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sehr vernünftiges Statement, mMn.
EZB-ChefvolkswirtStarks neuer Appell gegen Euro-Bonds
Jürgen Stark ist EZB-Chefvolkswirt auf Abschiedstournee - und bleibt seiner harten Linie kompromisslos treu. Erneut trommelt er gegen gemeinsame Euro-Anleihen und keilt gegen die griechische Schuldenpolitik.
Wien/Frankfurt Der scheidende EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark hat sein Nein zu gemeinsamen europäischen Staatsanleihen bekräftigt. „Euro-Bonds sind keine Lösung für die Schuldenkrise“, sagte Stark am Donnerstagabend laut Redetext in Wien. „Und auf absehbare Zeit sind sie auch kein Modell für die Schuldenfinanzierung im Euroraum.“ Euro-Bonds setzten eine echte politische Union mit einem zentralen, demokratisch legitimierten europäischen Finanzministerium voraus, das direkte Eingriffsrechte in die Fiskalpolitik der Mitgliedsstaaten ausübe, sagte Stark.
„Nur so könnte sichergestellt werden, dass alle Mitgliedsstaaten einen haushaltspolitisch soliden Kurs einschlagen, der nicht zu permanenten Transfers und einer unkontrollierbaren Schuldenspirale führt.“ Er bezeichnete den Vorschlag gemeinsamer Euro-Staatsanleihen als „beunruhigend kurzsichtig“. „Es ist einfach nachzuvollziehen, dass mit einer Vergemeinschaftung von Staatsschulden im Euroraum Anreize zur Haushaltsdisziplin wegfallen“, sagte Stark. Das würde der langfristigen Stabilität des Euroraums erheblichen Schaden zufügen.
Stark hatte Ende vergangener Woche seinen Rücktritt bis spätestens zum Jahresende angekündigt. Sein Nachfolger soll Finanzstaatssekretär Jörg Asmussen werden. Stark nannte zwar offiziell persönliche Gründe für seinen Abgang. In seinem Umfeld hatte es jedoch geheißen, er gehe wegen des Streits um die Staatsanleihenkäufe der Europäischen Zentralbank (EZB). Die hat seit Mai 2010 für inzwischen rund 140 Milliarden Euro Anleihen von Schuldenländern in ihre Bilanz genommen.
Auch die EU-Kommission setzt angesichts der Schuldentragödie in Griechenland auf Euro-Bonds. Am Mittwoch hatte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso angekündigt, die Kommission werde Optionen für die Einführung von Eurobonds vorbereiten. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wies den Vorstoß am Donnerstag zurück. Bei der Eröffnung der IAA in Frankfurt sagte sie, sie halte Euro-Bonds für absolut falsch. Denn sie würden Länder mit soliden Staatsfinanzen bestrafen, aber Schuldensündern helfen: „Dann würden wir den Weg nicht in die Stabilitätsunion gehen, sondern in die Schuldenunion.“
Stark keilte bei einem seiner ersten öffentlichen Auftritte unter anderem gegen Griechenland, das am höchsten verschuldete Euro-Land, aus. Die beschlossenen Hilfen für Hellas seien an strikte Bedingungen geknüpft. „Wenn Griechenland die Konditionen nicht erfüllt, muss dies Konsequenzen haben!“ Zudem hätten viele Länder, die zu hohe Schuldenberge angehäuft haben, zwar auch unter der Bewältigung der Finanzkrise nach 2007 zu leiden gehabt und mit Konjunkturpaketen ihre Haushalte überdehnt. Aber: „Die Haushaltskrise (...) ist nicht primär auf die vorangehende Finanz- und Wirtschaftskrise zurückzuführen. Es gibt hier keine unschuldigen Opfer“, sagte Stark. Die Probleme seien in vielen Fällen „hausgemacht“.
www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/...bonds-/4614100.html
mit dem üblichen Protagonisten versteht sich:)
http://www.youtube.com/watch?v=1ChBR0mSWhI
Passend dazu das erneute "QE" vieler Notenbankschwachköpfe vom heutigen Tage.
Natürlich findet das ganze püntklich noch schnell vorm grossen Verfall statt, um zu verhindert das es nicht schon Morgen die ersten offiziellen Pleiten gibt.
* DJ EZB/Trichet: Zentralbanken Anker von Stabilität und Vertrauen
LOL
(Quelle)
Die Verbraucherpreise in den USA klettern weiterhin stärker als erwartet. Im August stiegen die Preise im Monatsvergleich um 0,4 Prozent, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte.
Dagegen hatten Volkswirte lediglich mit einem Plus von 0,2 Prozent gerechnet. Im Jahresvergleich legten die Preise um 3,8 Prozent zu. Im Juli stiegen die Preise um 0,5 Prozent.
Entscheidend für die Entwicklung seien die Energie- und Lebensmittelpreise gewesen, hieß es weiter. Die sogenannte Inflations-Kernrate ohne die schwankungsanfälligen Energie- und Lebensmittelpreise legte lediglich um 0,2 Prozent zu. Auf Jahressicht gingen diese Kernverbraucherpreise um 2,0 Prozent in die Höhe. (Garion: Was letztlich bedeutet, dass die Energie- und Lebensmittelpreise auf Jahressicht sogar mehr als 3,8% teurer geworden sind. Vermutlich so Richtung 5%.)
Diese Aufwärts-Tendenz werde noch eine Weile anhalten, meinten Analysten als erste Reaktion auf die neuen Zahlen. Dies berge aber keine wirklichen Gefahren. (Garion: Das sollten die Herren Analysten bitte mal den 46 Millionen US-Amerikanern ins Gesicht sagen, die von weniger als 930$ im Monat leben. Ihr Geld müssen diese Menschen zu erheblichen Teilen für Nahrungsmittel und Energie aufwenden. Daher ist die Inflation der vergangenen 12 Monate für die ofiziell Armen in den USA gleichbedeutend mit einem Einkommensverlust von rund 45$ im Monat. 45$ weniger von 930$. Und das in nur 12 Monaten!) Ganz sicher gebe es keine Deflationsgefahr mehr, wie zeitweilig im vergangenen Jahr, sagte ein Experte Bloomberg.
Auch Zentralbankchef Ben Bernanke vertritt die Ansicht, dass angesichts flauer Konjunktur und anhaltender hoher Arbeitslosigkeit die Inflation derzeit eher weniger Sorge bereite
Goldman Sachs schließt Computerhandel-Fonds
Der Fond Global Alpha der US-Bank Goldman Sachs wird geschlossen. Der auf Hochfrequenz-Handel setzende Fonds hatte laut Experten 13 Prozent im September einbüßen müssen. Damit ziehen die Investmentbanker die Notbremse.
New YorkDie US-Bank Goldman Sachs zieht bei einem seiner bekanntesten Computerhandel-Hedgefonds den Stecker. Das Geldhaus informierte die Investoren des rund 1,6 Milliarden schweren Global-Alpha-Fonds am Donnerstag von der Schließung. Der auf automatischem Handel basierende Hedgefonds hatte zuvor einen deutlichen Verlust verzeichnet.
Global Alpha galt als Kronjuwel in diesem Goldman-Sachs-Segment, doch Eingeweihten zufolge büßte er im September 13 Prozent ein - deutlich mehr als vergleichbare Fonds. Die Bank lehnte eine Stellungnahme ab. Beim Hochfrequenz-Handel setzen Computerprogramme in Millisekunden Hunderte von Kauf- oder Verkaufsorders ab, um von Marktveränderungen zu profitieren.
Fast auf den Tag genau vor vier Jahren hatte der Fonds zu Beginn der Finanzkrise mehr als 20 Prozent verloren und damit Anleger verschreckt. Zu seinen Hochzeiten hatte er ein Volumen von zwölf Milliarden Dollar. Mit Goldman Sachs vertraute Kenner vermuten, dass die Schließung von Global Alpha ein Vorbote für den Ausstieg der Bank aus diesem Geschäftsbereich signalisiert.
"Am 6.September muss er mit einem Zock auf den Schweizer Franken das Unglück verursacht haben.Er schrieb bei Facebook" jetzt hilft nur noch ein Wunder "am 6.9.2011"
...dem Anschein nach wohl 20 Milliarden Franken long.
Taper, tapfer... 
Vorbereitung auf den Dafault Griechenlands?
Griechenland hat kein tragfähiges Geschäftsmodell. Das sollte bis heute selbst jeder Politiker erkannt haben der lieber Probleme vor sich her schiebt anstatt sie zu lösen.
So erscheint es mir durchaus einleuchtend, dass die Erkenntnisse in den Notenbanken und politischen Entscheidungsebenen so weit gedrungen sind als das auch hier ein Griechenland Dafault als unausweichlich angesehen wird.
In diesem Sinne könnte der gestrige Schritt ein erster in diese Richtung gewesen sein.
Permanent
Hoffentlich reisst das Seil nicht, sonst fallen die auf den A*sch... Nur Schäuble nicht... 
In der Schweiz gibt's sogar einen nationalen Verband dafür (Turnier ... - seilziehen.ch - Schweizer Seilziehverband - TUG OF WAR). Aber weil die leider nicht mitmachen dürfen, pirscht sich SNB-Hildebrand derzeit per Pegging schon mal an...
BRESLAU (dpa-AFX) - Die Staaten der Eurozone und die USA wollen im Kampf gegen die beispiellose Schuldenkrise an einem Strang ziehen. Darauf verständigten sich US-Finanzminister Timothy Geithner und seine Amtskollegen aus den 17 Euro-Staaten am Freitag im polnischen Breslau (Wroclaw). Wie Diplomaten am Rande des Finanzministertreffens berichteten, vereinbarten sie eine Zusammenarbeit bei der Stabilisierung der seit der Pleite der US-Investmentbank Lehman 2008 nahezu ununterbrochen hochnervösen Finanzmärkte.
Die Teilnahme Geithners an der Sitzung in Breslau ist eine Premiere. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) wies vor Beginn des Treffens auf die 'gemeinsame Verantwortung' hin: 'Wir müssen auf beiden Seiten des Atlantiks unsere Probleme lösen, um mehr Stabilität in die Finanzmärkte zu bekommen. Das ist die Hauptursache, warum wir in der globalen wirtschaftlichen Entwicklung eine Abschwächung befürchten müssen.'
Die USA stecken ihrerseits in der Klemme, weil sie ebenfalls mit einem riesigen Haushaltsdefizit zu kämpfen haben - und auf der anderen Seite die Konjunktur in der weltgrößten Ökonomie nicht in die Gänge kommt./cb/DP/jkr
Quelle: dpa-AFX
Probleme zu lösen.
Da Politiker und Notenbanker den einfachen Weg suchen, schieben sie Probleme bis uns die Scheiße um die Ohren fliegt.
Permanent
Hallo kübi, danke für die Antwort. Meine Gedanken dazu:
Das ist so. Und deshalb ist mein Vorgehen auch nicht rein mechanisch, sondern wenn ich trotz ursprünglich starker "strategischer" Überzeugung den Eindruck bekomme, dass ich mit meiner Einschätzung total in die Schei**e gepackt habe, dann ziehe ich die Reissleine. Aber das ist dann eben auch ähnlich wie beim Schleudersitz: das Überleben ist gerettet, aber das tolle Flugzeug ist weg... ;-)
Ok, das war das etwas, was ich wissen wollte: es könnte einen Zeitpunkt X geben, wo du beschließt, dass dein Szenario nicht mehr trägt und aussteigst. Das finde ich in der Tat überlebenswichtig.
Das ist nicht so sehr eine Frage von "mögen", sondern beim Trendfolgen käme ich auf's allerübelste ins Schwitzen... Bin halt kein Pokerspieler... 
Diese Schlussfolgerung verstehe ich nicht. Wieso "Pokerspieler"? Mal davon abgesehen, dass es zwischen Trading und Pokern eine Menge Parallelen gibt, verstehe ich die Verbindung mit Trendfolge nicht. Meinst du, dass du dich zu sehr in den taktischen Bereich begeben musst, wenn du trendfolgend agierst? Ich habe mich selbst längere Zeit für klüger als den Markt gehalten und gerne gegen den Trend gehandelt. Das Ergebnis dürfte nicht überraschen: es war nicht so dolle. Es gab öfter in die Fresse, als dass es gut ging. Für Skalper ist Trendfolge nicht wichtig, aber das sind ja auch Haltedauern, die für uns beide wohl nicht in Frage kommen. Wenn man mit dem Trend geht, ist man halt nichts Besonderes mehr. Mancher dürfte damit nicht so gut klar kommen.
.. und um meine Kurzschlussreaktionen (Schweiss enthält viel Salz und ist leitfähig :-) zu begrenzen, verkleinere ich die Positionen adaptiv.
Jepp, auch da gehe ich 100%ig mit.
Aber am Schluss ist Spekulation eine Kunst, kein Handwerk und schon gar nicht eine WIssenschaft.
Wie beim Klavierspielen kann ein hochbegabter durch gute Technik zum Genie werden, aber Technik kann aus einem Unbegabten allenfalls jemanden machen, den man ertragen kann... Die meisten von uns sind leider nicht hochbegabt, und nur die selektive rosa Brille hilft dabei, diese betrübliche Erkenntnis freundlicher aussehen zu lassen... 
Hmm, ich glaube, Trading ist sowohl Kunst als auch Handwerk, wobei ich keine Kunst kenne, deren Basis nicht die 100%ige Beherrschung eines Handwerks darstellt. Dass es wie in jedem Feld auch Hochbegabte gibt, heißt nicht, dass man als guter Handwerker an der Börse nicht sehr gute Ergebnisse zustande bringen kann.
Wissenschaft insofern vielleicht, dass die Verhaltenswissenschaften dazu einige schlaue Dinge beitragen können, aber ansonsten stimme ich dir zu.
"Diese Schlussfolgerung verstehe ich nicht. Wieso "Pokerspieler"?"
Wenn ein Trend ein Trend ist, dann muss er wohl schon ein bisschen älter sein. Und dann bräuchte ich die Nerven eines Pokerspielers, darauf zu setzen, dass er weitergeht. Und die habe ich nicht.
"Mal davon abgesehen, dass es zwischen Trading und Pokern eine Menge Parallelen gibt,..."
Das mag sein, aber ich mache/kann beides nicht. Ich bin Mittelfrist-Spekulant und kein Trader.
"Ich habe mich selbst längere Zeit für klüger als den Markt gehalten und gerne gegen den Trend gehandelt"
Ich tue das heute noch. Entspricht meinem mentalen Querkopf-Geist ;-)
"Das Ergebnis dürfte nicht überraschen: es war nicht so dolle"
Vor einem Jahr hätte ich gesagt "das muss man halt auch können". Heute halte ich lieber den Mund ;-)
"Hmm, ich glaube, Trading ist sowohl Kunst als auch Handwerk"
Zu Trading kann ich nichts sagen.
"wobei ich keine Kunst kenne, deren Basis nicht die 100%ige Beherrschung eines Handwerks darstellt"
Das sehe ich nicht so.
"heißt nicht, dass man als guter Handwerker an der Börse nicht sehr gute Ergebnisse zustande bringen kann"
Das sehe ich sogar auf gar keinen Fall so ;-). Nicht nur nicht "sehr gute", sondern nicht mal "gute".
Hilfsweise erinnere ich an meinen Sinnspruch: "der erfolgreiche Spekulant kann erst posthum ausgerufen werden" ;-). Das ist übrigens ernster gemeint als meine immer durchscheinende milde Ironie vielleicht vermuten lässt...
Mittlerweile erwäge ich, dass man als kleiner Privater vielleicht sogar überhaupt keine Chance mehr hat, weil die titanischen Beträge solche titanischen Mengen von titanischen Begabungen gepaart mit titanischen technischen Hilfsfunktionen anziehen und finanzieren können.
Kein normaler Mensch, selbst wenn er bei jeder normalen WIrtshausschlägerei die Oberhand behalten würde, käme auf die Idee, sich auf eine Schlägerei in einem Gorilla-Revier einzulassen (oder eine Nummer kleiner: in einem Superschwergewichts-Weltmeisterschafts-Trainingscamp).
Aber an der Börse realisieren die meisten die Gültigkeit der Allegorie aber nicht. Frei nach Hölderlin "EIn Gott ist der Mensch, wenn er träumt, ein Bettler, wenn er nachdenkt".
Du siehst, ich habe mal wieder nix zu tun... Das ist die Crux der Mittelfrist-Spekulanten... ;-)
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