Der gestrige Tag -im Bärenthread- war geprägt von einer politisch-moralischen Diskussion. Wohl ein ganz normaler Vorgang an einem Tag nach der Bundestagswahl.
Ausgangspunkt war die Argumentation von Svatur rund um die Tafeln, deren wachsende Bedeutung und die daraus folgende Ursachenforschung für dieses Faktum.
Jedes Land, das von Menschlichkeit gekennzeichnet ist und sein will braucht Umverteilung. Es gibt Menschen, die von Natur aus benachteiligt sind, Menschen die nicht die gleichen Chancen auf ein Leben in Selbstverantwortung haben wie es der Masse gegönnt ist. Es ist die menschlich-moralische Pflicht der gesunden, starken Bevölkerungsgruppe diese Mitmenschen zu unterstützen. Hier muss man werben um das Verständnis, apellieren an das moralische Gewissen derjenigen die durch ihre Kraft und Stärke in der Lage sind zu helfen.
Es gibt aber auch Menschen, in jedem Land, die keine Eigenmotivation haben, die sich bewusst für ein Leben im Schoße des Sozialstaates entscheiden, die niemals die Absicht haben einen Beitrag zum gesellschaftlichen Allgemeinwohl zu leisten.
Diese Menschen gilt es nicht zu unterstützen, diesen Menschen gebührt nur Verachtung als Schmarotzer an der Gesellschaft.
Gute Bildung muss frei für jeden Menschen in unserem Land verfügbar sein. Es muss Ganztagsschulen geben in denen Gleichberechtigung und sozialer Ausgleich stattfindet. Viele Familien können es leisten und sich leisten ihre Kinder zu unterstützen. Viele Familien können es jedoch nicht leisten und sich leisten ihre Kinder zu unterstützen. Kinder dieser Familien sind auf staatliche Einrichtungen, wie Ganztagsschulen, angewiesen um die gleichen Bildungschancen zu erhalten.
Sind diese Voraussetzungen gegeben, so kann ich von jedem Menschen, der nicht von Natur aus benachteiligt ist, verlangen die Bildung die ihm geboten wird anzunehmen. Aus meiner Sicht ist es sogar eine Pflicht eines Menschen sein Recht auf Bildung wahrzunehmen, alles andere ist nicht sozial.
Ich habe zwei Kinder, eine Tochter (Klasse 10, öffentliches Gymnasium) und einen Sohn (Klasse 6 öffentliches Gymnasium). Die Schule bietet, wie so weit es mir bekannt ist fast alles Schulen, eine Hausaufgabenbetreuung am Nachmittag an. So bleibt kein Raum für eine Ausrede, für nicht erbrachte Leistungen.
Meine Tochter möchte nun im kommenden Schuljahr für ein Jahr ins Ausland. Hierfür muss sie hart arbeiten. Es gibt Förderprograme, die jedem Schüler zur Verfügung stehen. Dies Förderprogramme verlangen jedoch ein bestimmtes Leistungsniveau um sich zu qualifizieren. Darüber hinaus gibt meine Tochter Nachhilfeunterricht um für den Auslandsaufenthalt zu sparen. Meine Kinder sind keine Naturtalente, gute Noten müssen erarbeitet werden.
Von diesem Menschen kann ich später verlangen, gesellschaftlich soziale Aufgaben zu übernehmen. Von diesen Menschen kann ich später Verlangen einen sozialen Ausgleich zu bieten, denjenigen zu bieten, die benachteiligt sind.
Von diesem Menschen kann ich jedoch nicht verlangen, die zu unterstützen, die sich Bewusst für eine Hartz IV Karriere entschieden haben, das wäre unsozial.
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