungen erfunden werden!
Mann, wenn ich vor diesem Hintergrund noch voller Euphorie auf eine Lösung der Eurokrise vertraue, dann muss ich schon ganz schön naiv sein. Es wird über kurz oder land so kommen, dass die Inflation weggaloppieren wird, und jene Leute, die immer brav gespart haben und nicht über ihre Verhältnisse gelebt haben, die Zeche zahlen müssen, indem ihre Ersparnisse über der Glut der Inflation"verdampfen".
Das mag vielen nicht gefallen oder gar möglich erscheinen, insbesondere jenem immer größeren Bevölkerungsteil, die in so Trashsendern wie RTL und SAT1 gezeigt wird (die Scheissens; X-Diaries; Mitten im Leben etc) bzw. jenen, die sich so einen Müll reflexionslos ansehen oder die mit dem Lesen von Mastdarmliteratur wie Charlotte Roches Werken für subtile Verkaufsrekorde sorgen. Diesem Bevölkerungsteil ist ja überwiegend nur eines gemein: sie tragen nichts zur Finanzierung des Staates bei-im Gegenteil, sie schädigen den Staat am laufenden Band, weil es ihnen von diesen Linksflügeln leicht gemacht wird, nicht "arbeiten" zu müssen.
MAn könnte noch stundenlang weiter lästern: Quintessenz für mich ist allerdings: es wird zu keiner nachhaltigen, von Vernunft getragener, Lösung der Probleme kommen. Denn dazu würden Einschnitte notwendig sein, und keine der betroffenen Klientels ist bereit, seinen Anteil zu tragen. Nein-die anderen sollen das machen, wer immer die sind.
Vor all diesen Hintergründen glaube ich persönlich nicht, dass wir nachhaltig explodierende Aktienkurse erleben werden ! (Man komme mir bitte jetzt nicht mit so Leuten wie Bernecker etc: der hat doch vor eineinhalb Jahren schon gesagt, der DAX sei in Bälde bei 12.000, war damals ein Heuler im Aktionär. Der kocht auch nur mit Wasser !
schön abnd noch !