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Der USA Bären-Thread


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Ischariot MD:

wir lernen dieser Tage (wieder mal)

11
22.04.10 23:47
... daß Bullen sieben Eier haben. Mindestens. Es dauert daher noch ein wenig, bis alle abgeschnitten sind.
Die Würde des Steuerzahlers ist unantastbar
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saschapepper:

EUR/USD völlig verrückt

9
23.04.10 00:17
Es ist doch wirklich bemerkenswert, daß ein Finanzmarkt eine ökonomische "Maus" der Größe Griechenlands (2,6% Anteil am BIP der Eurozone) in extremster Weise in den Mittelpunkt der Bewertung am Devisenmarkt stellt, obwohl gerade dort markante und historisch einmalige Spar- und Strukturpolitik unter Aufsicht des IWF und der EU-Kommission umgesetzt wird. Das gleiche gilt auch für alle anderen PIGS-Staaten überall wird gerade massiv gespart.

Gleichzeitig wird der Defizitelefant USA, der das Defizitproblem trotz "griechischer" Ausmaße in den USA bequem ignoriert und bis 2020 eine Fortsetzung der aggressiven Schuldenpolitik plant als auch mit statistischen Daten in levantinischer Art und Weise jongliert vollkommen außer Acht gelassen.

Die Presse macht aber weiterhin schön weiter mit dem Unsinn.
VErmutlich auch mit freundlicher Unterstützung deutscher Politiker und Exportlobby.
Jeden tag neue (oder alte?) Schockmeldungen zum Thema Griechenland z.B auf www.ftd.de . Selten hab ich einen solchen Medienzirkus gesehen.

Merkwürdig auch das Rohstoffe die in USD gehandelt werden sogar noch steigen (siehe Brent Crude).
Ich frage mich wie lange dieser Unsinn noch weiter gehen soll?
Der USA Bären-Thread 315071
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nightfly:

Jungs, don't worry

6
23.04.10 00:23
wir sind bereits wieder im Abwärtsmodus,
nur hat es bisher noch kaum einer gemerkt.
Börse liebt Überraschungen.
Gummi bears bouncing here and there and everywhere ;-)
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permanent:

Hiobsbotschaften aus Griechenland

8
23.04.10 08:10

Euro stürzt auf Jahrestief

Belastet durch die neuen Hiobsbotschaften aus Griechenland und automatisch ausgelöste Verkäufe ist der Euro am Morgen bis auf 1,32 Dollar gefallen. So tief hat er seit fast einem Jahr nicht mehr gelegen.

http://www.handelsblatt.com/finanzen/devisen/...uf-jahrestief;2566952

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thai09:

61002..mit irgendeinem Trick muessen die Amis halt

2
23.04.10 08:14
ihren Dollar tauschen...(bis er voellig wertlos ist.)
Ich hab noch davon und warte erstmal auf die 1.20
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Stöffen:

IWF kickt Prognose der Bundesregierung

5
23.04.10 08:21
IWF senkt Deutschland-Prognose

Der IWF sieht wegen der Schuldenkrise in Griechenland den Aufschwung in den anderen Eurostaaten bedroht. Zugleich widersprach der Internationale Währungsfonds den positiven Konjunkturprognosen der Bundesregierung: Statt in den Lobgesang auf die deutsche Wirtschaft einzustimmen, senkte der Fonds die Prognose für 2010 sogar noch ab.

www.handelsblatt.com/politik/...t-deutschland-prognose;2565886
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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nopanic:

freundlicher wochenausklang erwartet

12
23.04.10 08:33
die gute stimmung der anleger hält an.
Der USA Bären-Thread 315117
Es wird böse enden (Werner Enke)
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nopanic:

adidas mit sehr guten zahlen

9
23.04.10 08:41
erhöht die prognose.
Der USA Bären-Thread 315122
Es wird böse enden (Werner Enke)
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Pichel:

*

4
23.04.10 11:15
DJ: *Griechischer Premier gibt um ca. 12.00 Uhr Erklärung ab - Beamter
(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

 April 23, 2010 05:10 ET (09:10 GMT)
Dow Jones & Company, Inc.2010

DJ: *Griechenland bittet noch am Freitag um Finanzhilfe - Beamter
(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

 April 23, 2010 05:09 ET (09:09 GMT)
Dow Jones & Company, Inc.2010
"Kurzfristig helfen Schulden. Langfristig gehen wir alle tot"
John Maynard Keynes (Brit. Wirtschaftswissenschaftler, 1883-1946)
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permanent:

Ein Rettungspaket löst die griechischen Probleme

10
23.04.10 11:52

nicht.

Griechenland ist überschuldet und hat zu hohe Lohnstückkosten, ist korrupt und hat eine blühende Schattenwirtschaft. Diese Dinge ändern sich nicht durch eine kurzfristige Rettunsaktion.

Permanent

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permanent:

Ifo-Index macht einen Satz

5
23.04.10 11:59
Frühlingserwachen in Chefetagen

Ifo-Index macht einen Satz

Die Unternehmen sind mit ihrer momentanen Geschäftssituation offenbar erheblich zufriedener als noch im Vormonat. Auch hinsichtlich des weiteren Geschäftsverlaufs in den nächsten sechs Monaten geben sich die Befragten deutlich optimistischer. "Die deutsche Wirtschaft schaltet einen Gang höher", fasst Ifo-Chef Sinn die jüngste Umfrage zusammen.

Die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft hat sich im April überraschend kräftig aufgehellt: Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg deutlich auf 101,6 Punkte von 98,2 Zählern im Vormonat und erreichte den höchsten Stand seit Mai 2008 

Das teilte das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) auf Basis seiner Umfrage unter rund 7000 Firmen mit. Erwartet worden war im Schnitt ein Anstieg auf 98,6 Zähler. "Die deutsche Wirtschaft schaltet einen Gang höher", kommentierte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn das Umfrageergebnis. Die Unternehmen seien mit ihrer momentanen Geschäftssituation erheblich zufriedener als noch im Vormonat.

Die Geschäftslage verbesserte sich bereits zum zweiten Mal in Folge. Dabei schätzten die Manager sowohl die Geschäftslage als auch die Aussichten für die kommenden sechs Monate optimistischer ein als noch im März. Der Lageindex kletterte von 94,5 Zählern auf 99,3 Punkte, der Index für die Erwartungen von 102,0 Zählern auf 104,0 Punkte.

Keine "Aschespur" in Sicht

Die tagelangen Flugausfälle wegen der Vulkanaschewolke über Europa werden die kräftige Konjunkturerholung nach Einschätzung der Ifo-Experten nicht stoppen. "Das ist ein sehr kurzfristiger Effekt", sagte Ifo-Konjunkturexperte Klaus Abberger. "Die Frühjahresbelebung wird es nicht aufhalten."

Abberger rechnet im zweiten Quartal mit deutlichem Wachstum, nachdem die Wirtschaft zu Jahresbeginn wegen des strengen Winters leicht geschrumpft sein könnte. Die Lage der Bauindustrie habe sich bereits erheblich verbessert, nachdem der strenge Winter zu Jahresbeginn viele Baustellen über Wochen lahmgelegt hatte. Dennoch ist die Stimmung in dem Wirtschaftszweig leicht gesunken, nachdem sie zuvor vier mal in Folge gestiegen war. Ihre derzeitige Geschäftslage beurteilten die befragten Bauunternehmen spürbar günstiger als im Vormonat. Allerdings sind sie hinsichtlich der Geschäftsentwicklung im kommenden halben Jahr nicht mehr ganz so optimistisch wie im März.

Sowohl in der Industrie als auch im Einzel- und Großhandel stieg die Stimmung allerdings. Im Exportgeschäft rechneten sich die Firmen erneut größere Chancen aus. "Derzeit lasten die Firmen ihre Geräte und Maschinen deutlich stärker aus als zu Jahresbeginn", hieß es. Auch der Einkaufsmanagerindex des Markit-Instituts hatte zuletzt kräftig angezogen und damit signalisiert, dass die Industrie in Deutschland deutlich Fahrt aufgenommen hat..

Der Ifo-Index gilt als der wichtigste Indikator für die Entwicklung der deutschen Wirtschaft.

Quelle: rts

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permanent:

Griechenland aktiviert Rettungsmechanismus

3
23.04.10 12:23

Griechenland aktiviert „Rettungsmechanismus“

Griechenland bittet um Finanzhilfen der EU-Staaten und des Internationalen Währungsfonds (IWF). Das teilte Ministerpräsident Giorgos Papandreou am Freitag mit. „Es ist zwingend, dass wir um die Aktivierung des Rettungsmechanismus bitten“, fügte der Regierungschef hinzu. Konkret geht es laut Medienberichten zunächst um Hilfen in Höhe von bis zu 45 Mrd. Euro allein für dieses Jahr.

http://www.handelsblatt.com/politik/international/...hanismus;2567134

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Stöffen:

Diesmal wird alles anders

5
23.04.10 12:43
Die von Rogoff unten aufgeführte Schuldenquote von 90% wird bereits von einigen Ländern deutlich übertroffen, andere Länder in Europa so wie auch Deutschland, Frankreich oder Grossbritannien segeln zwar noch ein Stück weit unter dieser Marke, aber doch schon bereits hart am Wind.

"Wenn die Schuldenquote im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung über 90 Prozent steigt, wirkt das wie eine Bremse", warnt der US-Ökonom Kenneth Rogoff laut "Handelsblatt". Rogoff und seine Kollegin Carmen Reinhart haben in ihrem heute auf deutsch erschienenen Buch "Dieses Mal ist alles anders" hunderte Finanzkrisen der letzten achthundert Jahre untersucht. Sie konnten dabei einen brisanten Zusammenhang zwischen der Schuldenlast eines Staates und dem Wirtschaftswachstum feststellen.

"Nach einer Bankenkrise folgt eine Welle an Verschuldungskrisen von Staaten, das haben unsere historischen Untersuchungen ergeben. Im Schnitt ist drei Jahre nach der Bankenkrise die Verschuldung fast drei Mal so hoch. Wenn die Schuldenquote im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung über 90 Prozent steigt, wirkt das wie eine Bremse. Der Staat muss die Steuern erhöhen und Ausgaben kürzen. Die Inflationsgefahren sind allerdings nicht sehr hoch, nur in den Emerging Markets. Jenseits der historischen Betrachtungen könnte der Anstieg der staatlichen Verschuldung Inflation zu einer Herausforderung werden lassen. Auf jeden Fall stehen die fiskalischen Ressourcen weltweit unter beispiellosem Druck."


Eine interessante Rezension zu dem Werk von Rogoff/Reinhardt auch in der FAZ

www.faz.net/s/...62925CCE33C59A3031~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Der USA Bären-Thread 315187
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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Anti Lemming:

Dollar-Stärke und der Dollar-Carrytrade

12
23.04.10 13:02
Thostar und ich haben einige BM über die offenbar "abhanden gekommene" Korrelation zwischen EUR/USD und den Rohstoff- bzw. sonstigen Dollar-Carrytrades ausgetauscht.

Ein beobachtbarer und somit unstrittiger Fakt ist, dass alle Assets - von Rohstoffen über Gold und Öl bis Aktien und (Junk-)Bonds - synchron weiter steigen, OBWOHL der Dollar zum Euro seit der Griechenkrise recht stark geworden ist. Damit ist das frühere Totschlagargument der Hochzocker, dass die Anleger "wegen der Dollarschwäche in Rohstoffe flüchten", als Spin-Story entlart.

Thostar schrieb in der letzten BM sinngemäß, dass die Zockerbanken den Dollar-Carrytrade offenbar nicht mehr benötigen und womöglich einen anderen Weg gefunden haben, um das Hochkaufen von Assets aller Art  zu finanzieren - und dass er über die Preisentwicklungen teils "ratlos" sei.

Meine Antwort möchte ich ins Forum stellen, da sie vielleicht auch für Andere im Thread interessant ist:

Thostar, Du bist mMn "zu Recht" ratlos, weil Du vergeblich ein Konzept suchst für etwas, das in Wahrheit willkürlich geschieht. Die einzige Maßgabe der Zockerbanken ist, Alles noch oben zu pumpen, um an den Anstiegen zu verdienen. Die für die Anstiege zusammengeklaubten Argumente sind willkürlich, beliebig und austauschbar. Man sollte sich nicht auf das Glatteis führen lassen, dahinter irgendeinen fundamentalen Sinn oder Hintergrund zu suchen.

So war die Behauptung aus 2008, dass Rohstoffe "wegen" des schwächelnden Dollars, der auf 1,60 zudriftete, steigen, eine bloße Rechtfertigungskrücke für das Öl-Hochzocken. Es gab auch die behauptete Ölknappheit nicht.

Tatsächlich wurde der "Startschuss" zur Rohstoffrallye bereits Ende der 1990er gelegt, als die Future-Regeln des CFTC außer Kraft gesetzt wurden. Dies geschah "arglistig" mit der Absicht, eine Preisblase zu erzeugen, die die Verbraucher und Firmen bezahlen mussten (Rohstoffe wie Weizen decken ja elementaren Bedarf), während die Zockerbanken sich an den Anstiegen dumm und dösig verdienten. Leute wie Jim Rogers, die die Rohstoff-Preisanstiege treffend vorhersagten, sind daher auch keine begnadenden Gurus, sondern können lediglich 1 und 1 zusammenzählen.

Die Argumente, warum Rohstoffe wie Öl seitdem fast pausenlos stiegen, wechselten. Mal war es angebliches Versiegen aller Ölquellen. Mal war es eine "Flucht aus dem Dollar". Mal war es Inflationsangst und "Flucht in Sachwerte". Mal waren es "bunkernde Chinesen". All diese Pseudoargumente wurden der "Wirtschaftspresse" angeboten, die sie dann als journalistische "Wahrheiten" unters Volk brachte. Denn das Volk muss ja wissen, "warum" es an der Tanksäule immer mehr berappen muss... Ob die Journallie, die dies kritiklos weitergibt, "dumm" ist, wie Einige im Thread behaupten, oder "verschlagen" (weil mitverdienend), wie ich dagegenhalte, möge jeder für sich selbst überprüfen.

All diesen "Argumenten" ist gemein, dass sie lediglich vorgeschützt wurden und werden. Worauf es den Zockerbanken einzig und allein ankommt, sind die Preis- bzw. Kursanstiege auf Kosten der Allgemeinheit. Das argumentative Futter wechselt beliebig - und abhängig davon, was sich sonst gerade im Markt in welche Richtung bewegte. (Denn am "überzeugendsten" sind Korrelationen, die sich mit Charts belegen lassen, selbst wenn beide Parameter gar nichts miteinander zu tun haben: So "beweist"  z. B. der Chart der sinkenden Storchen-Populationsdichte in D. und der rückläufigen Geburtenrate, dass wohl doch die Störche die Babys bringen...).

Freilich muss man, wenn man eine Preisblase pumpen will, Kredite aufnehmen, um das Hochkaufen zu finanzieren. Sinnvollerweise suchten sich die Hedgefonds und Zockerbanken daher Währungen, die zurzeit der Trades gerade zinsgünstig sind. Das waren bei 2007 der Yen und der Franken. Als die Bankenkrise 2008 (Bear Stearns) an Schärfe gewann und die Fed die Dollarzinsen senkte (Ende 2008 bis Null), wurde des Dollar zum bevorzugten Carrytrade-Vehikel. Das hat alles nichts mit "der Dollar wird wertlos" und ähnichem Geschwätz zu tun, sondern geschah nur unter dem Aspekt, die Trades zinsgünstig zu refinanzieren.

Ungeachtet dessen glaube ich, dass sich die Dollarstärke, die wegen der EU-Krise noch eine Weile anhalten könnte, fundamental auf die US-Firmengewinne niederschlägt. Die Gewinne großer US-Firmen sinken bei Dollarstärke deutlich. Man sah es gestern u. a. an den enttäuschenden Zahlen von Microsoft, Amazon und einiger Tech-Firmen.

Es ist müßig darüber zu debattieren, ob die Dollarstärke der letzten Monate "gewollt" war oder sich zufällig wegen der Griechenkrise ergeben hat. Wer wegen der Griechen aus dem Euro raus will, findet zum Dollar kaum ein liquide Alternative. Die Devisenströme sind so groß, dass sie sich nur schwer nachhaltig manipulieren lassen. Deshalb haben sich die Zockerbanken vorerst darauf verlegt, die Dollarstärke samt dem "der Dollar wird wertlos"-Argument, das sie zuvor geradezu marktschreierisch verbreitet hatten, zu ignorieren. An dem Rohstoff-Gepumpe wird indes weiter festgehalten. Der teurere Dollar wird in Kauf genommen (hat ja immer noch Nullzinsen).

Die "überraschende Abkopplung" der Rohstoff- und sonstigen Blasen-Kurse vom Dollarkurs resultiert aus dieser Ignoranz der Zockerbanken. Sie pumpen an den Blasen weiter, offenbar darauf hoffend, dass die Dollarstärke nur temporär ist.

All dies ist aber ein klares Indiz dafür, dass die Zockerbanken lediglich Scheinargumente zusammenklauben, um ihre ohnehin strategisch geplanten Trades - Rohstoffe sollen steigen, um ihre Profite zu mehren - zu rechtfertigen.

Kurz gesagt: In Zockerland wird gelogen, dass sich die Charts biegen, und dies vorzugsweise parabolisch aufwärts.
Antworten
permanent:

@AL

6
23.04.10 13:26

Alle Preise sind immer relativ zueinander. Manche Dinge sind zu einem Zeitpunkt relativ teuer, ander relativ preiswert.

Dieses gilt für alle Assetklassen, von Bonds über Zucker über den Lohn für die Arbeitskraft über Gold über Brot über Aktien................etc.

Neu ist die Machtverteilung. Die Bestimmung der relative Preise zueinander geschieht durch einige wenige Institutionen. Es besteht kein gesundes Machtgefüge. Auch wenn gerne Zockerbanken als der böse Bube vorgeschoben werden, so sitzt in Wahrheit der Kern des Bösen in der Politik, im Versagen der Politiker vernünftige Rahmenbedingungen zu schaffen im Unwissen und der Unfähigkeit der Politiker.
Es gibt sicher Ausnahmen. Eine Verallgemeinerung wäre nicht fair.

Permanent

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Anti Lemming:

Zu weiteren Verrücktheiten des Zockermarktes zählt

7
23.04.10 13:38
dass sich die Hedgefonds seit geraumer Zeit täglich wechselne "Themen" suchen. Dabei wird jeden Tag eine neue Sau durch's Dorf getrieben:

Mal sind sind alle long oder short "Healthcare", weil ein Gesetz erlassen oder nicht erlassen wurde (Haltedauer: vier Stunden), am nächsten Tag kommen Energiewerte, weil die Ölvorräte gefallen sind. Einen Tag später gehen sie alle long in die Homebuilder, weil die Hypoanträge um 1,2 % gestiegen sind. Dann heißt es "long Einzelhandelsaktien", weil die Umsätze pro Ladenkette gestiegen sein sollen usw. Nachmittags kann als Hedge auch noch ein short in Gold dazukommen, gekoppelt mit einem Gas-Short, weil die Wirtschaft ja noch längst nicht ausgelastet ist.

Zurzeit stürzt sich die Poker-Meute bevorzugt auf Griechenland (und teils auf EUR/USD-Short): Denn Griechenland ist ein Super-Opfer. Es gibt für die Probleme keine schnelle Lösung, die EU ist zerstritten, die Nerven liegen blank. Der Markt für griech. CDS und Staatsanleihen ist eng, so dass man viel "Bang for the buck" erhält. Die Kurse der Anleihen und CDS sind bereits "schön tief", so dass man trendfolgend erfolgversprechend "Panik stiften" kann. Denn was gibt es Schöneres für einen HF-Manager, als eine Aktie, die schon absurd tief steht, noch mal um die Hälfte tiefer zu shorten, wohlwissend, dass er damit die letzten Long-Halter um den Verstand bringt und sie in Panik "kapitulieren" lässt. Das Ganze noch garniert mit einer falschen Bankrottmeldung, und schon funzt es. Im Falle Griechenland liefert Moodys mit gut getimten Griechen-Downgrades die flankierenden Breitseiten.

Umgekehrt stiften die HFs zurzeit auch gern mit widersinnigen Long-Trades in Pleiteaktien wie Ambak Verwirrung und Panik, denn auch Shorts lassen sich bei sinnlosen Anstiegen prima grillen. Hauptsache die Bewegung ist extrem und kommt völlig unerwartet, dann haben die Poker-HF die höchste Opferquote auf der Gegenseite.

FAZIT: Ein völlig krankes, zielloses, von Tag zu Tag wechselndes Zocker-Eldorado.

Es hat unterm Strich einen Long-Bias, da die Longtrades überwiegen und auch zig Millionen Daytrader weltweit am ehesten und liebsten auf Long-Bewegungen aufspringen. Ob die Bewegung Sinn macht, spielt bei 2 bis 3 Std. durchschnittlicher Haltedauer keine Rolle. Wenn der Trend dreht, kann es nach dem gleichen Strickmuster auch monatelang abwärts gehen. Auch das hat dann wenig mit Fundamentals zu tun.

Fundamentals sind, wie bei den Griechen, nur ein schöner Aufhänger, um mit Futures auf den vorhandenden Trend massiv und absurd draufzusatteln.
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Anti Lemming:

Permanent - Einspruch

 
23.04.10 13:41
In normalen Zeiten entwickeln sich z. B. die Kurse von Aktien und Anleihen engegengesetzt. Wenn die Chancen im Aktienmarkt steigen, weil eine Blütephase bevorsteht, verkaufen Anleger Anleihen (senkt die Kurse) und schichten in Aktien um (hebt die Kurse). In Krisen gibt es die umgekehrte Bewegung.

Wenn jedoch, wie seit März 2009, Aktien, Bonds, Junk-Bonds, Staatsanleihen (und Rohstoffe) in einer Parallel-Blase steigen, stimmt etwas nicht im Staate Dänemark, äh... USA.
Antworten
permanent:

AL

 
23.04.10 14:02

Der inverse Verlauf von Aktien und Bonds ist normal. Ich habe nichts anderes behauptet. Es ging mir lediglich um die Feststellung der Relativität von Preisen und um das Versagen der Politik.

Permanent

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wawidu:

Staatsschulden unter diversen Blickwinkeln

2
23.04.10 14:08
wirtschaftquerschuss.blogspot.com/2010/04/...ten-den-euro.html
Antworten
Anti Lemming:

Hedgefonds in Höchstform

5
23.04.10 14:24

Wer löst die in # 61016 beschriebenen manisch-erratischen Kursbewegungen hauptsächlich aus?

Die Antwort liefert Wirtschaftsquerschüsse:

 

Mittwoch, 21. April 2010
"Hedge Fonds in Höchstform"

Hedge Funds Research (HFR) titelte gestern in seinem Global Hedge Fund Industry Report for Q1 2010: "TOP HEDGE FUND FIRMS ASSUME LEADERSHIP IN INDUSTRY RECOVERY". Die globalen Hedge Fonds verzeichneten in Q1 2010 einen Mittelzufluss von Investoren in Höhe von 13,7 Mrd. Dollar. Zusätzlich verzeichnete das globale Hedge Fonds Vermögen durch die erfolgreichen Handelsaktivitäten einen Zuwachs von 54 Mrd. Dollar, so dass insgesamt, das von Hedge Fonds verwaltete Vermögen auf 1,67 Billionen Dollar Ende März 2010 anschwoll.

Die Entwicklung des von Hedge Fonds verwalteten Vermögens. Von 1990 mit 39 Mrd. Dollar ging es über das Jahr 2000 mit 491 Mrd. Dollar auf 1870 Mrd. Dollar im Jahr 2007 steil aufwärts! 2008 brach das verwaltete Volumen auf 1400 Mrd. Dollar ein. Seitdem geht es wieder aufwärts, bis auf 1670 Mrd. Dollar in Q1 2010.

Das Hoch auf Quartalsbasis wurde in Q2 2008 mit 1931 Mrd. Dollar markiert, danach brach das verwaltete Vermögen durch miese Performance und Kapitalabzug aus den Hedge Fonds kräftig auf 1340 Mrd. Dollar in Q1 2009 ein!

Noch klarer wird die Entwicklung wenn man den HFRI Fund Weighted Composite Index betrachtet, dieser zeigt die Performance, die Wertentwicklung (ohne Kapitalzuflüsse und -abflüsse) nach Abzug aller Gebühren von über 2000 Hedge Fonds.

Ende März 2010 stand der Index bei 10201,89 Punkten, nur noch -2,03% unter dem Allzeithoch aus Oktober 2007 mit 10413,66 Indexpunkten!

Bereits 2009 gewannen die globalen Hedge Fonds durchschnittlich +20,04%, die höchste Wertentwicklung seit 1999! 2008 ging es erstmals um -19,55% zum Vorjahr kräftig abwärts!

Erinnert sei noch mal daran, dass im Zuge von "Quantitative Easing" auch Hedge Fonds seit dem 19.12.2008 auf das 200 Mrd. Dollar TALF-Programm (Term Asset-Backed Securities Loan Facility) der US-Notenbank zurückgreifen konnten. Gegen Asset Backed Securities (ABS- Kreditverbriefungen), welche auf US-Konsumenten-, Auto-, Studenten- und Kreditkartendarlehen basierten, gab es Cash von der Notenbank! Reloaded: "Hedgefonds mit Zugriff auf TALF"

Die meisten Hedge Fonds haben ihren Sitz nicht nur aus steuerlichen Gründen an Offshore-Finanzplätzen. Auch die geringe Regulierung, die einen totalen Einsatz aller vorhandenen Finanzinstrumente von Derivaten bis Leerverkäufen unter der vollen Ausnutzung des Leverage Effekts durch Fremdkapitalaufnahme ermöglichen, bestimmten die Attraktivität!

Nach der Finanzkrise ist wie bei den Banken auch bei den Hedge Fonds vor der Finanzkrise!
Das immense spekulative Rad wird ungehindert weitergedreht, die Lernkurve der Akteure blieb flach! Noch absurder als bei den CEOs der großen Banken sind die Einkommen der Hedge Fonds Manager:

Die exorbitanten Einkommen der Hedge Fonds Manager. David Tepper vom Hedge Fond Appaloosa Managements kassierte 2009 die höchste Summe die je ein Manager verdient hatte, unglaubliche 4 Mrd. Dollar! Die zehn führenden Hedge Fond Manager der Welt kassierten 2009 18,725 Mrd. Dollar. Zum Vergleich: die gesamten Personalaufwendungen der Deutschen Bank 2009 für weltweit 77'053 Mitarbeiter betrugen "nur" 11,31 Mrd. Euro.

Die 25 bestverdienendsten Hedge Fonds Manager kassierten 2009 sagenhafte 25,33 Mrd. Dollar, soviel wie noch nie in der kurzen Geschichte der Hedge Fonds, der bisherige Rekord lag 2007 bei 22,3 Mrd. Dollar!


Angesichts solcher Verwerfungen klingt die Forderung "Finanzmärkte entwaffnen" fast pazifistisch!

Investmentbanken und Hedge Fonds trugen mit ihrem zyklischen Verhalten und den eingesetzten Finanzinstrumenten zum starken Aufpumpen der Vermögenswertblasen sowie auch zu ihrem extremen Absturz bei! Mit Hilfe der staatlichen Maßnahmen bei der Bekämpfung der Wirtschaftskrise und dem exzessiven geldpolitischen Handeln der Notenbanken erhielt die spekulative Wut einen neuen Airbag!

Quelle Daten: Hedgefundresearch.com/Press Releases, Nytimes.com

wirtschaftquerschuss.blogspot.com/2010/04/...n-hochstform.html

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Der USA Bären-Thread 315217
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Kicky:

Kommentar von Berlinsegler

2
23.04.10 14:32
und
Deutschland schweigt. In Europa wird die gesamte europäische Einigung, unter anderem das
Lebenswerk führender deutscher Politiker einschließlich Helmut Kohls auf's Spiel gesetzt,
weil man Griechenland dem Urteil der Finanzmärkte überlässt, und die politische Führung in
Deutschland schafft es nicht, einen konstruktiven Vorschlag zu machen, sondern schließt sich
bestenfalls den Stammtischen in seinem dumpfen Urteil über die Unsolidität der Südeuropäer
an. Schliesslich geht Deutschland in eine entscheidende Lohnrunde, weil dort sowohl das
Schicksal der deutschen Konjunktur als auch der europäischen Währungsunion entschieden
wird - und Berlin schweigt auch dazu beharrlich."

Berlinsegler s.Link von wawidu
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Kicky:

und immer html....

 
23.04.10 14:38
in rot und blau und völlig irritierend,warum nicht auch grün und schwarz ?oder einfach nur schwarz?da geh ich tatsächlich lieber ins Original
Antworten
Kicky:

Cer, Yttrium oder Neodym,zu 97% in China

5
23.04.10 14:44
www.heise.de/newsticker/meldung/...uge-befuerchtet-983480.html
Engpässe bei Rohstoffen für Festplattenmotoren und Hybridfahrzeuge befürchtet
Trotz der als ausreichend groß vermuteten Vorkommen an Seltenerdemetallen von 100 Millionen Tonnen spitzt sich die Rohstofflage derzeit anscheinend so zu, dass dazu im US-amerikanischen Repräsentantenhaus eine Anhörung stattfand. Von den im vorigen Jahr verbrauchten 124.000 Tonnen der seltenen Erden förderte China laut einem Bericht (PDF-Datei) des US-amerikanischen Rechnungshofs 97 Prozent und beginnt dieses Monopol nun strategisch auszunutzen.democrats.science.house.gov/Media/File/.../Hearing_Charter.pdf
Hinter den Seltenerdemetallen verbergen sich die in der Allgemeinheit eher unbekannten Elemente Cer, Yttrium oder Neodym, die aber weit häufiger vorkommen als der Name zunächst vermuten lässt. Sie sind mit einem höheren Anteil in der Erdkruste vertreten als die wesentlich geläufigeren Metalle Blei, Gold oder Platin.

Bedeutung haben die chemischen Elemente der dritten Gruppe des Periodensystems sowie die Lanthanoide als Rohstoffe in der Elektrotechnik. Neodym-Eisen-Bor-Dauermagnete finden sich in den Schwenkmotoren von Festplattenleseköpfen wie auch in den Generatoren von Windkraftanlagen (bis zu 2 Tonnen Neodym). In den Nickel-Metallhydrid-Akkumulatoren des Hybridautos Toyota Prius sind etwa 15 kg Lanthan enthalten.

In der Vergangenheit bot China die Metalle der seltenen Erden zu Niedrigpreisen an, so dass in den vergangenen zehn Jahren insbesondere in den USA viele Minen ihren Betrieb einstellten. Nachdem im gleichen Zeitraum der weltweite Bedarf von 40.000 Tonnen auf fast das Dreifache stieg, erhöhte China Ende 2009 die Ausfuhrsteuern von 15 auf 25 Prozent und senkte die Exportquote von 75 auf 25 Prozent. Folglich verdoppelte sich der Preis von Neodym innerhalb der vergangenen sechs Monate. Branchenkenner vermuten, dass China einheimischen Fertigern einen Wettbewerbsvorteil sichern möchte.Als erstes steuerte Australien gegen, wo die Minenunternehmen Arafura  und Lynas  seit einigen Jahren neue Minen für Seltenerdemetalle erschließen. Von der Erkundung einer Lagerstätte bis zur ersten geförderten Tonne vergehen allerdings fünf bis zehn Jahre, so dass es schon in den nächsten 12 bis 18 Monaten zu deutlichen Engpässen und damit verbundenen Preissteigerungen kommen kann. Die Marktforscher von Roskill erwarten für 2012 einen globalen Bedarf von 185.000 Tonnen.

Europäische und US-Unternehmen investieren daher in neue beziehungsweise in wieder aufgeschlossene Minen in Kanada, Südafrika und Grönland. Toyota erwarb unter anderem Schürfrechte in Vietnam, um zukünftig ausreichend Lanthan für die Produktion von Hybrid-Fahrzeugen zur Verfügung zu haben. .....
Antworten
Anti Lemming:

Kommentar von Athensegler

8
23.04.10 14:50
und
Griechenland schweigt. In Europa wird die gesamte Einigung auf's Spiel gesetzt, weil
die EU-Geizknöpfe uns unsere Rente mit 53 nach 20 Jahren Schwarzarbeit nicht
gönnen. Das ist blanker Neid. Nun werfen sie Griechenland, das schuldlos ins Unglück
stürzte, unbarmherzig den Hedgefonds zum Fraß vor, statt einfach mal ohne Wenn und
Aber einen 11-stelligen Milliarden-Betrag an uns zu überweisen. An griechischen
Ouzo-Stammtischen machen schon wieder Nazi-Vorwürfe die Runde, und die Leute
haben sogar Recht, weil Deutschland immer noch keine Reparationen für die Naziverbrechen
gezahlt hat. Würde man die inkl. Zinsen anrechnen, wäre Griechenland so reich, dass es
die Milliarden überhaupt nicht bräuchte. Dann könnten die Deutschen froh sein, wenn WIR
ihnen noch was leihen würden! Stattdessen haben die Deutschen mit dem uns vorenthaltenen
Geld ihre Knebel-Exportwirtschaft hochgezogen und uns über erpresserische Staatsanleihen-
Aufkäufe zu ihren Konsumidioten gemacht, die ohne nennenswerte Bestechung massenhaft
deutsche Maschinen, Fregatten und Panzer gekauft haben. Und was ist der Dank? In der
Stunde der Not lassen die Fascho-Egoisten uns nun einfach hängen. Ich bin sprachlos,
auch weil ich den Mund voller Souflaki habe.
Antworten
permanent:

Mit Shorts ins Wochenende

5
23.04.10 14:51

Ich habe eine Shortposition bei 6249 DAXpunkten ins Depot genommen.
SL liegt bei 6350.

Das Wetter läßt das Tragen von Shorts an diesem Wochenende durchaus zu.

Der USA Bären-Thread 7877574

Permanent

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