Das ist ja ein Alptraum !
Kaum vergehen ein paar Tage nach meinen Postings, so zeigen sich alle darin erwähnten Befürchtungen als bewahrheitet. Der Abverkauf großer Mengen durch die Allianz, die gleichen Berechnungen die ich gestern gemacht habe werden auch von Reuter gemeldet, und die dazugehörigen Werte der nicht berücksichtigten noch ausstehenden Auslandsgeschäfte...usw. (grusel).
Die Frage, die heute Vormittag aufgeworfen wurde, wen das interessiere, kann ich natürlich nicht beantworten, da dies ein Forum ist, an dem die eigene Meinung preisgegeben wird, ohne dass es in der Regel einer Aufforderung dazu bedarf. Ob der Beitrag den Leser interessiert, muss dieser selbst entscheiden, kann das aber erst nachdem er den Beitrag gelesen hat. Der Herausgeber des Beitrages ist jedoch nicht an ein Interesse gebunden, sondern verfolgt damit nur die Bekanntgabe seiner Meinung oder zitiert aus anderen Publikationen (hoffentlich richtig unter der Quellenangabe). Der Hinweis auf die sich drehende Welt und die sich ändernden Fakten ist natürlich richtig, aber darauf kommt es gar nicht an. Ich zeige nur den Weg auf, dieser bleibt in der Richtung unverändert, die "Schrittlänge" dabei ist der ständigen Änderung unterworfen. Mein Weg ist es die Marktentwicklung der Commerzbank zu verfolgen und dabei möglichst frühzeitig den Rahmen zu erkennen, der für mich das Zeichen ist eine neue Position von Aktien der Commerbank aufzubauen. Einige Faktoren sind für mich Teil des Weges, die unveränderlich sind - wie der Zeitpunkt, der nach Abschluss der Kapitalmassnahmen liegen muss. Ich halte diese Vorgehensweise für eine schlüssige Form der Anlagestrategie und habe sie im Forum bekannt gegeben - es könnte ja sein, dass andere Anleger unterschiedliche Strategien vergleichen möchten.
Da der Chef meiner Hausbank fast so gerissen ist wie ich selbst, finde ich es bemerkenswert, wie er die Garantiebeteiligung offensichtlich über ein Dreiecksgeschäft finanzieren will. Ackermann als Garantiegeber für die Deutsche Bank AG hält natürlich nicht nur selbst ca. 1% der Commerzbank sondern weit mehr an der Allianz AG. Die Allianz AG selbst hält zur Zeit noch über 5%. Ein Verkauf würde natürlich Geld in die Kasse der Allianz spülen, welches wiederum den Anteil besser bewertet, den die Deutsche Bank AG an der Allianz hält. Dadurch würden Kapitalbeträge die in der Bilanz der Deutschen Bank als Passiva ausgewiesen werden müssten (=Garantiezahlung) durch die verbesserte Bewertung der vorhandenen Aktiva an der Allianz zumindest zum Teil ausgeglichen. Umgekehrt würde die Bilanz der Allianz AG, die ebenfalls einen Anteil an der Deutschen Bank AG innehat, nicht durch die negative Bewertung der Garantieleistung betroffen. Unter dem Strich würde die Beteiligung an der Garantieleistung durch den Verkauf fast wertlos gewordener Commerzbankaktien finanziert. Ich vermute, dass der Verkauf der Commerzbankanteile durch die Allianz noch vor der zweiten Marge der Kapitalerhöhung erfolgt, damit obendrein nach der Ausgabe der neuen Aktien und dem Kursverfall, die gewünschte Langzeitinvestition zu weit billigeren Konditionen wieder aufgenommen werden kann. (Aktienrückkauf)Hier würde eine Hand die andere waschen, und nur Neider würden Böses dabei denken. (und die Aktien der Commerzbank wären wirklich nur Peanuts)
Alles Gute
Der Chartlord
