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Der USA Bären-Thread


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Keno77:

Nachtrag zu Bankenkrise Teil II (# 70021)

10
18.10.10 22:16
Citigroup-Finanzchef John Gerspach erklärte heute, sein Geldhaus habe keine zweifelhaften Methoden bei den Zwangsräumungen von Häusern festgestellt. Anders als die Rivalen JP Morgan und die Bank of America hat das Institut daher auch Zwangsräumungen noch nicht ausgesetzt.

Citigroup hatte heute die Zahlen von Q3 gemeldet:  3,2 Mrd. Gewinn, nach einem Verlust von 2,2 Mrd. noch vor einem Jahr. Das ist jedoch ausschließlich auf die geringeren Belastungen für faule Kredite führten. Ein Ertragswachstum hat es nicht gegeben.  

Noch nie waren die Börsen so kurzsichtig wie aktuell:  das derzeitige Kreditgeschäft der Banken lahmt, die künftigen Ertragsaussichten sind "mau" und hängen von der Belebung der US - Wirtschaft ab, die nach wie vor unsicher ist.  Und dann das genannte Immobiliensonderproblem. Man darf gespannt sein, ob die Citigroup davon wirklich nicht betroffen ist!

Der Kurs der CG steigt um über 5%. Und obwohl es schwerpunktmäßig JP Morgan und die Bank of America zu sein scheinen, die von dem Immobiliensonderproblem betroffen sind, werden deren Aktienkurse gleich um ca. + 3% mit hochgerissen.

Von früher her habe noch in Erinnerung, dass die Börsenkursen hauptsächlich die Zukunftsaussichten einpreisen. Eigentlich sehe ich über dem gesamten Bankensektor nur schwarze Wolken.

de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE69H0GW20101018
Es ist die Aufgabe des Marktes, so viele Marktteilnehmer wie möglich in die Irre zu führen.
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IBM & Apple

10
18.10.10 22:36
IBM Profit Grows, Tops Wall Street Expectations
EARNINGS, CNBC EARNINGS, IBM EARNINGS, IBM PROFITS, IBM REVENUE, IBM, CNBC IBM EARNINGS, INTERNATIONAL BUSINESS MACHINES
CNBC.com
| 18 Oct 2010 | 04:24 PM ET

 

IBM reported a quarterly profit and sales that both exceeded what Wall Street was looking for from the company, but its shares slid in late trading as investors were disappointed by the company's services backlog.

 

The technology giant said it earned $2.82 a share in the third quarter, against $2.40 a share in the same period last year.

Revenue for the quarter was reported at $24.27 billion, versus $23.56 billion last year.

Equity analysts who follow IBM expected the company to turn in a profit of $2.75 a share on sales of $24.13 billion, according to Thomson Reuters.

Shares of IBM lost almost 3 percent in extended trading Monday. Get after-hours quotes for IBM here.

The finished the regular New York Stock Exchange session more than 1 percent high , hitting an intraday 52-week high of $143.03. 

IBM estimated its services backlog as of September 30 at $134 billion. The backlog includes signed services contracts of $11 billion in the quarter, which marked a decline of 7 percent.

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Chaos in Frankreich

10
18.10.10 22:55
Krawalle und Verkehrschaos

Frankreich setzt Krisenstab ein

In Frankreich verschärfen sich die Proteste gegen die bevorstehende Anhebung des Rentenalters. Verkehrsblockaden brennen, Jugendliche liefern sich Straßenschlachten mit der Polizei. In Paris fallen bis zu 50 Prozent der Flüge aus. In Belgien blockieren LKW-Fahrer wichtige Verkehrsachsen. In einem AKW streikt die Belegschaft.

Die seit einer Woche andauernde Protestbewegung gegen die französische Rentenreform gewinnt weiter an Schärfe. Wegen der Krawalle in diversen Städten des Landes hat die Regierung einen Krisenstab eingesetzt. Er soll die Energieversorgung des Landes sichern. In allen zwölf Ölraffinerien Frankreichs setzten die Arbeiter ihren Streik den siebten Tag in Folge fort. "Solange sich die Regierung nicht bewegt, bewegen wir uns auch nicht", sagte ein Gewerkschaftsvertreter. Mehr als 1000 Tankstellen ist angesichts blockierter Raffinerien und Treibstoffdepots der Sprit ausgegangen. Verspätungen und Flugausfälle gibt es auch auf dem wichtigsten Pariser Luftverkehrs-Drehkreuz, am Airport Charles de Gaulle. Dort sorgen streikende Mitarbeiter von Treibstoff-Firmen für Behinderungen.

Auf den Flughäfen des Landes werden an diesem Dienstag nach Behördenangaben etwa ein Drittel aller Flüge ausfallen. Auf dem zweitgrößten Pariser Airport Orly dürfte sogar die Hälfte der Flüge gestrichen werden. Im ganzen Land sind Protest-Kundgebungen geplant. Mittlerweile haben die Proteste auch die Energieversorger erreicht. Die Belegschaft des nordfranzösischen Atomkraftwerks Flamanville stimmte für einen 48-stündigen Ausstand, so dass sich die Leistung der 1300-Megawatt-Anlage halbieren wird. Nach Angaben des Stromkonzerns EdF sei jedoch kaum mit einer spürbaren Auswirkung bei den Verbrauchern zu rechnen.

Krawalle gab es in Städten wie Paris, Bordeaux, Lyon oder Lille durch Jugendliche, die Schulen blockierten oder Schaufenster und Autoscheiben demolierten. Mehrere Autos gingen in Flammen auf. Die Polizei setzte Tränengas ein und nahm mehrere Jugendliche fest. Die Gewerkschaften planen eine weitere Ausweitung der Proteste. Sie richten sich gegen Pläne der Regierung, das Renteneintrittsalter von 60 auf 62 Jahre anzuheben. Der Gesetzentwurf soll am Mittwoch durch den Senat gehen, am Freitag könnte Präsident Nicolas Sarkozy ihn mit seiner Unterschrift in Kraft setzen.

Verkehrsblockaden in Belgien

Weiterhin gestört ist auch der Bahnverkehr. Etwa jeder zweite innerfranzösische Schnellzug (TGV) fällt vermutlich aus. Die Thalys-Züge von Paris nach Köln wurden ebenfalls gestrichen - allerdings wegen eines Streiks in Belgien. Mehrere Lastwagenfahrer blockierten mehrere Treibstoffdepots und behinderten den Verkehr auf wichtigen Verkehrsachsen. Auch Eurostar-Züge von Brüssel in Richtung London verkehrten nicht.

Belgien ist mehr als vier Monate nach der Parlamentswahl noch immer ohne Regierung. Die französischsprachigen wallonischen Parteien schlugen ein Koalitionsangebot der flämischen Separatistenpartei N-VA aus.

Hauptstreitpunkt in den Verhandlungen ist die Forderung der flämischen niederländischsprachigen Parteien nach größerer Autonomie in ihrem Landesteil. Das lehnen die wallonischen Parteien ab, weil sie darin den ersten Schritt zur Aufspaltung Belgiens sehen.

Quelle: rpe/dpa/AFP

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Ischariot MD:

AAPL: Licht und Schatten

8
18.10.10 23:44
Apple schlägt erneut die Erwartungen, Ausblick enttäuscht

Cupertino (aktiencheck.de AG) - Die Apple Inc. gab am Montag nach US-Börsenschluss die Zahlen zum vierten Fiskalquartal 2009/10 bekannt. Dabei konnte der US-Hersteller von Unterhaltungselektronik die Erwartungen der Analysten einmal mehr deutlich übertreffen. Der Ausblick auf das laufende Quartal enttäuschte jedoch.

Wie das Unternehmen mitteilte, stieg die Zahl der verkauften Macintosh-Computer um 27 Prozent auf 3,89 Millionen. Vom iPhone gingen 14,1 Millionen Stück über die Ladentheke und damit 91 Prozent mehr als im Vorjahr. Das iPad, das erst im zweiten Quartal neu auf den Markt kam, wurde 4,19 Millionen Mal verkauft. Nur beim iPod ging die Zahl der verkaufen Geräte um 11 Prozent auf 9,05 Millionen zurück.

Das Nettoergebnis belief sich den Angaben zufolge auf 4,31 Mrd. Dollar bzw. 4,64 Dollar je Aktie, nach 2,53 Mrd. Dollar bzw. 2,77 Dollar je Aktie im Vorjahreszeitraum. Die Umsatzerlöse konnten im Berichtszeitraum von 12,21 Mrd. Dollar auf den neuen Rekordwert von 20,34 Mrd. Dollar gesteigert werden. Analysten hatten im Vorfeld Umsätze von 18,86 Mrd. Dollar und ein Ergebnis von 4,06 Dollar je Aktie erwartet.

Für das derzeit laufende erste Fiskalquartal 2010/11 prognostiziert Apple ein EPS von 4,80 Dollar bei Umsätzen von rund 23 Mrd. Dollar. Die Analysten erwarten derzeit ein EPS von 5,04 Dollar bei Umsätzen von 22,22 Mrd. Dollar.

Die Apple-Aktie schloss heute an der Nasdaq bei 318,00 Dollar (+1,04 Prozent). Nachbörslich rutscht die Aktie um 5,66 Prozent auf 300,00 Dollar ab. (18.10.2010/ac/n/a)
www.finanzen.net/nachricht/aktien/...sblick-enttaeuscht-917823
Die Würde des Steuerzahlers ist unantastbar
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hello_again:

@Keno #70020

3
19.10.10 07:42
""Die Einkommensungleichheit ist so hoch wie nie, aber die Reichen behaupten, sie hätten keine Verantwortung für den Rest der Gesellschaft. Sie lehnen es ab, die Mittellosen zu unterstützen, und verteidigen Steuersenkungen bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Fast alle beschweren sich, fast alle setzen sich aggressiv für ihre eigenen beschränkten und kurzfristigen Interessen ein, und fast alle geben den Anspruch völlig auf, nach vorn zu blicken oder auf die Bedürfnisse anderer einzugehen."

"Die Amerikaner scheinen zu glauben, dass sie ein natürliches Recht auf staatliche Leistungen hätten, ohne Steuern zu bezahlen. Im politischen Wortschatz Amerikas werden Steuern als Freiheitsberaubung definiert."

Wenn ich so durch die Foren, ariva, spiegel-online, stöbere, dann bekomme ich den Eindruck, als ob man Amerika durch Deutschland ersetzen könnte.

Tendenzen sind hier auch erkennbar. Inwieweit diese nun ausgeprägt sind oder die Situation in den USA ist, kann ich nichts beurteilen...
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Stöffen:

Ein Funke und der Ballon platzt

12
19.10.10 08:39
Interessanter ARD-Bericht zum aktuellen Volumen und Umfang des Derivate-Casinos

"Ein Funke und der Ballon platzt"

Die Notenbanken fluten die Finanzmärkte mit billigem Geld, das nächste Doping der Fed steht wohl im November bevor. Für Gerd Bennewirtz vom Finanzdienstleister SJB ist dadurch eine Derivate-Blase entstanden, die zu platzen droht.

Mit billigem Geld die Wirtschaft ankurbeln – so simpel lautet der Plan der meisten Notenbanken weltweit. Am konsequentesten folgt die US-Notenbank Fed unter der Leitung von Ben Bernanke dieser Vorstellung. In einer vielbeachteten Rede vom vergangenen Freitag stellte "Helicopter-Ben" eine Fortsetzung der Geldschwemme in Aussicht.

Den Spitznamen erwarb sich Bernanke, weil eine alte Empfehlung von ihm lautet, Wirtschaftskrisen, Deflation und Kreditklemmen mit dem Ausschütten von Bargeld zu bekämpfen – notfalls mit dem Helikopter. Die Theorie vom Segen des Dollardruckens testet der Fed-Chef nun an der Realität.

Derivate außer Kontrolle

Möglicherweise mit fatalen Folgen: Gerd Bennewirtz, Geschäftsführer des Fondsverwalters SJB, warnt jetzt davor, dass durch das ungehemmte Geldmengenwachstum eine Flut von Derivaten entstanden sei – ohne inneren Wert. Das Volumen der Derivate, die weltweit unreguliert "über den Tresen" (over the counter), also außerhalb von Börsen, gehandelt werden, ist im vergangenen Jahr um 12,2 Prozent auf 614,7 Billionen US-Dollar gestiegen, berichtet die Bank for International Settlements (BIS).

Hinzu kämen börsennotierte Derivate im Wert von 73,2 Billionen US-Dollar. Den Derivaten im Gesamtwert von 687,9 Billionen US-Dollar stünden an den Kapitalmärkten weltweit Anleihen und Aktien im Gesamtwert von 110,5 Billionen Dollar gegenüber, rechnet Bennewirtz vor.

Anleihederivate dominieren

Der massive Zufluss der Milliarden in den Derivatemarkt hat laut Bennewirtz zur Folge, dass sich die Investoren von einer Börsenweisheit verabschieden könnten: "Wer als Investor gelernt hat, dass Derivate sich nach ihren Basiswerten richten, geht heute in die Irre. Durch ihre schiere Masse beeinflussen die Derivate den Kursverlauf ihrer Basiswerte viel massiver als umgekehrt."

Die Dollar seien vor allem in den Markt für Anleihederivate geflossen: "Auf einen US-Dollar in Anleihen kommen sieben weitere US-Dollar in Zinsderivaten", rechnet der Vermögensverwalter vor. Derivate auf Zinspapiere, außerbörsliche und börsennotierte, dominierten mit einem Marktanteil von 75,1 Prozent und einem Gesamtvolumen von 516,3 Billionen US-Dollar die internationalen Derivatemärkte.

Die Blase droht zu platzen

"Ein Funke genügt, um diesen Ballon platzen zu lassen", warnt Bennewirtz. Und dieser Funke könnte nach Ansicht des Experten eine Erhöhung der Leitzinsen durch die Notenbanken sein: "Ein Hüsteln der Notenbanken in Richtung Zinserhöhung wird große Teile der internationalen Anleihenmärkte und ihrer Derivate mit Schwindsucht infizieren. Dies dürfte ein wesentlicher Grund sein, warum die Notenbanken an ihrer geldpolitischen Laissez-faire-Haltung festhalten."

Denn: "In dem Moment, in dem die Zinsen wieder steigen, sind die Kurse der jetzt auf dem Markt befindlichen Anleihen kurzfristig gefährdet", erklärt Bennewirtz. Sobald der Markt für neue Anleihen mehr Zinsen bekomme, verlören die alten Papiere einen Teil ihres Kurswertes, stellt der Experte fest. "Sie geraten unter Verkaufsdruck, da sich die Investoren mit den neuen höher verzinsten Papieren eindecken möchten. Infolgedessen geraten auch die von den Basiswerten abgeleiteten Derivate unter Druck." Dadurch drohten dem Markt heftige Turbulenzen.

boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_478008
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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Pichel:

US-Banken droht Milliardenverlust

11
19.10.10 08:41
DJ: US-Banken droht Milliardenverlust aus Hypothekenrückkäufen - Studie
NEW YORK (Dow Jones)--Der US-Bankenbranche droht ein weiterer Rückschlag.
Derzeit stehen die Hypotheken-Banken wegen ihrer Zwangsvollstreckungspraxis in
der Kritik. Tausende Verfahren wurden ausgesetzt und werden überprüft. Doch
viel größere Verluste von bis zu 120 Mrd USD drohen den Instituten laut einer
Studie von J.P. Morgan Chase & Co aus dem Rückkauf Not leidender
hypothenbesicherter Anleihen.

 Falls Anleihebesitzer nachweisen könnten, dass die Konsortialbanken gegen
Garantiezusagen verstoßen haben - beispielsweise durch falsche Angaben über
Kreditanträge, die dem Papier zu Grunde liegen und zu einer nachteiligen
Bondentwicklung führten - könne von den Banken der Rückkauf der Not leidenden
Anleihen gefordert werden. Diese Vorwürfe vor Gericht zu beweisen, könne
allerdings schwierig sein, so die Studie.

 J.P. Morgan gab für diese sogenannten "Put-Back"-Kosten eine Basisschätzung
von 55 Mrd USD aus und erklärte, im Stressfall könnten die Verluste sich auf
insgesamt 120 Mrd USD summieren. Pro Jahr würden sich die Verluste auf 10 Mrd
bis 25 Mrd USD belaufen und für mehrere Jahre anfallen.


  Webseite: www.jpm.com

  -Von Chris Dieterich, Dow Jones Newswires,
  +49 (0)69 29725 104, unternehmen.de@dowjones.com
  DJG/DJN/sha/ebb

 (END) Dow Jones Newswires

 October 19, 2010 02:40 ET (06:40 GMT)
Dow Jones & Company, Inc.2010
Bankraub ist ein Unternehmen für Dilettanten.
Wahre Profis gründen ein Bank.
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Malko07:

#70020, #70030

17
19.10.10 08:51
Etwas vereinfacht kann man die US-Gesellschaft in 2 Teile einteilen. Beide Teile finden sich in den 2 großen Parteien wieder. Der eine Teil will die Ausgaben, auch die Sozialausgaben eher noch erhöhen bei gleichbleibenden oder gar sinkenden Steuerforderungen. Zahlen muss dann die restliche Welt so wie z.B. der deutsche Steuerzahler über die Finanzkrise. Der andere Teil will die Ausgaben und die Steuerforderungen so weit absenken wie nur möglich und dabei keine Schulden machen, also praktisch den zentralen Staat auf Null fahren. Sozialleistungen sollen nur über private Initiativen freiwillig erfolgen. MMn können beide Modelle längerfristig nicht funktionieren. Die Welt wird auf jeden Fall nicht länger zahlen wollen.

Auch unsere Gesellschaft kann man etwas vereinfacht in 2 Teile einteilen. In den zahlenden Teil (derjenige der den Staat und die Gesellschaft durch seine Sozialversicherungsbeiträge und Steuern trägt - also die "Bösen") und in den bezahlten Teil (derjenige der primär von staatlichen Transferleistungen lebt). Diese "soziale" staatliche Organisation hat auch erhebliche Nachteile. So haben die gebährfähigen Frauen vom ersten Teil im Schnitt 1 Kind und die entsprechenden Frauen vom 2. Teil 4 Kinder. Dabei erzeugt der 2. Teil unter seinen Kindern einen großen Anteil von Schulversagern und sorgt darüber für "Nachwuchs". Deutschland hat unter den Kindern inzwischen den größten Anteil an staatlich "bezahlten" Kindern weltweit und dieser Anteil wächst weiter fröhlich vor sich hin. Inzwischen versucht man das Problem mit "Kitazwang" anzugehen. Ob höhere und breitere Transferzahlungen das Problem lösen werden, darf mit Recht bezweifelt werden. Auf jeden Fall wird der "Staat" längerfristig damit überfordert werden und ein guter Erzieher war der Staat in der Vergangenheit auf jeden Fall nie. Die Zahler werden längerfristig nicht mehr mitmachen. Schon heute flüchten immer mehr (Auswanderung).

Was beide Gesellschaften (USA, Deutschland) gemein haben sollen, ist mir schleierhaft. Es gibt nur eine gemeinsame Tatsache. Wenn diese Gesellschaften so weiter machen fahren beide gegen den Baum.
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thai09:

yep

6
19.10.10 08:59
die Ausgewanderten lassen gruessen
hahahaaaa...nice Greets from BKK
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relaxed:

#70033 Das Modell ist zu einfach.

11
19.10.10 09:10
In D leben Beamte, öffentliche Angstellte, Pensionäre, Rentner und Angestellte von staatlich subventionierten Industrien ebenfalls von "staatlichen Transferleistungen".

Natürlich und auch berechtigterweise nehmen diese Gruppen für sich in Anspruch, dass sie dafür auch eine gewisse Leistung erbringen oder erbracht haben. Würden wir in D den Staat in änlicher Weise zurück fahren wie es  manche Gruppen in den USA fordern und auch praktizieren, dann wären davon nicht nur die "Hartzler" betroffen.

Auch in den USA ist das Bild nicht so einfach und es sind nicht nur die finanziellen Überlegungen, welche eine Gruppenzugehörigkeit festlegen. Viele Amerikaner misstreuen dem Staat und das ist historisch begründet - deshalb sind sie auch als Pioniere in die USA eingewandert. Freiheit und Individualrechte werden stärker gewichtet als Sicherheit und Staatsmacht. In D und anderen europäischen Ländern wird das anders gesehen.
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permanent:

Japan Cuts Economic View As Yen Bites

5
19.10.10 09:15
Japan Cuts Economic View As Yen Bites
JAPAN, FX, CURRENCIES, YEN, POLITICS AND GOVERNMENT, ECONOMY, G20, FOREIGN EXCHANGE POLICY, YOSHIHIKO NODA, G20, FOREX, DOLLAR, EXPORTS, TRADE, INDUSTRIAL OUTPUT
Reuters
| 19 Oct 2010 | 01:45 AM ET

Japan's government cut its view on the economy for the first time since February 2009, saying it was at a standstill, as the rising yen and slowing exports threaten to derail a fragile economic recovery.

 

It was the first time since July 2008 — just before the onset of the last global recession — that the government described the economic situation as at a standstill in its monthly economic report.

The government warned of risks that the economy could be depressed by a slowdown in the global economy and swings in share prices and foreign exchange rates.

"Economic movements appear to be pausing recently," the report said, while repeating that the economy was in a mild deflationary phase.

Previously, it had said the situation was becoming increasingly severe although the economy was recovering, with some movement seen toward a self-sustaining recovery.

The report said some weakness could be expected for the time being but the economy was likely to pick up with help from improvement in overseas economies and government stimulus steps.

The government also cut its view on exports and industrial output, saying they were weakening, which prompted the downgrade of its overall economic assessment.

A senior government official warned that if weakness persisted in exports, due to a slowdown in Asian economies, and in production, it would hurt corporate capital spending and personal consumption, choking off movement towards a self-sustaining economic recovery.

The yen's rise clouds the outlook as it dampens sentiment, he added.


The yen is hovering close to a 15-year high against the dollar, undermining the earnings and competitiveness of Japan's export sector

"If the economy turns out as expected in our main scenario, we may end up describing the current situation as a soft patch. But if it comes under further downward pressure, it could end up slipping into recession," said the senior official at the Cabinet Office, which compiled the monthly report.

The government said it wanted the Bank of Japan to support the economy through "appropriate and flexible" monetary policy while the two branches work closely together — phrasing it used when it announced 5.05 trillion yen ($62 billion) in stimulus spending on Oct. 8.

The central bank surprised markets on Oct. 5 by cutting interest rates and pledging to buy 5 trillion yen worth of assets to pump more money into the flagging economy.

Japan's economic growth slowed from an annual clip of 5 percent in January-March to 1.5 percent in the second quarter, with analysts expecting it to hit a soft patch ahead as the global economy slows and stimulus-driven consumption runs its course.

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China to Cut 2011 Rare Earth Exports by Up to 30%

8
19.10.10 09:16
China to Cut 2011 Rare Earth Exports by Up to 30%
CHINA, JAPAN, RARE EARTH, INTERNATIONAL RELATIONS, EXPORTS, MINERALS, RESOURCES, COMMODITIES
Reuters
| 19 Oct 2010 | 01:58 AM ET

China will further cut export quotas for rare earth metals next year by up to 30 percent to protect the resource from over-exploitation, China Daily reported on Tuesday, quoting an unnamed official with the Ministry of Commerce.

 

China has been steadily reducing export quotas since 2005 for rare earth elements, which consist of 17 metals used in crucial new green technologies such as hybrid cars and wind turbines as well as in mobile phones and missile guidance systems.

The policy has raised alarm among countries with industries reliant on the minerals for high-tech and military applications.

The ministry official said that China's reserves of medium and heavy rare earths might run dry within 15 to 20 years if the current rate of production is maintained, the paper said.
  
China, which accounts for more than 90 percent of the world's total production of rare earth, has cut its export quotas this year by 40 percent from 2009 levels, Chinese media have reported.

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Malko07:

#70035: Ich wies deutlich daraufhin,

7
19.10.10 09:37
dass ich etwas vereinfache! Um Unterschiede zu verdeutlichen muss man manchmal etwas vereinfachen, polemisieren.

Damit kein Missverständnis entsteht: Beamte, öffentliche Angstellte, Pensionäre, Rentner und Angestellte von staatlich subventionierten Industrien zählen in #70033 zur zahlenden Gruppe. Dass der Staatsapparat zu stark aufgebläht ist und nicht wenige  unsinnige Industrien subventioniert werden erhöht nur die Belastung auf die "wirklich" Zahlenden zusätzlich. Dabei nehme ich die Rentner ausdrücklich aus. Würde man die versicherungsfremden Leistungen (Erziehungszeiten, Ausbildungszeiten, Witwenrenten, ...) eliminieren, wären staatliche Zuschüsse nicht notwendig. Aber auch Beamte und Angestellte aus subventionierten Industrien verhalten sich demografisch im wesentlichen wie die anderen Mitglieder dieser Gruppe.  Verdeutlichen wollte ich primär wie wir die prekären Verhältnissen bei uns heranzüchten und zwar nicht durch zu wenig sondern durch zu viel Stütze.  Auch andere Länder haben ähnliche Probleme. So wäre die Reproduktionsrate in Frankreich nicht so "schön" wenn die Frauen aus Afrika nicht so viele Kinder bekämen. So bekommt z.B. eine Marokkanerin in Frankreich doppelt so viele Kinder wie in Marokko.

Das tief im amerikanischen Volk verwurzelte Misstrauen gegenüber dem Staat wollte ich nicht verurteilen. Sieht man wie es bei uns läuft, kann man es ohne weiteres verstehen. Nur Extreme in beiden Richtungen können mMn eben nicht längerfristig funktionieren.
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relaxed:

#70038 Auch die "genetische Französin"

7
19.10.10 09:56
bekommt mehr Kinder als die "genetische Deutsche".

Ursache dafür sind der Arbeitsmarkt, die Gesetzeslage und ein anderes kulturelles Verständnis der Frau.

Ich kenne in Frankreich kein gut ausgebildetes Paar, das keine Kinder hat und wo nicht beide arbeiten. In Deutschland kenne ich viele gut ausgebildete Paare, die keine Kinder haben. Dies liegt natürlich auch daran, dass in Frankreich bei guter Ausbildung die Gefahr des sozialen Abstiegs deutlich geringer als in D ist.
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permanent:

In den USA ist die soziale Sicherung im Vergleich

15
19.10.10 10:07
zu D sehr bescheiden. Dennoch kenne ich in den USA kein gut ausgebildetes Paar mit nicht mindestens zwei Kindern. In D kenne ich eine Menge solcher Paare. Auch heute -in Zeiten in denen es in D besser läuft als in den USA- höre ich hier mehr von Zukunftsängsten als in den USA.
Somit liegt scheint das Problem der geringen Fertilitätsrate ein spezifisch deutsches zu sein.
Oder anders ausgedrückt: Der ökonomische Wert von Kindern wird hier gering geschätzt bis es eines Tages kaum noch eine Alterssicherung aus dem Umlagesystem gibt.

Für mich persönlich gilt nach wie vor der alte Leitspruch: Menschen ohne Kinder sind Menschen ohne Zukunft. Menschen ohne Zukunft haben kein interesse an der Zukunft.

Permanent
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permanent:

Nachtrag zu 70040

6
19.10.10 10:11
Nach einer kurzen Denkpause: Ich kenne viele gut ausgebildete deutsche Paare die in der Schweiz, den USA und GB leben. Jedes dieser Paare hat mindestens zwei Kinder.
Somit scheinen es primär die Menschen zu sein, die in D verbleiben, die kein oder nur ein geringes Interesse an Kindern und Zukunft haben.

Permanent
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Stöffen:

Und wenn man die Kinder mal groß gezogen hat...

9
19.10.10 10:12
Die ökonomische Renaissance der Republik kommt bei der jüngeren Generation nicht an. Der Dreiklang ihres Arbeitslebens lautet noch immer: Praktika, Leiharbeit und befristete Jobs.

Demnach arbeitet mehr als die Hälfte (54 Prozent) der Erwerbstätigen unter 25 Jahren in befristeten Jobs. Die Zahlen des Krisenjahres 2009 werden damit laut Studie um neun Prozentpunkte übertroffen. Bei den Erwerbstätigen unter 35 Jahren sind 30 Prozent befristet beschäftigt. "Die Prekarisierung der jungen Generation steigt auf hohem Niveau auch nach der Krise weiter an und wird zu einer entscheidenden strukturellen Erfahrung", sagte Wetzel. Dies zeige sich insbesondere am hohen Anteil befristeter Stellen.

Mehr als ein Viertel (28 Prozent) der jungen Erwerbstätigen gab bei der Befragung an, im bisherigen Berufsleben nur befristet beschäftigt gewesen zu sein. Ein Fünftel der Beschäftigten unter 35 arbeitet in Teilzeit, obwohl bei der Mehrheit der Wunsch nach einer Vollzeitstelle besteht. Auch der häufig in Aussicht gestellte "Klebeeffekt", wonach Leiharbeit zur Übernahme führt, bleibt laut IG Metall eine Ausnahme und hat sich gegenüber dem Vorjahr noch verschlechtert.

www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,723747,00.html
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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Pichel:

einfügen, da ausgelagert

3
19.10.10 10:32
Bankraub ist ein Unternehmen für Dilettanten.
Wahre Profis gründen ein Bank.
Antworten
Nörgeli:

Täglich wächst die Weltbevölkerung um

3
19.10.10 10:43
mehrer Hunderttausend. Fraglich wie lange das der Planet noch erträgt. Wenn Deutschland da mit gutem Beispiel vorangeht und schon mal in den Rückwärtsgang schaltet, kann ich da nichts schlechtes sehen.
Wir müssen uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen
Antworten
permanent:

Da die Diskussion OT sollt der von

4
19.10.10 10:47

Pichel eingestellte "ausgelagerte Thread" für weitere Meldungen zu dem Thema genutzt werden.
Dies wäre mein Vorschlag um hier nicht zu weit vom orginären Thema des BärenThread abzuschweifen.

Gruß

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Malko07:

Inzwischen schrumpfen

11
19.10.10 10:56
fast 80 Nationen weltweit - aus Sicht der Geburtenraten, auch die USA.  Nur manche von diesen Nationen wachsen in der Gesamtzahl durch Einwanderung wie z.B die USA. Dabei sind die Kinderraten leicht unterschiedlich aber letztendlich ist der Unterschied minimal. Am schlimmsten in Europa ist die Lage in Osteuropa. In der EU liegen die baltischen Staaten, Rumänien und Bulgarien am unteren Ende. In Teilen Asien ist die Lage noch drastischer. Der Demograf würde sagen: In allen Ländern in denen ein überwiegender Anteil der Menschen in abhängiger Beschäftigung in Konkurrenz stehen, sinken die Geburtenraten stark.  Dahinter verbirgt sich auch die Angst vor dem Abstieg. Es ist auch kein neues Phänomen. Schon im Mittelalter hatte bis zum Beginn der massiven Hexenverbrennungen (Hexen haben die Geburtenkontrolle über Kräuter und Abtreibungen gesteuert) eine Frau im Schnitt nur 2 Kinder. Inzwischen wollen viele von diesen 80 Staaten durch Kanibalisierung anderer Staaten (Abwerbung von fertig oder fast fertig ausgebildeter junger gesunder Menschen) ihre "Probleme" lösen. Sollten wir z.B. Bulgarien erfolgreich kanibalisieren werden wir ein Leben lang für Bulgarien zahlen müssen. Derartige Phänomene gibt es inzwischen auch zwischen Ost- und Westdeutschland.

Ich wollte hier nicht in den Chor des "Aussterbens" der Urbevölkerung einstimmen. Es ist gut wenn die Bevölkerung abnimmt. Weniger Menschen sind der beste Umwelt- und Artenschutz. Ich wollte auf Fehlentwicklungen hinweisen die uns mittelfristig immer größere Probleme bereiten werden und klarstellen, dass unser "Sozialsystem" offensichtlich nicht so gut ist wie manche meinen und dass viele gute gemeinte Forderungen in die falsche Richtung gehen. Wie wäre es z.B. mit dem Abschaffen aller geldlichen Kindersubventionen (Kindergeld, Abschreibung, Elterngeld, ...) und ersatzweise bekäme z.B. jede Frau für das 2. Kind und nur für das 2. Kind einmalig 120000 € vom Staat auf die Kralle, unabhängig von ihrer sozialen Lage und damit wäre das Thema gegessen? Stütze würde es für gesunde Menschen nur für maximal 5 Jahre während einer Lebenszeit geben? Nicht, dass man meint, ich würde nur kritisieren.
Antworten
imagine:

China's Handelsbeschränkung bei High-Tech-Metallen

15
19.10.10 11:00

 

Für die Herstellung von Handys, Computern und DVD-Spielern brauchen Unternehmen Dutzende seltene Metalle. Die größten Vorkommen der raren Rohstoffe liegen in China - jetzt will die Regierung in Peking die Exportquoten drastisch senken. Die High-Tech-Branche ist alarmiert.

Peking - Elemente wie Scandium, Yttrium und Lanthan sind den wenigsten ein Begriff - dabei stecken sie in vielen Dingen, die der moderne Mensch nicht mehr missen möchte: in Handys zum Beispiel, in DVD-Spielern, Hochleistungs-Windturbinen, in langlebigen Akkus oder in Computern. Sollte der Nachschub einmal abbrechen, dürfte die Welt eine andere werden. Eine Welt ohne Flugabwehrraketen und mit Fernsehern, die keine rote Farbe mehr ausstrahlen können.

Die unaussprechlichen Elemente haben einen poetischen Überbegriff: Metalle der Seltenen Erden - doch tatsächlich tobt um die Verwendung dieser Rohstoffe ein erbitterter Wettbewerb.

 Denn die größten Vorkommen liegen in China. Die Volksrepublik kontrolliert 97 Prozent des Marktes für Seltene Erden, mehr als 90 Prozent der Förderung dieser Rohstoffe findet zurzeit auf Chinas Grund und Boden statt.

Die High-Tech-Industrie ist von der Volksrepublik abhängig - doch die verknappt ihr Angebot immer weiter. Im kommenden Jahr wird China die Exportquoten für seltene Metalle um um bis zu 30 Prozent reduzieren, meldet die Zeitung "China Daily" am Dienstag unter Berufung auf einen Mitarbeiter des Handelsministeriums.

 Es wäre nicht das erste Mal: Seit 2005 hat China seine Exportquoten schon mehrfach reduziert. In diesem Jahr wurden sie um 40 Prozent gegenüber 2009 gekürzt.

 In der deutschen Wirtschaft wächst deshalb die Sorge vor einer zunehmenden Knappheit seltener Technologiemetalle. "Die Nervosität in den Unternehmen wird immer größer und größer", sagte Salzgitter-Aufsichtsratschef Rainer Thieme kürzlich.

Laut einer Branchenstudie rechnen mehr als die Hälfte der 100 befragten Unternehmen aus der metallverarbeitenden Industrie bei bestimmten Rohstoffen mit drastischen Preiserhöhungen, die zu empfindlichen Kostensteigerungen führen könnten. Knapp ein Drittel befürchtet, dass eine weitere Verknappung der Technologiemetalle die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen gefährden könnte.

 

 http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,723854,00.html

 

 

Wo seltene Metalle benötigt werden!

Flugzeugbau
Die Branche braucht dringend leichtere Flugzeuge, und setzt dabei auf Aluminium. Die Seltene Erde
Scandium erhöht dessen Festigkeit. Doch wegen dessen geringer Verfügbarkeit kann die Technologie bisher lediglich im Militärbereich angewendet werden. Eine weitere Verbreitung könnte am hohen Preis scheitern. 

Elektroindustrie
Neue Lötmaterialien müssen ohne das gesundheitsschädliche Blei auskommen. Firmen, in denen elektrische Schaltungen gelötet werden, sind stattdessen auf Zinn und Silber angewiesen. Allein der Silberbedarf für Weichlote würde bei moderatem Wachstum der Branche rasch die Weltproduktion von 2006 übersteigen

Anlagenbau
Bei den vor allem im arabischen Raum stärker gefragten Meerwasserentsalzungsanlagen kommen zahlreiche Rohstoffe wie Eisen, Aluminium und Zink zum Einsatz. Die zunehmende Verbreitung der Anlagen wird vor allem aber bei Palladium und Titan zu Nachfrageschüben führen, die für die weltweiten Rohstoffmärkte spürbar sind.

Stahlindustrie
Nicht nur, dass die Minenfirmen immer höhere Preise für Eisenerz verlangen. Für die Herstellung von Stahl für Autos, Pipelines und Eisenbahnschienen brauchen die Produzenten große Mengen Niob. Der Bedarf dürfte sich bis 2030 verdreifachen.

Optische Industrie
Lasergeräte, deren Anteil bei der Materialbearbeitung kräftig wächst, sind auf Germanium, Yttrium und Neodym angewiesen. Der Bedarf wird deutlich wachsen, dürfte allerdings zu decken sein

Computerbranche
Ein Engpass bei Kobalt würde auch die Herstellung von Lithium-Ionen-Akkus für Notebooks erschweren
http://www.manager-magazin.de/fotostrecke/fotostrecke-58121.html

Medizintechnik
Moderne Implantate (im Bild eine künstliche Bandscheibe) enthalten oft besonders wertvolle Rohstoffe wie Titan, Chrom und Kobalt. Die steigende Nachfrage nach den Hilfsmitteln könnte die Branche vor Probleme stellen

Autoindustrie
Für die Entwicklung von Elektromotoren und Hybridautos brauchen die Hersteller unter anderem große Mengen an Kupfer und der Seltenen Erde Neodym. Für Brennstoffzellen wächst der Bedarf an Platin und Scandium. Bei der Produktion von Batterien für Elektroautos sind Große Mengen Kobalt nötig.

Telekommunikationsbranche
Die Effizienz von Glasfaserkabel der neuesten Generation wird durch den Einsatz von Germanium verbessert. Der Bedarf wird deutlich steigen - jährlich wächst der Markt um 9 Prozent.

 

Solarindustrie
Vor allem die wachsende Dünnschichttechnologie braucht eine Reihe seltener Rohstoffe. Zu ihnen zählen Selen, Gallium, Indium, Arsen, Germanium, Tellur und Cadmium. Wenn Öl, Gas und Kohle teurer werden, erwarten Experten einen Run auf die Anlagen. Bei klassischen Solarzellen sind Engpässe bei Solarsilizium zu erwarten.

 

Logistikbranche
Vor allem die Betreiber von Mautsystemen, Geschwindigkeitsmessanlagen und Warenerfassungssystemen nutzen die Technologie RFID (Radio Frequency Identification), die der Identifizierung von Objekten, Personen und Tieren über Funk dient. Die erwartete Verteuerung von Silber und Kupfer könnte den Vormarsch der Innovation allerdings bremsen.

 

Quelle: Fraunhofer Institut System- und Innovationsforschung 2009

http://www.manager-magazin.de/fotostrecke/fotostrecke-58121.html

Antworten
Malko07:

#70045: Wieso sind

4
19.10.10 11:09
Menschen und deren Entwicklung und die daraus resultierenden wirtschaftlichen Probleme/Phänomene  OT aber Immobilien, Rohstoffe und Finanzderivate nicht? Ein großer Fehler unserer Finanzakrobaten und in den Sumpf, in den sie uns hinein geritten haben, resultiert aus dem Ignorieren des menschlichen Verhaltens.
Antworten
Pichel:

Neue Unruhe.

6
19.10.10 11:16
Die Anleger lassen sich ins Bockshorn jagen. Mit Blick auf die Zahlen von Apple und IBM gestern Abend
wird begründet, warum es heute am Markt erst einmal Abschläge geben muss. Das ist natürlich Unsinn.
Denn wer einen genaueren Blick auf die Zahlen wirft, sieht, dass hier nichts Enttäuschendes zu finden ist.
Einer der wenigen Märkte, der es richtig sieht, ist der
deutsche. Denn der DAX kann, nachdem er gestern die
Marke von 6.500 Punkten überwunden hatte, seine
Gewinne auch heute ausbauen. Dem werden sich die
anderen Märkte nicht entziehen können, denn der
deutsche Markt ist in Europa zum Trendsetter geworden.
Wie sah es nun bei den beiden US-Firmen aus? Apple
konnte für sein 4. Fiskalquartal einen Gewinn von 4,64
Dollar je Aktie abliefern. Wie schon angesprochen, lag dies
deutlich über den Erwartungen. Der Umsatz wurde beinahe
verdoppelt und lag mit 20,3 Mrd. Dollar ebenfalls über den
Erwartungen.
Dass es danach zu Kursverlusten kam, lag an der als verhalten eingestuften Prognose. Apple sieht
derzeit einen Gewinn je Aktie von 4,80 Dollar im laufenden Quartal, während die Analystenprognosen schon
bei 5,03 Dollar je Aktie liegen. Doch Apple gibt traditionell eher sehr konservative Prognosen ab. Also keine
Aufregung, sondern investiert bleiben.
Was auch für IBM gilt. Hier sorgte ein Rückgang bei den neuen Aufträgen für Kursturbulenzen. Aber auch
hier gilt: Eher Zufall, weil man einen neuen Milliardenauftrag nicht mehr rechtzeitig in die Bilanz bekam.
Unter Dach und Fach ist er inzwischen. Mit Umsatz und Gewinn über den Erwartungen ist jeder
Kursrückschlag bei IBM eine willkommene Gelegenheit zum Nachkauf.

Trendwende am Bondmarkt. Deutlich waren gestern und auch heute früh die Abflüsse zu spüren, die

bereits am Freitag eingesetzt hatten. Wir verzeichnen Gewinnmitnahmen, die sich nahezu über alle
Risikoklassen am Bondmarkt ziehen und die Vermutung liegt nahe, dass die grossen Fonds seit dem
starken Kaufsignal des deutschen Aktienmarktes in der vergangenen Woche nun erhöhte Redemptions
bekommen, also Verkäufe von Fondsanteilen.
Der Wechsel ist nur logisch. Die europäischen Aktienmärkte haben in den vergangenen sechs Monaten
eine Korrektur erlebt, die manche Marktteilnehmer auch beschönigend Seitwärtsbewegung nennen,
während der Bondmarkt boomte. Diese „Seitwärtsbewegung“ wurde nun beendet, was den Aktien im 4.
Quartal eine attraktive Herbst- / Winter-Rally verspricht. Die Rally wird aber zum Teil auf dem Rücken des
Bondmarktes ausgetragen, der nun weniger Kapitalzuflüsse als in den letzten Quartalen sehen wird.
Einzelne Fonds müssen sogar mit Nettoabflüssen rechnen.
Da die Fonds jedoch in der Regel komplett engagiert sind, um die bisherige Rally am Bondmarkt voll
auszukosten, fehlt ihnen nun die nötige Liquidität, um alle Redemptions zu bedienen. Positionen
müssen also verkleinert oder ganz verkauft werden. Die Folge ist, dass die Bonds mit den grössten
Kursgewinnen in den letzten Monaten und den grössten Risiken nun unter Gewinnmitnahmen zu leiden
beginnen. Das sind in erster Linie die Junk Bonds, aber auch die Hybrid-Anleihen.
Ein gutes Beispiel für die relative Schwäche des Bondmarktes war die gestrige Emission der neuen
Sixt AG Anleihen. Die Bonds (ISIN DE000A1E8V89 / Valor 11904422) sind ohne Rating platziert worden
und tragen einen Coupon von 4,125% p. a. bei einer Laufzeit von sechs Jahren. Ein mageres Angebot, das
sich aber aufgrund der hohen Nachfrage nach deutschen Unternehmensanleihen vergleichsweise gut
verkaufen liess. Die ersten Kurse im nachbörslichen Handel, die unter dem Reoffer Preis von 99,719%
liegen, legen jedoch nahe, dass viele Zeichner den erhofften Kurssprung nach der Emission nicht sehen und
nun schnell die Bonds wieder abstossen.

Quelle: www.berneckerverlag.ch
Bankraub ist ein Unternehmen für Dilettanten.
Wahre Profis gründen ein Bank.
Antworten
Malko07:

Falsche Rahmenbedingungen

13
19.10.10 12:17
können zu Fehlentwicklungen führen, müssen es aber nicht. So hat z.B. das "billige" Geld in den USA stark zur Immobilienblase und zur starken Verschuldung der Verbraucher beigetragen. Heute ist das Geld noch "billiger" aber die Verbraucher weiten ihre Verschuldung nicht mehr aus sondern haben mit dem Abbau begonnen und die Fed und die US-Administration staunen. Es sind doch immer noch die gleichen Menschen, nur sie verhalten sich nicht mehr wie "geplant".

- In Spanien war es Tradition mit der Heirat ins eigene Haus oder in die eigene Wohnung zu ziehen. Einer der das nicht tat gehörte zur Unterschicht, zu der natürlich keiner gehören will. So war es nicht verwunderlich, dass mit dem billigen Geld ein veritabler Bau- und Heiratsboom ausgebrochen ist. Dieser Immobilienbau, verstärkt durch Zugvögel aus Nordeuropa die ihre eigene Bleibe in der Sonne haben wollten, hat die Wirtschaft so richtig brummen lassen. Die dann weiter leichtfertig vergebenen Kredite haben Spanien dann zu einem "Tigerstaat" der Eurozone gemacht.

- In Irland war es üblich erst zu Heiraten wenn man den Hof / das Haus übernommen hat. Das hat bis Ende des zwanzigsten Jahrhundert dazu geführt, dass in Irland überproportional wenige verheiratet waren und der Ehemann im Regelfall im fortgeschritten Alter und die Ehefrau jung war (Mann 40, Frau 18).  Mit dem billigen und leichtfertig vergebenen Geld konnten die Irländer diese kulturelle Fessel endlich sprengen und der Bauboom machte Irland zum 2. "Tigerstaat" der Eurozone.

Nun war das Geld in der gesamten Eurozone so billig und nicht nur in Spanien und Irland. Trotzdem ist in den anderen Staaten kein derartiger Bauboom, trotz erheblichem Bedarf, ausgebrochen. Auch kam man in anderen Staaten genau so leicht an Kredite. Diese wurden aber bei weitem nicht so intensiv wahrgenommen.

Was lernt man aus diesen Fakten? Man sollte den Menschen nicht unterschätzen und schon gar nicht ignorieren. Deshalb sind allgemeine Informationen für den Spekulanten mindestens so wichtig wie Infos aus der Finanzwelt.
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