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Der USA Bären-Thread


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Kostolanya:

Schuldenphilosophie

9
29.11.09 23:55
Obwohl ich mathematisch gesehen ja echt ein recht ahnungsloses, unbegabtes Schaf bin, so versuche ich trotzdem oft, vieles auf den kleinsten Nenner herunter zu rechnen und in Bezug auf das "große Ganze" zu setzen.

Für den Normalbürger gilt doch: Wer seine Schulden nicht mehr bedienen kann, kriegt manchmal noch eine zweite oder auch dritte "Chance" ;-) - nämlich per Umschuldung weitere Kredite aufzunehmen, um die alten Schulden abzutragen. Natürlich meistens nur dann, wenn er einen einigermaßen sicheren Job hat oder möglicherweise eine Immobilie oder ähnliches - als Sachwerte entsprechend als Sicherheiten stellen kann.

Die vierte bis fünfte "Chance" sich noch weiter zu verschulden, ergäbe ich dann vielleicht aus der Möglichkeit heraus, entsprechende "Bürgen" zu finden, die das Risiko auf sich nehmen.

Doch glasklar ist wohl - wenn der Schuldner schon nicht in der Lage war, die ersten aufgenommenen Schulden ordentlich zu bedienen, auch die zweiten, dritten, vierten, fünften weiteren Darlehen erst recht nicht mehr, wird er es wohl auch nicht ernsthaft irgendwann noch mal können, geschweige denn "wollen". War doch bisher so einfach, auf Pump... Am Ende Privatinsolvenz...Sechs Jahre oder so etwas zurück stecken und darben, danach schuldenfrei. Juchhei.

Bei Unternehmen ist es meist auch nicht großartig anders. Kredite hier, Kredite da. Je nach Unternehmensform teilweise durch Banken, Familieneigentümer oder auch Kommanditisten oder durch Aktionäre o. ä. finanziert, verbürgt - bis eben nichts mehr geht. Dann Insolvenz. Viele Schulden (ob Anleihen, Aktien, Bankschulden und sonstige Gläubiger - viele Schulden einfach weg). Okay. Neue Firma, gleiches Modell, neue Schulden - nichts dabei - juchhei...

Warum sollte es bei den Staaten eigentlich anders verlaufen?

Selbst Angela Merkel hatte vor vielen Monaten - ich meine es war so ca. in der Zeit zwischen Oktober und Dezember 2008 oder so - sinngemäß gesagt: "Es gibt das Gerücht, dass Staaten nicht bankrott gehen können. Seien Sie versichert: Dieses Gerücht stimmt nicht".

Ebenso wie viele Normalbürger, viele Unternehmen, so leihen sich die verschiedenen Staaten weltweit immer und immer wieder neues Geld um ihre alten Schulden abzutragen, statt an vernünftigen Stellen zu sparen. Nichts wird getilgt und die Zinsen wachsen den Staaten über den Kopf. Trotzdem erhalten sie nach wie vor weitere Kredite. Warum?

Weil deren größte "Sicherheit" deren "Bürgen" - nämlich die "Bürger", das Volk bzw. die Volkswirtschaft, das Bruttosozialprodukt ist - oder sagen wir besser "scheint"...

Denn all die vorgenannten "Sicherheiten" schrumpfen ja derzeit weltweit massiv.

Und wenn selbst die besten Bürgen nicht mehr zahlen können, geht am Ende auch der eine oder andere Staat in die Insolvenz. Oder? Ist halt meine naive Logik.

Warum sollte es im Großen anders laufen als im Kleinen? Wer immer wieder neue Schulden aufnehmen muss, um alte zu bezahlen oder zumindest noch von den neuen Schulden die Zinsen der alten Schulden zu bezahlen, ohne die eigentliche Schuld zu tilgen bzw. jemals tilgen zu können, der ist nach meiner Auffassung einfach mal "pleite".

Außer vielleicht, dass manche Länder oder Staaten sich im Zweifelsfalle selbst Geld drucken können, was der normale Bürger und Unternehmen eben nicht können bzw. nicht dürfen...

Aber diese "Gelddruckerei" geht meistens auch nicht lange gut. Irgendwann ist einfach Ende im Gelände. Im schlimmsten Falle eben nach der Deflation und späterer Stagflation dann die Inflation und Hyperinflation.

Aktuell gerade mal Dubai - aber nicht zu vergessen Griechenland, Großbritannien, Irland, Island, Spanien, viele Ostblockstaaten, die auf der Kippe stehen. Und wie "gut" im Vergleich dazu noch Deutschland, Frankreich, die USA wirklich stehen - keine Ahnung.

Ich hatte bereits in irgendeinem Posting vor längerer Zeit mal den Verdacht geäußert:

"Die Welt ist pleite".

Dieser Verdacht hat sich dieser Tage extrem verhärtet.

Bin mal sehr gespannt, wie die Welt ohne eine Art "Weltinsolvenz" wieder raus aus dieser Schuldenfalle kommen will.

Kann mir persönlich jedenfalls kaum vorstellen, dass dieses "gerecht", "ehrlich" und "fair" zugehen wird.

Meine Erfahrung mit vielen "Schuldnern" (nicht mit allen natürlich!) - auch aus Erzählungen anderer - ist jedenfalls die, dass selbst, wenn die Schuldner irgendwann mal tatsächlich zu Geld kommen, sie dennoch "einen Teufel tun", ihre Schulden zu bezahlen... Im Gegenteil: Sie lassen sich 1000 Tricks einfallen, um diese Schulden NICHT zurück zu zahlen - und machen lieber an anderer Stelle neue Schulden...brrrrr...

So ist meine "Schuldenphilosophie": Wer seine Schulden nicht im Griff hat - egal, ob einfacher Bürger, Unternehmen, Staat - der ist irgendwann mal pleite.

Aber, wer weiß, vielleicht werde ich ja von dem echten Drang zur Minimierung von Schulden und Schuldentilgung der Staaten und Länder weltweit am Ende noch positiv überrascht :-)

Fröhlichen 1. Advent
Kosto
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Anti Lemming:

Bonmot für Kübi (zur guten Nacht)

4
30.11.09 00:16
"Deflation zulassen" ist etwas verkürzt. Wenn man Deflation ohne Gegenmaßnahmen zuließe, endete die Chose unweigerlich in einer zweiten Großen Depression. Politiker und Zentralbanken müssen daher wie verrückt den "Windmühlenkampf der Deflationsbekämpfung" betreiben, um eben diese Deflation als minimales Sollziel und kleineres Übel (statt Depression) zu erreichen.

Gelingt es ihnen, damit den Flurschaden auf "nur Deflation" zu begrenzen, so ist dies bereits ein Achtungserfolg. Diese Anerkennung wird ihnen freilich (wie in Japan) nicht zuteil, weil sie ja das Pro-Forma-Ziel der Deflationsvermeidung nicht erreicht haben.
Antworten
Maxgreeen:

Die Amis legen sofort um 0 Uhr los um ihren

6
30.11.09 00:26
Dollar zu verbilligen, sieht zunächst noch nach Rohrkrepierer aus. Die US-futures wurden parallel dazu auch gleich um 0,4% gepuscht.
(Verkleinert auf 66%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 279274
Jeder hat ein System, reich zu werden, das nicht funktioniert.

Die moderne Medizin und immer bessere Analysemethoden führen dazu das es kaum noch Menschen gibt die gesund sind.
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Kostolanya:

@Anti Lemming - Die Banken verhalten sich...

7
30.11.09 00:54
...kaufmännisch vernünftig...

Grundsätzlich stimme ich Deinem Posting und Deiner Interpretation durchaus zu.

Allerdings nicht ganz uneingeschränkt. Natürlich wäre es kaufmännisch völlig unvernünftig, gäbe man als Bank einem Unternehmen, bei dem das Rückzahlungspotential recht gering scheint, einen Kredit. Würde ich auch nicht tun.

Sicherlich gibt es sehr, sehr viele Unternehmen mit diesem Unsicherheitsfaktor. Völlig korrekt, dass die keinen Kredit erhalten sollten. Und natürlich völlig schwachsinnig, würde der Staat dann bei jenen Unternehmen als "Bürge" eintreten - also wir alle würden dann mit unseren Steuergeldern für völlig unsichere Geschäftsideen gerade stehen müssen - bzw. diese bezahlen müssen, nur damit die Regierung gut da steht...

Jedoch nutzen nach meinem Empfinden die meisten Banken weltweit die jetzige wirtschaftliche Situation dermaßen einseitig, gar widerwärtig zu ihren eigenen Gunsten aus, dass mir die Nackenhaare zu Berge stehen.

Die fast "Nullzinsen", die die Banken sich zu ihren Gunsten von den diversen Notenbanken weltweit leihen dürfen, werden so gut wie gar nicht an "Kreditnehmer" - ob Bürger oder Unternehmer - weiter gegeben. Lediglich die Guthabenzinsen werden extrem reduziert. So 1 - 1,25 % Tagesgeld ist schon das Höchste der Gefühle - wenn es eine einigermaßen sichere Bank sein sollte.

Selbst namhafte Unternehmen, die in ihrer Substanz noch sehr gesund erscheinen, jahrelange Kunden bei ihren Hausabanken sind bzw. waren, bekommen aber plötzlich nunmehr nur noch Kredite mit hohen Zinsaufschlägen, die oftmals mehr als unberechtigt sind.

Diese Unternehmen kommen plötzlich in ungeahnte Zahlungsschwierigkeiten wegen der plötzlich erhobenen Zinsen, obwohl diese gemäß der allgemeinen Marktsituation bei "guten Unternehmen" doch eher extrem sinken müssten!

Viele der weltweit größten Banken wären doch schon alle längst pleite, hätten nicht WIR, das Steuervolk weltweit mit seinen gesamten Unternehmen und deren Steueraufkommen und Produktivität weltweit, mit UNSEREM GELD diese Zombie-Banken gerettet!

Und die Banken, die meinen, kein Staatsgeld in Anspruch genommen zu haben, haben dieses indirekt natürlich doch getan. Denn - hätten die einzelnen Staaten/Länder die eine oder andere relativ große Bank in Deutschland, Großbritannien, Spanien, Frankreich, Niederlande, Schweiz oder USA (neben Lehman) hops gehen lassen, wären wohl fast sämtliche andere - auch "bilanztechnisch und augenscheinlich gesunde" Banken mit über die Wupper gegangen.

Aber was tun die von UNS ALLEN geretteten Banken mit dem neuerlichen Geld?

Stocken sie etwa ihr Eigenkapital auf? Zahlen sie etwa mehr in ihre spezifischen Sicherheitsfonds ein, um sich gegenseitig zu stützen, sich zu helfen? Kurbeln sie die Wirtschaft an, in dem sie relativ gesunden Unternehmen Kredite günstiger zukommen lassen und dem einen oder anderen neuen Unternehmen Kredite zu innovativen Zwecken relativ günstig geben? Kurbeln sie Haus- und Wohnungskäufe an, in dem sie Menschen, die einen relativ sicheren Job haben, günstige Finanzierungsangebote machen?

NEIN!

Das billige, überschüssige Geld wird wohl einzig und allein aufgeteilt in Boni und Speku. Die Banken zahlen perfider Weise fast genau so viel oder gar mehr Boni aus als im extremen Krisenjahr 2008, wo die meisten von ihnen vor dem Untergang standen. Ebenso spekulieren die Banken wohl wieder extrem im Eigenhandel mit irgendwelchen Derivaten, im Rohstoffsektor, in Aktien und Anleihen.

Das finde ich persönlich perfide, wenn nicht gar pervers - zumindest aber ist es weitestgehend menschenverachtend und hat meines Erachtens auch nicht mehr viel mit "kaufmännischem Verstand" zu tun.

Denn: Hätten die Banken auch nur einen Funken von kaufmännischem Verstand bisher bewiesen, so wären wir NIEMALS in diese Krise gekommen.

Daher, verzeih´ mir, lieber Anti, glaube ich nicht wirklich, dass die Banken nun plötzlich und unerwartet "kaufmännischen Verstand" beweisen wollen. Das ist für mich eine Farce. Ein vorgeschobenes Argument zu eigenen Gunsten.

Aber - Ausnahmen bestätigen wie immer - die Regel ;-)

In diesem Sinne
Kosto
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Kicky:

Rothschild hilft Dubai World beim Verkauf v.Assets

4
30.11.09 02:21
www.telegraph.co.uk/finance/...lp-sell-Dubai-World-assets.html
......likely to result in a large scale sell-off of assets as varied as the QE2 cruise liner; Turnberry, the golf course that hosted this year's Open Championship; and a raft of properties. .A spokesman for the Dubai department of finance confirmed that all options and asset sales would be considered, except for the DP World subsidiary that bought P&O, the British ports company. "I'm sure all of the assets of Dubai World will be reviewed," he said. "The QE2 is one of them. It's part of the restructuring process, though it's too early to say whether there's any sale in mind."

The neighbouring emirate of Abu Dhabi is seen as one of the main buyers of Dubai's assets. Last year when rumours about Dubai's debt problems first started, sources said Abu Dhabi had offered to buy Emirates but Dubai had so far refused to part with its flagship carrier.

Abu Dhabi is also said to be interested in Emaar, the property company that owns the Burj Dubai skyscraper, the Dubai Mall shopping centre, and Dubal, Dubai's aluminium company.

However, the assets in Dubai World are more likely to be sold first. The group's biggest problem area is thought to be Nakheel, its property arm that owns the Palms, the ambitious man-made islands. Nakheel also has two hotel chains, one of which owns the Turnberry Hotel.

Dubai World's venture capital arm, Istithmar, owns stakes in global assets including Barneys, the New York department store; Cirque du Soleil, the South African entrepreneur Sol Kerzner's hotel chain; and Standard Chartered bank. The company has also bought into MGM Mirage, the Las Vegas gambling operation – even though gambling is banned in Dubai – and Troon Golf.

London properties include Adelphi on the Strand and the Grand Buildings in Trafalgar Square.

Rothschild was one of five banks working in recent months to help Dubai World meet its debt obligations. Deutsche Bank was the other lead adviser and they were supported by Citibank, JP Morgan and the Dubai Islamic Bank. When the standstill decision was taken on Wednesday, all the banks were stood down as the mandate had changed. Rothschild and Deloittes declined to comment.
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Kicky:

Dubai ist nur ein Flohbiss im Vergleich zu

5
30.11.09 02:28
dem was noch kommt,nur ein Vorläufer sagt Jeremy Warner bei Telegraph
blogs.telegraph.co.uk/finance/jeremywarner/...-sovereign-debt/
Watch out. This may be just the beginning. In the scale of things, the debt problems of Dubai are little more than a flea bite. Dubai’s sovereign debts total “just” $80bn, which counts for nothing against the trillions being raised by advanced economies to plug fiscal deficits.

Small wonder, though, that this minor tremor has sent such shock waves around the wider capital markets. The fear is that threatened default in this tiny desert kingdom is just a harginger of things to come for government debt markets as a whole. According to new estimates by Moody’s, the credit rating agency, the total stock of sovereign debt worldwide will have risen by nearly 50 per cent between 2007 and 2010 to $15.3 trillion. The great bulk of this increase comes not from irrelevant little states like Dubai, but from the big advanced economies – America, Europe, and Japan.

Perversely, they are for the time being beneficiaries of the “flight to safety” that trouble in Dubai has sparked. Government bond yields in the major advanced economies have fallen in response to the crisis in the Gulf. If experience of the banking crisis, when investors removed their money from one bank only to find that the one they had put it into looked just as dodgy, is anything to go by, this effect will not last.

Up until now, markets have assumed that the ruinous fiscal cost of addressing the financial and economic crisis was probably just about affordable to the major economies. That view may be about to be challenged.....
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Kicky:

Garantie der Zentralbank um Bankrun zu verhindern

3
30.11.09 02:34
der Vereinigten arabischen Emirate   www.telegraph.co.uk/finance/...ves-in-bid-to-calm-markets.html
The intervention, which analysts said was aimed partly at preventing a run on local banks, follows Dubai's shock announcement last week .....However, traders in Dubai were concerned that the move would not be enough to prevent a sell-off on the local stock markets today. Saud Masud, head of research for UBS in Dubai, said: "People are going to try to get out of the market." Shawkut Raslan, head of brokerage at Prime Emirates brokerage, said: "It might support the market a little bit but I don't think it is enough."

Dubai is expected to make a statement about its financial position before the markets open.
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Kicky:

Jahresendrallye ja oder nein?

5
30.11.09 02:42
....heute einmal ein Blick auf einige Indikationen, die man zumindest im Hinterkopf haben sollte.

Zunächst ein Blick auf die Advance/Decline Linie (A/D Linie: Anzahl gestiegener Aktien dividiert durch die Anzahl gefallener Aktien) bei der Nasdaq, dem Sensibelchen der amerikanischen Indizes. Hier zeigt sich eine massive Divergenz zwischen dem Index und der A/D Linie. Das bedeutet nicht, dass die Kurse morgen fallen müssen, aber es ist ein Warnsignal, welches eine fehlende Marktbreite ungewöhnlich deutlich anzeigt. Definitiv ein Grund die Augen offen zu halten, vor allem angesichts des Ausmaßes.
Die letzen Hochs an der Nasdaq wurden von der A/D Linie nicht in Ansätzen bestätigt, nachdem sich für einige Monate ein doch sehr ordentlicher Gleichlauf ausgebildet hatte.

Kommen wir zum amerikanischen Optionsmarkt. Der Chart bildet die implizite Optionsvola an der Börse CBOE ab, den VXO Index. Hier befinden wir uns wieder unter dem langjährigen Mittel (grüne Linie), das zugegebenermaßen bei der sehr volatilen Datenreihe als Wert an sich nur eine marginale Aussagekraft hat. Wir sehen aber sehr wohl, dass wir uns nicht in einer Phase hoher impliziter Volatilitäten befinden. Angesichts der nicht auszublendenden Übernacht-, oder besser Überwochendendrisiken ist am Optionsmarkt ein bemerkenswerter Gleichmut zu beobachten. Vola erscheint uns vor diesem Hintergrund auf dem aktuellen Niveau günstig....

Auch Standard & Poors hat noch ein Schmankerl beizutragen. So erreicht das Index KGV des S&P 500 täglich neue Rekorde, Kurse steigen, Gewinne fallen, nur so geht’s. Zur Veröffentlichung der letzten Zahlen (die Veröffentlichungen erfolgen im Turnus der Quartalszahlen) lag das KGV auf Basis der berichteten Gewinne auf dem absoluten Rekordniveau von über 120. Selbst im Zuge der Baisse nach dem Höhepunkt der cash-burn-rate Ära im Jahre 2002 stieg dieser Wert auf eigentlich schon beeindruckende 46 Zähler. Dieses KGV ist deshalb von Bedeutung, weil es auf gemeldeten Zahlen und nicht auf Schätzungen für die kommenden Jahre basiert.

Diese Marke wurde durch die schlechten Zahlen des Jahres 2009 nahezu pulverisiert. Immerhin, wenn man schon streng riecht, dann kann man auch gleich Weltmeister in dieser Disziplin werden, man muss sich Ziele setzen. Der Russel 2000 Index der Nebenwerte macht Nägel mit Köpfen und hat gleich ein negatives KGV, eigentlich also ein KVV.

Des Weiteren gibt es wichtige Anzeichen von Erschöpfung in anderen Märkten:

FX

Erschöpfungstendenzen bei einigen interessanten Währungspaaren, hier sei vor allem das Cross AUDUSD genannt.

Credit

Die Credit Spread Märkte stehen im Begrifff eine Bodenbildungsphase abzuschließen (iTraxx & CDX, Main/Crossover)

Große Einzelrisiken im Bankensektor finden am Markt wieder eine Reaktion, wie aktuell das fortgesetzte WestLB Desaster mit Spreadausweitungen bei den CDS auf etwa 145 (mid price, senior) respektive 320 Basispunkte (mid price, sub). Vor vier Tagen lagen die Werte bei 95 und 185. Hier darf man nicht vergessen, sollte es zu einer Restrukturierung der ausstehenden Schulden in Höhe von immerhin €145 Mrd. kommen, wäre dies ein Credit Event mit den üblichen Folgen am Credit Markt. Interessant wird vor allem die Entwicklung bei den Nachrangpapieren (sub), die ja ein Herzstück der Investments deutscher Versicherer sind.

Die finanziellen Probleme des Emirats Dubai (siehe hierzu auch unseren Artikel „Arabische Nächte“, zum Artikel ) haben nun auch den CDS Markt erreicht. Die Credit Spreads liegen heute bei 575 Basispunkten (mid price, senior debt). Vor etwa zehn Tagen lag der Wert dieses Risikogradmessers ungefähr halb so hoch.

Renditen kurzlaufender Staatspapiere

Die Renditen auf kurzlaufende Staatspapiere in den USA (T-Bills) sind in einigen Fällen wieder in den negativen Bereich gerutscht. Wenn das Schatzamt es in Zukunft hinbekommt, die Papiere gleich mit einem negativen Satz zu emittieren, dann geben die Investoren dem Staat gleich das nötige Geld über negative Zinsen (eine Art Parkgebühren), das er sonst über Steuern umständlich eintreiben müsste. Ein eindeutiger Effizienzgewinn.

Entwicklungen an verschiedenen anderen Aktienbörsen

Teils sehr schwache Märkte in Asien, siehe die anhaltende relative und absolute Schwäche des Nikkei und die oft bitteren Ergebnisse der kleineren Märkte in Südostasien, wie der Kollaps des vietnamesischen Ho Chi Minh Index zeigt.

Erste Probleme bei Public Offerings, wie der schwache Start des chinesischen Lenders Minsheng Banking in Hong Kong am Donnerstag zeigt.

___ __ _

Wie gesagt, es handelt sich um Daten für den Hinterkopf. Dass man nicht blind in einen Trend hineinshorten sollte, hat sich sicherlich schon herumgesprochen. Denken Sie aber daran, es gibt am Markt drei Positionierungen: Long, short und flat......blog.bankhaus-rott.de/#home
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Kicky:

Spekulation ungehemmte rasante Zunahme

9
30.11.09 02:52
wirtschaftquerschuss.blogspot.com/2009/11/...t-produktion.html
...Der internationale Devisenmarkt ist der größte und liquideste Markt der Welt. Völlig losgelöst vom realen Warenhandel werden dort Unsummen in den verschiedensten Währungen gehandelt.
Der USA Bären-Thread 69960192.bp.blogspot.com/_4bEaRUYaLZ4/SxE5WuPAhZI/...MIZ0/s400/1.jpg" style="max-width:560px" />
Die führende Position im Devisenhandel hielt 2007 unangefochten die Londoner City, auf die 34,1% bzw. 1,359 Billionen Dollar des gesamten weltweiten Devisenhandels entfielen. Mit großem Abstand folgten die USA mit 16,6% bzw. einem täglichen Volumen von 664 Mrd. Dollar, danach mit noch deutlicheren Abstand Japan mit 6,0% bzw. 238 Mrd. Dollar! In Deutschland werden vergleichsweise magere 99 Mrd. Dollar bzw. 2,5% des weltweiten täglichen Devisenhandels umgesetzt.

Der total aufgeblähte Finanzsektor in Großbritannien mit Londons führender Position beim Devisen- und Anleihenhandel, sowie der führenden Stellung beim Aktienhandel durch die London Stock Exchange (LSE) spiegelt sich auch in einer perfiden Fehlentwicklung der Beschäftigtenstruktur wider.Trotz einer kleinen Korrektur bei den Beschäftigtenzahlen im Finanzsektor von UK, erzwungen von der Finanzkrise, ist der grundlegende Trend eindeutig. Gewaltige 6,409 Millionen Jobs gibt immer noch die deregulierte spekulative Finanzwirtschaft Großbritanniens Ende Juni 2009 her.Die Hauptstadt an der Themse generiert, je nach Abgrenzung des Finanzbezirks bis zu 15% des britischen Bruttoinlandprodukts!

Dramatisch dagegen die Beschäftigtenzahlen im wertschöpfenden Bereich des verarbeitenden Gewerbes! Nur noch 2,611 Millionen Beschäftigte arbeiten in der verarbeitenden Industrie im September 2009, nach den letzten Daten des Office for National Statistics (ONS). Von April 1998 mit 4,225 Millionen Beschäftigten geht es ununterbrochen, seit unfassbaren 137 Monaten in Folge, mit der Anzahl der vorhandenen industriellen Jobs abwärts!

75% des täglichen Devisenumsatzes in Höhe von 1,359 Billionen Dollar in Großbritannien konzentriert sich auf 12 Banken. In den USA konzentriert sich 75% des täglichen spekulativen Devisenhandels auf 10 Banken, in Deutschland sind es Fünf!

Mit zum rasanten weltweiten Wachstum im Devisenhandel trugen auch hochspekulative Carry Trades bei.

Gewaltige 840 Mrd. Dollar wurden 2007 täglich im Währungspaar Euro/Dollar gehandelt und 397 Mrd. Dollar in Dollar/Yen sowie 361 Mrd. in Dollar/Pfund Sterling. In der Praxis wurden fast alle Transaktionen in kleineren Währungen nicht direkt abgewickelt, sondern über den Umweg der liquidesten Währung - den Dollar. Zum Beispiel ein Tausch von chinesischen Yuan in Euro wird also über einen Tausch von Yuan in Dollar und von Dollar in Euro ausgeführt.

Dies erklärt zu einem gewichtigen Teil den Restwert der Subprime Währung Dollar. Eine Weltleitwährung die im Handel zwischen den Währungen "Wert schöpft" und gleichzeitig dadurch, dass alle Rohstoffe in der Welt weitgehend auf Dollarbasis gehandelt werden und dies alle potentiellen Rohstoffnachfrager zwingt ihre Währung in Dollar zu tauschen. Die Hauptnachfrage wird eindeutig durch die Währungsspekulation generiert. Im Jahr 2007 betrug weltweit die Summe aller exportierten Waren und Güter (World Merchandise Exports) 13,619 Billion Dollar. Nicht mal 40 Mrd. Dollar täglich an realen Warenhandel standen also 3,21 Billionen Dollar an täglichen Devisentransaktionen gegenüber!

Selbst etwas ins Alter gekommene Finanzmarktdaten sprechen eine klare Sprache.--immer noch fehlt eine klare Regulierung der Finanzmärkte über die vielen Segmente, nicht mal zu einer Steuer auf Finanztransaktionen konnte man sich bis jetzt durchringen. Die Eindämmung von Spekulation steht weiter dringend auf der Agenda, ebenso wie die Ankurbelung der realen Wertschöpfung!
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permanent:

Faber: Dubai ist Katalysator für die Korrektur

6
30.11.09 09:18

30.11.2009 08:10

Der Swiss Market Index kann in einer kommenden Korrektur

bis zu 20 Prozent seines Wertes verlieren, sagte Marc Faber

in cash-TV. Trotzdem bietet das Anlagejahr 2010 für «Dr.

Doom» Chancen.

«Der SMI kann ohne weiteres auf 5500 bis 5000 Punkte fallen,

bevor er wieder steigt», sagte Faber in der Wirtschaftssendung

cash TV am Sonntagabend auf SF2. Dies darum, weil die

internationalen Börsen seit dem Börsentiefstand zwischen 50 und

100 Prozent zugelegt hätten.

Die Zahlungsschwierigkeiten des Emirates Dubai sind für Faber

bloss ein «Katalysator für eine Korrektur an den Börsen». Allerdings

glaubt Faber nicht, dass «wir weltweit neue Tiefpunkte erreichen

werden». Im Zuge der Börsenkorrektur werde sich auch der Dollar

etwas erholen. Faber erwartet bis Ende 2010 einen noch

schwächeren «Greenback» als heute.

Trotzdem rät Faber Anlegern im Jahr 2010, bei Börsenrückschlagen

Aktien zu kaufen. Er rät dies auch in der Dezember-Ausgabe des

«Gloom, Boom & Doom Reports», den er monatlich an

wohlhabende Investoren verschickt.

Geld muss man investieren

«Ich rate das, weil die Werterhaltungsfunktion des Geldes bei Null

Zinsen nicht mehr gegeben ist. Und um einen Wertverlust zu

verhindern, muss man etwas mit dem Geld machen und

investieren», sagte Faber, der auch die Übernamen «Dr. Doom»

und Chrash-Prophet trägt, in cash TV.

Bei den Einzelaktien rät Faber zu europäischen Versicherungstiteln,

da sich die Branche weiter erholen werde. Weltweit seinen

Rohstoffaktien interessant. «Wobei diese stark gestiegen sind und

korrigieren müssen».

Eine Korrektur erwartet Faber auch beim Goldpreis. Dennoch ist für

ihn, als traditionellem Anhänger von Goldinvestments wie

Minenaktien oder Münzen, das derzeitige Goldpreisniveau von

knapp 1200 Dollar noch nicht teuer bewertet.

Fabers Portfolio

«Gold ist heute in diesem Null-Zinsumfeld billiger bei 1200 Dollar

pro Feinunze als im Jahr 1999 bei 300 Dollar», sagte Faber. Er

erwartet Ende 2010 einen höheren Goldpreis als heute.

Ins Portfolio gehören nach Faber asiatische Aktien, Gold

beziehungsweise Rohstoffe, Immobilien und Barbestände.

Faber erlangte Berühmtheit, weil er den Börsencrash von 1987 und

die Asienkrise 1997 prophezeit hatte. Seine Firma Marc Faber Ltd

mit Sitz in Hongkong verwaltet etwa 300 Millionen Dollar.

www.cash.ch

 

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Faber: «Dubai ist Katalysator für die Korrektur»

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permanent:

Tauschfunktion des Geldes

8
30.11.09 09:27

Für die Erbringung einer Leistung erhalte ich als Gegenleistung Geld.

Somit repräsentiert mein Geld ein Recht auf eine Gegenleistung. Diese kann ich sofort einfordern also verkonsumieren oder ich kann diese Gegenleistung aufbewahren (sparen).
Das ist die zweite Hauptfunktion des Geldes, die Wertaufbewahrungsfunktion.

So einfach war die Funktionsweise und der Grundgedanke von Geld bei seiner Einführung. Ein wesentlicher Fortschritt im Vergleich zur Tauschwirtschaft. Der Markt wurde dynamischer weil es ein universell anerkanntes Tauschmittel gab. Gleichzeitig konnte ich Leistungen nach Bedarf einfordern ohne diese direkt in Anspruch nehmen zu müssen.

So einfach ist das heute nicht mehr. Zu häufig wird Geld einfach herausgegeben ohne das dieser Herausgabe eine Gegenleistung, ein tatsächliches Leistungsversprechen gegeüber steht.

Vielen Politikern ist diese simple Sichtweise nicht beaknnt, In unseren Schulen fehlt jede ökonomische Grundbildung..............

Leide habe ich wenig Zeit und kann meine Ausführungen nicht weiter vervollständigen.

Ich wünsche euch einen schönen Montag und einen guten Start in die Woche.

Permanent

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Contrade 121:

Dubai's Rettung

8
30.11.09 09:52

Wer sagt's denn, es gibt einen Ausweg, selbst für Dubai: Das Zauberkonzept heißt Steueroase. Und es ist gut möglich, da in Dubai, Offshore, das Bankgeheimnis immer noch bestand hat.  

http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/...es/50044043.html

In der Tat, man hat mit Mühe und Not die Steueroasen, Bankgeheimnisse etc. einigermaßen in den Griff gekriegt bzw. es wird zunehmend Konsens in westlichen Ländern darüber erzielt, schon kommt ein Halbstaat und möchte die neuentstandene Lücke für sein Vorteil nutzen. Das Grundkonzept ist einfach: Verlegt doch den Hauptwohnsitz auf die Insel, oder in die Wüste, kauft Immobilien und wir geben Euch die Möglichkeit, Gelder zu waschen. Ganz großes Kino!

Antworten
Malko07:

#53486: Geld, das aufbewahrt

4
30.11.09 09:59
wird ist kein Geld mehr sondern nur noch Vermögen. Auch wenn ich es "investiere" ist es kein Geld mehr sondern nur noch Vermögen (vereinfacht auch für Forderungen). Vermögen kann manchmal wieder zu Geld gemacht werden. Was es dann Wert ist werde ich zum Verkaufszeitpunkt feststellen. Auch was ich für mein Geld in 20 Jahren kaufen kann, welches zwischenzeitlich die Jahre unter dem Kopfkissen verbracht hat, werde ich erst beim Einsatz feststellen. Das war schon immer so und unabhängig davon ob man Geld in Muscheln, Perlen oder Metallen dargestellt hat.
Antworten
Anti Lemming:

Das Kapital: Jenseits von Dubai

6
30.11.09 10:03

Deckt sich mit Fabers Einschätzung, dass die Krise im letztlich unbedeutenden Dubai lediglich Auslöser der überfälligen Korrektur ist, die aus anderen Gründen - siehe unten - erfolgt.

 


FTD

Das Kapital
Jenseits von Dubai

Die Schulden Dubais entsprechen nicht mal einem Prozent der Bankbilanzsumme im Euro-Raum. Dennoch kann man schon nervös werden - mit Blick auf die Frühindikatoren in Asien, die Arbeitslosigkeit in Frankreich oder den Bankkredit in Europa und Amerika.


Die Angaben über die Verschuldung Dubais variieren, doch sie bewegen sich im Promillebereich der konsolidierten Bankbilanzsumme im Euro-Raum. Sofern das Emirat kein Menetekel für andere Länder ist - wie viele Anlagen und Bauten werden in China bei einer Investitionsquote von rund 50 Prozent auf Sand gebaut? -, kommt Dubai daher höchstens als Auslöser für die Börsentumulte infrage, nicht aber als Ursache.

Die Ursachen liegen natürlich Jahre zurück, aber bei aller Aufregung sind in der vergangenen Woche ein paar Details untergegangen, die damit zusammenhängen und so gar nicht mit der Theorie einer von den Schwellenländern ausgehenden globalen Erholung zusammenpassen wollen. So lagen die Exporte des angeblich von China profitierenden Japans im Oktober um 23 Prozent unter dem Vorjahr, in Hongkong gingen sie um 13 Prozent zurück. In Taiwan hat die Dynamik des Frühindikators nachgelassen, in Südkorea ist das Industriegeschäftsklima gefallen, in Singapur ist die Industrieproduktion auf den Stand vom Februar zurückgegangen, in Rumänien ist der Klimaindex der EU-Kommission auf ein Tief gesunken.

(Links im Orig.)

In Frankreich nimmt die Arbeitslosigkeit zu, in Großbritannien lässt der EU-Index nach, im Euro-Raum ist der Bankkredit an die nichtfinanziellen Firmen nun um drei Prozent zum Jahresbeginn gefallen, in den USA ist der Bankkredit an die Privaten seit Oktober 2008 um 7,3 Prozent gesunken. Da braucht es kein Dubai, um nervös zu werden.

www.ftd.de/finanzen/maerkte/marktberichte/...bai/50043920.html
 



US-Investitionsgüteraufträge:
Auch nicht so toll

Der USA Bären-Thread 279317
Antworten
pfeifenlümmel:

Dax sollte

 
30.11.09 11:33
nun genug gefallen sein. Es wird wieder Zeit für Calls.
Antworten
relaxed:

#53486 #53488 Geld ist Unabhängigkeit, Freiheit,

6
30.11.09 11:45
und Macht.

Geld ist Sorge vor Verlust, Auslöser von Gier, Zeitdieb und Streitobjekt.

Kein Geld ist (meistens) doof. ;-))
Antworten
permanent:

Schelte wegen höherer Kredithürden

2
30.11.09 13:26

Banken bekommen wegen höherer Kredithürden Schelte 

Der USA Bären-Thread 6998537 Das Münchner ifo-Institut sieht im November einen erneuten Anstieg der Kredithürden, insbesondere für mittelständische. Zum Video...

 

 

http://www.ariva.de/forum/...-wurde-Alfred-Herrhausen-ermordet-395547

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wawidu:

Ein sehr hilfreicher Indikator

4
30.11.09 13:29
zur Lagebeurteilung ist der S&P Financial Sector Bullish Percent Index, den ich unten als reinen MA-Chart zeige. Die Aufwärtstrends von MA 25 und MA 50 sind klar gebrochen, und MA 75 dreht auf relativ hohem Niveau nach unten. Ein Short-Signal würde das Unterschreiten der Marke von 13,80 EOD beim ETF XLF auslösen (aktuell 14,28).
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 279370
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permanent:

Black Friday, Cyber Monday

4
30.11.09 13:30

Ein schwacher Einzelhandel belastet den Arbeitsmarkt. Harm Bandholz, Volkswirt der Unicredit, schätzt, dass die Händler im November und Dezember bis zu 150 000 Mitarbeiter weniger einstellen werden. In den letzten zehn Jahren wurden vor Weihnachten 550 000 Leute zusätzlich gebraucht. Das werde die Erholung auf dem Arbeitsmarkt zum Großteil wieder aufzehren.

http://www.handelsblatt.com/schlagzeilen-rss/

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EU besiegelt umstrittenen Bankdaten-Deal mit USA

3
30.11.09 13:37

US-Terrorfahnder dürfen auch weiterhin auf Überweisungsdaten europäischer Bürger und Unternehmen zugreifen. Die EU-Innenminister gaben einem entsprechenden Abkommen mit den USA zum Austausch von Bankdaten grünes Licht. Deutschland machte durch seine Enthaltung den Weg frei.

http://www.handelsblatt.com/politik/international/...-mit-usa;2491760

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C&P: Der kommende Dollar-Crash

11
30.11.09 13:43

Der kommende Dollar-Crash

von Robert Schröder

Liebe Leserin, lieber Leser,

Dass der Dollar weiter crashen wird, ist eine abgemachte Sache. Nachrichten zu diesem Thema lesen sich in diesen Tagen in etwa so:

Die US-Notenbank gibt den Dollar zum Abschuss frei." oder Devisenhändler setzen auf Dollar-Absturz"

Man hat sich kollektiv darauf eingeschossen, dass der US-Dollar noch deutlicher in die Knie gehen wird. Das Sentiment ist entsprechend schlecht für den Greenback. Meldungen zu einer möglichen positiven Dollar-Entwicklung müssen mit der Lupe gesucht werden. Sie sind bald gar nicht zu finden.

Die Charttechnik, speziell die Elliott Wellen Theorie, geht davon aus, dass alle Kursrelevanten Informationen schon im Chart enthalten sind. Das trifft ganz besondern auf den massenpsychologischen Aspekt zu.
Wenn die breite Masse" einhellig ein bestimmtes Ereignis erwartet und einpreist, wie groß ist dann die Wahrscheinlichkeit, dass es eintritt?

Der USA Bären-Thread 6998618enl.fid-newsletter.de/imgproxy/img/...060/091130usdollard.png" style="max-width:560px" />

Nach Elliott Wave zeigt der US Dollar Index seit November 2008 eine korrektive Abwärtsbewegung in Form einer dreitiligen abc-Korrektur. Diese abc-Korrektur selbst ist Teil der großen Welle B. Dieser Welle B ging ab Juli 2008 eine Welle A voraus. Entsprechend dem Regelwerk fehlt der unfertigen ABC-Bewegung seit Sommer 2008 noch die Welle C.

Diese Welle C wird in Kürze starten und den US Dollar Index aus der Keilsituation zum Jahreswechsel 2009/2010 ausbrechen lassen. Das Kursziel liegt hier bei etwa 92 Punkten irgendwann im kommenden Jahr. Das bedeutet für den US Dollar also eine Aufwertung von über 20 %. Vermutlich werden die Meldungen in Bezug auf das Währungspaar EUR/USD dann in einem Jahr etwa so lauten:

Die EZB gibt den Euro zum Abschuss frei." oder Devisenhändler setzen auf Euro-Absturz"

Ob's wirklich so kommt? Time will tell.

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wawidu:

US-Unternehmensdividenden

5
30.11.09 13:59
Verdammt, wo bleibt die V-Recovery?
(Verkleinert auf 88%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 279378
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AlterSchwede.:

Aktuelles Thema Kredithürden allgemein/Mittelstand

11
30.11.09 14:16
Es ist ziemlich hgroßes Thema immer wieder hier im Thread, dass große Beträge an Krediten von den Zentralbanken zu Discountpreisen an internationale Großbanken vergeben werden, die das Geld jedoch nicht an den Wirtschaftskreislauf weitergeben. Zumindest nicht DIREKT, was nach allg. Tenor gesund wäre. Das Geld wird in verschiedenen Invests gebunkert und Rohstoffe/Aktien aufgeblasen. Die damit verbundenen Risiken sind bereits diskutiert und bekannt.
Was ich nicht so richtig verstehe in diesem Zusammenhang ist der Umstand, dass die gigantischen staalichen Gelder nicht direkt von Landesbanken oder auch zentralbanken an Mittelständige Firemen weitergegeben werden.
Ich war schon Anfang dieses Jahres auf der Vorstellung des Earnst & Young Biotechreports im LBBW-Forum / Stuttgart. Dabei stellen sich traditionell "kleine" Firmen aus BaWü vor und präsentieren v.A. ihren Werdegang vom StartUp bis dato. Schwerpunkt war meist das aufzeigen wegweisender technologischer Neuerungen.
Was mir ANfang 2009 jedoch auffiel war, dass die Veranstaltung komplett von eigentlich allen Rednern "missbraucht" wurde um massivst um VentureCapital zu werben.
Es war breit davon die Rede, dass viele Firmen bis 2010 (excellent!!) finanziert sind, danach aber "alles" massivst wegbricht und eine Weiterfinanzierung erheblich erschwert ist. Es ist davon auszugehen, dass viele dieser kleinen Firmen mit bislang gutem Konzept im Laufe des Jahres 2010 aufegeben müssen.

Da in den meisten Fällen die F&E-Erfolge da sind, aber zum einen noch nicht abgeschlossen sind und zum anderen stark an die einzelnen Mitarbeiter gebunden sind, wird ein wohl selbst bei einer Erholung der Situation in 2011 oder später nicht zu einer "Regeneration des Wissens" kommen können, da die Schlüssel-Mitarbeiter bis dahin bereits woanders untergekommen sein werden und schwer zu einer Rückkehr zu bewegen sein werden. Da die F&E heute sehr spezialisiert ist, erscheint es unwahrscheinlich, dass diese Mitarbeiter an ähnlichen Projekten weiterarbeiten werden. Wissensarbeiter sind schließlich "flexibel".

Der Bruch in 2010 dürfte also zu einer fast irreversiblen Vernichtung von in 5-8Jahren angesammeltem Projektwissen führen, was die F&E-Landschaft um einige Jahre zurückwerfen wird... Für Deutschland ist das etwas "Furchtbares"!!

Also: WO liegt das Hindernis, staatliche Gelder direkt an den Mann zu bringen, zur Rettung unserer F&E-Piepeline von der im großen Ganzen betrachtet erheblich mehr abhängt als nur eine kleine Schwabenklitsche iwo bei Tübingen??? Kann mir dass mal jemand erklären? Würde man nur 10%-15% der Bankenrettungsgelder abzweigen und direkt investieren, so würde alle gewinnen.

Die Banken hätten weniger Potential zur Blasenbildung (=Risikoaufbau) und die F&E-Pipe währe Nachhaltig sichergestellt...
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AlterSchwede.:

wawidu: Verdammt, wo bleibt die V-Recovery?

6
30.11.09 14:18

Verdammt, jetzt stell dich nicht so an.
Du musst dass Bild auf den kopf stellen, dann hast du deine V-Recovery!

:)

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permanent:

Indien

8
30.11.09 14:26
Strohfeuer oder Aufstieg?

Indiens Wirtschaft zieht an

Asiens drittgrößte Volkswirtschaft nach China und Japan schaffte im zweiten Quartal des Fiskaljahres 2009/10 von Juli bis September ein Plus von 7,9 Prozent nach 6,1 Prozent im Vorquartal und damit deutlich mehr als erwartet. Damit ist Indien auf Kurs, im Gesamtjahr per Ende März ein Wachstum von sieben Prozent einzufahren, teilte der indische Finanzminister an.

Wachstumstreiber waren vor allem staatliche Investitionen zur Konjunkturbelebung sowie das Verarbeitende Gewerbe. Letzteres schaffte vor allem wegen der starken Nachfrage nach Autos ein Plus von 9,2 Prozent. Die in Indien wichtige Landwirtschaft schlug sich zudem besser als gedacht: der Sektor wuchs um 0,9 Prozent, obwohl Experten mit einem Rückgang gerechnet hatten.

China und Indien gelten in der weltweiten Wirtschaftskrise als Wachstumslokomotiven: China verbuchte im selben Zeitraum ein Wachstumsplus von 8,9 Prozent. Allerdings ging auch an Indien die Krise nicht spurlos vorbei: Das Plus von 6,7 Prozent im vergangenen Jahr war das niedrigste seit sechs Jahren. In den drei Jahren zuvor schaffte das Land sogar Raten von neun Prozent und darüber.

Proteste in Kalkutta

Besonders problematisch sind in Indien die steigenden Lebensmittelpreise. In weiten Teilen des Landes lebt die Bevölkerung nahe der Armutsgrenze oder darunter. Die Preise für Nahrungsmittel sind in den zwölf Monaten bis Mitte November um mehr als 15 Prozent gestiegen.

In Kalkutta kam es deswegen zum Wochenbeginn erneut zu Protesten. Oppositionsanhänger zündeten Busse an und ließen Geschäfte schließen, um einen zwölfstündigen Streik gegen die steigenden Kosten zu erzwingen.

Quelle: rts

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