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| Strategie | Hebel | |||
| Steigender S&P 500-Kurs | 5,00 | 9,99 | 15,06 | |
| Fallender S&P 500-Kurs | 5,00 | 9,97 | 14,98 | |
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von Henrik Voigt
Gestern sah es zwischenzeitlich so aus, als würde der DAX endlich den erneuten Ausbruch nach oben schaffen. Sogar der Widerstand um 7050 Punkte konnte kurzzeitig geknackt werden, aber dann fiel der Index wieder zurück und büßte einen großen Teil seiner Tagesgewinne ein. Die hinterlassene Tageskerze stellt die kurzfristigen Bodenbildungsambitionen des Vortages bereits wieder in Frage.
Rein von den Intradaymustern dürfte da auch heute, spätestens Montag noch etwas nach unten kommen. Nicht unbedingt viel, denn wir fallen seit dem Hoch nur moderat und korrektiv. Aber zu einem erneuten Test der 50-Tage-Linie könnte es reichen. Und dann wird sich in der kommenden Woche zeigen, wo der DAX eigentlich hin will. Im Gegensatz zu den amerikanischen und asiatischen Börsen hat er nämlich keinen besonders guten Jahresstart erwischt.
Um 14:30 Uhr folgen heute die offiziellen monatlichen US-Arbeitsmarktdaten. Werden Sie die These einer positiven Überraschung am dortigen Arbeitsmarkt nach dem guten ADP-Bericht stützen? Und was macht die Börse daraus? Wir werden es bald sehen.
DAX im Tageschart
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Nächste Widerstände:7300 Punkte
Nächste Unterstützungen: 7050, 6900, 6830, 6650, 6370, 6300, 6200, 6000, 5800 Punkte
Ich wünsche Ihnen einen guten Start in ein erfolgreiches Jahr,
Ihr Henrik Voigt.
Chefredakteur DAX Profits
Wichtige Termine und Wirtschaftsdaten Freitag, den 07.01.2011:
08:00
DE: Exporte November (saisonbereinigt) m/m
Prognose: 0.5 Zuletzt: -1.3
08:00
DE: Handelsbilanzsaldo November in Mrd €
Zuletzt: 14.3
08:00
DE: Einzelhandelsumsatz November m/m
08:00
DE: Baupreisindex für Wohngebäude November
11:00
EWU: BIP 3. Quartal (endgültig)
12:00
DE: Industrieproduktion November m/m
Prognose: -0.2 Zuletzt: 2.9
14:30
US: Neugeschaffene Stellen ex Agrar Dezember in Tsd
Prognose: 135 Zuletzt: 39
14:30
US: Arbeitslosenquote Dezember
Prognose: 9.7 Zuletzt: 9.8
14:30
US: Durchschnittliche Stundenlöhne Dezember m/m
Prognose: 0.2
21:00
US: Konsumentenkredite November in Mrd US$
Zuletzt: 3.4
Für die Börse kann das alles oder auch nichts bedeuten. Die Börsianer scheinen zur Zeit jedoch auf einen Paradigmenwechsel zu setzen. Schlechte Nachrichten sind gut für die Börse war in 2010, gute Nachrichten sind schlechte Nachrichten für die Börse könnte in 2011 heißen.
Die Nachfrage der US Konsumenten ist sehr fragil, nichts stört mehr als steigende Renditen. Gute Nachrichten aus der Realwirtschaft bedeuten jedoch steigende Renditen an den Anleihemärkten.
Ich wünsche euch einen schönen Freitag.
Permanent
es mag sich jeder selbst ein Bild machen.
Ein Fiskalritter würde zu den Warmwasserkosten einfach sagen "das ist mit der Pauschale abgegolten" ... aber der redet ja auch nur mit Steuerzahlern ...
Interessant auch der "Warenkorb" des Regelleistungssatzes (Auszug):
Telefon/Internet 31,96 Euro
Sonstiges, z.B. Friseur 26,50 Euro
Bildung 1,39 Euro
Banken bewerben sich ab Montag als Konsortialführer für den ersten Bond der Europäischen Gesellschaft EFSF. Überraschender Weise greifen gerade Asiatische Anleger verstärkt zu, aber auch britische und deutsche Investoren beteiligen sich zu hohen Anteilen.
FRANKFURT . Nach der Emission ist vor der Emission: Nachdem am Mittwoch die EU-Kommission die erste Anleihe zur Refinanzierung eines Teils der Kredite an Irland erfolgreich platziert hat, nimmt jetzt die Kapitalaufnahme der EFSF - der Gesellschaft der Euro-Länder für die Irland-Hilfen - konkrete Züge an. Dem Vernehmen nach werden Banken ab Montag bei der Finanzagentur des Bundes vorstellig, um sich um die Mandate als Konsortialführer für die Anleihe zu bewerben. Die Finanzagentur ist Deutschlands oberster Schuldenmanager und organisiert auch die Begebung der EFSF-Anleihen.
Beide Institutionen bestätigten dem Handelsblatt, dass die erste Anleihe der Gesellschaft noch im Januar über ein Bankenkonsortium platziert wird. EU-Kommission und die EFSF gewähren Irland Kredite über 45 Milliarden Euro und damit mehr als die Hälfte der internationalen Hilfen. Dafür will die EU-Kommission in diesem Jahr Anleihen über bis zu 17,6 Milliarden Euro begeben, die Gesellschaft der Euro-Länder plant zusätzlich Bondemissionen über bis zu 16,5 Milliarden Euro.
Die Aussichten dafür, dass auch die erste EFSF-Anleihe ein Erfolg wird, stehen gut. Der fünf Milliarden Euro schwere Bond der EU-Kommission am Mittwoch war bei Investoren extrem begehrt und vierfach überzeichnet. Auch gestern im Handel war die Nachfrage noch groß. Die Folge: Der Kurs der Anleihe mit einer Laufzeit von fünf Jahren stieg, und die Rendite fiel von knapp 2,6 auf 2,5 Prozent.
Gestern veröffentlichte die EU-Kommission eine grobe Statistik über die Nachfrage. Sie förderte Überraschendes zutage: Asiatische Investoren stellten mit 21,5 Prozent die größte Käufergruppe. "Das ist ungewöhnlich viel", sagt dazu Ralph Berlowitz. Er kann das beurteilen, denn er ist bei der Deutschen Bank für die Anleiheplatzierungen von Staaten und staatsnahen Institutionen verantwortlich. Und üblicherweise gehen von diesen Emittenten "auf Euro lautende Anleihen mit mittlerer Laufzeit nur zu fünf bis zehn Prozent an institutionelle Anleger aus Asien".
Ebenfalls stark vertreten waren britische Investoren mit einem Anteil von 16,5 und deutsche mit 15,5 Prozent. An US-Anleger gingen sechs Prozent. Als positiv gilt zudem, dass 78 Prozent der Anleihe an langfristig orientierte Anleger wie Zentralbanken, Fonds, Versicherer, Pensionskassen und Privatbanken verkauft wurden.
Wie am Vortag schon Deutschland spürte gestern auch Frankreich keine Konkurrenz durch die neue Anleihe der EU-Kommission und konnte problemlos drei Anleihen über insgesamt knapp neun Milliarden Euro platzieren. Berlowitz meint, dass die Anleihen der EU-Kommission und der EFSF wegen des sehr ähnlichen Profils allenfalls den Bonds der Europäischen Investitionsbank etwas Nachfrage streitig machen könnten.
FTD-Das Kapital
06.01.2011
Die Lage ist nicht halb so gut wie die Stimmung
In Deutschland steigen die Industriebestellungen um gut fünf Prozent zum Vormonat - und stagnieren dennoch nahezu. Das klingt paradox, ist aber nichts im Vergleich zu den Stimmungsumfragen, die sich von der Realität abgekoppelt zu haben scheinen.
Diese Daten sollten zu denken geben. Die deutsche Industrie hat im November 5,2 Prozent mehr Aufträge verzeichnet als im Oktober, saisonbereinigt und real. Die Bestellungen aus dem nicht zur Euro-Zone zählenden Ausland haben um 14,8 Prozent zugenommen und damit einen neuen Rekord erreicht. Dennoch sind die Spuren einer vorzeitigen Verlangsamung der Industriedynamik kaum zu übersehen.
Rechnen wir ab jetzt immer mit dem gleitenden Drei-Monats-Durchschnitt, um die schon wegen der unterschiedlichen Häufigkeit von Großaufträgen schwankungsanfälligen Daten zu glätten. Und sofort fällt auf, dass die Auslandsbestellungen im November kaum mehr höher waren als im August - trotz des riesigen Sprungs der Nicht-EWU-Aufträge im November, der nach einer Korrektur schreit.
Der Grund dafür liegt auf der Hand: die Aufträge aus dem vielerorts geschundenen Euro-Raum selbst. Diese sind seit August mit einer annualisierten Rate von nicht weniger als 28,8 Prozent gesunken. Und wie die detaillierten Außenhandelszahlen der Bundesbank zeigen, steht der Euro-Raum immer noch für zwei Fünftel der deutschen Warenexporte.
Als Folge der schwachen Nachfrage aus den EWU-Mitgliedsländern ist der Zuwachs der Gesamtbestellungen im Drei-Monats-Vergleich auf annualisierte zwei Prozent gesunken - trotz leichter Beschleunigung der Inlandsnachfrage. Noch im Mai belief sich der annualisierte Drei-Monats-Zuwachs auf 39,2 Prozent. Das ist insofern betrüblich, als zur vormaligen Auftragsspitze aus dem Jahre 2007 immer noch 13,7 Prozent fehlen (Inland 13,1, Ausland 14,2).
Vor allem die Konsumgüterbestellungen sind bis heute so schwach geblieben, dass man sich fragt, für wen die umfragegemäß jubilierenden Firmen überhaupt herumwurschteln. Der rekordhohe jüngste EU-Konjunkturklimaindex für den Einzelhandel etwa mutet angesichts der erbärmlichen tatsächlichen November-Umsätze auf dem alten Kontinent wie ein schlechter Witz an.
Selbst in der vergleichsweise erfolgreichen deutschen Industrie ist die Lage nicht halb so gut wie die Stimmung. Letztere reflektiert eher die Gewinnmargen der Firmen, welche sich dem ungeheuerlich hohen Vorkrisenniveau nähern. Nur beruhen die Margen auf geliehenem Geld. Genauer gesagt auf den 8400 Mrd. Dollar, welche die Finanzminister der Erde über die vergangenen beiden Jahre verfrühstückt haben - und für die sie nun büßen.
[A.L.: Der letzte Satz ist "mein Reden". Was bleibt vom weltweiten "Aufschwung XXL" eigentlich übrig, wenn man die global 8,4 Billionen Dollar an künstlicher, überwiegend schuldenbasierter (außer China) Stimulanz abzieht? Defizit-Spending dieser Größenordnung ist eher eine "Einmalleistung", zumal bereits jetzt viele Staaten vor dem Bankrott stehen und in den PIIGS zu Recht drastische Einsparungen gefordert werden. Folglich sollte auch der Aufschwung XXL eine Einmaleffekt sein - man könnte es auch treffender Strohfeuer nennen.]
www.ftd.de/finanzen/maerkte/marktberichte/...ung/50212126.html
* Die Erwartungen für den Arbeitsmarktbericht vom BLS wurden nach oben angepasst nachdem der ADP Report Rekordwerte aufgezeigt hat.
Die ADP-Zahlen liegen häufig sehr stark daneben, nach oben wie nach unten.
* Der Einfluss auf die Börsenentwicklung hat sich in Grenzen gehalten. Für eine derart positive Überraschung die eigentliche Überraschung.
Die Börse hat die ADP-Daten daher zur Recht nicht ernst genommen. Am Markt herrscht zurzeit Januar-Abverkaufsstimmung, die der Boni-geschuldeten Mega-Hausse bis Weihnachten typischerweise folgt. Man sieht es am deutlichsten bei den Rohstoffen (vorlaufend).
* Die Zinselastizität der Nachfrage -auch am Immomarkt US- war im letzten Jahr extrem. Bereits geringste Ausschläge haben zu einem veränderten Nachfrageverhalten geführt.Die Bonds-Baisse bzw. Langzins-Hausse, die übrigens bereits vor Monaten begonnen hat (nicht erst jetzt anlässlich der letzten ADP-Zahlen), macht Kredite und Hypotheken teurer. QE2 sollte dies verhindern, zeigte aber keine Wirkung (die Fed konnte allenfalls das Anstiegstempo der Bondzinsen drosseln). Da gerade der US-Hausmarkt sehr zinssensibel ist, führte die Verteuerung der Hypotheken zu neuen spürbaren Einbrüchen (Case-Shiller usw.). Der Downtrend im Housing wird durch die Zinsanstiege weiter forciert.
* Zum lezten und vielleicht wichtigstem Punkt: Der Emissionskalender für TBills zeigt für die kommende Woche ein sehr großes Volumen. Da sind steigende Renditen sicher sehr unerwünscht.
Sehe ich aus so. Dies im umgekehrt ein weiteres klares Indiz, dass die Fed mit QE2 nicht gegen den übergroßen Bonds-Markt "anpumpen" kann. Genauso wenig wie es der Schweizer bzw. Japanischen Notenbank nicht gelungen ist, die Franken- bzw. Yen-Stärke mit Interventionen Einhalt zu gebieten. Staatsmanipulation kann Märkte nicht nachhaltig daran hindern, ein den Fundamentals entsprechendes Gleichgewicht anzustreben. Wenn Staatsjongleure wie Bernanke durch Manipulation daran zu schrauben versuchen, wirkt das allenfalls temporär und geht mittelfristig - wie jetzt bei QE2 - in die Hose.
Der Mensch muss Grundüberzeugungen haben, die ein Leben lang Gültigkeit haben. In der Tagesmeinung, der Einschätzung von Sachverhalten ist dagegen Flexibilität gefragt.
Die eigene Meinung muss sozusagen lernfähig sein.
Das BLS wir in einer halben Stunde die Daten vom Arbeitsmarkt präsentieren. Danach haben wir einen weiteren Mosaikstein zur Beurteilung der wirtschaftlichen Lage in den USA.
Wer immer nur die Interpretation zulässt, die ihm gefällt verliert zwangsläufig.
Permanent
Nagelprobe für den Euro: Kommende Woche drängen Portugal, Spanien und Italien an den Markt, um sich frisches Geld zu borgen. Für neue Staatsanleihen müssen die Sorgenländer voraussichtlich so viel zahlen wie noch nie. Auch der Euro gerät unter Druck. Der Chefökonom der Deutschen Bank nennt das Überleben der Währung "nicht länger selbstverständlich".
http://www.handelsblatt.com/finanzen/anleihen/...erstaendlich;2726222
Non-Farm Payrolls Rise Less than Expected, Up 103,000; Unemployment Rate Drops More than Expected to 9.4%
Stundenlöhne steigen um 0,1% wie erwartet.
Fall der Arbeitslosenrate bedingt durch Ende der ALGeldbezugsdauer und somit Fall aus der Statistik sowie Aufwärtsrevisionen der Vormonate.
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| Wertung | Antworten | Thema | Verfasser | letzter Verfasser | letzter Beitrag | |
| 29 | 3.803 | Banken & Finanzen in unserer Weltzone | lars_3 | youmake222 | 31.01.26 21:13 | |
| 469 | 156.452 | Der USA Bären-Thread | Anti Lemming | ARIVA.DE | 31.01.26 14:00 | |
| 56 | PROLOGIS SBI (WKN: 892900) / NYSE | 0815ax | Lesanto | 06.01.26 14:14 | ||
| Daytrading 15.05.2024 | ARIVA.DE | 15.05.24 00:02 | ||||
| Daytrading 14.05.2024 | ARIVA.DE | 14.05.24 00:02 |