Die Commerzbank verliert nach den schwachen Zahlen für das dritte Quartal und den sich eintrübenden Aussichten weiter an Zuspruch von Seiten der Analysten. So hat nun etwa die NordLB das Kursziel für die DAX-Titel dramatisch gesenkt und stuft die Aktie nur noch mit Halten ein.
Für die Commerzbank läuft es derzeit wirklich nicht rund: Anfang November gab der Konzern bekannt, wegen Abschreibungen auf griechische Schuldtitel in die roten Zahlen gerutscht zu sein. Das makroökonomische Umfeld trübt sich - auch in Deutschland - weiter ein, worunter die stark in der Mittelstandsfinanzierung engagierte Bank leiden dürfte. In diesem Marktumfeld dürfte es für die Commerzbank schwer werden, die Kernkapitalquote bis Mitte 2012 auf die geforderten 9,0 Prozent zu hieven, weshalb die Ratingagentur Fitch erneute Staatshilfen für möglich hält. Zudem senken nun auch immer mehr Analystenhäuser den Daumen.
So hat beispielsweise die NordLB die Aktie der Commerzbank nach den schwachen Zahlen für das dritte Quartal von "Kaufen" auf "Halten" abgestuft. Das Kursziel wurde zudem von 3,50 auf 1,75 Euro halbiert. Analyst Michael Seufert begründete diesen Schritt mit dem Verlust im abgelaufenen Quartal und den Belastungen durch die eskalierende europäische Schuldenkrise, unter denen allmählich auch das Kundengeschäft der Großbank leiden dürfte. Seufert schließt im gegenwärtig schwierigen Umfeld eine weitere Kapitalerhöhung nicht aus. Daher empfiehlt er die Commerzbank trotz der niedrigen Bewertung nicht mehr zum Kauf.
Nur für Mutige
Die Lage bei der Commerzbank bleibt äußerst schwierig. Aus charttechnischer Sicht kommt der Haltezone knapp oberhalb des Jahrestiefs um 1,50 Euro eine große Bedeutung zu. Sollte die Aktie unter das Tief vom 13. September bei 1,47 Euro rutschen, wäre eine Beschleunigung der Talfahrt bis in den Bereich um 1,30 Euro möglich.
Setzt sich am Markt allerdings die Meinung durch, dass bei der Commerzbank nun alles Negative eingepreist ist, könnte es schnell in Richtung zwei Euro gehen. Einsteigen sollten nur Mutige, die ihre Position mit einem engen Stopp absichern. Attraktiver erscheinen derzeit die Titel der Deutschen Bank, die besser kapitalisiert ist und weniger unter einer konjunkturellen Eintrübung leidet.
www.deraktionaer.de/aktien-deutschland/...albiert-17353709.htm
www.aktien-meldungen.de/Analysen/Verkaufen/...-55-Euro-2984930