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Der USA Bären-Thread


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Kicky:

Irish banks for Sale in Saudi Arabia,Bahrain,Qatar

6
11.12.10 00:04
www.telegraph.co.uk/finance/financetopics/...wealth-funds.html
Former Irish prime minister John Bruton has travelled to the Gulf states, including Saudi Arabia, Bahrain and Qatar, to sound out their interest in buying one of Ireland's troubled banks.

According to The National, an Abu Dhabi-based newspaper, Mr Bruton has met with sovereign wealth funds in the Gulf in an attempt to attract billions of pounds of badly-needed outside investment.

"The message was 'our banks are for sale to any investors, foreign or local'," said a Gulf-based executive quoted by The National. ...
..Irish officials are already understood to have made contact with several large financial institutions as they hunt for "strategic partners" for their banks.
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Kicky:

Bond Selloff seit Verlängerung der Tax Cuts

4
11.12.10 00:09
The yield on 10-year Treasuries – the benchmark price of money worldwide and the key driver of US mortgages rates – has rocketed to 3.3pc, up 35 basis points since President Barack Obama agreed on Monday to compromise with Senate Republicans on tax cuts.

The Treasury sell-off has ricocheted through the global system, triggering bond sell-offs in Asia, Europe and Latin America. Japan's finance ministry braced as borrowing costs on seven-year debt jumped by a sixth in one trading session, while German Bunds punched through 3pc.

The White House deal with Congress will renew the Bush tax cuts for rich and poor alike for two years, as well as adding a further a 2pc cut in payroll taxes and an extension of unemployment aid. David Bloom, currency chief at HSBC, said it is hard to disentangle whether investors are shunning bonds because they expect US stimulus to boost growth next year, or whether they are losing patience with profligacy in Washington. ....
www.telegraph.co.uk/finance/economics/...S-fiscal-worries.html
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permanent:

Deutschland ist wie ein träger, fetter, alter Hund

8
11.12.10 09:31

Die Deutschen sind gutgläubige Staatsbürger und lieben die Ruhe. Zufrieden blicken sie auf Reförmchen und den Sozialstaat. Das wird für kommende Herausforderungen nicht reichen. Von Andrea Seibel mehr...

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Kicky:

Klare Worte von Mario Draghi

4
11.12.10 10:52
alle Länder haben von dem Euro profitiert,er ist eine der Säulen der europäischen ökonomischen Integration.Er lehnt allerdings auch die Schaffung eines einzigen Eurobonds ab und die EZB solle vorsichtig sein mit den Bedingungen zum Ankauf von Staatsanleihen .Die EZB würde derzeit Massnahmen prüfen für Banken,die so schwach sind dass sie davon abhängig seien ,Geld von der EZB zu bekommen.

Mario Draghi is governor of Banca d’Italia, the country’s central bank.Mr Draghi’s message is that – with the right approach, focused on bold action by national governments – the crisis afflicting the eurozone is surmountable too, in spite of its dazzling intensity. “The euro is not in question,” he insists at the start of an interview with the Financial Times. “The euro is one of the pillars of European economic integration and all countries, all individual countries, have greatly benefited from that.”
www.ft.com/cms/s/0/...3f-00144feabdc0,s01=1.html#axzz17nIpNYA3
www.ft.com/cms/s/0/...1e0-8c3f-00144feabdc0.html#axzz17nJfiU27
aber er warnt davor Bonds zu kaufen
European Central Bank action to calm tensions in eurozone bond markets must remain firmly controlled, otherwise the euro’s monetary guardian risks “losing everything we have”, one of its most ­senior policymakers has warned.....

“The primary response to a crisis should be a national response – credible fiscal action and structural reforms that relaunch growth,” Mr Draghi says. He insists that “the euro is not in question”.......

In his interview, Mr Draghi also reveals that the ECB is discussing “concrete proposals” for dealing with banks that are so weak that they have become dependent on ECB offers of unlimited liquidity. Such steps should form part of the “exit strategy” the ECB is executing to unwind emergency measures introduced after the collapse of Lehman Brothers in 2008.

Interestingly, he was sceptical about the Tremonti/Juncker plan for a single bond. He said there were legal problems, and it would not solve the underlying structural misalignment. He was also very conservative in his description of ECB bond purchases. He said the ECB should be careful in stating the terms on which this happens.
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Kicky:

FTD Kommentar:und am Ende verlieren die Deutschen

7
11.12.10 11:02
Kommentar von Herrn Fr... in der FTD dessen Namen man hier nicht nennen darf

Der Euro scheint im Todeskampf, die Schuldenkrise immer schlimmer. Nur Deutschlands Wirtschaft meldet Monat für Monat bessere Geschäftsklimawerte. Als wäre nichts gewesen. Fragt sich nur, wie lange noch. Und ob die Finanzmarktpanik jetzt doch so gravierende Züge annimmt, dass die (für uns) virtuelle Finanzkrise zum realwirtschaftlichen Desaster wird.

Was ist, wenn das System kippt? Oder wenn erste Euro-Länder auszutreten erwägen, wie es Folklorevolkswirte à la Hans-Olaf Henkel mal eben empfehlen? Wen das besonders treffen könnte, lässt sich womöglich am Beispiel dessen erahnen, was der letzte europäische Währungskrach 1992/93 auslöste. Die Verlierer des Währungsbruchs waren damals nicht Spanier, Italiener oder Briten. Sondern die Deutschen, deren Export unter den Folgen noch ein Jahrzehnt litt.

Noch kann es uns egal sein, wenn vereinzelt kleine europäische Volkswirtschaften in Dauerrezession stecken. Da exportieren wir halt woandershin, zumal die Binnennachfrage auch bei uns mal anzieht. Da ist nicht einmal schlimm, wenn die Risikoaufschläge auf deutsche Staatsanleihen etwas steigen. Immerhin profitieren wir ja bisher von der Krise der anderen: weil ehemalige Anhänger irischer oder griechischer Anleihen jetzt in deutsche gehen und die Zinsen für uns sinken lassen. Krisengewinn.

Das Risiko liegt eher darin, dass zwei Szenarien in den vergangenen Wochen an Wahrscheinlichkeit gewonnen haben: ein Systemkollaps wie nach der Lehman-Pleite, als keiner keinem mehr traute, alle Geld horteten und der Welthandel binnen Wochen kollabierte. Oder ein verselbstständigter Vertrauensverlust nach dem Dominoprinzip, an dessen Ende früher oder später der Austritt von Krisenopfern aus dem Euro stünde.

Für dieses Szenario bietet die Krise 1992/93 gruseligen Anschauungsunterricht - bei allen Unterschieden zwischen dem damaligen Kursverbund und einer Währungsunion mit Einheitsgeld....Damals hieß der Zauderer Helmut Schlesinger und war Bundesbankchef. Er ließ Leitzinsen selbst dann noch erhöhen, als die konjunkturellen Frühindikatoren schon Monate auf Rezessionskurs waren, als vor allem immer klarer wurde, dass dies immer absurderen Aufwertungsdruck auf die D-Mark auslöste und andere Währungen in Europa immer mehr zum Spekulationsobjekt werden ließ. Sich darum zu scheren, hatten die urdeutschen Bundesbanker damals ähnlich wenig Neigung wie in diesem Krisenjahr Frau Merkel - mit ähnlicher Folge: Die Krise wurde nur schlimmer, weil so viel Zögern Spekulanten animiert. Schönen Gruß an George Soros. Und: am Ende kamen die Deutschen doch nicht umhin, in Panik zu helfen.

Erst musste im September 1992 die Lira abwerten, was an einem - ach - Wochenende beschlossen wurde, zusammen damit, dass die Bundesbank dafür jene Zinserhöhung zurücknahm, die sie noch im Juli trotz aller Krisensignale beschlossen hatte (was an die EZB-Zinserhöhung von Juli 2008 erinnert). Zu spät. Da waren Spekulationsdruck und Vertrauensschwund schon zu stark, da half auch nicht mehr, dass die Bundesbank zwischenzeitlich für 60 Mrd. DM schwache Währungen kaufte. Vier Tage später flogen britisches Pfund und Lira aus dem Europäischen Währungssystem (EWS). Im November folgte die nächste Krise: Abwertung von spanischer Peseta und portugiesischem Escudo. Im Februar 1993 waren die Iren dran. Kein Scherz.
Erst als im Juli selbst Frankreichs Franc zu kapitulieren drohte, räkelten sich Deutschlands Notenbanker, eine (überzeugtere) Garantie auszusprechen. Das rettete den Franc, verhinderte allerdings nicht, dass das EWS im August de facto ausgesetzt wurde.

Nach Diagnose des belgischen Ökonomen Paul De Grauwe animierten die wackeligen Garantien zur Kursverteidigung 1992/93 Spekulation und Panik - so wie 2010 die wackeligen Garantien der Kanzlerin für Griechen oder Iren. Da schwand mit jedem Monat das Vertrauen; musste immer mehr aufgewandt werden, um Schlimmeres zu verhindern; gerieten selbst solide Länder in den Sog.
Natürlich gab es Gründe, die eine oder andere Euro-Währung abzuwerten. So wie es heute auch griechische Probleme gibt. Nur hat sich damals wie heute die Marktpanik irgendwann verselbstständigt. Mit der Folge, dass die D-Mark damals um gewichtet 25 Prozent teurer wurde und selbst Ende 1998 noch überbewertet im Euro aufging - was die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Exporteure entsprechend atemberaubend einbrechen ließ.

In der Zeit nach dem EWS-Crash glänzten Spanier, Italiener und Briten mit Exporterfolgen. Die Deutschen erlebten den größten Absturz der Exportleistung seit Langem. Die Ausfuhren sanken 1992/93 trotz Aufschwung in den USA um gut sieben Prozent - und blieben in zwei Jahren um elf Prozent hinter der globalen Importnachfrage zurück.
Die 92er-Entwicklung hat zeigt, wie schnell sich solche Vertrauenskrisen verselbstständigen, bis hin zu Kernländern wie Frankreich und mit schwindendem realem Bezug. Ein Warnsignal. Damals ging es um Wechselkurse, heute um Staatsanleihen. ......
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Kicky:

Stellt die Zahlungen an Irland ein

11
11.12.10 11:24
schreibt die TAZ im Kommentar von Ralf Sotscheck
www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/...67&cHash=909b3449ca

.....Bis 2014 werden Irlands Schulden auf 175 Milliarden Euro angewachsen sein, wenn man es optimistisch betrachtet und darauf hofft, dass nicht auch noch eine Hypothekenkrise auf die Insel zukommt. Die Zinsen werden 8,5 Milliarden im Jahr verschlingen. Um die überhaupt bezahlen zu können, müsste die Wirtschaft um 8 bis 10 Prozent im Jahr wachsen. Wie soll das funktionieren? In den Sparplänen der Regierung ist für die Wachstumsförderung kein Geld vorgesehen. So wird eine Abwärtsspirale in Gang gesetzt, an deren Ende Irland auf einem riesigen Berg unbezahlbarer Schulden sitzt.

Deshalb müssten die Zahlungen sofort eingestellt werden. Es ist ja nicht der irische Staat, der pleite ist, sondern sein Bankensystem. Wenn die Insel eine Chance haben soll, muss man eine klare Trennungslinie zwischen solventem Staat und bankrotten Banken ziehen. Die Regierung in Dublin hat genau das Gegenteil getan: Mit dem Deal, den sie mit EU und IWF ausgeheckt hat, sind die Finanzen von Staat und Banken fest verknüpft worden. Damit ist die irische Regierung zum Schuldeneintreiber für die ausländischen Banken verkommen.

Doch selbst wenn man die Schulden streichen sollte, wäre Irland noch lange nicht aus dem Schneider. Die korrupte politische Klasse und ihre Komplizen in Banken und Bauwirtschaft würden genauso weitermachen wie bisher. Dabei ist es völlig nebensächlich, dass die Regierungskoalition aus Fianna Fáil und Grünen bei den vorgezogenen Wahlen im Februar wohl 80 Prozent ihrer Sitze einbüßen wird. Die darauf folgende Koalition aus Fine Gael und Labour wird es keinen Deut anders machen.

Aber vielleicht setzt die Krise ja eine Entwicklung in Gang, die längst überfällig ist. Irland hat bislang keine nennenswerte linke, ja nicht einmal sozialdemokratische Partei. Anfang der Woche schlossen sich mehrere linke Organisationen zur United Left Alliance zusammen, die bei den Wahlen einige Sitze gewinnen sollte.

Ohne eine grundlegende Reform des politischen Systems wird sich an der irischen Misere nichts ändern. Da ist zum einen das aufgeblasene Parlament. Wenn man es auf die Bevölkerungszahl umrechnete, hätte Deutschland mehr als 3.200 Abgeordnete. Die irischen Parlamentarier lassen sich ihren Job gut bezahlen. Im Vergleich zum Salär des Premierministers ist US-Präsident Barack Obama ein armer Schlucker. Natürlich lassen sich hier keine nennenswerten Summen für die Sanierung einsparen, aber es zeugt von der politischen Mentalität.

Der Kolumnist Fintan O'Toole behauptet, dass Irland gar keine parlamentarische Demokratie habe. Das Parlament initiiere keine Gesetze, es segne lediglich die von der Regierung vorgelegten Entwürfe ohne Debatte ab. Das Parlament sei nicht rechenschaftspflichtig: Wann immer etwas schiefgeht, schieben sich Minister und Bürokraten gegenseitig die Schuld zu, noch kein Politiker ist selbst bei eklatanten Fehlern zurückgetreten. Ein System, das keine der grundlegenden Anforderungen an eine parlamentarische Demokratie erfülle, gehört zerstört und von Grund auf neu errichtet........
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Kicky:

Galoppierende Inflation in China

8
11.12.10 11:31
www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/...na_1.8627284.html

Die Inflation in China ist auf den höchsten Stand seit 28 Monaten geklettert. Auch die Industrieproduktion erhöhte sich im November deutlicher als erwartet, wie die Nationale Statistikbehörde am Samstag mitteilte. Der Ausstoss an Industriegütern legte um 13,3 Prozent zu nach 13,1 Prozent im Oktober.Die Regierung der Volksrepublik hat in den vergangenen Wochen wiederholt versucht, die heiss laufende Wirtschaft vorsichtig abzukühlen. Bis zum Jahresende wird nun eine weitere Zinserhöhung erwartet, um den Preisauftrieb zu dämpfen....

aber der Konsum in China hat sich deutlich erhöht
news.xinhuanet.com/english2010/business/...2/11/c_13644753.htm
China's retail sales of consumer goods grew 18.7 percent in November year on year, the National Bureau of Statistics (NBS) said Saturday....

Retail sales of consumer goods in the January-to-November period reached 13.92 trillion yuan, up 18.4 percent from the same period last year....
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Anti Lemming:

Zins-Rallye bei US-Bonds - Boom oder Bust?

5
11.12.10 12:33

Kicky hat in # 752 nur den Anfang des interessanten Artikels von Ambrosius EP reingestellt. In der Mitte geht es um die Interpretation der weltweiten Zins-Rallye, für die ich bereits gestern in # 743, 740 eine bullische (Hoffnung, dass weitere Stimulusmaßnahmen endlich greifen) und eine bärische (Risikoaversion bezüglich US-Staatsanleihen wegen "griechen-artiger" Schulden/BIP-Quote infolge zu starker Neuverschuldung) Interpretation genannt hatte. Der Markt scheint die bullische zu favorisieren, wie man nicht nur an den Aktienkursen (US-Indizes stiegen gestern auf 2-Jahreshoch) erkennt, sondern auch an der relativen Stärke des Dollars, der angeblich wegen höhere Zinserträge in USA ( steilere Zinskurve) gesucht sei. Wäre Risikoscheu bei Staatsanleihen die Ursache, würde der Dollar sicherlich fallen. Die alternative Erklärung für die Dollarstärke ist die auch gestern zu beobachtende Schwäche bei Commodities, wo "Leitesel" Gold seit Tagen im Kurs zurückgeht - parallel zu Rückabwicklungen im Dollar-Carrytrade.

Fazit: Man findet für jede Entwicklung mindestens zwei Erklärungen, wobei US-Akteure sich konsequent für die bullische Variante entscheiden - noch....

Unten der Mittel-/Endteil des Telegraph-Artikels. A. E-P favorisiert - welch Wunder - die bärische Interpretation.

Mit dem umstrittenen QE2 hat Bernanke sich auf dünnes Eis begeben. Kritiker befürchten, dass der Abfluss an ausländischem Kapital (US-Staatsanleihen-Verkäufe wegen Risikoscheu) höher ausfallen könnte als die 105 Mrd., die Bernanke bis Juli Monat für Monat via QE2 in den Markt pumpen will..

 



...David Bloom, currency chief at HSBC, said it is hard to disentangle whether investors are shunning bonds because they expect US stimulus to boost growth next year, or whether they are losing patience with profligacy (Verschwendungssucht) in Washington.

"If this is all about growth, that's brilliant. But if yields are rising because people think America's fiscal situation is unsustainable, then its armaggedon," he said.

"The US can get away with this only because it is the world's reserve currency. This would be totally unacceptable in any other country. We think these problems will start to crystallise for the US in the second half of 2011, once the European debt crisis has stabilised," he said.

The warnings were echoed by Li Daokui, a rate-setter for China's central bank. "The focus of the market is still in Europe, but we must be aware that the US fiscal situation is much worse than in Europe," he said.

The US tax deal adds $1 trillion of stimulus over two years, according to BNP Paribas. America's budget deficit will remain stuck near 10pc of GDP, not just in 2011 but also in 2012. This will push gross public debt to 110pc of GDP under the IMF definition, near the brink of a debt compound spiral. The contrast with fiscal tightening in Europe has become starkly evident.

Both Moody's and Fitch warned that the US must map out a credible strategy to control spending. "We have long-term concerns about the US rating outlook and they're not yet being addressed," said Stephen Hess, chief US analyst for Moody's.

Stephen Lewis, from Monument Securities, said the bond rout is a sign that Washington can no longer take global markets for granted. "We have reached the limits of tolerance for budget deficits. There is a feeling around the world that nobody in Washington is paying any attention to the implications of what they are doing, but there is a very real risk that this will backfire if it causes mortgage rates to keep going up," he said. (Auf das Problem steigender US-Festzins-Hypotheken mit weiterem Absturz des US-Hausmarkt hatte ich gestern ebenfalls hingewiesen.)

"At the same time we've seen a loss of confidence in Fed strategy. There is a feeling that the Fed doesn't care about inflation – in fact, wants more of it – and that is certainly not in the interest of bondholders," he said.

[Ich glaube, dass Bernanke sich viel zu sehr auf den relativ engen US-Aktienmarkt (und dessen Sekundärwirkungen auf den US-Konsum) kapriziert, während das dicke Geld im US-Bondmarkt steckt. Die Pyrrhus-Siege im Aktienmarkt könnten mit "verlustreichen Niederlagen" im Bondmarkt erkauft (QE) werden. Da der Bondmarkt vom Volumen und von der Bedeutung her der weitaus gewichtigere ist - an ihm hängt immerhin die Refinanzierung der US-Schuldeneskapaden - , könnte Bernanke via QE mit Beelzebub den Teufel austreiben und USA am Ende weitaus mehr schaden als nützen. - A.L.]

The standard rate for 30-year mortgages in US has moved up in tandem with Treasury yields. The rate has been creeping up ever since the US Federal Reserve first signalled plans for a fresh blast of quantitative easing, rising 85 basis points in three months.

The housing squeeze raises serious doubts about the Fed's plan to purchase a further $600bn in Treasuries over coming months, or QE2 as it is known. Fed chair Ben Bernanke stated on Sunday that the explicit purpose of the policy – which he calls "credit easing" – is to bring down yields.

"We're not printing money. What we're doing is lowering interest rates by buying Treasury securities. And by lowering interest rates, we hope to stimulate the economy to grow faster," he said. (In Wahrheit betreibt er QE, weil sonst niemand die Massen an neuen US-Staatsanleihen aufnehmen könnte.)

US data on foreign holdings of Treasuries and agency bonds are published with a delay, but monthly figures show that China sold a net $24bn in September and Russia sold $10bn. The concern is that investor flight from US debt will overpower the monthly purchases of $100bn by the Fed, making it ever harder for Washington to raise the $1.4 trillion needed next year to cover the deficit.

The rise in yields risks becoming a textbook case of a central bank losing control over long-term rates. The danger is that market fears of future bond losses – whether from inflation or higher default premiums – will neutralise the stimulus, or lead to stagflation.

Tom Porcelli, from RBC Capital Markets, said the Fed rates might be nearer 4pc by now if the Fed had not acted. However, he said there was no justification for QE2 at a time when the economy is growing at more than 2pc, and core inflation – though the lowest since the 1960s – is positive at 1pc. "Nobody believes that we're slipping into deflation anymore [außer den Sofa-Rigoristen im BT ;-)]. That phase has passed," he said.

 

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Malko07:

Man sollte erstmal nicht zu viel in leicht

9
11.12.10 13:19
wackelnde Kurse hinein interpretieren. Zum großen Teil liegen total normale markttechnische Reaktionen vor die sogar zum Teil fundamentale Hintergründe haben. Ich will das etwas am Beispiel der Umlaufrendite von Deutschland zu erläutern.

SIEHE ANGEHÄNGTES BILDCHEN

Was war am Anfang des Jahres 2010 anders als jetzt? Nun es war noch fraglich ob sich die wirtschaftliche Entwicklung von Ende 2009 fortsetzen würde. Inzwischen hat man Gewissheit, dass es bis jetzt wesentlich besser gelaufen ist als es sich irgendjemand damals hätte vorstellen konnte. Heute ist die Inflation größer als am Jahresbeginn und in den Tarifverhandlungen zeichnen sich schon lange nicht mehr erreichte Ergebnisse ab. Viele Firmen erhöhen ihre außertariflichen Zahlungen. Die Preise werden deshalb erst mal eher steigen als fallen. Der Absturz der Umlaufrendite bis unter 2%, günstig synchronisiert mit "Krisen"  war nicht anderes wie das austoppen einer Blase, die fundamental mit nichts mehr zu rechtfertigen war.

Momentan lassen alle vorliegende Daten den Schluss zu, dass wir bis zur Mitte 2011 bei uns wieder den BIP-Stand von 2008 erreicht haben werden. Auch daran sieht man, dass die Zinsen im Verhältnis zur Erwartung viel zu tief liegen. Sie haben momentan ein Niveau, das einer erneuten starken Rezession entspräche.

Es gab während dieser Krise bis jetzt einmalige Verdienstmöglichkeiten bei Anleihen. Sowohl bei Firmen-, als auch bei Staatsanleihen. Dies wurde auch von den Zockerbanken fleißig genutzt. Für diejenigen die ungefähr zum richtigen Zeitpunkt eingestiegen sind ist deshalb schon seit einiger Zeit der Moment gekommen Kasse zu machen. Ein Prozent Zinssteigerung machen ungefähr 8% Kursverlust bei Zehnjährigen aus. Weil das allen bekannt ist, gehen die Flexiblen mindestens temporär raus und bringen damit Versicherungen und Pensionsfonds unter großen Druck. Die weitere Entwicklung hängt also stark davon ab wie stark das Nervenkostüm von Großen sein wird, die die Erlaubnis zum Umschichten haben.

Eine erneute große krisenhafte Lage würde die Kurse wieder antreiben. Sie müsste aber schon sehr groß sein. Inzwischen weiß jeder, dass unsere Politik als Letztes die Banken den Bach runter lassen wird. Vorher lassen sie sogar Staaten pleite gehen. Man kann sich also ans Seitenaus trauen, viel einfacher als noch am Jahresanfang.

PS.: Das nachfolge Bildchen zeigt nicht die Zukunft. Es zeigt nur die Vergangenheit.  ;o)
Der USA Bären-Thread 365207
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Malko07:

#72759: Randanmerkung zu den USA.

6
11.12.10 13:30
Für die USA gilt nicht die hier vorgestellte wirtschaftliche Lage. Ich bezweifele, dass die USA dieses Jahr, nach europäischen Messmethoden, überhaupt Wachstum hatten.

Die markttechnischen Gründe gelten aber ebenfalls. Erstmal lag/liegt eine Blase vor und die Inflation ist eindeutig zu hoch. Dabei meine ich nicht die besondere US-Messmethode ex Preiserhöhungen sondern die reale Preisentwicklung. Es liegt also am Anleihemarkt eine absolut künstlich erzeugte Situation vor, die nicht ewig haltbar sein wird. Dass da auch Kasse gemacht wird ist erst mal nicht verwunderlich. Das bedeutet allerdings noch lange nicht den Weltuntergang. Erstmal brauchen wir eine Normalisierung und dann sehen wir weiter.
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Anti Lemming:

Kann man Chinas "Zahlen" wirklich vertrauen?

9
11.12.10 14:04
In China werden Artikel bereits dann als an den Endverbraucher verkauft verbucht, wenn sie gerade erst in die Geschäfte gestellt worden sind. Planwirtschaft macht's möglich.

Damit wird letztlich sogar der Konsum im Detail planbar. Soll er um 18 % wachsen, schießt die Volksbank Geld vor, um für 18 % mehr Konsumgüter zu produzieren und stellt diese dann in die Geschäfte - darauf vertrauend, dass der schlussendliche Abverkauf zum "Listenpreis" schon irgendwann erfolgen wird.

Wohl deshalb kommt es zu den - sonst wohl kaum erklärlichen - ewig gleichen Anstiegen um 0,1 oder 0,2 % bei allen wichtigen wirtschaftlichen Parametern (z. B. in # 757: "Der Ausstoß an Industriegütern legte um 13,3 Prozent zu nach 13,1 Prozent im Oktober.") Dies suggeriert: China ist ein beständig in kleinen Schritten wachsender Gigant.

Ginge es mit rechten Dingen zu, sollte es weitaus "volatiler" aufwärts gehen. Also auch mal -0,5%, gefolgt von +0,6% usw.

Wobei man sich übergeordnet fragen muss, ob es - real - überhaupt aufwärts geht, zumindest im behaupteten Ausmaß. Propaganda ist gerade in der Kaderpartei (und in anderen totalitären Systemen, zu denen man auch die "Banken-Diktaturen im Westen" zählen darf) ein bewährtes Mittel zur "Lenkung der Massen". Die Macht der chinesischen Führungselite ist nicht gefestigt, man fürchtet sich vor Ausschreitungen der vielen Armen (z. B. Wanderarbeiter). Vieles deutet darauf hin, dass die Zahlen besser "hinfrisiert" werden, als es der Realität entspricht. Ökonomischer "Erfolg" ist heutzutage ein K.O.-Kriterium, vor dem selbst potenzielle Umstürzler kuschen. Ohne Suppenküchen keine Konterrevolution.

Man erinnere sich nur an Unstimmigkeiten wie Meldungen rasanten Wachstums ohne Anstieg des Stromverbrauchs (2008/2009), oder atemberaubende Automobil-Umsätze ohne Anstieg des Benzinverbrauchs. Inzwischen haben die chines. Planwirtschaftler allerdings gelernt, ihren Ergebnis-Zinnober "in sich stimmig" rüberzubringen. Aus Schaden wird man klug, und Amerika gibt laufend Anschauungsunterricht, wie man sowas "überzeugend" hindreht.

Würde ein Partei, die aktiv Zensur betreibt (z. B. Internet-Restriktionen), jemals zugeben, dass sie sich "verplant" hätte? Wohl kaum. Von Rücktritt ganz zu schweigen....

Man muss die chinesischen Wirtschaftszahlen daher als Propaganda-Instrument sehen. Die laufenden Erfolgsmeldungen dienen zum einen der "Befriedung nach innen" (für die notfalls auch wieder Panzer aufgeboten werden), zum anderen der Errichtung eines ökonomischen Trugbildes (Potemkin'sches Dorf) für die Ausländer. Daran ändert auch nichts, dass die chinesischen Funktionäre und Staatsfirmen-Bosse in letzter Zeit massenhaft Audis, Mercedes und BMWs bestellt haben (was übrigens AUCH Aufschwung suggeriert...).



Die Chinazahlen erinnern mich an die von Cisco in der Dot.com-Blase, die jahrelang immer um genau 1 Cent pro Aktie über der Analystenerwartung gelegen hatten. Cisco galt deshalb als grundsolider Wachstums-Wert. Der Cisco-Kurs ist dennoch von 82 Dollar in 2000 auf aktuell 19,70 gefallen, und gerade wurde der Ausblick gesenkt. Das ist eine Kursviertelung in 10 Jahren - ohne große Hoffnung auf Erholung. Das damalige "better than expected" war reine Augenwischerei - wie jetz in China.
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CarpeDies:

China Wachstum

7
11.12.10 14:22
Die letzen beiden Postings von Malko und Al beschreiben die Widersprüchlichkeit der Wachstumsmeldunden recht gut. Die Einfuhrzahlen sind für mich plausibel, weil irgendwohr muss ja auch das Wachstum in exportorientierten Ländern herkommen. Andererseits traue ich ebensowenig wie Al den Wachstumszahlen, weil ich wie Malko der Meinung bin dass die Usa als größter Abnehmer chinesischen Exports so gut wie kein Wachstum hatten. Das lässt letzlich nur den Schluss zu dass das Wachstum über eine explodierende Kreditvergabe innerhalb Chinas erreicht wird. Dass Wachstum innerhalb von China da ist, zeigt auch die schnell wachsende Inflation. Es entsteht mEn eine riesiege Kreditblase, die beim Platzen riesige Schäden erzeugt. Hoffentlich können dann andere Länder wie Brasilien und Co. Das ausgleichen.
Antworten
permanent:

Interessanter als das chinesische Wachstum ist die

12
11.12.10 14:34
Inflation, die außer Kontrolle zu geraten scheint. Die chinesische Regierung  hat keinen Zweifel daran gelassen Gegenmaßnahmen zu ergreifen. So sollte ein Schritt noch an diesem WE nicht überraschen.

Permanent
Antworten
permanent:

Pimco Fund Bleeds $1.9 Billion in November

7
11.12.10 14:37
Pimco Fund Bleeds $1.9 Billion in November
FINANCIAL SERVICES, INVESTING, MUTUAL FUNDS, PIMCO, BONDS, BILL GROSS, MOHAMED EL-ERIAN, NEWPONT BEACH, TREASURYS, GOLDMAN SACHS, ECONOMY, INTEREST RATES, TAXES, TAX CUTS
| 10 Dec 2010 | 07:50 PM ET

Bill Gross's Pimco Total Return Fund, the world largest bond fund and the Newport Beach, Calif.'s flagship portfolio, saw investors pull some $1.9 billion in November, the most in two years, according to mutual-fund tracker Morningstar.

 

The Total Return fund, which manages $256 billion, lost 1.5 percent in November, its worst month since September 2008, Morningstar added. Mark Porterfield, spokesman for Pimco, declined to comment.

Treasuries have come under severe selling pressure on signs the U.S. economic recovery is strengthening and the outflow that began last month could result in further reallocation into other rissecurities including stocks.

Rates climbed on Friday, with the benchmark 10-year Treasury note trading a point lower in price to yield 3.33 percent, up from 3.21 percent late Thursday, marking the biggest rise in yields for a week since August 2009.

Like other bond fund managers, Pimco has attracted monstrous net inflows in the wake of the global financial crisis as investors have poured money into safer fixed-income investments. Pimco altogether oversees more than $1.1 trillion.

While November's outflow for Pimco was de minimis, investors could move more money out of bonds and into stocks with signs of improving fundamentals in the United States.

Many economists this week raised their U.S. gross domestic product forecasts after President Barack Obama on Monday unveiled a compromise deal to extend all Bush-era tax cuts for two years.

 

Before the tax-cut compromise, investment bank Goldman Sachs raised its 2011 U.S. gross domestic product forecast to 2.7 percent from 2 percent. On Tuesday, Goldman said the tax package could add 0.5 to 1.0 percentage points of growth on top of that.

Even Pimco revised its growth forecast for the United States next year in the wake of tax-cut plan but warned the growth impact to be short-lived, chief executive Mohamed El-Erian told Reuters late Thursday.

Pimco sees the economy growing 3 percent to 3.5 percent in the fourth quarter of 2011 from the same period of this year.

That compares with its previous estimate for 2 percent to 2.5 percent growth.

"It is far from certain at this point that 2011's higher growth projection will translate into a significant improvement in the growth outlook for the period beyond next year," he added.

Antworten
pfeifenlümmel:

zu # 755

4
11.12.10 15:02
Wenn man einige Länder in den Bankrott gehen lassen würde, hätte das natürlich negative Auswirkungen auf den deutschen Export. Ihre Währungen müssten gegenüber dem verbleibenden Euro abwerten und damit würden unsere Waren dort erheblich teurer. Allerdings muss man sich fragen, ob dies nicht trotzdem auf Dauer besser ist als eine Transferunion, in der die Deutschen und Andere wie eine Weihnachtsgans auf Dauer ausgenommen werden würden!
Den geringeren Export in diese Chaotenstaaten kann man zum Teil durch eine wesentlich stärkere Binnennachfrage und durch eine Intensivierung der Handelsbeziehungen zu Ländern außerhalb Europas ausgleichen.
Antworten
pfeifenlümmel:

Politisch

2
11.12.10 15:15
ist die Situation mit China brisant. Es gibt zu denken, wenn der jetzige australische Außenminister im Jahr 2009 die USA gedrängt hat, nun endlich einen Krieg mit China zu beginnen. Nun hat Australien erst mal die Preise für Eisenerz gegenüber China um 7% erhöht.
In den Iran hat China  erheblich investiert und ist bestimmt nicht an einer Liegerunterbrechung von Rohöl interessiert.
Die Russen werden inzwischen umgarnt und sollen möglichst noch in die Nato.
Antworten
Anti Lemming:

US-Bondschwäche wegen "Convexity Hedging"?

 
11.12.10 15:18

Bonds
Bondlife: Lions and Tigers and Convexity Hedgers (Oh My!)
By Tom Graff
Street.com Contributor

12/10/2010 5:09 PM EST


 This week brought a violent selloff in bonds, culminating in the  terrible 10-year Treasury auction on Wednesday, which priced at a 3.34%  yield. We heard all sorts of excuses for why bonds sold off, from  foreign selling to bad auctions to bond vigilantes worried about tax  cuts. But the real violent selling came at the hands of convexity  hedgers.  

Understanding who these traders are, why they buy or sell, and  why they are known as the worst market-timers going will help you  understand how to trade through this period. In this week's Bondlife,  I'll show you how to recognize and profit from convexity hedging. Plus,  we'll look at why financials are still cheap vs. industrials, and how  munis have sold off but still aren't cheap. We'll look at when to buy.  

Interest Rates: Behind the Curtain

 Let's say you run a leveraged mortgage-bond portfolio. You might be a REIT, like Annaly Mortgage (NLY) , a hedge fund, a dealer desk, a bank, or even Fannie Mae or Freddie  Mac. Say you want to hedge the interest rate risk of that portfolio.  With a corporate bond, this is an easy process: You short-sell a  Treasury, an equivalent futures contract or a swap contract. But with a  mortgage bond, the proper hedge isn't easy to determine. That's because  since the mortgage is prepayable at any time, your actual cash flows are  unknown.  

We have complex models to try to estimate what the prepayment  stream will look like, but even if those models are perfect (which they  aren't), you still have the reality that prepayments are interest-rate  sensitive. If interest rates fall, more people will refinance, i.e.,  prepay. If interest rates go back up, fewer people will refinance.  

For example, take Fannie Mae 4.5% 30-year mortgage-backed  securities. The average borrower within those pools has an underlying  mortgage rate of 4.96%. In the last six months, when the 10-year  averaged 2.72%, these pools have paid principal at a constant prepayment  rate of 19 (or 19CPR -- equal to about a 19% annualized principal  payment rate). That would give each dollar invested in the mortgage pool  an average life of 4.37 years. In other words, the investor in this  pool can expect to have half of his principal repaid to him in the  fourth year. If you are hedging the interest rate risk, a simple hedge  would be to enter into a four-year swap. More often, mortgage hedgers  use 10-year hedges (either swaps or futures) and then just size the  hedge to be approximately equal to the expected duration of the  security.    

Now let's say that interest rates rise a bit. How would this bond pay? Well, let's take the previous  six months (i.e., January to June) when the 10-year averaged 3.67%.  During that period, these pools repaid principal at an average rate of  6CPR. That equates to an average life of 10.18. Quite a difference.  Notice that because four-year bonds naturally yield much less than  10-year bonds, the mortgage will not only lose value because interest  rates rise, it will also lose value because of a change in the expected  maturity. This is called convexity, and it is the main problem in  hedging mortgage-backed securities.  

So let's pretend that the 10-year Treasury futures contract has a  duration of around 6, and let's say that hedgers use only 10-years to  hedge their mortgage book. To hedge the FNMA 4.5% bond with a four-year  average life, it would take about a 2-to-3 hedge ratio (i.e., duration  of the mortgage-backed security divided by duration of the hedge). So  for a $100 million MBS portfolio, the hedger would have a short position  in $67 million of futures. Now let's say that 10-year Treasury rates  rise from 2.72% to 3.00%, and let's say that mortgage hedgers project  that this will result in a prepayment decline from 19CPR to 14CPR. That  causes the average life to extend from 4.37 years to 5.76 years.  Suddenly the hedge ratio goes to about 1 to 1, requiring another $33  million in hedges. Then the 10-year rises another 20 basis points to  3.20%. Now that projects to a 10CPR, or a 7.48 average life. That's  another $25 million in required hedges.  

I've made several simplifications here, granted, but that is the  big picture of what goes on. And while all that may be interesting, the  key is understanding how to profit from this convexity hedging. The  first trick is to recognize it. When hedgers are dominating bond trading  in a given day, you'll usually see several telltale signs.    

  • Futures contracts underperform cash Treasuries on heavy volume. That is because hedgers tend to use futures.
  • Swap spreads widen. Swaps are another MBS hedger favorite, because a  swap hedges both the asset price risk and the liability cost side.
  • On-the-run Treasuries (i.e., the ones most recently auctioned  of a given maturity) underperform off-the-run issues. This is because  anyone who is shorting cash bonds almost always uses the on-the-run to  do it.
 Any time you see these three events going on at once, it's likely  that hedging activity is heavy. And of course, we saw all this week,  particularly on Tuesday. But to really identify the mortgage hedger,  look for a point in which yields either rise or fall to some level not  seen in several months, especially where a new bond becomes "creatable."  That is, you take the current mortgage borrowing rate and subtract  0.5%, rounding to the nearest 0.5%, then see if that is a different  coupon than has been the recently prevailing issue.  

For example, up until recently, the 3.5% coupon has been the most  creatable, basically meaning that as long as the prevailing borrowing  rate was 4.2% or less, 3.5% was going to be the most "creatable" coupon.  With borrowing rates recently backing up to the 4.7% area, 4.0% is now  the most creatable, and we're getting close to 4.5%. More importantly,  borrowers with existing mortgages of 5% went from having a strong  refinance incentive to having none. That results in the speed for those  borrowers slowing dramatically. Hence, billions in new hedges are  needed.  

When mortgage hedgers come in, they are not valuation sensitive.  In fact, if anything, as rates keep spiking higher, they get more and  more desperate to sell. Hopefully, you are now seeing why this week's  action was classic convexity hedger trading. Rates spike higher, and  hedgers become panic sellers, causing rates to spike even higher, and  they panic even more.

How to play it? First, know that mortgage hedgers are in and then  they are out. At some point they have sold their hedges, and then that  source of selling pressure is gone. Bonds will re-rally at some degree.  Second, mortgage hedging tends to be concentrated in the intermediate  part of the curve, five to 10 years. So whether you are trying to  front-run the hedgers with a short-sell or playing the rebound, don't  use a product like the ProShares UltraShort 20 Year-Plus Treasury ETF (TBT) . The hedgers aren't playing on the long end. Again, we saw that this  week, as the 30-year Treasury outperformed on a yield basis in the  selloff.  

Treasuries: Are You a Good Auction or a Bad Auctions?

 This week was another example of Tom Graff's rule of Treasury  auctions. You never get three bad (or good) auctions in a row. So when  the three-year was bad and the 10-year really bad, it shouldn't  have surprised readers when the 30-year auction went quite well. It also  shows that auction results rarely are predictive of anything about  future performance of bonds. In fact had you bought that terrible  10-year auction at 3.34%, you'd be sitting on a very nice profit right  now, essentially having hit the low tick on bond prices. The way to  trade auctions is leading up to them, not using them as an input into  how you think about rates.  

Corporate Bonds: It's a Twister!

 I saw a presentation by a hedge fund-of-funds this week where the  presenter explained that more and more long-short equity funds are  using credit default swaps to hedge their long exposure. Interesting,  and not sure it's smart, but it is certainly a phenomenon I've noticed  happening. However, I think that in terms of financials, it has created  an opportunity for long investors.

  If CDS are being used as an equity hedge, then that results in  CDS being more correlated with equity prices. Which I have certainly  observed. And we know if the CDS is moving wider, the cash bonds almost  always will also move wider. However, in the last six months we have  seen several events that should have affected financial stock prices  much more than bond prices. Most notably, Basel III, which tightens bank  capital and benefits bondholders at the expense of stockholders, and  the foreclosure problems, which doesn't alter the quality of the banks'  balance sheet but will result in increased costs and thus lower profits.  The latter is neutral for bondholders, and the former is a real  positive. Yet financials have severely underperformed industrials,  particularly since June and July. We are adding to financial exposure  here.  

MBS: What Would You Do With a Brain If You Had One?

 MBS gave us a stark reminder that there are still not enough bonds. As  the bond selloff got rolling on Tuesday, MBS severely underperformed.  That makes sense, especially given the convexity hedging math described  above. But as banks saw that higher absolute yields were available, they  poured in, causing MBS to rapidly snap back and finishing the week with  solid outperformance vs. Treasuries. I added to MBS on Wednesday, and  it turned out to be a great trade. I'll keep using selloffs to add to  this sector.  

Munis: I'm Melting!

 Obama's tax compromise was hailed in most corners, but not in the muni  bond market. Word is that the Build America Bonds program was something  that Republicans specifically negotiated out of the settlement. It is  now widely viewed as less than 50% (and I think less than 25%) that BABs  get extended. This will cause much more supply on the long end of the  muni curve in 2011. Expect munis to steepen from 10-years to 30-years.  In BABs, there was massive tightening in the large, long-term deals. By  Thursday, that sector was some 30 basis points tighter on the week,  which I something like 4 points of performance. I've also added to BABs  this week. Get 'em while you can

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Anti Lemming:

Graffs Begründung

4
11.12.10 15:55
ist interessant, gilt aber nur für Hypothekenbesicherte Anleihen (MBS). Die Convexity-Hedger sichern ihre gehebelten MBS-Portfolios bei steigenden Longbond-Zinsen dadurch ab, dass sie US-Staatsanleihen dagegen shorten (via Futures). Das Problem ist, dass mit steigenden Zinsen der Hedge immer größer werden muss, weil dann die Rückzahlfristen länger werden (die Neigung von Hypo-Schuldnern, sich zu refinanzieren, sinkt mit steigenden Langlaufzinsen). D.h. je tiefer die Kurse der 10-jährigen fallen, desto mehr davon müssen die Hedger shorten, um ihre MBS abzusichern.

MBS machen aber nur einen Teil aller ausstehenden US-Bonds aus. Die MBS-Fonds hedgen mit Instrumenten (UST), die eigentlich eine andere Anlageklasse ist. Das gleiche gilt für die Hedgefonds, die Aktien-Portfolios neuerdings verstärkt mit CDS absichern (siehe Ende des Graff-Artikels).

Ich glaube daher, dass für die Schwäche bei den 10-jährigen UST darüber hinaus auch noch die anderen Faktoren aus # 758 wirksam sind - wobei ich, wie A. EP, die Bärenvariante bevorzuge: Wenn Ausländer aus Angst vor Überschuldung aus Staatsanleihen fliehen (wie in den PIIGS), ist das weitaus ernster zu nehmen und bedrohlicher als bloße Hedgeaktivitäten (täglich Brot der Bond-Fonds). Mit Malkos konservativer Erklärung, es werde zurzeit nur eine Bondblase rückabgewickelt bzw. Deflation ausgepreist, kann ich m. E. ebenfalls leben. Man muss sehen, ob (und warum) sich der Abwärtstrend weiter fortsetzt.

Wenn die Longbond-Zinsen steigen - aus welchem Grund auch immer - , ist das gefährlich für den eh schon stark angeschlagenen US-Hausmarkt. Die Verkäufe waren schon im Sommer - bei rekordtiefen Hypozinsen - teils auf dasNiveau von 1963 gefallen. Da sie nun deutlich nach oben schießen, dürfte dies den eh schon angeschlagenen US-Hausmarkt NOCH weiter schwächen.

Interessant (und von Graff nicht erwähnt) ist, dass weitere Schwäche im US-Hausmarkt den Absicherungsbedarf für MBS noch weiter erhöhen wird. Dann werden also NOCH mehr US-Staatsanleihen als Hedge verkauft. Eine Abwärtsspirale?
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Malko07:

CarpeDies (#72762), Auch wenn die Amis

9
11.12.10 15:55
angeblich immer die Dicksten und Längsten haben, ist das nicht so ganz richtig mit der Größe und Wichtigkeit.

Als Wirtschaftsraum sind sie kleiner als die EU und so ist es auch nicht verwunderlich, dass die EU der größte Handelspartner von China ist.

Auch ist Nullwachstum nicht kein Konsum. Er wächst nur nicht mehr aber es wird immerhin praktisch so viel verbraucht wie im Vorjahr. Verklausuliert geben auch die Volkswirte ihre Vorbehalte gegenüber US-Zahlen wieder. Sie sagen ein wirksames Wachstum gäbe es in den USA erst ab 2% Wachstum. Vor 4 Jahren habe ich eine Studie dazu in die Finger bekommen. Mit einem statischen  Faktor kann man das Lügengebäude nicht korrigieren aber vereinfacht tue ich die offiziellen Zahlen um  2,5 kürzen.

Den widersprüchlichen chinesischen Zahlen braucht man keine Beachtung zu schenken. Eine Administration die seit Jahrzehnten lügt dass sich die Balken biegen, kann keine realistische Beschreibung der Lage liefern. Das gilt für beide Richtungen. Manche lokale Verwaltungen verkleinern z.B. auch den Energieverbrauch um größere Effizienz vorzuspielen.  Man kann ganz einfach auf die Zahlen seiner Handelspartner schauen. Und demnach brummt die Konjunktur in China, sie läuft sogar heiß. Wieviel davon "künstlich" erzeugt ist, weiß keiner. Misstrauen ist aber angebracht. China ist allerdings nicht Asien. Und in Asien gibt es viele transparentere Gebiete in denen es gut bis sehr gut läuft und die in Summe alles andere als klein sind.

In Australien, Asien, Afrika, Südamerika und Europa und sogar in einem Teil Nordamarikas gibt es sehr wohl Wachstum, auch wenn viele Zahlenwerke besonders die aus China und den USA getürkt sind. Insgesamt wächst die globale Wirtschaft und das zeigt uns, dass die USA nicht unwichtig sind aber nicht alles von ihnen abhängt.
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Anti Lemming:

Probleme des Convexity Hedging

6
11.12.10 16:18
Hedgefonds mit gehebelten MBS-Portfolios sichern sich gegen steigen Zinsen am langen Ende ab, indem sie Futures auf US-Staatsanleihen dagegen shorten. Dies ist aber nur ein Hedge gegen das generelle Zins-Anstiegs-Risiko.

Die Leute könnten schweren Schiffbruch erleiden, wenn - wie zuletzt 2008 - die MBS in den Keller rauschen und gleichzeitig die US-Staatsanleihen als Deflations-Hedge hochschießen (UST stiegen im Spätherbst 2008 auf Rekordniveaus, TLT erreichte 120 Dollar).

Dann gerieten sie nämlich nicht nur mit ihrem Hebel-Portfolio in MBS unter Wasser (das sinkt im Kurs, und sie sind long), sondern auch mit ihrem Hedge in US-Staatsanleihen (die steigen dann, und sie sind short).

FAZIT: Die Derivatewirtschaft verführt zu viel zu großen Positionen, und die Hedging-Instrumente können sich in vielerlei Weise als wirkungslos (Counterparty-Pleite) oder gar schädlich ("Squeeze im Hedge") auswirken.

Das wird uns noch - um mal wieder von der Decke des Vowi-Tempels in die Niederungen der Sofa-Rigoristen runter zu kommen - ganz gehörig um die Ohren fliegen.
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Malko07:

Chinas liebster Kochtopf

4
11.12.10 16:23
Der USA Bären-Thread 9298870
Der Küchenausstatter Fissler hat keine Angst vor chinesischer Billigware. Statt sich auf den Preiskampf einzulassen, verkaufen die Pfälzer ihre ...
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Platschquatsc.:

US-Bonds

6
11.12.10 16:45
Irgendwie passt der T-Bond-Langfristchart(linear / Renditen TYX ähnlich) nicht zu den negativen Schlagzeilen die hier gerade überwiegen.
Würde mich nicht wundern wenn mit der Fed-Sitzung nächste Woche hier die Trendwende einsetzt und in 1-2 Monaten sind die aktuellen News und Befürchtungen für den Bondmarkt genauso relevant wie es Korea und Irland vor einem Monat für den Aktienmarkt waren.mM
Nur mal so als Denkanstoß ob  "Buy the Dips" nicht doch die besser Alternative ist trotz negativer News.
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Der USA Bären-Thread 365226
Antworten
louisaner:

Die schnelle Übersicht - China

6
11.12.10 16:50
www.chinadaily.com.cn/bizchina/2010-11/11/content_11537664.htm
wewewe.diesistkeineaufforderungzuirgendetwas.de
Antworten
Platschquatsc.:

Bond - Sentiment

6
11.12.10 17:04
bischen Luft ist da noch aber nicht viel.
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Der USA Bären-Thread 365233
Antworten
wawidu:

platschquatsch # 72772

 
11.12.10 18:23
Das zentrale Problem für die US-Bondsmärkte sehe ich insbesondere in den deutlichen Wenden bei den Munibonds und Corporate Bonds, deren Wachstum bis vor kurzem geradezu blasenmäßig überzogen war. Hier besteht mE die große Gefahr einer "Boom ´n Bust"-Entwicklung. Sollten diese Blasen tatsächlich nachhaltig platzen, dürfte dies auch auf die T-Bonds nicht ohne Auswirkung bleiben.
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 365242
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