Die Große Koalition will beim zweitem Konjunkurpaket zulegen und setzt auf Investitionen in Infrastruktur und Bildung. Der Streit um Steuersenkungen geht allerdings weiter.
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05.01.2009 , 19:03 Uhr von Daniel Goffart, Peter Müller, Peter Thelen
Die Große Koalition will beim zweitem Konjunkurpaket zulegen und setzt auf Investitionen in Infrastruktur und Bildung. Der Streit um Steuersenkungen geht allerdings weiter.
Rallye hin, Rallye her. Die eigentliche Nagelprobe für die "Refinanzierung" der zig Bailout- und Stimulationspakete sind die nächsten Auktionen von US-Staatsanleihen, insbesondere die Quote ausländischer Bieter. Die Japaner scheinen ja schon langsam die Faxen dicke zu haben (# 35997). Wenn Ausländer die US-Staatsanleihen nicht mehr wie gewohnt kaufen werden - zumal jetzt, wo sie in nie dagewesenen Mengen emittiert werden sollen - wird das US-Dickschiff auf Grund laufen.
Die Krise der Subprime-Anleihen könnte nur die Vorstufe gewesen sein für die kommende, weitaus gefährlichere Krise der US-Staatsanleihen. Ein Land, das kaum was Exportierbares produziert außer Dollarschulden, wird nicht ewig auf Kosten der Restwelt leben können.
Im Klartext: Wenn die Ausländer nicht mitspielen, kann Obama einpacken.
Auch Kickys Artikel in # 35981 (aus dem FT-Blog) gibt eine sehr aufschlußreiche Einschätzung, hier noch mal der Link:
blogs.ft.com/maverecon/2009/01/...afford-a-keynesian-stimulus/
Zitat daraus:
Beggars can’t be choosers. The US has been able to get away with decades of private sector improvidence because of two unique and time-limited factors. The first is a sequence of capital gains on household assets (stocks and real estate) that provided a lovely substitute for saving to provide for retirement, old age and a rainy day. The second was the excess returns earned by the US on its net foreign investment (its ability to borrow at an unbelievably low rate of interest/rate of return) because of the unique position of the US as the ultimate source of liquidity and security.
Both rational drivers of a low US saving rate are gone. The US housing market and global stock markets have imploded. It will take years, even decades, to restore household financial wealth-income ratios to levels that don’t guarantee retirement in poverty for much of the US population. The rest of the world will also no longer lend to the US at a negative nominal (and real) interest rate, as it has done for years.
aus # 35997:
"Of more interest in terms of the treasury market at least, is the flipside of the unlikely event of Japan writing off US debt. That would be, we would think, Japan not buying treasuries anymore — at least not for a while."
Das muss man sich mal reinziehen: In diesem Zitat des Japaners Akio Mikuni - immerhin Leiter der japanischen Kreditrating-Agentur Mikuni & Co. - wird bereits erwogen, Schulden aus US-Staatsanleihen abzuschreiben. Mikuni sagt zwar, dass dies "eher unwahrscheinlich" sei, aber er spricht es zumindest aus. Das lässt ahnen, wie die Japaner hinter vorgehaltener Hand darüber sprechen.
Würden Japaner und Chinesen tatsächlich anfangen, Verluste aus dem Kauf von US-Staatsanleihen in ähnlicher Weise abzuschreiben, wie die SachsenLB und die IKB Verluste aus dem Kauf von US-Subprime-Anleihen abschreiben mussten, dann ist die Kacke gewaltig am Dampfen. Damit würde bilanziell zum Ausdruck gebracht, dass diese Gelder als verloren gelten. Eine weitere Folge wäre, wie Mikuni oben jar klar sagt, dass "Japan dann keine US-Staatsanleihen mehr kaufen würde". Eine weitere Folge, die er nicht ausspricht, wäre ein weltweiter Ausverkauf bei US-Staatsanleihen samt Dollarabsturz. Wenn Ausländer sich auf breiter Front aus dem Kauf von US-Staatsanleihen zurückziehen, ist für USA das Verschuldungs-Schneeballsystem "gelaufen". Dann wären auch Obamas großspurige Mega-Bailouts und Stimulationspakete nicht mehr finanzierbar - außer durch eine gigantische Inflationierung (Fed kauft die für Ausländer vorgesehenen Staatsanleihen selbst).
Ganz USA würde damit zum Subprime-Investment, der Dollar inbegriffen.
Lies die ersten Sätze:
"Japan should write-off its holdings of Treasuries because the U.S. government will struggle to finance increasing debt levels needed to dig the economy out of recession, said Akio Mikuni, president of credit ratings agency Mikuni & Co. The dollar may lose as much as 40 percent of its value to 50 yen or 60 yen from the current spot rate of 90.40 today in Tokyo..."
Es geht nicht darum, die zurzeit (wegen Deflationsangst) überteuerten US-Staatsanleihen zu shorten. Es geht darum, die (fiktiven) Ansprüche Japans auf Rückzahlung seitens der Amerikaner zu vergessen. Den Japanern wird offenbar klar, dass die USA mit ihrem Verschuldungs-Spiel bereits auf die schiefe Ebene geraten sind, wo sie nur noch mit Brechstangen- und "Kopf-durch-die-Wand"-Aktionen wie den jetzigen Mega-Bailouts ZEIT gewinnen können, aber nicht mehr DAS SPIEL selbst. Das Spiel ist aus.
Das wird auch aus der im zweiten Satz ausgedrückten Abwertungserwartung des US-Dollar zum Yen deutlich. Mikuni rechnet offenbar mit einem weiteren Wertverfall zum Yen um 33 bis 40 %. Ginge es hier nur um eine Handelsstrategie, würde der Dollar-Kollaps nicht gleichzeitig erwähnt.
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