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Der USA Bären-Thread


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Anti Lemming:

FTD: "Aufschwung kaum mehr zu stoppen"

3
25.11.09 08:52

Alles wird gut.  Als Ursache und/oder (wahlweise) Folge nennt die FTD, angeführt von ihrem "Chefvolkswirt" Fricke, den gestern um 1,9 Punkte gestiegenen IFO-Geschäftsklima-Index (Chart unten).

Der IFO-Stimmungs-Index steigt, weil der DAX steigt, denn das macht Allen gute Laune. Der DAX wiederum steigt (fundamental widersinnig), weil Euro, Öl und Rohstoffe teurer werden. Außerdem folgt der DAX geradezu sklavisch den US-Aktienindizes.

Alle diese "Posten" - von DAX über DOW bis Euro/Rohstoffe - werden von den Geldkraken um Goldman-Sachs mit Zentralbank-Gratisgeld hochgekauft. Die forcierten Anstiege sind dann der Beweis, dass es "wirklich aufwärts geht". Man liest es nun ja auch in der FTD.

Es ist schon was dran an Blankfeins Behauptung, Goldman-Sachs würde "Gottes Werk" auf Erden verrichten (vernichten?).

Einziger Wermutstropfen an dem schönen Gesamtbild ist ein in der gleichen FTD erschienener Artikel, dass Hedgefonds "aus Inflationsangst Gold horten" - wobei unklar bleibt, wo diese Inflation im aktuellen Deflations-Szenario eigentlich herkommen soll.

Oder sollte es am Ende doch wieder nur die "globale Hyperliquidität" sein? Wie 2007?

 


FTD

Konjunkturprognose
Aufschwung kaum noch zu stoppen

Die deutsche Wirtschaft könnte nach Einschätzung führender Ökonomen im kommenden Jahr doppelt so stark wachsen wie von der Bundesregierung angenommen. Der neuen Bundesregierung würde das neue finanzielle Spielräume eröffnen.
von Birgit Marschall, Thomas Fricke  und Martin Kaelble, Berlin

Zwei Drittel der von der FTD monatlich befragten Chefvolkswirte von namhaften Banken und Forschungsinstituten erwarten ein Wachstum deutlich oberhalb der 1,2 Prozent, die Berlin derzeit veranschlagt. Jeder dritte der zwölf FTD-Konjunkturschattenräte sagt nun sogar ein Plus von 2 bis 2,5 Prozent voraus....

...Bestätigt (Angestiftet?? - A.L.) sahen sich die Ökonomen am Dienstag vom starken Anstieg des Ifo-Geschäftsklimaindex im November. Der wichtigste Frühindikator für die deutsche Konjunktur kletterte auf 93,9 Punkte [Vormonat: 92,0 - A.L.] - den höchsten Wert seit August 2008. Die vom Ifo-Institut befragten 7000 Unternehmen beurteilen vor allem ihre Geschäftserwartungen für die nächsten sechs Monate positiver. "Die Wirtschaft arbeitet sich weiter aus der Krise", sagte Ifo-Chef Hans-Werner Sinn....

 


 

Beweis für die Konjunktur-Wende: Der IFO steigt wie ein UFO

Der USA Bären-Thread 277993
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Anti Lemming:

"Es geht voran"

2
25.11.09 09:02
Der Euro wird immer teurer - zum Leidwesen der europäischen Exportnationen.

Der Dollar-Carrytrade schiebt den Schwarzen Peter von USA, wo die Firmengewinne dank des schwachen Dollars explodieren, nach Europa, wo sie wegen des starken Euros implodieren.

GS und die Fed waren so freunlich, uns die Korrelation - schwacher Dollar = Alles steigt - als "göttliche Fügung" unterzujubeln. Zum Glück kauft GS mit dem Dollar-Carrytrade auch den DAX hoch, sonst würde es noch übler aussehen.
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Der USA Bären-Thread 277998
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Anti Lemming:

Gleichzeitig machen die Amis

3
25.11.09 09:08
mit dem Dollar-CT den Yen-CT kaputt, so dass Japan - zurzeit Wirtschaftsmacht Nr. 2  und somit (noch) stärkster US-Konkurrent - schrittweise unter die Räder kommt.

Auf den Nikkei scheint GS eher short zu sein:
(Verkleinert auf 67%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 278000
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Eidgenosse:

Es wird wieder verbrieft.

9
25.11.09 09:13
Neue Kreditderivate stossen auf grosse Nachfrage

Lloyds, JP Morgan und WestLB haben neue Asset Backed Securities öffentlich platziert. Es waren die ersten Emissionen seit rund zwei Jahren. Positiv findet das Finanzexperte Hans Geiger, einen Wahnsinn dagegen Walter Wittmann.

Der Primärmarkt für strukturierte Kredite bewegt sich wieder: Die britische Bank Lloyds hat Ende September ein neues Hypotheken-Derivat im Volumen von rund 6,5 Milliarden Franken öffentlich platziert. Und kurz danach haben die Banken WestLB und JP Morgan ein Kreditderivat im Volumen von rund 1,5 Milliarden Franken emittiert, das auf Autoleasing-Verträgen von Volkswagen basiert.

www.cash.ch/news/front/...ssen_auf_grosse_nachfrage-848273-449
Langsam aber sicher fallen die Blätter von den hohen Bäumen...
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Anti Lemming:

Könnte die WestLB

7
25.11.09 09:33

ihre faulen Portfolio-Sachen nicht verbriefen und an GS zurückverkaufen?

Das würde dem deutschen Steuerzahler die 85 Milliarden Euro ersparen, die die jetzt von der WestLB angestrebte Bad-Bank-Lösung langfristig (d.h. wenn die ABS-Papiere bei Null enden) kostet.

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permanent:

Half of Banks' Losses May Still Be Hidden: IMF Hea

6
25.11.09 09:40
Half of Banks' Losses May Still Be Hidden: IMF Head
IMF, ECONOMY, EUROPE, US, BANKS, BANKING, RECESSION, DEPRESSION, RECOVERY, TOXIC ASSETS, BAD BANK, DOMINIQUE STRAUSS-KAHN
Reuters
| 25 Nov 2009 | 03:17 AM ET

Half of the losses suffered by banks could still be hidden in their balance sheets, more so in Europe than in the United States, the International Monetary Fund's chief, Dominique Strauss-Kahn, was quoted as saying on Tuesday.

 

In an interview with French newspaper Le Figaro, Strauss-Kahn also said the IMF thought the euro currency was probably a bit too strong.

"There are still some important losses that have not been unveiled," Strauss-Kahn was quoted as saying in response to a question on banks, according to excerpts of the interview that were sent to media ahead of publication on Wednesday.

"It's possible that 50 percent (of bank losses) are still hidden in their balance sheets. The proportion is greater in Europe than in the United States," he said.

 

Asked about currencies, Strauss-Kahn noted that Europeans were the ones who have been complaining the most about the strength of their currency.

"The IMF also thinks that the euro is probably a bit too strong, but it's very difficult to determine in a way that is unquestionable the level at which currencies would be balanced," he said.

"Europeans must, however, better affirm their economic strategy if they do not want to let the Sino-American couple dominate the global debate for the next 20 years," he said.

Strauss-Kahn said the two crucial factors to achieve the status of major economic power today are a big population and technological advances.

"The enlarged Europe has a big population, with 500 million inhabitants, but on the technological front things have not moved on sufficiently since the Lisbon strategy was launched in 2002," he said, referring to the 27-member European Union.

The Lisbon strategy was an EU roadmap that was supposed to cut red tape, promote growth and make the bloc the world's most innovative region.

"I note that the technological debate, which today is focused particularly on energy, is much more vigorous in the United States than in Europe," Strauss-Kahn said.

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Malko07:

Die Stimmungsindikatoren

15
25.11.09 09:45
aus allen möglichen Bereichen steigen mit dem 2. Quartal dieses Jahres stark an. Nach dem einmaligen Absturz in der Wirtschaftsgeschichte (1929 war Kinderkacke dagegen) wurde dieser stark ausgebremst und kam bald zum Stillstand. Wenn jeder schon den sicheren Weltuntergang vor Augen hatte ist die in diesem Zusammenhang erfolgte Reaktion bei den Stimmungsindikatoren mehr als normal. Es ist auch normal, dass dann die Stimmungsaufhellung stärker war als es der realen Entwicklung entsprochen hätte.

Die dann gleichzeitig anziehenden Aktienpreise taten ein übriges. Man darf nicht vergessen, dass die wenigsten den rechtzeitigen Ausstieg geschafft hatten  und nun täglich ihr "Vermögen" wieder wachsen sahen. Diese Sicht spielt besonders bei Firmenmanagern eine sehr große Rolle. Die steigenden Aktienkurse waren ein starker emotionaler Verstärker im Zusammenhang mit einer minimaler Auftragseingangsteigerung.

In die sogenannten weichen Indikatoren  zwecks wirtschaftlicher Prognose gehen neben der statischen Geldmenge und der Preisentwicklung von Rohstoffen und Aktien die Stimmungsindikatoren stark ein. Für die statische Geldmenge sorgten die Notenbanken und diese Geldmenge für die Inflationierung der Preise von Rohstoffen, Energie und Aktien.

Die sogenannte Propaganda in den Fachmedien (Finanzzeitschriften, Internetauftritte für Zocker, Spartenfernsehen) fiel deshalb auf einen sehr fruchtbaren Boden. Die Mehrzahl der Konsumenten dieser Medien sah ihre Hoffnungen im Bezug zu der Erholung ihrer Depots bestätigt und wollte und will nichts anderes hören. Nur ist diese Gruppe für das reale Wirtschaftsleben absolut uninteressant.

Die reale Wirtschaft spielt im realen Leben und anfänglich ging die Krise größtenteils an diesen Menschen vorbei. Die Mehrheit der Menschheit hat kein ausgeprägtes Interesse an der Finanzindustrie. Nachdem ihre Sparbücher gesichert waren, gingen sie wieder zur Tagesordnung über. Trotzdem haben sie oft ein feineres Gespür für die Entwicklung als die großen "Forschungsinstitute". Sie realisieren mit der vollen Komplexität des Menschen (dagegen kann man jeden "wissenschaftlichen" Zahlenwust vergessen) was wirklich passiert. Während nun die Ökonomen für 2010 immer optimistischer werden, werden die normalen Menschen immer pessimistischer. Wer wird wohl recht bekommen? In der Vergangenheit war es meistens der Instinkt der breiten Masse. Immerhin ist es auch die breite Masse, die den Konsum bestimmt und nicht die Zocker an den Börsen.
Antworten
permanent:

Es gibt neben dem Liquiditätsargument

6
25.11.09 09:45

keine Begründung für steigende Notierungen an den Aktienmärkten. Die Geschäftsbanken müssen das von den Notenbanken bereitgestellte Geld irgendwo parken. Bei Rekordtiefen Renditen von Staatsanleihen sucht man dann in anderen Assetklassen. Rohstoffe, Aktien, Edelmetalle, alles steigt.
Wie Stöffen gestern schrieb: Der Krug geht so lange zum Brunnen bis er bricht.

Mir erscheint es noch zu riskant in Shorts zu gehen. Liquidtätsströme können zu irrationalen Bewertungen führen, und das über einen recht langen Zeitraum. Dieses Phänomen haben die Meisten hier im Bärenthread bereits real erlebt.

Uns bleibt nichts als zu Warten und Hinweise auf den Turning Point zu suchen.

Gruß

Permanent

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Malko07:

permanent ( #53133). mMn wird es

8
25.11.09 09:50
keine Hinweise auf den "Turning Point" geben. Den wird man erst im Nachhinein feststellen können.
Antworten
permanent:

Malko07 da hast du wahrscheinlich recht.

8
25.11.09 09:57
Aus díesem Grund -um den Zug nicht zu verpassen- halten so viele Investoren ständig Shortpositionen und verbrennen dabei Geld.
Höchstwahrscheinlich wird es noch nicht einmal einen besonderen Anstoß geben.

Gruß
Permanent
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permanent:

Marc Faber zu Aktien und Gold

5
25.11.09 10:22

25.11.2009 08:04

Marc Faber macht wieder von sich reden: Der Goldpreis

werde kaum mehr unter die Marke von 1000 Dollar pro

Feinunze fallen, sagt Dr. Doom.

Marc Faber predigt seit Jahren, dass Gold eine der besten

Anlageklassen sei. Er begründet dies mit der permanenten

Erhöhung der Geldmenge und der damit verbundenem

Kauftkraftverlust der Papierwährungen. Die jüngste Hausse und

Rekordjagd beim Goldpreis macht Faber nun prognosemutiger.

«Ich glaube nicht, dass der Goldpreis pro Feinunze jemals wieder

unter 1000 Dollar fällt». Das sagte Faber jüngst in verschiedenen

Interviews, so unter anderem bei CNBC-TV18 in Indien.

Für Faber war der Preis von 1000 Dollar in der Vergangenheit eine

Widerstandslinie. «Der Preis wird nun aber zur Unterstützungslinie

für Gold», sagt Faber, Herausgeber des «Gloom, Boom & Doom

Report».

Der Goldpreis hat sich nach der jüngsten Rekordjagd bei 1170

Dollar etwas stabilisiert. Seit Monatsanfang hat der Preis für das

Edelmetall rund 12 Prozent zugelegt und dabei einen Rekord nach

dem anderen aufgestellt.

«Meine eiserne Reserve»

Ein schwächerer Dollar, Inflationsängste und Spekulationen um das

Interesse von Zentralbanken am Goldschatz des IWF dürften den

Preis laut Analysten in den nächsten Tagen und Wochen weiter

nach oben treiben.

Dollars können und werden in Zukunft massenweise gedruckt,

während der Vorrat an wertvollen Metallen äusserst begrenzt ist,

sagt Faber.

Gold sei seine grösste Position im Portfolio. «Ich habe keine

Absicht, mein Gold je zu verkaufen. Das ist meine eiserne

Reserve», so der Vermögensverwalter, der den Ruf eines

Börsencrash-Propheten und notorischen Pessimisten trägt.

Nach Fabers Rat sollte man nicht alle Vermögenswerte in Gold

investieren, wie er verschiedene Male betont hat. Es wäre sicher

kein Fehler, wenigstens einen Teil des persönlichen Vermögens

durch Edelmetalle zu sichern.

Kritiker entgegnen Faber, Gold sei eine schlechte Investition, da es

keine Zinsen oder Dividenden abwerfe. Der Preis des Edelmetalls

sei mittlerweile auch zu hoch.

Aktien könnten weiter steigen

Zur aktuellen Situation an den Aktienmärkten sagte Faber kürzlich

bei CNBC: «Es ist durchaus möglich, dass die Börsen nochmals 10

bis 15 Prozent steigen. Doch die Bratensauce ist definitiv weg, das

Chancen-Risiko-Verhältnis ist längst nicht mehr so günstig».

Faber hatte am 9. März – am Tag, an dem die internationalen

Börsen während der Finanzkrise einen absoluten Tiefstand erreicht

hatten – in einem Interview zum Kauf von Aktien geraten. Seither

konnte der S&P 500-Index über 60 Prozent zulegen.

www.cash.ch

 

|

Faber: «Goldpreis fällt nie mehr unter 1000 Dollar»

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Malko07:

Schwacke-Liste entsetzt Autohandel

13
25.11.09 10:22

Wertverlust bei Gebrauchten: Schwacke-Liste entsetzt Autohandel

   

Das Ende der Abwrackprämie setzt den deutschen Autohandel massiv unter Druck. Die Berechnungen von Deutschlands führendem Marktschätzer Eurotax-Schwacke sind besorgniserregend – auch für die Hersteller.

MÜNCHEN/HAMBURG. Laut Deutschlands führendem Marktschätzer Eurotax-Schwacke drohen den Autohändlern bis Ende 2010 bei Gebrauchtwagen Wertverluste bis zu 20 Prozent. Die Branche streitet jetzt über die Aufteilung milliardenschwerer Belastungen.

 

Der Autohandel schlägt seit Wochen Alarm. "Leasingrückläufer sind ein großes Problem, das sich in erster Linie auf Fahrzeuge der Mittel- und Oberklasse bezieht. Betroffen sind Audi, BMW, Mercedes, Porsche und auch VW, etwa beim Touareg", sagte Robert Rademacher, Präsident des deutschen Kraftfahrzeuggewerbes, dem Handelsblatt. Fast jeder Partner, der stark im Leasinggeschäft war, sehe sich ohne eine Lösung in seiner Existenz gefährdet. "Die Hersteller müssen sich in irgendeiner Form zu einer Einigung durchringen, sonst käme es zu einer unkontrollierten Erosion", warnt der Verbandschef.

 

Seit Jahren steigt der Anteil der über Kredit und Leasing finanzierten Autos in Deutschland kontinuierlich. Mittlerweile fahren auf deutschen Straßen Leasingautos im Wert von rund 25 Mrd. Euro. Besonders hoch ist der Anteil der Premiumhersteller in der oberen Mittel- und Oberklasse: So sind fast die Hälfte der in Deutschland verkauften BMW 5er oder Audi A6 über Leasing finanziert, die Masse dieser Fahrzeuge fährt in Firmenflotten. Das Geschäft wird in der Regel über die Hausbanken der Hersteller abgewickelt. Für den Kunden gilt in der Regel: null Risiko, solange er die festgesetzte Kilometerobergrenze nicht überschreitet. Aber selbst dann sind in der Regel nur moderate Zusatzzahlungen fällig.

Weiter unter www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/...etzt-autohandel;2488348

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Anti Lemming:

Geheime Notkredite in GB über 68 Mrd. Euro

10
25.11.09 10:32

Die geheimen Notkredite über umgerechnet 68 Mrd. Euro hat die Bank of England 2008 zur Rettung der Royal Bank of Scotland und der HBOS (zu Lloyds gehörend) bereitgestellt. Ein Jahr später kommt sowas dann an's Licht. Die Geheimniskrämerei diente angeblich dazu, um die Finanzmärkte nicht zu beunruhigen. Aber beunruhigt diese Enthüllung im Nachhinein nicht noch viel mehr?

Denn man muss sich doch jetzt fragen:

Wo sonst noch wurden solche "Geheim"-Rettungskredite vergeben? Stehen die Billionen-Emissionen am Anleihemarkt in USA ebenfalls mit irgendwelchen Geheimkrediten in Verbindung? Wir wissen ja von George Soros, dass "alle US-Banken im Prinzip pleite sind". Sie machen aber weiter. Mit wessen Geld eigentlich?

 


 

BoE rettete RBS und HBOS mit geheimen Notkredit vor dem Kollaps

Mittwoch, 25. November 2009, 07:28 Uhr

London (Reuters) - Die britische Notenbank (BoE) hat auf dem Höhepunkt der Finanzkrise im vergangenen Jahr zwei taumelnde Großbanken mit geheimen Krediten vor dem Kollaps bewahrt.

Die Royal Bank of Scotland (RBS) und HBOS bekamen im Herbst 2008 Darlehen über insgesamt 61,6 Milliarden Pfund (68 Milliarden Euro), wie die Zentralbank erst am Dienstag enthüllte. Die Unterstützung sei damals geheimgehalten worden, um den maroden Finanzsektor nicht weiter zu destabilisieren. Inzwischen hätten sich die zwei Banken wieder erholt und den Betrag zurückgezahlt.

"Im Rahmen ihrer Funktion als Zentralbank agiert die Bank bei außergewöhnlichen Umständen als Kreditgeber letzter Instanz für Finanzinstitute, die sich in Schwierigkeiten befinden, um einen Vertrauensverlust im gesamten Finanzsystem zu verhindern", hieß es in einer Mitteilung der BoE. Ein Sprecher von Premierminister Gordon Brown sagte, diese Notmaßnahme erinnere daran, wie nah das Bankensystem einem Zusammenbruch gewesen sei.

HBOS gehört inzwischen zur Lloyds Banking Group, die wiederum aufgrund massiver staatlicher Hilfen zu 43 Prozent dem britischen Steuerzahler gehört. Lloyds treibt derzeit die weltgrößte Kapitalerhöhung im Volumen von umgerechnet 15 Milliarden Euro voran. RBS ist inzwischen fast komplett verstaatlicht.

             

de.reuters.com/article/companiesNews/idDEBEE5AO02I20091125

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Anti Lemming:

Faber und Gold

7
25.11.09 10:36
Vor zwei Wochen hat Faber noch gesagt, dass bei Gold eine Korrektur auf 900 Dollar ansteht. Nun behauptet er, dass Gold "nie wieder" unter 1000 Dollar fallen wird. Haben sich die Zeiten so schnell geändert? Oder vielleicht doch nur die Charts?

Fazit:: Schwatzkopf.
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wawidu:

turboluke - # 53123

5
25.11.09 10:38
Hast du nicht gemerkt, dass meine ## 101, 105 und 118 pure Satire sind? Schau dir mal den Chart in # 105 genauer an: Gab es da in 2007 und 2008 "Weihnachtsrallies"? Auf einen Junk-Wert wie in 118 würde ich bei der Volatilität übrigens nie ernsthaft setzen. Die letzte Kerze dort ist sehr aussagekräftig: Ein solcher Wert ist nur was für Zocker, die Achterbahnfahrten lieben.
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Knappschafts.:

Die erste deutsche Bad Bank

9
25.11.09 10:41

Landesbanken kaufen sich vom Risiko West LB frei

25. November 2009 Die Bundesregierung wird sich finanziell an der Stabilisierung der angeschlagenen West LB beteiligen. Im Rahmen des Finanzmarktstabilisierungsfondsgesetzes soll der Bankensonderfonds nach der Abtrennung einer Abwicklungsbank, einer sogenannten Bad Bank, der verbleibenden Kernbank Eigenmittel zur Verfügung stellen. Diese Einigung am Dienstagabend wurde möglich, nachdem eine Lösung für die künftige Haftung der nordrhein-westfälischen Sparkassen gefunden wurde, deren beiden Regionalverbände bislang mit zusammen 50 Prozent Kapitalanteilen der größte West-LB-Aktionär sind (Bad Bank: Bund gibt West LB drei Milliarden Euro)

Die West LB wird nun nicht mehr zum Kerngeschäft zählende Aktiva im Umfang von 85 Milliarden Euro in die erste deutsche Bad Bank einbringen. Für deren Risiken haften die Altgesellschafter. Aus der Abwicklung dieser Vermögenswerte wird gegenwärtig ein Verlust von rund 4 Milliarden Euro kalkuliert. Die West LB soll nach Informationen der F.A.Z. aus ihren rund 8 Milliarden Euro Eigenmitteln rund 3 Milliarden in die Abwicklungsbank einbringen. Damit sollen Abwicklungsverluste ausgeglichen werden. Außerdem haben die Landesbanken nach einer Krisensitzung am Montag in Frankfurt den Eignern angeboten, knapp 200 Millionen Euro aus dem gemeinsamen Haftungsfonds zu entnehmen, der bis zum Bedarf verzinslich angelegt werden soll.

Kapitalstock zum Ausgleich der Verluste

In der am Dienstagabend in Berlin gefundenen Einigung wird den Sparkassen die Möglichkeit eröffnet, in den nächsten Jahren aus ihren Ergebnissen einen Kapitalstock zu bilden, aus dem dann bei Bedarf die erwarteten und in bestimmten Umfang auch darüber hinausgehende unerwartete, auf die Sparkassen entfallenden Verluste der Bad Bank ausgeglichen werden können. Diese Ansparlösung trägt wohl den Bedenken der Sparkassen Rechnung, dass sie bei einer sofortigen vollständigen Garantieleistung für die Bad Bank bei der Vergabe von Krediten stark beschränkt würden. Bislang ist noch offen, bis zu welchem Umfang unerwartete Verluste von allen Altgesellschaftern abzusichern sind. Es gibt Spekulationen über weitere 4 Milliarden Euro. Mithin hafteten die Sparkassen bei erwarteten und unerwarteten Verlusten im Umfang von rund 4 Milliarden Euro.

Bei den aus dem Sicherungsfonds der Landesbanken angebotenen Mitteln handelt es sich in etwa um den Betrag, den die West LB selbst in den vergangenen Jahren der Sicherungsreserve der Landesbanken zugesagt hat. Mit dem Schritt wollen sich offenbar die anderen Landesbanken von der Verpflichtung des gemeinsamen Haftungsverbundes freikaufen, der im Schadenfall eine Unterstützung der West LB von mehr als 4 Milliarden Euro bedeutet hätte. In den vergangenen Tagen hatten die beiden Sparkassenverbände des Landes gedroht, die West LB zum Stützungsfall zu erklären. So wollten sie über die gemeinsame Haftungszusicherung Geld für die West LB von Sparkassen, Landesbanken und Landesbausparkassen aus ganz Deutschland heranziehen (F.A.Z. vom 24. November). Heinrich Haasis, Präsident des Deutschen Sparkassenverbandes, hatte am Dienstag "eine Verständigung auf einen finanziellen Beitrag in Zusammenhang mit der Abspaltung eines Portfolios der West LB und dessen Überführung in eine Abwicklungsanstalt" bestätigt.

 

 

 

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relaxed:

#53137 War doch klar, dass diese

3
25.11.09 10:49
spezifische "deutsche Bombe" tickt.

Hätte nur nicht gedacht, dass Schwacke so unabhängig ist, dass dies für den "unbedarften Bürger" offensichtlich wird. Respekt!

Ob die 20% Abschlag reichen werden? ;-))
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Anti Lemming:

GB: Wirtschaft schrumpft um 0,3 % im 3. Q.

4
25.11.09 10:55
Gegenüber dem Vorjahresquartal liegt die Schrumpfung bei 5,1 %.

Sieht man sich hingegen den Chart des "Footsie" (GB-Index, unten) an, könnte man eher meinen, die GB-Wirtschaft wäre um 6 % gewachsen.



Nov. 25, 2009, 4:41 a.m. EST
U.K. economy shrank 0.3% in third quarter
By William L. Watts

LONDON (MarketWatch) -- The British economy shrank in the third quarter, but at a slower pace than initially estimated, the Office for National Statistics said Wednesday. Gross domestic product contracted by 0.3% compared to the previous quarter and fell 5.1% compared to the third quarter of last year. The figures were in line with forecasts. The ONS had previously estimated that GDP shrank by 0.4% compared to the previous quarter and 5.2% year-on-year. (Resends to correct previous estimate of the decline in year-on-year GDP).
(Verkleinert auf 99%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 278037
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fkuebler:

AL #143: Das ist doch ganz simpel: ...

3
25.11.09 11:06

"Sieht man sich hingegen den Chart des "Footsie" (GB-Index, unten) an, könnte man eher meinen, die GB-Wirtschaft wäre um 6 % gewachsen."

... die Märkte schliessen daraus richtig, dass es auch weiterhin Kohle gibt, und zwar massenhaft.

Und Kohle, vor allem massenhafte, hebt einfach die Stimmung.

Ob das vielleicht u.a. auch daran liegt, dass man, wenn ich meinen Schulerinnerungen trauen kann, aus Kohle Alkohol machen kann? ;-))

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Anti Lemming:

fk: billige Staatskohle - wie lange noch?

4
25.11.09 11:32
Das muss man sich zurzeit ernsthaft fragen. Der Konsens hegt keinerlei Zweifel daran, dass Staatskohle auch künftig noch "endlos" nach Bedarf fließen wird. Ein kontraindikatorisches Warnsignal?

Was würde z. B. passieren, wenn China wegen massiver Probleme (wirtschaftlich durch Exportschwäche, politisch durch Instabilitäten) als Käufer von US-Staatsanleihen ausfällt? Die Fed kann nicht alles aufkaufen, die benötigten Summen sind viel  zu hoch. Dann könnte Obama seine Stimulationsmaßnahmen in der Pfeife rauchen. Ohne Stimulation gibt es aber - zumindest aus jetziger Sicht - kein Wachstum, sondern einen Doppel-Dip.

Doug Kass kommt nach der Lektüre der Fed minutes zum dem Schluss: "The specter of stagflation grows daily." Er sieht also verstärkt die Gefahr von Stagflation in USA. Entsprechend setzt er strategisch auf fallende US-Longbonds (mit einem Long in TBT):

bigcharts.marketwatch.com/quickchart/...&freq=1&time=9

Stagflation, die auch ich befürchte (statt Deflation), würde mit deutlich fallenden Long-Bonds-Kursen einhergehen, was die Zinskurve aufsteilt und die Kreditvergabe an Firmen sowie Hypo-Kredite deutlich verteuert. Der Housing-Markt würde im Abgrund versinken, viele US-Firmen wären ebenfalls existenz-bedroht.

Fundamental macht das sogar Sinn, denn warum sollte die Rest-Welt weiterhin einer wirtschaftlich stark angeschlagenen Nation wie USA riesige Geldsummen zu Mickerzinsen zur Verfügung stellen? Das ist unter CRV-Aspekten "nicht marktgerecht". Lediglich die Bondsmanipulationen der Fed (QE) halten die Zinsen zurzeit unten.

Da die Welt zurzeit in zwei große, unversöhnliche Lager zerstritten ist - Inflationisten und Deflationisten - die beide mit "Händen und Klauen" ihre Standpunkte verteidigen, wäre es unter der Prämisse, dass der Konsens (hier: beide Seiten) fast nie Recht hat, mMn durchaus möglich, dass ein bislang von kaum jemanden in Betracht gezogenes Stagflations-Szenario käme.  Es wäre sozusagen die außerplanmäßige dritte Variante, die das Übel der Deflation (steigende AL-Zahlen, Wirtschaftsschrumpfung) mit zunehmender Kreditverteuerung wegen Risikoaversion bei Longbonds verbindet.
Antworten
thostar:

Rally wird erst dann beendet

11
25.11.09 11:33
wenn die Politiker in Europa und Asien genügend Druck von der Industrie bekommen, die Währungverschiebungen zu Gunsten des Dollar (Dollarschwäche) abzubauen. Und das geht nur durch einen ausgeglichenen Leitzins in vernünftiger Höhe quer durch alle Industrienationen, um das Carry-Trading und Hochkaufen der Märkte und damit auch der Rohstoffe zu verhindern.
'Das Volk' ist offensichtlich aufgrund der Medienberieselung nicht mehr in der Lage, die Hintergründe zu erfassen, zu verstehen oder einfach nur zu hinterfragen, denn ansonsten würde man auf die Barrkaden gehen angesichts sinkender Realeinkommen bei glz künstlich angetriebenen Rohstoffpreisen und steigenden Preisen in Anlageklassen aller Art, eine Art Enteignung auf der Welle der Medienvernebelung.
Insofern ist vom Pöbel, wie der Altlateiner sagt, nichts mehr zu erwarten, da einfach zu degeneriert.
Antworten
pfeifenlümmel:

Na.na, da tuuut sich was

4
25.11.09 11:51
Privatkunden müssen jetzt lange laufen um an den Tresor zu kommen.

Mit der Aktion will HSBC Medienberichten zufolge Platz schaffen. Die Bestände von Privatkunden sollen in anderen Lagerstätten verwaltet werden, damit am prestigeträchtigen Ort in Manhattan mehr Raum für wirtschaftlich interessantere institutionelle Kunden bleibt, berichtet das „WSJ“. Eine Sprecherin betonte dagegen, es gehe um „Sicherheitsüberlegungen.“

www.handelsblatt.com/finanzen/rohstoffe/...t-manhattan;2489158
Antworten
Anti Lemming:

Die Rallye endet mit dem Treibstoff

13
25.11.09 11:51
- und der ist: billiges Geld.

Der Treibstoff "billiges Geld" geht aus, wenn entweder

(1) die Leitzinsen erhöht werden (dürfte kaum passieren, da die Fed auf "Vermögenswert-Inflationierung" setzt), oder wenn

(2) die Neuverschuldung ins Stocken gerät (Longbond-Aversion, siehe mein letztes Posting # 53145)

Variante (2) hat die unangenehme Eigenschaft, "vom Markt gesetzt" zu werden. Die Fed kann Longbonds-Kurse nur via QE beeinflussen, und diese Kontrolle ist relativ schwach, wenn man die (ohnehin schon geschwächte) Finanzkraft der Fed mit dem ungeheuren Volumen ausstehender und zukünftig zu emittierender US-Staatsanleihen vergleicht.

Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass (2) eintritt, ungemein. Variante (1) kann man unter jetzigen Prämissen in der Tat nahezu ausschließen. (1) ergäbe sich aber mittelfristig als Notmaßnahme infolge von (2) - so wie Volcker 1982 zur Inflationsbekämpfung die Leitzinsen stark erhöhen musste.

Steigende Zinsen sind das Letzte, was USA jetzt gebrauchen kann. Daher wird Mr. Market dafür sorgen, dass sie kommen. Ob die Fed dies will oder nicht...
Antworten
Anti Lemming:

Pfeifenlümmel

2
25.11.09 11:55
Wenn die Reichen in USA künftig Rohstoffvorräte als "eisene Reserve" bunkern wollen, reicht herkömmlicher Stauraum in den Schließfächern der Banken (eher für Papierlagerung gedacht) natürlich nicht mehr aus. Sie müssen dann auf Fort Knox umsatteln und die dort lagernden Bananen ausräumen.
Antworten
Malko07:

#53145: Auch wenn Doug Kass etwas

12
25.11.09 11:59
behauptet ist das noch kein Argument.

Steigende Zinsen erzeugen keine Inflation sondern bekämpfen sie! Das ist eine Erkenntnis der Ökonomen, die sich schon seit über einem Jahrhundert in der Praxis ausnahmslos bewährt hat. Sinkende Zinsen dagegen erzeugen nicht zwangsweise Inflation. Da gibt es aus der Praxis sowohl die einen als auch die anderen Beispielen.

Nur eine längeranhaltende US-$-Schwäche, welche die Margen der Importeure auffrisst, führt in einer Situation wie der jetzigen zu einer Inflation in Teilbereichen. Diese wird aber durch die täglich ärmer werdenden Verbraucher im Griff gehalten und nur die Währungsverluste spiegeln. Es ist eben keine Inflation, die durch zu stark gewachsene Nachfrage entsteht.

Gelddrucken können die Amis noch viel länger als mancher es sich es hier vorstellen kann. Dabei ist es ziemlich unerheblich, ob die Fed die Anleihen vom Markt nimmt oder Zockerbanken mittels Staatsanleihen als Sicherheit neues Geld bei der Fed tanken um die Anleihen aufzukaufen.

Keiner sollte glauben die Amis würden Selbstmord machen um ihren Tod zu verhindern. Mit ihrer heutigen Politik zwingen sie die restliche Welt an den Tisch um die Ungleichgewichte zu bekämpfen. Ist nur eine Frage der Zeit. Auch wir werden noch von unserem hohen Ross herunter kommen. Wenn es krachen sollte wird der US-$ die einzige von den großen Währungen sein die überleben wird. Das ist allen Spielern am Tisch bekannt.
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