Wall Street Schluss: Google bremst NASDAQ aus, Dow Jones -0,25%
§13.02.2006 22:06:00
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Die US-Märkte an der Wall Street waren am Montagmorgen zunächst noch gemischt in die neue Handelswoche gestartet. Am Mittag waren die Märkte aber schon wieder einheitlich in der Verlustzone. Bis zum Handelsschluss sollte sich daran auch nicht viel ändern. Da von der Konjunkturseite her keine Daten ins Haus standen, rückten Unternehmensmeldungen vermehrt in das Blickfeld der Anleger. Seitens der Konjunktur wird es erst am Mittwoch zu einem Highlight kommen. Dann wird Ben Bernanke erstmals als neuer US-Notenbankpräsident vor dem US-Kongress sprechen und den Börsianern vielleicht Andeutungen bezüglich einer weiteren Zinserhöhung machen.
Der Dow Jones verlor am Ende knapp 0,25 Prozent auf 10.892 Zähler. Vor allem die NASDAQ hatte aber zu kämpfen und verlor knapp 1 Prozent auf 2.239 Zähler. Der "Schuldige" war hier Google. Die Aktie verzeichnete in der Spitze einen Verlust von über 5 Prozent, nachdem Berichte eines Anlegermagazins publik geworden waren. Das Investment-Magazin "Barrons" hatte berichtet, dass durch die wachsende Konkurrenz von Microsoft und Yahoo! sich der Google-Kurs halbieren könne.
Im Fokus standen unter anderem aber auch die Investmentbank Merrill Lynch sowie der Geldverwalter BlackRock. Presseangaben zufolge verhandelt nämlich Merrill Lynch zurzeit über eine Beteiligung an dem Geldverwalter für 8 Mrd. Dollar. Merrill Lynch strebt dabei eine Beteiligung von unter 50 Prozent an, hieß es. BlackRock wurde 1988 gegründet und verfügt über 453 Mrd. Dollar an verwaltetem Vermögen. Das bisher schnell wachsende Unternehmen wird von Lawrence Fink geleitet, einem ehamaligen Manager der Credit Suisse First Boston.
Nach der Präsentation von Geschäftszahlen verloren Papiere von Agilent Technologies mehr als 3 Prozent, obgleich der Technologiekonzern besser als erwartete Ergebnisse präsentierte. Der Nettogewinn belief sich auf 2,82 Mrd. Dollar bzw. 5,83 Dollar, gegenüber 103 Mio. Dollar bzw. 21 Cents pro Aktie im Vorjahr. Der um Einmaleffekte bereinigte Gewinn lag bei 154 Mio. Dollar bzw. 32 Cents (Vorjahr: 15 Cents) pro Aktie. Der Umsatz kletterte im Berichtszeitraum um 10 Prozent auf 1,34 Mrd. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 30 Cents pro Aktie ausgegangen.
Der US-Haushaltsgerätehersteller Whirlpool Corp. (ISIN
US9633201069/ WKN
856331), der die Maytag Corp. (ISIN
US5785921074/ WKN
859937) für fast 1,7 Mrd. Dollar übernehmen will, könnte vom US-Justizministerium aufgrund der geplanten Akquisition des US-Konkurrenten verklagt werden. Dies berichtet das "Wall Street Journal" heute. Der Zeitung zufolge haben die Entscheidungsträger bei der US-Behörde zwar noch keinen entsprechenden Beschluss gefasst, jedoch hat man bereits damit begonnen, von Wettbewerbern und Kunden eidesstattliche Erklärungen einzuholen, um eine kartellrechtliche Klage einreichen zu können.
Die größte US-Baumarktkette Home Depot Inc. (ISIN
US4370761029/ WKN
866953) befindet sich in Verhandlungen über den Erwerb von bis zu 49 Prozent der Anteile an der chinesischen Einzelhandelskette Orient Home für mehr als 200 Mio. Dollar. Dies berichtet die "Financial Times" heute. Der Zeitung zufolge ist bisher jedoch kein Abkommen mit der Muttergesellschaft Orient Group Inc. geschlossen worden. Zudem könnten die Gespräche jederzeit abgebrochen werden, hieß es. Die Orient Group habe indes bereits mit mehreren internationalen Interessenten gesprochen, jedoch sei der US-Konzern der Favorit für eine mögliche Beteiligung.
Motorola und Microsoft haben eine Kooperation vereinbart. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, werden im Rahmen der geschlossenen Vereinbarung künftig einige von Motorola entwickelte tragbare Musikwiedergabegeräte verschiedene Programme und Angebote der von Microsoft entwickelten Windows-Media-Technologie unterstützen. Dadurch wird es Nutzern dieser Geräte unter anderem ermöglicht, künftig unter den Angeboten weltweit führender Online-Musikportale auszuwählen und zu erwerben.
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Quelle: Finanzen.net / Aktiencheck.de AG
Gruss Ice
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Börsengewinne sind Schmerzengeld. Erst kommen die Schmerzen, dann das Geld...(A.K.)