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Der USA Bären-Thread


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Malko07:

Es ist schon lustig heute durch

7
06.05.11 08:34
den Blätterwald zu reisen. Überall sehen unsere Journalisten fundamentale Hintergründe in den gestrigen Ereignissen. So als ob plötzlich gestern der heilige Geist über die Spekulantenwelt herein gebrochen wäre und dieser plötzlich neue Erkenntnisse eingeseelt hätte. Wieder andere wollen uns weismachen, die Spekulantenwelt wollte uns die Zukunft mitteilen. Es gibt ja nicht wenige Abergläubige die wissen, dass angeblich die Börse die Zukunft voraus ahnt. In der Vergangenheit ist sie an dieser Aufgabe leider laufend gescheitert. Da sie immer übertreibt bis nichts mehr geht ist, sie prinzipiell zu spät dran.

Fast die halbe frühere Welt des Konsums liegt seit Krisenbeginn am Boden (USA) und kommt trotz massiven Stimmulationsversuchen auch nicht mehr ans Laufen. Wie soll er auch, wenn die Verbraucher überschuldet sind und die deutschen Landesbanken kein Geld mehr heraus rücken. Ja, wie immer sind die Deutschen schuld! Und natürlich die EZB, eine Institution die voll von Deutschland beeinflusst und nach deutschem Bauplan gebaut wurde. Wie kann man auch nur überraschend einen Haken schlagen? Die Spekulantenwelt hat das Recht zu wissen was auf sie zukommt. Wie soll sie sonst erfolgreich spekulieren? So sind ganz einfach Prognosefehler vorgegeben und wir wissen überhaupt nicht mehr was auf uns zukommt.
Antworten
KuK Hofmarsc.:

x

5
06.05.11 08:36
Trend Gold ungebrochen, EURUSD noch nicht mal angetestet, Dax detto.
Die Fed muss reagieren, und ich denk sie wird das in absehbarer Zeit auch tun. Wobei das dann auch offiziell als gelungene Vergewaltigung durch den Markt bezeichnet werden kann.
Auch aus EW-Sicht fehlt vielerorts noch eine "5".

Ich hab sogar noch eine fundamentale Begründung: Ich hör die Musik noch spielen, leise, aber doch.

Ich bleibt im Gold in EUR drin und sonst flat.
Antworten
permanent:

BLS Daten kommen heute

4
06.05.11 08:44

Beschäftigungszuwachs in den USA setzt sich fort
Im Mittelpunkt stehen heute die Daten zum US-Arbeitsmarktbericht für den Monat
April. Im 1. Quartal dieses Jahres betrug der durchschnittliche Zuwachs bei den neugeschaffenen
Stellen knapp 160.000 pro Monat, wobei der Trend nach oben zeigte.
Mit einem Plus von 220.000 erwarten wir im April den stärksten Anstieg in diesem
Jahr. Die Rückbildung der Arbeitslosenquote über die vergangenen Monate ist zu
nicht unwesentlichen Teilen auf einen Rückgang der sogenannten „Partizipationsrate“
zurückzuführen, d.h. in der Vergangenheit arbeitsuchende Personen haben die Suche
aus Frustration zuletzt aufgegeben, wodurch sich die Arbeitslosenquote verringert.
Dieser Effekt dürfte in unseren Augen ausgelaufen sein. Insgesamt rechnen wir mit
einer Fortsetzung der Erholung am US-Arbeitsmarkt, wobei die Bäume dabei aber
nicht in den Himmel wachsen. Gerade der zuletzt scharfe Rückgang des ISM-Index
für den Dienstleistungssektor mahnt zur Vorsicht. Sinkt die Zuversicht der Unternehmen,
sinkt auch die Bereitschaft für neue Einstellungen. In Deutschland tendierten die
jüngsten Vertrauensumfragen für das Verarbeitende Gewerbe auf einem soliden Niveau.
So notierte die Produktionskomponente des Einkaufsmanagerindex jüngst oberhalb
der Marke von 60 Punkten. Bei der deutschen Industrieproduktion rechnen wir im
März daher mit einem Zuwachs um 0,5 % gg. Vm., nachdem das Plus im Februar
satte 1,6 % betragen hatte. Für das 1. Quartal würde sich dadurch ein Wachstumsanstieg
um 2,6 % ergeben.
EZB sieht keinen Grund für Eile


Die EZB beließ auf ihrer gestrigen Sitzung den Leitzins unverändert bei 1,25 %, und
mit Blick auf die im Rahmen der anschließenden Pressekonferenz getroffenen Aussagen
ist auch im Juni noch nicht mit einer Erhöhung zu rechnen. So sieht die EZB
die Risiken bei der Inflationsentwicklung weiter auf der Oberseite und betonte auch,
dass sie alle Entwicklungen genau verfolgt. Die „magische“ Aussage „strong vigilance“,
die auf einen Zinsschritt auf der nächsten Sitzung hindeuten würde, blieb aber
aus. Wir gehen von einer Zinserhöhung im Juli aus. Nachdem der Euro zum US-Dollar
während der letzten Wochen mehrfach an der Marke von 1,49 USD scheiterte, kam er
schwer unter Druck und fiel unter 1,46 USD zurück – eine Reihe von Marktteilnehmern
hatten wohl mit einer restriktiveren Ausrichtung der EZB gerechnet. Auch im
Vergleich zum britischen Pfund, Schweizer Franken und japanischen Yen verlor der
Euro Boden. Der Yen zeigt sich zuletzt ohnehin wieder robust – so fiel der Yen zum
US-Dollar temporär wieder unter die Marke von 80 JPY. Bei einem nachhaltigen Fall
unter dieses Niveau dürften Spekulationen über Interventionen zur Schwächung des
Yen wieder zunehmen. In Deutschland enttäuschten die Auftragseingänge im März
mit einem Rückgang um 4,0 % gg. Vm. Ein Grund hierfür waren deutlich unter dem
Durchschnitt liegende Großaufträge. Ein möglicher Erklärungsansatz ist das Erdbeben
in Japan. Die hohe Unsicherheit dürfte Unternehmen dazu veranlasst haben, größere
Anschaffungen zunächst zurückzustellen. In den kommenden Monaten rechnen wir
mit einem Rebound.
HSBC/ Trinkaus

Antworten
Malko07:

KuK Hofmarsc. (#80527): Nicht wenige sind gestern

4
06.05.11 08:48
auf dem linken Fuß erwischt worden und haben in aller Hektik unter Verlusten ihren Bau in Unordnung gebracht. Jetzt gilt es schnellsten wieder Ordnung zu machen und wieder Ruhe ins Geschäft zu bringen. Dabei kann das nächste Kunstwerk vom Tisch fallen respektive von bösartigen Menschen vom Tisch gestoßen werden oder in einigen Tagen ist der ganze Vorfall verdaut.
Antworten
Think2010:

#80526@Malko07

3
06.05.11 08:50
Die Börse handelt Hoffnungen, Wünsche und Spekulation und manchmal auch nur Charts (es leben die Automaten). Die Zukunft kennt keiner, aber es lässt sich trefflich darauf spekulieren ;-). Das die Zeitungen heute nach "Gründen" suchen, die für den Leser verwertbar und nachvollziehbar sind, ist nicht überraschend. Man kann ja nicht einfach schreiben, dass jemand den Stecker rausgezogen hat und dann die Kredit-Spekulations-Pyramide binnen Minuten in sich zusammengestürzt ist. Die Zeitung muss schließlich gefüllt werden ;-)
Antworten
Malko07:

Zu Edelmetallen.

4
06.05.11 09:10
Die US-Administration und die Fed haben kein Interesse daran, dass immer mehr Staaten an Stelle von US-Staatsanleihen Edelmetalle kaufen und diese Käufe über den Verkauf von US-Staatsanleihen finanzieren. Und da der Preis von Gold ein filigran gestricktes Spekulationstürmchen ist, ist es nicht so schwierig es zu kürzen.

#80530: Ob die Algo- und HFT-Automaten (hat mit Charts nichts zu tun) Hoffnungen, Ängste und Wünsche handeln (immerhin weit über 70% des Handels an Aktienbörsen) möchte ich doch bezweifeln. Man sollte nicht laufend alte Vorurteile abspulen.
Antworten
Think2010:

#80531

 
06.05.11 09:29
Das ist schon richtig, aber ich brauche immer "Futter" für einen Algorithmus.
Antworten
Think2010:

ein Blick auf das Öl

2
06.05.11 09:51
lässt erahnen, dass der Drops noch nicht gelutscht ist. Mal sehen, wie das weitergeht. Offenbar ist der Liquidationsdruck noch immens.
Antworten
geldsackfrank.:

Gold

 
06.05.11 10:00
Und wenn die Wirtschaft wieder anspringt (Bernanke und Geithner erzwingen dieses) wird auch das Bullish für Gold und Silber sein (Industriemetall).
Gold hat die Woche am wenigsten gelitten. Eben weil die Unsicherheit eher noch weiter steigt (gestrige AL-Zahlen in USA desaströser Anstieg).
Antworten
Anti Lemming:

Tageserwartung und Positionierung

9
06.05.11 10:14
Die Börsen können sich heute morgen noch nicht  recht "entscheiden", ob sie die fallenden Rohstoffpreise als positiv oder negativ werten sollen. Im Anstieg galten die steigenden Rohstoffpreise als bullisch, weil sie angeblich hohe Nachfrage und Stärke der Weltkonjunktur suggerierten.

In den Zeitungen liest man heute Geschichten, wonach schwächere Weltkonjunkturaussichten den gestrigen Rohstoff-Crash ausgelöst hätten. Das trifft zum Teil zu (schwacher ISM in USA). Eine überzeugendere Erklärung ist jedoch die gestern nach der EZB-Sitzung beginnende massive Rückabwicklung der Dollar-Carrytrades. Trichet war dovisher als vermutet. Hinzu kam, dass die Goldmänner einen bärischen EUR/USD-Call abließen und bekundeten, in einigen Aktien-Sektoren Shortposis aufgebaut zu haben. Den Rest besorgten Erhöhungen der Margins (bei Öl und Silber).

Fallende Rohstoffkurse kann man im Prinzip auch als bullisch bewerten. Zuvor drückten die hohen Preise auf den Konsum (vor allem in USA, da den Amis keine steigender EUR/USD unter die Arme greift) und senkten die Margen der Firmen. Nun gilt im Prinzip das Umgekehrte.

Wollten die Spinnmeister ihren bullischen Bias aufrechterhalten, müssten sie sich auf die Konsumaspekte kaprizieren. Zuvor wurden diese freilich ausgeklammert, weil ja die Wirtschaft angeblich so toll wuchs. Argumentativ würde der Schwenk etwas "wendehalsig" werden. Zudem braucht Wall Street klare Trends und nicht jeden Tag eine neue Sau im Dorf.

Den Ausschlag dürfte daher mMn eher die Markttechnik geben als "Fundamentals", zumal der Markt seit zwei Jahren von Hedgefonds dominiert wird, und die orientieren sich überwiegend an Charts. Zuvor hatten sie mit Nullzins-Dollar alle Assets synchron hochgekauft. Nun müssen sie aus all diesen Dollar-Carrytrades raus, und das hat im gestrigen Rohstoff-Flash-Crash erhebliche Turbulenzen ausgelöst. Die Tür im brennenden Derivate-Kino war zu eng. Ich rechne in Kürze mit Meldungen von schweren Schieflagen bei Hedgefonds. Der Margendruck bei Rohstoffen wie Silber kann auf andere Assetklassen wie Aktien übergreifen, wenn Rohstoff-Trader ihre Margin Calls in Rohstoffen mittels Aktienverkäufen "bedienen".

Ich neige eher zur technischen Interpretation und rechne mit einer synchronen Fortsetzung des Abverkaufs in allen Assetklassen. Im Trader-Musterdepot hab ich heute morgen die Short-K.Os bei 1340 (auf SP-500) zurückgekauft. Nach den schwachen ISM-Daten und den unerwartet hohen Erstanträgen glaube ich an eher enttäuschende Neue-Stellen-Zahlen, da der Konsens recht hohe Erwartungen hat (175.000). Außerdem dürfte die Rohstoff-Schwäche anhalten und weiter auf Energie/Rohstoffaktien drücken.

Freilich könnte das BLS (US-Arbeitsbehörde) noch mit dem Birth-Death-Modell zusätzliche 100.000 Phantom-Stellen aus dem Hut zaubern, die dann einen Short-Squeeze auslösen würden. Allerdings ist Goldman auf die Shortseite gewechselt, und in "Verschwörungs-Amerika" haut keine Krähe (BLS) einer anderen (GS) ein Auge raus. Inwieweit das BLS mit Birth-Death-Zahlen jongliert (könnte auch nach unten passieren), bleibt letztlich Ermessenssache. Und Goldman hat Politikern aller Couleur ja üppig Wahlkampfspenden zu kommen lassen. Dafür haben die Goldmänner einen "Anspruch auf statistisches Wohlverhalten" erkauft - mithin Wirtschaftszahlen, die den Haupttrend (zurzeit abwärts), den Goldman jeweils reitet, nähren.

Aufgrund dieser Verschwörungs-These [;-)] rechne ich heute mit "enttäuschenden" 150.000 Stellen und einer Fortsetzung des Quer-Beet-Abverkaufs. Es könnte heute sogar - exakt zum Jahrestag - eine "Wiederholung" des Aktien-Flash-Crashs vom 6.5.2010 geben. Würde mich wundern, wenn die vereinigten Goldmänner Panik-Chance entgingen ließen. Panik zu erzeugen (nach oben wie nach unten) ist ja das neue Geschäftsmodell von Zocker-Amerika.

Die "Chancen nach unten" scheinen mir heute für Shorts größer als die "Gefahren nach oben".
Antworten
Anti Lemming:

Öl (WTI) fällt weitere 5 %

7
06.05.11 10:19
nach rund -10 % gestern.

Wenn Hedgefonds sehen, dass die Rohstoffe "abkacken", dürften sie aus Angst vor "Ansteckung" auch ihre Aktien-Posis reduzieren - teils zur "Bedienung" von Margin Calls in Rohstoffen und anderen Assets.
(Verkleinert auf 88%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 400805
Antworten
Think2010:

@AL

2
06.05.11 10:29
gehe mit dir D'accord und möchte noch ergänzen, dass sich der Abverkauf durch Zwangsliquidation nicht positiv auf die Konjunktur auswirken kann, denn Abverkauf heißt immer auch Abschreibungsbedarf und der frist sich über die Hedgfonds durch die Bankbilanzen und schließlich wird er dadurch den "Rest" der Wirtschaft nicht unberührt weiterwurschteln lassen. Nach dem Motto juhe jetzt ist die Rohstoffsau tot und wir können uns alle daran satt essen. Wenn alle so dem Geld zur Bedienung ihrer auf Grund gelaufenen Kreditverbindlichkeiten nachrennen, löst das ein Grummeln in meiner Magengegend aus ;-).
Antworten
Pichel:

Apple hatte ja gestern schon FlashCrash angedeutet

7
06.05.11 10:35
dpa-AFX: AKTIEN-FLASH: Apple brechen kurzzeitig ein - Erinnerung an 'Flash Crash'
   NEW YORK (dpa-AFX Broker) - Die Aktien von Apple  
haben am Mittwoch einen kurzzeitigen Kurseinbruch erlebt, sich dann aber schnell
wieder erholt. Die Papiere des Technologieriesen sackten zwischenzeitlich um
mehr als siebeneinhalb Prozent auf 321,87 US-Dollar ab, zogen aber sofort wieder
an und lagen dann moderat im Minus. Zuletzt notierten die Apple-Aktien kaum
verändert mit minus 0,05 Prozent bei 348,01 Dollar.

   Sowohl die Börse als auch Apple äußerten sich zunächst nicht. Der
plötzliche Kurssturz erinnerte an den sogenannten 'Flash Crash' an der New
Yorker Börse im Mai vergangenen Jahres. Damals hatte der Dow Jones Industrial
Average (DJIA)  binnen weniger Minuten 600 Punkte eingebüßt, weil ein
Investmentfonds eine Transaktion von Terminkontrakten ungewöhnlich schnell
abgewickelt hatte. Die elektronischen Verkaufprogramme hatten diesen
Händler-Fehler dann zu einer Lawine ausgeweitet./RX/chs/edh


-----------------------
dpa-AFX Broker - die Trader
News von dpa-AFX
-----------------------
Unterbezahlte Verlustbringer
rottmeyer.de/?p=3649
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Pichel:

Rohstoff-Crash ist Börsenmechanik

5
06.05.11 11:02
DJ: BLICKPUNKT/Rohstoff-Crash ist Börsenmechanik wie im "Flash Crash"
Relativ gelassen nehmen Händler den Einbruch einiger Commodity-Preise hin -
zumindest jene Händler, die nicht im Commodity-Bereich aktiv sind. "Das ist
reine Börsenmechanik, die da abläuft", sagt ein Aktien-Futures-Händler. Aktuell
spiele sich hier dieselbe Kettenreaktion ab, die bereits für den "Flash Crash"
vor einem Jahr an den US-Aktienbörsen gesorgt hatten. Durch
Computer-Handelssysteme würden vermeintlich rationale Entscheidungen einzelner
Marktteilnehmer zu einer Verkaufswelle aufgebauscht.

 Auslöser der aktuellen Verkaufwelle dürften die erhöhten Anforderungen für
Sicherheitsleistungen an der Chicagoer Warenbörse CME sein. Sie hatte allein in
der abgelaufenen Woche die Margin-Anforderungen dreimal erhöht. "Da die Margin
wiederum den maximalen Hebel des Portfolios bestimmt, führen Margin-Erhöhungen
automatisch zu einer Senkung des Portfolio-Volumens", so ein Händler: "Das ist
eigentlich identisch zur aktuellen Eigenkapital-Diskussion bei Banken".

 Wenn ein Terminkontrakt mit beispielsweise 20% seines Handelswertes durch
Eigenkapital unterlegt werden müsse, könne ein Händler sein vorhandenes
Eigenkapital auf 5 Kontrakte verteilen. Sein Kapital wäre damit um das
Fünffache gehebelt.

 "In der Realität sind die Anforderungen aber viel geringer", so der Händler.
Die Margin teile sich oft in eine verpflichtende Initial Margin der Börse und
eventuell eine verhandelbare Maintenance Margin des Brokers auf. Zudem gebe es
Verfahren wie das sogenannte "Risk-based margining", das die gegenseitige
Verrechnung von Sicherheitsleistungen gestatte. "Per Saldo dürften große

Spieler keine 3% Margin zahlen", vermutet der Händler. Dies bedeutet einen
Hebel in Höhe des 33-fachen Eigenkapitals.

 Die enorme Höhe der Hebel erzwinge ein striktes Risiko-Management. Zum
Beispiel Stop-Loss-Orders und Diversifikation auf verschiedene Märkte.
"Diversifikation war aber nicht mehr möglich, da alle Märkte in die gleiche
Richtung gelaufen sind", meint der Händler. Das gleiche Problem habe sich in
der Finanzkrise 2007 gezeigt: "Diversifikation setzt voraus, dass die Anlagen
nicht korreliert sind". Durch die Rally der Rohstoff-Märkte sei die Korrelation
diverser Rohstoffe aber derart hoch geworden, dass nur noch der reine Abverkauf
das Risiko des eigenen Portfolios reduziere.

 Hier aber gerieten die Märkte in die übliche "Todesspirale". "Wenn alle die
gleichen Positionen in dünnen Märkten wie Silber haben, führt der gleichzeitige
Ausstieg zu hohen Verlusten". Dadurch ziehe die rechnerische Volatilität des
Rohstoffs an, die Risiko-Kontroll-Programme der Trader stufe  ihn damit
automatisch als "riskanter" ein und verlangten den Abbau von Positionen.

 Die Verkaufswelle würde sich damit fortsetzen und gegebenenfalls verstärken,
falls wichtige Stop-Loss-Marken anderer Marktteilnehmer in dem Rohstoff
verletzt werden. Zur Ruhe komme der Markt erst dann, wenn alle Positionen
verkauft seien. "Per Saldo ist das eine ziemlich dumme Sache, weil sie
zwangsläufig, berechenbar und vorhersehbar ist, wie eine Resonanz-Katastrophe
in der Physik", sagt der Händler. Börsen und Aufsichtsbehörden könnten
derartiges leicht verhindern durch höhere Margins, Positionslimite,
Entschleunigung des Computerhandels und andere Maßnahmen. Dies sei aber wohl
aus wirtschaftlichen Gründen nicht erwünscht.

 -Von Michael Otto Denzin, Dow Jones Newswires; +49 (0)69-29725 218;
  michael.denzin@dowjones.com
DJG/mod/bek/gos

 (END) Dow Jones Newswires

 May 06, 2011 05:00 ET (09:00 GMT)
Dow Jones & Company, Inc.2011
Unterbezahlte Verlustbringer
rottmeyer.de/?p=3649
Antworten
permanent:

Aktien / Rohstoffe

5
06.05.11 11:31

Rohstoffe sind stark gefallen, bei Aktien kann man bei Betrachtung der Indexstände noch nicht einmal von einer Korrekur sprechen.

Nun kann man folgende Szenarien daraus basteln:
1. Die Aktien werden den Rohstoffen folgen und in eine ausgeprägte Korrektur laufen.
2. Rohstoffe werden sich wieder erholen, Aktien laufen weiter nach oben zu den alten Höchstmarken.

Welche Wahrscheinlichkeit höher liegt vermag ich nicht zu sagen.

Die Veröffentlichung der BLS Daten hat häufig zu Trendwechseln an den Börsen geführt.

Ich warte zunächst ab, nachdem ich den Rohstoffzug  nach untern mehr oder minder verpasst habe.

Permanent

Antworten
Think2010:

@permanent

 
06.05.11 11:52
Füße still halten ist jetzt sicherlich nicht die schlechteste Strategie, so kann man auch nicht auf dem falschen erwischt werden ;-). Im Moment scheinen sich erst einmal alle ausgekotzt zu haben, aber wo der Hase auf dem Weg zur Möhre noch so hinläuft lässt sich noch nicht eindeutig sagen. Bärenmärkte müssen erst ein paar Schockwellen durch das Publikum schicken, bevor sie sich in voller Pracht entfalten können...
Antworten
ivan73:

Könnte auch einfach nur ein Aufguss von 2010

 
06.05.11 12:03
sein, nur diesmal im Rohstoff-Segment. Füße stillhalten und abwarten.
Antworten
Anti Lemming:

Viele Trader und Marktteilnehmer

9
06.05.11 12:20
haben bemerkt, dass sich "der Markt" seit März 2009 anders als gewöhnlich verhält. An Punkten, die früher Short-Setups waren, setzte urplötzlich ein Squeeze ein, oft ausgelöst von speziellen Programmen. In der Folge stiegen die Märkte bei sehr dünnem Volumen (da überwiegend Futures-getrieben). Normalerweise ist auch das bärisch, doch die Anstiege setzten sich meist fort und narrten Bären wie unterinvestierte Bullen in gleicher Weise. Wer nicht alle Risiko-Vernunft über den Zaun warf und auf den einmal angefahrenen Zug sprang - egal wie schlecht die technischen "Internals" waren - blieb außen vor.

Ursache ist, dass kaum noch Normalanleger am Markt sind, sondern überwiegend Hedgefonds. Die handelt meist mit Algo-Programmen, die sich strikt an Charttechnik halten. Motto: Wenn's steigt, steigt es weiter, also reite es, bis es bricht. Da alle das Gleiche machten, stieg es tatsächlich immer weiter. Anfang des Jahres hatte sich der SP-500 seit dem Tiefständen von März 2009 verdoppelt. Das hatte er bislang noch nie in so kurzer Zeit geschafft. Für die letzte Verdoppelung (von 700 auf 1400) brauchte er 4,5 Jahre - nämlich von 2003 bis Herbst 2007.

Für Buy-and-Hold Investoren sind solche Non-Stop-Rallyes famos, nicht aber für aktive Trader (bzw. Wellenreiter), die Risikomanagement betreiben und an überkauften Lagen ihre Posis ausdünnen.

Die im März 2009 entstandene "neue Hedgefonds-Kultur" - sie resultiert u. a. daher, dass Zockerbanken ihre Trading-Abteilungen in Hedgefonds auslagerten - hat aber auch ihre Schattenseiten. Die gleichen Mechanismen, die die Märkte non-stop nach oben treiben (Algo-Trading, Hebel usw.) führen bei plötzlicher Marktschwäche zu Flash-Crashs. Diese Mechanismen sind in # 539 ganz gut beschrieben.



FAZIT: Die Kehrseite eines Marktes, der scheinbar "keine Korrekturen kennt" und "nur noch nach oben will", sind die Flash-Crashs. Sie entstehen durch Zwangsauflösung von Hebel-Trades (oft Dollar-Carrytrades) und stellen eine forcierte Rückabwicklung der ihr vorangegangenen "kollektiven Marktverzerrungen nach oben" durch die Hedgefonds dar.

Wer Hedgefonds-getriebene Nonstop-Anstiege als "neue Normalität" akzeptiert, muss auch mit den dazugehörigen Flash-Crashs leben. Sie sind die andere Seite derselben Medaille.
.
Der USA Bären-Thread 400840
Antworten
permanent:

Fall in Commodity Prices Is Good: ECB's Trichet

4
06.05.11 12:21
Fall in Commodity Prices Is Good: ECB's Trichet
OIL, SILVER, GOLD, COMMODITIES, COMMODITY, TRICHET, EURO ZONE, EURO, ECB, EUROPEAN CENTRAL BANK
CNBC.com
| 06 May 2011 | 06:00 AM ET

The fall in commodity prices is a good thing for the fight against inflation and from the point of view of the recovery, European Central Bank President Jean-Claude Trichet told CNBC in an interview Friday.

 

“Everything that goes in the direction of calming those prices of oil and commodities is good to take for all reasons," Trichet told CNBC.

"Certainly for inflation. Not only immediately but with the danger of second round in the medium run. It’s also good to take in terms of consolidating the recovery because a further increase of the price of oil and commodities has an inflationary impact and a depressive impact,” he added.

"So again, this is good news but I will not comment more than that because you have to look at it in the longer term."

On Friday, oil rebounded from a fall that wiped as much as 10 percent from the price in the previous session.

Silver posted its biggest one-day dollar fall since 1980 Thursday, but rebounded somewhat on Friday.

Jonathan Barratt, Managing Director of Commodity Broking Services, told CNBC that the correction in commodities prices will ease pressures on company profits from rising input costs.

Antworten
Anti Lemming:

War Trichets "täubisches" Statement gestern

6
06.05.11 12:43
eine taktische Falle für Rohstoff-Long-Trader?

Da die Inflation in der Eurozone überwiegend auf die stark gestiegenen Rohstoffpreise zurückgeht, gibt es zwei Möglichkeiten, die Inflation zu bekämpfen:

1. Dumme Methode: Trichet erhöht die Zinsen (wie im Sommer 2008). Inflation wird dadurch zwar im Prinzip bekämpft, doch auch EUR/USD steigt dann immer weiter, weil USA ja noch an der Nullzinspolitik festhält. Mit steigendem EUR/USD steigen dann auch die Rohstoffe weiter, weil Rohstoff-Trader stark auf EUR/USD (als "Proxy") achten. Je höher EUR/USD notiert, desto höher wird die (prozyklische) Risikofreudigkeit der Dollar-Carrytrader.

2. Schlauere Methode: Trichet lässt im Vorfeld den Falken raushängen und weckt im Markt die Erwartung, es würde nun eine Serie von Zinserhöhungen folgen. Dies führt im Vorfeld zu Anstiegen in EUR/USD sowie zur Aufblasung von Risk Trades (Dollar-CT), u. a. in Rohstoffen. Bei der EZB-Sitzung rudert Trichet dann "überraschend" zurück und enttäuscht die Märkte, die fest mit einem weiteren Zinserhöhungsschritt gerechnet hatten. In der Folge gab es den gestrigen Rohstoff-Crash. Dieser bekämpft die Inflation letztlich weit besser als Zinserhöhungen, weil EUR/USD geschwächt wird (durch Dollar-CT-Auflösung) und weil zugleich gehörig Luft aus der - hauptsächlich die Inflation verursachenden - Rohstoff-Blase entweicht.
Antworten
ivan73:

#80545

 
06.05.11 12:52
zu Punkt 2 : Dieses Spiel kann man aber nur 1-2 mal machen. Würde letztendlich nur eine kleine Delle darstellen, sonst nichts.
Antworten
Anti Lemming:

Ivan

 
06.05.11 12:58
Wenn es einmal klappt, könnte es schon reichen - falls es gelingt, bei den Rohstoffen einen "Meltdown" ähnlich wie 2008  "anzuschieben". Momentum nährt Momentum, nach oben wie nach unten.

Trichet würde damit auch den Amis mit ihrem Dollar-Carrytrade in die Parade fahren. Denn genauso wie ein "schwacher Dollar im Interesse Amerikas" ist, ist ein "schwacher Euro im Interesse Europas".

Und was gibt es Besseres, EUR/USD zu schwächen, als die forcierte Auflösung von Dollar-Carrytrades?
Antworten
Anti Lemming:

Gold ist Schweigen, Silber ist Blei

6
06.05.11 13:32
(Verkleinert auf 77%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 400874
Antworten
permanent:

Arbeitsmarktdaten wesentlich besser als erwartet

3
06.05.11 14:34
  • Non-Farm Payrolls Rise Much More than Expected, Up 244,000 in April; Unemployment Rate at 9.0%
  • Für die Vormonate ergab sich eine Revision nach oben.

Damit sind die Bärenträume zunächst wieder geplatzt.

Permanent

Antworten
Anti Lemming:

Komplette Fake-Zahlen des BLS

8
06.05.11 14:54
Laut Zerohedge hat das Birth-Death-Modell des BLS sage und schreibe 175.000 Stellen "dazuerfunden". Zieht man die von den gemeldeten 244.000 ab, bleiben real 69.000 Stellen. Das passt dann auch viel besser zu der von 8,8 auf 9 % gestiegenen AL-Quote.

Wenn tatsächlich so viele Stellen geschaffen worden wären wie das BLS verkündet, hätte die AL-Quote von 8,8 % aus sinken müssen auf vielleicht 8,6 %. Denn nach wie vor fallen zig Amis aus der Statistik, weil sie die Höchstbezugsdauer für AL-Geld überschritten haben.

www.zerohedge.com/article/nfp-244000-9-unemployment
Der USA Bären-Thread 400908
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