Neuester, zuletzt geles. Beitrag
Antworten | Börsen-Forum
Übersicht ZurückZurück WeiterWeiter
... 3391  3392  3394  3395  ...

Der USA Bären-Thread


Thema
abonnieren
Beiträge: 156.480
Zugriffe: 27.027.046 / Heute: 3.412
S&P 500 7.326,82 +0,71% Perf. seit Threadbeginn:   +402,19%
 
fkuebler:

Toll, wenn man Sicherer Hafen für Zig-Millionen...

9
17.07.11 23:06

... sein darf ;-)

 Dulce et decorum est pro iusta causa mori... ;-)

So, 17.07.1117:56

Presse: Staatsschuldenkrise belastet Schweizer Unternehmen

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Schweizer Unternehmen sind laut einer Analyse des 'Handelsblatts' (Montagausgabe) die großen Verlierer der Schuldenkrise im Euroraum und in den USA. Weil Anleger weltweit den Franken als Fluchtwährung bevorzugten, sei die Währung gegenüber dem Dollar und dem Euro so viel wert wie noch nie, berichtete die Zeitung. In zwölf Monaten stieg der Franken zum Euro demnach um 20 Prozent.

Insgesamt rechnen die Analysten der internationalen Finanzhäuser laut dem Bericht damit, dass die Nettogewinne der 20 größten Schweizer Unternehmen in diesem Jahr um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr sinken. Anfang des Jahres hätten die Prognosen noch bei 11,4 Prozent Wachstum gelegen. Solch ein Verfall zeichnet sich sonst nur bei den griechischen Unternehmen ab.

Der starke Franken macht die Produkte der exportorientierten Firmen weniger wettbewerbsfähig. Fast alle Konzerne listen die Währungsverluste in ihren Quartalsberichten auf und liefern den Analysten so die Vorlage für ihre Jahresprognosen./mda/DP/stb

Quelle: dpa-AFX

 

(Verkleinert auf 74%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 421601
Antworten
fkuebler:

learner #788: Das will ich doch sehr hoffen, ...

4
17.07.11 23:41
Der USA Bären-Thread 11073561
 SYDNEY -(Dow Jones)- Westpac Banking Corp. (WBK) on Friday became the first major domestic bank to forecast interest rate cuts from Australia's central bank in the coming months.

"Ich habe den Eindruck, dass sich was bei AUD bewegt. Hier am Beispiel von AUD/JPY. AUD/USD könnte gerade eine Topbildung hinlegen"

... nachdem ich seit Monaten heldenhaft grandiose Verluste im Short AUD/USD aussitze...

Insofern freue ich mich als nicht-so-sehr-Chartist, dass es auch Fundamentals für die Annahme gibt.

Antworten
learner:

fkuebler, dann möchte ich Dir auch meinen

7
18.07.11 00:15
Langfristshort vorstellen, in dem ich ebenfalls seit etlichen Wochen stecke. Allerdings würde ich es aus heutiger Sicht weniger dem Heldentum zuordnen, sondern mehr der Sturheit, oder dem verletzten Stolz.

Nun ja, der Chart sieht meiner Meinung nach sehr viel versprechend aus und ich bin mal gespannt, ob ich die Gewinne ebenso heldenhaft ertrage, wie die Verluste, denn dies ist die wirkliche Kunst des Handelns!

Da es sich auch hier um AUD handelt gibt das vielleicht auch Hoffnung in anderen Währungspaaren.

Mein kleiner Longzock EUR/CHF übers Wochenende ist ja schon gescheitert. Die Angst geht um, und noch mehr Menschen wollen rein in CHF.
(Verkleinert auf 33%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 421609
Die Schafe gehen freiwillig zu den Wölfen.
Antworten
fkuebler:

Kicky #781: Allerfeinster britischer Humor...

6
18.07.11 00:16

"As the twin pillars of international monetary system threaten to come tumbling down in unison, gold has reclaimed its ancient status as the anchor of stability. The spot price surged to an all-time high of $1,594 an ounce in London, lifting silver to $39 in its train"

by Ambrose Evans-Pritchard"

... so extrem subtil, dass ich lange überlegen musste, ob es nun ernst oder ironisch gemeint war.

Für humorseitig grobschlächtige Germanen ist das wirklich kaum zu entscheiden. Erst nach langem Grübeln bin ich dann schliesslich bei 51:49 gesettelt...

Antworten
fkuebler:

Learner #804: "heldenhaft" nenne nur ich es, ...

5
18.07.11 00:21

"Allerdings würde ich es aus heutiger Sicht weniger dem Heldentum zuordnen, sondern mehr der Sturheit, oder dem verletzten Stolz"

... während mein Psychiater ganz sicher deiner Interpretation zuneigen würde... ;-)

Antworten
fkuebler:

Dreiklang #789: Der Weidmann scheint Spass an der

7
18.07.11 00:30

"Bin mal gespannt, wie lange es dauert, bis Weidmann  von den Berliner Gurken auf Linie gebracht wird"

 ... Sache zu bekommen, und dürfte mMn diesen Spass nicht so schnell wieder verlieren wollen:

DIE ZEIT: Würde sich der Kanzlerberater Jens Weidmann über den Bundesbanker Jens Weidmann ärgern?

Weidmann: Meine Aufgabe als Präsident der Bundesbank ist, für Geldwertstabilität zu sorgen. Was der Kanzlerberater in Berlin darüber denkt, ist unerheblich, egal, welchen Namen er trägt.

 

Antworten
Dreiklang:

Sapir - Fortsetzung II u. Übersetzung

7
18.07.11 01:17

Der von mir oben zitierte Artikel ist noch nicht zu Ende. Die Schlussabsätze sind auch recht interessant, da es ab Herbst richtig spannend zu werden verspricht.

Sapir über die Spekulation eines Süd-Euro

En  effet, aujourd’hui, il y a trop de divergences économiques entre la  France et l’Italie et l’Espagne pour que l’on puisse espérer aboutir  rapidement à une position commune entre ces trois pays. L’idée d’un  « Euro du Sud » qui isolerait l’Allemagne et pourrait pousser ce pays à  sortir de la zone Euro, si elle est intellectuellement séduisante,  risque de se révéler inapplicable. Encore une fois, nous sommes dans une  phase d’accélération de la crise. Cette solution aurait dû être pensée  et préparée dès le début de 2010.

Inzwischen gibt es zu viele Divergenzen zwischen FR, I und ES , als dass man hoffen könnte, rasch  eine gemeinsame Position zwischen diesen drei Ländern herbeizuführen. Die Idee eines "Euro des Südens" , der  Deutschland isolieren und aus der Euro-Zone herausdrängen würde, auch wenn sie intellektuell  verführerisch (sic!)  erscheint, riskiert, sich als undurchführbar zu erweisen.  Noch einmal, wir sind in der Phase einer Beschleunigung der Krise. Diese Lösung (der Süd-Euro)  hätte Anfang 2010 durchdacht und vorbereitet werden müssen.

Die Alternativen sind nun ein Verbleiben in der Eurozone , mit bemerkenswerten Einschränkungen, die Austerität und Kaufkraft betreffend ohne etwas anderes als eine Rezession zu erwarten, und, das Verlassen der Eurozone.

Diese Lösung wird sicher ein Trauma hervorrufen, aber das wird eher politischer als ökonomischer Natur sein. Sie ist die einzige (Lösung), die uns Wachstum bringen kann  (...)

Eine Frage bleibt noch: Wann  wird die Krise der Eurozone kommen? Die Entwicklungen  in GR, aber auch ES und P , werden die Krise ab Herbstbeginn ausbrechen lassen. Spätestens aber Ende Frühjahr 2012.  (...)  Die französische Politik will das  Unvermeidliche nicht akzeptieren und sich der Realität nicht stellen. Aber Lenin sagte schon, dass die Fakten das Bewusstsein bestimmen. Die Realität setzt sich gegen die Ideologie immer durch. Wer die Realität allzusehr verneint, an dem wird sie sich rächen....

Das war noch vor der Italien-Krise. So betrachtet sind wir mit Sapir ja voll im Fahrplan. An den Fortbestand der Eurozone vermag ja weiter zu glauben, wer will.

Le choix sera donc entre un  maintien dans une zone Euro en crise, à un coût considérable en matière  d’austérité et de pouvoir d’achat, et sans pouvoir espérer autre chose  qu’une rémission, et une sortie de la zone Euro.
Cette solution  produira certes un traumatisme, mais ce dernier sera plus politique  qu’économique. Elle est la seule qui nous offre une perspective de  croissance. Elle n’était pas mon premier choix quand j’ai commencé à  tirer le signal d’alarme, que ce soit quant à la dynamique de l’Euro en  2006 ou par rapport à la divergence accélérée que connaissaient les  économies de la zone (que j’avais qualifié de manière prémonitoire  « d’eurodivergence ») dès le début de 2009.

Une question reste  cependant posée : quand surviendra cette crise de la zone Euro ? les  évolutions de la situation en Grèce, mais aussi en Espagne et au  Portugal pourraient impliquer que cette crise survienne dès le début de  cet automne. Au plus tard, elle aura lieu vers la fin du printemps 2012.  Les conséquences politiques pourraient en être bien différentes suivant  le moment où cette crise se produira. C’est aussi sans doute la raison  pour laquelle le personnel politique français se refuse à accepter  l’inévitable et à faire face à la réalité. Mais Lénine disait déjà, il y  a de cela presque cent ans, que « les faits sont têtus ». Le principe  de réalité finit toujours par s’imposer aux idéologues. Cependant, à  trop vouloir nier la réalité, elle se venge…    

 

 

Antworten
fkuebler:

Mit ihren in Athen gewonnenen Erkenntnissen ...

9
18.07.11 01:57

... könnte die Dame doch glatt bei den GOPs eintreten... ;-)

So, 17.07.1115:45

Clinton sichert Griechenland Unterstützung der USA zu

ATHEN (dpa-AFX) - US-Außenministerin Hillary Clinton hat Griechenland bei einem Besuch in Athen die Unterstützung der USA zugesagt. 'Die USA unterstützen vehement die Entschlossenheit der Regierung unter Ministerpräsident Giorgos Papandreou, die nötigen Reformen durchzuführen und das Land wieder auf Kurs zu bringen', sagte Clinton nach einem Treffen mit ihrem griechischen Amtskollegen Stavros Lambrinidis.

Das Reformprogramm, welches das griechische Parlament Ende Juni gebilligt hatte, werde Griechenland helfen. Ihr sei bewusst, welche Opfer das griechische Volk aufbringen müsse, doch: 'Manchmal muss man ein bitteres Medikament nehmen, um schwere Krankheiten wie Krebs zu bekämpfen', sagte Clinton. Im Mittelpunkt der Beratungen standen außerdem die Lage im Nahen Osten, in Libyen und Syrien und die Lage auf dem Balkan.

Clinton traf sich anschließend mit Ministerpräsident Papandreou. Am Nachmittag war ein Treffen mit Finanzminister Evangelos Venizelos geplant. Am Montag wollte sie sich mit Oppositionschef Antonis Samaras treffen und dann nach Indien weiterreisen./tt/DP/stb

 

Antworten
permanent:

Merkel stellt sich gegen Griechland Umschuldung

6
18.07.11 07:06

Ihre ökonomischen Berater und die deutsche Wirtschaft wollen es, und selbst die Unions-Fraktion ist dafür, doch Merkel stemmt sich vehement gegen eine Griechenland-Umschuldung. Droht eine weitere Krisenzuspitzung?
Der Streit über die richtigen Rettungsmaßnahmen für Griechenland ist kurz vor dem Euro-Sondergipfel voll entflammt. Wissenschaftler und Politiker meldeten sich zu Wort, die einen Erlass griechischer Schulden für zwingend halten. Doch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will davon nichts wissen. „Was wir wollen, ist doch: möglichst wenig Maßnahmen“, sagte sie in der ARD. „Und eine Umschuldung, die jetzt immer genannt wird, hat natürlich auch den negativen Effekt, dass die Länder sich vielleicht nicht mehr so anstrengen. Das heißt, ich arbeite darauf nicht hin.“ Man versuche alles Mögliche, um noch härtere Maßnahmen als bisher zu vermeiden, versicherte Merkel. „Aber, ich sage ganz deutlich: Die Einbeziehung privater Gläubiger zeigt schon, dass wir in Griechenland ein besonderes Problem haben wegen der sehr, sehr hohen Schulden.“

Anders als Merkel hält einer ihrer Berater, der oberste Wirtschaftsweise Wolfgang Franz, eine Schuldenreduktion für die Griechen „für unausweichlich“. Jedoch dürfe daraus kein „Desaster“ für die Euro-Zone werden, sagte der Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung dem „Focus“.
http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/...ppeln/4404022.html

Antworten
permanent:

Euro / Dollar

10
18.07.11 07:53

Wellenreiter-Kolumne vom 16. Juli 2011
Euro/Dollar: Was der Markt wirklich denkt

Angesichts der sich verschärfenden Finanzkrise auf beiden Seiten des Atlantiks bleibt der Fokus der Medien, Kolumnisten und Blogger auf dem Themenbereichen „Eurokrise“, „Verschuldungskrise“ und  „Staatsbankrott“. Wenn laut einer jüngsten Umfrage 86% der Deutschen um die Stabilität des Euro fürchten (ZDF-Politbarometer), dann ist klar, dass es im Kessel brodelt: Die Angst um den Euro ist derart hoch, dass man sich als „Sentiment-Analyst“ fragen muss, ob der Höhepunkt der Angst nicht erreicht ist.

Und man sollte sich auch fragen, ob die aktuelle Kursentwicklung des Euro/Dollar die Angst um den Euro reflektiert. Auf dem Höhepunkt der ersten Griechenland-Krise vor einem Jahr erreichte der Euro/Dollar ein Tief von 1,19. Aktuell befindet sich der Euro/Dollar bei 1,41. Trotz größerer Angst in der Bevölkerung zeigt der Euro relative Stärke gegenüber dem US-Dollar.

Um abzuleiten, was die Märkte wirklich „denken“, erscheint ein Blick auf den Langfristchart sinnvoll. Für den Zeitraum vor 1999 wurde der Kurs Deutsche Mark/Dollar berücksichtigt.

Der USA Bären-Thread 11074252

Man erkennt drei Dinge.

1. Der Euro zeigt im Vergleich zum US-Dollar einen beständigen Aufwärtstrend. Selbst wenn man nur die Entwicklung des Euro betrachtet, kommt man zu dem Schluss, dass der Euro gegenüber dem US-Dollar seit Euro-Einführung um etwa 20 Prozent zulegen konnte.

2. Die Marke von 1,40 bedeutet eine ganz wichtige Unterstützung für den Euro/Dollar. In den Jahren 1993 und 1995 wurden dort wichtige Hochpunkte verzeichnet (rote Linie vorheriger Chart).

3. Seit dem Jahr 2007 bewegt der Euro/Dollar in einer nach unten weisenden Handelsspanne (blaue Linien vorheriger Chart). Die Interpretation einer solchen Konsolidierungsphase ist üblicherweise bullish: Die Kräfte, die den Kurs nach unten ziehen, erschöpfen sich mit der Zeit.

Den nachfolgenden Verlaufsvergleich mit den 1980/90er Jahren zeigten wir vor vier Jahren zum ersten Mal. Damals kaum glaubend, dass sich der aktuelle Verlauf auch Jahre später derart dicht an sein „Vorbild“ halten würde.

Der USA Bären-Thread 11074252

Sollte sich dieses Muster weiterhin bestätigen, so würde der Euro gegenüber dem US-Dollar in den kommenden Monaten zulegen können, der US-Dollar also schwächer werden. Wie aber kann das sein? Ist das nicht – angesichts der aktuellen Situation - völlig realitätsfern?

Ein Erklärungsversuch. Der Abwertungswettkampf zwischen den Währungen ist in vollem Gange. Das Ziel der Obama-Administration ist die Schaffung von Arbeitsplätzen im eigenen Land.

Ein schwacher Dollar würde unterstützend wirken: Die USA hätten die Chance, ihre Exporte anzukurbeln und damit Arbeitsplätze im Inland zu schaffen. Sie hätten die Chance, zumindest einen kleinen Teil der Arbeitsplätze, die in die Schwellenländer verlagert wurden, zurück zu holen. Aus US-Sicht muss der Euro steigen, auch der Yen muss steigen. Und natürlich der chinesische Yuan. Der Yen steigt. Auch die Chinesen lassen den Yuan gegenüber dem US-Dollar zwar langsam, aber doch stetig aufwerten.

Aber was ist das Vehikel, mit dessen Hilfe die Märkte von einem schwachen US-Dollar überzeugt werden können? Das sind die so genannten Überschussreserven. 1,634 Billionen US-Dollar haben die Banken mittlerweile im Topf der Fed deponiert. Verzinst werden die Reserven mit 0,25 Prozent. Andere kurzfristige Anlageformen rentieren deutlich schlechter: Das Drei-Monats-Geld bringt 0,05 Prozent, die einjährigen US-Anleihen rentieren mit 0,14 Prozent. Unter diesen Umständen sehen die Banken die Anlage direkt bei der Fed als lohnend an.

Der USA Bären-Thread 11074252

Die Fed kann diese Reserven jederzeit als „Waffe“ einsetzen, um den Dollar zu schwächen. Würde sie die Verzinsung auf null zurücknehmen (Bernanke sprach diese Möglichkeit kürzlich an), so würde die Liquidität in andere, besser rentierende Anlageformen strömen. Dies können nicht nur Anleihen, sondern auch Aktien oder sonstige Anlagen sein.

Würde diese Dollar-Menge auf den Markt kommen, so wäre eine Abwertung der US-Währung unvermeidlich. Das wäre ja, was von US-Seite gewünscht wird. Ein schwacher Dollar bringt üblicherweise steigende Rohstoffpreise und steigende Inflationsraten mit sich.

Fazit: Die Märkte gehen derzeit keinesfalls von einem Zusammenbruch des Euro aus. Im Gegenteil: Die Charttechnik, ein Verlaufsvergleich sowie die bereit stehende Überschuss-Liquidität begünstigen den Euro gegenüber dem US-Dollar. Zudem tendiert der Euro in der zweiten Jahreshälfte gegenüber dem US-Dollar üblicherweise zur Stärke. Verfolgen Sie die Entwicklung der Finanzmärkte in unserer handelstäglichen Frühausgabe.

Robert Rethfeld
Wellenreiter-Invest

Antworten
permanent:

So will die Allianz den Euro retten

5
18.07.11 08:46

 Die Allianz hat einen Rettungsplan für Griechenland entworfen. Das Modell sei in der Lage, die Verschuldung Griechenlands schnell um 50 Milliarden Euro zu senken. Und auch der Steuerzahler würde erheblich profitieren.
Die Finanzbranche will sich selbst retten. Mit Blick auf einen EU-Sondergipfel zu Griechenland am Donnerstag hat die Allianz, einer der größten Vermögensverwalter der Welt, einen Rettungsplan entworfen und den Verantwortlichen vorgelegt. Private Investoren sollen demnach einen Teil der Kosten schultern - nicht mehr allein die Steuerzahler.
 

Allianz-Chef Michael Diekmann und Finanzvorstand Paul Achleitner schlagen eine "Public Private Partnership" vor. Dabei würden sich privater und öffentlicher Sektor die Verluste bei einer Entschuldung Griechenlands teilen. Doch zunächst würden nach der Kalkulation der Allianz vor allem die Privaten bluten. "Privatwirtschaft und öffentliche Hand müssen gemeinsam etwas tun, was den Krisenherd in Griechenland eindämmt und Ansteckungsgefahren bannt", sagte Diekmann dem Handelsblatt. Es reiche nicht, die Liquidität Griechenlands aufrechtzuerhalten, begründete der Allianz-Chef seinen Plan.

Da die Finanzbranche Sicherheit braucht, schlägt die Allianz einen abgesicherten Schuldenschnitt vor. Kern des vom Vorstand verabschiedeten Papiers, das dem Handelsblatt vorliegt, ist ein freiwilliges Umtauschangebot für griechische Staatsanleihen. Dabei sollen private Investoren ihre Anleihen in neue Papiere mit einer längeren Laufzeit tauschen und auf 25 Prozent des Nominalwertes verzichten. Die Investoren verlören dadurch zwar viele Milliarden. Anreiz für den Umtausch wäre dennoch gegeben: Denn sie erhielten deutlich mehr, als wenn sie derzeit ihre Papiere am Markt verkauften. Beispiel: Ein Investor tauscht eine Anleihe im Nominalwert von 100 Euro, die derzeit aber nur 60 Euro wert ist, in ein Papier zum Nominalwert von 75 Euro. Und wenn diese neuen Anleihen über den Rettungsschirm EFSF gesichert würden, wäre zudem ihr künftiges Verlustrisiko relativ überschaubar.
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/...n-euro-retten/4404076.html

Antworten
Anti Lemming:

FTD - Interview mit Trichet

6
18.07.11 08:57
Schuldenkrise

Trichet eskaliert Euro-Streit

                                                                   
Der USA Bären-Thread 421654                      
© Bild:               2011              FTD/Alex Kraus
 
                     

                  Exklusiv

               Die Länder der Euro-Zone plädieren mehrheitlich für  einen Schuldenschnitt Griechenlands. Die EZB hält dagegen: Sie will die  Staaten im Falle eines Zahlungsausfalls von Hellas in die Pflicht  nehmen.                                                                                        

von Wolfgang Proissl                

 
Wenige Tage vor  dem Euro-Krisengipfel nimmt die Europäische Zentralbank (EZB) die  Regierungen der Eurozone beim Streit um ein zweites Rettungspaket für  das überschuldete Griechenland in die Pflicht. Falls die Entscheidung  der Regierungen zu einem teilweisen Zahlungsausfall oder einem  Zahlungsausfall führe, "müssten die Regierungen dafür sorgen, dass dem  Euro-System Sicherheiten bereitgestellt werden, die es akzeptieren  kann", sagte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet im Interview mit der Financial Times Deutschland. Das Euro-System umfasst die EZB und die 17 nationalen Euro-Zentralbanken.
                                                                                                                                   
 
Hintergrund ist, dass die Regierungen  derzeit Lösungen wie einen Schuldenschnitt für Griechenland  favorisieren, die zu einem Zahlungsausfall oder zu einem teilweisen  Zahlungsausfall führen könnten. Für diesen Fall hat die EZB angekündigt,  sie werde griechische Staatsanleihen nicht länger als Sicherheiten im  Austausch gegen Liquidität für griechische Banken akzeptieren. Das  könnte den Zusammenbruch des griechischen Bankensystems zur Folge haben.
 
"Die  Regierungen tragen dafür die Verantwortung", betonte Trichet. "Die  Regierungen sind gewarnt worden, unmissverständlich und mit allen  Mitteln. Ich habe das öffentlich gesagt. Ich habe den Staats- und  Regierungschefs und den Finanzministern mehrmals im Detail erklärt, dass  wir beim Zahlungsausfall eines Landes dessen ausgefallene  Staatsanleihen nicht mehr als normale notenbankfähige Sicherheiten  akzeptieren können. Die Regierungen müssten unter solchen Umständen  selbst einspringen und das korrigieren. Das wäre dann ihre Pflicht." Trichet betonte, die Euro-Notenbank werde in dieser Frage keine  Kompromisse eingehen. "Es ist inakzeptabel für uns, unsere Rolle als  Anker für Stabilität und Vertrauen im Euroraum und in Europa aufs Spiel  zu setzen", betonte Trichet. "Wenn ein Land zahlungsunfähig wird, können  wir seine ausgefallenen Staatsanleihen nicht mehr als normale  notenbankfähige Sicherheiten akzeptieren. Denn nach Auffassung des  EZB-Rats würde dies unsere Fähigkeit einschränken, als Vertrauens- und  Stabilitätsanker zu fungieren."
 
[A.L.: Mal sehen, wie lange es DIESMAL dauert, bis Trichert von ehernen Prinzipien abweicht. Ich schätze eine Woche..]
 
Der  EZB-Präsident unterstrich zudem, dass die Notenbank nichts von der  Einführung sogenannter Eurobonds halte, um die Krise zu meistern. Der  EZB-Rat habe sich die verschiedenen Vorschläge zur Ausgestaltung von Eurobonds angesehen. "Zurzeit unterstützt er sie nicht", sagte Trichet.  "Jetzt gilt es, die uns zur Verfügung stehenden Instrumente optimal zu  nutzen: Dazu gehört ein Quantensprung bei der wirtschaftspolitischen  Überwachung der Euro-Länder. Zudem müssen die Anpassungsprogramme für  Griechenland, Irland und Portugal entschlossen umgesetzt werden. Dazu  gehört auch, dass die Europäische Finanzstabilitätsfazilität (EFSF) so  flexibel und wirkungsvoll genutzt wird wie nur irgend möglich."
                                                                                                                                   
 
Trotz  der schwierigen aktuellen Lage zeigte sich Trichet optimistisch zur  Zukunft der Eurozone und der EU-Integration. "Selbstverständlich können  die Europäer diese Situation meistern", sagte der EZB-Chef. "Die  Europäer haben stets bewiesen: Wenn sie vor gewaltigen Herausforderungen  stehen, ziehen sie an einem Strang. Mein fester Glaube daran, dass die  Integration Europas - ein bedeutendes historisches Unterfangen zur  Gewährleistung von Stabilität, Wohlstand und Frieden - weiter  voranschreitet, ist von der Krise nicht  erschüttert worden."
 
Der  EZB-Chef distanzierte sich zudem ausdrücklich von der Kritik,  Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sei wegen ihrer zögerlichen Art  mitverantwortlich für die Eskalation der gegenwärtigen Krise. Auf die  Frage, ob er diese Einschätzung teile, sagte Trichet: "Keineswegs. Ich  hielt eine solche Debatte in der aktuellen Lage für völlig  fehlgeleitet."
 

 

FTD: Die Euro-Krise frisst sich von der Peripherie ins Herz der Euro-Zone. Ist der Euro in Gefahr?

                                                                                                                                   
Jean-Claude Trichet: Nein, nicht der  Euro. Der Euro ist eine Währung, und die Europäische Zentralbank ist  für sie verantwortlich. Der Euro ist eine sehr glaubwürdige Währung. [A.L.: Wer ist glaubwürdiger: Trichet, der Euro oder keiner von beiden ;-)] Er  ist stabil und hat seinen Wert in den vergangenen zwölf Jahren  bemerkenswert gut erhalten. [A.L.: Allzeittief zum Schweizer Franken, heute 1,14, s. unten]  Das ist es, was der EU-Vertrag von der EZB  fordert. Es ist das, was die Bürgerinnen und Bürger in Europa und in  Deutschland verlangen. Und es steht im Einklang mit dem Ziel des  EZB-Rats, einer Preissteigerungsrate von mittelfristig unter, aber nahe  zwei Prozent. Die durchschnittliche jährliche Inflationsrate lag in den  vergangenen zwölf Jahren bei 1,97 Prozent. Dieses Ergebnis ist besser  als die Resultate, die in den vergangenen 50 Jahren über einen  Zwölf-Jahres-Zeitraum erzielt wurden. In Deutschland wurde für  Preisstabilität mit einer durchschnittlichen jährlichen Teuerungsrate  von 1,5 Prozent von Anfang 1999 bis Ende 2010 sogar ein noch  beeindruckenderer Wert verzeichnet.
 
FTD: Ist das Krisengerede also Übertreibung?
 
Trichet:  Es gibt derzeit ernst zu nehmende Probleme, die mit schlechten  Staatsfinanzen und in der Folge mit Finanzstabilität zu tun haben. Aber  diese Probleme liegen in der Verantwortung der betroffenen Regierungen.  Jede Regierung muss ihren Haushalt in Ordnung halten. Außerdem sind die  EU-Kommission und alle Regierungen dafür verantwortlich sicherzustellen,  dass die Haushaltspolitik aller Länder des Euro-Raums im Einklang mit  dem Stabilitäts- und Wachstumspakt fortlaufend begutachtet und überwacht  wird. Wir haben unseren Standpunkt, dass die Regierungen ihrer  Verantwortung nachkommen müssen, stets öffentlich vertreten.
 
                                                                                                                                   
FTD: Ist die Krise für die Europäer noch beherrschbar, nachdem die Märkte nun auch Italien und Spanien das Vertrauen entziehen?
 
Trichet:  Selbstverständlich können die Europäer diese Situation meistern. Hier  geht es nicht um technische Fragen, sondern um Willen und  Entschlossenheit. Zudem ist die Lage auf Ebene des gesamten Euro-Raums  solider als in vergleichbaren fortgeschrittenen Volkswirtschaften. So  wird das Euro-Gebiet für 2011 beispielsweise ein Haushaltsdefizit von  rund 4,5 Prozent des Bruttoinlandprodukts aufweisen, während der  entsprechende Wert für die USA und Japan etwa zehn Prozent betragen  dürfte.
 
FTD:  Die EZB lehnt die Beteiligung von Privatgläubigern am zweiten  Rettungspaket für Griechenland mit dem Argument ab, so ein Vorgehen sei  in solchen Fällen international unüblich. Doch selbst der Internationale  Währungsfonds unterstützt jetzt die Privatgläubigerbeteiligung. Warum  sträubt sich die EZB weiter?
 
Trichet:  Wenn Sie die Äußerungen des IWF genau studieren, werden Sie sehen, dass  dieser weitaus vorsichtiger ist. Sie kennen jedenfalls die Haltung des  EZB-Rats zu Griechenland, die ich bei unserer letzten Pressekonferenz  wiederholt habe. Um es allgemeiner auszudrücken: Weltweit kann der  private Sektor am besten in Form von ausländischen Direktinvestitionen,  Privatisierung und durch die schnellstmögliche Rückkehr zur Finanzierung  am Markt beteiligt werden.
 
FTD:  Bleibt die EZB bei ihrer Linie, dass man jede Lösung in Griechenland  vermeiden muss, die ein Kreditereignis, einen teilweisen Zahlungsausfall  und einen Zahlungsausfall auslöst?
 
Trichet:  Der EZB-Rat hat seine diesbezügliche Position nicht geändert. Auch hier  handelt es sich um einen Bereich, für den die Regierungen die  Verantwortung tragen. Unsere Pflicht ist es, klar zu kommunizieren,  welche Maßnahmen wir für angemessen halten, um das Risiko von negativen  Entwicklungen im Euro-Raum und in Europa zu vermeiden. Wie Sie wissen,  wurden unsere Ratschläge in der Vergangenheit mehrmals nicht befolgt.  Dies war beispielsweise der Fall, als wir uns nachdrücklich dagegen  ausgesprochen haben, den Wortlaut und den Geist des Stabilitäts- und  Wachstumspakts aufzuweichen. Wäre dieser Ratschlag beherzigt worden,  hätten einige der heutigen Probleme vielleicht vermieden werden können.

FTD: Was tut die EZB, um ihren Beitrag im Kampf gegen die Krise zu leisten?

Trichet:  Wie in der Vergangenheit besteht auch in Zukunft für den EZB-Rat die  wichtigste Aufgabe darin, an seinem Mandat festzuhalten und die  Preisstabilität für den Euro zu gewährleisten. Die Tatsache, dass der  Euro eine stabile und glaubwürdige Währung ist [Chart: unten] ist für die Bewältigung  der derzeitigen schwierigen Situation eine notwendige Voraussetzung. Die  EZB ist ein Anker der Stabilität und des Vertrauens; dies ist in einer  Zeit, in der alles andere sich zu bewegen und zu verschieben scheint,  von besonderer Bedeutung.
 
FTD:  Die EZB hat zur Bekämpfung der Krise Sonderregeln erlassen: das  Staatsanleihenaufkaufprogramm, die speziellen Regeln für Anleihen aus  Griechenland, Irland und Portugal, die Liquiditätsversorgung bestimmter  Banken. Wie weit geht die EZB bei den Sonderregeln?
 
                                                                                                                                   
Trichet: Es  ist inakzeptabel für uns, unsere Rolle als Anker für Stabilität und  Vertrauen im Euro-Raum und in Europa aufs Spiel zu setzen. Wenn ein Land  zahlungsunfähig wird, können wir seine ausgefallenen Staatsanleihen  nicht mehr als normale notenbankfähige Sicherheiten akzeptieren. Denn  nach Auffassung des EZB-Rats würde dies unsere Fähigkeit einschränken,  als Vertrauens- und Stabilitätsanker zu fungieren.
 
FTD  Was sagt die EZB dazu, dass die Regierungen trotzdem beim zweiten  Griechenlandpaket über Lösungen wie einen Schulden-Rollover oder einen  teilweisen Schuldenrückkauf sprechen, die zum Zahlungsausfall führen  könnten?
 
Trichet:  Die Regierungen tragen dafür die Verantwortung. Die Regierungen sind  gewarnt worden, unmissverständlich und mit allen Mitteln. Ich habe das  öffentlich gesagt. Ich habe den Staats- und Regierungschefs und den  Finanzministern mehrmals im Detail erklärt, dass wir beim  Zahlungsausfall eines Landes dessen ausgefallene Staatsanleihen nicht  mehr als normale notenbankfähige Sicherheiten akzeptieren können. Die  Regierungen müssten unter solchen Umständen selbst einspringen und das  korrigieren. Das wäre dann ihre Pflicht.
 
FTD: Was bedeutet das konkret?
 
Trichet:  Falls die Entscheidung der Regierungen zu einem teilweisen  Zahlungsausfall oder einem Zahlungsausfall führt - vor dem wir, wie  gesagt, laut und deutlich warnen -, müssten die Regierungen dafür  sorgen, dass dem Euro-System Sicherheiten bereitgestellt werden, die es  akzeptieren kann.
 
FTD:  Wird sich die EZB bei der Frage, ob ein Zahlungsausfall vorliegt, wie  bisher auf die Ratingagenturen verlassen, oder könnte sie die  Entscheidung auch unabhängig davon fällen?
 
Trichet: Wie bereits gesagt, geht der EZB-Rat nicht von dieser Annahme aus.
 
FTD:  Sprechen wir über das Krisenmanagement der Euro-Regierungen. Die  Staats- und Regierungschefs wie auch die Finanzminister wirken wie eine Chaostruppe. Sie produzieren oft eine solche Kakofonie, dass es die  Krise eher befeuert als beruhigt. Was muss anders werden?
 
Trichet:  Die verbale Disziplin muss dringend verbessert werden. [Wie wär's denn mit der fiskalpolitischen?? A.L.] Bei solch  komplexen und sensiblen Themen wie der Krise müssen die Regierungen mit  einer Stimme sprechen. Es ist natürlich eine komplexe Aufgabe, der  Notwendigkeit eines guten gemeinsamen Managements der wirtschaftlichen  Säule der Wirtschafts- und Währungsunion Rechnung zu tragen und  gleichzeitig die Funktionsweise der 17 Demokratien des Euro-Raums voll  und ganz zu berücksichtigen. In Krisenzeiten ist es jedoch von zentraler  Bedeutung, mit einer Stimme zu sprechen. Schließlich war dies Ende 2008  nach dem Zusammenbruch von Lehman Brothers auch möglich.
 
FTD:  Einige Euro-Regierungen werfen Bundeskanzlerin Angela Merkel vor, sie  habe mit ihrer oft zögerlichen Haltung die Krise noch schlimmer gemacht.  Stimmt das?
 
Trichet: Keineswegs. Ich hielte eine solche Debatte in der aktuellen Lage für völlig fehlgeleitet.
 
FTD: Fürchten Sie, die Euro-Länder könnten daran scheitern, die Krise zu meistern?
 
Trichet: Nein. Die Europäer haben stets bewiesen: Wenn sie vor gewaltigen  Herausforderungen stehen, ziehen sie an einem Strang. Mein fester Glaube  daran, dass die Integration Europas - ein bedeutendes historisches  Unterfangen zur Gewährleistung von Stabilität, Wohlstand und Frieden -  weiter voranschreitet, ist von der Krise nicht  erschüttert worden.
 
FTD:  Einige Regierungen wollen die Krise überwinden, indem sie die  nationalen Staatsanleihen zu Eurobonds fusionieren. Eine gute Idee?
 
Trichet:  Der EZB-Rat hat sich die verschiedenen Vorschläge angesehen. Zurzeit  unterstützt er sie nicht. Jetzt gilt es, die uns zur Verfügung stehenden  Instrumente optimal zu nutzen: Dazu gehört ein Quantensprung bei der  wirtschaftspolitischen Überwachung der Euro-Länder. Zudem müssen die  Anpassungsprogramme für Griechenland, Irland und Portugal entschlossen  umgesetzt werden. Dazu gehört auch, dass die Europäische  Finanzstabilitätsfazilität (EFSF) so flexibel und wirkungsvoll genutzt  wird wie nur irgend möglich.
 
FTD:  Die Stresstests sind im Hinblick auf die verschiedenen Risiken, denen  die teilnehmenden Banken ausgesetzt sind, sehr detailliert. Einige  Kritiker fürchten, dass die Stresstests nun zu Spekulationen gegen  gewisse Banken führen werden. Ist diese Angst Ihrer Meinung nach  berechtigt?
 
Trichet:  Ich begrüße die Veröffentlichung der Ergebnisse des EU-weiten  Stresstests, der von der Europäischen Bankaufsichtsbehörde und den  nationalen Aufsichtsbehörden vorbereitet und durchgeführt wurde. Ich bin  mir sicher, dass der Test ein wichtiges Instrument zur Steigerung der  Transparenz des EU-Bankensystems ist. Ich unterstütze die Empfehlungen  der EBA, dass jene Banken, die den Grenzwert von fünf Prozent  Kernkapital nicht erfüllen, diese Kapitallücke unverzüglich schließen  müssen, und dass Banken, deren Kernkapitalquote oberhalb, aber nahe dem  Grenzwert liegt, ihre Eigenkapitalposition stärken müssen.

http://www.ftd.de/politik/europa/:schuldenkrise-trichet-eskaliert-euro-streit/60080044.html

(Verkleinert auf 80%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 421654
Antworten
Anti Lemming:

Trichet

7
18.07.11 09:06

"Die EZB ist ein Anker der Stabilität und des Vertrauens." (aus dem obigen Interview)  

Der USA Bären-Thread 421657
Antworten
Anti Lemming:

Anker sucht noch den Grund

 
18.07.11 09:09
(Verkleinert auf 78%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 421658
Antworten
permanent:

Euro Crisis Stopped By US Debt Debate: Strategist

5
18.07.11 09:13
Euro Crisis Stopped By US Debt Debate: Strategist
EURO, DOLLAR, DEBT CEILING, FX, FOREX, EURO ZONE, DEBT CRISIS, GREECE, ITALY, AUSTRIA, STRESS TESTS, HSBC, BANKS, BANKING
Posted By: Catherine Boyle | Web Producer, CNBC.com
CNBC.com
| 18 Jul 2011 | 02:26 AM ET

The euro zone has avoided a major currency crisis so far because of the dispute around raising the debt ceiling on the other side of the Atlantic, David Bloom, global head of foreign exchange strategy at HSBC, told CNBC on Monday.

 

"The Europeans should be thankful that you have a debt ceiling [dispute] on the other side that has stopped a real European currency crisis," he said. "It’s a debt crisis not a currency crisis and we have the US debt to thank for that."

The euro and dollar both struck record lows against the Swiss franc in Asia on Monday as investors sought safe havens from the debt problems on both sides on the Atlantic.

Combative talks between Democrats and Republicans over the US debt ceiling have so far failed to reach a conclusion, and the August 2 deadline to resolve the issue is looming.

In Europe, fears that contagion from the economic problems in Greece and other smaller economies could hit Italy, the euro zone's third-largest economy, caused consternation in the markets last week.

 

"We are quite happy to sell the euro, the dollar and sterling, but we don't know what to hold instead," said Bloom. "When you sell one you have to buy another one but what if the other one is one you don't want?"

The HSBC analyst added that the debate on both sides of the Atlantic had now become more political than economic.

"Politics is the new economics," he said. "There are destabilizing events corrupting the FX market which had been very orderly."

European markets posted their biggest weekly loss in four months on Friday as the market awaited the results of key stress tests on the region's banks.

 

Eight banks, including two Greek banks, five Spanish and one Austrian bank, out of 90 tested, failed the European Banking Authority's (EBA) stress tests, the agency said on Friday.

"We all knew the answer already," Bloom said of the stress tests. "The problem is the next thing people say is how do these banks perform if there's a default?"

"Every time we take it to the level of stress the market says: 'But we are living through the last level of stress now. It should be even more stressful," he continued. "If contagion takes place, those are not stressful enough."

Analysts at Societe Generale agreed that the stress tests did "not reflect current reality" in a research note.

"The European banking sector is captive to politics at the moment," they wrote.

"A political error can trigger a freeze in money markets, and a liquidity crisis could quickly turn into a solvency crisis. Only improved governance would avoid such a nasty scenario."

Antworten
permanent:

Der Wert einer Währung ist

6
18.07.11 09:14

die Summe aus Vertrauen, der Nachfrage aufgrund von Handelsströmen und Leistungsbilanzen gepaart mit Spekulation.

Permanent

Antworten
Anti Lemming:

Anker der Stabilität

6
18.07.11 09:18
Der USA Bären-Thread 421661
Antworten
Anti Lemming:

Der Wert einer Währung ist (heutzutage)

2
18.07.11 09:23
die kombinierte Böswilligkeit von Rating-Agenturen, Hedgefonds, nationalen Eigeninteressen sowie Carrytradern und Rohstoff-Schacherern.
Antworten
schlauerfuchs:

Wenn man mal die europäische Brille absetzt,

19
18.07.11 09:26
kann man die sog. Euro-Krise auch anders beurteilen.

Es mag ein Schulden-Drama sein und die deutsche Kanzlerin nicht konsequent, aber rein formal betrachtet profitiert Deutschand seit 2008 massiv vom "schwachen" Euro. Schwach in Anführungszeichen deshalb, weil wirklich schwach ist er mit 1,40 auch nicht. Andere Länder kämpfen aber mit Höchstkursen, etwa Japan oder die Schweiz. Gäbe es das PIIGS-Problem nicht, ständen wir vermutlich bei 1,80 oder gar 2,0 und da würde die Welt in Deutschland ganz anders aussehen.

Aus Amerika betrachtet, kann man als Verschwörungtheoretiker auch durchaus zu dem Schluss kommen, dass die Deutschen die Verschuldungskrise in Europa bewusst in die Länge ziehen, um möglichst lange vom "schwachen" Euro zu profitieren.
Ihr ARIVA.DE Team aus München
Antworten
Eidgenosse:

Griechenland wird wie Lehman enden

7
18.07.11 09:43
Thomas Wacker, Leiter der Kreditanalyse in der Vermögensverwaltung der Schweizer UBS Bank, über die Turbulenzen an den Kapitalmärkten und das Versagen von Politikern in Brüssel und Washington.

www.finanzen.net/nachricht/anleihen/...ie-Lehman-enden-1213230
Antworten
permanent:

@AL #818

11
18.07.11 10:23
die kombinierte Böswilligkeit von Rating-Agenturen, Hedgefonds, nationalen Eigeninteressen sowie Carrytradern und Rohstoff-Schacherern.
 
Wie kann man diesen Satz vertreten wenn man sich selber als Spekulant an den Schwingungen beteiligt und versucht daraus Kapital zu schlagen?

Eine merkwürdige Doppelmoral.
 
Permanent
Antworten
Dreiklang:

schlauerfuchs

7
18.07.11 10:57

Aus Amerika betrachtet, kann man als Verschwörungtheoretiker auch durchaus zu dem Schluss kommen, dass die Deutschen die Verschuldungskrise in Europa bewusst in die Länge ziehen, um möglichst lange vom "schwachen" Euro zu profitieren.

Im Gegenteil. Die deutsche Politik zielt darauf ab, den Euro relativ stark zu halten. Das wird dadurch erreicht, dass die "weichen" Südstaaten in den Sparmodus wechseln müssen.

Was müsste denn geschehen, damit der Euro wieder stärker bewertet wird? Die Schwäche des Euro ist letztlich eine Schwäche von Volkswirtschaften.  Der einzige (andere) Weg, den Euro zu stärken, wäre eine "Absprengung" der schwachen Länder.

Und was würde den Euro noch schwächer machen? Eine Direktkreditierung der Länder über die EZB - zumindest in Teilen. Sapir rechnet für diesen Fall mit einem Abwertungspotenzial von ca. 25%. Wenn Dtl. also den schwachen Euro wirklich will - es gäbe  genügend Mitstreiter in der EMU.

 

Antworten
geldsackfrank.:

Baltic Dry Absturz!

3
18.07.11 10:57
www.bloomberg.com/apps/...=BDIY&exch=IND&x=15&y=11
Antworten
permanent:

Moody's entwirft Rettungs-Szenario für klamme USA

11
18.07.11 12:04

In Washington feilen Republikaner und Demokraten an einem Kompromiss im US-Schuldenstreit. Platzen die Gespräche, schlittern die USA in die Pleite. Wie das vermieden werden kann, skizziert nun die Ratingagentur Moody's.
Moody's rät den USA, die Schuldenobergrenze ganz abzuschaffen und so Unsicherheit bei Investoren zu vermeiden. Die USA gehörten zu den wenigen Staaten, in denen die Politik über die erlaubte Gesamtverschuldung abstimmen müsse, was immer wieder für Unruhe bei den Anlegern sorge, teilte die Agentur am Montag mit. „Wir würden das Risiko geringer einschätzen, wenn die Regierung beim Thema Verschuldung diese Unsicherheit herausnimmt“, schrieb Moody's-Experte Steven Hess.

Die Verschuldung der USA hat die gesetzlich festgelegte Obergrenze von derzeit 14,3 Billionen Dollar bereits erreicht, ab Anfang August droht die Zahlungsunfähigkeit, wenn die Grenze nicht weiter angehoben wird. Erst in der vergangenen Woche hatte Moody's damit gedroht, den USA ihre Topnote AAA zu entziehen, wenn die Regierung nicht mehr zahlen könne.
http://www.handelsblatt.com/politik/international/...usa/4404902.html

Antworten
Pichel:

Streetest Dummies

5
18.07.11 12:39
www.rottmeyer.de/stress-test-dummies/
Wenn der Staat Pleite macht, dann macht natürlich nicht der Staat pleite, sondern seine Bürger.
Antworten
Auf neue Beiträge prüfen
Es gibt keine neuen Beiträge.

Seite: Übersicht ... 3391  3392  3394  3395  ... ZurückZurück WeiterWeiter

Börsen-Forum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen

Neueste Beiträge aus dem S&P 500 Forum

Wertung Antworten Thema Verfasser letzter Verfasser letzter Beitrag
29 3.861 Banken & Finanzen in unserer Weltzone lars_3 youmake222 10.06.26 14:08
469 156.479 Der USA Bären-Thread Anti Lemming ARIVA.DE 12.05.26 18:00
  56 PROLOGIS SBI (WKN: 892900) / NYSE 0815ax Lesanto 06.01.26 14:14
    Daytrading 15.05.2024 ARIVA.DE   15.05.24 00:02
    Daytrading 14.05.2024 ARIVA.DE   14.05.24 00:02

--button_text--