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Der USA Bären-Thread


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metropolis:

Dozoern

4
14.05.08 20:23
Die Kapitulation der Bären läutet das Ende einer jeden Hausse ein. Ob du einer der ersten bist oder bereits einer der letzten muss sich aber noch zeigen.

Sideline ist in jedem Fall nervenschonender als mitzumischen, egal ob long oder short. Probier's doch mal aus! Was ist besser in einem Irrenhaus: Sich unter die Insassen zu mischen oder der Arzt zu sein? Entscheide selbst...
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KuK Hofmarsc.:

hallo

4
14.05.08 20:32
Meld mich nach einiger Zeit auch mal wieder zu Wort.
Ich persönlich werd bei Dax 7190 meine erste Tranche Shorties mit eher weiten Stops (knapp über 7400) aufbauen, sollte das nicht wirklich greifen, folgt der 2. Teil bei 7390.
Eine Rallye über die 2. Marke halt ich für sehr unwahrscheinlich.
Ich gehe nicht von einer "finalen" Rally a la "Fahnenstange" aus, ich denke, die Zeit der Übertreibungen (sowohl oben als auch unten) ist vorerst vorbei. Eine Art Euphorie wird die Pros kaum Richtung der ATH bewegen, wir handeln ja weder in China noch mit Rohstoffen.
Irre ich mich - seis drum. Irgendwann muss ich auch mal wieder mittelfristig aktiv werden, das ewige Yen-Tageszocken ist auf Dauer nicht mehr lustig.

Aus fundamentaler Sicht wird ein Abfallen der Kurse vermutlich erst in gut 2 Quartalen Sinn ergeben, erst dann sollte sich die Krise in den realwirtschaflichen Unternehmensergebnissen durchschlagen. Doch ich denk die Börse wird das dann doch schon vorher einpreisen.
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Kicky:

The global slump of 2008-09 has begun

5
14.05.08 20:36
By Ambrose Evans-Pritchard,
The avalanche of bankruptcies has begun. Six US companies of substance have defaulted on bonds over the past fortnight, against 17 for the whole of last year.

As a "non-believer" in the instant rebound story, I am not easily shocked by gloomy reports. But the latest note by Standard & Poor's -

The Bust After The Boom - gave me a fright.

The sick list is varied, though most for now are victims of the housing crash: Linens 'n Things, ($650m), Kimball Hill ($703m), Home Interiors ($310m), French Lick Resorts ($142m), Recycled Paper Greetings ($187m), and Tropicana Entertainment ($2.49bn).As the Fed's latest loan survey makes clear, lenders have dropped the guillotine. With the usual delay, the poison is spreading from banks to the real world.
Diane Vazza, S&P's credit chief, says defaults are rising at almost twice the rate of past downturns. "Companies are heading into this recession with a much more toxic mix. Their margin for error is razor-thin," she said.

Two-thirds have a "speculative" rating, compared to 50pc before the dotcom bust, and 40pc in the early 1990s. The culprit is debt. "They ramped it up in the last 18 months of the credit boom. A lot of deals were funded that should not have been funded," she said.

Some 174 US companies are trading at "distress levels". Spreads on their bonds have rocketed above 1,000 basis points. This does not cover the carnage among smaller firms outside the rating universe.

The California city of Vallejo (117,000 inhabitants) has just made history by opting for Chapter 9 bankruptcy, the result of tax erosion from a 26pc fall in local house prices. Half Moon Bay may be next.

"This is the tip of the iceberg: everybody is going to line up for Chapter 9 in California," said John Moorlach, Orange County board chief.

US consumers are juggling plastic to put off their day of reckoning. The Fed survey said credit card debt had jumped 6.7pc in the first quarter to $957bn, or $6,000 per working American, despite usury rates near 20pc.

"My guess is that many Americans continue to run up massive credit card debt because they have little intention of paying it off," said Peter Schiff at Euro Pacific Capital. Quite.

Thankfully, the Fed's monetary blitz has averted a depression. Emergency lending under the "unusual and exigent circumstances" clause of the Fed Act - the nuclear Article 13 (3), unused since the 1930s - has put a floor under the banking system.

There will be no "reset Armaggedon" as rates vault on honey-trap mortgages. Drastic Fed cuts - to 2pc from 5.25pc in September - have conjured away that disaster, at least.

One dreads to think what would have happened if Fed liquidationists (Plosser, Hoenig, Fisher) had prevailed, as they did in 1930 - and still do in Euroland, where Germany's Axel Weber holds sway, and nobody of sense dares lead a mutiny.

Despite the rescue, US house prices are likely to fall 25pc from peak to trough (Lehman Brothers, Goldman Sachs). We are barely half done, yet 10m-12m households are in negative equity already.

The bears at Société Générale are going into Siberian hibernation, issuing an "Ice Age" alert. They have slashed exposure to global equities to a minimum 30pc for the first time ever.Their weighting of super-safe "AAA" government bonds has been raised to a maximum 50pc. This is a bet on gruelling "Japanese" deflation. The bank expects equities to fall by 50pc to 75pc.

"Nowhere and nothing will be immune. We are on the cusp of an equity meltdown that will slash and shred portfolios," said Albert Edward, SG's global strategist.

"We see a global recession unfolding. Liquidity will drain away and crush the twin emerging market and commodity bubbles. The recent hope that 'the worst might be over' is truly staggering. Profits are disintegrating," he said.

Today's "bear rally" may live on into June. Don't count on it. Global bourses are no longer rising hand-in-hand with oil in exuberant celebration of liquidity relief (US, UK, and Canadian rate cuts).........
www.telegraph.co.uk/money/...money/2008/05/12/ccambrose112.xml
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metropolis:

Es war alles geplant?

10
14.05.08 21:13

Gewinnt die USA gerade eine Art "Wirtschaftskrieg" gegen China?

von Jochen Steffens

Oft, wenn es um den hohen Ölpreis geht, wird die hohe Nachfrage in China als einer der Gründe genannt. Ich bin da auf der einen Seite sehr skeptisch, und auf der anderen entwickelt sich daraus eine Theorie, die ich hier schon einmal vor einigen Jahren in Ansätzen vorgestellt hatte.

Unlängst war im Manager-Magazin zu lesen, dass in diesem Jahr viele Wanderarbeiter nach dem Neujahrsfest nicht mehr in die Fabriken in den Osten und Süden zurückgekehrt seien. Andere, die zurückkehrten, hätten vor verschlossenen Türen gestanden, da viele Fabriken in den Wachstumszonen geschlossen wurden.

Natürlich sind solche Nachrichten aus China immer schwierig zu beurteilen. Das Land ist einfach zu groß, so dass man nie weiß, wie tiefgreifend eine solche Entwicklung wirklich ist - welche Umwälzungen, welche Faktoren dabei eine Rolle spielen. Bei 200-300 Millionen Wanderarbeitern ist ein Überblick schwierig.

Die Kosten in China explodieren

Aber die Begründung war interessant: Die Kosten in China explodieren. Nahrungsmittel, Energie und Rohstoffe sind primäre Effekte. Aber auch die Löhne steigen dramatisch. Einerseits, um die steigenden Lebenshaltungskosten zu finanzieren, andererseits gibt es wohl auch in dem bevölkerungsreichsten Land der Erde mittlerweile eine höhere Nachfrage nach billiger Arbeit. Und wenn die Nachfrage schneller als das Angebot steigt, steigen die Preise, in diesem Fall die Löhne.Selbst der Staat mischt über höhere Steuern und schärfere Umweltauflagen beim Preisanstieg mit.

Steigender Yuan

Ein letzter, sehr wichtiger Punkt ist allerdings die Aufwertung des Yuans gegenüber dem Dollar.

Der USA Bären-Thread 4291790

Wenn ein chinesischer Unternehmer sein Produkt in den USA verkauft, erhält er dafür Dollar, die er bei einem steigenden Yuan in immer weniger Yuan eintauschen kann. Er muss aber seinen Arbeiter immer noch Yuan auszahlen. Damit sinkt seine Gewinnmarge.

Man kann es auch umdrehen, dann wird es vielleicht noch deutlicher: Letztendlich bedeutet ein steigender Yuan, dass man mit einem Yuan mehr Dollar kaufen kann. Ein steigender Yuan führt im Prinzip also dazu, dass die Arbeitnehmer, wenn wir das in Dollar umrechnen würden, mehr Dollar für ihre Arbeit erhalten. Kurz, in Dollar gerechnet, steigen die Löhne durch die Aufwertung des Yuans und damit verringert sich der Lohnunterschied zwischen den USA und China. Letztlich sollte das in der Konsequenz zu steigenden Preisen der chinesischen Produkte auf dem US-Markt führen, wenn die Unternehmen in China nicht dauerhaft Margeneinbußen hinnehmen wollen – der Wettbewerbsvorteil sinkt. Kein Wunder also, dass diese Aufwertung von den USA beständig gefordert wurde.

Das Ende des Billiglohnlandes China?

Damit verliert aber China immer mehr den Status des „Billiglohnlandes“. Und genau darum geht es. Nur durch die extrem niedrigen Löhne konnte China die Welt (besonders die USA) trotz weiter Transportwege mit billigen Waren fluten.

Jetzt kommt in China alles zusammen. Die Rohstoffpreise steigen, die Nahrungsmittelpreise steigen und die Löhne steigen. Hinzu kommt die Aufwertung des Yuans und die damit verbundene geringere Wettbewerbsfähigkeit Chinas weltweit.

Ölpreis steigt weiter, warum?

Wenn sich aber doch abzeichnet, dass das Wirtschaftswachstum in China ins Stottern gerät, warum steigt dann der Ölpreis munter weiter, wenn doch ein Hauptargument vieler Analysten die Nachfrage aus China ist?

Ist das das bekannte letzte Aufflackern der Übertreibung, kurz bevor auch der Masse klar wird, dass eine Übertreibung vorbei ist? Oder gibt es einen anderen Grund?

Wirtschaftskrieg oder freier Markt?

Vor einiger Zeit hatte ich hier im Investor’s Daily einmal geschrieben, dass es durchaus sein kann, dass auch ein gewisses „Kalkül“ hinter den steigenden Ölpreisen steht. Damals weigerte sich China die starre Dollarbindung aufzugeben.

1.     Der Anteil der Rohstoffkosten in der Kalkulation der chinesischen Unternehmen macht prozentual einen wesentlich größeren Anteil aus, als in den westlichen Länder. Hier sind es die Löhne, die einen wesentlich größeren Anteil ausmachen. Diese Löhne sinken hier zudem jedoch seit Jahren real, während sie in China ansteigen. Die Auswirkungen steigender Rohstoffpreise belasten demnach die chinesischen Unternehmen um ein Vielfaches.

2.     Die steigenden Rohstoffpreise (inkl. Nahrungsmittel) führen natürlich weltweit zu steigenden Preisen (Inflation). Wie wir wissen, führt auch Wirtschaftswachstum direkt zu Inflation. Hat man es demnach mit einem starken Wirtschaftswachstum und gleichzeitig mit stark steigenden Rohstoffpreisen zu tun, kann es zu einer massiven Inflationsspirale kommen. Das gilt insbesondere dann, wenn auch noch die Löhne mitziehen. Natürlich ist eine galoppierende Inflation (gleichzusetzen mit einem Vertrauensverlust in die eigene Währung) ein nicht zu tolerierendes Szenario, da diese meistens zu einer starken Wirtschaftskrise führt. Das musste die chinesische Regierung verhindern. Wichtige Hilfsmittel dabei: Zinserhöhungen, Beschränkungen der Kreditvergabe und Kontrolle der Geldmengenausweitung. Alles das hat China gemacht. Normalerweise führen diese Interventionen im Nebeneffekt zu einer (weiteren) Aufwertung der Währung.

3.     Wenn jedoch der Yuan an den Dollar gebunden ist, kann es nicht zu dieser Aufwertung kommen. Nun verliert der Dollar in den letzten Jahren auch noch beständig an Wert. Das dramatisiert die Entwicklung in China zusätzlich. So gesehen blieb China gar nichts anderes übrig, als die Bindung an den Dollar aufzugeben und eine Aufwertung zuzulassen. Alles andere würde zu einer galoppierenden Inflation mit all den gefürchteten Folgen führen.

Diese Aspekte führen im Moment dazu, dass China immer mehr seine Vorteile als Billiglohnland nach und nach verliert.

Wurde alles geplant?

Liest man diese drei Punkte und dreht einmal den Spieß gedanklich um, wird es faszinierend.

Ich erinnere mich noch gut daran, dass 2002-2004 viel über einen Wirtschaftskrieg zwischen den USA und China spekuliert wurde. Wie sollte die USA dem Billiglohnland entgegentreten, welche Waffen hat ein Land, wenn der „Gegner“ (China) über riesige Währungsreserven in Dollar verfügt und damit über sehr viel Macht? Damals schien die USA dem chinesischen Wirtschaftswachstum und den billigen Waren aus China hilflos ausgeliefert. Die Kommentatoren sahen China deutlich im Vorteil. Heute sieht das Bild vielleicht schon etwas anders aus.

Natürlich kennen sich gerade die Verantwortlichen in den USA bestens mit den entscheidenden Faktoren der ökonomischen Strukturen aus. Stellen wir uns demnach einfach einmal vor, 2002-2005 haben sich einige wichtige Leute an entscheidender Stelle in den USA Gedanken gemacht, wie sie der Billig-Konkurrenz aus China entgegentreten könnten. Menschen, die Zeit haben, die rechnen können und sich verdammt gut in makroökonomischen Zusammenhängen auskennen.

Wenn die hohen Rohstoffpreise, die steigenden Löhne, die Aufwertung des Yuans usw. die chinesische Wirtschaft tatsächlich in Bedrängnis bringt und China (so wie es im Manager-Magazin angerissen wird) tatsächlich den Status als Billiglohnland verliert, wäre aus Sicht der USA alles bestens gelaufen.

Die westlichen Länder verkraften den Anstieg der Rohstoffpreise wesentlich besser. Aufgrund des niedrigeren Wirtschaftswachstums sind hier (zumindest zurzeit noch) die Inflationsgefahren geringer. Da die wirtschaftlichen Strukturen der großen Unternehmen weltweit besser verflochten sind, können die Rohstoffpreise aber auch die Inflation in den USA wesentlich besser ausgeglichen werden.

Kann es also sein, dass die USA vielleicht diverse Entwicklungen absichtlich gefördert haben? Steigt der Ölpreis auch jetzt noch weiter, obwohl Ermüdungserscheinungen in China deutlich sichtbar werden (und auch schon in den Börsenkursen des Landes vorweggenommen werden), um China den "Rest" zu geben? Eigentlich müsste es doch zu fallenden Ölpreisen kommen, wenn Chinas Ölhunger derart entscheidend sein sollte (was ich, wie gesagt, nicht einmal so unbedingt glaube). Steckt hinter allem also ein unglaublich raffiniertes Kalkül?

Normale Kräfte des Marktes?

Oder sind das alles die oft beschworenen Selbstheilungskräfte des freien Marktes? Und nur im Nachhinein betrachtet ergeben eigentlich zufällige Ereignisse einen übergeordneten aber tatsächlich nicht existenten Sinn.

Ich überlasse Ihnen die Entscheidung zwischen Verschwörungstheorie und logisch struktureller Entwicklungen.

Sie wissen, ich bin kein Freund dieser Verschwörungsgedanken. Das einzige, was mich etwas verunsichert ist, dass diese Idee zumindest im Ansatz schon vor langer Zeit hier vorgestellt wurde und nun, Jahre später, scheint es um ein Vielfaches perfekter realisiert. Da schuddert’s einen doch – ehrlich ...

Viele Grüße

Jochen Steffens

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NavigatorC:

citibank nicht mehr zu retten ?

9
14.05.08 21:25
CITI IS BEYOND REPAIR
WHITNEY TRASHES PLAN
By KAJA WHITEHOUSE

May 13, 2008 -- Banking analyst Meredith Whitney blasted Citigroup's turnaround plan yesterday, saying the financial giant is so deep in a black hole that even renown physicist Stephen Hawking could not help the ailing company.
We wish [Citi's] management team all the best in their ambitious endeavors, but we fear [it] is past the point of fixing," quipped the Oppenheimer analyst known for her forecast that the company would slash its dividend.

The biting remarks, in the form of a research note to clients, came on the heels of Citi's long-awaited turnaround plan, unveiled by the bank's executive team on Friday.

www.nypost.com/seven/05132008/business/...nd_repair_110684.htm
so long
navigator
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NavigatorC:

ähm ??

5
14.05.08 21:33
www.tickerforum.org/cgi-ticker/akcs-www?post=44477&findnew#new

so long
navigator
Antworten
NavigatorC:

Der Interbanken-Markt funktioniert immer noch nich

5
14.05.08 21:45
Hinter den Kulissen des Geldmarktes
Banken misstrauen sich – Notenbanken befürchten Abwärtsspirale
Banken leihen sich untereinander ohne Sicherheiten kaum noch Geld aus. Damit ist die Verteilung von Liquidität über den Interbankenmarkt gestört. Notenbanken greifen deshalb in den Markt ein, um zu verhindern, dass aus einer Liquiditäts- eine Bankenkrise wird.
Von unserem Wirtschaftskorrespondenten in Deutschland, Christoph Eisenring
Frankfurt, im Mai

www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/...tes_1.731952.html
so long
navigator
Der USA Bären-Thread 163672
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Anti Lemming:

Kein Käufer für die IKB in Sicht

7
15.05.08 06:33
Nicht einmal "distressed buyers" wie J. C. Flowers zeigen noch Interesse an der IKB. Liegt der Restwert bei Null? Steinbrücks 800 Mio.-Forderung scheint jedenfalls illusorisch hoch.

Der Verkauf der angeschlagenen Mittelstandsbank IKB droht zu scheitern. Nach FTD-Informationen zieht sich neben dem Finanzinvestor JC Flowers auch die BayernLB vorerst zurück... "Der Prozess ist mausetot", sagten Frankfurter Investmentbanker. Das liege vor allem daran, dass der von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück ausgerufene Verkaufspreis von 800 Mio. Euro viel zu hoch gegriffen sei. "Die letzten Angebote beliefen sich über 300 bis 500 Mio. Euro für die ganze Bank einschließlich kompletter Risikoabschirmung", so Insider weiter. Da aber neuerliche Abschreibungen der IKB wahrscheinlich seien, könne der Wert nur sinken - aber keineswegs 800 Mio. Euro betragen.

www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/...0Aus/355621.html

Das letzte (offenbar inzwischen zurückgezogene) 300-Mio-Übernahmegebot entspricht der Höhe nach dem "symbolischen Übernahmepreis", den die LBBW für die SachsenLB gezahlt hatte. Man hätte auch 1 Euro Kaufpreis festlegen können.



Ist mal spannend zu sehen, wie lange J. C. Flowers noch sein Gebot für die Hypo Real Estate aufrechterhält [ www.teleboerse.de/949885.html ], wo eine 25 % Übernahme im Gespräch ist. In letzter Zeit häufen sich Ankündigungen von Übernahmen, die dann letztlich doch platzen - z. B. bei der Übernahme von Countrywide Financials durch Bank of America (das Schuldenloch ist schwärzer als erwartet):

Zu den Verlierern zählten die Aktien der Bank of America mit einem Minus von 2,1 Prozent. Das Geldhaus wird nach Einschätzung eines Brokerhauses wohl neu über den Kaufpreis für Countrywide verhandeln oder gar komplett auf die Übernahme verzichten. Das Schulden-Portfolio des Baufinanzierers habe sich so stark verschlechtert, dass es die Ergebnisse der Bank of America selbst belasten würde, schrieb Analyst Paul Miller von Friedman, Billings und Ramsey. Die Countrywide-Aktie verlor 10,4 Prozent auf 5,36 Dollar.

de.reuters.com/article/marketsNews/idDEBUC61884520080506
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Anti Lemming:

Sharks Senf

6
15.05.08 08:13
Und he rasselt mit'm Russell geg'n Kantsteen
und he bit sich ganz gehörig op de Tung
As he opsteit seggt he: Hett nich weh don
dat is’n Klacks för son Hamburger Jung


moritzpetersen.de/index.php/archives/2006/...eck-steitnn-jung/



Date: 05.14.08
Time: 10:40pm

Late Day Reversal Rains On Bulls' Parade

Greetings Shark Investors:

The major indices finished Wednesday’s trading session in the green, but a wave of late selling took the shine off of what was looking to be a day of strong gains. Although indications were for a flat open early in the morning, index futures got a big boost from a better than expected reading on the consumer prices index. [Die Inflation ist gestern angeblich gesunken mit 0,1 % Anstieg in der Kernrate (0,2 % total), was aber wenig nützt bzw. wenig glaubhaft ist, wenn sich gleichzeitig der Ölpreis in Dollar über's Jahr verdoppelt hat und die Nahrungsmittelpreise zum Mond schießen. Widersinnig ist weiterhin, dass der jüngste Anstieg des Dollars zum Euro mit gestiegener Inflation in USA - und entsprechender Erwartung an Zinserhöhungen der Fed - begründet wird. Da fragt man sich: Ja was denn nun?]

As such, investors piled into the market at the opening bell, and except for a bit of initial selling in energy due to the early strength in the dollar, each of the major S&P sectors saw some strong early buying. Many more active investors often have difficulty when the market shoots higher right out of the gate because it is tough to feel like you have the right amount of exposure and even tougher to chase stocks that have already made big moves.

Be that as it may, the market continued to climb relentlessly throughout the morning and into the early afternoon before stalling out a little over an hour before the close. Once the averages hit the intraday highs from last week, investors wasted no time selling down positions and/or putting on fresh short positions. It’s been really difficult for the bears to press since the whole BSC thing, and they finally may have taken the opportunity to do so into resistance as we headed towards the home stretch. Although there was no clear catalyst for the selling, investors began to dump positions without prejudice, and before long, we were back to opening levels.

We’ve been talking a lot lately about how this market is having a difficult time deciding which way it wants to go, and today’s action was a good illustration of the interplay of all of those recent factors. Although the CPI data may have been almost laughably low to anyone who has to eat or drive to work, the economic data continues to be better than what we will typically see in a recession. However, if folks were so convinced that the “worst” really is indeed over, then why are we having such a hard time moving past overhead resistance levels?

Over the past few days, we’ve been saying that, while we fully expect this market to have to endure another bout of nasty selling, we continue to hold on rather nicely, today’s action notwithstanding. However, we’ve also been saying that we’d been looking for cracks, and today’s late-day reversal certainly fits the bill. There’s no telling how long this market can go without breaking down, however, and as such, individual investors can continue to look for shorter-term opportunities while keeping one hand close to the eject button.

Let’s go to the charts.

The Nasdaq edged higher during Wednesday’s trade on increasing volume. The index opened strong and acted well through the morning session. We continued to drift higher into the afternoon trade but sold off hard into the close. The action was ugly today despite the index finishing in the green. We sold down some inventory we were holding, and are taking a step back until the index can regain its footing.

The S&P 500 inched higher during today’s trade on increasing volume. The index opened with a bid, and held tough in the early going. We continued to drift higher into the afternoon session, but put in a horrendous close. Strength was sold today and it was a tough day of trading. The price action was poor and we raised some cash.

The Russell 2000 finished modestly lower during today’s trade after attempting to bust through resistance in the early going. The reversal was ugly, and it took many of the small caps with it. We took some stops on longs and are becoming a bit more defensive after the poor trade today.

www.sharkinvesting.com
(Verkleinert auf 81%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 163720
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CarpeDies:

Wirtschaft mit stärkstem Wachstum seit

8
15.05.08 08:35
zwölf Jahren

Von wegen Finanzkrise: Die deutsche Wirtschaft hat auch im ersten Quartal kräftig zugelegt.

Das Bruttoinlandsprodukt legte von Januar bis März um 1,5 Prozent im Vergleich zum Schlussquartal 2007 zu, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das ist das stärkste Wachstum seit Frühjahr 1996.

"Die deutsche Wirtschaft hat sich am Anfang des Jahres 2008 auch bei zunehmenden Belastungsfaktoren als sehr robust gewiesen", schrieben die Statistiker. Analysten hatten lediglich mit einem Plus von 0,7 Prozent gerechnet. Im vierten Quartal waren es 0,3 Prozent.

Angekurbelt wurde die Wirtschaft vor allem von steigenden Investitionen der Unternehmen. Auch der private Konsum legte zu.
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Anti Lemming:

GM bläst den Detroit-Blues

2
15.05.08 09:11
Detroit-Blues
Von Antony Currie, breakingviews.com

Denkt General Motors (GM) schon wieder an Entlassungen? Der größte Autobauer in Detroit hatte sich geschickt gegen einen Abschwung in seinem US-Kernmarkt abgesichert. Das Unternehmen hat Geschäfte wie Allison Transmission und eine Mehrheitsbeteiligung an seinem Finanzbereich GMAC verkauft, bevor die Kreditkrise zugeschlagen hatte. Dadurch häufte die Firma Liquidität an, die mit 24 Mrd. Dollar komfortabel aussieht. Aber dieser Betrag könnte nicht ausreichen, um GM über einen Abschwung hinwegzuhelfen.

Wie kommt das? Nun, die Geschwindigkeit, mit der sich die finanziellen Mittel des Kfz-Herstellers verringern, scheint sich überhaupt nicht bremsen zu lassen. Das liegt teilweise daran, dass GM weiterhin Geld in ehemalige Töchter und Zulieferer wie Delphi, American Axle und GMAC stecken muss. Zudem schlug der Rückkauf der Zentrale und anderer Büros gerade mit rund 820 Mill. Dollar zu Buche.

Aber vor allem stellen die defizitären US-Bereiche von GM immer noch eine enorme Belastung dar. Nach Berechnungen von Lehman Brothers könnten sie bis zum Ende des kommenden Jahres rund zehn Mrd. Dollar der Liquidität aufsaugen. Dazu kommen Verbindlichkeiten über etwa neun Mrd. Dollar, die in den kommenden zwei Jahren fällig werden. Eine Refinanzierung wird, basierend auf den derzeitigen Marktkonditionen, nicht billig werden: Die Spannen bei Credit Default Swaps des Autobauers, also bei Derivaten zum Handeln von Ausfallrisiken von Krediten und Anleihen, liegen bei rund 1000 Basispunkten. Das ist ein Niveau, das Händler oft für Unternehmen in einer ernsten Belastungssituation reservieren. Eine Refinanzierung kommt also nicht nur teuer, sie wird zudem gar nicht leicht zu bewerkstelligen sein: Ein Teufelskreis aus rückläufigen Absatzzahlen, weiteren Verlusten und sich ausweitenden Kreditspannen könnte die Anleihe-Inhaber zu viele Nerven kosten.

Zugegeben, GM könnte theoretisch beides schultern. Aber...

www.handelsblatt.com/News/Boerse/...lt.aspx/detroit-blues.html
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CarpeDies:

gute Q1 Zahlen in Deutschland

 
15.05.08 09:19
sind ein klares Signal, massiv short zu gehen!!, da wir ja bei schlechten Nachrichten massiv long gehen ;-)
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Dozoern:

@metro

5
15.05.08 09:57
metro, ich mach ja noch nix... Es wäre in der Tat dumm gerade JETZT long (oder short) zu gehen. Nur, ich habe - wie du auch - immer ein klares Szenario für die kommenden Monate vor Augen und das habe ich an den Realitäten UND der Vermittlung derselben durch die Medien (=Wahrnehmung) überprüft und nun geändert.

Was die Realitäten angeht, bin ich nach wie vor bärisch eingestellt.

Was die Wahrnehmung angeht, dreht die Medienmeute (gesteuert durch die Finanzmafia) eindeutig auf bullisch.

Ob dieser Versuch gelingt, werden wir sehen! Deshalb momentan keine Aktivitäten von meiner Seite. Abwarten. Aber, die LONG-MÖGLICHKEIT ins Auge fassen.

Denn, wenn die Drehung der Realitäten durch WAHRNEHMUNGSSTEUERUNG gelingt, dann gibts m.E. ne lange Rally bis Ende des Jahres und ich habe keine Lust so lange sideline zu sitzen.

Die Rechnungen werden dann erst im Nachwahljahr 2009 bezahlt werden.

(Womit ich dann auch meine alte These untermauern würde, dass dieser Thread ein Super-Kontraindikator ist, mit einem Vorlauf zwischen 12 und 18 Monaten. Oder einfacher formuliert: Wenn hier kaum noch gepostet wird, dreht der Markt auf bullisch.)
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CarpeDies:

Britische Notenbank warnt vor steigender Inflation

3
15.05.08 10:10
Großbritannien in der Klemme: Auf der Insel warnt die Bank of England (BoE) vor einer anhaltend hohen Inflation und einer deutlichen Abschwächung des Wirtschaftswachstums im Jahresverlauf.

HB LONDON. Sollten die Zinsen wie weithin erwartet um einen halben Prozentpunkt sinken, werde die Teuerung binnen eines Jahres nach oben schießen und in den kommenden beiden Jahren über der Zielmarke von zwei Prozent verharren, teilte die Bank von England in ihrem vierteljährlichen Inflationsbericht mit. Bei stabilen Zinsen werde die Inflationsrate dagegen knapp unter zwei Prozent bleiben.

Das Wachstum werde sich im Jahresverlauf deutlich abschwächen, hieß es in dem Bericht weiter. Dabei bestehe sogar das Risiko, dass die Wirtschaft schrumpfe. Zugute käme den britischen Unternehmen aber der Kursverlust der Währung, sagte Notenbankchef Mervyn King. Dies stütze die Exporte.

„Es ist gut möglich, dass wir zu einem bestimmten Zeitpunkt ein oder zwei Quartale mit negativen Wachstumsraten verzeichnen“, erklärte der BoE-Gouverneur. Eine Rezession gehöre aber nicht zu den zentralen Erwartungen der Notenbank.

Die Wirtschaft des Landes ist wegen der Finanz- und Immobilienkrise in Schwierigkeiten geraten. Gleichzeitig werden die Verbraucher immer skeptischer, während die Banken die Vergabe von Krediten einschränken.

Die BoE hatte den Leitzins seit Herbst vergangenen Jahren in drei Schritten von je 25 Basispunkten auf derzeit 5,0 Prozent gesenkt. Damit weist Großbritannien aber weiterhin das höchste Leitzinsniveau unter den sieben wichtigsten Industriestaaten (G-7) auf.

Würde die Notenbank versuchen, die Inflation kurzfristig einzudämmen, würde dies lediglich zu einer „nicht wünschenswerten Volatilität des Wachstums“ führen, erklärte King. Daher müsse die BoE mit Blick auf die Inflation Geduld beweisen. Ziel sei es, die Inflationsrate innerhalb von 24 Monaten wieder dem Zielbereich anzunähern, sagte King. Die Projektionen der BoE beinhalten - auf Basis der Erwartungen an den Terminmärkten - eine Leitzinssenkung um 25 Basispunkte auf 4,75 Prozent im dritten Quartal 2008.

Zu dem am Dienstagabend angekündigten Konjunkturpaket sagte King, es handele sich um eine „relativ moderate Maßnahme“. Der britische Finanzminister Alistair Darling hatte ein Steuerpaket im Volumen von 2,7 Mrd Pfund vorgestellt, das den unter hohen Preisen leidenden Verbrauchern etwas Entlastung bringen soll.

Das Pfund Sterling gab nach dem vierteljährlichen Inflationsbericht der BoE zum Dollar um bis zu einen halben Cent auf ein Drei-Monats-Tief von 1,9366 Dollar nach. „Alles in allem ist der Bericht wegen der hohen Inflationserwartung und dem schwachen Wachstumsbild ziemlich pessimistisch, was das Pfund Sterling angeht“, sagte ein Analyst.

Am Vortag hatten einige US-Notenbanker vor zunehmenden Inflationsrisiken gewarnt. Der Chef der Notenbank von Kansas, Thomas Hoenig, hatte erklärt, angesichts der Aussichten für die Preisentwicklung müsse die Fed bereit sein, ihre Zinssätze wieder anzuheben. Auch die Präsidentin der Federal Reserve von San Francisco, Janet Yellen, erklärte, die Zinsen müssten rechtzeitig wieder steigen, wenn das Wachstum anziehe.

Die Dollar-Schwäche in diesem Jahr wird vor allem auf den Zinsvorteil des Euro zurückgeführt. In den USA liegt der Leitzins bei zwei Prozent, in der Euro-Zone ist er doppelt so hoch.
Antworten
Malko07:

Bye bye die erste. Weitere werden folgen.

10
15.05.08 10:26

Bear Stearns gibt Zertifikate auf

von Bernd Mikosch

 

Bear Stearns stellt sein Zertifikategeschäft in Deutschland ein. Das US-Brokerhaus hat alle Produkte ohne Laufzeitbeschränkung - etwa 300 Hebelpapiere und Indexzertifikate - gekündigt.

"Die rund 50 Zertifikate mit Laufzeitbeschränkung, in denen Anleger investiert sind, sollen nach der Übernahme durch JP Morgan auf deren Plattform fortgeführt werden", sagte Dirk Winkler, verantwortlich für das deutsche Zertifikategeschäft von Bear Stearns.

Für die Endlospapiere stellt der Emittent während der Kündigungsfrist von 30 Tagen nur noch Rücknahmekurse und gibt keine neuen Anteilsscheine mehr aus. Zum 13. Juni wird der Rückzahlungsbetrag festgestellt, am 20. Juni soll das Geld beim Anleger sein. Neuemissionen unter der Marke Bear Stearns wird es künftig aller Voraussicht nach nicht mehr geben. Eine endgültige Entscheidung darüber steht aber noch aus.

Weiter unter www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/...Zertifikate/355733.html

Antworten
Anti Lemming:

Dozoern - Wettstreit der "Verdreher"

7
15.05.08 10:42
Du schreibst, Deine Grundeinstellung sei bärisch, aber die Medien "machen auf bullisch" und könnten damit sentimentgetrieben Erfolg haben (weitere Erholung bzw. neuer Bullenmarkt bis Jahresende).

Die Crux ist, dass die Fundamentals in USA und in Europa deutlich divergieren. Der EU geht es (noch) besser, sie hinkt allerdings - historisch - der Entwicklung in USA um 6 bis 9 Monate hinterher. In Spanien und Irland zeigen sich bereits erste Risse. Wenn hiesige Kommentatoren auf solide Fundamentals verweisen, dann hat das tendenziell mehr Substanz als die Ammenmärchen der US-Kommentatoren, deren zweifelhafte Erkenntnisse sich vorwiegend aus "offiziell gefälschten" Wirtschaftszahlen und durch den Dollarverfall bedingten Scheingewinnen der US-Firmen speisen.

Die Index-Erholungen in USA seit März sind mMn vor allem charttechnisch bedingt (techn. Erholung im übergeordneten Bärenmarkt). Anstoß gaben Schieber-Tricks der Fed (TAF u. a.), unter Inflationsaspekten unverantwortlich hohe Zinssenkungen (Blase 3.0) sowie statistische Lügen aller Art (am absurdesten bei US-Inflation und Preisen), die wir hier im Thread ja bereits detalliert beschrieben haben. Da die US-Indizes infolge dieser "Verdrehungen" steigen, ist auch die US-Medienmeute bullisch, denn sie macht schließlich keine Kurse, sondern kommentiert diese nur [d.h. sie erklärt im Nachhinein, warum es zwingend steigen muss(te), wobei sie tückischerweise zur Präsens-Form greift...]. Last not least streut die Fonds-Industrie, die nur bei steigenden Indizes verdient, mit bullischen Analysten-Kommentaren ("Die Kreditkrise ist überwunden") kübelweise Sand in die Augen der Arglosen.

Ich glaube, dass auf dem Sentiment-Weg nur kurzfristige Pyrrhus-Siege zu erzielen sind. Mittelfristig dürfte sich der US-Markt den (von mir vermuteten) nach wie vor widrigen Fundamentals nicht widersetzen können - nicht einmal in einem Wahljahr. Angesichts der "schwersten Finanzkrise seit dem 2. Weltkrieg" (George Soros), die entgegen den Medienbeteuerungen de facto in keinster Weise gelöst ist (siehe AIG, Citi), ist die 10 %-Korrektur ab den ATHs vom letzten Jahr ein Witz. Richtig lustig wird er erst, wenn die März-Tiefs wieder getestet oder unterboten werden (sell in May).
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Malko07:

Bankenkrise zu Ende?

11
15.05.08 10:48
Hat sich unter den Banken noch nicht herumgesprochen. Müssen strohdumm sein. Ackermann sollte seine Mitarbeiter schnellstens aufklären:
(Verkleinert auf 93%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 163736
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Malko07:

Banken ändern ihr Geschäftsmodell. Sie

8
15.05.08 10:57

mutieren zu Immobiliengesellschaften:

ZWANGSVERSTEIGERUNGEN

US-Banken reißen Tausende Häuser an sich

Die US-Kreditkrise fordert immer mehr Opfer: Allein im April ist die Zahl der Zwangsversteigerungen um 65 Prozent nach oben geschossen - Tausende Amerikaner müssen ihr Haus der Bank überlassen. Experten schätzen, dass bald jede vierte zum Verkauf stehende Immobilie einem Finanzinstitut gehört.

Weiter unter www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,553280,00.html

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Katjuscha:

AL, so recht du auch hast mit deiner Argumentation

6
15.05.08 11:01
zu dem was derzeit an dem Märkten abgeht, inklusive Kommentierung durch die Medien, so frag ich mich dennoch, wieso du der Meinung bist, das die Amis dieses Spielchen nicht einfach in eine weitere Runde schicken.

Ich stimme Doezern jedenfalls zu. Man sollte jetzt an der Seitenlinie stehen, und bei bullishen Signalen auch buillish werden. Wieso sollte man sich eine mögliche Rallye entgehen lassen?

Wobei ich vermutlich auch grundsätzlich sowieso kein Permabär bin wie einige andere hier. Ich sehe die Unternehmensbewertung als nicht so hoch an, selbst wenn wir uns aktuell in einer Rezession in den USA befinden. Da die Inflation historisch gesehen nun auch nicht gerade exorbitant hoch ist, und die KGVs gemessen an den Zinsen auch nicht besonders hoch sind, sehe ich keinen Grund, wieso es zwingend keine Rallye geben kann.

Natürlich bin ich aufgrund der Wirtschaftslage auch derzeit eher bearish eingestellt, aber ich werde nicht gegen den Markt agieren, wenn der in nächster Zeit bullishe Signale liefern sollte. Und wenn ich Doezern richtig verstanden habe, ging es ihm ebenfalls nur darum.
Aux Armes!
Aux Armes!
Nous sommes Babelsberg!
Et nous allons gagner!
Allez blau-weiß !
Allez blau-weiß !
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CarpeDies:

Barclays writes down a further 1bn (pound)

2
15.05.08 11:07
Martin Waller

Barclays issued a generally upbeat trading statement for the first quarter today but has explicitly refused to rule out a rights issue to boost its capital ratios.

Barclays said profits for the first quarter had come in below the same time last year. While profits before tax in January and February were broadly in line with 2007, tougher capital conditions meant March was below the very strong figure for the same month the previous year.

The bank reported £1billion of net losses from "credit market turbulence" even after a £700 million gain on the valuation of notes issued by the investment banking arm, Barclays Capital. But Barclays said this business was profitable despite "difficult trading conditions".

In a conference call to journalists, Chris Lucas, the finance director, said the bank had a series of options available, including raising fresh capital.

Pressed on whether there might be a rights issue, he commented: "Part of the attraction of having options is to keep them all available."

Jonh Varley, the chief executive, had said earlier this week he would not "take anything off the table". Mr Lucas added: "We're not going to either rule in or rule out anything at this stage."

Several big banks have had to go to investors for fresh capital because of the credit crunch.

Yesterday Bradford & Bingley was forced to executive a U-turn and announce a £300 million rights issue only weeks after ruling one out.

Banks are under pressure from regulators to raise their capital ratios, Mr Lucas accepted, and Barclays had to be a part of that.

"We have set our targets and they remain the same." The trading statement said Barclays expected its capital and equity ratios to undershoot targets announced in December, at the financial year end, but to recover to these levels in time.

Mr Lucas refused to say if there had been pressure from investors to raise fresh capital. "They are aware of what our targets are," he said. "We will continue to have a dialogue with them."

Mr Varley said Barclaycard had shown "very strong profit growth", the UK retail and commercial banking business performed well and mortgage volumes were "significantly higher" than in 2007.  
Antworten
CarpeDies:

@Malko: Zwangsversteigerungen

 
15.05.08 11:09
Ja dann gibt es wohl weiteren Abschreibungsbedarf für die Banken
Antworten
Ischariot MD:

Nicht daß die ftd hier was Neues erzählen würde,

7
15.05.08 11:13

aber es ist doch immer wieder erschreckend, wie ernst die Luftnummer-Zahlen zur US-Preisentwicklung  an den Märkten genommen werden (oder ist es stets nur ein willkommener Vorwand für Leute, die es besser wissen, die Kurse mal wieder kurzfristig hochzutreiben?)

ftd - Das Kapital

Gratulation zur Preisstabilität

Dass in den USA angeblich selbst die Spritpreise mit einer Jahresrate von 10,4 Prozent fallen, lässt sich vielleicht noch mit dem Saisonbereinigungsverfahren der Verbraucherpreisstatistik erklären. Aber ansonsten kann man nur noch mit den Ohren schlackern.

Die Fondsmanager sorgen sich langsam um die Inflation, wie Merrill Lynch in seiner jüngsten Umfrage unter den globalen Vermögensverwaltern festgestellt hat. Nicht doch, zumindest was die US-Inflation betrifft, haben sie nichts zu befürchten. Die Preiskomponente des Industrie-Einkaufsmanagerindizes mag nahe an seinen historischen Höchstständen stehen, und die Verbraucher mögen laut Conference Board inzwischen eine Inflation von 6,8 Prozent wähnen. Doch ohne Witz: Laut offizieller Lesart sind die US-Verbraucherpreise über die vergangenen drei Monate gerade noch mit einer aufs Jahr hochgerechneten Rate von 2,3 Prozent gestiegen. Angesichts des bärenstarken Dollar sind die Preise für Bekleidung demnach sogar mit einer Jahresrate von 4,6 Prozent geplumpst, jene für Neuwagen um 2,4 Prozent. Selbst die Spritkosten sind mit einer annualisierten Rate von 10,4 Prozent gesunken, während die Gesundheitspflege plötzlich nur noch um 1,6 Prozent teurer wird.

So hat die Kerninflation - jene ohne Nahrungsmittel und Energie - über die vergangenen drei Monate bloß noch mit einer Jahresrate von 1,2 Prozent zugenommen. Und jede Wette: Sie wird zahm bleiben. Dafür sorgen schon die geschätzten kalkulatorischen Mieten für selbst genutztes Wohneigentum, die fast ein Drittel des Kernindizes bestimmen.

 

Als die Häuserpreise vor vier Jahren fast um ein Fünftel stiegen und die kalkulatorischen Mieten - konterintuitiv - dennoch bloß um 2,3 Prozent zunahmen, hieß es zwar noch, dass deren Schätzung auf einem Opportunitätskostenansatz beruhe. Je höher die Hauspreissteigerungsraten und je niedriger die Zinsen, desto geringer seien demgemäß die Alternativkosten des Wohneigentums - und desto weniger Miete müsse ein Hausbesitzer sich folglich selbst berechnen. Aber nun, da die Häuserpreise mit einer Rate von mehr als zehn Prozent fallen und die Hypothekenzinsen der Vorgabe der Fed partout nicht folgen wollen - die Alternativkosten des Hauseigentums also ungemütlich hoch geworden sind -, muss die Statistik eben flexibel sein. So liegen die kalkulatorischen Mieten gerade noch um 2,6 Prozent über dem Vorjahr, und die annualisierte Veränderungsrate über die vergangenen drei Monate beträgt 2,3 Prozent. Die USA können, kurzum, so viel Geld drucken, Schulden machen und abwerten, wie sie wollen: Die Preisstabilität ist gewährleistet. Gratulation.

http://www.ftd.de/boersen_maerkte/aktien/...sstabilit%E4t/355614.html

Antworten
Malko07:

#21994.

6
15.05.08 11:17
Da die Inflation historisch gesehen nun auch nicht gerade exorbitant hoch ist

Wie hoch ist denn nun die Inflation in den USA (mit vergleichbaren Messmethoden wie im Euroland)? Wir sind uns doch sicherlich einig, dass Energie- und Lebensmittelpreise sicherlich den Verbraucher treffen.

und die KGVs gemessen an den Zinsen auch nicht besonders hoch sind
Man darf doch annehmen, dass die stark schwächelnde wirtschaftliche Entwicklung in absehbarer Zeit ihren Niederschlag in den Gewinnen finden wird.

Trotzdem ist natürlich eine Rallye nicht ausgeschlossen. Es ist sogar denkbar, dass die Aktienkurse sogar eine schwere lange Rezession ignorieren werden. Es muss noch die notwendige Liquidität und genügend Verrückte geben. Hätte aber nichts mit Inflation und KGV zu tun.

wenn der in nächster Zeit bullishe Signale liefern sollte
Technische und fundamentale Argumente gemischt liefern immer lustige Ergebnisse.
Antworten
Anti Lemming:

Katjuscha - Kaufkurse

8
15.05.08 11:21
Kaufkurse gab es mMn Mitte März, als alle Angst hatten und bärisch waren. Je bullischer "die Anleger" nun werden, desto skeptischer sollte man sein, zumal wenn die Empfehlungen der Medien und die Kauftipps der Fonds-Flüsterer auf zweifelhaften Zahlen beruhen. Jeder Ami spürt im Portemonnaie, dass die Inflationszahlen der Fed nicht der Realität entsprechen. Dennoch gaben den Anstoß zur gestrigen Rallye (bis zum Late-day-Reversal) die "guten" CPI-Zahlen, die angeblich niedrige Inflation signalisieren.

Viele hier im Thread erwarten bis auf weiteres einen Seitwärtsmarkt. Träfe dies zu, befinden wir uns zurzeit vermutlich nahe der Oberkante des Trendkanals, was eher Verkäufe nahelegt als Käufe (umgekehrt bieten sich Käufe an der Unterkante wie im März und im Januar an).

Wer bärisch ist, weil die Fundamentals dies nahelegen, verkauft bzw. shortet jetzt ebenfalls.

Jetzt bullisch zu werden scheint mir ähnlich gewagt wie Gold bei Kursen über 1000 Dollar zu kaufen, weil "der Kurs so schön gestiegen" ist.  Eher was für Zocker mit "schneller Hand am Abzug".
Antworten
Katjuscha:

Malko, um das klarzustellen

8
15.05.08 11:33
Ich bin fest davon überzeugt, das die Immobilienkrise als auch die Inflation stark auf die Realwirtschaft und die Verbraucher durchschlägt. Ich bin auch davon überzeugt, das wir nach sinnvoller Statistik bereits in einer Rezession stecken.

Was mich aber hier im Thread oft stört ist, das die Bären auch die Vorteile für die BlueChips (Inflation, Dollarentwicklung) zumindest hinten an stellen und die Bewertungen nicht ins richtige Verhältnis rücken, vor allem was die Bewertungen im Euroraum anbetrifft. Dazu macht man sich fast schon über die Bullenargumente lustig, was rein argumentativ gar nicht unbedingt falsch ist, aber letztlich ein Fehler ist, denn Dummheit an der Börse schützt vor Kursgewinnen nicht. :)

Ich mag nicht der erfahrenste Anleger sein, aber bin jetzt auch schon 13 Jahre am Markt aktiv, und was Bilanzen der Unternehmen und die KGV-Bewertungen im Verhältnis zu den Zinsen angeht, und wenn ich das noch zeitlich einordne, sehe ich zumindest keine zwingenden Grund für fallende Kurse, obwohl ich sie erwarte.
Aber ich sehe auch einen 3-monatigen Aufwärtstrend im Dax auf Tagesbasis (Candlestick) und vom Bauchgefühl her, erwarte ich eher einen Bruch der 7100, aber erstmal nur bis 7250 Punkte. Dann wird sich m.E. erst herausstellen, ob die Bullen stark genug sind. Permabären könnten diese Kurse zum aufstocken nutzen. Ich werde aber erst aggressiv short gehen, wenn der kurzfristige Aufwärtstrend gebrochen wurde, egal ob die 7100 vorher noch nach oben durchstoßen werden oder obs gleich abwärts geht.
Aux Armes!
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