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Der USA Bären-Thread


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Anti Lemming:

Malko - # 262 - die Limit der Fed

8
16.11.10 11:20
Du schreibst korrekt, dass die Fed theoretisch Alles aufkaufen könnte. Sie operiert ja nicht mit existierendem Geld, sondern mit virtuellem, das sie je nach Bedarf von ihrer 16 Tera-Byte Festplatte "abruft" bzw. schöpft.

Was die Fed im Einzelnen aufkauft, bleibt zwar im Dunkeln (trotz allen politischen Drucks, die Fed-Bücher endlich offen zu legen). Die Bilanz dieser Käufe wird dennoch sichtbar: Das SOMA-Konto enthält die "Einkäufe" der Fed und spiegelt somit die virtuellen Schulden, die im Gegenzug auf der Festplatte ("out of thin air") entstanden sind.

Dem theoretisch unendlichen Liquiditäts-Repertoire steht, wie Du ebenfalls richtig anmerkst, der politische Druck der US-Gläubigerstaaten entgegen, die das öffentliche SOMA-Konto jederzeit "online" einsehen können.

www.ny.frb.org/markets/soma/sysopen_accholdings.html

Gewinnen die US-Gläubigerstaaten den Eindruck, dass es der Fed bei QE x vor allem um Monetarisierung von Staatsschulden (Gelddrucken) und vorsätzliche Dollarschwächung geht, entsteht mächtiger politischer Gegenwind - der Obama beim letzten G20-Gipfel ja auch bereits mächtig und kalt ins Gesicht blies. Die USA laufen Gefahr, durch fiskalpolitische Verantwortungslosigkeit (QE-getriebene "außerbilanzielle" Überschuldung) ihre Vormachtstellung und die Leitwährungseigenschaft des Dollars zu verlieren. Es darf nicht nach "Simbawe" riechen.

QE ist somit ein Spiel mit dem Feuer. Fed-Mitglied Hoenig meldete auf den G20-Druck hin - den wir letztlich auch Schäuble und dessen Anti-QE-Allianz verdanken - nicht ohne Grund erneut Bedenken bezüglich QE an. Selbst Greenspan wittert Gefahren - nicht zuletzt, weil die fallenden US-Longbonds (# 258) zeigen, dass auch "Mr. Market" immer skeptisch wird.

Kurz gesagt: Die Limits sind nicht physisch, sondern politisch.
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Anti Lemming:

L-Boden bei Nordex

 
16.11.10 11:28
Viel Wind um nichts.

Heute erneut -8,9 %.

So ähnlich stelle ich mir den Langfrist-Chart der vermeintlich V-förmigen US-Erholung vor.
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Der USA Bären-Thread 358740
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Malko07:

Das Geschäftsmodell von Irland

10
16.11.10 11:43
beruht, wie bei manchem anderen EU-Land, stark auf "Steuervorteilen" in allen möglichen Bereichen. Das wirkt sich bei den Bürgern, Industriefirmen und Banken stark aus. Nun ist ein Teil des aufgeblähten Bankensektors pleite und der andere Teil wird mit in Geiselhaft genommen und droht damit auch zu kippen.

Der "Eurorettungsfonds" ist allerdings nur zur Rettung von Staaten und nicht von Banken da. So steht es explizit in seinem Regelwerk. Vereinfacht gesagt, Irland kann seine Banken retten und sich dann als Staat retten lassen. Allerdings wenn Irland sich als Staat retten lässt ist es mit dem Geschäftsmodell auf Basis von Steuervorteilen vorbei. Die EU wird dann mit dem IWF bestimmen wie es weiter geht und die eine oder andere Bank wird auch abgewickelt werden.

Und prompt machen sich Deutschland und Großbritannien stark, dass der "Eurorettungsfonds" seine Regeln verletzen soll und die Banken direkt stützen soll. Dabei bestehen doch gerade wir auf strengeren Regeln und unsere Politiker führen sich an den Finanzmärkten laufend wie geistig beschränkte Kleinkinder auf!? Aber was gelten schon Regeln wenn die eigenen Banken (primär Landesbanken) und Versicherungen betroffen sind. Anleihen von irischen Banken befinden sich primär in deutschen und britischen Händen. Was soll da das Geschwätz von gestern, dass der Steuerzahler die Last nicht alleine tragen darf? Gut dass es in der Eurozone auch noch andere Länder, wie z.B. Finnland, gibt, die sich quer stellen.
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permanent:

Jede Nation stellt ihre einge KostenNutzenRechnung

9
16.11.10 12:08

auf und handelt politisch kurzsichtig. Langfristige Lösungen sind kaum gefragt da Politiker eine später Haftung nicht fürchten müssen.
In Unternehmen ist es nicht anders. Kurzfristig Gewinnmaximierung anstatt Nachhaltigkeit. Einige Familienunternehmen zeigen den richtigen Weg auf. Die Frage ist: Wie kann man dieses auf das politische System umlegen ohne die demokratischen Regeln verlassen zu müssen.

Ein guter Entscheidungsträger, der auf strategische Nachhaltigkeit setzt und so den Wohlstand stabil aufbaut, wäre das Ideal.

Diese Perfekte Welt gibt es leider nicht.

Permanent

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Malko07:

Alan Blinder: Unsinn ist besser als Nichtstun

4
16.11.10 12:10
Der USA Bären-Thread 9103290
Eine ungewöhnliche Aktion: Amerikanische Ökonomen geißeln in einem offenen Brief Notenbankchef-Bernanke. Das Schreiben entfacht eine heftige Diskussion - mit teils extremen Standpunkten.
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permanent:

Druck auf Chinaaktien

6
16.11.10 12:14

Die Angst vor einer strafferen Geldpolitik der chinesischen Notenbank treibt die Anleger vom Aktienmarkt. In Shanghai gab der Leitindex vier Prozent nach. Bereits am Freitag waren die Kurse um mehr als fünf Prozent eingebrochen. Unbegründet sind die Sorgen der Anleger nicht: Die Zentralbank bewertet die Inflation in China als problematisch, das spricht für weitere Schritte.

Der USA Bären-Thread 9103324Der USA Bären-Thread 9103324

Anleger an der Börse Shanghai: Die Nervosität ist groß. Quelle: Reuters

HB SHANGHAI. Die Aussicht auf eine weitere Straffung der chinesischen Geldpolitik hat die Börse in Shanghai am Dienstag erneut auf Talfahrt geschickt. Der Aktienmarkt ging vier Prozent schwächer bei 2,894 Punkten aus dem Handel - so niedrig wie seit einem Monat nicht mehr. Unter Druck gerieten vor allem Großbanken und Energietitel. In Hongkong schloss der Hang-Seng-Index 1,4 Prozent leichter bei 23.693 Punkten. Der H-Index der Aktien vom chinesischen Festland verlor 1,7 Prozent.

Unter den Anlegern in Shanghai herrscht seit dem mehr als fünfprozentigen Rückgang am Freitag große Nervosität. Auch diese Verluste wurden durch Spekulationen über Zinsschritte der chinesischen Notenbank ausgelöst. Die chinesische Geldpolitik lastete auch auf anderen asiatischen Börsen, die aber zudem mit der Unsicherheit über die Zukunft des Euro-Sorgenkindes Irland zu kämpfen hatten. In Tokio schloss der Nikkei 0,3 Prozent im Minus bei 9797 Zählern.

Die jüngste Zinserhöhung Chinas trat am Dienstag in Kraft. Es war die erste nach fast drei Jahren. Dennoch bleibt die Inflation nach Einschätzung von Chinas Zentralbankchef Zhou Xiaochuan ein Problem. Die Wirtschaft entwickle sich zwar wie von der Zentralregierung geplant, sagte Zhou auf einer Konferenz. Die Preissteigerungen müssten jedoch im Auge behalten werden.

Unterdessen will China die wachsende Inflation mit Preiskontrollen bei Lebensmitteln bekämpfen, wie staatliche Medien berichteten. In einem zweiten Schritt werde die Volksrepublik zudem verstärkt gegen Spekulationsgeschäfte auf Mais oder Baumwolle vorgehen.

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Anti Lemming:

Firmen-Gewinne vs. Staatsverschuldung

8
16.11.10 12:21
Die Börsen haben sich bislang standhaft geweigert, die wachsenden Staatsverschuldungen, die unweigerlich bei der Stopfung der Krisen-Löcher anfielen, zu berücksichtigen.

Grund ist, dass die meisten Analysten einen "Bottom-Up"-Ansatz verfolgen (ähnlich wie mehr oder minder versierte Stockpicker bei Ariva). D. h. sie achten fast ausschließlich darauf, was bei den Firmen als Gewinn "unten rauskommt". Dass die Umsätze dabei oft nur durch massive staatliche Päppel- und/oder Subventions-Programme gestiegen sind (bzw. vor dem Absacken bewahrt wurden), ignorieren sie. Weiterhin ignorieren sie, dass die Gewinne trotz weitgehend konstanter (und teils - wie bei Siemens - gesunkener) Umsätze oft nur deshalb gestiegen sind, weil jede Menge Leute entlassen wurden (bei Siemens 17.000), um die Gewinnmargen trotz der Krise über die Runden zu retten. Dies führte in USA zu regelrechter Massenarbeitslosigkeit mit 17 % in der U6-Quote. Was soll da den Konsum weiter vorantreiben außer einem dauer-alimentierenden "Uncle Sam"?

Die Schattenseite der Päppelprogramme sind die inzwischen stark (bis unhaltbar) gestiegenen Staatsverschuldungen, die nun in den PIGS und womöglich auch bald in einzelnen US-Bundesstaaten zu Staatsbankrotten führen könnten. Diese makroökonomische "Top-Down"-Sicht lassen die Analysten bei ihren Einschätzungen meist völlig außer Acht. Sie scheint mir jedoch elementar wichtig, wenn man die "Nachhaltigkeit" der laufenden Gewinn- und Umsatztrends einschätzen will.

Analysten gehen hedonistisch davon aus, dass die Staaten ihre Verschuldungen im Rahmen eines sich nach ihrer Hoffnung "schon bald" einstellenden selbsttragenden Aufschwungs schon irgendwie und irgendwann in den Griff" bekommen werden. Das sei letztlich "Sache der Politik". Was heute zählt, seien allein die Firmengewinne.

Doch nun zeigen die mittlerweise unhaltbaren Privat- und Staatsverschuldungen der PIIGS (und USAs) die buchstäbliche Beschränktheit dieser Sichtweise.

Wir sehen aktuell selbst in Deutschland ein Hochschießen der längerfristigen Zinsen...

www.welt.de/finanzen/article10956294/...ster-der-Eurozone.html

...weil auch in der bislang als sicher geltenden Bundesrepublik der PIIGS-Malus zu drücken beginnt (vor allem, wenn D. zum "Zahlmeister" der Eurozone wird). Auch in USA geraten die Longbonds zurzeit deutlich ins Trudeln (# 258).

Würden parallel zum Bond-Verfall die Börsen STEIGEN, könnten die Analysten dies in ihre Erholungs-Mär einbetten. Sie könnten dann behaupten, die Bonds fielen, "weil" Anleger von Bonds in lukrativere Aktien umschichten.

Wir sehen aber zurzeit das von mir lange befürchtete Parallel-Absacken in allen Assetklassen inkl. Bonds. Gleichzeitig mit den Bonds (vor allem Muni-Bonds in USA und PIIGS-Bonds in der Eurozone) fallen massiv die Rohstoffe, und heute beginnen mit einiger Verzögerung auch die Aktien-Indizes zu schwächeln.

Meine Interpretation: Der Markt beginnt zurzeit, die buchstäbliche "Beschränkheit" des Bottom-Up-Ansatzes der Analysten auszupreisen.
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permanent:

Politik und Nachhaltigkeit

14
16.11.10 12:44

Im Sinne einer echten Nachhaltigkeit dürften nur Menschen die Nachkommen haben ein hohes politisches Amt bekleiden. Nur diese Menschen  haben ein ausreichendes Interesse an der Zukunft und könne alle Generationen (ihre Elterngeneration/ ihre Kindergeneration) vertreten.

Wer hat von den Parteigrößen Kinder? Merkel, Westerwelle, Wowereit, Roth, Künast,...................................

 

Permanent

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Anti Lemming:

China-Index SSE erneut -4 %

6
16.11.10 12:48
nach über -5 % am Montag.

BSE zeigt sich auch in Indien (-2,2 %).
(Verkleinert auf 70%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 358759
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permanent:

US Foreclosure Mess Impact Could Be Severe: Panel

3
16.11.10 12:49
US Foreclosure Mess Impact Could Be Severe: Panel
COMPANIES BANKS FORECLOSURES MORTGAGES ECONOMY REGULATION WATCHDOG PANEL
Reuters
| 16 Nov 2010 | 05:59 AM ET

Widespread problems in how U.S. lenders documented foreclosures could spark a wave of legal challenges resulting in massive losses to banks and serious new troubles for the housing market, a federal watchdog warned on Tuesday.

 

The Congressional Oversight Panel, the overseer of the government's Wall Street bailout, in its latest report laid out a range of possible outcomes for the foreclosure paperwork mess that emerged in September.

In the best-case scenario, the watchdog said, concerns about the paperwork mess are "overblown" and banks would be able to proceed with foreclosures as soon as invalid court documents were replaced with proper paperwork.

But in the worst-case scenario, it warned that banks could face billions of dollars in losses.

Banks are accused of having used "robo-signers" to sign hundreds of foreclosure documents a day without proper review, a fiasco that reignited public anger with banks that received billions of dollars in taxpayer aid during the financial crisis.

Bank of America Ally Financial and JPMorgan were among banks that temporarily suspended foreclosures pending internal reviews of their practices, but have since begun to resume sales of foreclosed properties.

In the worst-case scenario, the panel said banks may be unable to prove that they own the mortgage loans they claim to own, legal challenges could call into question the validity of 33 million mortgage loans — many of which were then securitized and sold to investors — and banks could face billions of dollars in unexpected losses.

"If such problems were to arise on a large scale, the housing market could experience even greater disruptions than have already occurred, resulting in significant harm to major financial institutions," the 125-page report said. "At present, the reach of these irregularities is unknown."

The panel, created to oversee the $700 billion bank rescue approved by Congress in 2008, also said banks could end up losing $52 billion from so-called mortgage put-backs, or loans that were sold to other investors but would have to be bought back due to problems that have turned up.

Those losses would be borne predominantly by Citigroup , JPMorgan Chase, Bank of America and Wells Fargo , the panel said.

Lawmaker Showdown

Banks have been eager to downplay the impact of the foreclosure paperwork mess, saying evictions through foreclosure have been "materially accurate." The banks face lawmaker scrutiny later on Tuesday in hearings by the Senate Banking Committee, and then another hearing on Thursday before the House of Representatives Financial Services Committee.

A top Bank of America executive acknowledged problems in the bank's foreclosure practices in testimony prepared for the Senate hearing and said Bank of America is working to replace previously filed affidavits in as many as 102,000 pending foreclosure cases.

"Thus far, we have confirmed the basis for our foreclosure decisions has been accurate. At the same time, however, we have not found a perfect process," said BofA home loans chief Barbara Desoer in the prepared testimony.

David Lowman, chief executive for home lending at JPMorgan Chase, also laid out missteps in foreclosure paperwork and said the bank is cleaning up errors.

Both officials said their banks work closely with struggling borrowers to modify loans rather than foreclose, but lawmakers are expected to press banks on why more loan modifications have not gone forward.

Bank regulators who are probing banks' foreclosure procedures have also pushed for more modifications.

The Congressional Oversight Panel hit on loan modifications in its report, saying documentation problems could undermine Treasury's main foreclosure prevention effort, the Home Affordable Modification Program.

"Some servicers dealing with Treasury may have no legal right to initiate foreclosures, which may call into question their ability to grant modifications or to demand payments from homeowners," the report said.

The panel said Treasury should undertake an investigation into whether paperwork errors could undermine HAMP, and report back to Congress and the public

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#71287

Malko07:

#71283: Man sollte schon die Kirche

6
16.11.10 13:07
im Dorf lassen. 17000 in welchem Zeitraum? Wenn ganze Bereiche an andere Firmen verkauft werden, sind das keine Entlassungen. Z.B. gehört VDO nun zu Continental und sucht inzwischen weiteres Personal.  Und der sogenannte Malus bei deutschen Staatsanleihen entsteht durch die gut laufende Konjunktur, auch wenn manche Deppen in der sogenannten Fachpresse die Entwicklung nicht verstehen. Mit dieser  wirtschaftlichen Entwicklung steigen die Einkommen (mehr Beschäftigung, Lohnerhöhungen) und damit das Risiko von Preiserhöhungen. Auch Anleihepreise enden nicht im Himmel. Mag sein, dass die jetzige Entwicklung nicht nachhaltig ist. Aber wer will schon darauf Wetten und plötzlich vor hohen Verlusten zu stehen.  Den letzten beißen die Hunde.
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Anti Lemming:

Malko - die Summen zählen

3
16.11.10 14:01
Bei Siemens ist der Umsatz in der Summe leicht gesunken. In der Summe wurde er mit 17.000 Leuten weniger erwirtschaftet. Daraus resultiert der gestiegene Gewinn, nicht aus Umsatzwachstum (wie es für eine normale Erholung typisch wäre). Mag sein, dass Siemens bei Zu- und Verkäufe von Anteilen geschickt vorgegangen ist (Verkauf wenig einträglicher Sparten, Zukauf lukrativerer Sparten) und künftig auch dadurch die Marge steigert.

Die Frage bleibt jedoch: Steigt das (Massen-)Einkommen wirklich, wenn Firmen ihre Margen nur durch Entlassungen oder sonstige Verschlankungen retten können? In D. und USA herrscht seit 20 Jahren Reallohnabbau. Wer behauptet, die Einkommen würden deutlich steigen und nun drohe die nächste Lohn-Preis-Spirale, sitzt mMn dem grassierenden Analysten-Geschwätz auf (Motto: Am Top am bullischsten) und hat die Rechnung womöglich ohne den Deflations-Wirt gemacht.

Die Analysten-Mär, dass Anleihekurse jetzt wegen Umschichtungen in Aktien steigen, erklärt auch nicht, warum dieser Tage Bonds und Aktien im Gleichschritt sinken, gemeinsam mit Rohstoffen. Dies lässt sich weit überzeugender mit einer Abkehr vom QE2-induzierten "Risk Trade" inkl. Dollar-Carrytrade begründen.
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Anti Lemming:

D. Kass hat gehört, dass AAA für USA fallen könnte

4
16.11.10 14:19
Dem Gerücht zufolge könnte das AAA-Rating für USA fallen, wenn/falls demnächst die Steuersenkungen der Bush-Ära erneut verlängert und zur Dauereinrichtung gemacht werden. Der Bond-Abverkauf in USA soll laut Kass mit dem drohenden AAA-Verlust in Verbindung stehen.

Ob die Fed mit QE dann wohl noch "gegenanpumpen" kann? Ich fürchte: nein.

Falls die Steuersenkungen NICHT verlängert werden, drohen in USA deutliche Gewinn- und Umsatzeinbrüche, was den Börsen ebenfalls nicht schmecken wird.

Womit wir eine schöne Lose-Lose-Situation hätten ;-)

Damit könnte die Win-Win-Rallye gemäß Tepper ("US-Aktien steigen, weil entweder die US-Wirtschaft sich erholt oder die Fed massig neues Geld drucken wird") rückabgewickelt werden. Denn bei Verlust von AAA wird das Gelddrucken weitaus gefährlicher und die Neuverschuldung für die Päppelprogramme teurer.



Why the Bond Market Blast? (RealMoney Silver $)

By Doug Kass

My gnome hears that the U.S.'s AAA rating could be challenged if the Bush tax rate reductions are made permanent.

03:38PM 11/15/10

(kann nur die Titel lesen, da ich keine sauteure - RM Silver subscription habe)
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Malko07:

#71289: Witzig:

4
16.11.10 14:21
"Die Analysten-Mär, dass Anleihekurse jetzt wegen Umschichtungen in Aktien steigen, ... "

Ich halte wenig von dem Gebräu von der sogenannten Fachpresse. Aber derartige Behauptungen sind mir nicht bekannt. Wahrscheinlich hast du dich verschrieben.

Jeder darf sich selbstverständlich seine Welt malen. Aber Allzeitrekordproduktionen in Bereichen der deutschen Wirtschaft sind nun mal keine relative Zahlen zum Vorjahr und haben damit mit Statistik wenig zu tun. Aber sie sind nun mal Tatsache. Und so wie mit Recht die Kurse von Anleihen gestiegen sind als die Einkünfte sanken, genau so richtig ist es, dass die Kurse sinken während die Einkommen steigen. Dazu empfehle ich die Daten des statistischen Bundesamtes. Korrelationen mit Aktien gibt es manchmal, sind aber kein Naturgesetz.  Und in ganz Nordeuropa sind nun mal Preise und Einkommen gestiegen - ob es gefällt oder nicht gefällt. Bei nicht wenig Firmen bei uns werden tariflich abgesprochene Gehaltserhöhungen vorgezogen und der Anteil der Prämien und außertariflichen Zulagen steigt. Alles weil es den Firmen so schlecht geht? Bei solchen Entwicklungen reagieren nun mal Anleihespekulanten unabhängig vom Geschehen am Aktienmarkt.
Antworten
wawidu:

Der Anfang vom Ende

4
16.11.10 14:21
des Corporate Bond Wahnsinns? Hier der Chart des DJ Corporate Bond Preisindex:
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 358770
Antworten
Malko07:

Die US-Ratingagenturen

9
16.11.10 14:28
haben derartig viel Dreck am Stecken, dass ganze Hierarchiestufen mit mehr als einem Bein im Gefängnis stehen. Von denen hat keiner den Mut die USA abzustufen. Deshalb kann jeder selbst abschätzen wie ernst man den Erzähler sinnloser Geschichten Doug Kass nehmen muss.
Antworten
Anti Lemming:

Wawidu - wenn tatsächlich Inflation aufkäme

6
16.11.10 14:47
würden den US-Bonds (Staats- und Firmenanleihen) herbe Einbrüche bevorstehen. Es ist jedoch strittig, ob Inflation zu erwarten ist. Dagegen spricht die niedrige Kapazitätsauslastung von 74 % und die Massenarbeitslosigkeit mit 17 % in U6. Wie sollten da Lohndruck und eine Lohn-Preis-Spirale aufkommen? (Malko: Die Lage in D. ist zurzeit ein Sonderfall).

Die Fed versucht ja nicht ohne Grund, künstlich "mit der QE-Brechstange" Inflation zu erzeugen.

Fundis wie Dave Rosenberg rechnen nach wie vor mit Deflation (Japan-Szenario in USA) und sehen die Rücksetzer bei Bonds daher als Kaufgelegenheiten. Er hält aber auch Gold für weiterhin kaufenswert, obwohl es ein Asset ist, das eher bei Inflation profitiert (in dem Punkt ist seine Anlagestrategie mMn widersprüchlich).

Hardcore-Bären glauben, die Kursrückgänge bei US-Bonds würden darauf zurückgehen, dass Anleger zunehmend das Risiko der viel zu hohen US-Staatsverschuldung einpreisen. Bei den deutlich fallenden Muni-Bonds ist das allem Anschein nach bereits jetzt der Fall.

Im Gegensatz zu 2008, als alle Anleger-Welt in der Krise in US-Treasuries floh, könnte es diesmal zu Verkäufen können. Dies droht insbesondere dann, wenn USA - wie Kass prophezeit - demnächst das AAA-Rating verliert  (# 290).

Die Zeiten haben sich seit 2008 deutlich verändert. Uncle Sam bzw. "Vater Staat" galt damals noch als tadelloser Schuldner und "Retter der letzten Instanz". Aktuell müssen Staaten wie Irland, die an den Banken-Bailouts zerbrochen sind, von den nächst höheren Instanzen (EBZ) gerettet werden.
Antworten
permanent:

Core Producer Prices Fall, Fanning Low Inflation F

3
16.11.10 14:57
Core Producer Prices Fall, Fanning Low Inflation Fears
ECONOMY, PRODUCER PRICE INDEX, PPI, CONSUMER, INFLATION,
Reuters
| 16 Nov 2010 | 08:43 AM ET

U.S. core producer prices unexpectedly fell in October to post their largest decline in more than four years, according to a government report on Tuesday that underscored the Federal Reserve's concerns about the low inflation environment.

 

The Labor Department said the core producer price index, which excludes food and energy costs, fell 0.6 percent—the biggest drop since July 2006—after edging up 0.1 percent in September. Economists polled by Reuters had expected core PPI to gain 0.1 percent in October.

The headline PPI index rose 0.4 percent last month, well below economists' expectations for a 0.8 percent increase, after gaining 0.4 percent in September.

"It's a dollar negative—It's certainly undercutting all the arguments that inflation is ready to break out here," said Brian Dolan, chief currency strategist at Forex.com. "We've had a backup in Treasury yields, and I expect them to come off even further. It'll also keep a lid on dollar/yen and put a floor under the euro, as would a resolution of Ireland's issues."

"The euro fell to an area of pretty significant support in the $1.3550-60 range and I think we could see it stabilize," Dolan continued. "Commodity prices have come up, but this data shows producers can't pass it along. So inflation is probably not going to show up in the CPI data either."

Antworten
Pichel:

unv.

2
16.11.10 15:16
DJ: FXDIREKT/FXnews US: Industrieproduktion Okt. 0,0% (erw. 0,3% zuletzt -0,2%)
TK

 (END) Dow Jones Newswires

 November 16, 2010 09:15 ET (14:15 GMT)
ISO-8859-11.0
Bankraub ist ein Unternehmen für Dilettanten.
Wahre Profis gründen ein Bank.
Antworten
Pichel:

Gespräche

4
16.11.10 15:24
dpa-AFX: EU-Kommissar bestätigt Gespräche zu Irlands Banken
   BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die EU-Kommission hat bestätigt, dass sie mit der
Europäischen Zentralbank (EZB) und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) über
Irland spricht. 'Wir diskutieren das mit der EZB, dem IWF und den irischen
Behörden, um Lösungen für die schwierigen Probleme in der irischen Bankenbranche
zu finden', sagte EU-Währungskommissar Olli Rehn am Dienstag in Brüssel vor
Beratungen der Euro-Finanzminister. Zu 'Alarmismus' gebe es jedoch keinen
Anlass, sagte der Finne.

   Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker versicherte, Europa sei bereit
zu helfen, falls Irland einen Antrag auf Hilfe von außen stelle. 'Falls Irland
dies macht, habe ich keinen Zweifel daran, dass die Eurogruppe Irland
unterstützen wird', sagte der luxemburgische Premierminister. Die
Euro-Finanzminister wollen über die Finanzlage von Irland, Portugal und
Griechenland sprechen./mt/cb/DP/jha
Bankraub ist ein Unternehmen für Dilettanten.
Wahre Profis gründen ein Bank.
Antworten
Anti Lemming:

Permanent - # 295 - Deflationssignal im PPI

 
16.11.10 15:31
"It's a dollar negative—It's certainly undercutting all the arguments that inflation is ready to break out here," said Brian Dolan, chief currency strategist at Forex.com.

Man könnte ebensogut behaupten, das dies positiv für den US-Dollar ist. Bislang sank er, weil Inflationserwartungen, die die Fed mit QE2 gezielt geschürt hat, die Anleger in den "Risk Trade" bzw. Dollar-Carrytrade drängten. Zocker gingen short im US-Dollar und long in Assets aller Art, inbesondere Rohstoffen.

Wenn aber Inflation nicht aufkommen will, weil die Fed gegen die Deflationstendenzen nicht gegenan pumpen kann, droht eine deutliche Rückabwicklung des Reflations-Trades, der zwangsläufig mit technischer Dollarstärke einhergeht.

Die obige These im kursiven Zitat galt in früheren Normalo-Situationen. In der "guten alten Zeit" haben Devisen-Heinis die Inflation weitgehend ignoriert und nur auf die nominale Zinsrendite gestarrt, die bei aufkommender Inflation in USA potenziell steigt (auch am langen Ende) ist und zu Dollarnachfrage führt. Die Dollarstärke in 2005 ging auf die damals steigenden Leitzinsen zurück (EUR/USD fiel von 1,36 Anfang 2005 auf 1,18 im Nov. 2005).
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Anti Lemming:

Shark: Keine Eile für die Dip-Buyer

2
16.11.10 15:40
Let It Play Out

By Rev Shark
Street.com Contributor
11/16/2010 8:27 AM EST

We can't say we didn't have a warning. The market has been struggling for a week now and the anemic bounce attempt yesterday was a clear indication that the dip-buyers are finally losing some of their confidence. If you ignored the warning signs and loaded up on the pullback, you are going to suffer some pain this morning.

As I've been writing, the key to the market trend is dip-buying. When we first had some weakness early last week, the dip-buyers were aggressive and we recovered fairly well. But on Friday they tried it again and ended up trapped as we rolled over and closed poorly. Yesterday the dip-buyers tried it yet again and had us at the highs at midday, but they faltered and we once again closed weak.

What is interesting about the dip-buying psychology is that when it is working, the market will barely pull back, as the buyers are so anxious to jump in on weakness, but when we fail to bounce back a few times, dip-buying suddenly loses its appeal. All those buyers who are so anxious to jump in on a slight pullback suddenly run for safety as we roll over and don't find much support.

Over the past 18 months, this market has come back from the edge of a breakdown numerous times. Just when it looks like we are really going to fall apart, we'll find support and before you know it the bears are being squeezed once again.

Unfortunately it is just too dangerous to anticipate a quick recovery when the market is acting the way it has over the past week. While some bounces are very likely, we have to assume that they will fail and won't last for long. The burden of proof has shifted to the bulls now, and they need to show us that they are finding support and can hold on to gains.

What is bothering the market right now are concerns that China is going to take some serious steps to cool off its economy, concerns about Irish sovereign debt and loss of confidence that "QE 2" can overcome all our problems and drive us up endlessly. For a while, all the news was good -- especially during earnings season -- but now we are lacking positive catalysts and market players are focusing on the negatives.

There isn't much to do at this point other than to stay out of the way and let the correction play out. It is a good time to prepare shopping lists and play very quick bounces, if you are so inclined. But the most important thing is to stay patient and protect capital until the action improves. The same folks who were looking for the market to top out for the past month or so are going to start looking for us to turn back up. Let them play their game while we sit back and wait for the market to prove itself again. There is no hurry.
Antworten
Anti Lemming:

US-Produktion "flat" vs. 0,2 - 0,3 % erw. Anstieg

 
16.11.10 15:44
Veröffentlichung der Zahlen zur US-amerikanischen Industrieproduktion ("Industrial Production") für Oktober 2010

Die US-amerikanische Industrieproduktion ist im Oktober unverändert geblieben. Erwartet wurde ein Anstieg im Bereich 0,2 bis 0,3 %. Im Vormonat war die Industrieproduktion in den Vereinigten Staaten um 0,2 % zurückgegangen.
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