#709cad; font-family: Arial">Der erhöhte Fundingbedarf der USA hinterlässt Spuren
Gestern hat das US-Schatzamt seine Emissionsvorschau für das laufende Quartal
zusammen mit den Emissionsvorschlägen des „Advisory Committee“ veröffentlicht.
Nach 569 Mrd. USD im Abschlussquartal des Vorjahres erwartet das Schatzamt insgesamt
Neuemissionen in Höhe von 493 Mrd. USD. Diese beachtliche Zahl liegt 125
Mrd. USD und damit 34 % über dem im November angekündigten Wert. Für das
zweite Quartal werden gegenwärtig 165 Mrd. USD erwartet.
Die wichtigste Änderung im Emissionsplan stellt die neue, monatliche Emission einer
7-jährigen T-Note dar, die zusammen mit der 5- und der 2-jährigen T-Note jeweils
zum Monatsende auktioniert wird. Die erste Auktion findet am 26.02.09 statt. Der erhöhte
Fundingbedarf drückt sich ebenfalls dadurch aus, dass das Zielvolumen der 2-
jährigen T-Notes innerhalb eines halben Jahres von 26 Mrd. USD auf 45 Mrd. USD
angewachsen ist. Darüber hinaus soll nun quartalsweise statt bisher halbjährlich ein
neuer 30-jähriger T-Bond begeben werden, der jeweils im Folgemonat (bisher im
Folgequartal) aufgestockt wird. Die Anzahl der T-Bond Auktionen erhöht sich damit
pro Jahr von vier auf acht, beginnend mit dem 12.03.09. Darüber hinaus wird ausdrücklich
darauf hingewiesen, dass über eine zweite Aufstockung der 30-jährigen Anleihe
jeweils in dem einzig noch verbleibenden freien Monat nachgedacht wird.
Am Geldmarkt werden Cash Management Bills mit flexibler, bis zu 70-tägiger Laufzeit
eingeführt. Zum gesamten Budgetdefizit trägt der Geldmarkt etwa 35 % bei. Ebenfalls
erwähnenswert erscheint, dass bis zur Jahresmitte nur noch 14 Mrd. USD neurer
inflationsindexierter Anleihen geplant sind. Mit den bereits platzierten TIPS sind dies
30 Mrd. USD. Damit fristen inflationsindexierte Anleihen nach wie vor ein Schattendasein
und spielen bei der Finanzierung des Budgetdefizits nur eine untergeordnete
Rolle.
Quelle: HSBC Trinkaus