... nun kann man sehr gespannt sein , wie sich die "Volks- und Wirtschaftswissenschaften" verhalten werden, nachdem man ihre "Vorhersagen" in die Tonne treten kann. ;-))))
Dr. Relaxed Strangelove
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Man muss es positiv sehen, die FED Clows haben den Bogen derart überspannt, das mittlerweile jeder Ami gerafft hat wer dafür sorgt das all die Jobs flöten gehen und der Sprit richtig teuer ist.
Einen Schuss geben die wahrscheinlich noch im September ab (Ich persönlich denke selbst dafür sind die mittlerweile zu feige) und das war das Finale für diese Spinner.
Das wird dann der Zeitpunkt sein an dem die ganzen Foodstamp Empfänger ihren Unmut öffentlich kundtun und Obama gezwungen sein wird die FED Party aufzulösen bevor das Weisse Haus zum Abenteuerspielplatz mutiert.
In der wirtschaftswissenschaftlichen Throrie werden Wirkungszusammenhänge aufgestellt die stimmen können aber nicht müssen.
Ceteris Paribus (der wohl am meisten verwendete Ausdruck in der Volkswirtschaft).
Auch sind die Betrachtungszeiträume in der Regel viel zu kurz um einen tatsächlichen Ausgang beurteilen zu können.
Permanent
FTD
Schuldenkrise in Europa:
Rösler spricht offen von Griechen-Pleite
Ein Beitrag des Bundeswirtschaftsministers dürfte an den Kapitalmärkten ebenso für mehr Verunsicherung sorgen wie die jüngsten Hiobsbotschaften aus Athen: Dort steht laut Ministerpräsident Papandreou ein "Titanenkampf" gegen den Bankrott an. von Timo Pache, Nikolai Fichtner, Berlin, Wolfgang Proissl, Frankfurt, Peter Ehrlich, Brüssel und Leo Klimm, Marseille
Nach monatelangen Solidaritätsadressen an das schuldengeplagte Griechenland erwägt die Bundesregierung offen eine Insolvenz des Mittelmeerstaats. Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) brachte erstmals offiziell eine Pleite Griechenlands ins Spiel. "Um den Euro zu stabilisieren (retten? - A.L.), darf es auch kurzfristig keine Denkverbote mehr geben", schreibt Rösler in einem Beitrag für die Zeitung "Die Welt". Dazu zähle "notfalls auch eine geordnete Insolvenz Griechenlands, wenn die dafür notwendigen Instrumente (Korkenzieher? - A.L.) zur Verfügung stehen."
Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) lässt in seinem Haus bereits die Folgen einer Insolvenz Griechenlands durchspielen. Griechenlands Ministerpräsident Giorgos Papandreou und mehrere EU-Finanzminister warnten vor den katastrophalen Auswirkungen für den Rest Europas in diesem Fall (die übliche Sozialhilfe-Erpressung - A.L.). Unterdessen verschärfte auch die CSU die Tonlage. "Euro-Staaten, die sich nicht an die gemeinsamen Regeln der Haushaltsdisziplin halten und dadurch sich und die Währungsunion in Schwierigkeiten bringen, müssen damit rechnen, die Währungsunion verlassen zu müssen", heißt es in einem Leitantrag für den Parteitag, den der CSU-Vorstand am Montag beschließen will.
Die Absetzbewegungen belegen die dramatische Lage Griechenlands. Zudem dürften sie für neue Verunsicherung an den Finanzmärkten sorgen. Infolge ihres scharfen Sparkurses kämpft die griechische Regierung derzeit mit einem dramatischen Absturz der Volkswirtschaft. Diese Woche wollen Vertreter von EU-Kommission, EZB und IWF erneut nach Athen reisen, um über die weitere Konsolidierung und die Auszahlung der nächsten Tranche aus dem Rettungspaket für Griechenland zu verhandeln. Schäuble sagte beim G8-Finanzministertreffen in Marseille, gegenwärtig seien dafür die Voraussetzungen nicht erfüllt. Die Regierung in Athen beschloss am Sonntag eine neue Wohnraumbesteuerung, um die Haushaltslücke zu schließen. Die EU-Kommission begrüßte den Schritt, verlangte aber weitere Maßnahmen.
Auch die schwarz-gelbe Koalition in Berlin steht wegen der Krise der Euro-Länder unter immer stärkerem innenpolitischem Druck. Ein sich abzeichnender FDP-Mitgliederentscheid könnte heikel für Parteichef Rösler werden. Mehrere Landesverbände haben sich bereits einer Initiative des FDP-Finanzexperten Frank Schäffler angeschlossen. Im November könnten die Parteimitglieder entscheiden, ob sie den dauerhaften Euro-Rettungsschirm ESM unterstützen oder nicht. Rechtlich hätte das Votum für die FDP keine Wirkung, politisch würde es die Koalition jedoch binden.
Der überraschende Rückzug des deutschen EZB-Chefvolkswirts Jürgen Stark bringt die Bundesregierung zudem in Bedrängnis. Starks Rücktritt hatte bereits am Freitag die Märkte erschüttert. Seine Entscheidung zeigt, dass es im EZB-Rat einen Riss gibt zwischen Deutschland, der größten EU-Volkswirtschaft, und den Notenbankern vieler anderer Staaten. "Die EZB hält derzeit in der Euro-Zone alles zusammen, und alles, was die EZB schwächt, ist für die Märkte eine schlechte Nachricht", hieß es in Euro-Kreisen.
Vertraute sagten, Stark scheide aus dem Amt, weil er insbesondere den Beschluss von Anfang August, den Aufkauf von Staatsanleihen wiederaufzunehmen und Papiere aus Italien und Spanien zu kaufen, nicht mittragen könne. Stark wolle seinen Rücktritt aber auch als Misstrauensvotum gegen EZB-Chef Jean-Claude Trichet verstanden wissen, der die Stützungskäufe befürwortet hatte. Die EZB hält derzeit Staatsanleihen aus den Euro-Krisenländern Griechenland, Irland, Portugal, Italien und Spanien im Wert von knapp 130 Mrd. Euro.
Bundesfinanzminister Schäuble nominierte kurz nach Starks Ankündigung Finanzstaatssekretär Jörg Asmussen als Kandidaten für die Nachfolge zum 1. Januar. Die Nominierung des SPD-Manns, der sich seit 2008 als Finanzkrisenmanager profiliert hatte, sei innerhalb der Regierung abgesprochen, hieß es am Wochenende aus Koalitionskreisen.
Dennoch ist unklar, ob Asmussen den Zuschlag für den einflussreichen Posten des Chefvolkswirts bekommt. Der künftige EZB-Chef Mario Draghi, der zum 1. November Trichets Nachfolge als EZB-Präsident antritt, wird es sich nicht nehmen lassen, mit der Neubesetzung "bedeutenden Einfluss auf die Definition der künftigen EZB-Geldpolitik zu nehmen", sagte Julian Callow, EZB-Spezialist bei der britischen Großbank Barclays.
www.ftd.de/politik/konjunktur/...griechen-pleite/60102920.html
So nüchtern betrachtet urteilte eine Schlagzeile im HB vom Freitag.
Dabei ist diese Aussage an sich schon ausreichend. So wie ein Unternehmen ohne Geschäftsmodell nicht überleben kann oder im Zweifel nur mit Subventionen, so ist es auch mit einem Land.
Entweder ist man also bereit Griechenland weiter mit Subventionen zu überschütten um es künstlich am Leben zu halten oder man lässt Griechenland in die Insolvenz gehen.
Permanent
wg. Griechenland - das Pleite-Szenario wird schon seit mehr als einem Jahr durchgerechnet und beobachtet. im Finanzministerium und Kanzleramt sind zahlreiche Projektgruppen tätig. Die erste Tranche der Hilfen letztes Jahr ist an die Banken gegangen. Das sieht man an dem immer weniger werdenden Exposure der Banken in griechischen Staatsanleihen, gleichzeitig aber werden über den regulierten Markt fast keine mehr gehandelt..
Was soll man davon halten? Also Schäuble und Merkel haben sich mMn nicht über Tisch ziehen lassen - im Gegenteil. Denke, die bestmögliche Konstellation für Deutschland wurde herausgeholt. Auch wahlkampfpolitisch ist es ein guter Schachzug, denn es macht mehr Eindruck beim Steuerzahler wenn man einen EU-Partner rettet als wenn man die Banken ein zweites Mal retten muss. Der Verlierer der ganzen Geschichte ist die Bevölkerung Griechenlands und die steuertragenden EU-Bürger - denn dass die EZB noch ein weiteres Mal Rekapitalisert werden muss, das steht schon mal sicher. Im Vergleich zu den Amis aber ist das immer noch Kindergarten. Was für ein Trost...
"Wenn die Griechenpleite "offiziell" wird, steigt der DAX um 500 Punkte ("fait acompli")"
Das liegt verdammt nahe, und das macht mir selbst auch Sorge. Ursprünglich wollte ich meine short Fdaxe bei ca. 5'150 temporär glattstellen, habe es aber nicht über's Herz gebracht. Jetzt war ich wieder bei 5'000 sehr im Grübeln. Wie man's macht, ist es falsch...
Aber ich möchte zu bedenken geben, dass weder Dax noch SPX sich in den letzten Wochen besonders an die "Regeln" gehalten haben. Die von dir (sehr nachvollziehbar und mit aller Klugheit des erfahrenen Traders) gegebenen Rebound- und Reshorting-Überlegungen sind bisher alle so nicht eingetreten.
Das will ich ganz bestimmt nicht als Argument dafür verwenden, dass der Dax in gerader Linie auf Null absinkt (Soft Landing :-).
Andererseits glaube ich zumindest auf SIcht der nächsten 4 Wochen nicht, dass wir eine klare offizielle Griechenpleite kriegen werden, sondern ich glaube eher, dass es ein kaum auszuhaltendes quälend-langes weiteres Mäandern in Richtung einer Restrukturierung geben wird, und dass insofern auch die "dicke" Erleichterungs-Rallye keinen richtigen Anpack finden wird.
Aber wissen werden wir's natürlich wieder erst hinterher, und ich will auch keinesfalls eine Recovery-Rallye aus dem überverkauften Zustand für unwahrschenlich erklären.
Aber 500 Punkte scheinen mir eher zu viel, und so wie wir 2 Jahre lang im "ich fass es nicht"-Modus dem Anstieg hinterher gesehen haben, so könnten wir noch eine Zeitlang im "das glaubt man ja nicht"-Modus dem Abstieg hinterher sehen.
Ich würde mich zumindest nicht beschweren... 
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