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Der USA Bären-Thread


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Malko07:

Die Fed glaubt immer noch, nach

6
21.05.09 10:26

inzwischen jahrelangem Fehlversuch, dass sie mit Drehen an der Zinsschraube die Wirtschaft ankurbeln kann:

Sitzungsprotokoll

Fed dämpft Erwartung auf zeitige Erholung

 

Anfang des Jahres erwartete die US-Notenbank ein Schrumpfen der US-Wirtschaft um über ein Prozent - daraus könnten nun zwei werden. Falls nötig, will sie mit erhöhten Anleihekäufen gegensteuern. Die Märkte reagierten verschreckt.

Noch Anfang des Jahres hatte die US-Notenbank Fed ein Schrumpfen der US-Wirtschaft um maximal 1,3 Prozent vorhergesagt. Nun rechnet die Fed mit einem deutlich kräftigeren Konjunktureinbruch in diesem Jahr: Die Zentralbank geht für 2009 von einem Schrumpfen des Bruttoinlandsprodukts um 1,3 bis 2 Prozent aus und will den Kampf gegen die Rezession notfalls forcieren. Das geht aus den am Mittwoch veröffentlichten Protokollen der Zinssitzung von Ende April hervor.

[Es gibt kaum schlechtere Prognosen als die von der Fed. Wieso? Ein Schelm, der schlechtes darüber denkt. 2%, dass ich nicht lache!]

........

In der Sitzung beschloss die Notenbank, dass sie die in den vergangenen Monaten begonnenen Programme zum Ankauf von Staats- und Unternehmensanleihen ständig hinsichtlich Umfang und Zeitplan überprüfen wird. Laut den Protokollen wurde bereits über ein Aufstocken des Programms diskutiert

[Wieso soll es dem arbeitslosen Verbraucher besser gehen, wenn die Anleihezinsen künstlich niedrig gehalten werden? Ist der begeistert, wenn er sieht, dass seine Pensionsansprüche nicht nur durch die Aktienverluste sinken. Jetzt begrenzen auch noch die Zinsen!]

"Einige Mitglieder bemerkten, dass eine weitere Erhöhung der gesamten Ankäufe zu einem gewissen Zeitpunkt durchaus gefordert sein könnte, um die Erholung der Wirtschaft zu beschleunigen", heißt es in dem Sitzungsprotokoll. Alle seien sich aber einig gewesen, dass zunächst die Wirkung der bisher getroffenen Maßnahmen abgewartet werden.

[Mit Erholung der Wirtschaft ist wohl eher Erholung der Bankbilanzen gemeint. ]

.......

www.ftd.de/boersen_maerkte/...artung-auf-zeitige-Erholung/516697.html

Antworten
Kicky:

U.S. Insurer of Pensions Sees Flood of Red Ink

6
21.05.09 10:30
www.nytimes.com/2009/05/21/business/economy/21pension.html?em
WASHINGTON — The deficit at the federal agency that guarantees pensions for 44 million Americans tripled in the last six months to a record high, reaching $33.5 billion, largely as a result of surging bankruptcies among companies whose pensions it expects it will soon need to take over.

The agency, the Pension Benefit Guaranty Corporation, faced a shortfall of just $11 billion as of October. The combined effect of lower interest rates, losses on its investment portfolio and rising numbers of companies filing for bankruptcy produced the jump in its projected deficit, officials said Wednesday.

Because the agency has $56 billion in assets — most of which is invested in Treasury bonds — it is not facing any prospect of default in the short term, officials said.....

The P.B.G.C.’s former director, Charles E. F. Millard, was subpoenaed to testify at the hearing Wednesday. But he cited his constitutional right to avoid self-incrimination and declined to answer any questions.

Mr. Millard, who resigned in January, has been accused by the agency’s inspector general of having inappropriate contact with companies including BlackRock, JPMorgan Chase and Goldman Sachs, all of which competed for and won contracts to help manage $2.5 billion of the agency’s funds. Those contracts will now most likely be canceled....

In the last six months, 93 companies whose pension plans are covered by the agency have filed for bankruptcy, including Chrysler, whose failure alone could cost the agency $2 billion. A bankruptcy by General Motors would make the situation worse. G.M. had 670,000 workers as of late last year in its pension system, whose collapse would cost the agency an estimated $6 billion.

Options to close the $33.5 billion deficit include a federal bailout by taxpayers, a change in insurance premiums it charges employers or increasing its investment returns.......
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Kicky:

Fed: schlimmere Rezession als erwartet

4
21.05.09 10:37
The US will sink deeper into recession this year, as unemployment hits almost 10pc and the economy contracts deeper than first expected. New Federal Reserve forecasts predict that the world's biggest economy will contract by as much as 2pc this year, an increase from the 1.3pc contraction previously estimated.


In addition, recovery in 2010 and 2011 will also be slower than first thought, increasing by up to 3pc next year, from an earlier forecast by as much as 3.3pc, and by up to 4.8pc in 2011, from an earlier estimate of up to 5pc.
The reduction in forecasts by the members of the Federal Open Markets Committee (FOMC) suggests that the current recession will be deeper and more severe than first thought, and that that will have an impact on the strength of the eventual recovery.

The Fed’s estimates also suggest that the incidence of people losing their jobs as a result of the recession will continue, with unemployment this year expected to rise to as much as 9.6pc – from an earlier estimate in January of 8.8pc – and that even by 2011, the unemployment rate could still be as high as 8.5pc. The estimates were taken at the FOMC rate-setting meeting on April 28-29.

“The tone of the minutes is a little more optimistic, and the forecasts are a little more pessimistic,” said Christopher Low,........www.telegraph.co.uk/finance/financetopics/...ear-says-Fed.html
Antworten
Anti Lemming:

Die Asset-Inflation

14
21.05.09 10:43
ginge nicht ohne teures Öl, das ein wesentlicher Bestandteil des "Hype-Warenkorbs" ist. Die Öl-Lager sind jedoch randvoll, der Verbrauch ist deutlich zurückgegangen. Wenn das Öl noch teurer würde, würden in USA noch weniger Meilen pro Jahr gefahren. Man muss bedenken, dass die Lohnsumme gegenüber dem letzten Jahr um 2,6 % gefallen ist. Es bleibt weniger Geld in der Tasche. Da wird dann schon mal auf die eine oder andere Fahrt ins Grüne verzichtet - und der Kleinwagen der Frau statt des "Hummers"/SUV benutzt.

Man kann daher, meine ich, behaupten, dass der Rückgang der Massenkaufkraft samt ihren Rückwirkungen auf die industrielle Fertigung eine natürliche "Spaßbremse" für einen weitere Asset- bzw. Rohöl-Anstiege ist. Sie wirkt deflationär. Dass Öl zurzeit dennoch steigt, liegt daran, dass viele Anleger von Geldmarktfonds in Rohstoff-Fonds umschichten, weil sie die in den Medien propagierten Grüne-Pflänzchen-Erholungsstorys glauben (die die Fed in ihrem Sitzungsprotokoll widerlegt) sowie an die BRIC-Abkopplungs-Behauptung (die nicht zutrifft, siehe # 43373). Der Geldfluss sorgt über die Futures für eine Pseudo-Hausse bei den Rohstoffen, die in der Realität nur durch Bunker-Käufe der Chinesen gedeckt ist, die damit wiederum indirekt aus der Dollar-Falle fliehen wollen. Wenn die Lager der Chinesen voll sind und der Export - wie zu erwarten ist - weiter lahmt, dürften sie das "Bunkern" bald einstellen.

Entscheidend für die Inflation ist nicht, wieviel Geld die Regierungen drucken, sondern wie viel von diesem Geld beim Konsumenten ankommt. Im Moment versickert das Geld noch bei den Banken, die es aus Sicherheitsgründen horten. Ihre Kernkapitalquoten sind ja nur deshalb so "hoch", weil sie in USA ihre faulen Assets nach der FASB-Aufweichung zu 100 % bewerten dürfen. De facto ist sie viel kleiner - und bei den staatstragenden Fannie/Freddie sogar negativ! Die Bilanzlügen dienten dazu, die Aktienkurse der US-Banken hochzupumpen, um die dringend nötigen KEs durchführen zu können. Sie schaffen aber kein wirkliches Kernkapital.

Ich rechne daher in den nächsten Monaten eher mit einer deflationären Entwicklung, d.h. fallendes Öl (dürfte bald austoppen wie 2008), Rückgänge in EUR/USD, rückläufige Hauspreise, rückläufige Aktienkurse, steigende Bond-Kurse (selbst ohne QE). Das Ganze könnte im Herbst auf ein "Doppel-Dip" hinauslaufen, bei dem die März-Tiefs getestet werden. Da ist dann längerfristig long angesagt. Die Charts dürften daher denen von 2002 ähneln (Oktober-Tief).

Melde mich für heute ab, es wird gefeiert ;-)
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B.Helios:

Zu den Beiträgen 43368+43369

2
21.05.09 13:33
ich Persönlich finde diese Beiträge nicht Witzig, sondern im Gegenteil man sollte sie ernst nehmen und sich mal Gedanken über seine Anlagestrategie für die Zukunft machen!

Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf Energiesicherheit

Energie und Klima werden im Moment wenig diskutiert. Opel, Schaeffler, Exporteinbruch und die
Banken-Schieflage sind die Themen. Der Nachfragerückgang beschert uns Energie im Überfluss.
Und Klimaschutz wird ja – Hand aufs Herz – von vielen immer noch als Luxusthema für gute Zeiten
angesehen. So was Esoterisches könne man sich in Krisenzeiten schlicht nicht leisten. Jetzt geht es
um Konjunkturpakete, Arbeitsplätze – und – ob Bonus-Zahlungen unanständig sind.
Diese Sicht ist allzu kurzfristig und im Grunde grob fahrlässig. Die Weltwirtschaftskrise kann nämlich
dazu führen, dass auf lange Sicht Energiesicherheit und Klimaschutz am stärksten leiden.
Der Preiskollaps von 147 US-Dollar (Juli 2008) auf 34 US-Dollar pro Barrel (Dezember 2008) war
einmalig in der Ölpreisgeschichte.
Die Rücknahme der OPEC-Produktion von 3 Millionen Barrel pro Tag hat bis heute den
Nachfragerückgang immer noch nicht voll aufgefangen. Und in 2009 wird der Ölverbrauch gemäß
International Energy Agency (IEA) erneut um 1,2 Millionen Barrel pro Tag zurückgehen. Der größte
Nachfrageeinbruch seit 1982!
Die Konsequenz ist, dass die Explorations- und Produktionsausgaben gemäß Barclay´s Capital in
2009 wahrscheinlich um 12 %, d. h. von 454 Milliarden US-Dollar auf 400 Milliarden US-Dollar
zurückgehen. Ein einmaliger Einschnitt dieser Größenordnung seit nahezu 6 Jahren Wachstum. In
Russland war der Rückgang sogar 16 %.
Wir haben Wachstumsjahre hinter uns, in denen die Kosten der Energieversorgung explodiert sind,

weil jeder seinen Anteil an der wirtschaftlichen Entwicklung reklamierte. So hat man mit einem Ölpreis
von unter 50 US-Dollar pro Barrel seine Schwierigkeiten. Wirtschaftlichkeit muss wieder gewonnen
werden! Kosten müssen runter!
Obwohl nach einer Infratest-Umfrage rund zwei Drittel der Deutschen glauben, dass sich Investitionen
in erneuerbare Energien langfristig lohnen, sind weitaus weniger Bürger bereit, für Erneuerbare und
Klimaschutz zusätzlich zu zahlen.
Wir meinen: Wir dürfen trotz der Krise die Zukunft nicht stornieren. Wir drohen sonst in eine fatale
Doppel-Lücke zu laufen: Energie-Engpässe und Scheitern der Klima-Wende auf Grund heute
ausbleibender Investitionen. Wenn man den Teufel an die Wand malt, hieße das: Die irgendwann
einsetzende Erholung würde durch Energie-Knappheit gedämpft, während die Gletscher immer
schneller schmelzen. Beides wollen nicht einmal die Zyniker, die von der alten Energiewelt träumen
und sich mit dem Klimawandel als naturgegeben abfinden.

Wenige Zahlen genügen, das Thema zu umreißen:
1. Die IEA beziffert die zwischen 2007 und 2030 notwendigen weltweiten Investitionen für
Energie und Klimaschutz auf etwa 30 Billionen US-Dollar für Energie und Klimaschutz in den
nächsten 20 bis 25 Jahren. Das sind etwa 1,2 Billionen US-Dollar pro Jahr, also gut 50 %
mehr als das riesige Obama-Konjunkturpaket und knapp die Hälfte aller Konjunkturpakete
weltweit. Wohlgemerkt: Jahr für Jahr und nicht nur als Kraftanstrengung für ein oder zwei
Jahre.
2. Seit Stern-Report und die Ergebnisse des Intergovernmental Panel on Climate Change
(IPCC) Ende 2006 die breite Öffentlichkeit aus ihrer Klima-Lethargie aufrüttelten, besteht
Konsens: Wir haben ein Zeitfenster von 15, vielleicht 20 Jahre, die Klima-Wende zu schaffen.
In diesem Zeitraum werden die Weichen für unsere Energie-Infrastruktur der nächsten 40 bis
50 Jahre gestellt...........

www.deutschebp.de/liveassets/bp_internet/...se_klimaschutz.pdf
"Die Aktienbörsen werden im wesentlichen von Psychopathen bevölkert."
Altkanzler Helmut Schmidt
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permanent:

Bernanke warnt vor Konjunktureinbruch

8
21.05.09 13:48
Finanzkrise
Bernanke warnt vor Konjunktureinbruch
Die Hoffnung auf eine Erholung der Wirtschaft hatte sich zuletzt gemehrt. Nun bremst die US-Notenbank den Optimismus und warnt vor einem heftigen Einbruch in diesem Jahr. Um Schlimmeres zu verhindern, erwägt die Fed einen zusätzlichen Ankauf von Staatsanleihen. Die New Yorker Börse reagierte prompt.

www.handelsblatt.com/politik/...vor-konjunktureinbruch;2285474
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Malko07:

#43380: Alles hat ein Ende,

9
21.05.09 14:19
nur die Wurst hat zwei.

Es ist eine Binsenweisheit, dass alles auf unsere schönen Erde endlich ist, sogar die Sonnenenergie. Mit dieser "Weisheit" wird richtig schön Schindluder getrieben und sie wird zur Volksverdummung massiv eingesetzt. Unsere, nach heutigen Gegebenheiten wirtschaftlich abbaubaren fossilen Energievorräte sind so groß, dass sie sobald noch nicht ausgehen werden. Die Manipulation (z.B. OPEC, monopolartige Ölgroßkonzerne und die reichlich vorhandene Spekulation) dieser Märkte ist allerdings auch einmalig. Seit 2006 haben wir einen Ölpreis, der weit über den Förder- und sonstigen Kosten liegt. Erschließung und Erneuerung wären problemlos möglich gewesen.  In der gleichen Zeit sind die Investitionen in Neuerschließung und Renovierung vorhandener Anlagen allerdings zurück gegangen. Was sagt uns das? Entweder sind die erschlossenen Vorräte für absehbare Zeit zu groß oder es werden künstliche Engpässe erzeugt. In beiden Fällen sind die Staaten, so wie schon in den 70-ziger gefordert. Sie müssen neue Ölkonzern gründen, die vorhandenen eventuell zerschlagen und staatlich gesteuert, neue Gebiete erschließen. Die Spekulation, ohne realen Hintergrund muss steuertechnisch erschwert werden. Einer der glaubt, höhere Preise würden diese Probleme lösen, ist schön auf die Propaganda herein gefallen.

Ein Großteil der "erneuerbaren Energien" ist vor Steuern nicht konkurrenzfähig oder hat noch schlimmere Folgen für Menschen und die Natur zur Folge. Dazu gehören besonders die "nachwachsenden Rohstoffe". Diese führen zu Vernichtung der Regenwälder, der Ackerböden und vergrößern den Hunger.

Dezentrale Stromerzeugung (Wind, Photovoltaik) sind noch nicht konkurrenzfähig und die Netze sind noch zu blöd mit einer derartigen Erzeugung umzugehen. Auch die zusätzliche Erzeugung von Strom bei der dezentralen Wärmegewinnung ist ohne andere Netze nicht massiv einsetzbar.  Es müsste also Druck ausgeübt werden, dass wir zu intelligenteren Netzen kämen. Die Stromkonzerne haben daran allerdings kein Interesse. Es wäre ihr Ende. Hier ist also auch die Politk gefordert. Weiter sinnlos Gelder in der dezentralen Erzeugung zu verpulvern und gleichzeitig die entsprechenden konventionellen Kapazitäten  bereit halten zu müssen macht uns alle nur ärmer.
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Malko07:

Zu früh gefreut

9
21.05.09 14:34

Gute Stimmung an der Wall Street

Zu früh gefreut

20.05.2009, 21:30

Von Catherine Hoffmann

Großbanken in den USA und Europa machen wieder Gewinne. Ist die Krise etwa schon vorbei? Bank-Experten kennen mindestens drei Gründe, die dagegen sprechen.

Die Wall Street ist guter Dinge. Nach zwei Jahren schwerster Stürme im Finanzsystem und Hunderten von Milliarden Dollar Abschreibungen melden die großen amerikanischen und europäischen Banken wieder Gewinne. Die Aktienkurse der Geldhäuser schießen kräftig in die Höhe. Gleich mehrere amerikanische Finanzinstitute wollen die ungeliebten Staatshilfen möglichst schnell zurückzahlen. Schon jubeln die ersten Finanzmagazine: "Die Bankenkrise könnte bald Geschichte sein." Ist es wirklich schon so weit? Bankanalysten und Ökonomen zweifeln daran.

Das Aufatmen an der Börse begann Anfang April, als einige US-Häuser überraschend gute Ergebnisse für das erste Quartal vorlegten. Goldman Sachs, JP Morgan, Deutsche Bank und andere verbuchten kräftige Gewinne nach vielen verlustreichen Monaten. Die Investmentbanken profitierten von der Kapitalnot von Staaten und Unternehmen, die mit Hilfe der Banken verstärkt festverzinsliche Wertpapiere auf den Markt warfen.

Gutes Klima für US-Banken

Wer in diesem Geschäft schwach ist - wie beispielsweise Commerzbank und Postbank - hatte nicht viel zu lachen. Denn das klassische Privatkunden- und Kreditgeschäft liegt darnieder, weil verunsicherte Sparer ihr Vermögen auf dem Festgeldkonto parken oder Gold kaufen - daran verdient die Bank nicht viel.

Zu den Ausnahmeergebnissen der Banken trugen nicht zuletzt die Milliardenhilfen der Regierungen und die Null- bis Niedrigzinspolitik der Notenbanken bei, die obendrein noch Staatsanleihen und notleidende Wertpapiere aufkaufen.

"Klar, dass die US-Banken in einem solchen Klima gutes Geld machen", schreibt Niels Jensen, Partner der Londoner Investmentgesellschaft Absolute Return, in einem Newsletter an seine Kunden - und zieht Vergleiche zur Autoindustrie. Es sei so, als ob die Regierung die Herstellungskosten für Autos auf null senke und dann, mit dem Geld der Steuerzahler, Millionen von Autos kaufe. "Selbst Detroit würde zu solchen Konditionen Geld verdienen", spottet Jensen.

Ärger über Verschleierungstaktik

Hinzu kommen neue Bilanzierungsregeln für Banken, die es ermöglichen, ganz legal die Bilanzen zu schönen. Europas größte Bank HSBC etwa hat in den ersten Monaten des Jahres gut verdient - aber nur dank einer Neubewertung ihrer Schulden. Ohne 6,6 Milliarden Dollar Buchgewinne wäre das Ergebnis gesunken.

Oder die Deutsche Bank: Sie hat vor allem im zweiten Halbjahr 2008 und in geringerem Ausmaß im ersten Quartal Positionen in Höhe von 38,1 Milliarden Euro vom Anlage- ins Kreditbuch verschoben. Dort müssen sie nicht mehr mit dem Marktwert bilanziert werden, sondern stehen zum Buchwert in der Bilanz. So vermied die Bank im ersten Quartal Abschreibungen von 1,4 Milliarden Euro. Stattdessen bildete die Deutsche Bank lediglich 200 Millionen Euro Kreditrisikovorsorge - und erzielte einen Milliardengewinn.

"Solche Rechenbeispiele kann man für jede Bank durchexerzieren", sagt Konrad Becker, Analyst bei Merck Finck & Co. Profianleger ärgern sich über die Verschleierungstaktik. "Die guten Ergebnisse aus dem ersten Quartal sind nicht nachhaltig", sagt der Kölner Vermögensverwalter Bert Flossbach. "Qualitätsprobleme im Anlagebuch kann man auf Dauer nicht durch Freiräume bei der Bilanzierung lösen."

Um die Qualität vieler Wertpapiere ist es noch immer schlecht bestellt. "Die Banken haben noch erhebliches Verlustpotential, weil viele Papiere zu Märchenpreisen in den Bilanzen stehen, die sich nicht realisieren lassen", sagt Hans-Peter Burghof, Professor für Bankwirtschaft an der Universität Hohenheim.

"Es braucht mehr als 18 Monate"

Weltweit haben die Institute bislang Anlagen im Wert von 1500 Milliarden Dollar abgeschrieben. Das, so fürchtet der Internationale Währungsfonds (IWF), war aber erst der Anfang: Weitere 1500 Milliarden Dollar sollen in diesem und dem kommenden Jahr abgeschrieben werden. Bislang haben sich die düsteren Prognosen des IWF zur Finanzkrise nicht nur erfüllt - es kam stets noch schlimmer.

Die Bilanzsumme der Banken wird also weiter schrumpfen. "Die Probleme sind noch nicht gelöst", glaubt auch Jensen. "Es braucht mehr als 18 Monate, um die Exzesse von 25 Jahren abzuarbeiten." Die Schulden des US-Finanzsektors betragen Schätzungen zufolge noch immer 117 Prozent des amerikanischen Bruttoinlandsprodukts, im Jahr 1982, als der jüngste große Aufschwung an den Börsen startete, waren es lediglich 22 Prozent. "Das Kreditgeschäft wurde enorm aufgebläht", sagt Markus Beck, Analyst der Landesbank Baden-Württemberg. "Jetzt schrumpfen sich die Institute gesund, verkürzen ihre Bilanzen und vergeben weniger Kredite. Der Anpassungsprozess dürfte noch viele Jahre dauern."

Die nächste Verlustwelle rollt bereits heran. Die Rezession in Amerika und Europa zwingt mehr und mehr Unternehmen in den Konkurs, Millionen von Menschen verlieren ihren Arbeitsplatz. Das macht noch mehr Abschreibungen nötig. Nach den Subprime-Hypotheken geraten zunehmend auch gewöhnliche Baudarlehen, Finanzierungen von Gewerbeimmobilien, Unternehmens- und Konsumkredite ins Taumeln. Sie machen einen viel größeren Teil des Kreditbuchs der Banken aus als die Subprime-Papiere.

Ein Teufelskreis

Und die Ausfallraten haben gerade erst begonnen zu steigen, das allerdings steil. "Das brutale Schrumpfen des Kreditbuches kommt erst noch", sagt Fondsmanager Flossbach. Und Becker warnt: "Die Kreditrisikovorsorge wird zunehmen. Deshalb kommen im Laufe des Jahres große Belastungen auf die Banken zu, es wird keine Entspannung geben."

Zugleich werden die Ratingagenturen ihre Bonitätsnoten für viele Unternehmen deutlich verschlechtern. Für die Banken steigt dadurch der Kapitalbedarf exponentiell, denn schlechte Papiere müssen mit mehr Eigenkapital abgesichert werden als gute - ein Teufelskreis.

Die alten Probleme mit den toxischen Papieren bleiben den Banken also erhalten, zumindest bis es eine Bad Bank gibt, die sie deponiert. Hinzu kommen neue Schwierigkeiten durch den Wirtschaftsabschwung, der Unternehmens- und Konsumkredite gefährdet. Die nächste Welle aber trifft auf extrem geschwächte Institute, die seit zwei Jahren unter der Finanzkrise leiden.

"Die Bankenkrise ist noch nicht vorbei", glaubt deshalb Professor Burghof. "Allerdings haben wir die systemischen Risiken weitgehend im Griff - wenn auch auf Kosten der Staatshaushalte und des Steuerzahlers." Anleger allerdings, die heute auf Bankaktien wetten, brauchen wohl gewaltige Reserven an Optimismus, wollen sie ihre gute Laune nicht verlieren.

           

(SZ vom 20./21.05.2009/lauc/mel) www.sueddeutsche.de/finanzen/621/469180/text/

Antworten
Katjuscha:

#43382, Malko, zum Glück gehts dabei ja nicht

7
21.05.09 14:52
nur um Wirtschaftlichkeit.

Mich interessiert kein bißchen, wie viele fossile Brennstoffe wir noch auf der Erde haben, solange das weitaus umweltschädigender ist als Sonnenenergie. Im Übrigen tut sich im Solarbereich einiges. Oder denkst du in dem Bereich wird nicht geforscht, um den Wirkungsgrad und die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen. Für den Privatverbraucher war/ist es ein Riesenunterschied, ob er vor 3 Jahren nen Solardach angeschafft hat oder ob er das in den nächsten Jahren tun wird.
Natürlich muss die Politik dafür sorgen, nicht durch zu starke Subventionen den Forschungsdruck abzuwürgen. Da muss man die richtige Mischung finden. Das wird auch gelingen. Es gibt ja genügend Technologien, die diesbezüglich Fortschritte zeigen werden.

Deinem letzten Absatz stimme ich allerdings 100% zu.
"Bankraub: eine Initiative von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank."

Bertolt Brecht
Antworten
Majorero:

Solar

12
21.05.09 16:20
Bei dem Thema Solar muss ich auch mal meinen Senf dazugeben auch wenn es vielleicht Off Topic ist.
Ein 100 Watt Solarpanel bringt hier in Spanien 180kW/h pro Jahr. Das sind bei dem hiesigen Strompreis von 9,5ct (kein Tippefehler!) ca 18€ pro Jahr. Ein 100W Panel kostet ca.600€......Die verzinkten Winkeleisen für die Halterungen und die Elektronik sind noch nicht dabei.
Ohne kräftige Subvencionen und Steuervorteile würde sich sowas niemand auf das Dach schrauben. Ausnahmen: Gegenden, wo kein Anschluss ans Netz möglich ist und ein paar Öko-Freaks die nicht daran denken, dass so eine Solarzelle erstmal produziert werden muss. Mir ist es zwar nie gelungen herauszubekommen, wieviel Energie (CO2-Ausstoss) die Produktion einer Solarplatte wirklich kostet. Ich weiss aber, dass die Hersteller der Glasplatten und der Alu-Rahmen in Megawatt und Gigawattstunden rechnen. Die Produktion der Solarzellen selbst wird nicht weniger energieintensiv sein. Da fast nur Quarzsand (Glasscheibe und Solarzelle) sowie Bauxit (Tonerde) für die Rahmen als Rohstoffe verwendet werden sind die Energiekosten wahrscheinlich der höhere Teil in den Produktionskosten.
Wenn wir schon beim CO2-Ausstoss = Erderwärmung sind: die von einer Solaranlage eingefangene Sonnenenergie wird nicht mehr ins All reflektiert und trägt damit genauso zur Erderwärmung bei. Weis jeder, der im Sommer ein schwarzes Auto fährt.
Fazit: irgendwann platzt auch die Solarblase. Spätestens dann, wenn die Subventionen ausbleiben.
Windenergie ist ein anderes Thema.
sonnige Grüße
M
Antworten
Contrade 121:

Zahlenspielerei geht munter weiter....

2
21.05.09 16:32
Bemerkenswert. Im März soll es dann doch einen Rückgang gegeben haben, die damals publizierte Zahl war mW. 0. Bemerkenswert ist auch, dass sich der LI auch nur deshalb erhöht hat, weil die Aktienmärkte, die bekannterweise nicht unerheblichen Anteil in hiesigen Index haben, einen starken Aufschwung hinter sich haben. Andernfalls wäre auch dieser Index einfach futsch - ohh, Verzeihung, die Revision könnte im Juni auch was anderes zeigen.


WASHINGTON (MarketWatch) -- The recession will be less intense in the near term, and there could even be some growth in the second half of the year, the Conference Board said Thursday.

The index of leading economic indicators rose 1% in April - the first increase in seven months -- following a revised dip of 0.2% in March, the private research firm said.

"The question is how long before declines in activity give way to small increases. If the indicators continue on the current track, that point might be reached in the second half of the year," said Ken Goldstein, economist at the Conference Board.

Of the 10 indicators that comprise the index, seven rose in April, with the largest positive contribution from stock prices. The largest negative contribution came from the real money supply.

For the first time in one-and-a-half years, the strengths among the index's components exceeded the weaknesses, the Conference Board noted. Over prior months, weakness had been widespread among components.

Elsewhere Thursday, the Labor Department reported that first-time filings for state unemployment benefits fell back in the latest week by 12,000, but the number of continuing claims hit a record high. See full story.

Also, the Philadelphia Federal Reserve Bank reported that manufacturers in the Philadelphia region said business worsened again in May for the eighth straight month, but the decline was slower than at any time since September.
Antworten
Katjuscha:

Klar, machen wir also so weiter wie bisher und

3
21.05.09 16:35
stecken kein Geld mehr in die Forschung bezüglch erneuerbarer Energien!? ;)

Kein Mensch behauptet, dass sich ohne staatliche Subventionen ein privates Dach wirtschaftlich lohnt und möglicherweise macht es auch ökologisch noch keinen Sinn (wobei das mit der Erderwärmung an den Haaren herbeigezogen ist, auch wenn ich es nicht abstreite), aber letztlich ist die Folge deiner Ansicht und auch der von Malko, dass wir erstmal alles verdammen, was noch nicht 100%ig funktioniert und so weitermachen sollten, wie bisher. Malko hat das allerdings mit seinem letzten Absatz in die richtige Richtung gelenkt und relativiert.
"Bankraub: eine Initiative von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank."

Bertolt Brecht
Antworten
Malko07:

Ohne fossile Energie

8
21.05.09 17:52
hätten wir den Fortschritt der letzten 300 Jahre nicht hinbekommen und könnten ihn heute nicht halten. Unser ganzer Wohlstand beruht auf billiger Energie. Deshalb ist es nicht unwichtig wie wir in diesem Bereich das Geld verpulvern.

Ich bin technisch davon überzeugt, dass es mittelfristig möglich wird Strom konkurrenzfähig mit Solarenergie zu produzieren. Auch die Wasserstofftechnologie sehe mittelfristig als möglich an. Allerdings ist diese Art der Produktion unsinnig solange wir netztechnisch nicht damit umgehen können. Da die Mikroelektronik, die Informatik und die Kommunikationstechnik sich die letzten Jahrzehnte erheblich verbilligt haben und in der in der Leistung förmlich explodiert sind, sind intelligente Netze technisch möglich und bezahlbar. Allerdings haben wir diesbezüglich noch Null in Entwicklung und Forschung gesteckt. Dezentrale, kleinteilige Energiegewinnung mittels überteuertem Strompreis zu bezuschussen, ohne die Möglichkeiten der sinnvollen Verteilung zu haben, ist verrückt. Es ist auch blauäugig zu glauben, dass derartige Netze privatwirtschaftlich entstehen würden.  Der Unsinn der bei uns täglich passiert ist nur durch die schon fast religiöse Verbrämung des Themas möglich.  Auch nur so glaubt man, man hätte eine "gute" Tat vollbracht, wenn man sich ein Solarpaneel aufs Dach genagelt hat.

Große Investitionen in komplexe Infrastrukturen sollte schon funktionieren und nicht ein blödsinniger Murx sein. Die Zeche muss ja bezahlt werden.
Antworten
wawidu:

Zur gefälligen Kenntnisnahme

10
21.05.09 18:43
Ich wage es heute, nach längerer Enthaltsamkeit mal wieder einen Goldchart zu zeigen. "Elliottisch" gesehen entwickelt sich seit Oktober 2008 eine neue große Impulswelle, und zwar aktuell eine Unterwelle 3. Mittelfristig rechne ich mit Kursen deutlich über 1000 $.
(Verkleinert auf 80%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 234291
Antworten
wawidu:

Etwas zu Öl

5
21.05.09 19:13
(Verkleinert auf 80%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 234295
Antworten
Kicky:

Superabzocke beim Benzin

5
21.05.09 19:53
www.bild.de/BILD/politik/wirtschaft/2009/...ent-gestiegen.html

ne Zeitung ,die ich normal nie lese,aber heute auf dem Weg zu meinem Garten stiess es mir doch sauer auf:Super 1,35!
Antworten
Kicky:

wer ist eigentlich Ripplewood?

2
21.05.09 20:19
Der Betriebsrat von Opel befürwortet heute Übernahme durch Ripplewood

www.wiwo.de/unternehmer-maerkte/...-zuliefer-portfolio-358702/
2004:Honsel International Technologies S.A.R.L. (HIT). Übernommen wird der deutsch-kanadische Autozulieferkonzern von einem anderen Investoren-Haus, der ebenfalls amerikanischen Ripplewood Holdings LLC. Zum Kaufpreis machten die Firmen es keine Angaben. Mit Honsel verkauft Carlyle eine seiner drei deutschen Zuliefer-Beteiligungen – außer dem Leichtmetall- Verarbeiter hält die Investorengruppe noch Anteile am Dieselzündungs-Spezialisten Beru und an der Edscha-Gruppe, die Pedale, Dach- und Tür-Elemente herstellt.

Für die Ripplewood-Investoren, die bisher in den USA und Japan – unter anderem mit dem Kauf und sehr profitablen Wiederverkauf von Japan Telecom – Furore machten,war HIT das erste Engagement in Deutschland. Ein erster Versuch, hier Fuß zu fassen, war 2002 fehlgeschlagen. Damals wollte Ripplewood mit dem Investment-Banker Christopher Flowers die Bankgesellschaft Berlin übernehmen. Zwar hat Ripplewood im Bereich Autozulieferer derzeit kein anderes Unternehmen im Portfolio. Doch dies kann sich rasch ändern, da diverse Firmen zum Verkauf stehen.

2007:Gleiss Lutz berät Ripplewood beim Erwerb des Reader’s Digest Verlags
23.03.2007   www.gleisslutz.com/_cms/press_release/de/919.html
Das Transaktionsvolumen betrug einschließlich der von Ripplewood übernommenen Schulden rund EUR 1,8 Milliarden (USD 2,4 Milliarden). Ripplewood wird zwei seiner Medienbeteiligungen, die WRC Media und die Direct Holdings US Corp, in die Reader’s Digest Gruppe einbringen.
Ripplewood wollte auch die IKB übernehmen  de.reuters.com/article/topNews/idDEBUC24021520080702

Die europäische Ripplewood-Tochter RHJ International ist nach eigenen Angaben bereits an mehreren Unternehmen aus dem automobilen Zulieferbereich beteiligt.     www.rhji.com/
NILES www.rhji.com/RHJI/Our-Holdings/Subsidiaries/Niles/page.aspx/176
HONSEL www.rhji.com/RHJI/Our-Holdings/...diaries/HONSEL/page.aspx/242
ASAHI TEC www.rhji.com/RHJI/Our-Holdings/...ries/ASAHI-TEC/page.aspx/154
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Mouton:

Wie lange noch AAA-Rating für die USA?

2
21.05.09 20:32
www.finanzen.net/eurams/nachricht/...n_AAA_fuer_die_USA_891979
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Kicky:

Münchau :Bad Bank wird nicht funktionieren

3
21.05.09 20:34
in Deutschland
www.eurointelligence.com/article.581+M55963243d7e.0.html
.....The German scheme is constructed very differently. It is a ring-fencing plan only, and it is voluntary. Under the draft legislation put forward by the German government last week, a bank can apply to set up its own bad bank. A bad bank is not really a bank at all. It is a special purpose vehicle (SPV), similar to those off-balance sheet vehicles that triggered this crisis in the first place. The proposed SPV will have a shelf life of up to 20 years. It buys the structured securities from the banks at 90 per cent of book value – the price at which the securities are currently valued in the balance sheet. In return, the SPV issues new debt securities to the bank, guaranteed by the government. So if a bank shifts structured securities with a notional value of €10bn to the SPV, it gets €9bn in good securities back. The state is the guarantor. The idea is to give the banks an incentive to lend again.

Will it work?
The answer is: not in the way that it has been proposed. First of all, the plan is a giant accounting trick. Under fair-value accounting, it could not possibly work because the bank would have to make a provision for future losses of the SPV. This would, of course, defeat the very purpose of the plan. It is constructed in the same spirit as some of the more eccentric debt securities.

The fundamental problem is that the strategy might actually deter recapitalisation, which surely should be a priority. Under the plan, the bank, not the government, is fully responsible for the SPV’s losses. So if the SPV sells the securities at a loss, the bank will have to pay for the loss out of earnings. So the bank will have to divert an uncertain proportion of its future earnings to pay off the SPV’s losses, and all this for up to 20 years. Which private investor in their right mind would provide new equity capital to a bank under such conditions?

A spokesman for the federation of Germany’s private banks made a good analogy when he compared the scheme to a deep freezer. The banks are trying to buy time. When the crisis is over, they hope that the structured securities could be sold at reasonable prices. Until that happens nothing is resolved.

Why did the government opt for such an obviously foul plan? The answer is because it costs next to nothing. ....But it is only cost-free in a narrow accounting sense. The economic costs are huge.. Last week, the government was told that the tax shortfall would be €300bn over three years – two thirds of that due to the crisis. If you split the loss evenly over the three years, the pure tax effect of the crisis makes up some three per cent of gross domestic product for three years running. Not bailing out the banks will almost certainly end up being more costly than bailing out the banks. But a bail-out would be unpopular, and the government does not want to touch this issue until the federal elections in September. Until then, we have an insufficient ring-fencing plan only. .....

The German political classes have yet to comprehend that recapitalisation is necessary, and that it will end up costing the tax payer a lot of money. The plan as it stands now offers no resolution, only procrastination. While US banks have already written off a fair proportion of the bad debts, the Europeans are adopting schemes that allow the banks to postpone resolution. ....
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Kicky:

Weekly Claims

4
21.05.09 20:38
von Mish gemopst globaleconomicanalysis.blogspot.com/
(Verkleinert auf 92%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 234303
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CarpeDies:

Ich möchte das Posting

3
21.05.09 21:11
von Mouton noch ergänzen mit einem Artikel von reuters...

Pimco says sell-off driven by fears U.S. could lose AAA

NEW YORK (Reuters) - Bill Gross, the co-chief investment officer of bond giant Pacific Investment Management Co., said market fears that the U.S. is at risk of losing its AAA credit rating is sending the U.S. dollar, stocks and bonds under severe selling pressure on Thursday.

Asked what is driving the market declines, Gross told Reuters via email that investors fear the U.S. is "going the way of the U.K. -- losing AAA rating which affects all financial assets and the dollar."

Thursday, Standard & Poor's lowered its outlook on Britain to "negative" from "stable," threatening the nation's top AAA rating. Britain faces a one in three chance of a ratings cut as debt approaches 100 percent of gross domestic product.

European shares fell, weighed down by banks and commodities, as S&P's potential UK credit cut added to worries sparked by news on Wednesday that Federal Reserve policy-makers had cut their U.S. growth forecasts over the next three years.

The pan-European FTSEurofirst 300 .FTEU3 index of top shares fell 2.1 percent to 857.52 points, breaking five successive sessions of gains.

U.S. equities were down as well. The Dow Jones industrial average .DJI was down 182.55 points, or 2.17 percent, at 8,239.49. The Standard & Poor's 500 Index .SPX was down 21.26 points, or 2.35 percent, at 882.21. The Nasdaq Composite Index .IXIC was down 44.89 points, or 2.60 percent, at 1,682.95.

U.S. Treasury debt prices moved in sympathy with equities.

The benchmark 10-year U.S. Treasury note fell 47/32, with the yield at 3.3625 percent. The 2-year U.S. Treasury note dropped 2/32, with the yield at 0.8587 percent. The 30-year U.S. Treasury bond plunged 91/32, with the yield at 4.3106 percent.

In currencies, the dollar was down against a basket of major trading-partner currencies, with the U.S. Dollar Index .DXY down 1.01 percent at 80.369 from a previous session close of 81.190.

The dollar extended losses against the yen on Thursday, dipping below 94 yen for the first time in two months.
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wawidu:

kicky - # 43392

9
21.05.09 21:42
Tja, wer ist eigentlich Ripplewood Holdings LLC, oder besser gefragt: Wer steckt dahinter?

Ich habe mich mal etwas schlau gemacht und kann nur hoffen, dass es zu keiner Übernahme von Opel durch diese "Heuschrecke" kommt. In Anbetracht der Connections dieser Firma auf Unternehmensebene und Personenebene würde man den Bock zum Gärtner machen.

www.muckety.com/Ripplewood-Holdings-LLC/...70.muckety?big=true

Klickt im Chart mal auf "Richard M. Donnelly" und schaut euch dessen Involvierungen an! Verblüfft über eine ganz spezielle?

Noch interessanter wird es hier:

www.muckety.com/...earchResult=1613&graph=MucketyMap?_r=2D
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pfeifenlümmel:

Welch ein Wahnsinn,

9
21.05.09 22:03
wenn manche immer noch von zu niedrigem Ölpreis reden. Ein Liter Rohöl ( unverarbeitete schwarze Brühe ) kostet umgerechnet immer noch 0,27 Euro. Ein Liter Milch bringt dem Bauern 26 cent. Um nun keinen falschen Verdacht aufkommen zu lassen, ich hab mit der Landwirtschaft nichts am Hut und bin auch kein Verfechter höherer Milchpreise. Nur wenn man sich vorstellt, dass aus einer einzigen Ölquelle in Bruchteilen von Sekunden ein Barrel Öl herausschießt, wird einem bewusst, mit welch einem Wahnsinn die Energiepreise hochgetrieben werden und welche einen immensen Schaden sie anrichten. Eine Erholung der Weltwirtschaft kann ohne rapide Senkung der Energiekosten nicht gelingen!
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Contrade 121:

@pfeiffenlümel

11
21.05.09 22:28
tja, das ist das moderne Banking: Zocken, koste es was es wolle. Bemerkenswert finde ich die ganzen Aussagen über die Rohölbestände, Förderquotenminderung etc.. Das ist doch alles Bullshit. Seit es so viele Derivate auf Öl gibt, ist diese Größe unberechenbar geworden. Vor ca. 2 Wochen sprach Goldman (ja, das sind die, die den Ölpreis vor 2 Jahr bei $200/barrel prognostiziert haben) von Kurszielen von $70-80. Begründung: China, Weltwirtschaft zieht an. Denkste, die haben einfach ihre komplette Anlegerschaft in Öl-Derivate investiert und sorgen für Nachrichten á la Rebellen in Nigeria, Konjunkturaufschwung, Ineffizienz der Quelle Alternative Energie.
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B.Helios:

Abschwung verlangsamt sich spürbar

2
21.05.09 22:47
Abschwung verlangsamt sich spürbar

Die deutsche Wirtschaft scheint sich nach den heftigen Turbulenzen zu Jahresbeginn wieder zu erholen. Sowohl in der Industrie als auch bei den Dienstleistern hat sich der Abschwung im Mai spürbar verlangsamt. Trotzdem wollen Experten noch nicht von einem Ende der Rezession sprechen.

Berlin - Die Einkaufsmanagerindizes für die beiden größten Sektoren legten überraschend deutlich zu, wie aus der am Donnerstag veröffentlichten Umfrage der Marktforscher von Markit unter mehreren Hundert Unternehmen hervorging. "Nach einem desaströsen ersten Quartal taucht Deutschland aus den Tiefen der Rezession auf", sagte Markit-Experte Tim Moore.

www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/...k-626172,00.html
"Die Aktienbörsen werden im wesentlichen von Psychopathen bevölkert."
Altkanzler Helmut Schmidt
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