Anzeige
Meldung des Tages: Warrants gezogen – NASDAQ-Kunde zahlt – diese Aktie könnte jetzt durchstarten
Neuester, zuletzt geles. Beitrag
Antworten | Börsen-Forum
Übersicht ZurückZurück WeiterWeiter
... 2485  2486  2488  2489  ...

Der USA Bären-Thread


Beiträge: 156.457
Zugriffe: 26.541.306 / Heute: 1.079
S&P 500 6.880,3 +0,28% Perf. seit Threadbeginn:   +371,58%
 
fkuebler:

Mein lieber permanent #150, das hatte ich doch ...

2
09.05.10 11:41

"Verblüffung
Steigen die Börsen, herrscht im BT eine gedrückte Stimmung.
Fallen die Bösen, herrscht im BT eine gedrückte Stimmung"

... schon ausgiebig und final erklärt: Der BT ist solidarisch mit dem Markt stinkesauer! 

Und man täusche sich nicht: Wahrheit ist oft lustig, sonst könnten Kabarettisten ihren Job nicht machen...

"Oder schließen Frohmut und Bär sich gegenseitig aus?"

Nein, überhaupt nicht: in Bullenmärkten generell und je höher die Kurse steigen, umso fröhlicher werden die Bären: weil sie sich nämlich vorstellen, wie toll es irgendwann mal sein wird, wenn sie vollgesogen mit Shorts den Bungeesprung machen... ;-)

Und insofern gibt's eben auch Hoffnung: in meinem Posting hatte ich ja schon die Vermutung geäussert, dass die Kurse nächste Woche zackig hochgehen... 

 :-)

Antworten
permanent:

Portugal stoppt Großprojekte

4
09.05.10 11:41
Sparen, sparen, sparen

Portugal stoppt Großprojekte

Mit einer Verschärfung des Sparkurses will Portugal den Spekulationen gegen die Zahlungsfähigkeit des Landes den Wind aus den Segeln nehmen. Zwei große Bauvorhaben sollen gestoppt werden, um das Haushaltsdefizit noch in diesem Jahr um fast ein Viertel zu senken.

Angesichts der Sorge vor einer Ausbreitung der Schuldenkrise in Europa hat Portugal den Euro-Partnern versprochen, sein Haushaltsdefizit in diesem Jahr noch stärker zu bekämpfen. Ministerpräsident Jose Socrates kündigte nach Angaben eines portugiesischen Regierungsmitarbeiters auf dem Euro-Sondergipfel in Brüssel an, seine sozialistische Minderheitsregierung werde noch mehr sparen und zwei große Infrastrukturprogramme auf Eis legen. Dadurch soll das Haushaltsdefizit in diesem Jahr auf 7,3 Prozent verringert werden. Bisher war das Ziel eine Reduzierung des Defizits auf 8,3 Prozent von 9,4 Prozent im vergangenen Jahr.

Bei den Infrastrukturprojekten handelt es sich um den Bau eines neuen internationalen Flughafens in Lissabon sowie eine dort hinführende Brücke über den Fluss Tejo, wies aus den Regierungskreisen weiter verlautete. Die Opposition hat der Minderheitsregierung von Socrates bereits ihre Unterstützung beim Kampf gegen die Schuldenkrise zugesagt und wiederholt das Verschieben öffentlicher Bauprojekte gefordert, um den portugiesischen Schuldenberg schneller zu verringern.

Risikoaufschläge steigen

An den internationalen Finanzmärkten liefen vergangene Woche trotz des Rettungsschirms der Euro-Länder für Griechenland die Wetten auf eine Zahlungsunfähigkeit Portugals und Spaniens, die so wie viele andere Euro-Staaten nach der Finanzkrise unter einer hohen Schuldenlast ächzen. Die Risikoaufschläge für portugiesische Anleihen im Vergleich zu deutschen Anleihen kletterten am Freitag auf einen neuen Höchststand von 374 Basispunkten.

Unter dem Eindruck dieser Turbulenzen entschlossen die Staats- und Regierungschefs der Euro-Zone daher nicht nur ein 110-Milliarden-Kreditpaket zur Rettung Griechenlands, sondern auch eine noch schwerere Abwehrwaffe gegen die Schuldenkrise: So sollen die EU-Finanzminister am Sonntag in Brüssel noch vor Öffnung der Finanzmärkte beschließen, dass die EU-Kommission künftig bei drohender Zahlungsunfähigkeit am Kapitalmarkt Kredite für strauchelnde Euro-Länder aufnehmen kann.

Quelle: rts

Antworten
saschapepper:

@ Permanent #62149

12
09.05.10 12:17
"Wer schon seit Jahrzehnten Sozialhilfeempfänger ist (heute H4) der ist ein Blutsauger, ein unsozialer Mensch der auf Kosten der Gesellschaft lebt und daraus ein Anspruchsdenken entwickelt."

Ich geb dir ja im Grunde recht.
Am allerschlimmsten finde ich Schwarzarbeiter die dann noch Hartz4 beziehen.

Dummerweiße hat sich gerade in den USA gezeigt, dass die Kriminalität durch das Herrunterfahren von Sozialleistungen dort stark zugenommen hat. 2008 befanden sich über 2,4 % der Bevölkerung der USA entweder im Gefängnis (2,3 Millionen), oder sie waren zur Bewährung (4,3) oder zur Haftaussetzung.

Die Kosten für die 50 US-Bundesstaaten zum Unterhalt der Haft- und Justizvollzugsanstalten belaufen sich auf 49 Milliarden Dollar trotz Bootcamps und Todesstrafe.

Ein Hartz4 Empfänger kostet den deutschen Staat im Monat etwa 350€+plus Krankenkasse und Mietübernahme sowie Strom und Heizkosten. Grundsätzlich können Leistungen aber auch um 100% gekürzt werden.

-10 Prozent (34,70 Euro) werden gestrichen, wenn Sie zum Beispiel einen Termin beim Jobcenter  ohne wichtigen Grund versäumen.
-20 Prozent (69,40 Euro) werden gestrichen, wenn dieser Verstoß innerhalb eines Jahres erneut auftritt.
-30 Prozent (104,10 Euro) können gekürzt werden, wenn Sie sich nicht an die Auflagen der Eingliederungsvereinbarung halten oder wenn Sie einen Job/ 1-Euro-Job oder eine Weiterbildung  ablehnen. Auch hier gilt: es sei denn, Sie haben einen wichtigen Grund dafür.
-60 Prozent (208,20 Euro) werden für drei Monate einbehalten, wenn sich einer der eben genannten Verstöße innerhalb eines Jahres wiederholt.
-100 Prozent (347 Euro) können gestrichen werden, wenn mindestens dreimal eine Arbeit oder Weiterbildung abgelehnt wird.
-100 Prozent werden ebenfalls gestrichen, wenn Arbeitslose unter 25 Jahren eine Arbeit, einen Ein-Euro-Job oder eine Weiterbildung ablehnen. Die Miete wird dann direkt an den Vermieter überwiesen.
Quelle: Wikipedia

Ein Tag Knast kostet den deutschen Staat pro Häftling ca 120 Euro,das macht eine Warmmiete von 3600 Euro im Monat.

Ich finde die derzeitige Regelung daher besser.
Antworten
obgicou:

Das Huhn war zuerst da

5
09.05.10 12:53
staatliche Liquiditätsschwemme = Huhn
spekulative Exzesse = Ei


Hühnerfarmer wundert sich jetzt über Eiersalat
Sarah Wagenknecht möchte Schweinemastanstalten zu Hühnerfarmen machen
Antworten
wawidu:

"Planmäßiger" Verlauf

 
09.05.10 13:59
(Verkleinert auf 65%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 318989
Antworten
Svartur:

@permanent

11
09.05.10 14:15
Irgendwie hast Du da was in den falschen Hals bekommen. Ich glaube nicht, daß irgendein "Bär" sich den Zusammenbruch des Systems wünscht, wäre dem so, wäre ja auch die erarbeitete Kohle weg.

Die Stimmung dürfte geprägt sein vom Frust über die Tatenlosigkeit zu der man als Bürger verdammt wird, denn jeder von uns legt ja sein Geld nicht nur in Shorts an und möchte nicht am Ende mit leeren Taschen dastehen.

Desweiteren denke ich, weiß jeder Bär, daß die Börsen nach unten nun mal begrenzt sind, somit sind auch die Gewinne begrenzt und wenn man das so richtig einordnet, bleibt auch dem Bären nix anderes, als seine Positionen umzuschichten, neu zu bewerten und auch Long zu gehen, wenn es an der Zeit ist.

Was hier oftmals beleuchtet wird ist leider Gottes die Realität, hat nicht mal was mit Bulle oder Bär zu tun. Nur die Bullen ignorieren das zu gern und faseln von Dingen, die so gar nicht stattfinden, um sich ihre Positionen schön zu reden, hat mit erfolgreichem Handel nix zu tun, ist eine völlig andere Welt.

So sehe ich das, auf der einen Seite blauäugige Bullen die jeden Dreck glauben und sich mit abgeschriebenen Falschmeldungen und geschönten Statistiken beschäftigen, auf der anderen Seite Realisten, die versuchen aus dem ganzen Wust an Propagande das Fünkchen Wahrheit herauszulesen und würden unsere Regierenden wenigstens ehrlich sein, dann bräuchte man das gar nicht. Leider werden wir aber in allen Bereichen für dumm verkauft.

Genau deswegen schmunzele ich immer über die Kritiker am BT, sie haben nichts, aber auch gar nichts von den Intentionen der Poster begriffen und erst recht verstehen sie nix vom Handel, sie glauben zwar daran, aber sie tun es nicht.

Das manchmal der eine oder andere Bär etwas zu tief in den Wunden herumrührt, naja, Klappern gehört zum Handwerk  :-)
Antworten
Curuba:

Permanent

5
09.05.10 14:18
Ich kann dir sagen, wo der Unterschied zwischen der Greichenlandhilfe und den Sozialtransfers in Deutschland liegt.
Durch die Sozialtransfers unterstützt du deine eigenen Landsleute, im Zweifelsfall sogar Verwandte. Euch eint die gemeinsame Geschichte, Kultur, Glauben und Sprache. Wieso solltest du mit den Griechen solidarisch sein? Was hat griechische Volk denn im speziellen schon für dich getan?
Solidarität funktioniert nur im eigenem Lande, ein Naturgesetz.
Außerdem, bist du wirklich so naiv zu glauben, dass uns Deutschen irgendwer helfen würde, wenn wir in einer vergleichbaren Klemme stecken würde? Träum weiter! Wer hat uns bei dir Wiedervereinigung geholfen? Auch diese Last mussten wir alleine Schultern und haben dafür noch den Euro aufgedrückt bekommen, weil die Franzosen Angst vor einem widererstarkten Deutschland hatten!

Folgendes Zitat, vom ehem. französischen Notenbankschef sagt mehr als tausend Worte:

"Der Euro ist Versailles ohne Krieg"
Antworten
Svartur:

@permanent die zweite

11
09.05.10 14:36
Wer schon seit Jahrzehnten Sozialhilfeempfänger ist (heute H4) der ist ein Blutsauger, ein unsozialer Mensch der auf Kosten der Gesellschaft lebt und daraus ein Anspruchsdenken entwickelt.



Dem schließe ich mich ausdrücklich nicht an. Blutsauger und unsozial sind für mich andere.


Dem Satz würde ich nur zustimmen, wenn genügend Arbeitsplätze verfügbar sind. Ist dem nicht so, ist es auch nicht möglich, die Menschen in Arbeit zu bringen.

Was Transferleistungen angeht und der Vergleich zwischen Hartz4 und Griechenland, entschuldigung, aber das hinkt gewaltig. In Griechenland geht es ja der Masse der Bevölkerung nicht so gut, wie es in Deutschland dargestellt wird, daß Gegenteil ist der Fall. In Griechenland hat nur eine obere Schicht ordentlich zugelangt, alle Subventionen der EU kassiert und nichts zum Allgemeinwohl über Steuerzahlungen beigetragen.

Was Schwarzarbeit angeht, da sind die Griechen ganz weit vorn, zum  Teil aus der puren Not heraus, was die Bevölkerung mit geringem Einkommen angeht.

In Deutschland ist das zu Recht strafbar und einen Straftatbestand kann man nicht verallgemeinern, daß ist unfair. Zudem gehören auch dazu zwei Parteien, der entsprechende Schwarzarbeiter und derjenige, der ihn bezahlt und ebenfalls Abgaben einspart, bzw., was ich sogar verstehe, eine überbordende Bürokratie umgeht.
Aber, es ist eben nicht legal und somit kann es nicht Gegenstand der Diskussion sein, weil man nicht einem Großteil der Hartzler kriminelles Verhalten unterstellen kann.


Angesichts der rausgehauenen Milliarden an größtmögliche Versager aus der Bankenwelt, siehe HRE Vorstand als kleines Beispiel, ist ein Hartzler nur das absolut letzte Glied der Kette und nicht verantwortlich für die jetzige Systemkrise. Dafür tragen andere die Schuld.


@fkuebler

aber das wollen "wir" Wähler ja schliesslich auch genau so, denn sonst könnten uns die Politiker ja nicht erfolgreich die ganze Scheisse versprechen, auf die "wir" Wähler per Besitzstandswahrung oder Euphemismus einen Anspruch zu haben glauben.


Eine Unterstellung, der ich mich ebenfalls nicht anschließe, daß stimmt schlicht nicht. Wenn mit dem geld ordentlich gehaushaltet wird, wenn vernünftige Maßnahmen ergriffen werden, sind die Bürger auch bereit, dies mitzutragen. So sind die meisten Bürger derzeit ja gar nicht FÜR eine Steuererhöhung, die sind froh, wenn ihr Erspartes heile bleibt.

Das sind auch immer so Totschlagargumente, die mit nix zu belegen sind, der großte Anteil an Nichtwählern zeigt, daß diese in meinen Augen sehr wohl politisch interessiert sind, aber im jetzigen System keine Partei finden, die sich für die Belange der Menschen einsetzt.

Auch das Wort Besitzstandwahrung ist doch ein Hohn. Wer bitte will denn Besitzstand wahren? Doch wohl die Politiker und Banker, die uns alles eingebrockt haben mit ihren Abfindungen und Gehältern. Was ist daran verkehrt, wenn ich Vorsorge getroffen habe und realen kaufkraftverlust JETZT UND HIER übe, um später dann mein Rentenauskommen zu haben und eben nicht anderen auf der Tasche zu liegen. Hier widerspricht sich doch solch ein Argument. Es ist doch verantwortungsvolles Verhalten, wenn die Leute auf ihr Geld aufpassen, würde die Politik dies genau so tun, wären wir nicht im Dilemma.

Ich erachte all solche Argumente als Verhöhnung der Bürger von oben herab und empfinde dann noch das Herausholen mit den Hartzlern als Frechheit Hoch drei. Wenn im Fernsehen ein Herr Eichel sitzt, der sich brüstet, solidarisch mit Griechenland zu sein und Anleihen gekauft zu haben, gleichzeitig aber geklagt hat, weil seine Rentenbezüge zu niedrig waren , sorry, aber für einen Eckrentner, der genauso gearbeitet hat und wohl auch mehr geleistet, mit seinen poppeligen 1000 bis 1500 Euro, ist das echt ein Schlag ins Gesicht.

Setzt euch echt mal auffen Hosenboden und versucht mit dem auszukommen, was die meisten Bürger real inner Tasche haben, anstatt von oben herab diese abzukanzeln. Mit genügend Geld in der Tasche läßt sich leicht der Verzicht für andere predigen, auch das beherrschen unsere Politiprofis bestens.

Wenn sich sogar die Bürger noch gegenseitig so argumentativ in die Pfanne hauen, hat die Politik zumindestens im ausspielen der Menschen echt Erfolg gehabt, sorry, ich dachte ihr wärt cleverer.
Antworten
Svartur:

Korrektur

 
09.05.10 14:38
FÜR eine Steuererhöhung

soll heißen : FÜR eine Steuersenkung, sorry
Antworten
Anti Lemming:

Permanent - # 150 (Verblüffung)

8
09.05.10 15:48
Es wäre "pubertär", sich als Bär über jeden 500-Punkte-Rutscher im DOW zu beölen oder gar hier im Thread sich selber auf die Schulter zu hauen. Bären sind mMn eher abgeklärte Menschen (was freilich nicht mit pessimistisch, humor- oder freudlos gleichzusetzen ist). Von daher könnte man sie auch als "realistisch" bezeichnen. Ein Bär, der Anfang Mai bei DAX 6300 keine "Depressionen" bekam, würde auch bei einem DAX-Rücksetzer auf 4500 (im Sommer/Herbst?) nicht in orgiastischen Freudentaumel verfallen. Gemäßigt und abschätzend zu reagieren ist für Bären eine Art "Berufs-Tugend".

Und wie Svatur ja schon angemerkt hat, ist Bär-Sein (außer bei Perma-Bären) kein Dauerzustand, sondern letztlich eine nüchterne Bestandsaufnahme - konkret der Vergleich zwischen dem, was die Indizes an Werthaltigkeit suggerieren, und dem, was gemäß der eigenen Recherche angemessen wäre. Fundi-Bären-Analyse bringt zugegeben kurzfristig wenig, wenn der Markt von GS und Co. komplett auf Charttechnik dressiert wurde und non-stop steigt, führt aber mittel- bis langfristig dennoch meist zum Ziel.

Der Ansatz vieler Poster im BT (inkl. mir) ist noch weiter gefasst als herkömmliche Fundi-Analyse, die "bottom up" von den individuellen Firmen ausgeht. Wir gehen hier seit 2007 (= Krisen-Modus) "top down" von den Makro-Bedingungen aus - in der Erwartung, dass diese "von oben" auf die individuellen Firmen-Ergebisse durchschlagen. Das hat sich beim Herbst-2008-Meltdown, der von Bank-Aktien ausgehend auf den Gesamtmarkt übergriff, als tragfähig und einträglich erwiesen. Beim jetzt womöglich kommenden "Staaten-Meltdown" könnte der Ansatz wiederum ins Schwarze treffen. Wen interessiert schon, dass Apple 3 Cents mehr als erwartet verdient hat, wenn Europa in Flammen steht?

Wichtig ist, dass man ein klares Konzept hat, die eigenen Hypothesen stets selbstkritisch aufs Neue prüft und sich bei positivem Befund nicht beirren lässt (als Bär z. b. von "Meltups"). Dazu gehört neben guten Nerven und einem dickem Fell (bei Bären naturgemäß vorhanden) ein klarer Kopf sowie eine entweder sehr flexible oder anderweitig "bombensichere" Positionierung - die einen, wenn es gegen einen läuft, nicht dazu zwingt, in Extremlagen mit Verlust rauszugehen. (Auch Bullen, die in fallenden Märkten auf Kredit verbilligen, geraten in diese Falle...)

Selbst Aktien, die relativ gute Zahlen liefern, können sich meist nicht dem Abwärtssog eines (sekulären) Bärenmarktes entziehen. Apple z. B. könnte trotz aktuell guter Zahlen noch einmal auf 150 oder gar unter 100 Dollar fallen, wenn der Gesamtmarkt wegen eines Euro-Zusammenbruchs in die Knie geht. Apple macht zurzeit 16 % der MK des Nasdaq aus, und wenn Leute wie Wawidu den Nasdaq shorten (er macht es mit long QID), dann shorten sie automatisch auch Apple mit.

Wenn die Börsen deutlich absacken (z. B. DAX auf 3500, SP-500 auf 800) könnte man nach den gleichen Kriterien wie oben womöglich auch eine deutliche Unterbewertung des Marktes feststellen. D.h. man käme, obwohl man die gleichen Methodik verwendet wie oben, zu einer potenziell bullischen Einschätzung: Der Markt wäre dann, gemessen an der persönlichen Werthaltigkeits-Analyse, "zu billig" und insofern kaufenswert.

Das Grundkonzept ist somit fundamental-antizyklisch, mit starker Makro-Orientierung. Das bedeutet, dass man bei Unterbewertung (wenn es billig ist) kauft und bei Überbewertung (wenn es teuer ist) verkauft oder shortet. Warren Buffett macht es nicht anders. Vulgär-Chartisten hingegen machen das Gegenteil davon (buy high, sell low) - was mit ein Grund dafür ist, dass an der Börse (wo sie überwiegen) 95 % aller Trader auf Dauer pleite gehen.
Antworten
fkuebler:

AL 160 hört sich heute ungewohnt staatstragend an,

3
09.05.10 16:08

"Wichtig ist, dass man ein klares Konzept hat, die eigenen Hypothesen stets selbstkritisch aufs Neue prüft und sich bei positivem Befund nicht beirren lässt (als Bär z. b. von "Meltups"). Dazu gehört neben guten Nerven und einem dickem Fell (bei Bären naturgemäß vorhanden) ein klarer Kopf sowie eine entweder sehr flexible oder anderweitig "bombensichere" Positionierung - die einen, wenn es gegen einen läuft, nicht dazu zwingt, in Extremlagen mit Verlust rauszugehen. (Auch Bullen, die in fallenden Märkten auf Kredit verbilligen, geraten in diese Falle...)

 ..."

..., man könnte glatt glauben, einer Rede von Merkel zuzuhören.

Aber vielleicht ist er es ja auch, der ihr die Reden schreibt?

 :-)

Antworten
fkuebler:

Von den Tommies hoffe ich ganz unstaatsmännisch,

7
09.05.10 16:21

..., dass die in den nächsten Monaten derart einen auf den Sack kriegen, dass sie zur Finanzierung ihrer Defizite die gesamte Insel zur Hälfte an die Türkei und zur Hälfte an die Chinesen verkaufen müssen: Großbritannien beteiligt sich nicht an Notfallfonds

Großbritannien beteiligt sich nicht an Notfallfonds
 
9. Mai 2010, 13:16 Uhr

Angesichts der Griechenland-Krise hat Finanzminister Schäuble anderen Staaten der Euro-Zone die deutsche Schuldenbremse als Vorbild empfohlen. Vor dem Treffen der EU-Finanzminister in Brüssel kündigte Großbritannien an, sich nicht an dem geplanten Notfallfonds für Euro-Länder zu beteiligen.

Großbritannien will sich nicht an dem geplanten Notfallfonds für Euro-Länder beteiligen. Das erfuhr die Nachrichtenagentur AFP von einem britischen EU-Diplomaten in Brüssel. Die Finanzminister der 27 EU-Staaten beraten am Sonntagnachmittag bei einer Sondersitzung in Brüssel über den Notfallfonds, mit dem nach Griechenland möglicherweise andere hoch verschuldete Länder der Euro-Zone gerettet werden sollen. Großbritannien beteiligte sich bei Einführung des Euro nicht an der Gemeinschaftswährung. Im Königreich ist nach wie vor das britische Pfund Zahlungsmittel.

Als Reaktion auf die Finanzkrise in Griechenland hat Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) anderen Staaten der Euro-Zone die deutsche Schuldenbremse als Vorbild empfohlen. „Zur Verhinderung künftiger Krisen im Euroraum brauchen wir effektive Regeln, die eine solide Haushaltspolitik in allen Mitgliedstaaten nachhaltig sichern“, sagte Schäuble dem „Hamburger Abendblatt“.

Auch Bundesverfassungsgerichtspräsident Andreas Voßkuhle regte ein solches Instrument für die ganze Währungsunion an. „Eine Schuldenbremse für die Euro-Zone ist ein Gedanke, den ich für überlegenswert halte“, sagte er dem „Hamburger Abendblatt“. „Wir haben bereits Stabilitätskriterien in den Verträgen verankert. Ihre effektive Kontrolle ist das Problem.“

Voßkuhle forderte als Konsequenz aus der Griechenland-Krise eine stärkere Regulierung der Märkte. „Es ist notwendig, geeignete Konzepte für Krisen innerhalb der Währungsunion zu entwickeln. Die Märkte und ihre Akteure sind offensichtlich nicht in der Lage, es selbst zu richten“, sagte der Gerichtspräsident.

Die Staats- und Regierungschefs der Euro-Staaten hatten sich in der Nacht zum Samstag grundsätzlich auf die Einrichtung des Fonds geeinigt. In den vergangenen Tagen waren Spanien, Portugal und Italien an den Finanzmärkten stark unter Druck geraten. Für den Notfallfonds könnte die EU-Kommission zinsgünstige Kredite an den Finanzmärkten aufnehmen. Diplomaten sprachen von bis zu 70 Milliarden Euro. Die Europäer erhoffen sich davon ein starkes Signal gegen Spekulanten, bevor am Montag die Märkte öffnen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte nach dem Gipfeltreffen vom Freitagabend, sie erwarte von dem Ministertreffen am Sonntag in Brüssel ein „sehr klares Signal“ gegen Spekulanten. Mehrere Gipfelteilnehmer machten deutlich, dass sie die Lage als äußerst ernst einschätzen. Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi sprach von einem „Ausnahmezustand“. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy forderte eine „Generalmobilmachung“, um die Probleme in den Griff zu bekommen.

 

AFP/dpa/fas
  
Antworten
Curuba:

fkluevber

12
09.05.10 16:44
Du kannst den Briten doch nicht zum Vorwurf machen, dass sie nicht bereit sind für die selbstverschuldete Misere Anderer zu zahlen! Die Briten verfügen anscheinend noch über eine Regierung mit Rückgrat, die auf die nationalen Interessen Großbritannies pocht und nicht bei jedem zahrten Lüftleim umkippt, so wie es die deutsche Regierung tat. Kaum holten die Griechen die Nazi - Keule raus, schon zückte Merkelchen - wie es auch jede/r andere Bundeskanler/in machen würde, dass Scheckbuch, wie IMMER!

Ihr müsst es euch mal pragmatisch vor Augen führen:

In der Nachrkiegszeit erzielte die deutsche Volkswirtschaft riesige Handelsüberschüsse gegenüber Amerika. Die Amerikaner bedeinten diese Handelsüberschüsse mit purem Gold, darauf fußen unsere heutigen Goldreserven, ergo auch unser heutiger Wohlstand. Das haben wir alles unseren Vorfahren, mit ihrem unbeschreiblichen Tatendrang, mit ihrem Fleiß und Bodenständigkeit zu verdanken. Sie schuffteten so hart, damit es ihren Nachkommen einmal besser gehen sollte. Jetzt haben wir also nichts besseres zu tun, als diesen Wohlstand leichtfertig zu verspielen, den unsere Vorfahren mit ihrer bloßen "Hand" und "Stirn" schufen. Im Endeffekt bedeuten die Griechendlandhilfen nichts weiter, als das wir bald unser (letztes )Tafelsilber veräußern müssen, um FREMDE Schulden zu bedienen. Wo doch wir hier in Deutschland genug eigene Probleme haben. Hohe strukuturelle Arbeitlosigkeit, Altersarmut - höchste Abgabenquote Weltweit, welches den Binnenmarkt katastrophal schwächt. Am perversesten ist allerdings noch, dass wir unsere Jungs in Afgahnisten in einen Krieg schicken und wir ihnen nicht einmal die beste Ausrüstung zukommen lassen, die wir uns hätten leisten könnten. Und somit das Leben deutscher Soldaten aufgrund aktuer Geldnot im Verteidigungshaushalt aufs Spiel setzen. Das ist einfach nur KRANK und PERVERS!
Antworten
permanent:

Löhne in Spanien zu hoch

5
09.05.10 17:15
Löhne in Spanien zu hoch

EZB fordert Reformen ein

Spaniens Maßnahmen für eine wirtschaftliche Erholung reichen nach Einschätzung von EZB-Ratsmitglied Bini Smaghi nicht aus. Insbesondere die Kopplung der Löhne an die Inflation ist ihm ein Dorn im Auge.

Spanien muss nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank sein Wirtschaftssystem umfassend reformieren. "Die Maßnahmen, die bisher getroffen wurden, können einige Löcher stopfen, doch um Wachstum zu generieren, benötigt man langfristige Reformen, auch wenn sie schwieriger und kostspieliger sind", sagte EZB-Ratsmitglied Lorenzo Bini Smaghi in einem Interview der Zeitung "ABC". Das Mittelmeerland sollte damit aufhören, seine Löhne an die Inflation zu koppeln, um seine Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Spanien hat derzeit in der Euro-Zone die höchste Arbeitslosenquote.

Einem Bericht der spanischen Zeitung "El Pais" zufolge wird Spaniens Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero noch diese Woche ankündigen, wie das Land im kommenden Jahr sein Defizit zurückfahren will. Dadurch will Spanien verhindern, in den Griechenland-Strudel hineingezogen zu werden. Ungeachtet der jüngsten Angriffe von Spekulanten will Spanien die EU-Partner vorerst nicht um finanzielle Hilfe anrufen. Die spanische Finanzministerin und amtierende EU-Ratsvorsitzende Elena Salgado sagte vor einem Krisentreffen der EU-Finanzminister in Brüssel, ihr Land werde keinen Gebrauch von dem geplanten europäischen Notfallfonds machen.

In drei Jahren unter die Grenze

Zuletzt sind die spanischen Schulden an den Finanzmärkten immer stärker in den Fokus gerückt. Die Regierung in Madrid hat bereits ein Sparprogramm in Höhe von 50 Mrd. Euro aufgelegt. Die Südeuropäer wollen die Neuverschuldung von mehr als elf Prozent der Wirtschaftsleistung im vergangenen Jahr bis 2013 unter die EU-Obergrenze von drei Prozent drücken.

Finanzstaatssekretär Carlos Ocana sagte dem Blatt "Publico", das Sparprogramm habe drei Säulen. Es beinhalte die Reduzierung der Haushaltsausgaben, die Restrukturierung des Finanzsektors und zuletzt Reformen, wie beispielsweise die des Arbeitsmarktes. Dabei seien weitere Opfer nötig. Die Regierung verhandelt derzeit mit Gewerkschaften und Wirtschaftsverbänden über eine Restrukturierung des Arbeitsmarktes und hofft, noch im Mai Reformvorschläge vorstellen zu können.

Quelle: rts/AFP

Antworten
wawidu:

Wie durch Butter

2
09.05.10 17:53
ist die Preiskurve von DOW CHEMICAL durch die MAs gerauscht. MA75 reflektiert besonders schön das Verlaufsmuster dieser Rally: fraglos "Wurfparabel". Solche Anstiege sind - ähnlich wie "exponentientielle Kirchturmcharts" - hochgradig Crash-anfällig.
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 319009
Antworten
pfeifenlümmel:

zu # 162 fkuebler,

3
09.05.10 18:11
Du kannst den Briten doch nicht vorwerfen, dass sie nicht so dämlich sind wie unsere Brüsseler Sptzen.
Antworten
fkuebler:

Caruba/pfeifenlümmel: Im Prinzip habt ihr ja Recht

4
09.05.10 18:24

...: ich habe einfach etwas gegen die Tommies ;-)

Antworten
Curuba:

@fklueber

8
09.05.10 18:49
Wobei ich in Wahrheit nicht glaube, dass die Engländer über eine "bessere" Regierung verfügen als wir, der Verkommenheitsgrad der europäischen Regierungen liegt auf einem etwa gleichem konstanten Niveau. Allesamt fördern sie den kulturellen, politischen - wie auch ökonomischen Untergang des europäischen Abendlandes.
Nur stehen die Briten warscheinlich selbst schon näher am Abgrund als wir, so dass sie sich Rettungspakete für andere Länder schlichtweg gar nicht leisten könnten, selbst wenn sie es wollten :0
Antworten
permanent:

Das Endspiel um den Euro hat begonnen

2
09.05.10 18:56

Das Endspiel um den Euro hat begonnen

Die EU-Finanzminister sind unter massivem Druck der nahenden Börseneröffnung in der Nacht zum Montag in Brüssel zusammengekommen, um über ein Instrument zur Verteidigung des Euro zu beraten. Sie wollen noch vor Öffnung der weltweiten Finanzmärkte im Eilverfahren einen Rettungsmechanismus beschließen und damit ein Signal senden, dass Europa im Fall weiterer Schuldenkrisen eine gemeinsame Abwehrwaffe zur Hand hat. In den vergangenen Tagen waren Spanien, Portugal und Italien an den Finanzmärkten stark unter Druck geraten. Erste Möglichkeiten zeichnen sich ab. In Brüssel wurde aber mit langwierigen Beratungen gerechnet.

 

http://www.handelsblatt.com/politik/international/...begonnen;2577326

Antworten
fkuebler:

Nachhaltiger bärischer Gegenwind für Finanzsektor

3
09.05.10 18:56

Nicht wirklich neu, aber der folgende SPIEGEL-Artikel, passend zur Zeitung weitgehend frei von finanzanalytischem Sachverstand, aber gerade deshalb mMn ganz gut die sich verfestigende Stimmung in Volk und Politik reflektierend, verstärkt einige Eindrücke, die vermutlich auch ausserhalb Europas gelten dürften.

Konsequenz dürfte das Wegfallen relevanter GDP-Prozentpunkte aus dem Finanzsektor sein (besonders bei meinen Lieblingen, den Tommies :-), und vermutlich eben auch das Misslingen des Wiederaufpumpens der Assetblasen. "New Normal" halt.

Alles eher längerfristig, und nicht simpel deterministisch und sofort per Shorts in Spekulationsgewinne umsetzbar, aber mMn durchaus auch für 2010 schon relevant. Auf die Gefahr, langweilig zu werden: diese Art von Gegenwind dürfte für die von mir vermuteten Index-Anstiege der nächsten Tage und Wochen das CRV von short Call nochmal verbessern.

Und das ist - am Rande bemerkt - auch das einzige, was ich dem NRW-Linksschwenk positiv abgewinnen kann... Man nimmt, was man kriegt... ;-)

Kurskapriolen an der Wall Street: Börsianer rufen nach Regulierung

Der USA Bären-Thread 7978250
Der USA Bären-Thread 7978250Der USA Bären-Thread 7978250

09. Mai 2010, 09:55 Uhr

Kurskapriolen an der Wall Street

Börsianer rufen nach Regulierung

Der Kurssturz am Donnerstagabend hat viele Händler nachhaltig beeindruckt. Der computergesteuerte Handel erscheint einigen inzwischen als unberechenbarer Risikofaktor. Eine staatliche Regulierung gilt als der einzige mögliche Ausweg.

New York/Frankfurt am Main - Jetzt schlagen selbst Börsianer Alarm: Nach den nie gesehenen Kursturbulenzen an der Wall Street am Donnerstagabend rufen selbst hartgesottene Aktienhändler nach der sonst so oft verschmähten ordnenden Hand des Staates. "Dieser Irrsinn schreit nach Regulierung", sagt Klaus Stabel von der Wertpapierhandelsbank ICF. Experten wie der Bankenprofessor Hans-Peter Burghof fordern schon länger härtere Auflagen für den computergesteuerten Handel und sehen sich jetzt in ihrer Einschätzung bestätigt. "Wir müssen Regeln finden, wie wir mit der zunehmenden Abhängigkeit vom computergesteuerten Handel umgehen," sagt er.

US-Politiker stießen in das gleiche Horn und forderten umgehende engere Schranken für den zuletzt immer größer und schneller automatisierten Börsenhandel durch Computer. Die amerikanische Börsenaufsicht SEC und die Regierung wollen sich die unfassbaren Kursbewegungen genau anschauen.

Am Donnerstagabend war der amerikanische Aktienmarkt innerhalb weniger Minuten ohne ersichtlichen Grund um fast neun Prozent eingebrochen.Besonders eindrucksvoll lässt sich der "Börsenwahnsinn" anhand der Entwicklung des Schwergewichts Procter & Gamble (P&G) illustrieren: Der Marktwert des zu den wertvollsten Unternehmen der Welt zählenden Konzerns rauschte innerhalb weniger Minuten hinab und büßte mehr als ein Drittel oder mehr als 60 Milliarden Dollar ein - ohne fundamentalen Grund. Das ist in etwa so viel wie der deutsche Energieriese E.on an der Börse überhaupt kostet. "Es ist unvorstellbar, dass so etwas überhaupt möglich ist", sagt Stabel.

Fatale Kettenreaktion

Schuld war offenbar eine fatale Kettenreaktion von computergesteuerten Handelssystemen, die nach bestimmten Regeln selbst handeln. Alle von den Börsenbetreibern eingebauten Schutzdämme wurden binnen Sekunden fortgespült. Heiko Veit, Experte von Metzler Investment, sieht den Ruf des gesamten Börsenbetriebs in Gefahr. "Die Vorgänge an der Wall Street könnten die Diskussion um den Aktienmarkt als Spielcasino wieder aufleben lassen." Der drastische Kurssturz innerhalb weniger Minuten zeige, wie "nervös und verletzlich" der Aktienmarkt ist.

In Deutschland wurde sofort an den Oktober 2008 erinnert. Damals verdoppelte sich der Preis der ohnehin bereits deutlich überbewerteten VW-Aktie wegen hochspekulativer Finanzwetten des Großaktionärs Porsche auf mehr als 1000 Euro. Der Autohersteller wurde so zumindest für ein paar Stunden zum wertvollsten Unternehmen der Welt. Schon damals konnten selbst Profis dies nicht mehr nachvollziehen und riefen nach der ordnenden Hand des Staates. Passiert ist wenig bis gar nichts.

Doch während bei dem VW-Kurssprung Porsche als Übeltäter galt, der mit komplizierten Finanzinstrumenten die Mehrheit am größten europäischen Autoherstellers erobern wollte, gab es für den jüngsten Kursrutsch von Standardwerten wie Procter & Gamble oder 3M keinen fundamentalen Grund - schuld war vielmehr der zuletzt immer intensiver gewordene Handel durch Computer. "Das war wie eine Apokalypse für den computergesteuerten Handel", sagt Stefan de Schutter vom Wertpapierhandelshaus Alpha.

Menschen müssen einen Teil des Terrains zurückerobern

Das Marktversagen vom Donnerstag könnte das Fass bei den Regulierern zum Überlaufen gebracht haben. "Es kann nicht sein, dass ein angeblich intelligentes Handelssystem - wo auch immer es zum Einsatz kommt - einen so klar erkennbaren fehlerhaften Handel zulässt", sagt Stabel. "Offenbar ist hier systembedingt jegliche Plausibilitätsprüfung unterblieben." Das System ist nach Einschätzung der Experten kaum mehr zu kontrollieren, zumal zahlreiche Investmentbanken ihren Handel immer mehr über außerbörsliche Plattformen abwickeln.

Die systematischen Fehler wurden offensichtlich dadurch verstärkt, dass die Nervosität am Markt wegen der sich ausweitenden Schuldenkrise in der Euro-Zone besonders hoch ist. Die Krise ist längst über den Atlantik geschwappt und könnte bald die Erholung der gesamten Weltwirtschaft in Gefahr bringen. Um die ohnehin angeschlagenen Märkte nicht noch stärker zu schwächen und wie nach der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers die gesamte Weltwirtschaft an den Rand des Absturzes zu bringen, sind jetzt alle Beteiligten gefordert. Banken-Professor Burghof sieht die Börsenbetreiber wie die NYSE, Nasdaq oder die Deutsche Börse genauso in der Pflicht wie die Banken und Aufsicht.

Ein generelles Verbot hält er allerdings weder für sinnvoll noch für durchsetzbar. Die Computersysteme machen die Märkte effizienter. "Das Rad kann hier nicht ganz zurückgedreht werden." Aber daran, dass sich der gesunde Menschenverstand wieder einen Teil des an die Computer abgegebenen Terrains zurückerobern muss, zweifelt kaum einer mehr.

mik/dpa

 

Antworten
Kostolanya:

Führungskräfte & Zironenfalter

9
09.05.10 19:51
Wer glaubt, dass Führungskräfte führen können, der glaubt auch,
dass Zitronenfalter Zitronen falten können :-)

Fröhlichen Sonntag Euch Allen trotz Allem
Kosto
Antworten
pfeifenlümmel:

zu den Briten

7
09.05.10 20:02
Die Briten haben überhaupt kein Interesse an einem starken Euro. Der Dollar, das Pfund, der Euro, alle sind unter Druck und wollen sich alle  die Staubsaugerfunktion, Geld möglichst billig aus allen Ecken der Welt anzusaugen, noch einigermaßen erhalten.

Wahrscheinlich wird Montagmorgen schon in der Nacht  der Euro extrem fallen. Die Lösungen unserer Brüsseler Spitzen sind nicht glaubwürdig.  Nur mal als Beispiel Griechenland, ein korrupter Staat. Der öffentliche Dienst, der schon immer Steuern bezahlte, weil er sein Einkommen nicht vertuschen konnte, wird nun nochmals geschröpft. Im Parlament beschließt man Gehaltskürzungen, aber bei wem? Haben nicht die griechischen Abgeordneten, die jetzt für den Sparkurs gestimmt haben,  ein Intreresse daran, die Korruptheit weiterzuführen? Schließlich wird man sich doch nicht selbst den Ast absägen wollen, auf dem man sich ein bequemes Nest eingerichtet hat. Die Yachten in den Häfen werden nun zwar zum Verkauf angeboten, aber nur zur Vertuschung der finanziellen Verhältnisse.

Korrupten Staaten noch Beihilfe zu leisten gleicht einer Bank, die dem Geldräuber das Geld noch hinterherwirft.

Den Euro kann man nur retten, wenn man verfaulte Gliedmaßen amputiert.
Antworten
permanent:

Für die Bären ebenfalls interessant

5
09.05.10 20:06

Nach Goldman scheint man sich nun mit JPMChase zu beschäftigen.

Federal agents have launched parallel criminal and civil probes of JPMorgan Chase and its trading activity in the precious metals market, The Post has learned.

The probes are centering on whether or not JPMorgan, a top derivatives holder in precious metals, acted improperly to depress the price of silver, sources said.
http://www.ariva.de/...fuer_den_Preis_t357283?pnr=7978754#jump7978754

Antworten
wawidu:

Euro im großen Bild

2
09.05.10 21:16
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 319033
Antworten
wawidu:

TecDax - oje!

 
09.05.10 21:38
(Verkleinert auf 72%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 319036
Antworten
Auf neue Beiträge prüfen
Es gibt keine neuen Beiträge.

Seite: Übersicht ... 2485  2486  2488  2489  ... ZurückZurück WeiterWeiter

Börsen-Forum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen

Neueste Beiträge aus dem S&P 500 Forum

Wertung Antworten Thema Verfasser letzter Verfasser letzter Beitrag
29 3.805 Banken & Finanzen in unserer Weltzone lars_3 youmake222 18.02.26 10:12
469 156.456 Der USA Bären-Thread Anti Lemming ARIVA.DE 17.02.26 12:00
  56 PROLOGIS SBI (WKN: 892900) / NYSE 0815ax Lesanto 06.01.26 14:14
    Daytrading 15.05.2024 ARIVA.DE   15.05.24 00:02
    Daytrading 14.05.2024 ARIVA.DE   14.05.24 00:02

--button_text--