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Der USA Bären-Thread

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Passende Knock-Outs auf Gold

Strategie Hebel
Steigender Gold-Kurs 5,00 10,00 15,07
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Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000VH2EK71 , DE000VH8JRK2 , DE000VJ9KDY7 , DE000VJ4JN77 , DE000VJ9CDT4 , DE000VJ9NRR5 .Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

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metropolis:

AL for President?

7
16.02.08 11:38
wohl kaum. Die Leute hassen den Boten, der die Hiobsbotschaft überbringt.

Steinbrück taktiert, man könnte auch vermuten, dass er blöfft. Zu offensiv wirbt er für die Selbstanzeige. Hätte er mehr in der Hand könnte er es sich schenken. Aber es läuft wie immer: 900 Leute auf einer Cd bringen 9000 Leute extra per Selbstanzeige. Hut ab, wenn das klappt.

Was für einen Müll Politiker verzapfen wenn man sie alleine läßt lest ihr hier:
www.n-tv.de/919960.html?160220080736
"10 Jahre Haft zu wenig
SPD will hart durchgreifen"

Der Müll steht im Text, es ist zum Haare raufen wie wenig Politiker von Wirtschaft verstehen. Ein paar Kostproben: (Soll keine SPD-Schelte sein, die CDU verzapft sowas gelegentlich auch)

"Es müsse geprüft werden, ob die bisherige Höchststrafe von zehn Jahren Freiheitsentzug noch ausreiche, heißt es in einer Erklärung, die die gesamte (!!!) SPD-Führung in Hamburg verabschieden will"

> Logisch, 15 Jahre wären angemessen, das gibt's ja auch für Mord.

""Das Geld, das Straftäter der Gemeinschaft entziehen, fehlt für Schulen, für Sicherheit und für Infrastruktur", heißt es in der SPD-Erklärung."

> Es fehlt aber auch für den Afganistan-Krieg, Politker-Diäten und Prachtbauten der Verwaltung.

"Das Prinzip, wonach die Wirtschaft für die Menschen da sein müsse, sei in weiten Teil außer Kraft gesetzt."

> Wo steht DAS Prinzip denn geschrieben?

"Was "ein zügelloser Wettlauf nach Profit" anrichten könne, erlebten gerade viele Menschen in den USA. Dort müssten die "kleinen Leute" um ihre Häuser bangen."

> Die Profitgier ist eher auf Seiten der "kleinen Leute" zu suchen, die ihr Haus aus Geldautomat benutzten. Es ist daher nur gerecht wenn die ihr geborgtes Haus evtl. wieder verlieren oder zumindest für ihren Konsum nun endlich mal real blechen.
Antworten
Malko07:

Unsere Steuergesetze sind schon

12
16.02.08 11:53
einmalig. Bei einer "Selbstanzeige" geht man straffrei aus und es wird auch nur bis zum Verjährungszeitpunkt rückabgewickelt. Man stelle sich vor ein Dieb zeigt sich selber an und geht straffrei aus. Steuerhinterziehung ist bei uns absolut ein Kavaliersdelikt und wurde wegen fehlenden Bankauskünften staatlicherseits über Jahrzehnte gefördert. Würden sich die Arbeitnehmer freuen, wären sie die vergangenen Jahrzehnte so wie Bürger mit Kapitaleinkünften behandelt worden. Was gäbe es bei uns für einen Aufschrei wenn wir Steuergesetze à la USA hätten!  
Antworten
Anti Lemming:

Die "ungeliebten" Hiobs-Boten

7
16.02.08 12:05
CBS-Reporter Herb Greenberg, einer der prominentesten Bären in USA, schreibt dazu:

Too Negative — Who, Me?
7:51:47 PM January 27th, 2008

Nothing surprises me anymore. So when I saw that my pal Paul Kedrosky was quoted in the New York Times over the weekend as saying certain bloggers are too negative, I had to laugh.

The bloggers in question were yours truly [= Greenberg, A.L.] and Barry Ritholtz of the the bigpicture.com blog [ bigpicture.typepad.com/comments/ ], who paradoxically is a pal of Paul’s and mine.

Yep, we’re too negative, all right — too negative for not willing to cheerlead people into the abyss...

What’s viewed as “too negative,” sadly, is really just trying to point out to investors that there’s another side to the story, which is why people might be on the other side of their trades. Tell people the stock market will be going up, even if the logic is flawed, and they think you’re a hero; suggest it might be going down, and they consider you part of some dark alley conspiracy.

Quelle: blogs.marketwatch.com/greenberg/2008/01/too-negative-who-me/
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Dozoern:

Die Kirche im Dorf.

14
16.02.08 12:17
Bär sein heisst für mich ganz klar, mittelfristig mit (weiter) fallenden Indizes zu rechnen, dabei aber auch zu wissen, dass selbst Tsunamis nicht sofort kommen, eine gewisse Vorwarnzeit haben und im Entstehen von steigendem und sinkendem Wasser (Aktien-Kursen)begleitet werden - um im Bild zu bleiben.

Also bin ich seit Juli 2007 sideline (abgesehen von ein paar kleinen Zocks mit Minen- aktien zur Unterhaltung) - was mich ziemlich Kraft kostet, weil man halt dann den täglichen Lockrufen der Marktschreier widerstehen muss. Am schlimmsten war für mich die Zeit von Okt. bis Dez. 2007.

Ob aus der aktuellen Finanzkrise ein CRASH wird, wissen wir noch nicht! Alle Bemühungen der Politik, Zentralbanken und Finanzinstitute selber, das zu verhindern, laufen auf Hochtouren. Wenn es keinen Crash gibt, dann  haben wir wahrscheinlich eine Rezession (oder halt von mir aus Wachstumsschwäche) in den USA, die in gewissem Maß auf Europa ausstrahlen wird. Wie tief und breit genau, wissen wir noch nicht. Im besten Fall mit einer Verringerung der Wachstumsraten bis ca August 2008 (momentane Konsensmeinung).

Jetzt komme ich zum Punkt: BÄR sein, heisst aber nicht, stur auf CRASH zu setzen und die Augen vor den normalen, kurzfristigen und auch technischen Reaktionen der Börse zu verschliessen. Also habe ich hier eine ganze Liste von Aktien liegen, die augebombt, aber werthaltig sind und fundamental Potential nach oben haben.

Den ersten Boden bei DAX 6497 habe ich mich leider nicht zu kaufen getraut- wie so oft, eine krasse Fehlentscheidung, insbesondere, da ich es schon gelernt haben müsste. Aber ich bin Anfang Februar bei der Postbank eingestiegen (getreu meiner Strategie spektakuläre Fusionen/Verkäufe zu kaufen, da sie eine sichere Sache sind) und bin da natürlich satt im grünen Bereich.

In den nächsten 14 Tagen rechne ich mit einer zweiten Bodenbildung - ob über den Umweg über DAX 7330 oder direkt, wird man sehen. Natürlich werde ich bei einer solchen (Zwischen-) Bodenbildung bei einigen Werten (siehe oben) long gehen - wenn bis dahin der Himmel nicht einstürzt.

Was ich damit sagen will: Bär sein heisst für mich, klar die mittelfristige Richtung nach SÜDEN sehen, aber kurzfristig sowohl long als auch short (wenn man das kann und mag) die Spielräume, die sich bieten nutzen. Sonst wäre das hier ja kein Börsenthread sondern eine Bekenntnis- Veranstaltung. Und so sehe ich das nicht - ich will Geld damit verdienen! - Ich weiss, Viele hier denken so wie ich - oder?
Antworten
Dozoern:

So jetzt gehe ich erst mal...

 
16.02.08 12:22
...nach Düsseldorf rein: Den Konsum ein wenig anfachen...:-)
Antworten
Anti Lemming:

Dozoern - wie Bären wahrgenommen werden

8
16.02.08 12:36
Sehr gute und realistische Einschätzung von Dir.

Das sehen Andere bei Ariva freilich nicht so. Die Konsensmeinung zu den "unbeliebten Bären" lässt sich in folgenden Punkten zusammenfassen. Bären...


- liegen fast immer falsch

- verbrennen so lange Geld, bis sie pleite sind

- verzocken sich in ständigem Rein und Raus (Market-Timing sei sowieso unmöglich)

- verstehen die großen Marktzusammenhänge nicht ("langfristig steigen Börsen immer")

- seien "Marktidioten" mit obskuren (astrologie-orientierten?) Methoden

- seien "psychisch gestört" (überzogene Negativ-Wahrnehmung der Welt, Paranoia, Egomanie)


Klar, dass auf der Ebene keine sachliche Auseinandersetzung stattfinden kann. Mit ein Grund, warum es nötig war, diesen Thread als geschlossene Gruppe weiterzuführen.
Antworten
Malko07:

Scheinbar hat der BND

9
16.02.08 12:44

die Infos zu der liechtensteiner Steueraffäre gekauft. Auch soll der liechtensteiner Staat aktiv an der Verschleierung der Steuerhinterziehung mitgewirkt haben:

Fünf Millionen für geheime Steuerdaten  

Für die Ermittlungen gegen Steuersünder in Liechtenstein mussten die deutschen Behörden offenbar tief in die Tasche greifen. Nach einem Magazinbericht bezahlten sie einen Millionenbetrag für die brisanten Informationen aus dem Steuerparadies.

Das Geld stamme aus dem Haushaltstopf des Bundesnachrichtendienstes (BND), berichtet das Nachrichtenmagazin in seiner neuen Ausgabe. Es sei an einen Informanten gegangen, der sich Anfang 2006 bei dem deutschen Auslandsgeheimdienst gemeldet habe. In der Folge habe es im Jahr 2006 mehrere Treffen gegeben, an denen auch die nordrhein-westfälischen Steuerfahnder teilgenommen hätten, heißt es weiter. Zunächst habe der Informant mehrere Stichproben übergeben, schließlich hätten die Steuerfahnder das Millionenhonorar auf einem Notarkonto deponiert.

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) soll von der Transaktion gewusst haben. Wie das Magazin berichtete, enthält die Datei auch politisch brisante Informationen. Neben den Namen prominenter mutmaßlicher Steuersünder sollen auch Dienstanweisungen der Liechtensteiner Behörden zur Verschleierung der Finanzströme auf dem Datenträger abgespeichert sein.

Weiter unter www.ftd.de/politik/deutschland/...Millionen%20Steuerdaten/318480.html

Antworten
Majorero:

Eingangsposting

6
16.02.08 13:38
Ich finde, dass sich die ganze Welt wider besseren Wissens noch viel zu sehr nach Worten von Berufslügnern (Politiker, Versicherungsvertreter, Banker) richtet.
Die 12 Punkte des Einggangspostings sind jetzt ein Jahr alt und fast jede vorhergesagte Krise ist eingetroffen. Wenn man Indexstände und Aussagen von Personen die von Berufs wegen immer goldene Zeiten voraussehen ignoriert, wird man feststellen, dass es schon reichlich den Bach runtergegangen ist. Wenn nix passiert wird es weiter langsam runtergehen.(man, bin ich heute wieder bauernschlau).Der nächste geplatze "Reissack" beschleunigt dies wieder.
 Von den Krisen ist noch nicht eine überwunden und es können ohne weiteres noch ein paar Punkte auf der Liste dazukommen.Ich denk da gerade an Sozial-und Rentensystem im Amiland oder einen weiteren Versuch ein Land zu plündern, Venezuela bietet sich da gerade an, nicht soweit weg wie Persien, spart Spritkosten.Die Ohrfeige die Exxon gerade bekommen hat muss erst noch verdaut werden.
 Man muss auch nicht auf betroffene Gesichter der Finanzminister nächstes Jahr warten, um zu wissen, dass Mindereinnahmen durch pleitegegangener kleiner und mittlerer Betriebe die Staatshaushalte noch weiter durcheinanderbringen. Das Einstellen von tausender Arbeitsloser als Knöllchenschreiber oder Gärtner wird den Staatssäckel nicht wesentlich entlasten.Bei mittel- oder langfristigen Anlagen sollte man vielleicht Firmen aus Ländern mit einigermaßen gefüllter Rentenkassen und nicht zu hoher Staatsverschuldung berücksichtigen.
 Klimatische Veränderungen. Mit Co², Treibhauserwärmung und dergleichen will  ich jetzt hier niemanden langweilen.Es gibt da für kurz- und mittelfristiges interessanteres:

El Niño. Habt ihr bestimmt schon gehört. Das ist die Meeresströmung im Pazifik, vergleichbar mit dem Golfstrom, der warmes Wasser nach Europa bringt. Nur dass sich der Niño alle paar Monate oder Jahre ändert.Wenn er kalt ist, heisst er "La Niña".
Da es für Charttechniker egal ist, ob sie mit Zitronen,Aktien oder Semmeln rechnen hab ich hier einen Chart für euch. Bei den Peaks haben wir immer viel Sturm und Regen und extreme Trockenheit.Wenn die Spitzen auf die Monate Juni bis Oktober fallen verstärkt Hurricane. Die Prognosen sind heutzutage durch Sateliten und Messstationen sehr präzise. http://www.mpimet.mpg.de/presse/faq-s/...-enso-phaenomen/el-nino.html
7-Tages Temeraturanalysen findet man bei ý> http://www.nhc.noaa.gov/aboutsst.shtml
Der USA Bären-Thread 3999428


 Ich bin eigentlich kein Daytrader. Ich bin gerade im Herzinfarktgefährdetem Alter und mach das nur kurzfristig um mein Depot wieder ein bischen aufzufüllen und weil ich derzeit zwischendurch ein bischen Zeit habe. Ich würde morgens sogar einen Put kaufen, wenn die Asiaten mal wieder fett grün sind. Ich schäme mich ja, weil mein Sternzeichen im großen Bären liegt und da sagt das Horoskop nur eines: Put, put, put, put, put
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wawidu:

Programmsteuerung?

8
16.02.08 13:51
Nach einer Erhebung, die ich vor längerer Zeit mal gelesen habe, arbeiten über 95 % aller Technischen Analysten bei Tagescharts nur mit den Standard-MAs bzw. -EMAs 50 und 200. Aus meinem Blickwinkel sind Preiskurven jedoch "Individuen", an deren je spezifische Struktur man mit individuell angepassten GDs heran gehen sollte. Nach meiner Erfahrung lohnt es sich bei etlichen, anstelle von SMAs EMAs zu verwenden.

Das Verhalten der SPX-Preiskurve an den MAs ist so verblüffend, dass es mir vorkommt, als sei sie auf dieser Basis "Programm-gesteuert".
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 148691
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relaxed:

#17352 Malko, Straffreiheit bei Selbstanzeige

4
16.02.08 13:55
verwundert nicht. Gab es nicht vor wenigen Jahren einen Termin, bis zu dem dies noch möglich war - das wurde damals doch "beworben". Jetzt ist es wohl nur noch strafmildernd.

Das "Angst schüren" des Finanzministeriums ist doch clever, hoffentlich gehen viele ins Netz - ich habe kein Verständnis für diese Art des Staatsbetrugs von Mitbürgern, die es wirklich überhaupt nicht "nötig" haben.

#17358 Der Golfstrom bricht auch zusammen und wir leben bald unter einer dicken Eisglocke - das Ende naht - übt schon mal den Iglubau, put put put ;-)
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Malko07:

relaxed, ich sprach nicht von der

10
16.02.08 14:35
inzwischen abgelaufenen Amnestie die nur wenig brachte sondern vom generellen Steuer- und Strafrecht das heute noch gilt. Durch die "Öffentlichkeitsarbeit" ist allen bekannt, dass die Staatsanwaltschaft und die Finanzbehörden die Fälle dieser Bank bearbeiten. Damit kann der Steuerhinterzieher, der mit dieser Bank zusammengearbeitet hat subjektiv davon ausgehen, dass ihm auch eine Strafverfolgung droht. Damit würde eine "Selbstanzeige" eine Strafverfolgung nicht mehr verhindern. Als Seiteneffekt der "Öffentlichkeitsarbeit" werden andere Steuerhinterzieher eventuell mürbe geschossen und sie melden sich freiwillig. Besonders, dass jetzt der BND aktiv bei der Informationsgewinnung behilflich ist, stellt ein sehr großes Drohpotential dar. Viele werden wohl nicht mehr ruhig schlafen ....

Würden bei uns die Steuern ehrlich bezahlt könnten die Steuersätze wesentlich niedriger sein. Mit den Steuersätzen entschuldigend zu argumentieren, was sehr oft vorgebracht wird, gilt deshalb nicht. Allerdings hat der Staat seine Pflicht zur Eintreibung über Jahrzehnte nicht ernst genommen. Das hat sich die letzten Jahre so vorsichtig geändert, dass alle die Möglichkeit der Umkehr hatten. Die feuchtfröhlich weiter hinterzogen haben waren offensichtlich auch noch strohdumm. Deshalb ist die Strafe absolut gerecht und notwendig!  
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Majorero:

Eiszeit, relax

4
16.02.08 15:04
"Der Golfstrom bricht auch zusammen und wir leben bald unter einer dicken Eisglocke - das Ende naht - übt schon mal den Iglubau, put put put "

Ich sitz hier bei 26 Grad im Patio und ich versprech dir: der Gedanke an Iglubau kommt mir derzeit normalerweise nicht aber du hast mich auf eine sehr gute Strategie für ein 20.000€ Depot gebracht:

A N L A G E T I P P

6.000€ Call auf IKB oder dergleichen. Falls die Wirtschaft sich erholt, werden die auch überproportional steigen
6.000€ Put auf Dax 1.000fach gehebelt oder so ( 5.800?)
6.000€ für ein paar Monate Urlaub im Busch, im ewigen Eis oder in der Wüste (letzteres fällt für mich weg, das mach ich ja schon seit 17 Jahren), ohne Sat-TV, Internet und Telefon.
2.000€ Reserve für den vorzeitigen Rückflug, falls man ohne warme Dusche nicht auskommt

Risikoverhältnis = 2:1

6.000€ in sich selbst investiert ist aufjedenfall ein Gewinn

Wer macht mit?
Antworten
wawidu:

SPX - noch verrückter

5
16.02.08 18:07
als ich dachte! Da stockcharts keine höhere daily MAs als MA 600 liefert, habe ich auf Basis des Wochencharts die dMAs für die unteren Wendepunkte berechnet. "Zufall"? Kaum.  
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 148718
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AlterSchwede.:

wawidu... deine Charts....

6
16.02.08 18:38

.... ich liebe sie!!!

Du bist ein wahrer Künstler und Komponist, was das bildliche Finden und Aufzeigen von Zusammensammenhängen angeht!
Herrlich, wenn sich das Eine und das Andere zu einem zusammenhängenden Bild verknüpfen.

Wobei, eins darf man nicht vergessen: inwieweit sind derartige Zusammenhänge relevant, bzw. helfen bei der Analyse der Situation!? Teilweise erinnert es mich an die Zusammenhänge, die  bezüglich 9/11 durch Addition, Subtraktion, etc. erstellt wurden.
Wir sollten hier aufpassen, es nicht zu übertreiben... Kaffeesatzlesen, Nostradamus und Chartanalyse haben viel gemeinsam.
;))
Man variiert die Paramater so lange, bis es in das Bild, was man erreichen möchte passt.

Erinnert ihr euch?
["
Es gab vier Todesflüge. Die Flugnummern waren: AA 011, AA 077, UA 093, UA 175.
AA steht für American Airlines, UA steht für United Airlines.

Also kein Q3-Flug. Aber wen kümmert's?

Q33NY steht ja irgendwie für NY: New York. Und damit kann man was machen:

Die Flugnummer eines der beiden Flugzeuge, die in das WTC gecrasht sind, war (so behauptet unser unbekannter Autor) 'Q33NY'.

Gib diese Flugnummer in Word ein, stelle eine große Schriftgröße ein (z.B. 48), markiere die Flugnummer und wechsle die Schriftart auf Wingdings. (Zitat)

Die Schriftgröße hat natürlich keine Bedeutung; es soll nur jeder lesen können. Sparen Sie sich die Arbeit, sie sehen

Der USA Bären-Thread 4000112

Wir sehen ein Flugzeug, zwei beschriebene Blätter, das Totenkopfsymbol, den (jüdischen) Davidstern.
Die beschriebenen Blätter sind diesmal keiner Blätter; die Blätter denken Sie sich bitte als Hochhäuser: Das kann man vom Leser schon erwarten!

Bei solchen Theorien müssen Sie vom Ende her denken: Erst bauen Sie die Symbole. Dann finden wir die Entsprechung in der Buchstabenkodierung (ASCII-Code). Und das ist Q33NY.

Wen kümmert's, dass die vier Flugzeuge andere Codes hatten?
"]

Hier noch ein Beispiel:
["
Die Angriffe auf das WTC in New York und auf das Pentagon geschahen am 11. September 2001.

Nun schreiben die Amerikaner das Datum in der Reihenfolge Monat/Tag/Jahr. Also 9/11/2001 oder 9/11/01.

Wenn wir nun in dieser Schreibweise Tag und Monat zusammenschreiben, steht da nun "911".
Dies ist die allgemeine Notrufnummer in Amerika (und nicht nur dort). Also das, was der deutsche Handy-Nutzer unter "112" kennt.

Die Frage, die wir uns bei dieser Verschwörungstheorie stellen sollten:
Was ändert es?
Genauer: Ob das Datum Zufall oder bewusst gewählt war: Wo ist hier die Verschwörung? Wo ist das Geheimnis?


In Hackerkreisen gilt die Zahl "23" als besonders mystisch. Sie haben vielleicht nie davon gehört. Aber seit heute ist Schluss mit "unwissend": Die Zahl "23" ist es!
Diese Zahl wird mit allen möglichen und unmöglichen Dingen in Verbindung gebracht; näheres finden Sie zum Beispiel in Wilson: Das Lexikon der Verschwörungstheorien.

Und weil man mit Zahlen gut rechnen kann, gibt es jede Menge Mails, die sich auf die "23" beziehen.

Zum Beispiel ist 11.09.2001:
11 + 09 + 2 (00) + 1 = 23

Allerdings könnten Sie auch rechnen, wie wir das in der Schule gelernt haben:
1+1+9+2+0+0+1 = 14

Der Trick dahinter ist einfach:
Sie nehmen irgend eine Information, sagen wir, Ihr Geburtsdatum. Und nun streuen Sie Rechenzeichen und Rechenregeln, bis das Ganze "23" ergibt. Das geht beim besten Willen mit Ihren Geburtsdatum nicht? Ok, nehmen Sie noch die Geburtsstunde und die Minute hinzu. Passt immer noch nicht? Hat nicht Tante Kläre immer erzählt, dass der Geburt die vorzeitigen Wehen um xx:yy Uhr vorausgingen? Rechnen Sie nochmal!
Klappt immer noch nicht? Haben Sie wirklich alle denkbaren Rechenregeln getestet?

Update: Vermehrt tauchen nun auch Mails mit anderen Zahlenspielen auf: Zum Beispiel die Fünf (14 -> 1 + 4 = 5, die Zahl des Pentragramms) oder die Zahl Elf. Bei letzterer Zahl gibt es allerdings keinen besonderen Symbolgehalt.
"]

Antworten
wawidu:

@AS - # 17364

3
16.02.08 19:59
Die Sache mit den MAs ist für mich lediglich eine interessante Beobachtung. Viel wichtiger erscheint mir die Betrachtung des Wellenmusters seit Oktober 2007. M.E. handelt es sich dabei nämlich um eine Impulswelle A mit fünf Unterwellen. Die gesamte Struktur deutet auf einen Lauf bis zur Fibo-Extension 261,8% hin, die in Anbetracht der Abwärtsdynamik im März/April(?) erreicht werden könnte.
(Verkleinert auf 72%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 148721
Antworten
Anti Lemming:

BayernLB hat 32 Mrd. in Schrott-Derivaten

7
16.02.08 20:08
FTD
BayernLB mit vier Milliarden Euro bei Subprime engagiert

Die zweitgrößte deutsche Landesbank BayernLB hat erstmals beziffert, wie viel Geld sie in hochriskante US-Subprime-Wertpapiere investiert hat. Weitere Belastungen durch die US-Hypothekenkrise könnten auf das Kreditinstitut zukommen.

Insgesamt seien rund 32 Mrd. Euro in sogenannten strukturierten Wertpapieren angelegt worden, davon die Hälfte außerhalb der Bilanz, teilte das Münchner Institut am Samstag mit. Subprime-Papiere basieren auf schwach besicherten US-Immobiliendarlehen, die wegen sinkender Hauspreise nun massenhaft ausfallen.

Erst am Mittwoch hatte die BayernLB Belastungen von insgesamt 1,9 Mrd. Euro durch die US-Hypothekenkrise und ihre Folgen einräumen müssen. Davon belasten rund 600 Mio. Euro den Gewinn 2007, der Rest wird über Neubewertungsrücklagen ergebnisneutral mit dem Eigenkapital verrechnet.

Nun stellte die Bank klar, die vorgenommenen Abwertungen beruhten auf den zum Jahreswechsel 2007/2008 absehbaren Risiken. In den vergangenen sechs Wochen eingetretene Marktverschlechterungen wären damit noch nicht berücksichtigt. Bayerns Ministerpräsident Günther Beckstein hatte am Freitag weitere Belastungen bei der BayernLB durch die US-Hypothekenkrise nicht ausgeschlossen.

Trotz Medienberichten über deutlich höhere Belastungen hatte die Landesbank lange von nur 100 Mio. Euro Abschreibungsbedarf gesprochen. [IKB lässt grüßen - A.L.] Die Milliardensumme hatte das Institut erst am Mittwoch genannt. Kurz zuvor hatte Bayerns Finanzminister und CSU-Chef Erwin Huber Berichte über milliardenschwere Belastungen noch als Spekulation zurückgewiesen und erklärt, es gebe noch keine genauen Erkenntnisse. [IKB lässt abermals grüßen - A.L.] Huber sitzt im Verwaltungsrat der BayernLB.

www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/...rime/318556.html
Antworten
AlterSchwede.:

wawidu! Du feuchter Traum einsamer Bärennächte.

3
16.02.08 20:22
Wenn du recht haben solltest, dreh ich durch... werde dir dann nen sanften, honigduftenden Whiskey von meinen Gewinnen spendiern.

Aber, weißt du was: Was du da hingezeichnet hast, hat Crashcharakter.
Ich halte es m.E. für übertrieben. Wellen sind ja m.M.n. eh allg. nichts anderes, als o.g. Zahlenspiele.
Die einen interpretieren halt bullishe Wellen und die and. baerishe.
Wir haben ja bereits des öfteren festgestellt, dass Crashs extrem unwahrscheinlich geworden sind. Außerdem ist der Markt derzeit schlechte Nachrichten leid und will einfach nicht mehr adäquat fallen... Wurde ja auch bereits durchdiskutiert.

Bin derzeitig nur mit meinen Langfrist-Shorts im Markt.
Antworten
Anti Lemming:

Die Wellen sind die Brandung

8
16.02.08 20:36
auf dem Ozean der Schulden. Subprime ist der Sturmwind. Den Seeboden rüttelt der Finanz-Tsunami (Monoliner).

Naturgewalten gegen filigranes Menschenwerk. Charts knicken weg wie morsche Äste.

Nur meine marode Meinung...



(Disclaimer: Vorher könnte der DOW auch noch mal kurz auf 20.000 steigen, bat mich magnusfe hier noch zu ergänzen.)
Antworten
fischerei:

Konjunkturangst hält Märkte in Schach,

 
16.02.08 20:41
die nächste Woche könnte bei unvorhergesehenen GROTTENSCHLECHTEN-News "lustig" werden.

Kapitalmärkte Aktuelle Top-Themen -  Börsen-Zeitung Ausgabe Nr. 33 vom 16. Februar 2008

Europäische Aktienwoche:

Konjunkturangst hält Märkte in Schach

Aktienstrategen fürchten neue Rückschläge - Augenmerk auf Fed-Protokoll und Bankbilanzen
Von Thorsten Kramer, Frankfurt

Europas Aktienmärkte stehen vor einer spannenden Woche mit anhaltend hoher Volatilität. Dieser Überzeugung sind Aktienstrategen, die auf kurze Sicht einen Test der Tiefstände vom Januar nicht ausschließen wollen. Als größte Risikofaktoren gelten weiterhin neue Negativnachrichten zur US-Konjunktur und zur Finanzkrise. Als Unterstützungsfaktoren stufen die Experten den ausgeprägten Pessimismus der Marktteilnehmer sowie die solide verlaufende Berichtssaison in Europa ein.

In der nun abgelaufenen Handelswoche verbuchten die maßgeblichen Indizes zumeist einen leichten Anstieg. Der Dax gewann 1,0 % auf 6 832 Punkte, der Stoxx 50 zog nur sehr moderat auf 3 169 Zähler an. Deutliche Kursverluste am Freitag, die von wachsenden Sorgen um neue Abschreibungen der Banken und enttäuschenden US-Wirtschaftsdaten hervorgerufen wurden, verhinderten eine bessere Wochenbilanz.

Starke Schwankungen

Im Spannungsfeld zwischen Konjunkturängsten und sinkenden Gewinnerwartungen auf der einen sowie einer attraktiven Bewertung und tiefem Pessimismus auf der anderen Seite sollten die starken Tagesschwankungen an den Aktienmärkten anhalten, meint Andreas Hürkamp, Stratege der Commerzbank. An den vergangenen Tagen fiel allerdings auf, dass Anleger positive Neuigkeiten wie das Hilfsangebot des Milliardärs Warren Buffet an die angeschlagenen US-Anleiheversicherer stark honorierten, während Negativmeldungen nur begrenzt Resonanz fanden.

Die kommenden Tage rücken verstärkt die Berichtssaison in den Mittelpunkt des Interesses: Allein aus dem Dax legen sieben Konzerne Bilanzen vor. Analysten erwarten insgesamt solide Daten, was dem Gesamtmarkt dabei helfen könnte, sich zu stabilisieren. Eine Initialzündung für eine Kurserholung versprechen sich Marktteilnehmer aber noch nicht. Die Risikoaversion und die Übergewichtung von Liquidität sprächen zwar für eine bevorstehende Aufwärtsbewegung, betont BayernLB-Analyst Manfred Bucher unter Verweis auf die jüngste Fondsmanager-Umfrage von Merrill Lynch. Es sei jedoch mit weiteren Rückschlägn den Börsen zu rechnen, weil sich die US-Wirtschaft weiter abschwäche und deshalb sicherlich noch viele negative Konjunkturdaten bekannt gegeben würden.

Barclays beginnt

Auf Unternehmensseite nehmen Anleger vor allem die Berichte von Banken, Versicherern und Zyklikern ins Visier. In Deutschland veröffentlichen am Donnerstag Allianz, BASF und Continental Geschäftsberichte. Zuvor informieren bereits Barclays (Montag) und ING (Mittwoch) sowie ebenfalls am Donnerstag Société Générale über das abgelaufene Jahr.

Der wichtigste Termin auf dem Konjunkturtableau ist die Veröffentlichung des Sitzungsprotokolls zur zurückliegenden Zinsentscheidung der US-Notenbank am Mittwochabend. Fed-Chef Ben Bernanke warnte am Donnerstag vor gestiegenen Wachstumsrisiken. Beobachter sahen sich dadurch in ihrer Meinung bestätigt, dass die Fed den Leitzins weiter senken wird. Die Mehrheit der Marktteilnehmer geht zurzeit davon aus, dass der Leitzins von aktuell 3,0 % weiter bis auf 2,5 % sinken wird. Ein positiver Impuls für die Aktienkurse ging von Bernankes Rede vor dem Bankenausschuss des Senats nicht aus.

Wie groß der Spielraum der Notenbank ist, zeigt sich mit Blick auf aktuelle Inflationsdaten. Ebenfalls am Mittwoch werden die US-Verbraucherpreise bekannt gegeben. Der Konsens erwartet einen Anstieg um 0,3 % gegenüber dem Vormonat, womit die Kerninflation bei etwa 2,4 % verharren würde.

Weitere Hinweise auf die Verfassung der Konjunktur erhoffen sich Investoren von den Frühindikatoren und dem Philadelphia Fed Index für Februar. Zudem stehen Daten vom US-Häusermarkt an.

Börsen-Zeitung, 16.2.2008

Antworten
wawidu:

Einblicke in die US-Immobilienkrise

14
16.02.08 20:48
von Daniel Wilhelmi
14.02.08

Heute möchte ich mal kurz auf den amerikanischen Immobilienmarkt eingehen. Wie Sie wissen, habe ich jahrelang in Phoenix, Arizona, gelebt, weil ich dort studiert habe. Und jedes Jahr bin ich einige Zeit dort. Phoenix ist einer der besten Gradmesser für den amerikanischen Immobilienmarkt.

Die Wüstenstadt galt seit dem Beginn des Immobilienbooms als einer der 10 „Hot Spots“ (heißesten Standorte) in den USA. Denn Phoenix ist rasant gewachsen, da sowohl vom Mittelwesten als auch von Südkalifornien zahlreiche Menschen hinzuziehen. Denn Phoenix hat ein ähnliches Wetter wie Kalifornien, ist aber nicht so teuer und leidet nicht unter dem Smog, der Kriminalität und den Erdbeben Kaliforniens.

Diese Zuwanderung führte dazu, dass Phoenix inzwischen die fünftgrößte Stadt der USA und mit etwa 4,5 Mio. Einwohnern größer als Berlin ist (ich wette, dass haben Sie nicht gewusst). Was das in den letzten Jahren für den Immobilienmarkt bedeutete, können Sie sich an einer Hand abzählen. Von 2000 bis 2006 in Phoenix Immobilienmakler zu sein, war ungefähr so, als ob Sie 1998-2000 Vertriebler für Nokia-Handys waren: Sie mussten gar nichts machen – die Leute rannten Ihnen die Tür ein und die Kasse klingelte ohne Ende.

Immer wieder habe ich Ihnen aus 1. Hand vom Immobilienmarkt in Phoenix berichtet. Die „alten Hasen“ erinnern sich, dass ich Ihnen schon vor Jahren eine 3-teilige Serie direkt aus Phoenix schrieb, in der ich den Zenit der Immobilienblase bereits ankündigte. Das ist eben der Vorteil, wenn man Entwicklungen persönlich mitkriegt und seine Informationen nicht nur von dem unpersönlichen Nachrichtenticker abliest.

So sieht es wirklich aus

In der letzten Woche war nun einer meiner besten Ami-Freunde in Köln, der in den vergangenen Jahren ein ultra-erfolgreicher Immobilienmakler in Phoenix war. Natürlich haben wir intensiv über den amerikanischen Immobilienmarkt und vor allem Phoenix gesprochen. Denn eines ist klar: Wenn ein heißer Markt wie Phoenix nicht auf die Beine kommt, dann brauchen wir über weniger attraktive Standorte wie Detroit oder Kleinstadtsiedlungen in Iowa oder New Mexiko überhaupt nicht zu reden.

Um es auf den Punkt zu bringen: Es sieht weiterhin düster aus. Diese Statistik von meinem Freund sagt eigentlich alles. Er meinte zu mir: „Daniel, noch vor 3 Jahren waren in Phoenix an einem durchschnittlichen Tag 5.000-6.000 Häuser zum Verkauf auf dem Markt. Heute sind es 50.000-60.000 Häuser.“

Die Häuserpreise in Phoenix, wohlgemerkt einem der Top-Immobilienstandorte der USA, sind im letzten Jahr um bis zu 30% gefallen. Und zwar quer durch fast alle Stadtteile, nicht nur die Ghetto-Gegenden. Und trotzdem ist die Zahl der Häuser, die zum Verkauf stehen, in den vergangenen Monaten noch gestiegen und ist inzwischen 10 Mal so hoch wie vor 3 Jahren. Und da wollen mir einige Banker und Börsenberichterstatter allen Ernstes erzählen, dass die Immobilienkrise nun langsam ihr Tief erreicht haben dürfte?

Laut meinem Freund ist das Problem, dass es einfach keine Käufer gibt. Da liegt der Knackpunkt. Fast alle meine Freunde und Bekannte in den USA hatten 2005 mindestens 2 Eigentumshäuser. Diese Menschen aus der amerikanischen Mittelschicht (der entscheidenden gesellschaftlichen Gruppe für den amerikanischen Konsumsektor) sind heute froh, wenn sie überhaupt die Raten für diese Immobilien bezahlen können und +-0 rauskommen.

Die werden in der aktuell unsicheren Wirtschaftslage den Teufel tun, und sich weitere Verbindlichkeiten eines neuen Häuserkaufs aufladen. Und da der Subprime-Sektor nun tot ist, frage ich Sie: Wo sollen die Käufer denn herkommen? Nein, im Immobilienmarkt haben wir die Talsohle noch nicht durchschritten.

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Knappschafts.:

#17361 Hallo Malko07

3
16.02.08 21:25
dem kann auch ich nichts mehr dazufügen, außer das bisher immer der ehrlich auch gleichzeitig der Dumme war! Zumindesten kann ich von mir sprechen das ich auch heute Nacht gut schlafen werde und keiner dreimal an meiner Haustüre läuten wird!
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#17372

Sitting Bull:

Trotz der

9
16.02.08 21:51
Tatsache, dass der Bärenmarkt unaufhaltsam an Kraft (Dynamik braucht wieder Zeit) gewinnt, rechne ich in der nächsten Woche mit steigenden Kursen (es zählt Wochenschluss). Es würde einfach gut in die Chaos-Börse passen, die wir gerade sehen. Die Argumente werden an den Haaren herbeigezogen sein, aber das ist egal. Wenn schon der Spiegel Fachwissen über Monoliner feilbietet (OK, ein halbes Jahr zu spät, no problem), dann sollte man sich als Bär mal kurz eine Auszeit gönnen und Verarschungsniveaus (7300 beim Dax, 13k beim Dow, 150 USD bei AAPL, etc.) zum Positionieren nutzen. Denn mal ehrlich: Wer ist denn nach diesen Schüttlern noch long? Einschränkung: wenn die schrägen unteren Index-Aufwärtstrendlinien seit den Januartiefs nicht nur fake-mäßig wegbrechen, würde ich schon anfangen, wieder leicht zu shorten. Natürlich ist es jedem selbst überlassen, diesen Markt aus kurzfristigen Gesichtspunkten überhaupt zu traden.  
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Anti Lemming:

Singer zu den Monolinern

9
16.02.08 22:05

von Klaus Singer, TimePatternAnalysis - fette Hervorhebungen im Original

 

15. Feb 2008:

Hoffnung?

 
US-Notenbankchef Ben Bernanke weist in einer Rede vor dem US-Senat auf die schwachen konjunkturellen Rahmenbedingungen in den USA hin und bezeichnet die Situation an den internationalen Finanzmärkten nach wie vor als angespannt.

Durch die jüngsten Maßnahmen der internationalen Notenbanken sei zwar ein Liquiditätsschub bewirkt worden, aber dennoch ergebe sich durch die Finanzmarktkrise ein negativer Effekt auf die Wachstumsaussichten der Realwirtschaft. Auch habe sich Situation am Arbeitsmarkt, sowie am Häusermarkt zuletzt verschlechtert. Die Inflationsgefahren seien wegen der steigenden Energie- und Ölpreisnotierungen hoch, allerdings sieht Bernanke mittelfristig eine Abschwächung der Entwicklung der Verbraucherpreise.

Der Fed-Chef erwartet nach einer Phase verhaltenen Wachstums gegen Ende des Jahres eine tendenzielle Erholung der US-Wirtschaft. Dabei dürften aber die nach wie vor bestehenden Risiken nicht unterschätzt werden, so Bernanke.

Nichts Neues also vom globalen Finanzchef. Seit Monaten nichts Neues, nur immer weitere Hiobs-Botschaften. Kreditkrise ohne Ende - alle ein, zwei Wochen kommt ein neues Untersegment der Finanzmärkte in die Schlagzeilen.


Momentan sind es die Monoliner. Einer der bedeutenden Player auf diesem Feld, AMBAC, hatte einmal den höchsten Umsatz pro Beschäftigtem auf diesem Planeten. Das konnte so natürlich nicht weitergehen. Ursprünglich als Versicherer öffentlicher Anleihen angetreten, kamen sie eines Tages denn auch auf die Idee, ihr langweiliges, aber äußerst lukratives Geschäft aufzupeppen. Sie stiegen in die Versicherung von allem möglichen „Junk“ und Derivaten hierauf ein. Jetzt werden sie von mehr als einer Billion Dollar an derivativen Wetten gedrückt. Etwa 130 Mrd. Dollar davon hängen mit Aktivitäten im Bereich CDO/CDS zusammen.

Eliot Spitzer, jetzt Gouverneur von New York, gibt den Monolinern drei bis fünf Geschäftstage Zeit, frisches Kapital aufzutun. Alternativ wird angedroht, ihre Geschäftsfelder auseinander zu brechen, um die Märkte für öffentliche Anleihen zu schützen. W. Buffett steht mit seinem Angebot von Anfang der Woche, das traditionelle Geschäft der Monoliner herauszukaufen, Gewehr bei Fuß für eine solche Lösung. Diese haben bereits abgelehnt, wozu im „Big Picture Blog“ (Link auf der Web-Seite der TimePattern) festgestellt wird: „Diese Firmen wurden zu Finanz-Terroristen, die das Versicherungsgeschäft mit öffentlichen Anleihen als Geisel halten. Sie wissen, was Bankräubern und anderen schlechten Menschen passiert, wenn sie ihre Geiseln freilassen - sie werden von Kugeln durchsiebt.“

Die Spreads der CDS-Indices (Credit-Default-Swap) notieren weiter im Bereich ihrer Rekord-Hochs, was im Endeffekt dazu führt, dass die hohen Kredit-Hebel (Leverage) reduziert werden. Schon gibt es auch die ersten Stimmen, die von einer Gefährdung insbesondere der Unternehmen sprechen, die von private-equity-Gruppen übernommen und mit Schulden hoch belastet wurden. Wenn deren Geschäfte nun im Rahmen der sich verschlechternden Wachstumsaussichten weniger Profit abwerfen (von Rezession wollen wir hier jetzt einmal nicht reden), dann könnte es schwer werden, die Darlehen zu bedienen. Einmal wegen des schmäleren Gewinns, dann aber vor allem, weil sich mit schlechterer Bonität die Kreditkonditionen tendenziell verschlechtern und dann steigende Kosten den Gewinn weiter reduzieren.

Bisweilen wird argumentiert, die schlechten Neuigkeiten seien nun länglich bekannt und eine Rezession damit in den Kursen enthalten. Nun ist aber eine Rezession kein klar definiertes Ereignis - es gibt leichte, schwere und katastrophale. Dass in den Kursen bereits das worst-case-Szenario enthalten ist, wird wohl auch der bullischste Bulle nicht behaupten wollen.

Und das ist gegenwärtig das Entscheidende: Die Märkte ringen (noch) gar nicht darum, die bestehenden Risiken zu quantifizieren. Viel schlimmer - niemand kennt deren Ausmaß und Art auch nur annähernd. Und das ist kein Wunder, die Märkte für die zuletzt ach so beliebten „innovativen“ Finanzkonstruktionen sind ausgetrocknet. Es gibt keine Marktpreise mehr, damit fehlt die Bewertungsgrundlage für eine Quantifizierung von Risiken. Das beherrschende Merkmal der aktuellen Situation ist also nach wie vor Unsicherheit, nicht Risiko, wie hoch auch immer.

In der Folge ist auch der Prozess der „Securitisation“, also das Bündeln und Tranchieren von Darlehen zum Zwecke des Weiterverkaufs zusammengebrochen. Und das führt u.a. dazu, dass die Fed die Zinsen senken kann, wie sie will, die Zinsen für Ausleihungen bleiben hoch, Kredite damit teuer. Das billige Zentralbankgeld kommt nicht dort an, wo es hin soll - das sonst in einem Abschwung funktionierende Korrektiv ist einstweilen außer Kraft gesetzt. Von dieser Seite her die Bestätigung für das oben angesprochene „Deleveraging“.

Ob in der aktuellen Situation der Seiteneffekt niedriger Zinsen wirkt, nämlich dass das billige Geld die Preise treibt, steht noch dahin. Wir sahen diesen Effekt in der Hausse seit 2003 - zuerst trieb es die Asset-Preise, insbesondere die von Aktien an, dann schwappte der Effekt in die Güterwirtschaft über. Bis jetzt haben die sich seit Mitte 2007 auf mehrere hundert Milliarden Dollar summierenden Liquiditätsinjektionen der großen Zentralbanken keinen nachhaltigen Effekt in den Asset-Märkten hinterlassen. Das Geld zirkuliert offenbar nicht in den Märkten, weder direkt, noch über Geldschöpfung. Dieser Prozess wird auch nicht automatisch durch einen „Überfluss-Schock“ angestoßen, so wie sich das die Fed offenbar vorgestellt hat, als sie kürzlich binnen acht Tagen die Leitzinsen um 1,25 Prozent senkte.

Und so sehen wir gegenwärtig auch in den Geldmärkten deutliche Zeichen sehr tief sitzender Unsicherheit. Was übrig bleibt, ist Liquiditätspräferenz - man investiert, man spekuliert nicht, sondern hält sein Pulver trocken. Und das ist ein Merkmal von Deflation. Natürlich ist es noch zu früh, von einem ausgewachsenen deflationären Szenario zu sprechen. Aber nehmen wir das als böses Omen. Vor allem aber sollte nachdenklich stimmen, dass die angesprochene Aktion der Fed so wenig bewirken konnte.

Zu den Märkten: Aktien sind in die erwartete Konsolidierung eingetreten. Anlass waren die Rede Bernankes gestern und die andauernden Probleme der Monoliner, die nach dem „Ultimatum“ Spitzers, sich zu refinanzieren (s.o.), mit dem Rücken zur Wand stehen. Vermutlich ist der gestrige TBond-„Crash“ der Reflex auf die dunklen Schatten, die über dem Anleihe-Markt liegen. Die „Carry-Trade-Indikatoren“ Dollar/Yen und Euro/Yen sind in den vergangenen Tagen mit Aktien zusammen hoch gelaufen, aktuell allerdings setzen sie sich.

Der Euro/Dollar befindet sich in einer sehr wackeligen Phase - Ausbruch nach oben zum Test der Allzeithochs oder Abfall zur erneuten Bodenfindung im Bereich von 1,43. Hiervon wird auch unter Intermarket-Gesichtspunkten das Signal ausgehen, wie es kurzfristig im Aktiengeschäft weitergeht - baldiges Ende der laufenden Konsolidierung oder erneutes Abtauchen auf den zuletzt gebildeten Zwischenboden (z.B. beim Dow bei rund 12.000 Punkten).

Seitenhieb: Die Kreditkrise erreicht die Taschen des deutschen Steuerzahlers. Steinbrück stellt der maroden IKB bis zu 1,5 Mrd. Euro zur Verfügung [faktisch 2,3 Mrd., da die 800 Mio. potenzieller Verkaufserlös für die IKB reingerechnet wurden - A.L.], um den ansonsten drohenden Zusammenbruch zu verhindern. Eine Insolvenz würde dem Finanzplatz Deutschland Schaden zufügen, heißt es zur Begründung.

Das von hier ausgehende Signal ist verheerend. Die IKB ist nicht durch einen externen Schock in Probleme geraten, sondern durch eigene Fehler. Die Konsequenzen müssten folglich sie, ihre Anteilseigner und ihre Kapitalgeber tragen. Aber nun steht die Einladung an all die Oberspekulanten mit viel Gier, aber wenig Risikobewusstsein, so weiterzumachen wie bisher. Denn wenn es schon bei der wenig bedeutenden IKB heißt, der Finanzplatz nehme Schaden, wie heißt es dann erst bei größeren Adressen?

Die Instabilität des Finanzsystems wird durch diese „Rettungs“-Aktion weiter erhöht. Andererseits verhält sich die neoliberale Merkel-Regierung systemkonform: Im Kapitalismus werden Gewinne privatisiert, Verluste aber sozialisiert.

Wundern? Nein!

Antworten
wawidu:

@SittingBull - # 17373

6
16.02.08 23:41
Das ist absolut keine "Chaos-Börse", sondern geradezu "mathematisches Timing". Die SPX-Preiskurve folgt einer exakten "parabolischen Kurve", quasi dem Spiegelbild einer exponentiell steigenden Kurve.
(Verkleinert auf 72%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 148727
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