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Der USA Bären-Thread


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Dreiklang:

#40372 wawidu

 
21.03.09 22:46
Mir ist der Chart nicht klar. Ist die schwarze Kurve nun ein Defizit? Dann müsste sie 2008 total ins Minus laufen. Die grüne Kurve macht es ja.

Dann hätten um 1998 bis 2000 die  USA einen Budget-Überschuss gehabt und seit 2003 natürlich Defizit, allein schon wegen USA-Krieg. Nur, da passt der momentane Anstieg überhaupt nicht hinein.

Was sind "off budget items"? Heißt dies, dass die USA für ihre Bailout-Maßnahmen Fremdfinanzierung in Anspruch nehmen?
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B.Helios:

Die Finanzkrise ist nur ein Unfall

4
21.03.09 23:17
George Friedman, CEO von Stratfor in Austin

20. März 2009 Die Wirtschafts- und Finanzkrise ist nicht nur einer Erfahrung, sondern auch ein publizistisches Phänomen. Wollten sie viele zunächst nicht wahrhaben, so bietet sie ihnen heute eine gute Plattform, um selbst abstruse Thesen vertreten zu können.

„Die Krise markiere das Ende des Kapitalismus,“ heißt es beispielsweise - oder sie „beende die wirtschaftliche und militärische Dominanz der Vereinigten Staaten“. Solche Thesen weist jedoch George Friedman weit von sich. Denn das Gegenteil sei der Fall, erklärt der Gründer der im texanischen Austin beheimateten Denkfabrik Stratfor. Die nächsten 100 Jahre würden sogar von ihnen dominiert werden.

www.faz.net/s/...8285FD8A152425C5C2~ATpl~Ecommon~Sspezial.html
"Die Aktienbörsen werden im wesentlichen von Psychopathen bevölkert."
Altkanzler Helmut Schmidt
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Eidgenosse:

Noch was

4
21.03.09 23:34
Obama ist ja erst 40 Tage im Amt. Ich sollte erst reklamieren wenn nach der ersten Amtsperiode noch immer alles beim alten ist.

Inflation wirds auch keine geben. Oder doch? Bei starker inflation und Dollarabwertung würde Öl in Dollar schnell mal 100 oder 200 oder 500$ kosten. Da geht doch dann bei den Amis gar nichts mehr.

Wäre es so schlimm 5 oder 10 Jahre Depression zu haben und dann langsam wieder aufwärts?

Die Amis sollten einfach aufhören Weltpolizei zu spielen und Weltwirtschaftsführungsansprüche zu stellen, das geht mir nähmlich auf die Nerven.

Die nächsten Jahre werden spannend.
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wawidu:

@Dreiklang - # 40376

8
21.03.09 23:54

Sorry, ich habe verabsäumt, den Chart näher zu erläutern! Die schwarze Kurve zeigt den #0000ff">12-Monate-Durchschnitt (MA)#00ccff"> des US-Staatsbudgets und nicht etwa die tatsächliche Höhe des Budgets (Die Entwicklung dieses MA erzeugt bei mir Grausen!). Die grüne Kurve zeigt INVERS die Entwicklung dieses MA "including off budget items", also Staatsbudget plus nicht darin ausgewiesener Verpflichtungen (und diese Entwicklung verstärkt noch mein Empfinden!). Unter betriebswirtschaftlichem Blickwinkel wäre sowas bei Banken eine Sache für die Bankenaufsichtsbehörde oder gar für die Staatsanwaltschaft. Das US-Pendant des Bundesrechnungshofes erteilt schon seit Jahren der Regierung keine Entlastung mehr! Was wir diesem Chart entnehmen können, ist "PONZI SCHEME par excellence"! 



Zwischen der Entwicklung des Staatshaushalts plus "Konjunkturspritzen" und der des aktuellen GDP nach Lesart von shadowstats.com klaffen mE Welten.
Der USA Bären-Thread 223495
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daiphong:

2Die Haushaltspolitik von Präsident Barack

3
22.03.09 03:53

Obama wird den USA nach Berechnungen des Kongresses bis 2019 ein Riesendefizit von nahezu 1000 Mrd. $ jährlich bescheren. Am Ende werde sich ein Schuldenberg von 9300 Mrd. $ auftürmen, 2300 Milliarden mehr als von der Regierung prognostiziert, heißt es in einem Bericht des Haushaltsbüros des Kongresses (CBO)."

http://www.ftd.de/politik/international/:Schuldenberg-Obama-nimmt-gigantisches-Defizit-in-Kauf/490369.html

 

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Dreiklang:

Selten so was Arrogantes gelesen

10
22.03.09 09:47

www.faz.net/s/Rub48D1CBFB8D984684AF5F46CE28AC585D/...on~Sspezial.html

 

Und wer es noch nicht begriffen hat, die Energieversorgung wird einfach dadurch gelöst, dass die USA Solarkraftwerke in das All schießen.

Es hat noch der Hinweis gefehlt, dass die USA eine  bemannte Mondfahrt planen, welche im Jahr 2018 stattfinden soll.

Bemerkenswert ist der Hinweis, es könnten ja noch viele Menschen in die USA einwandern. Bemerkenswert, weil es das Eingeständnis ist, dass es ansonsten mit dem Potenzialwachstum eher trübe aussieht.

Wenn ganz Deutschland mit Mann und Maus in die USA verlagert würde, dann hätte man - bei Beibehaltung der deutschen Produktionsstruktur - plötzlich ein gewaltiges Wachstum des industriellen Potenzials. Aber wozu? Wir leben doch in der Globalisierung!

Außerdem sind die USA keinesfalls naturräumlich ideal für weiteren Bevölkerungszulauf. Die großen Entfernungen zwischen Ost- und Westküste sind ein Nachteil, insbesondere beim Energieverbrauch. Und große Teile des Westens haben Probleme mit der Wasserversorgung und müssen als Trockengebiete angesehen werden (New Mexico, Arizona, Utah, Colorado, Oregon, Nevada, auch zu Teilen Kalifornien)

 

 

 

 

 

 

 

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Anti Lemming:

Strategie ähnlich wie bei zu Guttenberg

19
22.03.09 10:40
Wenn die Zukunft in Schutt und Asche liegt, werden die "guten alten Werte" und das "konservative Erbe" (Ludwig Erhard, Konrad Adenenauer) heraufbeschworen, möglichst noch mit eigener Zigarre im Mundwinkel. Wenn man, wie zu Guttenberg, wenig Ahnung von Wirtschaft hat (der Postminister hat ja auch nie als Postbote gearbeitet...), schmückt man sich mit großen Namen aus der Historie - "die kommen immer gut" - und lässt sich ansonsten ego-geil auf dem Times Square ablichten ("Ich war noch niemals in New York.").

Realitätsverneiner in USA (wie George Friedman # 40377 - "Die Finanzkrise war nur ein Unfall")) kramen in der Schrottkiste ehemaliger Technologieführerschaft.

Teure Energie und hoher Ölpreis? Überhaupt kein Problem, wir schießen einfach ein paar Solarkraftwerke in eine Erdumlaufbahn, die die Energie dann mit Laserstrahlen gratis zur Erde "beamen". Stromzähler werden dann überflüssig. Yes we can!

Kein Wasser in Kalifornien? Überhaupt kein Problem, wir entsalzen mit dem Strom aus dem Weltraum das Meerwasser. Darf es etwas meer sein? Yes we can.

Die Banker sagen: Kreditknappheit? Überhaupt kein Problem. Wir drucken bis 2018 einfach 9300 Milliarden Dollar, wäre doch gelacht, wenn sich die Schulden damit nicht begleichen ließen. Die Banken schreiben ja schon wieder schwarze Zahlen (ex: one-time items = Bestandsschulden). Yes we can!

Obama sagt: Hohe Arbeitslosigkeit? Überhaupt kein Problem, wir lassen von den 9300 Milliarden bis 2018 die gesamte Infrastruktur in USA (Kanalisation, Highways, Brücken - eh oft einsturzgefährdet) runderneuern. Dazu nehmen wir nur amerikanische Arbeiter, amerikanischen Stahl, amerikanischen Beton und chinesisches Geld. Yes we can!

Der Strom kommt aus der Steckdose, die Dollars aus der Notpresse.

Should we really?
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Anti Lemming:

Einfaches Handelssystem

9
22.03.09 10:56
Stand 1953. Der Schwamm ersetzt die heute gebräuchlichere "Delete"-Taste.
Der USA Bären-Thread 223517
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permanent:

Obama Bashing

12
22.03.09 11:22

Obama hat eine Volkswirtschaft die sich in einem sehr desolaten Zustand befindet geerbt. Obama hat im Wahlkampf Versprechungen abgegeben, von denen er viele nicht wird halten können.
Obama ist Politiker, als solcher weiß er, dass es Teil des politischen Geschäft ist opportunistisch zu agieren bis der Wahlkampf vorrüber ist. Wie hätte er sonst zum Präsidenten gewählt werden können.

Es ist viel zu früh und vollkommen fehl am Platz heute bereits Obama Bashing zu betreiben ohne wirklich zu sehen wie er Dinge ändern und reformieren will. In der Historie jedes Menschen lassen sich Aussagen finden, die  mit späteren  Handlungen nichts zu tun haben.

Die US Volkswirtschaft ist in einem desolaten Zustand. Wir haben im Aufschwung von dem US Überkonsum profitiert und leiden auch im Abschwung mit.
Merkel und Steinbrück haben es leider im deutschen Auchschwung versäumt wirklich zu sparen. Die Staatseinnahmen haben sich explosionsartig nach oben entwickelt. Wirklich gespart wurde jedoch nicht. Ebenso hat man keine Steuerentlastung für die Bürger auf die Beine gestellt (gut das ist ein anderes Thema aber so viel zur Leistung von Politikern in Deutschland).

Ich sehe keine rosigen Zeiten auf uns zukommen, aber in eine Depression zu verfallen liegt mir fern. Die Wirtschaft braucht reinigende Abschwungphasen -die mitunter sehr heftig ausfallen können-. Diese Abschwungphase ist ebenfalls wie frühere von einem vorhergehendem Überschwang durch Konsum auf Pump ausgelöst worden. Vieles ist nicht wirklich neu oder anders, hier ein früheres Posting von mir zu diesem Thema: (Posting 33421 in diesem Thread)
http://www.ariva.de/...ssion%20%FCberlebt&pnr=5027540#jump5027540

Ich denke wir sollten fair sein und Obama eine Chance geben. Heute bereits auf Marktschreier zu hören die den neuen Präsidenten in Verruf bringen wollen wäre nach meiner Ansicht falsch.

Ebenso denke ich sollten wir fair zu uns selber sein und uns im Herbst eine anständige Bundesregierung wählen.

Gruß

Permanent

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permanent:

Gesundschrumpfen

2
22.03.09 11:33
Weltbank: Wirtschaft schrumpft um zwei Prozent
21.03.2009
Noch eine Prognose zur Rezession: Die Weltwirtschaft wird nach Einschätzung der Weltbank in diesem Jahr um bis zu zwei Prozent schrumpfen.
www.handelsblatt.com/politik/...rumpft-um-zwei-prozent;2210246
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pfeifenlümmel:

Blöde Welt, ausgenommen Amerika

5
22.03.09 11:53
Friedman: "Die faulen Kredite habe zwar Amerika erfunden und verkauft, aber gekauft habe sie auch Europa und gleich weiterverkauft an Osteuropa."

Also, ihr blöden Europäer, warum seid ihr auf das glorreiche Amerika hereingefallen?

Demnächst: Also, ihr blöden Chinesen, Japaner und Europäer, warum habt ihr amerikanische Staatsanleihen gekauft und nicht eingefrorene BIGMACS?

Friedman: "Die nächste Ausquetschung der Europäer würden dann die Amerikaner übernehmen, wenn sie mit Mikrowellentechnik die Sonnenenergie aus dem Weltall auf die Erde schickten."

Dann wollen wir mal hoffen, dass die Amis sich nicht selbst grillen, wenn der Mikrowellenstrahl aus der Richtung kommt. Im Notfall kann man ja den Europäern die Strahlen schicken, wenn die so blöd waren, sich nicht rechtzeitig dagegen zu schützen.

Na ja, so ganz ernst nimmt sich Friedman nun auch wieder nicht: "Es sei das anmaßendste Buch, das er je geschrieben habe. Aber was soll's, er mache das schließlich, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. "

Vielleicht hätte Friedman lieber als Cowboy arbeiten sollen.

www.faz.net/s/...8E8EDB33FA9321344F~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Der USA Bären-Thread 223521
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Anti Lemming:

"Sparwille" in kapitalistischen Ponzi-Systemen

12
22.03.09 11:53
Ich bezweifle, dass es einen ernsthaften Willen zum Sparen im gegenwärtigen Wirtschaftssystem je geben wird. Das Dogma ewigen und stetigen Wachstums, dass allein schon durch die begrenzten Ressourcen unseres Planeten höchst zweifelhaft ist (siehe Öl), ließ sich in den letzten 20 Jahren nur noch mit monetären Aufblähungen (verbunden mit zu tiefen Zinsen) künstlich herbeizaubern.

Sobald es kriselt ist, berufen sie die Politiker lauthals auf Keynes und  erhöhen - teils drastisch (wie jetzt in USA) - die Verschuldung. Doch wenn der Aufschwung dann kommt, weigern sie sich, die Stimulanzen entsprechend zurückzufahren ("das zweite Standbein" von Keynes Theorie ist ja, in guten Zeiten Rücklagen für das "nächste Loch" zu bilden). Solche Rücklagenbildung haben nicht nur die USA versäumt, sondern auch die hiesigen Regierungen .

Unterm Strich wird dabei - in globalem Maßstab - ein monströses Schulden-Schnellballsystems geschaffen, dessen Auswüchse in USA am drastischsten ausgefallen sind, aber auch hier zu Lande bereits höchst bedenklich sind.

Wenn nicht irgendwann ökonomische Vernunft aufkommt - und stattdessen immer nur versucht wird, das System durch Neuverschuldung noch weiter aufzublähen - KANN das mMn kein gutes Ende nehmen - egal wie "gewissenhaft" und "ehrlich" Jungpolitiker wie Obama sich gerieren.

Denn damit wird das ganze Weltfinanz-System zu einer gigantischen Madoff-Nummer. Der "Welt-Chart" wird enden wie der von AIG.

Der Madoff-Cartoon im Link unten, den ich vor ein paar Tagen schon mal gepostet habe, hat (leider) einen sehr wahren und traurigen Hintergrund:
http://www.ariva.de/...mnis_enthuellt_t283343?pnr=5586975#jump5586975
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Anti Lemming:

Obama-Kritik

11
22.03.09 12:29
Dabei gibt es zwei Ebenen, die streng voneinander getrennt werden sollten.

1. Obama ist "im Prinzip" ein feiner, integrer Kerl, eine ehrliche Haut, er zeigt ernsthaftes Bemühen, er versucht, alte Konflikte (z. B. USA - Iran) zu schlichten, er will aus dem Schlamassel, das er "geerbt" hat, das Beste machen usw.

2. Ein Einzelner an der Spitze kann die Weichen eines verrotteten Systems nicht nachhaltig "umpolen". Die gesamten monetären Rettungs-Abenteuer mit 9300 Mrd. an neuen Defiziten knüpfen lückenlos an die Bläh-Exzesse der Grünspan-Ära an. Die Arroganz mancher Technokraten (# 40382) ist ebenfalls nur Blendwerk, mit dem an die frühere, inzwischen arg eingetrübte Technologieführerschaft der USA anzuknüpfen versucht wird.

Meine Erwartung: Obama "meint es gut", wird aber scheitern.
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Malko07:

Obama ist schlimmer als Bush.

12
22.03.09 13:07
Obama macht Hoffnungen den Afghanistankrieg zu gewinnen und will den Einsatz dort erhöhen. Derartige Illusionen hatte Bush nie. Obama zieht die Truppen auch nicht eher aus dem Irak ab als eh schon von der Bush-Administration geplant war, wahrscheinlich sogar später. Obama will Guantánamo auflösen aber mit den dortigen Gefangenen nichts zu tun haben - verlogener geht es kaum. Er hat die gesamte unfähige Wallstreet-Mafia um sich versammelt. Deshalb findet er auch nicht das notwendige Führungspersonal für das Finanzministerium. Dagegen war die Bush-Administration richtig koscher. Obama kommt ist in einer Gegend in der demokratischen Partei groß geworden in denen fast die gesamte Führungsschicht wegen Korruption vor Gericht steht oder demnächst stehen wird oder sich schon hinter Gitter befindet.  Dort ist die Partei auch stark mit der italienisch-irischen Mafia und der Automobilarbeitergewerkschaft verwoben. Man könnte sagen, alle dort sind korrupt nur Obama ist sauber - wer es glaubt wird selig.

Was er beherrscht ist die Öffentlichkeitsarbeit. Wenn allerdings nicht bald mehr Substanz erscheint, kann er einpacken und wird nicht wiedergewählt werden. Dann wird sogar eine gehirnamputierte Sarah Palin  gegen ihn gewinnen. Demnächst wird es in Pakistan richtig rundgehen. Bin gespannt wie sich unser Moralapostel anstellen wird.
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Eidgenosse:

Etwas der Obama Euphorie ist natürlich schon weg

3
22.03.09 13:26
Da ist er aber selber schuld. Hunderte von Mrd. sprechen ohne das das wirklich Geld da ist war nicht besonders schlau. Nun wird es halt gedruckt. Das hat einen Vertrauensverlust gebracht da bin ich mir sicher. Sollten die Bürger anfangen nachzurechnen wohin das führt schlägt die Stimmung schnell um. Diesen Umstand hat er sich dann aber selbst zuzuschreiben. Er hat zwar von Bush ein desolates Land übernommen aber keine nichtfinanzierbaren Konjunkturpackete.
Sie haben sich nun mal für diesen Weg entschieden, es wird sich als falsch herausstellen.
Ganz nach Deutsche Bank Manier sag ich mal das Kursziel 0 für den Dow voraus.
Antworten
C_Profit:

Etwas "gut meinen"

6
22.03.09 13:31
ist ja eine nette Umschreibung für "etwas nicht gut tun"

Es kann doch aber nicht sein, dass ein Heer von Wirtschaftswissenschaftlern ihren Präsidenten darüber im Unklaren lässt, was zwangsläufig angerichtet werden wird.
So wie mit der ersten Zinssenkung der Fed vor1,5 Jahren die Stimmung und die (Aus)Wirkung mehr und mehr von Euphorie in Richtung Resignation abflachte uind am Ende als Rinnsal sang- und klanglos verdunstete,
so wird es mit immer neueen Rettungsplänen, Konjunturpaketen und sonstigen Geldvernichtungsinstrumenten
weitergehen, bis man begriffen hat, daß der freundliche Doc Obama gekommen ist um Sterbehilfe zu leisten...
Benjamin Franklin: „Wer der Meinung ist, dass er für Geld alles haben kann, gerät leicht in den Verdacht, dass er für Geld alles zu tun bereit ist.“
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pfeifenlümmel:

Eines ist aber sicher,

3
22.03.09 13:47
Obama hart ein schweres Erbe angetreten.  Er hat allerdings das Erbe nicht abgelehnt.
Antworten
C_Profit:

DIW und Ifo vor drastischen Prognosekürzungen:

6
22.03.09 14:52

Hat unser Finanzminister nicht genügend Maulkörbe?

„Minus vier bis minus fünf Prozent“

München. Deutsche Wirtschaftsforschungsinstitute sehen die wirtschaftliche Entwicklung für 2009 immer düsterer. "Unsere neue Prognose wird tendenziell zwischen minus vier und minus fünf Prozent liegen", sagte der Konjunkturexperte des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) Stefan Kooths laut einer vorab veröffentlichten Umfrage der Wirtschaftszeitung Euro am Sonntag (E-Tag: 21/22.3.2009). Im Februar hatte das DIW noch einen Rückgang von über drei Prozent erwartet. Das Münchner Ifo-Institut ist inzwischen ähnlich skeptisch. "Wir werden mit der neuen Prognose wahrscheinlich zwischen minus vier und fünf Prozent liegen", zitiert die Zeitung den Ifo-Konjunkturexperten Kai Carstensen. Auch das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) bereitet eine spürbare Kappung seiner aktuellen Prognose von minus 2,0 Prozent vor. "Wir werden unsere Erwartungen zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts deutlich zurücknehmen müssen", hatte der Konjunkturchef Roland Döhrn dem Blatt gesagt. Das RWI stellt seine neue Prognose an diesem Montag (23.3.) vor.
(...)


"Wir erwarten ein Minus von 2,5 Prozent", sagte der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Norbert Walter, der Wirtschaftszeitung. Der Chef-Volkswirt der Allianz-Gruppe, Michael Heise, geht für den Zeitraum Januar bis März von einem Rückgang von 2,0 Prozent aus. Damit ergäbe sich nur eine leichte Verbesserung gegenüber dem vierten Quartal 2008. Damals war das Bruttoinlandsprodukt um 2,1 Prozent geschrumpft.

Für den Jahresverlauf erwartet beide Ökonomen indes eine Stabilisierung: "Nach dem dramatischen Produktionseinbruch im Winterhalbjahr wird sich die Konjunktur in Deutschland zur Jahresmitte beleben", sagte Heise. Neben der expansiven Wirtschaftspolitik spielten dabei auch die gesunkenen Rohstoffpreise und eine Erholung des Welthandels eine Rolle. (Sorry, aber genau das kann ich nicht erkennen...)

Walter sagte, im dritten Quartal gebe es ein Nullwachstum, für das vierte Quartal prognostiziert er ein Plus von 2,0 Prozent.

www.finanzen.net/nachricht/...is_minus_fuenf_Prozent___EuramS__861376

Benjamin Franklin: „Wer der Meinung ist, dass er für Geld alles haben kann, gerät leicht in den Verdacht, dass er für Geld alles zu tun bereit ist.“
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splint:

Malko, du meinst Bush hatte keine Illusionen

7
22.03.09 14:54
in Bezug auf Afghanistan? Bush hatte mMn vor erst Afghanistan, dann den Irak und dann den Iran anzugreifen und zu demokratisieren. Die Amerikaner glaubten damals, diese Länder würden nach einigen Jahren so werden wie Deutschland nach dem 2. Weltkrieg mit stabilen demokratischen Regierungen und wirtschaftlichem Aufschwung. Damit sind sie völlig gescheitert und haben den Versuch abgebrochen. Wenn Bush keine Illusionen hatte, hieße das, dass der aktuelle Zustand vom ihm von Anfang an angestrebt und gewünscht war. Das glaube ich kaum. Ich denke niemand hatte so viele Illusionen wie Bush mit seinem Gerede von Gut und Böse.

In den USA gibt es übrigens auch die Bemühung Bush wegen Mordes anzuklagen.
Antworten
daiphong:

Die US-Strategie wird einfach nicht verstanden,

15
22.03.09 15:01
und sie ist noch weit aggressiver, als ich erwartet hätte:
Das amerikanische System dreht das große Rad in der Krise noch größer dreht und will einfach keine kleinen Brötchen backen. Der Dollar soll nun als Carry-Trade, Direktinvestition und Industrieaufkauf amerikanischer, chinesischer, arabischer Anleger die Welt überschwemmen und einen weltweiten Boom auslösen. Dabei würde er zwar erheblich abwerten, in den USA aber nicht unbedingt große Inflation verursachen und zur Entschuldung beitragen. Das Bankenwesen soll dadurch erhebliche Gewinne einfahren, um den Mangel der Industrie auszugleichen. Die Krise sol aggressiv ganz über ein  durch Nullzins und Entgiftung extrem liquide gemachtes Finanzwesen und über das Ausland gelöst werden.

Nur so ist der große Budenzauber erklärbar, den die Fed und der Staat derzeit veranstalten. Alles ist bereits verpfändet, nun verpfändet der Staat künftige, sehr ferne und ungesicherte Steuereinnahmen im großen Stil, und erpresst durch forsches Drucken die Welt mit dem Dollar und seiner schrumpfenden Nachfragemacht. Die USA würden dabei in Inflation verenden, wenn sie nicht weitergehende Pläne hätten und ihre Probleme isoliert lösen wollten. Es bräuchten nur die Ölländer in anderen Währungen abzurechnen oder die Chinesen sich vom Dollar zu lösen. Kein Mensch braucht dann mehr groß Dollars. Die man hat, würde man noch schnell in US-Sachwerte, Aktien etc. investieren, die Bonds würden crashen.  Die USA sind komplett vom Ausland abhängig geworden und werden ihre Probleme auch komplett übers Ausland lösen wollen. Dies ist es, was Bernake ständig als "Mut" von der Politik, von Obama einfordert.
Antworten
daiphong:

Das würde auch den negativen

3
22.03.09 16:40
Kapitalfluss der USA im Januar und manche merkwürdige Bewegung im Bankensektor erklären: Der investiert derzeit möglicherweise volles Rohr im Ausland, wohl auch in Aktien, und setzt den Dollar selber unter Druck, während das Ausland noch in den Save Haven flüchtet. Die Fed muss dazu die Entgiftung der Banken garantieren und schnellstens betreiben, für diese Wende gäbe es ein Zeitfenster von wenigen Monaten.
Die großen, für die USA positiven industriepolitischen Effekte einer Abwertung wurden ja schon oft beschrieben, auch für die Lösung im Autosektor wäre eine schnelle ABwertung sinnvoll: Die Japaner müssten dann groß einsteigen.
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Kicky:

Geithners neuer Plan

5
22.03.09 16:43
.....Berichten zufolge wird die Regierung eine neue Investmentgesellschaft mit dem Namen „Public Investment Corporation“ gründen. Sie soll mit einem Startkapital von 75 bis 100 Milliarden Dollar ausgestattet werden, die aus dem im vergangenen Oktober beschlossenen Rettungspaket für das Finanzsystem kommen sollen. Die Gesellschaft, die eine Reihe von Investmentfonds auflegen wird, soll eng an das Finanzministerium und an die staatliche Einlagensicherungsgesellschaft, die Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC), angebunden sein. Ziel des Plans ist es, nach Möglichkeit auch privates Kapital zum Kauf der problematischen Wertpapiere und Kredite zu mobilisieren. Um privaten Investoren Anreize hierfür zu geben, will die Regierung nicht nur finanzielle Zuschüsse, sondern auch Ausfallgarantien geben. Die FDIC würde dann einen Teil der möglichen Verluste übernehmen. Die Schaffung dieser öffentlich-privaten Partnerschaft, die Geithner vor einigen Wochen in Aussicht gestellt hatte, ist aber nur ein Element des Vorhabens.

Wie es weiter heißt, soll auch ein bereits bestehendes, von der Notenbank Federal Reserve verwaltetes Programm zum Kauf von Anleihen ausgeweitet werden, die mit Forderungen aus Hypotheken- und anderen Konsumentendarlehen abgesichert sind. Bisher stellt die Fed Investoren Kredite nur zum Kauf neu aufgelegter Anleihen zur Verfügung in der Hoffnung, auf diese Weise den Markt für Konsumentendarlehen und Kredite an kleine Unternehmen zu beleben. Dem Plan Geithners zufolge soll die Notenbank im Rahmen dieser Term Asset- Back ed Securities Loan Facility (TALF) auch Kredite für den Kauf giftiger Wertpapiere ausleihen, von denen viele in den Jahren 2005 und 2006 aufgelegt wurden. Diese Kredite hätten dann eine wesentlich längere Laufzeit als die bisherigen, die Rede ist von bis zu sieben Jahren. Die Fed hat in der vergangenen Woche angekündigt, ihre eigenen Käufe von hypothekenbesicherten Anleihen von 500 Milliarden Dollar auf 1,25 Billionen Dollar aufzustocken. Schätzungen zufolge befinden sich in den Bilanzen amerikanischer Banken und anderer Marktakteure faule Kredite und giftige Wertpapiere für rund 2 Billionen Dollar.........
www.faz.net/s/...B5A76BA4E374E568B8~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Antworten
wawidu:

Hintergründe

5
22.03.09 17:10
Fed Pulls The Trigger
By Colin Twiggs
March 19, 2009 2:30 a.m. ET (5:30 p:m AET)

These extracts from my trading diary are for educational purposes and should not be interpreted as investment or trading advice. Full terms and conditions can be found at Terms of Use.

The Fed is to buy an additional $750 billion of mortgage-backed securities (bringing the total to $1.25 trillion), an additional $100 billion of agency debt (bringing the total to $200 billion), and $300 billion of longer-term Treasury securities. (FRB) The total of $1.75 trillion may not fully offset the deflationary effects of the collapsing debt bubble, but should go some way towards stabilizing housing prices over the next six months — and consequently bank collateral.

No Offset
To avoid expanding the money supply, the Fed simply has to sell short-term bills for an equivalent amount to its purchases of other securities. The one offsets the other. That is what the Fed were doing until mid-2008, but a gap appeared in the third quarter. And, by the end of October, sales of short-term bills had ceased while security purchases continued. (Market Oracle) The gap widened to $600 billion in November — and is likely to expand dramatically over the next year.

The Multiplier Effect
Purchases of $1.75 trillion of securities have the potential to massively expand the money supply. The Fed does not pay for its purchases with gold or other tangible medium of exchange, but merely issues an IOU in the form of a deposit account with itself. Banks are then able to use the IOU as part of their reserves, expanding their loan assets by up to $17.5 trillion (10 times the reserve amount). This is referred to as the "multiplier effect".

Deflationary Spiral

Banks, however, are trapped in the present deflationary climate. Not only by their overvalued assets, but by their inability to find sound customers who want to borrow. The private sector are shrinking their balance sheets to reduce risk, selling off assets and reducing debt. The Fed is hoping that by expanding the money supply, asset prices will stabilize and restore business and consumer confidence. But the money supply will not expand if the private sector refuses to borrow. Banks would be forced to deposit the new money back with the Fed or buy Treasuries (driving yields even lower) for want of better opportunities. The Fed has to find some way to prime the pump — and break the deflationary spiral.

Expect some "window-dressing" in the months ahead. Like announcements that Citi and other major banks are in the black for the first two months of the year — write-downs are only likely to be made at the end of the quarter. And pressure to relax mark-to-market accounting rules. (WSJ)
--------------------------------------------------
Die Aussagen im Abschnitt "The Multiplier Effect" finde ich besonders erhellend. ME wird auf diese Weise eine neue brisante Blase geschaffen, die kaum noch echte Kapitaldeckung aufweist.

Im Anhang noch der hoch interessante 15-Minuten-Chart von TLT: War das nicht eine tolle "Erektion" am Abend von Bernies Rede? Hat aber nur für einen Quicky gereicht.
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 223544
Antworten
Malko07:

splint, Fehleinschätzunge und

2
22.03.09 17:15
Illusionen gab es bezüglich dem Irak. Deine Aussagen bezüglich Afghanistan und Iran sind mit nichts zu erhärten. Ich kann mich z.B. noch gut auf US-Aussagen auf der Münchner Sicherheitskonferenz bezüglich Afghanistan erinnern. Da ging es immer nur ums "eindämmen". Deutschland und die Bundeswehr hatten andere Sprüche drauf (Aufbau, etc.) um die Bevölkerung zu beruhigen und gut dazustehen. Deshalb gab es seitens Deutschland auch immer Vorwürfe bezüglich des US-Verhalten. Die haben bewusst immer nur brutal alles platt gemacht und sich dann wieder zurück gezogen - typisches Eindämmen eben.
Antworten
Malko07:

Großes Schauspiel:

9
22.03.09 17:27

Zuerst sorgt die Obama-Clique dafür, dass die Bonis bleiben:

"... Pikant dabei: Der Kongress hatte bereits vereinbarte Boni von Firmen, die Staatshilfen bekommen, erst im Februar ausdrücklich abgesegnet. Und zwar im Konjunkturpaket: Das untersagte den Unternehmen zwar künftige Prämien - jene aber, die vor dem 11. Februar zugesichert worden waren, wurden davon ausgenommen. Diese winzige Klausel hatte, wie sich vergangene Woche herausstellte, der demokratische Senator Christopher Dodd nachträglich noch einfügen lassen - auf Wunsch des Finanzministeriums. ... "

um anschließend gegen die Bonizahlungen vorgehen zu können.

NEUE ANTI-KRISEN-KONZEPTE

Obama plant den Befreiungsschlag

Der Finanzminister in der Kritik, die Banken immer noch paralysiert - US-Präsident Obama gerät wegen der Probleme auch in den eigenen Reihen unter Druck. Jetzt steuert er gegen: Binnen Tagen will er neue Pläne gegen üppige Manager-Boni und zur Stabilisierung der Finanzindustrie präsentieren.

Der USA Bären-Thread 5596456

Washington/New York - Ein Rücktritt ist für US-Finanzminister Timothy Geithner derzeit keine Option - jedenfalls, wenn es nach Barack Obama geht. Der US-Präsident hat seinem in die Kritik geratenen Schatzmeister demonstrativ den Rücken gestärkt. Dem TV-Sender CBS sagte er, er würde ein Rücktrittsgesuch Geithners mit den Worten "Tut mir leid, Kumpel, Du behältst den Job" quittieren.

Einen Abgang seines derzeit wohl wichtigsten Regierungsmitglieds kann sich Obama kaum leisten. Der Finanzminister ist mehr denn je gefordert. Geithner muss die wichtigsten Probleme der größten Volkswirtschaft der Welt lösen. Und davon gibt es mehr als genug. Das Haushaltsdefizit steigt in gigantische Höhen, ganze Industriezweige wie die US-Autohersteller rufen nach staatlicher Kapitalhilfe, und Giftpapiere in den Bilanzen der Banken paralysieren weiterhin den Finanzsektor.


www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,614781,00.html

Antworten
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