Falsch, bei Kontrollerlangung der Stimmrechte über die Scania ist ein Pflichtangebot von Nöten. Bei der jetzigen Konstellation ist Porsche (oder wird es in absehbarer Zeit sein), der beherrschende Gesellschafter. Alleine das reicht aus um die Angebotsabgabe pflichtig zu machen.
Porsche muss Scania übernehmen wollen von Helmut Steuer (handelsblatt.com)
Das schwedische Recht hat seine Eigenheiten: Porsche kann gezwungen werden, ein generelles Übernahmeangebot für den schwedischen LKW-Bauer Scania vorzulegen, wenn der Sportwagenhersteller seinen VW-Anteil auf über 50 Prozent erhöht. STOCKHOLM. Das erklärte ein Sprecher der schwedischen Finanzaufsicht auf Nachfrage. Eine Übernahmepflicht besteht in Schweden ab einer Beteiligung von mehr als 50 Prozent. Volkswagen besitzt derzeit 37,7 Prozent des Scania-Kapitals und 68,6 der Stimmrechte. Der Wolfsburger Konzern hatte allerdings bei der schwedischen Finanzaufsicht erfolgreich eine Ausnahme von der 50-Prozent-Regel beantragt. „Diese Ausnahme gilt für VW. Kommt Porsche auf mehr als 50 Prozent bei Volkswagen, bedeutet das einen indirekten Eignerwechsel bei Scania“, sagte die Behördensprecherin. In diesem Fall müsste Porsche allen Scania-Aktionären ein Übernahmeangebot unterbreiten. Allerdings betonte die Behörde, dass auch Porsche eine Ausnahme von der Regel beantragen könne. Der Zuffenhausener Konzern erhöhte am Dienstag seinen VW-Anteil auf 42,6 Prozent und hat eine Option auf den Kauf von weiteren 31,5 Prozent. An der schwedischen Börse sorgt diese Meldung für reichlich Phantasie: Die Aktie von Scania steigt um zwischenzeitlich über 25 Prozent an.
oder:
Frankfurt (Reuters) - Die Übernahme der Mehrheit an Volkswagen könnte für Porsche teurer werden als gedacht. In diesem Fall müsste der Sportwagenhersteller ein Übernahmeangebot an die Aktionäre des schwedischen Lkw-Konzerns Scania vorlegen, teilte die Finanzmarktaufsicht am Dienstag in Stockholm mit. Volkswagen hält mit 68,6 Prozent der Stimmrechte die Mehrheit an Scania, hatte aber eine Ausnahmegenehmigung erhalten, kein Pflichtangebot vorlegen zu müssen. Diese gilt für Porsche aber nicht, wie Juristin Karin Yden von der Aufsichtsbehörde betonte. Deshalb müsse Porsche für Scania bieten, sobald der Stuttgarter Sportwagenbauer indirekt die Kontrolle über den schwedische Lkw-Hersteller übernehme, oder ebenfalls eine Befreiung von dem Übernahmenangebot beantragen. Porsche hält direkt nach eigenen Angaben 42,6 Prozent an VW und hat die Möglichkeit, über die Ausübung von Optionen bis auf 74,1 Prozent aufzustocken. Die Scania-Aktie legte am Dienstag 12,3 Prozent zu.
Aber Malko, wie auch bei allen anderen Themen, scheint Dir keiner das Wasser reichen zu können ;-)) Vielleicht solltest Du als Berater bei Porsche anheuert werden.



Norwegen senkt Leitzins auf 4,75 % (- 0,50)


Island erhöht Leitzins auf 18,00 % (+ 6,00)
















