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Meldung des Tages: Goldchance mit Substanz: Warum dieses Projekt Investoren aufhorchen lässt
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Der USA Bären-Thread

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Passende Knock-Outs auf S&P 500

Strategie Hebel
Steigender S&P 500-Kurs 5,00 9,99 15,06
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Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000VG93RV3 , DE000VJ2VCE3 , DE000VK7HFZ6 , DE000VH63EM1 , DE000VH3MXH1 , DE000VH7KS62 .Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

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S&P 500 6.889,17 +0,04% Perf. seit Threadbeginn:   +372,19%
 
musicus1:

agent, diese frage, gehe in den entsprechenden

3
07.01.11 10:21
thread,  speku????? zu diesem spielcasino habe  ich keine meinung...... im. mo. rennen die bullen  siehe pottash, ......z.b.  wie lange noch bei  1300 und 1340 liegt  das nä ziel für einen weiteren shorteinstieg, weizen und gold  weiter short  cu ebenfalls.... währungen eur-usd short ebenso aud und chf, auf den euro bezogen....... aufstocken von dem hier beabsichtigt...    AA2LKE
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permanent:

C&P

3
07.01.11 10:22

Weiter kraftlos

von Henrik Voigt

 

Gestern sah es zwischenzeitlich so aus, als würde der DAX endlich den erneuten Ausbruch nach oben schaffen. Sogar der Widerstand um 7050 Punkte konnte kurzzeitig geknackt werden, aber dann fiel der Index wieder zurück und büßte einen großen Teil seiner Tagesgewinne ein. Die hinterlassene Tageskerze stellt die kurzfristigen Bodenbildungsambitionen des Vortages bereits wieder in Frage.

Rein von den Intradaymustern dürfte da auch heute, spätestens Montag noch etwas nach unten kommen. Nicht unbedingt viel, denn wir fallen seit dem Hoch nur moderat und korrektiv. Aber zu einem erneuten Test der 50-Tage-Linie könnte es reichen. Und dann wird sich in der kommenden Woche zeigen, wo der DAX eigentlich hin will. Im Gegensatz zu den amerikanischen und asiatischen Börsen hat er nämlich keinen besonders guten Jahresstart erwischt.

Um 14:30 Uhr folgen heute die offiziellen monatlichen US-Arbeitsmarktdaten. Werden Sie die These einer positiven Überraschung am dortigen Arbeitsmarkt nach dem guten ADP-Bericht stützen? Und was macht die Börse daraus? Wir werden es bald sehen.

DAX im Tageschart

Der USA Bären-Thread 9454583enl.fid-newsletter.de/imgproxy/img/604818318/dax070111.png" style="max-width:560px" />

Nächste Widerstände:7300 Punkte

Nächste Unterstützungen: 7050, 6900, 6830, 6650, 6370, 6300, 6200, 6000, 5800 Punkte

Ich wünsche Ihnen einen guten Start in ein erfolgreiches Jahr,

Ihr Henrik Voigt.

Chefredakteur DAX Profits

Wichtige Termine und Wirtschaftsdaten Freitag, den 07.01.2011:

08:00
DE: Exporte November (saisonbereinigt) m/m
Prognose: 0.5 Zuletzt: -1.3

08:00
DE: Handelsbilanzsaldo November in Mrd €
Zuletzt: 14.3

08:00
DE: Einzelhandelsumsatz November m/m

08:00
DE: Baupreisindex für Wohngebäude November

11:00
EWU: BIP 3. Quartal (endgültig)

12:00
DE: Industrieproduktion November m/m
Prognose: -0.2 Zuletzt: 2.9

14:30
US: Neugeschaffene Stellen ex Agrar Dezember in Tsd
Prognose: 135 Zuletzt: 39

14:30
US: Arbeitslosenquote Dezember
Prognose: 9.7 Zuletzt: 9.8

14:30
US: Durchschnittliche Stundenlöhne Dezember m/m
Prognose: 0.2

21:00
US: Konsumentenkredite November in Mrd US$
Zuletzt: 3.4

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Anti Lemming:

Was Geither wirklich will

13
07.01.11 10:24
Geithner will, dass die bisherige US-Verschuldungsobergrenze von 14,3 Bio. Dollar ausgeweitet wird. Wenn das nicht bis 31.3.11 geschieht, könnte Obama sein Defizit-Spending nicht fortsetzen (und das QE-Programm der Fed würde überflüssig, weil keine Schatten-Gegenfinanzierung der Defizite durch die Fed mehr nötig wäre). Bislang plant die US-Regierung, in 2011 abermals neue Schulden in Höhe von 10 % des BIP aufzunehmen (wie schon in 2010). Geithners Sprüche, USA werde ohne Ausweitung der Grenze "zahlungsunfähig", ist reine Propaganda für eine Fortsetzung von Obamas Stimulus-Orgien.

Wenn Geithner es ernst meinen würde mit der Verhinderung der Zahlungsunfähigkeit, würde er die Defizitgrenze dort lassen, wo sie ist, weil NOCH mehr Schulden die Rückzahlungsfähigkeit immer unwahrscheinlicher machen. DAS ist die wirkliche Zahlungsunfähigkeit. Das andere ist nur "Neuschuldenmangel" für weiteres Defizit-Spending. Geithner würfelt beides "geschickt vernebelnd" durcheinander.

Scheitert Geithner, droht den USA Ungemach. Denn ohne weitere Stimulusprogramme dürfte die US-Wirtschaft in die Doppeldip-Rezession fallen. Daran hätten die Republikaner, die sich für Einsparungen stark machen wollen, zumindest im Präs.-Wahljahr 2012 ein gewisses politisches Interesse (GS würde seine Boni dann halt "auf der Shortseite" raffen). Die Reps könnten dann rechtzeitig zur Wahl 2012 (Wahljahre fielen bislang oft mit Rezessionsjahren zusammen) darauf verweisen, dass Obama "das Geld mit vollen Händen zum Fenster rausgeschmissen hat" und als Ergebnis "trotzdem nur die Doppeldip-Rezession vorzuzeigen hat". Mich würde sehr wundern, wenn sie zur Wahl auf diesen Vernichtungsfeldzug gegen Obama verzichten würden.

Die FTD schreibt unten, dass die Reps der Ausweitung der Defizitgrenzen wohl erst mal zustimmen würden. Allerdings werden sie im Gegenzug weitere Einsparungen fordern. [Auch Doug Kass weist auf "neuen Gegenwind" hinsichtlich der Neuverschuldung hin.] Bei späteren Erhöhungen könnten sich die Reps dann gänzlich sperren.

Ohnehin sind Einsparungen traditionell im Rep-Interesse. Einsparungen bei den Militärausgaben, die zur Verringerung der Neuverschuldung vorgeschlagen werden, würden das BIP übrigens ebenfalls senken; ein Großteil der bisherigen Stimulusgelder ging in Rüstungsaufträge. Die vorerst geplanten Einsparungen beim Militär sind allerdings fast vernachlässigbar. Die Reps sind ja schließlich auch die "Schieß-Partei".



Appell an den Kongress
Geithner warnt vor Zahlungsunfähigkeit der USA

Der amerikanische Finanzminister zeichnet ein düsteres Bild: Wenn der Kongress die Schuldenobergrenze der USA nicht anhebt, kann der Staat seine Rechnungen nicht mehr begleichen. Verteidigungsminister Gates will den Ausgabenanstieg beim Militär begrenzen.

US-Finanzminister Timothy Geithner  hat den US-Kongress mit drastischen Worten vor einer Zahlungsunfähigkeit der USA gewarnt. um die Abgeordneten zum Absegnen weiterer Schulden zu bewegen. Die USA könnten bereits vor dem 31. März die gesetzlich festgelegte Obergrenze für den Schuldenberg erreichen, erklärte Geithner am Donnerstag. Selbst eine kurzfristige oder begrenzte Zahlungsunfähigkeit hätte katastrophale wirtschaftliche Folgen, die für Jahrzehnte anhalten würden und die Konsequenzen der Finanzkrise übertreffen könnten, mahnte Geithner.

Derzeit liegt die Schuldenobergrenze bei 14.300 Mrd. Dollar. Wann diese genau erreicht werde, sei unklar, sagte Geithner. Deshalb müsse der Kongress die Grenze unbedingt vor dem Ende des ersten Vierteljahres erhöhen, um das Risiko einer Zahlungsunfähigkeit abzuwenden. Die Regierung könne das Erreichen des Schuldenlimits selbst mit außergewöhnlichen Schritten nur um einige Wochen hinauszögern.

Ein Mitarbeiter des Finanzministeriums, der nicht namentlich genannt werden wollte, mahnte die Abgeordneten dazu, die Schulden-Obergrenze nicht in die generelle Debatte über eine Kürzung der staatlichen Ausgaben hineinzuziehen. Er zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass der Kongress das Limit anheben wird. Andernfalls würde großer Schaden entstehen.

Die Republikaner, die im Repräsentantenhaus die Mehrheit stellen, signalisierten Zustimmung. Der Vorsitzende des Haushaltsausschusses Paul Ryan sagte, er erkenne die Notwendigkeit höherer Schulden an. Zugleich forderte er aber tiefe Einschnitte in den Haushalt 2012.

Das Pentagon kündigte unterdessen an, den US-Militärhaushalt in den kommenden fünf Jahren um 78 Mrd. Dollar zu kürzen. Das Sparziel soll mit einer Verringerung der Zahl der Bodentruppen, höheren Krankenkassenbeiträgen für Soldaten im Ruhestand und deren Familien sowie anderen politisch unpopulären Maßnahmen erreicht werden. Der Plan von Verteidigungsminister Robert Gates sieht darüber hinaus weitere Einsparungen in Höhe von 100 Mrd. Dollar vor. So soll der Bau eines 14 Mrd. Dollar teuren Amphibienfahrzeugs der Marine nicht weiter verfolgt werden.

Dieses Geld dürfe aber in andere Projekte wie ein neues Waffensystem oder Programme zugunsten der Truppen reinvestiert werden, sagte Gates am Donnerstag in Washington. Auch die Streitkräfte seien von den allgemeinen Sparanstrengungen nicht ausgenommen und müssten überlegen, wie sie mit weniger Geld auskämen, sagte Gates.

Teile des geplanten Sparprogramms dürften jedoch im Kongress auf heftigen Widerstand stoßen. Bereits in der Vergangenheit haben sich Abgeordnete Bestrebungen widersetzt, Versicherungsprämien anzuheben oder Waffenprogramme zu kürzen, die in ihren jeweiligen Heimatstaaten Arbeitsplätze schaffen.

Der Vorsitzende des Streitkräfteausschusses, der Republikaner Buck McKeon, äußerte umgehend Bedenken. "Dies ist ein dramatischer Wandel für eine Nation im Krieg und ein gefährliches Signal vom Oberbefehlshaber", sagte McKeon.

Dem Plan zufolge sollen 2012 insgesamt 553 Mrd. Dollar zur Verfügung stehen - 13 Mrd. weniger, als das Pentagon ursprünglich gefordert hatte. Real bedeutet die Summe aber ein Wachstum von drei Prozent. Das Gros der Kürzungen soll erst 2015 erfolgen, wenn der US-Einsatz in Afghanistan nach bisheriger Planung weitgehend beendet sein soll. Dann sollen 27.000 Soldaten des Heeres und bis zu 20.000 Marineinfanteristen aus dem Dienst entlassen werden, um bis zu 6 Mrd. Dollar einzusparen. Außerdem soll das Militärhauptquartier in Norfolk, Virginia, geschlossen werden. Dort sind 6000 Menschen beschäftigt. Diesem Schritt stimmte US-Präsident Barack Obama bereits zu, bestätigte das Weiße Haus am Donnerstagabend.

Nach Angaben des Pentagons sollen ab 2015 keine jährlichen Haushaltssteigerungen mehr erfolgen, mit Ausnahme des Inflationsausgleichs. Zuletzt wurde der Verteidigungshaushalt 1998 gekürzt. Gates räumte ein, dass es schwierig sei, fünf Jahre in die Zukunft zu blicken. "Jede dieser Entscheidungen könnte widerrufen werden", sagte er. Generalstabschef Michael Mullen sagte, er und die Chefs der Teilstreitkräfte unterstützten das Vorhaben.

www.ftd.de/politik/konjunktur/...higkeit-der-usa/50212206.html
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schlauerfuchs:

@A.L.

2
07.01.11 10:33
Inhaltlich gebe ich dir völlig Recht, aber ist es politisch klug mit dem "Staatsbankrott" als Druckmittel zu spielen? Allein das Wort auszusprechen, kann bei Marktteilnhmern zu Verunsicherung führen. Und wenn die Reps darauf anspringen und sich erst mal zieren und die Diskussion schärfer wird, kann der Schuss ganz schnell nach hinten losgehen.

Ist wie in einer Ehe: wenn das Wort "Scheidung" mal ausgesprochen ist, kann man es nicht wieder ganz zurücknehmen. Natürlich kann sich alles wieder einspielen, aber man hat mal darüber nachgedacht und es ist anders als davor.
The quick brown fox jumps over the lazy dog.
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permanent:

Einige Überlegungen zum Markt

8
07.01.11 10:34
  • Die Erwartungen für den Arbeitsmarktbericht vom BLS wurden nach oben angepasst nachdem der ADP Report Rekordwerte aufgezeigt  hat.
  • Der Einfluss auf die Börsenentwicklung hat sich in Grenzen gehalten. Für eine derart positive Überraschung die eigentliche Überraschung.
  • Obwohl wir uns in der ersten Januarwoche -traditionell low Volume- befinden, trifft dieses wahrscheinlich auch aus Kalendereffekten (volle Woche) in diesem Jahr nicht zu. Einige Aktien (MCDonalds) hatten scheinbar grundlos Rekordumsätze zu verzeichnen.
  • Der Bondmarkt ist wie bereits Ende Dezember durch den starken ADP Report weiter unter Druck geraten.
  • Die Zinselastizität der Nachfrage -auch am Immomarkt US- war im letzten Jahr extrem. Bereits geringste Ausschläge haben zu einem veränderten Nachfrageverhalten geführt.
  • Zum lezten und vielleicht wichtigstem Punkt: Der Emissionskalender für TBills zeigt für die kommende Woche ein sehr großes Volumen. Da sind steigende Renditen sicher sehr unerwünscht.

Für die Börse kann das alles oder auch nichts bedeuten. Die Börsianer scheinen zur Zeit jedoch auf einen Paradigmenwechsel zu setzen. Schlechte Nachrichten sind gut für die Börse war in 2010, gute Nachrichten sind schlechte Nachrichten für die Börse könnte in 2011 heißen.
Die Nachfrage der US Konsumenten ist sehr fragil, nichts stört mehr als steigende Renditen. Gute Nachrichten aus der Realwirtschaft bedeuten jedoch steigende Renditen an den Anleihemärkten.

Ich wünsche euch einen schönen Freitag.

Permanent

 

 

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Ischariot MD:

für alle Warmduscher ;o)

4
07.01.11 10:38

es mag sich jeder selbst ein Bild machen.
Ein Fiskalritter würde zu den Warmwasserkosten einfach sagen "das ist mit der Pauschale abgegolten" ... aber der redet ja auch nur mit Steuerzahlern ...

Das kriegen Hartz-IV-Empfänger wirklich

1861 Euro für Familie mit zwei Kindern

27.09.2010 Der große Streit um 5 Euro mehr für Hartz-IV-Empfänger. Ist der neue Regelsatz von 364 Euro im Monat zu wenig oder zu viel? BILD nennt die Fakten (...)
 
http://www.bild.de/BILD/politik/2010/09/28/hartz-iv/streit-um-5-euro-erhoehung-das-kriegen-hartz-iv-empfaenger-wirklich.html

Interessant auch der "Warenkorb" des Regelleistungssatzes (Auszug):

Telefon/Internet                                       31,96 Euro  
Sonstiges, z.B. Friseur                          26,50 Euro

Bildung                                     1,39 Euro

 

 

Die Würde des Steuerzahlers ist unantastbar
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Anti Lemming:

Voigt schreibt jeden Tag was anderes

4
07.01.11 10:38
Gestern sah Voigt noch Ausbrüche und die Mega-Hausse, heute (# 677) kommen neue Sprüche von Widerständen. Damit hangelt er sich argumentativ an den täglichen Aufs und Abs des DAX-Charts entlang. Das ist für Langfristanleger unbrauchbar und selbst für Trader wenig hilfreich.

Irreführend ist insbesondere der Titel  "Weiter kraftlos", denn gestern hatte Voigt ja noch von "großen Überraschungen" an der US-Makrofront geschrieben.

Passender wäre: "Heute wieder kraftlos". Dann könnte morgen kommen: "Heute wieder kraftvoll." Freilich würde das dann erst recht keiner mehr ernstnehmen. Das Ganze unterscheidet sich nur graduell von dem Trendfolge-Schrott, den Godemode tagtäglich anbietet.

Nichts gegen tägliche Börsenbriefe, aber wenn sie überwiegend chartechnisch orientiert sind und ihr Fähnlein im Wind mit der täglichen Vorzugsrichtung drehen, bleiben sie "wenig erhellend". Dass dieses "Konzept" bei deutschen Börsenbriefschreibern überwiegt, könnte Sicherheitsgründe haben. Wer entlang dem Chart argumentiert, liegt ja am Ende immer richtig. Man ist bullisch, wenn es steigt (buy high) und bärisch, wenn es fällt (sell low). Geld ist mit solchem prozyklischen Gequatsche allerdings kaum zu verdienen.
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Anti Lemming:

Schlauerfuchs

4
07.01.11 10:41
Geithern will damit sicherlich auch den Dollar schwächer reden, weil sonst die "Exportgewinne" der großen Ami-Firmen wegbrechen. Ausländische Bieter bei Auktionen braucht er ja nicht mehr, weil die Fed die Neuemissionen an Staatsanleihen indirekt fast komplett aufkauft.
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permanent:

Die nächst Anleihe für die Irland Hilfe kommt

3
07.01.11 10:50

Banken bewerben sich ab Montag als Konsortialführer für den ersten Bond der Europäischen Gesellschaft EFSF. Überraschender Weise greifen gerade Asiatische Anleger verstärkt zu, aber auch britische und deutsche Investoren beteiligen sich zu hohen Anteilen.

FRANKFURT . Nach der Emission ist vor der Emission: Nachdem am Mittwoch die EU-Kommission die erste Anleihe zur Refinanzierung eines Teils der Kredite an Irland erfolgreich platziert hat, nimmt jetzt die Kapitalaufnahme der EFSF - der Gesellschaft der Euro-Länder für die Irland-Hilfen - konkrete Züge an. Dem Vernehmen nach werden Banken ab Montag bei der Finanzagentur des Bundes vorstellig, um sich um die Mandate als Konsortialführer für die Anleihe zu bewerben. Die Finanzagentur ist Deutschlands oberster Schuldenmanager und organisiert auch die Begebung der EFSF-Anleihen.

Beide Institutionen bestätigten dem Handelsblatt, dass die erste Anleihe der Gesellschaft noch im Januar über ein Bankenkonsortium platziert wird. EU-Kommission und die EFSF gewähren Irland Kredite über 45 Milliarden Euro und damit mehr als die Hälfte der internationalen Hilfen. Dafür will die EU-Kommission in diesem Jahr Anleihen über bis zu 17,6 Milliarden Euro begeben, die Gesellschaft der Euro-Länder plant zusätzlich Bondemissionen über bis zu 16,5 Milliarden Euro.

Die Aussichten dafür, dass auch die erste EFSF-Anleihe ein Erfolg wird, stehen gut. Der fünf Milliarden Euro schwere Bond der EU-Kommission am Mittwoch war bei Investoren extrem begehrt und vierfach überzeichnet. Auch gestern im Handel war die Nachfrage noch groß. Die Folge: Der Kurs der Anleihe mit einer Laufzeit von fünf Jahren stieg, und die Rendite fiel von knapp 2,6 auf 2,5 Prozent.

Gestern veröffentlichte die EU-Kommission eine grobe Statistik über die Nachfrage. Sie förderte Überraschendes zutage: Asiatische Investoren stellten mit 21,5 Prozent die größte Käufergruppe. "Das ist ungewöhnlich viel", sagt dazu Ralph Berlowitz. Er kann das beurteilen, denn er ist bei der Deutschen Bank für die Anleiheplatzierungen von Staaten und staatsnahen Institutionen verantwortlich. Und üblicherweise gehen von diesen Emittenten "auf Euro lautende Anleihen mit mittlerer Laufzeit nur zu fünf bis zehn Prozent an institutionelle Anleger aus Asien".

Ebenfalls stark vertreten waren britische Investoren mit einem Anteil von 16,5 und deutsche mit 15,5 Prozent. An US-Anleger gingen sechs Prozent. Als positiv gilt zudem, dass 78 Prozent der Anleihe an langfristig orientierte Anleger wie Zentralbanken, Fonds, Versicherer, Pensionskassen und Privatbanken verkauft wurden.

Wie am Vortag schon Deutschland spürte gestern auch Frankreich keine Konkurrenz durch die neue Anleihe der EU-Kommission und konnte problemlos drei Anleihen über insgesamt knapp neun Milliarden Euro platzieren. Berlowitz meint, dass die Anleihen der EU-Kommission und der EFSF wegen des sehr ähnlichen Profils allenfalls den Bonds der Europäischen Investitionsbank etwas Nachfrage streitig machen könnten.

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Anti Lemming:

Charttechnisch kommt Geithners Bankrottwarnung

4
07.01.11 11:00
an einer wichtigen Marke (siehe unten). EUR/USD notiert unter 1,30. Fällt der Kurs unter die Unterstützung von Ende Dez. (1,2975), mit der er gerade "flirtet", drohen weitere trendfolgende Abverkäufe.

Das ist Börsen-relevant, weil mit der Auflösung der Dollar-Carrytrades auch die Rohstoffe weiter unter Druck kommen. Viele Rohstoff-Charts (inkl. Gold) zeigen Erschöpfungstop-Formationen. Wenn sich selbst verstärkendes Abwärtsmomentum aufkäme, könnte ein "großer Rutsch" folgen wie im 2. HJ 2008. Natürlich würden dann auch der SP-500 fallen, weil er viele Öl- und Energiewerte enthält.

Man muss sich daher fragen: Betreibt Geithner mit seinen "Bankrott-Warnungen", die sich eines US-Finanzministers eigentlich überhaupt nicht "ziemen", insgeheime Chartpflege, die darauf abzielt, den Aufwärtstrend beim Dollar zu stoppen?
(Verkleinert auf 86%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 371288
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Malko07:

EU will Bankengläubiger zur Kasse bitten

5
07.01.11 11:15
Die Kreditgeber von Banken sollen nach einem Plan der EU bei Existenzkrisen der Geldhäuser nicht mehr ungeschoren davonkommen. Besitzer von Bankanleihen zum Beispiel müssten künftig einen Forderungsverzicht oder eine Umwandlung in verlustträchtige Aktien in Kauf nehmen, wenn eine Bank ums Überleben kämpft.

Dies ist ein Werkzeug aus dem geplanten Instrumentenkasten für Bankkrisen, den die EU-Kommission zur Diskussion stellte. Durch die EU-weiten gesetzlichen Vorschriften soll die drohende Pleite einer Bank ihren Schrecken verlieren. Banken müssten scheitern können, ohne das gesamte Finanzsystem ins Wanken zu bringen, erklärte EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier.

Der deutsche Bankenverband kritisierte, dass die EU auch präventive Eingriffe in gesunde Konzerne ermöglichen will. Mit der bis Anfang März laufenden öffentlichen Konsultation bereitet Barnier den Gesetzentwurf vor, den er im Frühsommer vorlegen will. Die von den Mitgliedstaaten und dem Parlament zu verhandelnde Richtlinie würde nicht vor 2013 in Kraft treten. Bisher sind die Regeln zur Abwicklung von Banken national unterschiedlich, was sich als großes Hindernis bei der Krise grenzüberschreitend aktiver Banken erwies - vor allem beim Untergang des belgisch-niederländischen Finanzkonzerns Fortis.

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Mit dem europäischen Rahmen zum Krisenmanagement will die EU die Gefahr bannen, dass von Pleite bedrohte Banken andere Institute anstecken, das Finanzsystem zum Einsturz bringen können und deshalb vom Staat vor dem Untergang bewahrt werden müssen. Stattdessen soll die Abwicklung von Bankriesen ermöglicht werden.

"Europa muss gut darauf vorbereitet sein, mit dem Scheitern einer Bank auf geordnete Weise fertig zu werden, ohne dass der Steuerzahler wieder aufgefordert werden muss, die Kosten zu tragen", erklärte Barnier. Die EU-Staaten mussten die Banken in der Krise seit Herbst 2008 mit gewaltigen Summen stützen. Bis Oktober 2010 genehmigte die EU-Kommission staatliche Hilfen in Höhe von fast 4,6 Billionen Euro. Davon wurden gut zwei Billionen Euro in Anspruch genommen.

www.sueddeutsche.de/geld/...hner-fuerchtet-staatsbankrott-1.1043552-5
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Anti Lemming:

Die Lage ist nicht halb so gut wie die Stimmung

 
07.01.11 11:16

FTD-Das Kapital
06.01.2011
Die Lage ist nicht halb so gut wie die Stimmung

In Deutschland steigen die Industriebestellungen um gut fünf Prozent zum Vormonat - und stagnieren dennoch nahezu. Das klingt paradox, ist aber nichts im Vergleich zu den Stimmungsumfragen, die sich von der Realität abgekoppelt zu haben scheinen.

Diese Daten sollten zu denken geben. Die deutsche Industrie hat im November 5,2 Prozent mehr Aufträge verzeichnet als im Oktober, saisonbereinigt und real. Die Bestellungen aus dem nicht zur Euro-Zone zählenden Ausland haben um 14,8 Prozent zugenommen und damit einen neuen Rekord erreicht. Dennoch sind die Spuren einer vorzeitigen Verlangsamung der Industriedynamik kaum zu übersehen.

Rechnen wir ab jetzt immer mit dem gleitenden Drei-Monats-Durchschnitt, um die schon wegen der unterschiedlichen Häufigkeit von Großaufträgen schwankungsanfälligen Daten zu glätten. Und sofort fällt auf, dass die Auslandsbestellungen im November kaum mehr höher waren als im August - trotz des riesigen Sprungs der Nicht-EWU-Aufträge im November, der nach einer Korrektur schreit.
Der Grund dafür liegt auf der Hand: die Aufträge aus dem vielerorts geschundenen Euro-Raum selbst. Diese sind seit August mit einer annualisierten Rate von nicht weniger als 28,8 Prozent gesunken. Und wie die detaillierten Außenhandelszahlen der Bundesbank zeigen, steht der Euro-Raum immer noch für zwei Fünftel der deutschen Warenexporte.

Als Folge der schwachen Nachfrage aus den EWU-Mitgliedsländern ist der Zuwachs der Gesamtbestellungen im Drei-Monats-Vergleich auf annualisierte zwei Prozent gesunken - trotz leichter Beschleunigung der Inlandsnachfrage. Noch im Mai belief sich der annualisierte Drei-Monats-Zuwachs auf 39,2 Prozent. Das ist insofern betrüblich, als zur vormaligen Auftragsspitze aus dem Jahre 2007 immer noch 13,7 Prozent fehlen (Inland 13,1, Ausland 14,2).

Vor allem die Konsumgüterbestellungen sind bis heute so schwach geblieben, dass man sich fragt, für wen die umfragegemäß jubilierenden Firmen überhaupt herumwurschteln.
Der rekordhohe jüngste EU-Konjunkturklimaindex für den Einzelhandel etwa mutet angesichts der erbärmlichen tatsächlichen November-Umsätze auf dem alten Kontinent wie ein schlechter Witz an.

Selbst in der vergleichsweise erfolgreichen deutschen Industrie ist die Lage nicht halb so gut wie die Stimmung. Letztere reflektiert eher die Gewinnmargen der Firmen, welche sich dem ungeheuerlich hohen Vorkrisenniveau nähern. Nur beruhen die Margen auf geliehenem Geld. Genauer gesagt auf den 8400 Mrd. Dollar, welche die Finanzminister der Erde über die vergangenen beiden Jahre verfrühstückt haben - und für die sie nun büßen.

[A.L.: Der letzte Satz ist "mein Reden". Was bleibt vom weltweiten "Aufschwung XXL" eigentlich übrig, wenn man die global 8,4 Billionen Dollar an künstlicher, überwiegend schuldenbasierter (außer China) Stimulanz abzieht? Defizit-Spending dieser Größenordnung ist eher eine "Einmalleistung", zumal bereits jetzt viele Staaten vor dem Bankrott stehen und in den PIIGS zu Recht drastische Einsparungen gefordert werden. Folglich sollte auch der Aufschwung XXL eine Einmaleffekt sein - man könnte es auch treffender Strohfeuer nennen.]

www.ftd.de/finanzen/maerkte/marktberichte/...ung/50212126.html

Der USA Bären-Thread 371302
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Malko07:

#73687: Wenn man einen

 
07.01.11 11:35
anderen gleitenden Mehrmonatsschnitt annualisiert kommt es zu ganz anderen Ergebnissen. Rechnen kann man viel. Dabei sind die Ursachen sehr einfach: Wenn man bei einem annualisierten Wachstum vom Beginn des Jahre von fast 10% langsam auf Normalwachstum zurückkehrt sind bei obigen Rechnungsmethoden obige Ergebnisse selbstverständlich und A-L erfreut es. Er macht ja selbst auch so komische Rechnungen auf. Er rechnet ja einfach Neuverschuldung zum oder vom BIP weg - ein echter Anhänger von Bernanke. Ja wenn Wirtschaft ja nur so einfach wäre, wären die Amis längst aus dem tiefen Loch heraus. Sind sie aber nicht wie die Praxis beweist.
Antworten
Anti Lemming:

Permanent - Deine Auflistung

 
07.01.11 11:40

    * Die Erwartungen für den Arbeitsmarktbericht vom BLS wurden nach oben angepasst nachdem der ADP Report Rekordwerte aufgezeigt  hat.

Die ADP-Zahlen liegen häufig sehr stark daneben, nach oben wie nach unten.

    * Der Einfluss auf die Börsenentwicklung hat sich in Grenzen gehalten. Für eine derart positive Überraschung die eigentliche Überraschung.

Die Börse hat die ADP-Daten daher zur Recht nicht ernst genommen. Am Markt herrscht zurzeit  Januar-Abverkaufsstimmung, die der Boni-geschuldeten Mega-Hausse bis Weihnachten typischerweise folgt. Man sieht es am deutlichsten bei den Rohstoffen (vorlaufend).

    * Die Zinselastizität der Nachfrage -auch am Immomarkt US- war im letzten Jahr extrem. Bereits geringste Ausschläge haben zu einem veränderten Nachfrageverhalten geführt.

Die Bonds-Baisse bzw. Langzins-Hausse, die übrigens bereits vor Monaten begonnen hat (nicht erst jetzt anlässlich der letzten ADP-Zahlen), macht Kredite und Hypotheken teurer. QE2 sollte dies verhindern, zeigte aber keine Wirkung (die Fed konnte allenfalls das Anstiegstempo der Bondzinsen drosseln). Da gerade der US-Hausmarkt sehr zinssensibel ist, führte die Verteuerung der Hypotheken zu neuen spürbaren Einbrüchen (Case-Shiller usw.). Der Downtrend im Housing wird durch die Zinsanstiege weiter forciert.

    * Zum lezten und vielleicht wichtigstem Punkt: Der Emissionskalender für TBills zeigt für die kommende Woche ein sehr großes Volumen. Da sind steigende Renditen sicher sehr unerwünscht.

Sehe ich aus so. Dies im umgekehrt ein weiteres klares Indiz, dass die Fed mit QE2 nicht gegen den  übergroßen Bonds-Markt "anpumpen" kann. Genauso wenig wie es der Schweizer bzw. Japanischen Notenbank nicht gelungen ist, die Franken- bzw. Yen-Stärke mit Interventionen Einhalt zu gebieten. Staatsmanipulation kann Märkte nicht nachhaltig daran hindern, ein den Fundamentals entsprechendes Gleichgewicht anzustreben. Wenn Staatsjongleure wie Bernanke durch Manipulation daran zu schrauben versuchen, wirkt das allenfalls temporär und geht mittelfristig - wie jetzt bei QE2 - in die Hose.

 

Antworten
Anti Lemming:

Malko - Dynamik der Neuverschuldung

6
07.01.11 12:04
Durch die massive Neuverschuldung der Amis in Höhe von 10 % des BIP (in 2010, auch für 2011 geplant) entsteht eine starke dynamische Marktverzerrung. Die Schulden fließen in die Wirtschaft und kommen den US-Firmen als Extragewinne zugute. Folglich sind sie erfreulich profitabel - und das US-BIP wächst (aktuell um über 3 %). Wegen der Lohnsteuersenkung wir im 1. Quartal 2011 sogar ein weiterer Sonderstimulus wirksam, der gemäß Rosenberg einmalig zu 4 % BIP-Wachstum in I/11 führen könnte. Aber all dies ist Defizit-finanziert.

Die Börse ignoriert den massiven Staatsanteil an der Erholung und tut so, als läge organisches Wachstum vor. Niemand hinterfragt, wie nachhaltig die aus dem Defizit-Spending resultierenden Firmengewinne sind. Im Gegenteil machen die Analysten gerade wieder die übliche "Strichverlängerungen", die eine Fortsetzung der bisherigen Schulden-Hausse suggerieren sollen - obwohl mehr als fraglich ist, ob der Hausse-Motor "Defizit-Spending" in aktueller Höhe fortgesetzt werden kann.

Fakt bleibt, dass allein durch den Gridlock in de US-Regierung neuer Gegenwind aufkommt, der weitere Neuverschuldung erschwert. Daher ja auch Geithners ominöse "Bankrottwarnungen" (# 678).

Meine Argument gegen die Schulden-Hausse ist und bleibt: Die bisherige massive Neuverschuldung lässt sich nicht beliebig fortsetzen und könnte bereits jetzt an ihre Grenzen stoßen. Fällt der Stimulus weg, bricht auch die Milchmädchen-Hausse, die auf dem Schulden-Stimulus basiert, in sich zusammen (Doppeldip).

Der aktuelle weltweite Aufschwung ist eine dynamische Verzerrung der ökonomischen Realitäten durch fiskales (Schulden-)Gepumpe, das wegen sich erschöpfender Mittel bzw. zu hoher Verschuldung notwendigerweise bald endet. Dann kehrt die US-Wirtschaft zwangsläufig wieder zu Normalbedingungen zurück, d.h. zu deflationärer Schrumpfung.

"Aufschwung XL" mutiert dann zu "Abschwung KO". "Das Kapital" hat diesen Sachverhalt in # 687 mMn ganz richtig erkannt, wenngleich es prozyklischen Erholungs-Phantasien, die auch hier im Thread immer mehr Überhand nehmen, zweifellos entgegensteht.

Dein Witzig-Stern "adelt" # 687 insofern als Substanz-Posting. ;-)
Antworten
Malko07:

Deutschland importiert so viel wie noch nie

2
07.01.11 12:05
Der USA Bären-Thread 9455618
Exporte top, Importe Flop? Von wegen! Deutschland hat im November 2010 mehr Waren eingeführt als in irgendeinem Monat der vergangenen 60 Jahre. Die Ausfuhren legten ebenfalls zu. Die Krise für die deutsche Industrie ist damit vorbei.
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AL, die Frage lautet nicht "If" sondern "When"

7
07.01.11 12:33
Prinzipiell weiß es ja jeder klar denkende Mensch, die Schuldenentwicklung der USA (Schuldenwachstumsrate 2008-2010 jährlich 16%, Ende Dezember 2010 wurde die Marke von 14 Billionen Dollar überschritten, Staatsverschuldung in 2011 = ca. 100% des BIP) ist unsustainable und wird bei gleichbleibender oder selbst leicht abgeschwächter Entwicklung früher oder eben später ihr unausweichlich desaströses Ende finden. Und das, was hier an Zahlenwerk angegeben ist, das sind die offiziell bekannten (getunten) Zahlen. Der Bostoner Prof. Kotlikoff z.B. hält diese Zahlen noch für stark untertrieben, siehe auch dazu weiter unten. Das ganze schusselige Gepumpe der Fed und des Governments hat nur aufschiebende Wirkung, der Weg zur Prosperität ist durch das stete Auftürmen neuer Schulden definitiv versperrt. (siehe auch beigefügter Chart sowie die Verlinkungen dazu) Der schuldenfinanzierte Konsum- und Wachstumswahn und der vom der US-Finanzsektor ausgehende globale Casino-Kapitalismus wird in dieser Form wohl kaum dauerhaft existieren können, denn wäre es so, so gliche dies der wahren Entdeckung des Perpetuum Mobile. Allerdings gilt es schon seit langem als gesichert anzusehen, dass ein Perpetuum Mobile auf der Basis der vier Grundkräfte der Physik nicht existieren kann.

"Enron Accounting" Has Bankrupted America: U.S. Deficit Really $202 Trillion, Kotlikoff Says

But the situation is actually much, much worse, according to Boston University economics professor Laurence Kotlikoff.

“Forget the official debt,” he tells Aaron in this clip. The “real” deficit - including non-budgetary items like unfunded liabilities of Medicare, Medicaid, Social Security and the defense budget - is actually $202 trillion, the professor and author calculates; or 15 times the “official" numbers.

“Congress has engaged in Enron accounting,” says Kotlikoff, who recently penned an op-ed for Bloomberg entitled: The U.S. Is Bankrupt and We Don't Even Know It.
finance.yahoo.com/tech-ticker/article/...llion,-Kotlikoff-Says

Anbei nochmals die für mich als Chart of the Year 2010 anzusehende Graphik und die entsprechende Verlinkung zu den Artikeln.

financialminorityreport.com/index.php/2010/...ctivity-of-debt/

economicedge.blogspot.com/2010/04/...re-on-most-important.html
(Verkleinert auf 41%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 371332
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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Vier Schritte in die Schulden-Tyrannei

7
07.01.11 12:59
Aus Markus Gaertners Blog

Vier Schritte in die Schulden-Tyrannei

illustriert im Business Insider-Blog heute der Novellist Charles Hugh Smith. Sie reichen vom, “gesunden” Stadium, gehen über ins “spekulative”, dann den “post bubble”-Kater, um schließlich in der Tyrannei der Schulden zu enden. Das spielt sich derzeit überall auf der Welt so ab, von der Reihenfolge her, nur die Stadien unterscheiden sich teilweise. Wir sind in Europa und den USA am Eingang in die vierte Phase, wenn ich das richtig sehe …

Why the World Is Financially Doomed in Four Charts

The global economy is doomed to implosion, and here are four charts which explain why.
Though the complexities may appear endless, the global economy's coming implosion is really fairly easy to understand: here are four charts which do the heavy lifting. It boils down to these basics:

1. When money is dear and difficult to borrow, then productivity and capital accumulation are encouraged, speculation, malinvestment and debt-based consumption are discouraged.

2. When money is "free" (zero-interest rate policy) and liquidity is unlimited, then the opposite conditions hold: speculation in risk assets, malinvestment and debt-based consumption are all encouraged, and productivity and capital accumulation are heavily discouraged.

3. When debts exceed the value of the underlying assets, the only way out of the Tyranny of Debt is to write off the debt on both the borrower and lender's balance sheets, wiping out their capital via liquidation and bankruptcy.

4. The "extend and pretend" policy pursued by all major nations is simply transferring the impaired debt from private hands to the taxpayers (public debt), crippling the economy with higher taxes and higher debt service.


5. The Central State's "extend and pretend" policy requires heavy borrowing every year to prop up the status quo, pushing the Central State (or equivalent, i.e. the Eurozone) in an inescapable double-bind: either continue increasing public debt and cripple the economy with high taxes and high public-debt servicing costs, or let the financial status quo of "profits are private, losses are public" implode.

The first path leads to default, as the Tyranny of Debt cannot be masked for long, while the second path wipes out the Financial Power Elite which feeds the politicians.

Here are the charts. Note how the speculative economy created the illusion of rising wealth for the bottom 90%, an illusion stripped away by the Default Economy.

In essence, the Financial Power Elites profited immensely from creating this illusory wealth which gave the bottom 90% the false sensation that their declining earnings and purchasing power were being offset by the "magic" of asset bubbles.

Then, when the bubble popped, the Financial Power Elites transferred the impaired assets to the taxpayers, a process which is still underway. The politicos of both parties are complicit; behind the simulacra of toothless "reforms," this process proceeds in myriad ways (Bank of America transferring toxic debt to Fannie/Freddie, etc.) Behind the smokescreen of conjuring a "wealth effect" to foster more consumption, the Fed's purchase of Treasuries (QE2) serves this transfer-of-debt-to-the-public process.

This same process is playing out throughout the global economy: Greece, Ireland, the U.S., and eventually, in China when its monumental property bubble pops.

www.businessinsider.com/...cially-doomed-in-four-charts-2011-1
Der USA Bären-Thread 371340
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
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Malko07:

A.L. (#73690 ), nicht ablenken.

5
07.01.11 13:48
Es ging um deine einfachen Rechnungsmethoden, die vorne und hinten nicht stimmig sind.

Es ist eine altbekannte Tatsache, dass oft und viele staatliche Stimulationsmaßnahmen nicht oder nur wenig wirken, wenig zum Wachstum beitragen. Eine Maßnahme, die nicht positiv wirkt kann auch beim Wegfall nicht negativ wirken. Eine Maßnahme die nur gering (im Verhältnis zum Einsatz) gewirkt hatte wird beim Wegfall nur einen geringen Schaden anrichten. Ein einfaches Beispiel:

Wird ein Mensch, der sich und die seinen vorher selbst ernährt hatte und sich auch noch etwas darüber hinaus leisten konnte, richtig arbeitslos (die Arbeitsstelle viel weg und nicht es hat nur den Besitzer gewechselt) und er bekommt jetzt neu gedrucktes Geld als Stütze vom Staat, fördert das nicht das Wachstum sondern mildert nur den Schrumpfungsprozess.

Ergo: Deine einfachen Additionen und Subtraktionen sind falsch.
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learner:

In Down Under tut sich was!

5
07.01.11 13:50
AUD/USD ist noch nicht ganz so weit.
(Verkleinert auf 33%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 371368
I think I spider!
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learner:

AUD/USD Chart nachgereicht.

2
07.01.11 13:54
(Verkleinert auf 33%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 371370
I think I spider!
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permanent:

Die Meinung muss lernfähig sein

6
07.01.11 14:01

Der Mensch muss Grundüberzeugungen haben, die ein Leben lang Gültigkeit haben. In der Tagesmeinung, der Einschätzung von Sachverhalten ist dagegen Flexibilität gefragt.
Die eigene Meinung muss sozusagen lernfähig sein.

Das BLS wir in einer halben Stunde die Daten vom Arbeitsmarkt präsentieren. Danach haben wir einen weiteren Mosaikstein zur Beurteilung der wirtschaftlichen Lage in den USA.
Wer immer nur die Interpretation zulässt, die ihm gefällt verliert zwangsläufig.

Permanent

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permanent:

Ein Überleben des € ist nicht selbstverständlich

8
07.01.11 14:09

Nagelprobe für den Euro: Kommende Woche drängen Portugal, Spanien und Italien an den Markt, um sich frisches Geld zu borgen. Für neue Staatsanleihen müssen die Sorgenländer voraussichtlich so viel zahlen wie noch nie. Auch der Euro gerät unter Druck. Der Chefökonom der Deutschen Bank nennt das Überleben der Währung "nicht länger selbstverständlich".

http://www.handelsblatt.com/finanzen/anleihen/...erstaendlich;2726222

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Malko07:

Medicare, Medicaid und Social Security

6
07.01.11 14:31
Der USA Bären-Thread 9457302
Die Krux mit den Alten: In den USA gehen die Babyboomer in Rente. Das ist schön für die Menschen - aber eine Katastrophe für die maroden Staatsfinanzen.


Der große Unterschied zu Europa (Ausnahme Irland und Spanien): Auch der Normalbürger selbst ist bis über beide Ohren verschuldet. Dagegen sind die Griechen richtig reich.
Antworten
permanent:

Non-Farm Payrolls Rise Less than Expected, Up 103,

5
07.01.11 14:38

Non-Farm Payrolls Rise Less than Expected, Up 103,000; Unemployment Rate Drops More than Expected to 9.4%

Stundenlöhne steigen um 0,1% wie erwartet.

Fall der Arbeitslosenrate bedingt durch Ende der ALGeldbezugsdauer und somit Fall aus der Statistik sowie Aufwärtsrevisionen der Vormonate.

Permanent

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