schreibt die „Wirtschaftswoche“ zur jüngsten Kapitalmaßnahme der Commerzbank, die Hybridanleihen in neue Aktien umtauscht: „Mit einem Dreh“ habe sich die Commerzbank gut 600 Mio. Euro geholt, poliere ihre Bilanz auf und bereite sich auf die schärferen Kapitalvorschriften (Basel III) vor. Anerkennend heißt es weiter: Da die Bank „beim Verkauf der neuen Aktien mehr erlöst als den zuletzt gebuchten Wert der Anleihen, macht sie wahrscheinlich auch noch 300 Mio. Euro Zusatzgewinn. Coba-Aktien sollten sich nach dem ersten Schock über die überraschende Kapitalerhöhung wieder fangen.“ In einem Unternehmenscheck verleiht die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ der Commerzbank die Wertung „+“ und kommentiert die Kapitalmaßnahme wie folgt: „Dass dieses Manöver vergangene Woche geglückt ist, macht Hoffnung: Vielleicht findet die Commerzbank eines Tages so viele neue Investoren, dass sie mit deren Geld endlich ihre Staatshilfe zurückzahlen kann.“ Die „WamS“ bezeichnet die Kapitalerhöhung, „die sich quasi selbst finanziert“, als „cleveren Schritt“ von Vorstandschef Martin Blessing: „Er kaufte Nachranganleihen zurück, die am Markt weit unter ihrem Buchwert notieren, und gab im Gegenzug neue Aktien aus.“ Dies sei allerdings nur „ein kleiner Testlauf – für eine echte Kapitalerhöhung, die früher oder später kommen muss.“ Gleichwohl moniert der Autor, die Bank komme im operativen Geschäft sowie beim Verkauf von Unternehmenstöchtern nicht so gut voran. In einer Marktanalyse spricht „Euro am Sonntag“ von einem „geschickte(n) Schachzug“ der Commerzbank, wenngleich nicht vergessen werden sollte, dass die Bank 18 Mrd. Euro brauche, um den Staat auszuzahlen. (Wirtschaftwoche, 17.1.11/S105; Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 16.1.11/S37; Euro am Sonntag, 15.1.11/S32; Welt am Sonntag, 16.1.11/S30 u. a.)