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Meldung des Tages: Der Antimon-Boom ist da – und Antimony Resources (ATMY) liefert die hochgradigste Entdeckung Nordamerikas
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Der USA Bären-Thread

Knockout von Ing Markets Werbung

Passende Knock-Outs auf Evotec SE

Strategie Hebel
Steigender Evotec SE-Kurs 5,10 10,53 17,54
Fallender Evotec SE-Kurs 4,87 10,04 21,09
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NB4W5Y4 , DE000NB4Z1G7 , DE000NB4Z1E2 , DE000NB3BVF8 , DE000NB4CWG0 , DE000NB4CWE5 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

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Anti Lemming:

Ja Ecki, in USA steigern die Banken mit

7
03.08.08 17:56
Siehe unten (FETT):

Schnäppchenjagd bei der Zwangsversteigerung

Der Nordamerikanische Immobilienmarkt ist in der Krise, soweit sind sich die Experten einig. Verkäufer buhlen um die Gunst der Käufer und liefern sich erbitterte Preiskämpfe. Denn nur die besten Immobilien für den günstigsten Preis finden einen Käufer in besonders hart betroffenen Regionen. Dies Situation ruft hartgesottene Investoren auf den Plan die im Unglück ihr Glück suchen. Die Rede ist von Zwangsversteigerungen. Es gibt grundsätzlich drei verschiedene Stadien der Zwangsversteigerung in denen ein Immobilienkäufer gute Gelegenheiten finden kann.

1: Pre-foreclosure (Vor der Zwangsversteigerung)

Dies ist der Zeitraum in dem ein Hausbesitzer in Verzug ist und die Bank den Zwangsversteigerungsprozess einleitet. Dies erfordert bestimmte rechtliche Schritte die einige Wochen oder gar Monate in Anspruch nehmen. Viele Verkäufer versuche die Immobilie zu verkaufen um die Zwangsversteigerung abzuwenden.

2: Foreclosure (Die eigentliche Zwangsversteigerung)

Dies ist eine Versteigerung die vom Amtsgericht veranlasst wird. Diese erfolgt meist am oder im Gerichtsgebäude und die Öffentlichkeit ist in der Lage bei der Versteigerung teilzunehmen. Allerding ist diese Art des Kaufes nur rechtlich versierten und erfahrenen Investoren zu empfehlen. Das Objekt kann noch mit anderen finanziellen Belastungen behaftet sein und der Kaufbetrag muss am gleichen Tag in Bar eingebracht werden.
Oft steigern die Banken mit um sicherzustellen dass der erzielte Betrag zumindest die Schuld und die Gerichtskosten deckt. Viele Objekte gehen daher in den Besitz der Bank über.

3: Bank owned/Corporate owned (Immobilien in Bankbesitz)

Diese Immobilien sind durch die Zwangsversteigerung gegangen und im Besitz der Bank. Hier kann ein Käufer oft einen guten Preis aushandeln weil die Banken natürich daran interessiert sind die Objekte aus Ihren Büchern zu streichen und die Verluste zu minimieren.

Grundsätzlich ist es einem Käufer empfohlen einen erfahrenen Immobilienmakler mit der Suche nach solchen Zwangsversteigerungen zu beauftragen. Ein staatlich lizensierter Makler kann bei der Auswahl und Bewertung der geeigneten Immobilien helfen und dem Käufer als wichtige Entscheidungshilfe dienen. Viele dieser Immobilien zeigen einen Mangel an Pflege und bedürfen diverser Reparaturen. Manche sind kostenspielig, andere von geringwertiger Natur. Der Makler kann helfen Kostenschätzungen vorzunehmen, Angebote von Handwerkern einzuholen und einen Kostenplan aufzustellen.

Die sogenannten „short sales" sind Transaktionen wo die Hypothekenbank nicht die gesamte Grundschuld zurückerstattet bekommt. Besonders in Objekten die sich im Prozess der Zwangsversteigerungen befinden sind die Besitzer oft in einer Zwangslage, die die Abzahlung aller Schulden auf der Immobilie nicht erlaubt. In diesem Fall muss die Bank einem sogenannten „short sale" zustimmen um den Verkauf zu ermöglichen. Die Bank hat nun die Wahl entweder diesem zuzustimmen oder das Objekt in der Zwangsversteigerung zu übernehmen. Oft lohnt es sich für die Bank aus Kostengründen nicht, die Versteigerung durchzuführen. So kann es möglich sein Immobilien unter dem Preis zu kaufen den diese noch vor einigen Monaten erzielt hätten. Allerdings haben die „short sales" auch einen Nachteil. Banken nehmen sich oft viel Zeit um auf Angebote zu reagieren und so kann der Prozess deutlich rausgezögert werden. Auch kann es passieren dass die Banken bestimmte Nebenkosten nicht oder nur zum Teil zahlen und so dass der Käufer mit höheren Notar- und Nebenkosten zu rechnen hat. Falls die Bank zum Beispiel die Maklergebühr nicht zahlt, muss der Käufer diese entrichten. Fragen Sie am besten vorher Ihren Makler welche Kosten entstehen falls die Bank diese nicht zahlt und stellen Sie sicher dass diese schriftlich festgehalten sind. Ein "buyers agent" agreement kann diese genau spezifizieren, damit Sie keine Überraschungen erleben.

Fragen Sie Ihren Immobilienmakler nach dem genauen Ablauf und welcher Rechtssituation die Immobilie unterworfen ist. So können Sie am besten planen und entscheiden welches Objekt für Ihre Situation und Bedürfnisse am besten ist.

Gepostet von Southern Realty Enterprises @ Sonntag, Mai 04, 2008

Quelle:
www.usa-immobilienmakler.com/2008/05/...pchenjagd-bei-der.html
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Anti Lemming:

Fazit

2
03.08.08 17:57
Da es für die Häuser kaum echte Käufer gibt (sie sind noch viel zu teuer), müssen die Banken sie bei den von ihnen angeordneten Zwangsversteigerungen erst mal selber erwerben. Die Banken werden dadurch "Zwischenbesitzer" (bank owned, siehe letztes Posting), was zum einen Rechtsvorteile hat - volle Verfügungsgewalt, verbindliche Kaufverträge mit Neukäufern, Häuser sind "frei von Rechten Dritter" - , zum anderen einen Kaufanreiz darstellt, weil der Neukäufer so nicht mehr die Gewissenslast hat, einen Subprimer auf die Straße zu setzen.
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pfeifenlümmel:

So werden die

2
03.08.08 18:12
Nadelstreifenaffen auch noch belohnt und können umsonst in fremden Betten pennen!
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wawidu:

Housing Sector

6
03.08.08 18:25
Ich habe mir mal die Graphiken der San Francisco Fed zu Hauspreisen, Leerständen bei gewerblichen Immobilien und Büromieten im 12. Fed District angeschaut. Der Verfall der Preise bzw. der Anstieg der Leerstände erfolgt keineswegs gleichförmig, sondern - wie bei den Aktienmärkten - "terrassiert", und dies in den einzelnen Metropolitan Areas mit unterschiedlichen Entwicklungen. Das "große Bild" verläuft nach dem Muster der DOW-Theorie "lower highs - lower lows" resp. "higher highs - higher lows".

Übrigens: Die Situation bei hochpreisigen Objekten im 12. District hat sich um keinen Deut gebessert. Dies gilt auch für die meisten Metro Areas in anderen Distrikten, insbesondere in Florida, Illinois, Michigan und New York.
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Anti Lemming:

Wieso ist im Bären-Thread am WE so viel los?

6
03.08.08 18:52
Bankenpleiten werden häufig am späten Freitagabend oder am Wochenende gemeldet, was offenbar "kein Zufall" ist, meint Die Welt:

"Uns ist es ab und zu mal eine Schlagzeile wert, wenn mal wieder ein paar mittelgroße US-Banken geschlossen werden müssen. Da solche Insolvenzen immer an einem Freitag vorgenommen werden, gehen diese Nachrichten, wenn überhaupt, kurz vor dem Wetterbericht über den Schirm. So wurden, welch Zufall, auch die Fälle IKB und Bear Stearns gehandhabt. Den Deutschen ist aber das SPD-Sommertheater wichtiger als die Einbrüche ihrer Aktien- und Rentensparpläne. Nicht umsonst ignorieren Staatsfernsehen und Politik dieses Finanzthema."

Quelle:
www.welt.de/welt_print/arti2277035/...ilfen_fuer_Herrn_P..html )
(den Link hatte Navigator_C weiter oben gepostet)



Dieses WE gab es die folgende Pleite:
www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/...eite/393440.html

Die News erschien am Samstag, den 2. August. Die Börsen haben sich seitdem gut gehalten ;-))
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Anti Lemming:

US-Krise erfasst deutsche Unternehmen

8
03.08.08 19:01
Handelsblatt, 03.08.2008
Schrumpfende Gewinne
US-Krise erfasst deutsche Unternehmen
von Norbert Häring und Ulf Sommer

Hoffnungen, Europa könne sich von der Konjunkturkrise in den USA abkoppeln, haben sich zerschlagen. Nach einer Serie schwacher Konjunkturdaten revidieren Analysten auf breiter Front ihre Wachstumsprognosen für den Euroraum und für Deutschland kräftig nach unten. Die großen deutschen Konzerne müssen in diesem Jahr sogar mit schrumpfenden Gewinnen rechnen.


DÜSSELDORF. Das zeichnet sich nach miserablen Ergebnissen in der laufenden Berichtssaison ab. Zuletzt schockte BMW mit einer Gewinnwarnung.

Eine Umfrage des Handelsblatts bei den Prognostikern von zehn führenden deutschen und internationalen Banken und Forschungsinstituten ergibt, dass alle ihre Erwartungen deutlich nach unten revidiert haben und für nächstes Jahr nur noch ein Wachstum von 0,9 Prozent im Euroraum erwarten -nach 1,5 Prozent in diesem und 2,7 Prozent im letzten Jahr. Die Europäische Zentralbank hatte noch im Juni ein Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent im nächsten Jahr vorausgesagt.

Europa fällt auf breiter Front noch hinter die USA zurück. [weil hier mit realen statt mit getürkten Zahlen gearbeitet wird - A.L.] Nach den aktuellen Prognosen wäre sowohl das Wirtschafts- als auch das Gewinnwachstum der Unternehmen im Euroraum 2008 niedriger als in den USA, dem Land, von dessen Häusermarkt die Finanzkrise und der Wirtschaftsabschwung ihren Ausgang genommen haben. „Der Abschwung wird den Euroraum härter treffen als die USA, weil die Geld- und Finanzpolitik dort viel entschlossener gegengesteuert hat“, meint Thomas Mayer von der Deutschen Bank unter Verweis auf kräftige Zinssenkungen und ein Konjunkturprogramm in den USA. Konjunkturforscher sehen das Wachstum der US-Wirtschaft im nächsten Jahr bei deutlich über einem Prozent.

[Perverserweise nutzen US-Medien zurzeit die vermeintlich stärkere Krise in Europa, um den Euro gegen den Dollar runterzureden. - A.L.]

Nach etlichen Hiobsbotschaften haben sich mit den jüngsten Halbjahresberichten Spekulationen zerschlagen, dass der Gewinneinbruch von durchschnittlich 42 Prozent im ersten Quartal bei den 30 Dax-Konzernen ein Ausrutscher ist. Im laufenden Quartal drohen nach Berechungen der Landesbank Baden-Württemberg Einbußen von mehr als 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Anstelle eines ursprünglich erwarteten Gewinnwachstums von zwölf Prozent im laufenden Jahr kalkulieren Analysten der internationalen Investmenthäuser nach Angaben des Finanzdatenspezialisten Ibes nun mit einem Minus von sieben Prozent. So rasant drehte sich der Trend zuletzt 2001. Damals brachen die Gewinne schließlich um 53 Prozent ein.

Quelle:
www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/...ernehmen;2018682
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Malko07:

Zuerst rüstet der

7
03.08.08 19:18

deutsche Maschinenbau Fabriken in China aus und nun rüstet er die Fabriken für die gleichen Produkte wieder in Deutschland aus. Gut für die Konjunktur und die Arbeitsplätze:  Der USA Bären-Thread 4570926

SCHÄTZUNGEN DES INGENIEURSVERBANDS

Jede fünfte deutsche Firma verlässt China

China ist längst nicht mehr Billigland Nummer eins: Schätzungen des Vereins Deutscher Ingenieure zufolge zieht sich jede fünfte, in der Volksrepublik mit einer Fertigung vertretene deutsche Firma, aus dem Land zurück. Der Grund: Die chinesischen Arbeiter werden ihnen zu teuer.

Der USA Bären-Thread 4570926

Berlin - Die Lohne steigen und die Qualitätsprobleme bei der Herstellung sind einfach nicht in den Griff zu bekommen: Immer mehr deutsche Firmen, die ihre Produktion nach China ausgelagert haben, ziehen sich wieder aus der Volksrepublik zurück. Genaue Daten gibt es nicht - der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) jedoch schätzt, das jede fünfte der rund 1600 in China vertretenen deutschen Firmen den Rückzug plant, berichtet der "Tagesspiegel am Sonntag". "Sehr viele Firmen sind blauäugig in den chinesischen Markt eingestiegen, ohne zu bedenken, dass auch dort die Löhne steigen", sagte VDI-Sprecher Sven Renkel dem Blatt.

Die Löhne der Chinesen seien um bis zu 20 Prozent gestiegen, sagte Harald Kayser, Partner der Unternehmensberatung PriceWaterhouse-Coopers (PWC). Manchen Branchen und Firmen würden die Chinesen nun zu teuer. Sie sähen sich deshalb in anderen Ländern, wie Bangladesch, Indien oder Kasachstan, nach günstigeren Produktionsstandorten um oder kehrten ganz nach Deutschland zurück.

Selbst chinesische Unternehmen verlagerten einfache Produktion immer häufiger ins Ausland, sagte Eddy Henning, der Firmenkundenchef der Deutschen Bank in Peking, dem Blatt. "Wer nur T-Shirts herstellen will, geht eher nach Vietnam oder nach Afrika." Für Investoren aus Europa konkurrierten zudem Rumänien und Bulgarien mit China. Hans Röhm vom Beratungsunternehmen Deloitte zufolge werden daher vor allem jene deutschen Unternehmen aus China weggehen, die ursprünglich wegen der Kostenvorteile ins Land gekommen sind. Dazu gehöre etwa die Konsumgüterindustrie und die Textilbranche, die in großen Mengen produziert.

Aber auch Hersteller hochwertiger Waren müssten sich überlegen, ob der Markt für sie langfristig in Frage käme. Denn wenn die Qualität nicht spitze sei, schade das dem Ruf des Unternehmens. "Wir raten vielen unserer Kunden daher, wieder eine Produktion in Deutschland in Betracht zu ziehen", sagte Röhm. Der Stofftier-Hersteller Steiff hatte Anfang Juli angekündigt, seine vor vier Jahren zum Teil nach China ausgelagerte Produktion wieder zurück nach Deutschland zu holen (mehr...).

ase/AFP  www.spiegel.de

 

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Anti Lemming:

Globalisierung "andersrum"?

 
03.08.08 19:25
Wann lassen die Chinesen denn in Deutschland produzieren, weil es ihnen auf dem heimischen Markt zu teuer geworden ist?
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wawidu:

Wochenend-Wellenreiter

5
03.08.08 20:44
In seiner neusten Analyse bei wellenreiter-invest.de geht Robert Rethfeld beim DOW von insgesamt 34 % Verlust vom Oktoberhoch 2007 aus. Dem kann ich nicht beipflichten: Welle 1 von c hat nämlich schon in etwa die Länge von Welle a. Ich habe schon mehrfach etwas zu c-Wellen gepostet. Keine einzige c-Welle in den Bärenmärkten des letzten Jahrhunderts hatte eine Ausdehnung von weniger als 1,62 x a, im Bärenmarkt 2000 bis 2002/03 ebenfalls nicht.
Der USA Bären-Thread 178086
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Anti Lemming:

Keine Abkopplung - Teil 2

7
03.08.08 23:08

FTD/Das Kapital

Trügerische Ruhe an den Aktienmärkten

Die Aktienmärkte haben über die vergangenen Wochen so einiges weggesteckt. Ein gutes Zeichen? Nicht doch, die Anleger haben den Ernst der Lage immer noch nicht erkannt.

Die USA stecken in einer schweren Rezession, da können die BIP-Statistiker sagen, was sie wollen. Seit Ende 2007 ist die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden in der Privatwirtschaft um 1,1 Prozent gesunken, und über die vergangenen drei Monate ist sie durchschnittlich mit einer Jahresrate von 2,1 Prozent gefallen. Die Zahl der Arbeitslosen ist binnen einem Jahr um 1,647 Millionen gestiegen, womit die Arbeitslosenquote um einen Prozentpunkt zugenommen hat. Die "erweiterte" Arbeitslosenquote ist seit Juli 2007 gar um zwei Prozentpunkte angesprungen und beträgt nunmehr 10,3 Prozent. Dieses Maß für die Arbeitslosigkeit bezieht jene Arbeitswilligen mit ein, die sich seit mindestens vier Wochen nicht um einen Posten bemüht haben, sowie die mangels Stellenangebots nur Teilzeitbeschäftigten.

Die Wochenlöhne der einfachen US-Arbeiter und -Angestellten liegen gerade noch um 2,8 Prozent über dem Vorjahr, bei einer ausgewiesenen Inflation von fünf Prozent. Überdies kommen die Zinssenkungen der Fed nicht bei Verbrauchern und Firmen an, sodass die zinssensitiven Ausgaben wie Investitionen und Autokäufe fallen, zumal die nichtfinanziellen Privatsektoren ohnehin auf Schulden von 24.288 Mrd. $ sitzen und die Vermögenswerte sinken. Der Staat wird seine Ausgaben weiter steigern, hat bei einem von der OECD für 2008 geschätzten Defizit von 5,5 Prozent des BIP aber keinen großen Spielraum mehr. Und da Europa sowie Japan nun am Rande einer Rezession stehen und selbst China zu wackeln beginnt, wie der Juli-Einkaufsmanagerindex von 48,4 zeigt, werden in den USA auch die Impulse durch den Außenhandel nachlassen.

Aktien in der Zange

 Der USA Bären-Thread 4571401  US-Marktkapitalisierung

 

Die Aussichten sind trübe, und geht es nach den weit vorlaufenden Indikatoren wie den monetären Bedingungen, ist vor allem in Europa auch keine Besserung in Sicht. Gemessen daran halten sich die globalen Aktienmärkte erstaunlich gut, zumal die laufende Berichtssaison ziemlich enttäuscht. Die nachgebenden Rohstoff- und Nahrungsmittelpreise haben die Märkte über die vergangenen Wochen etwas stabilisiert. Doch im Monatsdurchschnitt ist der weit gefasste HWWI-Rohstoffkostenindex im Juli auf Dollarbasis weiter gestiegen, und ohnehin reflektieren die jüngsten Entspannungstendenzen bloß die Furcht vor schwindender Nachfrage und sind daher kein rechter Trost. Helfen könnte nur ein dramatischer Einbruch der Rohstoffpreise, aber das ist schon wegen der laxen Geldpolitik rund um die Welt sowie der anhaltenden geopolitischen Spannungen eher unwahrscheinlich.

Fundamental betrachtet wäre die Robustheit der Aktienmärkte ja noch zu verstehen, wenn Aktien denn wirklich billig wären. Aber am Buchwert sowie am Cashflow gemessen ist der US-Aktienmarkt um zwei Fünftel höher bewertet als im Durchschnitt zwischen 1970 und 1995, als der irrationale Überschwang sich zu entfalten begann; die Dividendenrendite hingegen liegt gerade mal bei rund der Hälfte des zuvor Üblichen. Ähnliches gilt für Europa, wobei hier allerdings zumindest die Dividendenrendite etwas versöhnt und die Bewertung auch generell attraktiver bleibt als in den USA. Nur Japan ist im Vergleich zur eigenen - stürmischen - Vergangenheit inzwischen recht nüchtern bewertet, bleibt in Sachen Kurs-Cashflow aber in etwa so teuer wie Europa.

 Schwellenländerträume

 Derweil bleibt zu befürchten, dass die Anleger den Grund für die kräftigen Gewinnsteigerungen über die vergangenen Jahre immer noch nicht ganz erfasst haben: Während die Globalisierung Preise und Löhne im Westen gedämpft hat, haben vor allem die angelsächsischen Länder und Spanien weit über ihre Verhältnisse gelebt und somit für Nachfrage gesorgt. Nun aber geht es dort an die Tilgung der Schulden, während die Kosten in den Schwellenländern steigen. Die Auswirkungen dessen auf die Gewinnspannen werden enorm sein, selbst wenn die Schwellenländer sich abkoppeln könnten, was wegen ihrer Exportabhängigkeit zu bezweifeln ist.

Ohnehin bleibt die verbreitete Annahme kühn, wonach die westlichen Firmen ihre Gewinne schon wegen des schneller wachsenden Schwellenländergeschäfts ausweiten werden. In Einzelfällen wird dem so sein. Aber wenn es für die Gesamtheit der Firmen gelten würde, hieße das ja, dass der Gewinnanteil am Volkseinkommen im Westen langfristig dauernd zunehmen würde, während er in den Schwellenländern fallen müsste. Das ergibt sich jedenfalls dann, wenn man realistischerweise davon ausgeht, dass der Gewinnanteil am Volkseinkommen der Welt keinem Trend unterliegt.

Bleiben als Begründung für die Widerstandsfähigkeit der Aktienmärkte die niedrigen Zinsen respektive der riesige Geldüberhang. Aber am Ende wird der entweder in Inflation oder Deflation (Kapitalfehlallokation/Überschuldung) münden. Und beides würde dem Aktienmarkt schwer zu schaffen machen.

 http://www.ftd.de/boersen_maerkte/aktien/...tienm%E4rkten/393731.html

 

 

 

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wawidu:

Was nutzt Fannie und Freddie

3
03.08.08 23:39
der Bail Out? Im Prinzip wenig, da das Neugeschäft mit Hypothekendarlehen weitgehend tot ist. Alle Maßnahmen zur "Rettung" von Zwangsversteigerungs-bedrohten Haus"besitzern" (die Besitzer sind ja nicht die Bewohner, sondern die Banken) schlagen letztlich doch auf deren Bücher. - AL hat dies ja zuletzt in # 26027 sehr richtig dargestellt. -  Das "System", auf dem der enorme Aufschwung der Hypothekenbanken basierte (alle nur denkbare und großenteils fragwürdige Konstruktionen zur Verwirklichung des Traums vom eigenen Haus), ist unwiederbringlich kaputt. Vor diesem Hintergrund würde es m.E. schon an finanziellen Selbstmord grenzen, wenn Anleger diesen Banken frisches Kapital zukommen ließen. Die bisherige Reaktion der Anleger nach dem Bail Out ist jedenfalls ziemlich "verhalten".
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 178102
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wawidu:

@AL - # 26035

6
04.08.08 00:17
In dem FTD-Artikel werden u.a. die niedrigen Zinsen und der riesige Geldüberhang angesprochen. Für mich ist es vor diesem Hintergrund schon "erstaunlich", dass die Tendenz der Aktienmärkte überhaupt nach unten läuft. Der Artikel liefert allerdings die einzig richtige Erklärung dafür: "Kapitalfehlallokation" - ich ergänze: in bislang nie gesehenem Ausmaß. Ihr kennt sicher das Märchen "Des Kaisers neue Kleider". Nun beginnt man langsam zu erkennen, dass "der Kaiser nackt ist". Die "Hüllen", die man insbesondere in den letzten Jahren "gewoben" hat (Geldmengen, Kredite, Derivate, ...), erweisen sich als "Truggewebe".  
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CarpeDies:

Industrie erwartet "grottenschlechte" Auftragslage

6
04.08.08 08:09
Aufschwung ade: Der deutschen Industrie droht nach Ansicht von Experten im Winter ein Mangel an Aufträgen. Dem Ifo-Institut zufolge beurteilen die Unternehmen ihre Lage so schlecht wie seit zwei Jahren nicht mehr. Jetzt sollen Jobs gestrichen werden.

Hamburg - Der Leiter der Konjunkturabteilung des Münchner Ifo-Instituts, Kai Carstensen, sagte der "Bild"-Zeitung: "Die Erwartungen der Unternehmen für die nächsten sechs Monate sind grottenschlecht." Der Auftragsbestand sei derzeit noch gut, aber es fehle an neuen Aufträgen. "Im Winter ist der Aufschwung definitiv vorbei. Viele Firmen werden nach und nach Kapazitäten abbauen und auch Personal entlassen", erklärte Carstensen.

Elektro-Arbeiter: Sechs Prozent mehr Stellen abbauen als neue schaffen
Auch der Präsident des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, Martin Kannegiesser, zeigte sich besorgt. "Die weltweite Konjunkturabkühlung trifft die Metall- und Elektroindustrie zunehmend stärker. In vielen Firmen reichen die Aufträge nur noch bis Jahresende", sagte der Verbandschef dem Blatt.

Die Unternehmen beurteilten ihre Auftragslage so schlecht wie seit zwei Jahren nicht. Wie in jeder Abschwungphase fächere sich das Feld weit auf. Wie die Zeitung weiter schreibt, erreicht der seit gut zwei Jahren andauernde Jobaufbau in der Metall- und Elektroindustrie offensichtlich sein Ende.

In den nächsten sechs Monaten wollten per Saldo sechs Prozent mehr Firmen Stellen abbauen als neue schaffen. Das gehe aus Zahlen vom Gesamtmetall und dem Ifo-Institut hervor.

Kürzlich erst ergab eine Umfrage, dass auch die Verbraucher in Deutschland die Konjunktur pessimistisch beurteilen. Wegen der durch die Energie- und Lebensmittelpreise getriebenen hohen Inflation sank die Konsumlust der Deutschen laut Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) auf ein Fünfjahrestief
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Anti Lemming:

Wawidu - Geldüberhang

7
04.08.08 09:14
Nach den Definitionen unten entsteht ein Geldüberhang durch Ausufern der Geldmenge (M3) ohne entsprechende Ausweitung des Warenangebots. Eine solche Schieflage entsteht u. a. bei exzessiven Kredit-Blasen, wie wir sie in USA, Großbritannien, Irland, Australien, Spanien sehen. Während die Kreditblasen anschwellen, ist die Wirkung zunächst inflationär. Dies führt zu einer verstärkten Flucht in Sachwerte, zu denen auch Häuser, Aktien, Gold und Rohstoffe zählen (die Blasen in diesen Assetklassen sind inflationär getriebene Folge-Blasen des Geldüberhangs).

Ist diese Entwicklung jedoch an einem Kulminationspunkt angelangt, der mMn in USA im Sommer 2007 erreicht wurde, reißt die Kreditvergabe schlagartig ab. So brachen etwa die Private-Equity-Aktivitäten gleichsam über Nacht ein. Die Angst, durch Nicht-Investieren des Geldes der Inflation ausgeliefert zu sein, weicht einer neuen Angst, das verliehene oder investierte Geld nicht oder nicht in voller Höhe zurückzubekommen. Das ist eine deflationäre Tendenz. Bernanke bzw. USA versuchen nun, mit einem wahren Geldregen dagegen anzusteuern.

Die Fed senkte die Zinsen massiv (negative Realzinsen). Auch die Kreditvergabe ging weiter, geht jetzt allerdings weniger von Privatinvestoren als vom Staat aus: Der Bailout der Banken/Broker erfolgt durch Herausgabe ("Drucken") neuer Staatsanleihen, die Fed leiht an den div. Fenstern über immer längere Zeiträume und tauscht CDO-Schrott gegen saubere Staatsanleihen (die dadurch in den Dreck gezogen werden). Wie Skeptiker erwarteten, hat dies den Credit Crunch nicht aufhalten können. Die Banken misstrauen einander immer noch. Die Zinsen am langen Ende sinken nicht mit. Aus Angst vor Verlusten vergeben die Banken immer weniger Kredite und stellen erhöhte Anforderungen an die Bonität neuer Schuldner. Der "US-Konsument" trocknet finanziell immer mehr aus.

D.h. um eine Deflation nach japanischem Muster zu vermeiden, unternimmt USA zurzeit das fragwürdige Experiment, die Märkte auch weiterhin in Liquidität zu ersäufen, wobei das Geld nun verstärkt aus der Staatskasse kommt. Dies erzeugt jedoch verstärkt Stirnrunzeln bei den ausländischen Gläubigern der USA. Der Dollar verfällt immer weiter, US-Staatsanleihen drohen ihren AAA-Status zu verlieren, auf den Treasuries-Auktionen sinkt die Zahl der ausländischen Bieter.

Man könnte sagen: Bernankes Staats-KE - der Bailout des US-Finanzsystems durch "Drucken" frischer Staatsanleihen - findet bei den Adressaten im nahen und fernen Osten immer weniger Zuspruch. Der Vertrauensverlust ähnelt dem, den wir in GB bei gescheiterten KEs (Kapitalerhöhungen) der dortigen Banken sehen: Wenn das neu geschaffene Geld allein dazu dient, die Schulden der Vergangenheit zu bezahlen, ist es "schlecht angelegt". Hier werden NICHT durch Investitionen neue Güter erzeugt, sondern hier wird lediglich - nun mit der Brechstange - der Geldüberhang weiter forciert.

Diese Entwicklung führt dazu, dass viele gestandene Ökonomen zurzeit nicht klar vorherzusehen vermögen, ob USA nun eine Mega-Inflation durch Gelddrucken (Staatsanleihen drucken) droht oder eine Deflation nach japanischem Vorbild. Der Weg des geringsten Widerstand dürfte sein, dass der Dollar weiter an Wert verliert. Leidtragende sind dann vor allem diejenigen, die USA ihre Ersparnisse anvertraut hatten.

Sehr interessant finde ich unten in der Duden-Definition den Begriff der "zurückgestauten Inflation". Da wird als Vergleich die Lage im Zweiten Weltkrieg angeführt, als Inflation "nicht sein durfte", aber die Kriegswirtschaft dennoch ständig Geld fraß, dem keine neuen Sachwerte gegenüberstanden. Bernankes "Inflations-Negierung" durch Schönrechnen schlägt mMn in die gleiche Kerbe.

Pikanterweise wurde die Deutsche Bank nach dem 2. Weltkrieg auf dem Nürnberger Tribunal...

de.wikipedia.org/wiki/N%C3%BCrnberger_Prozesse

... als einer der Hauptkriegsverbrecher verurteilt, weil sie Kredite für Waffen vergeben hatte, die durch Hitlers Territorialgewinne zurückgezahlt werden sollte. Das Tribunal sah darin eine "verbrecherische Kriegswirtschaft". Die Schulden trieben den Krieg.

Ist es nicht ebenfalls verbrecherisch, wenn USA jetzt ausufernd Geld druckt und immer neue Schulden produziert (um das marode Blasen-Modell noch ein Weilchen über die Runden zu retten), obwohl man weiß, dass diese nie zurückgezahlt werden können - außer durch Dollarentwertung, bei der die Gläubiger der USA letztlich die Zeche zahlen? Auch hier treiben Schulden den Krieg. Es ist jedoch ein Wirtschaftskrieg: USA gegen den Rest der Welt.

Physische Schauplätze der aktuellen Kriege sind bezeichnenderweise der Irak und demnächst womöglich der Iran. Die Schulden für diese Kriege werden (soweit sie nicht Asiaten umgehängt werden können und durch Geldentwertung "abgezahlt") durch "Territorialgewinne" amerikanischer Ölförderfirmen (Halliburton, Bushs Vize Cheney war zuvor dort Boss) wieder reingeholt. Das ist nicht viel besser als die "Kriegswirtschaft" der Deutschen Bank im 2. Weltkrieg.

Inzwischen mehren sich die Anzeichen, dass Bernankes Experiment, USA aus dem Finanz-Schlamassel "herauszuinflationieren", scheitern wird. USA steuert immer stärker auf japanische Verhältnisse zu (siehe Postings hier im Thread von gestern und vorgestern). Dabei werden Aktien - wie in Japan - stark an Wert verlieren. Der Nikkei steht heute bei 13.000 - 1990, am Höhepunkt des japanischen Schuldenbooms, stand der Nikkei bei 40.000. Nach 18 Jahren Wartezeit haben Anleger ihr Geld gedrittelt. Ähnliches droht nun bei US-Aktien (und m.E. bei Aktien aus der Restwelt), wobei der finanzielle Schaden für Ausländer durch die parallel verlaufende Dollarentwertung noch größer werden kann.



Geldüberhang

eine Situation, bei der die gesamtwirtschaftliche Geldmenge die gesamtwirtschaftliche Gütermenge als Folge einer zurückgestauten Inflation übersteigt. Eine solche Situation lag in Deutschland in der Zeit des Zweiten Weltkriegs und nach dem Krieg bis zur Währungsreform am 21.6. 1948 vor, als die Geldmenge zur Finanzierung der Kriegswirtschaft bis 1945 ständig erhöht wurde und das Preisniveau durch eine Preisstopp unverändert blieb.

www.bpb.de/popup/popup_lemmata.html?guid=K5D8KI

Geldüberhang (money surplus)

In der Berechnung der Zentralbanken die positive Abweichung der tatsächlichen Geldmenge von einem durch Modellrechnungen ermittelten Sollwert (Gleichgewichtsmenge). Die negative Abweichung nennt man Geldunterhang (money deficit).

www.direktbroker.de/unser-service/...ney%20surplus)/16330873/G
Antworten
Malko07:

Banken schlachten Monoliner aus

8
04.08.08 10:19

Einigung mit Modellcharakter

Banken schlachten Monoliner aus

von Yasmin Osman (Frankfurt) und Sebastian Bräuer (New York)

 

Mit einer neuen Strategie versuchen angeschlagene Anleiheversicherer, ihre existenzbedrohenden Garantieverträge zu reduzieren. Jüngstes Beispiel ist die Einigung zwischen dem zweitgrößten Anleiheversicherer Ambac und der US-Investmentbank Citigroup.

Danach verzichtet die Bank auf den Versicherungsschutz für ein 1,4 Mrd. Euro großes komplexes Wertpapier (Collateralized Debt Obligation, CDO). Ambac, das eine Garantieerklärung für dieses Papier gegeben hatte, leistet im Gegenzug eine Strafzahlung von 850 Mio. $. Aus Sicht der Bank bedeutet das, dass sie sich von dem Anleiheversicherer Geld holt, solange dieser noch welches hat.

Das Beispiel könnte Experten zufolge Schule machen: In den vergangenen Monaten hatte sich gezeigt, dass Spezialversicherer wie Ambac mehr Garantien für die riskanten CDO-Anleihen ausgesprochen hatten, als sie im Krisenfall schultern können. Seither haben die Ratings der meisten Bondversicherer so stark gelitten, dass sie an den Kapitalmärkten praktisch kein Geld mehr bekommen und auch vom Neugeschäft ausgeschlossen sind. Mit Einigungen wie dieser könnten die auch Monoliner genannten Versicherer einen Teil dieser verlustreichen Garantien abbauen. Kritiker warnen allerdings vor Nachteilen für andere Gläubiger der Monoliner.

Banken tragen Restrisiken selbst

Marktbeobachter gehen davon aus, dass es zu weiteren vergleichbaren Ausgleichszahlungen kommen wird. Einige Tage zuvor hatten bereits Merrill Lynch und der kleinere Anleiheversicherer Security Capital Assurance (SCA) eine ähnliche Vereinbarung getroffen: SCA zahlt Merrill 500 Mio. $, um Garantieverträge im Umfang von 3,7 Mrd. $ aufzulösen.

"Unter den aktuellen Marktbedingungen ist das eine gute Lösung für beide Seiten", sagte Sean Egan, Gründer der Kreditratingagentur Egan-Jones. Mehrere Anleiheversicherer seien auf diese Lösung angewiesen, weil sie sonst teilweise fürchten müssten, zahlungsunfähig zu werden.

Die Aufhebung der Garantieverträge hat zur Folge, dass die Banken die Restrisiken der Wertpapiere nun selbst tragen müssen. Egan geht davon aus, dass die Banken zu weiteren Abschreibungen auf die CDO-Portfolios gezwungen sind. Das legen auch Angaben von Ambac nahe: So habe der Citigroup-CDO 750 Mio. Euro an Wert verloren. Ratingagenturen hätten mit weiteren Verlusten gerechnet, die über der Entschädigung von 850 Mio. $ liegen. Daher erwartet Ambac nun einen Bewertungsgewinn von 150 Mio. $.

Dass die Banken sich dennoch darauf einlassen, liegt nach Einschätzung des Analysehauses Creditsights an der Form der Verträge, die Investmenthäuser mit den Monolinern für CDOs abgeschlossen haben. Diese Versicherungen wurden in Form von Credit Default Swaps (CDS) ausgestaltet: Sie funktionieren ökonomisch zwar wie Versicherungen, genießen juristisch aber nicht den gleichen privilegierten Status.

Das hätte schwerwiegende Folgen im Falle einer Monoliner-Pleite oder einer Zwangsverwaltung durch die Aufsichtsbehörden. "Da CDS-Kontrakte keine Versicherungen sind, rangieren sie bei einer Intervention der Aufsichtsbehörden hinter den Ansprüchen der Versicherungsnehmer", schreibt Creditsights-Analyst Rob Haines. "Ein zynischer Investor würde diese Umwandlungen schlicht als Methode betrachten, bei der die erfahreneren Geschäftspartner für strukturierte Produkte an denen vorbeiziehen, die Kommunalanleihen besichert haben", schreibt Haines.

"Es gibt einen massiven Anreiz für die CDS-Geschäftspartner, an das verbliebene Kapital heranzukommen, solange sie das noch können", so Haines. Den Schaden tragen die Besitzer von Kommunalbonds, befürchtet er. Zwar hoffen die Monoliner, auf die Art ihre Kapitaldecke zu stärken, doch Haines befürchtet, dass die Kapitalausstattung dadurch nur noch schneller erodiert. Ihn erstaunt, dass sich die Besitzer von Kommunalbonds nicht wehren: "Wir können nur spekulieren, dass sie nicht verstehen, was die Geschäftspartner im strukturierten Anleihebereich durch diese Umwandlungen versuchen."


           

Zweierlei Geschäft

Kerngeschäft Ursprünglich haben Monoliner nur Anleihen von US-Städten und Gemeinden garantiert: Die Kommunen zahlen Gebühren, dafür leisten die Monoliner Zins- und Tilgungszahlungen für die Anleihen, falls eine Kommune pleitegeht. Diese Garantien sicherten den Kommunalbonds gute Bonitätsnoten.

Nebengeschäft In den vergangenen Jahren haben Monoliner aber auch zunehmend die riskanteren und komplexen strukturierten Wertpapiere abgesichert. Die Verluste aus diesem Bereich bedrohen nun ihre Existenz.


www.ftd.net


Ob unsere Landesbanken und Versicherungen schnell genug schalten werden? Oder wachen sie erst auf wenn das Geld alle ist?

 

 

Antworten
jungchen:

Mortgage Crisis Part II

3
04.08.08 10:33
subprime war gestern.....

Housing Lenders Fear Bigger Wave of Loan Defaults
Published: August 4, 2008

The first wave of Americans to default on their home mortgages appears to be cresting, but a second, far larger one is quickly building.

Homeowners with good credit are falling behind on their payments in growing numbers, even as the problems with mortgages made to people with weak, or subprime, credit are showing their first, tentative signs of leveling off after two years of spiraling defaults.

The percentage of mortgages in arrears in the category of loans one rung above subprime, so-called alternative-A mortgages, quadrupled to 12 percent in April from a year earlier. Delinquencies among prime loans, which account for most of the $12 trillion market, doubled to 2.7 percent in that time.

The mortgage troubles have been exacerbated by an economy that is still struggling. Reports last week showed another drop in home prices, slower-than-expected economic growth and a huge loss at General Motors. On Friday, the Labor Department reported that the unemployment rate in July climbed to a four-year high.

Der USA Bären-Thread 4572240graphics8.nytimes.com/images/2008/08/04/...4-biz-LEND-web.jpg" style="max-width:560px" >

While it is difficult to draw precise parallels among various segments of the mortgage market, the arc of the crisis in subprime loans suggests that the problems in the broader market may not peak for another year or two, analysts said.

Defaults are likely to accelerate because many homeowners’ monthly payments are rising rapidly. The higher bills come as home prices continue to decline and banks tighten their lending standards, making it harder for people to refinance loans or sell their homes. Of particular concern are “alt-A” loans, many of which were made to people with good credit scores without proof of their income or assets.

“Subprime was the tip of the iceberg,” said Thomas H. Atteberry, president of First Pacific Advisors, a investment firm in Los Angeles that trades mortgage securities. “Prime will be far bigger in its impact.”

In a conference call with analysts last month, James Dimon, the chairman and chief executive of JPMorgan Chase, said he expected losses on prime loans at his bank to triple in the coming months and described the outlook for them as “terrible.”

Delinquencies on mortgages tend to peak three to five years after loans are made, said Mark Fleming, the chief economist at First American CoreLogic, a research firm. Not surprisingly, subprime loans from 2005 appear closer to the end of defaults than those made in 2007, for which default rates continue to rise steeply.

“We will hit those points in a few years, and that will help in many ways,” Mr. Fleming said, referring to the loans made later in the housing boom. “We just have to survive through this part of the cycle.”

Data on securities backed by subprime mortgages show that 8.41 percent of loans from 2005 were delinquent by 90 days or more or in foreclosure in June, up from 8.35 percent in May, according to CreditSights, a research firm with offices in New York and London. By contrast, 16.6 percent of 2007 loans were troubled in June, up from 15.8 percent.

Some of that reflects basic math. Over the years, some loans will be paid off as homeowners sell or refinance, and some homes will be foreclosed upon and sold. That reduces the number of loans from those earlier years that could default. Also, since the credit market seized up last year, lenders have become much more conservative and have stopped making most subprime loans and cut back on many other popular mortgages.

The resetting of rates on adjustable mortgages, which was a big fear of many analysts in 2006 and 2007, has become less problematic because the short-term interest rates to which many of those loans are tied have fallen significantly as the Federal Reserve has lowered rates. The recent federal tax rebates and efforts to modify more loans have also helped somewhat, analysts say.

What will sting borrowers more than rising interest rates, analysts say, is having to pay interest and principal every month after spending several years paying only interest or sometimes even less than that. Such loan terms were popular during the boom with alt-A and prime borrowers and appeared appealing while home prices were rising and interest rates were low.

But now, some borrowers could see their payments jump 50 percent or more, and they may not be able to sell their properties for as much as they owe.

Prime and alt-A borrowers typically had a five- or seven-year grace period before payments toward principal were required. By contrast, subprime loans had a two-to-three-year introductory period. That difference partly explains the lag in delinquencies between the two types of loans, said David Watts, an analyst with CreditSights.

“More delinquencies look like they are on the horizon because so few of them have reset,” Mr. Watts said about alt-A mortgages.

The wave of foreclosures is still rising in states like California, where many homeowners turned to creative mortgages during the boom. From April to June, mortgage companies filed 121,000 notices of default in California, up nearly 7 percent from the first quarter and more than twice as many as in the second quarter of 2007, according to DataQuick, a real estate data firm based in La Jolla, Calif. The firm said the median age of the loans increased to 26 months from 16 months a year earlier.

The mortgage giants Freddie Mac and Fannie Mae, which own or guarantee nearly half of all mortgages, are trying to stem that tide. Last week, they said they would pay more to the mortgage servicing companies that they hire to modify delinquent loans and avoid foreclosures.

Delinquencies in prime and alt-A loans are particularly challenging for banks because they hold more such loans on their books than they do subprime mortgages. Downey Financial, which owns a savings bank that operates in California and Arizona, recently reported that 11.2 percent of its loans were delinquent at the end of June, a big increase from the 6.1 percent that were past due at the end of last year.

The bank’s troubles stem from its $6.2 billion portfolio of so-called option adjustable-rate mortgages, which allow borrowers to pay less than the interest owed on their mortgage in the early years. The unpaid interest is added to the principal due on the loan, so over time borrowers can owe more than the initial loan amount. Eventually, when loans grow by 10 percent or 15 percent, the borrowers are required to start paying both the interest and principal due.

Many borrowers who got these loans during the boom had good credit scores, but many of them owe more than their homes are worth. Analysts believe that many will not be able to or want to make higher payments.

“The wave on the prime side has lagged the wave on the subprime side,” said Rod Dubitsky, head of asset-backed research at Credit Suisse. “The reset of option ARM loans is a big event that will drive the timing of delinquencies.”

www.nytimes.com/2008/08/04/business/...1&th&emc=th&oref=slogin
Ich brauche einen Balkon - damit ich zum Volk sprechen kann.
Antworten
CaptainAmeri.:

@AL

3
04.08.08 10:39
Gute Analyse. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, wie eine Politik a la Bernanke, der mittlerweile alles und jedes monetisiert, am Ende nicht inflationaer sein kann. Demnaechst faellt wohl Washington Mutual um, vielleicht Citi oder BoA oder viele andere mehr. Wenn er einfach deren Verluste alle durch das Discount Window monetisiert, ist das doch klar inflationaer. Und dass Bernanke das tun wird, steht fuer mich ausser Frage. "Helicopter Ben" Bernanke ist kein Paul Volcker. Bei dem haette ich mir Gedanken um Deflation gemacht, aber nicht bei Inflations-Ben.
Antworten
permanent:

Anmerkung zum HB Artikel (Hauspreise fallen kaum..

3
04.08.08 10:51

Hauspreise fallen kaum noch. Banken kaufen einen Grossteil der Häuser aus den Zwangsvollstreckungen weil schlichtweg "normale" Käufer (Familien die ein Eigenheim wollen oder auch Investoren) fehlen. Die Familie die ihr Haus sucht und kaufen möchte ist im normalen Downtrend der stabilisierende Faktor der irgendwann dabei hilft einen Boden im Häusermarkt zu bilden.

Hierfür gibt es zwei Gründe, der gewichtigere ist das es sich bei diesen Käufern um echte "Nachfrage" handelt. Es besteht ein tatsächlicher Bedarf und somit echte Nachfrage die auf ein existierendes Angebot trifft. Der zweite Grund sind die fehlenden Marktkenntnisse von Familien die sich ihr Haus kaufen möchten. Nach einer Phase des Wertverfalls werden Familien von "Professionals" in den Markt gezogen. Frühphase der Bodenbildung, die Makler beginnen mit der Aqusition und erzeugen Nachfrage durch die Kunst des Verkaufens. Kommt der Markt tatsächlich zur Beruhigung so ist die Bodenbildung abgeschlossen, weitere Käufer werden -wie die Motten vom Licht- angelockt, die Preise können langsam steigen.

Dieser Immobilienzyklus war jedoch atypisch, der Markt ist viel zu schnell gestiegen, ein besteht ein massives Überangebot, die normale Familie verfügt über keinerlei finanzielle Recourcen, der Arbeitsmarkt ist stark angeschlagen...........................................

In vielen Baugebieten -welche vor 2-3 Jahren zum Hochpunkt des Zyklus abgeschlossen wurden- stehen ganze Strassenzüge leer (eigene Beobachtung aus diesem Grund hätte mein Kommentar zum HB Artikel auch besser als Schlusspunkt in diesen Thread gepasst  http://www.ariva.de/...ornia_Trip_2008_Stimmungen_einer_Reise_t336583 ), das Gras ist vertrocknet, die Palmen an Wassermangel gestorben, es wirkt gespenstisch, ein Hauch von Geisterstadt liegt in der Luft. Man mag sich nur schwer vorstellen wie das Leben für die verbliebenen Anwohner sein muss.

Neben den beschriebenen Gründen für das fehlen der echten, bedarfsgetriebenen Nachfrage folgt der Hauptgrund für das ausbleiben eben dieser, der Grund um den sich der Kern dieses Thread dreht, der Creditcrunch. Die FED füttert die Märkte mit Geld um den Banken das überleben zu sichern. Aufgrund ihrer schwachen Bilanzen kommt von diesem Geld nichts beim Verbraucher an. Ohne Finanzierung, ohne die Hinterlegung von viel (in den meisten Fällen nicht vorhandenen EK) ist der Kauf einer Immobilie nicht möglich.

Somit gibt es auch keine Bodenbildung am Immobilienmarkt in CA, die Abwärktsspirale ist nach wie voll im Gang und springt (wie wir hier wissen) auf immer weitere Märkte (Sektoren PKW) und Regionen (Verzahnung der Weltwirtschaft) über. Irgendwann gibt es dann eine Bodenbildung, von diesem Punkt sind wir allerdings noch weit entfernt.

Gruss

Permanent

Antworten
Anti Lemming:

CaptainAmerica - Inflation vs. Deflation

5
04.08.08 11:04
Die große Unsicherheit auch bei gestandenen Volkswirten, ob USA nun in eine Mega-Inflation oder eine Deflation absinkt, ist ja gerade das Beängstigende an der Lage. Hier im Thread mehren sich inzwischen die Stimmen, die mit einem deflationären Ende (japanische Verhältnisse in USA) rechnen. Es bleibt aber bei den von Dir genannten Einwänden.

Bernankes Experiment, eine Deflation nach japanischen Vorbild - die in der gegenwärtigen Lage unter normalen Umständen droht - durch einen massiven (Helikopter-)Dollarregen verhindern zu wollen, scheint mir reichlich akademisch. Wenn ein Land wie USA bis zur Schmerzgrenze überschuldet ist, kann man dieses Problem nicht durch weitere Verschuldung - auch nicht durch Staatsverschuldung - nachhaltig lösen.

Ich habe daher den Verdacht, dass "Bernankes Experiment" hauptsächlich dazu dienen soll,  den Dollar auf legitime Weise zu entwerten, um bequem die gigantischen Auslandschulden loszuwerden. Einfach "Geld drucken" ohne Grund ginge ja nicht, das wirkte wie ein Betrugsversuch an den ausländischen Gläubigern. Also nimmt man ein pseudo- wirtschaftswissenschaftliches Konzept her, dass dieses Gelddrucken rechtfertigt. Genau das liefert Helikopter-Ben mit seinem "anti-deflationärem" Geldregen.

Wenn es dann, wie jetzt schon abzusehen ist, nicht klappt, wird Bernanke die Schultern zucken und sagen: "Shit happens". Er wird dann durch einen ähnlich farblosen Nachfolger (Folge-Abnicker) abgelöst. Das eigentlich Gewollte, die Dollar-Entwertung, ist dann aber nicht mehr rückgängig zu machen. USA sind die Schulden dank eines genialen "akademischen Irrtums" los.
Antworten
Nörgeli:

Experte warnt vor Hunderten von Bankenpleiten

3
04.08.08 11:08
Spiegel:

Düstere Warnung eines renommierten Ökonomen: Der New Yorker Professor Nouriel Roubini prophezeit noch Hunderten von Banken das Aus in Folge der Kreditkrise. Die Steuerzahler, sagt er, dürfte das extrem teuer zu stehen kommen.

New York - In den USA werden nach Ansicht des Wirtschaftsexperten Nouriel Roubini aufgrund der Rezession mittelfristig noch Hunderte von Banken pleite gehen. Zur Rettung der angeschlagenen Finanzdienstleistungsbranche dürften die Steuerzahler mit mindestens einer Billion Dollar zur Kasse gebeten werden, sagte der New Yorker Universitätsprofessor, Ökonom dem US-Finanzblatt "Barron's" und eifrige Leser des Ariva Bären Threats.

Eher könnten es aber zwei Billionen Dollar werden. Die Banken hätten im Zuge der Hypothekenkrise bislang nur ihre Subprime-Kredite abgeschrieben. Vor ihnen lägen aber noch Verluste aus dem Konsumentenkreditgeschäft, für die sie keine Reserven hätten.

Die Versuche der US-Notenbank, die Krise zu bewältigen, seien bislang schwach gewesen, sagte Roubini. Die Zentralbank habe die Probleme noch nicht richtig erkannt. Die USA befänden sich in der zweiten Phase einer Rezession, die mindestens 18 Monate dauern werde.

Die Kredit- und Hypothekenkrise hat in den USA hat seit Jahresbeginn bereits acht Banken in den Ruin getrieben. Der folgenschwerste Zusammenbruch war die Insolvenz des größten unabhängigen börsennotierten US-Baufinanzierers IndyMac.
Ich bab`s ja gewußt! Warum hab ich nur nicht danach gehandelt?
Antworten
Anti Lemming:

Permanent - Bankenkäufe der Häuser

5
04.08.08 11:24
Die Banken kaufen also die Häuser aus den (von ihnen angeordneten) Zwangsvollstreckungen, weil es nicht genügend "natürliche Käufer" gibt, die die immer noch zu hohen Preise bezahlen können und/oder wollen. Dadurch wird aber Geld der Banken gebunden, und ihr "Portfolio" an Immobilien, die sie weder gebrauchen können noch überhaupt besitzen wollen, schwillt immer weiter an. Solange sie "Zwischenbesitzer" sind, haben sie ja auch noch Folgekosten für die Häuser wie Instandhaltung, Heizung im Winter gegen Schimmelbildung,  Zinsausfälle für das gebundene Kapital, Vandalismus-Risiken - und, last not least, den zukünftigen Wertverfall der Häuser (ca. weitere 20 bis 30 %).

Die Auffang-Käufe der Banken werden daher die Abwärtslawine nicht aufhalten. Die Banken stehen unter hohem Druck, die Immobilien weiter zu veräußern, so dass der Markt durch ihre Aufkäufe nicht entlastet wird.

Natürliche Käufer kommen erst, wenn die Häuser so billig geworden sind, dass sich ihr Kauf mit einem Bankkredit überhaupt rentiert. Das sehe ich bei Kaufpreisen in der Höhe von 10 bis 12 Jahresmieten.

Aktuell kosten Häuser teils noch 500.000 Dollar, die vermietet vielleicht 2.500 Dollar im Monat bzw. 30.000 Dollar im Jahr einbringen. Das sind ca. 17 Jahresmieten. Erst ein weiterer Preisverfall von ca. 30 % - das obige Haus kostet dann 350.000 Dollar - würde die Erwerbskosten auf das Niveau von 12 Jahresmieten bringen.

In Deutschland Zeiten gab es übrigens Zeiten, in denen man Häuser schon für 10 Jahresmieten bekam. In einem deflationärem Umfeld sind auch hier zu Lande Preisrückgänge bei Immobilien möglich. Seit 2000 sind Hauswerte in D kaum gestiegen und in manchen Regionen sogar deutlich gefallen.
Antworten
Malko07:

AL (#26044), nicht nur die

7
04.08.08 11:27
Gläubiger zahlen die Rechnung. Die $-Entwertung macht den Großteil der US-Bürger ärmer. Es trifft also beide Seiten und das mit Recht. Die USA haben auf Schulden konsumiert und viele Länder haben mit Währungsmanipulationen den Exportüberschuss erzeugt. An Ungleichgewichten sind oft beide Seiten schuld auch wenn es auf der jeweiligen Seite fast immer an Einsicht fehlt.

Ich rechne auch damit, dass die USA auf mittlere Sicht, nach einer Periode der starken Inflation, in japanischen Verhältnissen landen. Nach dem Yen würde dann der US-% zu er größereren verlässlichen Carry Trade Währung werden. Das ist absolut zuviel für die weltweiten Finanz- und Handelssystemen. Ich sehe deshalb das Ende der Globalisierung in heutiger Form mit Riesenschritten kommen. Schon in 2009 wird es ernstlich beginnen. Auch die Zeiten des "laissez faire" werden enden. Regulierungen, sinnvolle wie unsinnige, werden wieder angesagt sein.
Antworten
CaptainAmeri.:

@AL

 
04.08.08 11:34
Stimmt ja alles. Aber Dollarentwertung ist doch Inflation, nicht Deflation. Die USA sind, wenn auch aus voellig unterschiedlichen Gruenden, in derselben Lage wie Deutschland 1923, naemlich Ueberschuldung, die nie (zurueck)gezahlt werden kann. Und sie sind auf demselben "Loesungsweg" wie wir damals. Kauft schon mal Schubkarren...
Antworten
CaptainAmeri.:

@AL

 
04.08.08 11:42
Ich halte es fuer ausgeschlossen, dass eine Entschuldung bei den Chinesen ueber einen tatsaechlichen, also mutmasslich deflationaeren, Default passieren kann. Das ist politisch nicht machbar. Denn dann wuerden die Chinesen als Reaktion alle ihre Dollars auf den Markt werfen. Dann ist der Dollar nichts mehr wert, Preise in Dollar werden massiv nach oben schiessen. Also im Endeffekt auch inflationaer.
Antworten
Malko07:

#26046: Wenn die Immobilienpreise

2
04.08.08 11:43
sinken, ist es nur eine Frage der Zeit bis auch die Mieten sinken. Muss man das nicht bei der Kalkulation berücksichtigen?   ;o)

Das Zusammenbrechen der Immobilienpreise und damit das Sinken der Mieten. Das Sinken der Aktienkurse. Und aus allem folgernd das Absenken der Löhne und Gehälter. Der Druck der schwachen Konjunktur und der Verbraucherpleiten auf die Preise aller Konsumartikel. Wo soll das landen wenn nicht in einer Deflation. Naja, einen ganz geringen Spielraum gibt es noch bei den Zinsen. Der ist mMn allerdings zu gering und bringt in der verfahrenen Lage nur noch wenig. Die Zinsen, ob rauf oder runter, werden an der Lage kaum etwas verändern können. Auch die $-Entwertung stellt keine Hilfe dar. Alles amerikanische wird eben billiger - auch der $.
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