in Ehren, wie du selober schreibst, klingt sie auch plausibel.
dennoch habe ich hier mehrere Einwände.
Irgendjemand hatte vorher gepostet (war es Malko?), dass die Israeli sowas nicht im Vorfeld an die große Glocke hängen, sondern in einer Nacht- und Nebelaktion zuschlagen würden. Wahrscheinlich hätten sie es auch schon getan, falls tatsächlich Gefahr im Anzug wäre.
Wenn ich also Säbelgerassel von den Israelis (und von unserem Freund Dabbelju) höre, bleibe ich eher beruhigt. Sofern ich mich erinnere, gab es vor dem Libanonfeldzug (der übrigens desaströs für Israel endete) sogut wie kein Säbelerassel, Israel schritt gleich zur Tat über und setzte den Rest der Welt vor vollendete Tatsachen.
Einen anderen Einwand bleiben die US-Demokraten, die sehr wohl wissen, wie gefährlich für ihren Präsidentschaftskandidaten ein neues republikqanisches Kriwegsabenteuer vor den Wahlen werden kann.
Ich denke mal, die Demokraten, die ja die Mehrheit im Repräentantenhaus (ich glaube ihre Abgeordnetenkammer heißt so?) stellen, würden alles versuchen, um Dabbeljus neuen Kriuegszug zu stoppen.
Ich gehe nicht von einem tatsächlich bevorstehenden Feldzug aus - auch nicht mit taktischen Nuklearbomben.
es wurde bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass solche internationalen Manöver sehr oft einen ganz anderen innenpolitischen Hintergrund aufzeigen. (Argentinien - Falkland) oder aber noch Olmert, der innenpolitisch wegen einer Korruptionsaffäre mit dem Rücken zur Wand steht. Dabbelju sowieso. Und da fällt mir jetzt auch Zapatero ein, der sich auf Trichet einschießt. (Bei Zapatero kenne ich allerdings den Hintergrund nicht so recht).
Ich hatte mal ein intressantes Gespräch mit unserem Premierminister Jean-Claude Juncker geführt.
Der Mann, seit 15-20 Jahren Premierminister, erzählte uns (wir waren zu mehreren an diesem Off-the-record-Gespräch anwesend), dass er stündlich von seinen Mitarbeitern Depeschen der internationalen Presseagenturen vorgelegt kriegt und somit auf dem Laufenden ist, was sich in den einzelnen EU-Ländern (aber auch in anderen bedeutenden Metropolen dieser Welt) abspielt. Das helfe ihm, so Juncker, anlässlich größerer internationaler Gipfeltreffen, Aussagen verschiedener Spitzenpolitiker zu deuten, welche diese bdort vom Stapel lasse. Hierbei gehe es öfters um innenpolitische Hintergründe (ist ja klar, eine deutsche Bundeskanzlerin kann dann später der deutschen Presse erzählen, sie habe dies und das ganz klar gesagt). Genau diesen Informationsstand erlaube es dann Juncker, eine gewisse Vermittlerrolle bei solchen Treffebn zu spielen. Da er die wahren Hintergründe zu einzelnen - für andere irritierenden Aussagen - kennt, könne er diplomatisch vorgehen und mutmaßliche Diskordanzen wieder gerade biegen.
Ergo: nicht immer alles auf die goldene Waagschale legen. Sondern immer hinterfragen, worum es eigentlich einigen Politikern tatsächlich geht.