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Der USA Bären-Thread


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metropolis:

Dozoern

6
07.06.08 19:27
Durchschütteln; Gewinne wieder verlieren, alles möglich, habe ich ja schon gepostet. Aber:

"Sommerloch DAX 6500. Dann aufwärts fast zu den alten Höhen bis Jahresende. Und 2009 beschleunigte Talfahrt."

metro's Alternative: Sommerloch 5400, dann ab September Wahlparty bis Ende 2008. Anfang 2009 dann dritter und letzter Abwärtsschub, evtl. nicht mehr zu den alten Lows.

Ist aber auch total egal, nach meiner Trailing-Stop-Strategie flieg ich automatisch irgendwann raus - hoffentlich mit Gewinn. Shorten ist eh kein Buy-And-Hold und auch nicht von mir beabsichtigt.
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wawidu:

Flügelbruch beim "Großen Geier"

4
07.06.08 21:38
Der Geier ist ins Trudeln geraten und schmiert regelrecht ab. Ob Ackermann´sche  Beschwörungen da noch helfen können?
(Verkleinert auf 80%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 167823
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thomweh1:

wawidu

 
08.06.08 02:36
sieht nach klassischem Island-Gap unten aus, oder??

Bedeutet kurzfristiger Anstieg !!??
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Malko07:

metro (#22901), die fundamentale

9
08.06.08 07:33
Lage wird in 2009 wesentlich schlechter und der weitere Ausblick düsterer sein als im Sommer 2008. Wie die Aktienkurse auf sowas reagieren oder auch nicht reagieren ist schwer abschätzbar. Die Wahrscheinlichkeit, dass wir in 2009 tiefer fallen werden wie in 2008 ist in meinen Augen größer. Sollte der DAX® Deine Sicht für 2008 befriedigen und wirklich 5400 Punkte ansteuern, muss man das dann trotzdem mitnehmen.
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metropolis:

Daxausblicke

10
08.06.08 08:16
sind sinnlos. Beispiel: Wer hätte noch im Frühsommer 2001 (da befinden wir uns zur Zeit im Chartvergleich) gewagt vorauszusagen, dass der Dax sich in zwei Jahren nochmal dritteln würde? Selbst der kühnste Bär hätte das nicht!

Ich sag immer: Eine Krise muss sich entwickeln wie ein guter Wein. Es braucht Zeit bis sie sich durch alle  Wirtschaftsbereiche gefressen hat. Die Wende ist erst dann nahe, wenn sie beim "kleinen Mann" ankommt. Da gerade in Europa die Konjunktur erst am Kippen ist (Auftragseingänge nehmen seit 5 Monaten ab, trotzdem noch niedrige Arbeitslosigkeit) stehen wir bestenfalls in der Mitte der Krise, eher sogar im ersten Drittel.

Statt Kursziele zu nennen sollte man daher die Wellen mitnehmen so weit wie es geht. Eine mechanische Strategie bewahrt einen da vor zwei Fehlern: 1) Aus Rechthaberei ein Kursziel "sehen" zu wollen und 2) Aus Angst Gewinne zu verlieren viel zu früh auszusteigen.
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Malko07:

Viele Ölkontrakte

14
08.06.08 08:33
laufen nur einen Monat. Deshalb gibt es markante Zeichen mit dem Monatswechsel (1. Werktag neue Kontrakte). Spekulation ohne realen Hintergrund gibt es beim Öl schon länger, die letzten Monate ist dieser Anteil jedoch richtig explodiert. Deshalb werden im Chart diese Triggerpunkte immer deutlicher. Dieses Spielchen wird mit leichten Variationen noch einige Zeit so weiter gehen und es werden sich noch viele zu Tode shorten. Und immer wieder zum Monatsende hin, wenn aus ganz durchsichtigen Gründen die Preise sinken, werden die Aktien steigen weil es angeblich eine Entspannung am Ölmarkt gibt. Der Markt sieht eben nicht die Zukunft sondern ist stark beschränkt:



 
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Malko07:

OOPS, der Chart

11
08.06.08 08:34
Der USA Bären-Thread 167835
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C_Profit:

Thx Malko

2
08.06.08 10:45
für diese Analyse...
Habe schon beim ersten Hinweis die Logik gesehen.
Hat mich vor Verlusten bewahrt....
You only learn who has been swimming naked when the tide goes out -    W.Buffett
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wawidu:

@ thomweh - # 22903

3
08.06.08 10:48
Beim DBK-Chart liegt absolut kein Island Gap, sondern eine sog. Gap and away-Situation vor. DBK drohen noch viel tiefere Kurse.
(Verkleinert auf 72%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 167840
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Shenandoah:

es jagt ja wieder eine schlechte meldung hier die

 
08.06.08 11:08
nächste...
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Dozoern:

Kursziele...

4
08.06.08 12:21
Klaro, Kursziele dienen für mich (in solchen Kurzszenarien) immer nur zur Illustrierung der Mächtigkeit einer Bewegung. Man kann sich daran nicht festhalten. Für die Börse gilt der Philosophensatz: "Alles fliesst" in besonderem Maße.

Freut mich jedoch, dass wir die Grundtendenz ähnlich sehen:

Wahrscheinlich gilt: Sommerloch 2008. Wahlparty bis Ende 2008. Dritter Abwärtsschub in 2009.

Auf dieses Basisszenario kann man sich nun in seinen taktischen moves einstellen. Ich mache es jedenfalls so.
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NavigatorC:

US-Depression 2.0

2
08.06.08 12:36
ja es gibt auch noch "gute" meldungen.

Samstag, 7. Juni 2008
"US-Depression 2.0"
Trotz niedriger Leitzinsen in den USA und der Liquiditätsflutung der FED werkelt sich die Dominokrise durch das System und hinterlässt auch in der US-Realwirtschaft unübersehbare gravierende Spuren in der Dimension einer Depression! Die größte Kreditblase aller Zeiten und damit die Entkopplung der Finanzmärkte von der Realwirtschaft ist nicht mehr geordnet und kontrolliert rückführbar und bricht sich auch am US-Arbeitsmarkt Bahnen! Auf einem Rekordhoch verschuldete Verbraucher, ein kollabierender Immobilienmarkt, Finanzinstitute mit monströsen Abschreibungen, sinkende Aktienkurse und explodierende Rohstoffpreise sowie ein, trotz aller Statistikbeschönigungen, zerfallender Optimismus komplettieren die düsteren wirtschaftlichen Aussichten!
wirtschaft-querschuss.blogspot.com/2008/06/...pression-20.html

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NavigatorC:

neues von der ubs

6
08.06.08 12:41

8. Juni 2008, NZZ am Sonntag
Privatbanken wildern bei UBS und Credit Suisse

Ein ganzes Private-Banking-Team der UBS wechselt zur Bank Clariden Leu. Auch die CS verliert Berater an Privatbanken.
Markus Städeli
«Es handelt sich um sieben Kundenberater und vier Assistenten», bestätigt UBS-Sprecher Axel Langer den Kollektiv-Abgang des Beraterteams. Sie folgen Markus Willi, dem ehemaligen Leiter dieser Region, der per 1. November zur Clariden Leu stösst. Die Credit Suisse verliert sogar gleich zwei Teams. In St. Gallen wechseln mehrere ihrer Private Banker zu Julius Bär. Am Montag werde man die Eröffnung einer Niederlassung St. Gallen ankünden, sagt Alex Widmer, Chef Private Banking von Julius Bär. Auch in Basel verliert die Credit Suisse einen Schlüsselmitarbeiter. Werner Rüegg, Leiter Private Banking der Region Nordschweiz, wechselt zur Bank Sarasin. Er soll bereits mehrere seiner Mitarbeiter zum Wechsel bewegt haben.
www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/...sse_1.753596.html

"die ratten verlassen das sinkende schiff" 2.0

navigator
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NavigatorC:

ursache des hohen ölpreises entdeckt

4
08.06.08 12:46
die grünen männchen vom mars, hedgefonds, spekulanten.... ?
alles falsch !
diepresse.com/home/wirtschaft/economist/...link=/home/index.do

der scherz zum sonntag

navigator
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Anti Lemming:

@Obgicou / Roubini - "Greift Israel den Iran an?"

11
08.06.08 13:33
Würde Israel den Iran vor den US-Wahlen angreifen, erhöhte der daraus resultierende Flächenbrand in Nahost die Chance der Republikaner, "in diesen schweren Zeiten" wiedergewählt zu werden. Daran haben sowohl die Reps selbst wie die sie unterstützenden Israelis ein Interesse (wie in # 22811 erklärt).

Hinzu käme ein wohlkalkulierter "Falkland-Effekt": 1982 lag Argentinien wirtschaftlich am Boden. Die Militärjunta griff daraufhin die britischen Falkland-Inseln an und besetzte sie. Der Falkland-Krieg war für die Junta ein ideales Manöver, um von den starken damaligen innenpolitischen und wirtschaftlichen Problemen abzulenken [ebenso wäre ein  Iran-Krieg - stellvertretend von Israel geführt - für Bush & Co. jetzt ein ideales Ablenkungsmanöver].

Für die argentinische Junta war der Krieg sozusagen "das letzte Aufgebot" bzw. die letzte Schlacht für ihren Machterhalt. Doch in nur zehn Wochen eroberten die Briten die Inseln zurück. Folge: Wenige Tage nach der Niederlage mussten die Junta-Generäle abdanken und Argentinien wurde demokratisiert.

Hätte die Junta den Krieg gewonnen [bzw. wäre England nicht in den Krieg gezogen], wäre ihr Kalkül aufgegangen und der Machterhalt womöglich geglückt.

Im Fall Israel/USA contra Iran stehen die Chancen für einen Sieg ungleich höher, nicht zuletzt wegen der starken Militärpräsenz der USA in der Golfregion (mehrere Flugzeugträger). Entsprechend höher stünden die Chancen, dass Bush und Israel aus einem solchen Konflikt politisches Kapital schlagen könnten.



Knapp zehn Wochen nach ihrer Invasion sind die demoralisierten Argentinier besiegt. Das Kalkül der Militärjunta, mit der patriotischen Rückeroberung der Inseln wieder neue Reputation zu gewinnen, war fehlgeschlagen. Wenige Tage später treten die Generäle zurück.

"Geschichtlich gesehen war der Krieg sehr bedeutend", erklärt Vicente Palermo, Politikwissenschaftler an der Universität Buenos Aires, "weil er die Demokratisierung in Argentinien beschleunigte. Ich glaube nicht, dass es exakt ist zu sagen, dass Argentinien die Demokratie dank des Krieges wiedergewann. Ich glaube, dass sie ohnehin später durch die demokratischen Institutionen wieder gewonnen worden wäre. Aber es stimmt, dass der Zusammenbruch des Militärregimes in hohem Maße mit dieser Episode hereinbrach“.


www.tagesschau.de/ausland/meldung44324.html



Wenn bei einem Krieg im Nahen Osten die Wüste glüht und Antiamerikanismus aufflammt, stärkt dies u. a. die inneramerikanische Solidarität  ("Schulterschluss" zwischen Arm und Reich statt Aufbrechen der Fronten durch die Finanzkrise, bei deren Bewältigung Großspekulanten stark bevorzugt werden - etwa durch die Broker-Bailouts der Fed - , während die ärmeren Amis buchstäblich Haus und Hof verlieren).

Bush würde dann, wie es die argentinische Militärjunta versucht hatte, erfolgreich von der Wirtschafts- und Finanzkrise im eigenen Land ablenken. Dabei würde es ihm vermutlich sogar gelingen, die eigentlichen Krisen-Ursachen (Überschuldung, Inflationierung, Subprime usw.) zu verwischen. Stiege Öl bei einem solchen Krieg auf über 200 Dollar, wäre dies eine wohlfeiles "Vorzeige-Argument" für die US-Krise, an der dann am Ende die "bösen Iraner" schuld wären (also die "Achse des Bösen" statt Wall-Streets Blasen-Boys).

Zudem könnte Bush dann mit den Erträgen seiner texanischen Ölfelder gut gesichert in Rente gehen. Es "riecht" zwar stark nach Verschwörungs-Theorie, aber man könnte wirklich fast glauben, dass seine ganze Politik seit Amtsantritt darauf abzielte, den Ölpreis hochzutreiben. Dies begann 2003 recht erfolgreich (in dieser Hinsicht) mit dem Irak-Krieg. Auch Bushs Vize Dick Cheney, Ex-Boss der Öl-Explorationsfirma Haliburton, profitiert vom teuren Öl. Und nicht zuletzt wird US-Finanzminister Hank Paulson - Ex-Boss von Goldman-Sachs, die den 200-Dollar Öl-Call jüngst lancierten - sicherlich nicht ärmer, wenn der Ölpreis steigt. [Würde mich nicht wundern, wenn Paulson nach seiner Amtszeit wieder Boss von GS würde...]

In USA sind Privat- und Staatsinteressen stark miteinander verwoben (solange es privat daran was zu verdienen gibt) - sicherlich auch beim Öl. Bush könnte (via Israel) den nächsten Startschuss geben, und die Rockefellers reiben sich die Hände.

Alles natürlich im Interesse Amerikas, des "Weltfriedens" und des Siegeszugs der "westlich-christlichen Demokratien" über fanatische religiöse Sektierer, Schurken und Ölpreis-Erpresser, die ihre Gewinne in gegen Israel gerichtete Nuklearwaffen stecken.
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Anti Lemming:

Dreistein - # 22876

5
08.06.08 14:05
# 22876: "A propos downgrade von MBIA und Co ... Da werden doch jetzt sicherlich einige Fonds, Pensionskassen etc. verkaufen MÜSSEN, weil sie NUR in AAAs investieren dürfen."

Die Muni-Bonds bleiben vermutlich auf AAA, nur können die abgestuften US-Monoliner diese nun nicht mehr versichern, weil ihr eigenes Rating darunter liegt (sie bekommen mit AA praktisch kein Neugeschäft). Aus dem gleichen Grund brauchen Rückversicherer zwingend ein AAA-Rating.

Allerdings könnten die Kurse der Muni-Bonds (trotz weiterer AAA-Bonität) sinken, wenn die bisherige Ausfall-Versicherung (durch MBIA, Ambak usw.) de facto nicht mehr besteht. Banken und Broker, die diese Bonds im Portfolio haben, müssen dann evtl. hohe Wertberichtigungen vornehmen.

Es gibt aber bereits neue Interessenten, die für die strauchelnden MBIA, Ambak & Co. in die Bresche springen wollen: Die australische Macquarie-Group hat eigens einen US-Ableger gegründet, um dieses potentiell einträgliche Geschäft zu übernehmen:

www.theaustralian.news.com.au/story/...,23823028-20501,00.html

Auch Warren Buffett hat Interesse bekundet. Muni-Bonds zu versichern ist im Prinzip ein einträgliches und risikoarmes Geschäft, da es (bislang) kaum Ausfälle bei den Munis gab. Man darf nur nicht, wie es MBIA, Ambak und Co. taten, obendrein mit "Subprime-Schrott" herumspielen.
Antworten
Malko07:

AL, ich glaube in einigen Punkten

10
08.06.08 14:17
stimmt Deine Analyse nicht ganz. Hier einige Anmerkungen:

- Die 150-prozentigen Freunde Israels sind pimär bei den Demokraten und nicht bei den Republikanern zu finden. Soweit es also überhaupt zu einem präventiven Militärschlag gegen den Iran kommt dann auf keinen Fall vor den Wahlen. Bush hat keine Mehrheit mehr im Kongress, kann McCain nicht ausstehen und ist eine echte lahme Ente in einer Ausprägung wie wir sie schon lange nicht mehr hatten.

- Einen "Sieg" wird es gegen den Iran nicht geben, da er im Falles eines Falles nicht klassisch angegriffen werden wird. Luftschläge, eventuell sogar taktisch atomar, gegen die Nuklearindustrie und gegen militärische Einrichtungen und kleine Kommandoaktionen um die Schläge zu koordinieren und ins Ziel zu führen.

- Die US-Flugzeugträger und Begleitschiffe im Golf dienen prinzipiell der Sicherung der Öltransportwege. Mit ihnen sinkt die Kriegsgefahr, da der Iran die Straße von Hormuz dadurch nicht wirksam sperren kann und damit von derartigen Provokationen wahrscheinlich absieht.

Man sollte nicht zu stark auf den Bush fixiert sein. Das riecht sonst nach Leichenfledderei. Sollte der Iran vor den Präsidentenwahlen Israel über einen wirksamen Raketenbeschuss angreifen werden es nicht unbedingt die USA sein, die als erstes zuschlagen werden. Da stehen bei mir die Franzosen ganz vorne auf der Liste. Der Gegenschlag würde dann rein atomar durchgeführt werden.
Antworten
Casaubon:

AL, deine Verschwörungstheorie

6
08.06.08 14:20
in Ehren, wie du selober schreibst, klingt sie auch plausibel.
dennoch habe ich hier mehrere Einwände.
Irgendjemand hatte vorher gepostet (war es Malko?), dass die Israeli sowas nicht im Vorfeld an die große Glocke hängen, sondern in einer Nacht- und Nebelaktion zuschlagen würden. Wahrscheinlich hätten sie es auch schon getan, falls tatsächlich Gefahr im Anzug wäre.
Wenn ich also Säbelgerassel von den Israelis (und von unserem Freund Dabbelju) höre, bleibe ich eher beruhigt. Sofern ich mich erinnere, gab es vor dem Libanonfeldzug (der übrigens desaströs für Israel endete) sogut wie kein Säbelerassel, Israel schritt gleich zur Tat über und setzte den Rest der Welt vor vollendete Tatsachen.

Einen anderen Einwand bleiben die US-Demokraten, die sehr wohl wissen, wie gefährlich für ihren Präsidentschaftskandidaten ein neues republikqanisches Kriwegsabenteuer vor den Wahlen werden kann.
Ich denke mal, die Demokraten, die ja die Mehrheit im Repräentantenhaus (ich glaube ihre Abgeordnetenkammer heißt so?) stellen, würden alles versuchen, um Dabbeljus neuen Kriuegszug zu stoppen.

Ich gehe nicht von einem tatsächlich bevorstehenden Feldzug aus - auch nicht mit taktischen Nuklearbomben.

es wurde bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass solche internationalen Manöver sehr oft einen ganz anderen innenpolitischen Hintergrund aufzeigen. (Argentinien - Falkland) oder aber noch Olmert, der innenpolitisch wegen einer Korruptionsaffäre mit dem Rücken zur Wand steht. Dabbelju sowieso. Und da fällt mir jetzt auch Zapatero ein, der sich auf Trichet einschießt. (Bei Zapatero kenne ich allerdings den Hintergrund nicht so recht).

Ich hatte mal ein intressantes Gespräch mit unserem Premierminister Jean-Claude Juncker geführt.

Der Mann, seit  15-20 Jahren Premierminister, erzählte uns (wir waren zu mehreren an diesem Off-the-record-Gespräch anwesend), dass er stündlich von seinen Mitarbeitern Depeschen der internationalen Presseagenturen vorgelegt kriegt und somit auf dem Laufenden ist, was sich in den einzelnen EU-Ländern (aber auch in anderen bedeutenden Metropolen dieser Welt) abspielt. Das helfe ihm, so Juncker, anlässlich größerer internationaler Gipfeltreffen, Aussagen verschiedener Spitzenpolitiker zu deuten, welche diese bdort vom Stapel lasse. Hierbei gehe es öfters um innenpolitische Hintergründe (ist ja klar, eine deutsche Bundeskanzlerin kann dann später der deutschen Presse erzählen, sie habe dies und das ganz klar gesagt). Genau diesen Informationsstand erlaube es dann Juncker, eine gewisse Vermittlerrolle bei solchen Treffebn zu spielen. Da er die wahren Hintergründe zu einzelnen - für andere irritierenden Aussagen - kennt, könne er diplomatisch vorgehen und mutmaßliche Diskordanzen wieder gerade biegen.

Ergo: nicht immer alles auf die goldene Waagschale legen. Sondern immer hinterfragen, worum es eigentlich einigen Politikern tatsächlich geht.
Antworten
Anti Lemming:

Casaubon

2
08.06.08 14:36
Säbelrasseln vs. "Geheimschlag": Für Deine These spricht die Bombardierung des irakischen Osirik-Atomreaktors durch die israelische Luftwaffe im Jahr 1981 - ebenfalls ein Nacht- und Nebelaktion.

www.heise.de/tp/r4/artikel/26/26402/1.html

Was mag Israel aktuell zu solchen vollmundigen Ankündigungen treiben? Ist es die Angst, bei einem Sieg der US-Demokraten im Herbst zurückgepfiffen zu werden? Hat die US-Öllobby (Bush/Cheney/Paulson) die Israelis zu dieser stark kurstreibenden Ankündigung "ermuntert"?
Antworten
Anti Lemming:

Malko

3
08.06.08 14:47
"Die 150-prozentigen Freunde Israels sind primär bei den Demokraten und nicht bei den Republikanern zu finden."

Das stimmt. Ich meinte allerdings die umgekehrte Richtung, also die "bevorzugten Freunde" der israelischen Hardliner (die ja dort zu Lande das Sagen haben), und das sind sicherlich die Reps. Die Chance für aggressive Übergriffe Israels auf Iran steht und fällt mit der Billigung/militärischen Unterstützung der USA, die unter Demokraten sicherlich niedriger ist.
Antworten
Casaubon:

AL, il ne faut pas chercher midi a' 14.00 heures

2
08.06.08 14:48
man darf Mittag nicht um 14.00 Uhr suchen - wie die Franzosen sagen. (als azurblauer, wünsche ich der équipe tricolore übrigens die Pestilenz in den nächsten drei Wochen - man möge mir diesen klitzekleinen fußballerischen Ausrutscher hier verzeihen ;-)))

Ich habe ja berteits gepostet, dass Olmert so langsam die Luft ausgeht wegen eines Korruptionsskandals. Bereits mehrmals wurde er von seinem Koalitionspartner aufgefordert, den Hut zu nehmen.

Da kommt doch so ein schöner national-patriotischer Schulterschluss mit dem Zeigefinger gen Iran gerichtet, gerade richtig.

und nebenbei vielleicht ein paar Raketchen auf die Palästinenser - pour casser la gueule aux bougnouls - und  so ...

Oder irre ich?

Forza gli azuri!

PS: wünsche euch heute abned auch viel Glück. (Gegen wen spielt ihr überhaupt?)
Antworten
Platschquatsc.:

S&P Ausblick

9
08.06.08 14:48
Nachdem am Donnerstag die Fallensteller unterwegs waren läuft alles im Prinzip trotzdem so wie es soll und das erste Ziel wurde erreicht(Gapclose bei ca.1365) bzw. das zweite Ziel(Gap bei 1335/40) rückt in Sichtweite.
Kurzfristig gabs am Freitag einen kleinen Ausverkauf mit Spike im TRIN bzw. bei Adv/Dec dazu das mittlere BB im Weekly bei ca.1357 und die kurzfristig überverkauften Intradayindikatoren.
Aktuell muß mit einer kleinen Erholung gerechnet werden(Stunde hat aber noch bischen Abwärtsluft) die idealerweise im niedrigen 1370/75er Bereich endet bzw. ansonsten auf die 50er GDs achten bei ca.1383/84.
Da ich am Donnerstag einige Indikatoren eingestellt hatte die ich für einen Boden als wichtig erachte und Trin bzw.ADV/DEC bereits erste "passende" Spikes zeigen nochmal der Hinweis das im Bereich des Gaps bei 1335/40 durchaus die Chance besteht einen mittelfristigen Boden zu bilden wenn andere Indikatoren das Chartbild dort bestätigen z.B. ist das GesamtPCR noch zu bullisch und ebenfalls ist DumpMoney gerade erst im neutralen Bereich.
Übergeordnet favorisiere ich jetzt nur eine Korrektur des Trends (Märztief/Maihoch) mit dreh im Bereich des Gaps bzw. im bärischsten Fall ein Trippletief ca. 1280(muß abgewartet werden)in den nächsten Wochen aber keine neuen Tiefs.

Nachdem Mitte/Anfang letzten Monats die Finanzkrise in den Medien schon für beendet erklärt wurde zeigt ein Blick auf den BKX jedoch etwas anderes(neues Tief bei ca.69) und Hiobsbotschaften sollten folgen in den nächsten Tagen.Anschließend wird sich zeigen was schon eingepreist wurde wobei der Bereich 60/65(LangfristChart) hier als gute Unterstützungszone taugt(MACD im Daily beachten).Montag kommt noch TexasInstr. mit einem MidQuarterUpdate (glaub ich)nach Handelsschluß und je nachdem ist es mit der relativen Stärke des NDX dann auch vorbei und Mitte/Ende der Woche sollten die Ziele unten schon erreichbar sein.Für die anschließende Verfallswoche erwarte ich nur gedaddel obwohl hier das Mediengegacker immer am lautesten ist wird vermutlich vieles schon vorher im Index zurechtgerückt sein.(mal schauen)
Vola/Spikes beachten!!!!!
(Verkleinert auf 65%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 167861
Antworten
Casaubon:

So, meine Batterie wird platt

 
08.06.08 14:54
schönes WE allen
Antworten
Malko07:

AL (#22920): Ich meinte es etwas breiter:

6
08.06.08 15:03
"Auch für kriegerische Auseinandersetzungen ist im Regelfall die Unterstützung durch die Demokraten größer."

Die momentanen "Drohungen" Bushs sind nicht neu nicht und stehen im Konsens mit einigen europäischen Mächten:

"Sollte der Iran die Verhandlungen weiter torpedieren ist mit ernsthafteren Konsequenzen zu rechnen und militärische Mittel bleiben nicht ausgeschlossen", nicht mehr und nicht weniger. Würde er Letzteres plötzlich ausschließen könnte er die Verhandlungen gleich einstellen lassen. Derartige Aussagen bleiben leider notwendig wenn man ernsthaft eine Verhandlungslösung anstrebt.

SZ: "Aus Israel kamen zur Causa Iran derweil gemäßigtere Töne. Regierungschef Ehud Olmert distanzierte sich von Äußerungen seines Ministers Schaul Mofas, der Iran mit einem militärischen Angriff gedroht hatte."

Ich bin mir über 80% sicher, dass es zu keinem militärischen Konflikt mit dem Iran kommen wird. Einzige Ausnahme: Die schrägen Vögel in Teheran brechen selbst den Konflikt los. Je stärker der innenpolitische Kessel im Iran unter Druck gerät ist derartiges leider nicht ausschließbar.
Antworten
Kicky:

politische Spielchen in Israel

7
08.06.08 16:14
news.bbc.co.uk/2/hi/middle_east/7442471.stm
A key defence official has accused one of Israel's deputy prime ministers of threatening to attack Iran in order to boost his own political standing.
On Friday Shaul Mofaz said military strikes to stop Iran developing nuclear weapons looked "unavoidable".

Deputy Defence Minister Matan Vilnai said Mr Mofaz was using the issue to position himself to challenge Prime Minister Ehud Olmert's leadership. Mr Mofaz's comments were partly blamed for a record oil price surge....
..an unnamed foreign ministry official told AFP news agency: "Mofaz should keep quiet. Everyone in the country understands his motives are election-related, but making statements like this puts Israel in a very awkward position internationally."...
Analysts blamed Mr Mofaz's comments in part for a record one-day jump of $11 in oil prices, bringing the cost of crude to a fresh all-time high at $139 a barrel......
Antworten
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