Wie man es auch dreht und wendet: Das Problem ist, dass Geld an Leute verliehen wurde, die es nicht zurückbezahlen können. Dafür gibt es keine Lösung (außer der Staat schenkt ihnen aus Haushaltsüberschüssen den ausstehenden Betrag, wozu er aber nicht in der Lage ist). Aber wenn es keine "reale" Lösung für die Probleme der USA gibt, dann bleibt noch eine "nominale" Lösung der Probleme. Volkswirtschaftlich ist es egal, ob man als Dollar-Halter Vermögenssteuer bezahlt oder ob die Notenbank das Geld der Dollar-Halter durch Dollar-Vermehrung im Wert dezimiert (wie bei TALF). Im Endeffekt zahlen alle Dollar-Halter für die mangelnde Bonität einiger Schuldner.
Das Tragische ist, dass die Fehler die zu dem Problem geführt haben, nicht korrigiert, sondern wieder neu begangenen werden. Wieder soll Geld an alle und jeden verliehen werden, ohne auf die Bonität Rücksicht zu nehmen. Man erwartet dieses Verhalten sogar von Banken und Investoren.
Wenn der Aktienmarkt steigt, weil Geithner seinen Plan ankündigt, ist das mMn irrational. Würde Geithner eine einmalige 25% Vermögenssteuer auf Geldvermögen verlangen, um Schulden von Konsumenten und Staat zu verringern, würde dann der Aktienmarkt steigen? Das wäre nur dann rational, wenn Aktienkäufe als Inflationsschutz getätigt würden. Normalerweise müsste der Markt höhere Abgaben mit Skepsis betrachten, müsste von unfairer Umverteilung und Kommunismus sprechen. Die Pläne der Regierung sind Blendwerk.
Vor einigen Monaten wurde hier ein Artikel von Peter Schiff eingestellt, der folgende Aussage enthielt:
Governments cannot create but merely redirect. When the government spends, the money has to come from somewhere. If the government doesn't have a surplus, then it must come from taxes. If taxes don't go up, then it must come from increased borrowing. If lenders won't lend, then it must come from the printing press, which is where all these bailouts are headed. But each additional dollar printed diminishes the value those already in circulation. Something cannot be effortlessly created from nothing.
Geithner tut aber so, als könne man etwas mühelos aus dem Nichts erschaffen. Nur die Journalisten beim Handelsblatt glauben solchen Unsinn: "Die Regierung spart Steuermittel, wenn Private investieren, und die, vor allem Hedge-Fonds, haben bei begrenztem Risiko gute Gewinnmöglichkeiten." (Das "begrenzte Risiko" geht zu Lasten des USD, und damit fast aller US-Bürger.)
Man kann Geld beliebig vermehren, aber das Vertrauen das Geld seinen Wert verleiht nicht. Daran werden die USA früher oder später scheitern.

