Der DAX ist zu Beginn der Handelswoche deutlich unter Druck geraten. Kurz nach Handelbeginn verlor der Index deutlich und rutschte bis auf 4611 Punkte ab. Danach setzte eine leichte Erholung ein, gegen 13 Uhr übernahmen dann abermals die Bären das Runde und drückten den DAX wieder bis auf 4620 Punkt. Gegen 16.15 Uhr notierte der DAX etwas fester bei 4654 Punkte.
Nachdem der DAX bereits am Donnerstag an der 38-Tage-Linie nach unten abgeprallt war und sich dieser Trend am Freitag fortsetze, wurde inzwischen auch die 200-Tage-Linie nach unten verlassen. Aktuell verläuft diese bei 4731,17 Punkten.
Nachdem die 200-Tage-Linie nicht zurück erobert wurde, ist ein mögliches positives Szenario, das eine Pullback-Bewegung bis in den Bereich bei 4930 in Aussicht gestellt hatte, vorerst passé. (Ein Ausbruch darüber würde die Bahn zum Reaktionshoch vom 2. Juni bei 5177 Punkten freimachen.)
Neben dem Reissen der 200-Tage-Linie ist vor allem kritisch zu sehen, dass die wichtige Marke bei 4670/50 Punkten, den Tagestiefständen vom 14. und 18. Mai, durchbrochen wurde. Damit komplettiert sich eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation, die formaltechnisch ein Rückschlagpotential bis in die Region bei etwa 4150 Punkten ergibt. Würde dies eintreten, wäre das Gap vom 1. auf den 2. April dieses Jahres geschlossen. Doch soweit muss es nicht zwangsläufig kommen, denn auf dem Weg nach unten warten tragfähige Unterstützungen bei zirka 4400 und 4200 Zählern, den 50,0 und 61,8 Prozent-Fibonacci-Retracements der seit März laufenden Aufwärtsbewegung.
Entscheidend ist nun, ob der DAX die Marke bei 4650 Punkten nachhaltig zurück erobert. Momentan ist das noch nicht entschieden, eine Chance ist aber nach wie vor da. Erster Widerstand auf dem Weg nach oben wäre dann bei 4675 Punkten. Gelingt dies nicht, liegt die nächste Unterstützung bei den genannten 4400 Punkten. Sollte diese Marke gerissen werden, sind weitere Kursverluste zu erwarten.
Analyse-Datum: Montag, 6. Juli 2009