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Meldung des Tages: Gold-Aktie vor Neubewertung? Über 200 Meter Gold: Warum diese Aktie jetzt in den Fokus der Profis rückt

Fanuc Aktie

Aktie
WKN:  863731 ISIN:  JP3802400006 US-Symbol:  FANUF Branche:  Maschinen Land:  Japan
36,50 €
+2,14 €
+6,23%
21:08:44 Uhr
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
29,05 Mrd. €
Streubesitz
47,51%
KGV
26,25
Dividende
47,58 ¥
Index-Zuordnung
Fanuc Aktie Chart

Unternehmensbeschreibung

Fanuc Corp ist ein japanischer Premiumanbieter für industrielle Automatisierung mit Fokus auf numerische Steuerungen, Industrieroboter und vernetzte Fabriklösungen. Das Unternehmen zählt weltweit zu den technologischen Referenzen für CNC-Systeme und Robotik in der Serienfertigung. Fanuc agiert als integrierter Lösungsanbieter entlang der Wertschöpfungskette von Werkzeugmaschinen, Automotive, Elektronikfertigung und allgemeiner Industrie. Die Mission besteht darin, mit hochzuverlässigen, standardisierten und zugleich skalierbaren Automatisierungslösungen die Produktivität seiner Kunden zu maximieren und Fertigungsprozesse zu stabilisieren. Im Zentrum steht das Prinzip der hochverfügbaren, durchgängig vernetzten „Factory Automation“, die Stillstandszeiten minimiert und reproduzierbare Qualitätsniveaus sicherstellt. Für langfristig orientierte, konservative Investoren ist Fanuc vor allem als global positionierter Enabler der industriellen Automatisierung und Robotik von Bedeutung, der tief in die Produktionsinfrastrukturen seiner Kunden eingebettet ist.

Geschäftsmodell und Wertschöpfung

Das Geschäftsmodell von Fanuc basiert auf der Entwicklung, Produktion und dem weltweiten Vertrieb von Hardware- und Softwaresystemen für industrielle Automatisierung. Kern ist ein vertikal integrierter Ansatz: Ein Großteil der wichtigsten Komponenten und Steuerungen wird selbst entwickelt und produziert, um Qualität, Fertigungstiefe und technologische Souveränität zu sichern. Fanuc erwirtschaftet seine Umsätze primär über den Verkauf von CNC-Steuerungen, Industrierobotern, roboterbasierten Fertigungszellen, Werkzeugmaschinen (Robodrill, Robocut, Roboshot) sowie ergänzender Software und Services. Ergänzend spielen Instandhaltung, Retrofits, Ersatzteile, Remote-Monitoring und Optimierungsdienstleistungen eine strategische Rolle, da sie einen hohen Anteil wiederkehrender Erlöse und eine enge Kundenbindung ermöglichen. Das Unternehmen verfolgt traditionell eine konservative Bilanzpolitik mit ausgeprägtem Kostenbewusstsein, hoher Automatisierung der eigenen Produktion und standardisierten Produktplattformen. So kann Fanuc Zyklizität in den Endmärkten industrieller Investitionsgüter teilweise abfedern. Die starke Präsenz in Asien, Europa und Nordamerika ermöglicht eine Diversifikation über Branchen und Regionen hinweg, bleibt jedoch klar auf kapitalintensive, exportorientierte Industriecluster ausgerichtet.

Produkte, Dienstleistungen und Business Units

Fanuc gliedert sein Angebot im Wesentlichen in drei zentrale Geschäftsbereiche, die teilweise als Business Units wahrgenommen werden:
  • Factory Automation (FA): CNC-Steuerungen, Servoantriebe, Motoren und verwandte Komponenten für Werkzeugmaschinen und Automatisierungslösungen. Dieser Bereich bildet die historisch gewachsene Kernkompetenz und ist in zahlreichen Werkzeugmaschinen globaler OEMs verbaut.
  • Robotics: Industrieroboter für Schweißen, Handling, Palettieren, Lackieren, Montage und andere Anwendungen. Das Portfolio reicht von kollaborationsfähigen Leichtbaurobotern bis hin zu Hochlastrobotern für Schwerindustrie und Automotive. Integrationsfähige Steuerungsplattformen und Softwaretools vervollständigen das Angebot.
  • Robomachines: Standardisierte Werkzeugmaschinen wie Robodrill (Bearbeitungszentren), Robocut (Drahterodiermaschinen) und Roboshot (elektrische Spritzgießmaschinen). Diese Maschinen dienen oft als hochautomatisierte, kompakte Produktionszellen und sind auf hohe Präzision und Wiederholgenauigkeit ausgelegt.
Ergänzt wird das Produktportfolio durch Software für Produktionsdatenanalyse, Condition Monitoring und Fernwartung sowie durch Engineering-Dienstleistungen, Schulungen und Lifecycle-Services. Die Service- und Supportstruktur mit regionalen Technical Centers bildet einen wesentlichen Bestandteil des Geschäftsmodells, da gerade in der Automatisierung kurze Reaktionszeiten, Ersatzteilverfügbarkeit und Applikationsunterstützung kaufentscheidend sind.

Mission, Technologieausrichtung und Unternehmensphilosophie

Die Mission von Fanuc lässt sich auf die Bereitstellung hochzuverlässiger, einfach zu bedienender und langfristig supportbarer Automatisierungstechnologie verdichten. Im Zentrum steht die Reduktion von Ausfallrisiken und Prozessvariabilität bei gleichzeitig hoher Produktivität. Die Unternehmensphilosophie betont Standardisierung, Robustheit und langfristige Kundenbeziehungen statt kurzlebiger Trendprodukte. Fanuc betreibt umfangreiche F&E in den Bereichen CNC-Technologie, Servoantriebe, Roboterkinematik, Antriebstechnik, Bildverarbeitung und vernetzte Produktionssysteme. Die sogenannte „FIELD“-Plattform (Factory Automation Edge-Intelligence in der Distributed network) adressiert Themen wie Industrial IoT, Datenanalyse und Optimierung von Fertigungsprozessen auf Shopfloor-Ebene. Gleichwohl verfolgt das Unternehmen einen pragmatischen Ansatz: Neue Software- und Datenlösungen sollen vor allem die Verfügbarkeit und Effizienz der physischen Maschinen steigern und nicht zum Selbstzweck werden. Die langfristig ausgerichtete Mission spiegelt sich in der konsequenten Orientierung an industriellen Kernanwendungen wider, in denen Zuverlässigkeit, Lebensdauer und Servicefähigkeit wichtiger sind als maximale Funktionsvielfalt.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Fanuc verfügt über mehrere strukturelle Moats, die im globalen Wettbewerb für industrielle Automatisierung substanzielle Eintrittsbarrieren schaffen:
  • Tief integrierte CNC- und Robotikkompetenz: Die Kombination aus eigener CNC-Entwicklung, Servotechnik, Robotersteuerung und Maschinenbau ist im Markt vergleichsweise selten. Diese Integration ermöglicht abgestimmte Gesamtsysteme mit hoher Zuverlässigkeit und geringen Schnittstellenrisiken.
  • Installierte Basis: Weltweit sind Hunderttausende CNC-Systeme und Roboter von Fanuc im Einsatz. Diese installierte Basis sichert langfristige Serviceumsätze und erschwert Anbieterwechsel, da Produktionsprozesse, Bediener-Know-how und Ersatzteillogistik eng mit der Fanuc-Plattform verzahnt sind.
  • Standardisierung und Skaleneffekte: Fanuc setzt stark auf modulare, standardisierte Plattformen statt hochgradig kundenspezifischer Sonderlösungen. Dadurch entstehen Skaleneffekte in Fertigung, Entwicklung und Service, die wiederum zu Wettbewerbsfähigkeit bei gleichzeitig hohen Margen beitragen können.
  • Ruf für Zuverlässigkeit: Die Marke Fanuc gilt in vielen Industriezweigen als Synonym für robuste, wartungsarme Automationstechnik. Dieser Ruf reduziert für Kunden das wahrgenommene Ausfallrisiko und stärkt die Preissetzungsmacht bei kritischen Anwendungen.
Diese Burggräben werden zusätzlich durch langjährige OEM-Kooperationen, insbesondere mit Werkzeugmaschinenherstellern und großen Industrieunternehmen, gestützt. Ein Wechsel zu konkurrierenden Systemen würde nicht nur Investitionen in Hardware, sondern auch in Schulung, Softwareintegration und Prozessanpassung erfordern, was faktisch zu hohen Wechselkosten führt.

Wettbewerbsumfeld und Vergleichsposition

Fanuc bewegt sich in einem oligopolistisch geprägten Markt für hochentwickelte Automatisierungslösungen. Zu den wesentlichen Wettbewerbern im Bereich Roboter zählen insbesondere Yaskawa Electric, ABB und KUKA, ergänzt durch regionale Anbieter in China und anderen Wachstumsmärkten. Im CNC-Segment konkurriert Fanuc vor allem mit Unternehmen wie Mitsubishi Electric, Siemens und Heidenhain, je nach Region und Anwendungsbereich. Im Maschinenbereich (Robomachines) stehen internationale Werkzeugmaschinen- und Spritzgießmaschinenhersteller im Wettbewerb, häufig mit stärkerem Fokus auf individuelle Sonderlösungen. Fanuc unterscheidet sich von vielen Wettbewerbern durch seine konsequente Fokussierung auf Standardplattformen, hohe Fertigungstiefe und den Anspruch, als Komplettanbieter vom Steuerungssystem bis zur Robotik aufzutreten. Während europäische und einige japanische Wettbewerber häufig stärker auf kundenspezifische Engineering-Projekte setzen, versucht Fanuc, projektgetriebene Risiken zu begrenzen und die Komplexität im Produktportfolio kontrollierbar zu halten. Im Bereich Industrial IoT und datenbasierte Services sieht sich das Unternehmen einem intensiven Wettbewerb durch klassische Automatisierungshausen, Softwareanbieter und Plattformbetreiber gegenüber, versucht aber, den eigenen Vorteil durch direkte Nähe zur Maschine und langjährige Applikationserfahrung auszuspielen.

Management, Governance und Strategie

Fanuc wird traditionell stark vom japanischen Managementstil geprägt, der auf Kontinuität, technischer Exzellenz und vorsichtiger Finanzpolitik basiert. Das Top-Management verfolgt eine langfristige, eher risikoaverse Expansionsstrategie. Schwerpunkte liegen auf Ausbau der globalen Service- und Vertriebsstruktur, weiterer Automatisierung der eigenen Produktion am Stammsitz in Japan und selektiven Investitionen in F&E für neue Roboteranwendungen, energieeffiziente Antriebstechnik und datenbasierte Optimierungstools. Das Unternehmen zeigt im Vergleich zu vielen westlichen Konkurrenten eine tendenziell konservative Haltung gegenüber aggressiven Akquisitionen und setzt stärker auf organisches Wachstum und vertiefte Partnerschaften mit Maschinenbauern und Endkunden. Für institutionelle und konservative Anleger bedeutet dies in der Regel geringere Integrationsrisiken, aber auch ein potenziell langsameres Vorantreiben neuer Geschäftsfelder. Corporate-Governance-Themen wie Kapitalallokation, Dividendenpolitik und Umgang mit Liquiditätsreserven stehen wiederholt im Fokus internationaler Investoren, wobei Fanuc dazu neigt, eine gewisse finanzielle Sicherheitsmarge zu wahren.

Regionale Präsenz und Branchenfokus

Fanuc ist global tätig, mit operativen Schwerpunkten in Asien, Europa und Nordamerika. Japan und andere asiatische Industrieländer stellen traditionell einen wichtigen Absatzmarkt dar, während China aufgrund seines hohen Automatisierungsbedarfs und der Reindustrialisierungspolitik eine strategische Schlüsselrolle einnimmt. In Europa ist Fanuc in Deutschland, Italien und anderen Fertigungszentren der Metall- und Automotiveindustrie präsent. In Nordamerika profitieren die Lösungen von Trends zur Re- oder Nearshoring-Produktion und der Modernisierung bestehender Fabriken. Branchenseitig ist Fanuc stark im Automotive-Sektor, in der Elektronikfertigung, im Maschinenbau, in der Medizintechnik sowie in der allgemeinen Metallbearbeitung vertreten. Zyklische Investitionsphasen, etwa bei Automobilherstellern oder Halbleiter- und Elektronikproduzenten, beeinflussen die Nachfrage spürbar. Gleichzeitig weist der globale Trend zu Robotik, CNC-Automatisierung und Smart Factory eine strukturell positive, langfristige Richtung auf. Regionale politische Faktoren, etwa Industrie- und Handelspolitik zwischen den USA, China, Japan und Europa, können die Investitionsneigung einzelner Kundengruppen verstärken oder dämpfen.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Fanuc entstand in der Mitte des 20. Jahrhunderts aus der numerischen Steuerungstechnik eines großen japanischen Elektrokonzerns heraus und wurde in den 1970er-Jahren als eigenständiges Unternehmen etabliert. Der frühe Fokus auf CNC-Steuerungen für Werkzeugmaschinen legte den Grundstein für die heutige Marktstellung. In den folgenden Jahrzehnten expandierte Fanuc schrittweise in die Robotik und entwickelte Industrieroboter für Schweiß-, Handling- und Montageaufgaben, zunächst stark getrieben durch die Bedürfnisse der japanischen und internationalen Automobilindustrie. Die erfolgreiche Internationalisierung begann mit Niederlassungen und Servicezentren in Europa und Nordamerika, um die Nähe zu globalen OEMs und zu exportorientierten Mittelständlern zu erhöhen. In den 1990er- und 2000er-Jahren wurden die Geschäftsbereiche für Robomachines (z. B. Robodrill, Robocut, Roboshot) ausgebaut, um komplette, hochautomatisierte Fertigungszellen anzubieten. Parallel investierte das Unternehmen in den Ausbau seines Produktionscampus in Japan, der selbst als weitgehend automatisierte „Lights Out Factory“ gilt und die eigene Kompetenz im Bereich Factory Automation demonstriert. Mit der schrittweisen Einführung datenbasierter Lösungen und Plattformen für Industrie 4.0/Smart Factory stärkte Fanuc seine Rolle als Bindeglied zwischen Hardware, Software und Produktionsdaten.

Besonderheiten der Unternehmensausrichtung

Fanuc zeichnet sich durch einige Besonderheiten aus, die das Profil im Vergleich zu vielen börsennotierten Industriekonzernen schärfen:
  • Hohe Automatisierung der Eigenfertigung: Der Konzern nutzt seine eigenen Roboter und CNC-Systeme in großem Umfang in der eigenen Produktion, was sowohl als Referenzprojekt für Kunden als auch als Effizienzhebel fungiert.
  • Starker Fokus auf Standardprodukte: Statt breiter Diversifikation in zahlreiche Nebengeschäfte konzentriert sich Fanuc auf wenige, aber sehr tiefe Produktlinien mit kontinuierlicher technologischer Weiterentwicklung.
  • Konservative Bilanz- und Ausschüttungspolitik: Das Unternehmen tendiert zu hohen finanziellen Reserven, was die Resilienz in Rezessionen erhöht, aber auch Diskussionen über eine effizientere Kapitalverwendung auslöst.
  • Technologie- statt Marketingorientierung: Die Markenwahrnehmung basiert primär auf technischen Leistungsdaten und Betriebserfahrung in den Fabriken, weniger auf Endkunden-Branding. Dies passt zur Rolle als B2B-Zulieferer im Investitionsgüterbereich.
Diese Merkmale machen Fanuc besonders interessant für Anleger, die Wert auf technologische Führerschaft, industrielle Kernkompetenz und eine eher risikoaverse Unternehmensführung legen, zugleich aber bereit sind, zyklische Schwankungen in der Nachfrage nach Investitionsgütern zu akzeptieren.

Chancen für langfristige Investoren

Aus Sicht eines konservativen Anlegers liegen die Chancen eines Engagements in Fanuc vor allem in strukturellen Industrie- und Technologietrends:
  • Zunehmende Automatisierung: Der globale Trend zur Robotisierung, Fachkräftemangel in vielen Industrieländern und das Erfordernis stabiler, qualitativ konstanter Produktionsprozesse begünstigen Anbieter von CNC- und Robotiklösungen.
  • Smart Factory und Industrie 4.0: Die wachsende Nachfrage nach vernetzten, datengetriebenen Fertigungssystemen eröffnet zusätzliche Potenziale für Software, Edge-Computing und Servicegeschäft rund um die installierte Basis.
  • Demografischer Wandel in Industrieländern: Alternde Belegschaften erhöhen den Druck zur Automatisierung körperlich belastender und repetitiver Tätigkeiten, was Robotiklösungen unterstützt.
  • Starke Marktposition: Die Kombination aus Marke, installierter Basis, Technologiekompetenz und globalem Servicenetzwerk kann Fanuc helfen, auch in intensiven Wettbewerbsphasen relevante Marktanteile zu halten.
Für langfristige Investoren mit Fokus auf Qualitätstitel könnte Fanuc damit als potenzielles Kerninvestment im Segment industrielle Automation und Robotik gelten, vorausgesetzt, die typischen Schwankungen in Investitionszyklen werden bewusst in Kauf genommen.

Risiken und zentrale Unsicherheiten

Gleichzeitig bestehen für ein Investment in Fanuc mehrere wesentliche Risiken, die insbesondere für konservative Anleger sorgfältig zu berücksichtigen sind:
  • Zyklizität der Investitionsgütermärkte: Fanuc ist stark von Investitionszyklen in Automotive, Maschinenbau und Elektronik abhängig. In Rezessionen oder bei strukturellen Umbrüchen können Auftragsrückgänge deutlich ausfallen.
  • Wettbewerbsdruck, insbesondere aus China: Lokale Wettbewerber in China und anderen Schwellenländern entwickeln zunehmend eigene Roboter- und CNC-Lösungen, zum Teil mit preisaggressiven Strategien und politischer Unterstützung. Dies kann Margen und Marktanteile belasten.
  • Technologischer Wandel: Trends wie kollaborative Robotik, KI-gestützte Bildverarbeitung und neue Softwareplattformen erfordern kontinuierliche F&E-Investitionen. Ein Nachlassen der Innovationskraft oder Fehleinschätzungen bei Technologietrends könnten die Wettbewerbsposition schwächen.
  • Wechselkurs- und Standortabhängigkeit: Die starke Verankerung der Produktion in Japan und die globale Umsatzverteilung machen Fanuc sensitiv gegenüber Wechselkursbewegungen und handelspolitischen Spannungen.
  • Corporate-Governance- und Kapitalallokationsfragen: Eine sehr konservative Kapitalpolitik kann zwar Stabilität liefern, gleichzeitig aber Opportunitätskosten verursachen, wenn überschüssige Mittel nicht effizient eingesetzt werden.
Vor diesem Hintergrund erscheint Fanuc primär für Anleger geeignet, die eine langfristige Perspektive, hohe Risikotoleranz gegenüber Konjunkturschwankungen und ein ausgeprägtes Verständnis für technologische und geopolitische Rahmenbedingungen in der Industrieautomation mitbringen. Eine eindeutige Anlageempfehlung lässt sich daraus nicht ableiten; vielmehr hängt die Eignung eines Investments stark von der individuellen Risikopräferenz und Portfolioeinbettung ab.

Realtime-Kursdaten

Geld/Brief 36,10 € / 36,50 €
Spread +1,11%
Schluss Vortag 34,36 €
Gehandelte Stücke 5.850
Tagesvolumen Vortag 396.409,0 €
Tagestief 34,87 €
Tageshoch 36,50 €
52W-Tief 19,10 €
52W-Hoch 37,50 €
Jahrestief 33,11 €
Jahreshoch 37,50 €

News

NEU
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5 defensive Top-Picks für 2026!
14.01.26
ARIVA.DE Redaktion

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Nachrichtenlage zusammengefasst: Warum ist die Fanuc Aktie heute gestiegen?

  • Fanuc Corp. hat pläne zur Erweiterung ihrer Produktionskapazitäten bekannt gegeben, um der steigenden Nachfrage in der Automatisierungsbranche gerecht zu werden.
  • Die aktuellen Unternehmenszahlen zeigen ein starkes Wachstum im Bereich der Robotertechnik, was zu optimistischen Prognosen für die nächste finanzielle Periode geführt hat.
  • Analysten heben die Bemühungen von Fanuc hervor, ihre Technologie zu diversifizieren, um Wettbewerbsvorteile in einem sich schnell verändernden Markt zu sichern.
Hinweis

Fundamentale Kennzahlen (2024)

Umsatz in Mio. 797.129 ¥
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. 158.846 ¥
Jahresüberschuss in Mio. 147.557 ¥
Umsatz je Aktie 854,24 ¥
Gewinn je Aktie 158,13 ¥
Gewinnrendite +8,56%
Umsatzrendite +18,51%
Return on Investment +7,62%
Marktkapitalisierung in Mio. 3,87 M ¥
KGV (Kurs/Gewinn) 26,25
KBV (Kurs/Buchwert) 2,25
KUV (Kurs/Umsatz) 4,86
Eigenkapitalrendite +8,56%
Eigenkapitalquote +89,03%

Dividenden Kennzahlen

Auszahlungen/Jahr 2
Gesteigert seit 1 Jahr
Keine Senkung seit 1 Jahr
Stabilität der Dividende 0,7 (max 1,00)
Jährlicher 12,81% (5 Jahre)
Dividendenzuwachs 0,34% (10 Jahre)
Ausschüttungs- 60% (auf den Gewinn/FFO)
quote 44,3% (auf den Free Cash Flow)
Erwartete Dividendensteigerung 7,23%

Dividenden Historie

Datum Dividende
29.09.2025 47,58 ¥ (0,27 €)
28.03.2025 49,88 ¥ (0,31 €)
27.09.2024 36,36 ¥ (0,22 €)
28.03.2024 43,88 ¥ (0,27 €)
28.09.2023 39,00 ¥ (0,25 €)
30.03.2023 54,33 ¥ (0,38 €)
29.09.2022 259,60 ¥ (1,85 €)
30.03.2022 239,68 ¥ (1,76 €)
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Termine

31.03.2026 Quartalsmitteilung
Quelle: Leeway

Prognose & Kursziel

Keine aktuellen Prognosen oder Kursziele bekannt.

Übersicht Handelsplätze

Handelsplatz
Letzter
Änderung
Vortag
Zeit
Düsseldorf 35,47 € +4,51%
33,94 € 19:31
Frankfurt 35,75 € +4,84%
34,10 € 17:46
Hamburg 35,80 € +0,99%
35,45 € 19:15
Hannover 35,55 € +4,53%
34,01 € 17:25
München 35,45 € -0,08%
35,48 € 08:10
Stuttgart 35,85 € +4,55%
34,29 € 20:48
L&S RT 36,005 € +3,91%
34,65 € 21:22
Nasdaq OTC Other 42,415 $ +4,48%
40,595 $ 20:56
Tradegate 36,50 € +6,23%
34,36 € 21:08
Quotrix 35,31 € +0,80%
35,03 € 07:27
Gettex 36,48 € +6,60%
34,22 € 21:23
Weitere Börsenplätze

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
21.01.26 35,29 82 T
20.01.26 34,36 396 T
19.01.26 35,89 238 T
16.01.26 36,36 68 T
15.01.26 36,52 212 T
14.01.26 37,41 320 T
Weitere Historische Kurse

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 37,41 € -5,64%
1 Monat 31,94 € +10,52%
6 Monate 22,43 € +57,38%
1 Jahr 28,88 € +22,23%
5 Jahre 43,44 € -18,74%

Unternehmensprofil Fanuc Corp

Fanuc Corp ist ein japanischer Premiumanbieter für industrielle Automatisierung mit Fokus auf numerische Steuerungen, Industrieroboter und vernetzte Fabriklösungen. Das Unternehmen zählt weltweit zu den technologischen Referenzen für CNC-Systeme und Robotik in der Serienfertigung. Fanuc agiert als integrierter Lösungsanbieter entlang der Wertschöpfungskette von Werkzeugmaschinen, Automotive, Elektronikfertigung und allgemeiner Industrie. Die Mission besteht darin, mit hochzuverlässigen, standardisierten und zugleich skalierbaren Automatisierungslösungen die Produktivität seiner Kunden zu maximieren und Fertigungsprozesse zu stabilisieren. Im Zentrum steht das Prinzip der hochverfügbaren, durchgängig vernetzten „Factory Automation“, die Stillstandszeiten minimiert und reproduzierbare Qualitätsniveaus sicherstellt. Für langfristig orientierte, konservative Investoren ist Fanuc vor allem als global positionierter Enabler der industriellen Automatisierung und Robotik von Bedeutung, der tief in die Produktionsinfrastrukturen seiner Kunden eingebettet ist.

Geschäftsmodell und Wertschöpfung

Das Geschäftsmodell von Fanuc basiert auf der Entwicklung, Produktion und dem weltweiten Vertrieb von Hardware- und Softwaresystemen für industrielle Automatisierung. Kern ist ein vertikal integrierter Ansatz: Ein Großteil der wichtigsten Komponenten und Steuerungen wird selbst entwickelt und produziert, um Qualität, Fertigungstiefe und technologische Souveränität zu sichern. Fanuc erwirtschaftet seine Umsätze primär über den Verkauf von CNC-Steuerungen, Industrierobotern, roboterbasierten Fertigungszellen, Werkzeugmaschinen (Robodrill, Robocut, Roboshot) sowie ergänzender Software und Services. Ergänzend spielen Instandhaltung, Retrofits, Ersatzteile, Remote-Monitoring und Optimierungsdienstleistungen eine strategische Rolle, da sie einen hohen Anteil wiederkehrender Erlöse und eine enge Kundenbindung ermöglichen. Das Unternehmen verfolgt traditionell eine konservative Bilanzpolitik mit ausgeprägtem Kostenbewusstsein, hoher Automatisierung der eigenen Produktion und standardisierten Produktplattformen. So kann Fanuc Zyklizität in den Endmärkten industrieller Investitionsgüter teilweise abfedern. Die starke Präsenz in Asien, Europa und Nordamerika ermöglicht eine Diversifikation über Branchen und Regionen hinweg, bleibt jedoch klar auf kapitalintensive, exportorientierte Industriecluster ausgerichtet.

Produkte, Dienstleistungen und Business Units

Fanuc gliedert sein Angebot im Wesentlichen in drei zentrale Geschäftsbereiche, die teilweise als Business Units wahrgenommen werden:
  • Factory Automation (FA): CNC-Steuerungen, Servoantriebe, Motoren und verwandte Komponenten für Werkzeugmaschinen und Automatisierungslösungen. Dieser Bereich bildet die historisch gewachsene Kernkompetenz und ist in zahlreichen Werkzeugmaschinen globaler OEMs verbaut.
  • Robotics: Industrieroboter für Schweißen, Handling, Palettieren, Lackieren, Montage und andere Anwendungen. Das Portfolio reicht von kollaborationsfähigen Leichtbaurobotern bis hin zu Hochlastrobotern für Schwerindustrie und Automotive. Integrationsfähige Steuerungsplattformen und Softwaretools vervollständigen das Angebot.
  • Robomachines: Standardisierte Werkzeugmaschinen wie Robodrill (Bearbeitungszentren), Robocut (Drahterodiermaschinen) und Roboshot (elektrische Spritzgießmaschinen). Diese Maschinen dienen oft als hochautomatisierte, kompakte Produktionszellen und sind auf hohe Präzision und Wiederholgenauigkeit ausgelegt.
Ergänzt wird das Produktportfolio durch Software für Produktionsdatenanalyse, Condition Monitoring und Fernwartung sowie durch Engineering-Dienstleistungen, Schulungen und Lifecycle-Services. Die Service- und Supportstruktur mit regionalen Technical Centers bildet einen wesentlichen Bestandteil des Geschäftsmodells, da gerade in der Automatisierung kurze Reaktionszeiten, Ersatzteilverfügbarkeit und Applikationsunterstützung kaufentscheidend sind.

Mission, Technologieausrichtung und Unternehmensphilosophie

Die Mission von Fanuc lässt sich auf die Bereitstellung hochzuverlässiger, einfach zu bedienender und langfristig supportbarer Automatisierungstechnologie verdichten. Im Zentrum steht die Reduktion von Ausfallrisiken und Prozessvariabilität bei gleichzeitig hoher Produktivität. Die Unternehmensphilosophie betont Standardisierung, Robustheit und langfristige Kundenbeziehungen statt kurzlebiger Trendprodukte. Fanuc betreibt umfangreiche F&E in den Bereichen CNC-Technologie, Servoantriebe, Roboterkinematik, Antriebstechnik, Bildverarbeitung und vernetzte Produktionssysteme. Die sogenannte „FIELD“-Plattform (Factory Automation Edge-Intelligence in der Distributed network) adressiert Themen wie Industrial IoT, Datenanalyse und Optimierung von Fertigungsprozessen auf Shopfloor-Ebene. Gleichwohl verfolgt das Unternehmen einen pragmatischen Ansatz: Neue Software- und Datenlösungen sollen vor allem die Verfügbarkeit und Effizienz der physischen Maschinen steigern und nicht zum Selbstzweck werden. Die langfristig ausgerichtete Mission spiegelt sich in der konsequenten Orientierung an industriellen Kernanwendungen wider, in denen Zuverlässigkeit, Lebensdauer und Servicefähigkeit wichtiger sind als maximale Funktionsvielfalt.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Fanuc verfügt über mehrere strukturelle Moats, die im globalen Wettbewerb für industrielle Automatisierung substanzielle Eintrittsbarrieren schaffen:
  • Tief integrierte CNC- und Robotikkompetenz: Die Kombination aus eigener CNC-Entwicklung, Servotechnik, Robotersteuerung und Maschinenbau ist im Markt vergleichsweise selten. Diese Integration ermöglicht abgestimmte Gesamtsysteme mit hoher Zuverlässigkeit und geringen Schnittstellenrisiken.
  • Installierte Basis: Weltweit sind Hunderttausende CNC-Systeme und Roboter von Fanuc im Einsatz. Diese installierte Basis sichert langfristige Serviceumsätze und erschwert Anbieterwechsel, da Produktionsprozesse, Bediener-Know-how und Ersatzteillogistik eng mit der Fanuc-Plattform verzahnt sind.
  • Standardisierung und Skaleneffekte: Fanuc setzt stark auf modulare, standardisierte Plattformen statt hochgradig kundenspezifischer Sonderlösungen. Dadurch entstehen Skaleneffekte in Fertigung, Entwicklung und Service, die wiederum zu Wettbewerbsfähigkeit bei gleichzeitig hohen Margen beitragen können.
  • Ruf für Zuverlässigkeit: Die Marke Fanuc gilt in vielen Industriezweigen als Synonym für robuste, wartungsarme Automationstechnik. Dieser Ruf reduziert für Kunden das wahrgenommene Ausfallrisiko und stärkt die Preissetzungsmacht bei kritischen Anwendungen.
Diese Burggräben werden zusätzlich durch langjährige OEM-Kooperationen, insbesondere mit Werkzeugmaschinenherstellern und großen Industrieunternehmen, gestützt. Ein Wechsel zu konkurrierenden Systemen würde nicht nur Investitionen in Hardware, sondern auch in Schulung, Softwareintegration und Prozessanpassung erfordern, was faktisch zu hohen Wechselkosten führt.

Wettbewerbsumfeld und Vergleichsposition

Fanuc bewegt sich in einem oligopolistisch geprägten Markt für hochentwickelte Automatisierungslösungen. Zu den wesentlichen Wettbewerbern im Bereich Roboter zählen insbesondere Yaskawa Electric, ABB und KUKA, ergänzt durch regionale Anbieter in China und anderen Wachstumsmärkten. Im CNC-Segment konkurriert Fanuc vor allem mit Unternehmen wie Mitsubishi Electric, Siemens und Heidenhain, je nach Region und Anwendungsbereich. Im Maschinenbereich (Robomachines) stehen internationale Werkzeugmaschinen- und Spritzgießmaschinenhersteller im Wettbewerb, häufig mit stärkerem Fokus auf individuelle Sonderlösungen. Fanuc unterscheidet sich von vielen Wettbewerbern durch seine konsequente Fokussierung auf Standardplattformen, hohe Fertigungstiefe und den Anspruch, als Komplettanbieter vom Steuerungssystem bis zur Robotik aufzutreten. Während europäische und einige japanische Wettbewerber häufig stärker auf kundenspezifische Engineering-Projekte setzen, versucht Fanuc, projektgetriebene Risiken zu begrenzen und die Komplexität im Produktportfolio kontrollierbar zu halten. Im Bereich Industrial IoT und datenbasierte Services sieht sich das Unternehmen einem intensiven Wettbewerb durch klassische Automatisierungshausen, Softwareanbieter und Plattformbetreiber gegenüber, versucht aber, den eigenen Vorteil durch direkte Nähe zur Maschine und langjährige Applikationserfahrung auszuspielen.

Management, Governance und Strategie

Fanuc wird traditionell stark vom japanischen Managementstil geprägt, der auf Kontinuität, technischer Exzellenz und vorsichtiger Finanzpolitik basiert. Das Top-Management verfolgt eine langfristige, eher risikoaverse Expansionsstrategie. Schwerpunkte liegen auf Ausbau der globalen Service- und Vertriebsstruktur, weiterer Automatisierung der eigenen Produktion am Stammsitz in Japan und selektiven Investitionen in F&E für neue Roboteranwendungen, energieeffiziente Antriebstechnik und datenbasierte Optimierungstools. Das Unternehmen zeigt im Vergleich zu vielen westlichen Konkurrenten eine tendenziell konservative Haltung gegenüber aggressiven Akquisitionen und setzt stärker auf organisches Wachstum und vertiefte Partnerschaften mit Maschinenbauern und Endkunden. Für institutionelle und konservative Anleger bedeutet dies in der Regel geringere Integrationsrisiken, aber auch ein potenziell langsameres Vorantreiben neuer Geschäftsfelder. Corporate-Governance-Themen wie Kapitalallokation, Dividendenpolitik und Umgang mit Liquiditätsreserven stehen wiederholt im Fokus internationaler Investoren, wobei Fanuc dazu neigt, eine gewisse finanzielle Sicherheitsmarge zu wahren.

Regionale Präsenz und Branchenfokus

Fanuc ist global tätig, mit operativen Schwerpunkten in Asien, Europa und Nordamerika. Japan und andere asiatische Industrieländer stellen traditionell einen wichtigen Absatzmarkt dar, während China aufgrund seines hohen Automatisierungsbedarfs und der Reindustrialisierungspolitik eine strategische Schlüsselrolle einnimmt. In Europa ist Fanuc in Deutschland, Italien und anderen Fertigungszentren der Metall- und Automotiveindustrie präsent. In Nordamerika profitieren die Lösungen von Trends zur Re- oder Nearshoring-Produktion und der Modernisierung bestehender Fabriken. Branchenseitig ist Fanuc stark im Automotive-Sektor, in der Elektronikfertigung, im Maschinenbau, in der Medizintechnik sowie in der allgemeinen Metallbearbeitung vertreten. Zyklische Investitionsphasen, etwa bei Automobilherstellern oder Halbleiter- und Elektronikproduzenten, beeinflussen die Nachfrage spürbar. Gleichzeitig weist der globale Trend zu Robotik, CNC-Automatisierung und Smart Factory eine strukturell positive, langfristige Richtung auf. Regionale politische Faktoren, etwa Industrie- und Handelspolitik zwischen den USA, China, Japan und Europa, können die Investitionsneigung einzelner Kundengruppen verstärken oder dämpfen.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Fanuc entstand in der Mitte des 20. Jahrhunderts aus der numerischen Steuerungstechnik eines großen japanischen Elektrokonzerns heraus und wurde in den 1970er-Jahren als eigenständiges Unternehmen etabliert. Der frühe Fokus auf CNC-Steuerungen für Werkzeugmaschinen legte den Grundstein für die heutige Marktstellung. In den folgenden Jahrzehnten expandierte Fanuc schrittweise in die Robotik und entwickelte Industrieroboter für Schweiß-, Handling- und Montageaufgaben, zunächst stark getrieben durch die Bedürfnisse der japanischen und internationalen Automobilindustrie. Die erfolgreiche Internationalisierung begann mit Niederlassungen und Servicezentren in Europa und Nordamerika, um die Nähe zu globalen OEMs und zu exportorientierten Mittelständlern zu erhöhen. In den 1990er- und 2000er-Jahren wurden die Geschäftsbereiche für Robomachines (z. B. Robodrill, Robocut, Roboshot) ausgebaut, um komplette, hochautomatisierte Fertigungszellen anzubieten. Parallel investierte das Unternehmen in den Ausbau seines Produktionscampus in Japan, der selbst als weitgehend automatisierte „Lights Out Factory“ gilt und die eigene Kompetenz im Bereich Factory Automation demonstriert. Mit der schrittweisen Einführung datenbasierter Lösungen und Plattformen für Industrie 4.0/Smart Factory stärkte Fanuc seine Rolle als Bindeglied zwischen Hardware, Software und Produktionsdaten.

Besonderheiten der Unternehmensausrichtung

Fanuc zeichnet sich durch einige Besonderheiten aus, die das Profil im Vergleich zu vielen börsennotierten Industriekonzernen schärfen:
  • Hohe Automatisierung der Eigenfertigung: Der Konzern nutzt seine eigenen Roboter und CNC-Systeme in großem Umfang in der eigenen Produktion, was sowohl als Referenzprojekt für Kunden als auch als Effizienzhebel fungiert.
  • Starker Fokus auf Standardprodukte: Statt breiter Diversifikation in zahlreiche Nebengeschäfte konzentriert sich Fanuc auf wenige, aber sehr tiefe Produktlinien mit kontinuierlicher technologischer Weiterentwicklung.
  • Konservative Bilanz- und Ausschüttungspolitik: Das Unternehmen tendiert zu hohen finanziellen Reserven, was die Resilienz in Rezessionen erhöht, aber auch Diskussionen über eine effizientere Kapitalverwendung auslöst.
  • Technologie- statt Marketingorientierung: Die Markenwahrnehmung basiert primär auf technischen Leistungsdaten und Betriebserfahrung in den Fabriken, weniger auf Endkunden-Branding. Dies passt zur Rolle als B2B-Zulieferer im Investitionsgüterbereich.
Diese Merkmale machen Fanuc besonders interessant für Anleger, die Wert auf technologische Führerschaft, industrielle Kernkompetenz und eine eher risikoaverse Unternehmensführung legen, zugleich aber bereit sind, zyklische Schwankungen in der Nachfrage nach Investitionsgütern zu akzeptieren.

Chancen für langfristige Investoren

Aus Sicht eines konservativen Anlegers liegen die Chancen eines Engagements in Fanuc vor allem in strukturellen Industrie- und Technologietrends:
  • Zunehmende Automatisierung: Der globale Trend zur Robotisierung, Fachkräftemangel in vielen Industrieländern und das Erfordernis stabiler, qualitativ konstanter Produktionsprozesse begünstigen Anbieter von CNC- und Robotiklösungen.
  • Smart Factory und Industrie 4.0: Die wachsende Nachfrage nach vernetzten, datengetriebenen Fertigungssystemen eröffnet zusätzliche Potenziale für Software, Edge-Computing und Servicegeschäft rund um die installierte Basis.
  • Demografischer Wandel in Industrieländern: Alternde Belegschaften erhöhen den Druck zur Automatisierung körperlich belastender und repetitiver Tätigkeiten, was Robotiklösungen unterstützt.
  • Starke Marktposition: Die Kombination aus Marke, installierter Basis, Technologiekompetenz und globalem Servicenetzwerk kann Fanuc helfen, auch in intensiven Wettbewerbsphasen relevante Marktanteile zu halten.
Für langfristige Investoren mit Fokus auf Qualitätstitel könnte Fanuc damit als potenzielles Kerninvestment im Segment industrielle Automation und Robotik gelten, vorausgesetzt, die typischen Schwankungen in Investitionszyklen werden bewusst in Kauf genommen.

Risiken und zentrale Unsicherheiten

Gleichzeitig bestehen für ein Investment in Fanuc mehrere wesentliche Risiken, die insbesondere für konservative Anleger sorgfältig zu berücksichtigen sind:
  • Zyklizität der Investitionsgütermärkte: Fanuc ist stark von Investitionszyklen in Automotive, Maschinenbau und Elektronik abhängig. In Rezessionen oder bei strukturellen Umbrüchen können Auftragsrückgänge deutlich ausfallen.
  • Wettbewerbsdruck, insbesondere aus China: Lokale Wettbewerber in China und anderen Schwellenländern entwickeln zunehmend eigene Roboter- und CNC-Lösungen, zum Teil mit preisaggressiven Strategien und politischer Unterstützung. Dies kann Margen und Marktanteile belasten.
  • Technologischer Wandel: Trends wie kollaborative Robotik, KI-gestützte Bildverarbeitung und neue Softwareplattformen erfordern kontinuierliche F&E-Investitionen. Ein Nachlassen der Innovationskraft oder Fehleinschätzungen bei Technologietrends könnten die Wettbewerbsposition schwächen.
  • Wechselkurs- und Standortabhängigkeit: Die starke Verankerung der Produktion in Japan und die globale Umsatzverteilung machen Fanuc sensitiv gegenüber Wechselkursbewegungen und handelspolitischen Spannungen.
  • Corporate-Governance- und Kapitalallokationsfragen: Eine sehr konservative Kapitalpolitik kann zwar Stabilität liefern, gleichzeitig aber Opportunitätskosten verursachen, wenn überschüssige Mittel nicht effizient eingesetzt werden.
Vor diesem Hintergrund erscheint Fanuc primär für Anleger geeignet, die eine langfristige Perspektive, hohe Risikotoleranz gegenüber Konjunkturschwankungen und ein ausgeprägtes Verständnis für technologische und geopolitische Rahmenbedingungen in der Industrieautomation mitbringen. Eine eindeutige Anlageempfehlung lässt sich daraus nicht ableiten; vielmehr hängt die Eignung eines Investments stark von der individuellen Risikopräferenz und Portfolioeinbettung ab.
Hinweis

Stammdaten

Marktkapitalisierung 29,05 Mrd. €
Aktienanzahl 920,23 Mio.
Streubesitz 47,51%
Währung EUR
Land Japan
Sektor Industrie
Branche Maschinen
Aktientyp Stammaktie

Aktionärsstruktur

+52,49% Weitere
+47,51% Streubesitz

Community-Beiträge zu Fanuc Corp

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Avatar des Verfassers
proxima
Trendwende?
Ich bin vor ein paar Tagen wieder eingestiegen und hoffe, dass es die richtige Entscheidung war.
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proxima
Danke! @Saramee

smile

Avatar des Verfassers
Saramee
Der Absturz heute
...war ein Split 1:5 wie man hier nachlesen kann: https://www.fanuc.co.jp/en/ir/announce_other/pdf/2023/notice20230330_e.pdf
Avatar des Verfassers
JOssP
Aufschwung?
Nachdem die letzte Zeit etwas schwierig für den Markt war, steht mMn nun einem Wertzuwachs nichts mehr im weg. Mal sehen in wie viel Tagen/Wochen man sich über eine 180 freuen darf.
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Häufig gestellte Fragen zur Fanuc Aktie und zum Fanuc Kurs

Der aktuelle Kurs der Fanuc Aktie liegt bei 36,50 €.

Für 1.000€ kann man sich 27,40 Fanuc Aktien kaufen.

Das Tickersymbol der Fanuc Aktie lautet FANUF.

Die 1 Monats-Performance der Fanuc Aktie beträgt aktuell 10,52%.

Die 1 Jahres-Performance der Fanuc Aktie beträgt aktuell 22,23%.

Der Aktienkurs der Fanuc Aktie liegt aktuell bei 36,50 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von 10,52% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von Fanuc eine Wertentwicklung von 31,18% aus und über 6 Monate sind es 57,38%.

Das 52-Wochen-Hoch der Fanuc Aktie liegt bei 37,50 €.

Das 52-Wochen-Tief der Fanuc Aktie liegt bei 19,10 €.

Das Allzeithoch von Fanuc liegt bei 50,20 €.

Das Allzeittief von Fanuc liegt bei 19,10 €.

Die Volatilität der Fanuc Aktie liegt derzeit bei 31,47%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von Fanuc in letzter Zeit schwankte.

Die Marktkapitalisierung beträgt 29,05 Mrd. €

Insgesamt sind 933,1 Mio Fanuc Aktien im Umlauf.

Am 30.03.2023 gab es einen Split im Verhältnis 1:5.

Am 30.03.2023 gab es einen Split im Verhältnis 1:5.

Fanuc hat seinen Hauptsitz in Japan.

Fanuc gehört zum Sektor Maschinen.

Das KGV der Fanuc Aktie beträgt 26,25.

Der Jahresumsatz des Geschäftsjahres 2024 von Fanuc betrug 797,1 Mrd JPY.

Die nächsten Termine von Fanuc sind:
  • 31.03.2026 - Quartalsmitteilung

Ja, Fanuc zahlt Dividenden. Zuletzt wurde am 29.09.2025 eine Dividende in Höhe von 47,58 ¥ (0,27 €) gezahlt.

Zuletzt hat Fanuc am 29.09.2025 eine Dividende in Höhe von 47,58 ¥ (0,27 €) gezahlt.
Dies entspricht einer Dividendenrendite von 0,00%. Die Dividende wird halbjährlich gezahlt.

Die letzte Dividende von Fanuc wurde am 29.09.2025 in Höhe von 47,58 ¥ (0,27 €) je Aktie ausgeschüttet.
Das ergibt, basierend auf dem aktuellen Kurs, eine Dividendenrendite von 0,00%.

Die Dividende wird halbjährlich gezahlt.

Der letzte Zahltag der Dividende war am 29.09.2025. Es wurde eine Dividende in Höhe von 47,58 ¥ (0,27 €) gezahlt.

Um eine Dividende ausgezahlt zu bekommen, muss man die Aktie am Ex-Tag (Ex-Date) im Depot haben.