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Der USA Bären-Thread


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Malko07:

fkuebler (#71997), öffentliche

9
28.11.10 12:36
Drohungen mittels kindischen Rezepten in einer derartigen Lage sind ein Zeichen von Schwäche und das wird die andere Seite auch so sehen. Praktisch bestätigt wurde das schon durch den Rückzieher von Schäuble, der plötzlich "alte" Anleihen ausnahm und damit implizit eine unbegrenzte Garantie für den heutigen Misthaufen aussprach. Einfach ein Unding. Keine Anleihe gehört ausgenommen. Eine Mindestahnung über das Funktionieren der Finanzmärkte sollte man schon haben. Wir brauchen auch rechtlich keine anderen Texte bei Neuemissionen. Wir brauchen keine Scheinlösungen! Dann gehört endlich das rechtliche Rahmenwerk für die Abwicklung von Großbanken und Versicherungen geschaffen und die Bevorteilung der Staatsanleihen  bei der Eigenkapitalunterlegung durch Banken abgeschafft. Das öffentliche Theater unserer Regierung hat es ermöglicht, dass die gesamte Finanzbranche sich mit den "Kranken" solidarisieren konnte, also ihre Risiken zum Steuerzahler schieben.

Ein Konzept muss nicht bis ins kleinste ausgearbeitet sein, es muss aber schlüssig sein und eine gewisse Beweglichkeit ermöglichen. Es muss geheim bleiben und es dürfen nicht alle möglichen Geheimpapieren beim Spiegel landen. Dann braucht man das Selbstbewusstsein hinter verschlossenen Türen bei seinen Prinzipien zu bleiben und notfalls alles hoch gehen zu lassen. Dann wird man auch sinnvolle Regelungen durchsetzen können. Mit der Schwächung der eigenen Position à la Merkel und Schäuble wird es nur teuer für uns.
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Dreiklang:

#71997 Kübi

5
28.11.10 12:38

Merkel hat insofern "alles richtig" gemacht, als da sich die Finanzmärkte nun in einen Käuferstreik begeben haben, der einen - bisher unvorstellbaren - Handlungszwang vorgibt. Das ist auch nötig, weil alles andere nur ein "sich in die Tasche lügen" ist.

Die in einem verlinkten Artikel "pro Euro" angegebene Transfersumme von ca. 100 Mia - 260 Mia / Jahr ist nach allen Erfahrungen an der oberen Schranke, eher noch darüber anzusiedeln als irgendwo in "mittleren" Gefilden. Egal, ob für den Bundeshaushalt "nur" 20% oder mehr als 50% hinzukommen - es ist einfach unrealistisch. Die Denkweise, es müsse nur wieder Ruhe auf den Märkten einkehren, ist trügerisch. Es war schon trügerisch bei der Griechenland-Krise. Darf ich in diesem Zusammenhang nun von der "Spekulanten-Lüge" sprechen?

Mit dem Merkel-Crash ist der Geist  aus der Flasche und wird nicht wieder in diese zurückkehren. Die Malko-Variante eines zentralen Haushaltes der EU ist ein verrückter Gedanke, der EuroBond mit Haftungsgarantie ebenfalls. Beide würden zu einem DeflationsCrash führen und die Überschuldungskrise heillos ausweiten. Entweder EURO-Raum trennen ( die einfachste Lösung) 

 oder Monetarisierung über EZB
(QE unlimited...).

was EURUSD nach unten bringen würde. Das käme mit erhöhten Importpreisen daher, von daher importierte Inflation. Höhere Zinsen wären unausweichlich. Doch das wäre auch schon mit dem EuroBond der Fall.

Als Keynes-Anhänger bin ich übrigens gar nicht gegen die "Gelddruck"-Variante QE. Wir haben dann eben die DM gegen die Lira eingetauscht. Man kann auch mit der Lira leben, man muss nur wissen wie...

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Dreiklang:

Malko , Frage!

5
28.11.10 12:52

 Drohungen mittels kindischen Rezepten in einer derartigen Lage sind ein Zeichen von Schwäche und das wird die andere Seite auch so sehen. Praktisch bestätigt wurde das schon durch den Rückzieher von Schäuble, der plötzlich "alte" Anleihen ausnahm und damit implizit eine unbegrenzte Garantie für den heutigen Misthaufen aussprach.

Ach, ich kann nun zu Schäuble gehen und den Griechen-Rumpel beim dt. Fiskus zum Nennwert abladen?

Mit der Schwächung der eigenen Position à la Merkel und Schäuble wird es nur teuer für uns.

Wenn man auf kindische Weise am Euro festhalten will, wird es nicht nur teuer, es wird richtig krachen.

 Und den noch:

Ist selbstverständlich, dass die Zinsen für ein krankes Land bei seinen eigenen Bonds sehr hoch sein würden. Wäre ja auch nur marktgerecht.

Immer noch nicht verstanden, Malko. Die Eurobond-Anleihe für Griechenland sagen wir für 5% ist in Ordnung. Aber die nationale Griechen-Anleihe für 10% (Wucher-Zins)  und ohne "EZB-Garantie"? 

 Ernstgemeinte Frage: Würdest du die anfassen? Auf deine Antwort bin ich gespannt. 

 

 

Antworten
fkuebler:

Lieber Malko 001: So sehr ich deine Sachkunde ...

9
28.11.10 13:01

"Öffentliche Drohungen mittels kindischen Rezepten in einer derartigen Lage sind ein Zeichen von Schwäche"

"Das öffentliche Theater unserer Regierung hat es ermöglicht, dass die gesamte Finanzbranche sich mit den 'Kranken' solidarisieren konnte, also ihre Risiken zum Steuerzahler schieben"

"Dann wird man auch sinnvolle Regelungen durchsetzen können. Mit der Schwächung der eigenen Position à la Merkel und Schäuble wird es nur teuer für uns"

... schätze, sogar sehr schätze, und aus deinen Postings oft wichtige Einsichten übernehme, denen ich sogar so weit traue, dass sie ganz wesentlich meine Meinungsbildung beeinflussen...

... so sehr nervt mich manchmal dein Rigorismus und deine (im Vergleich zur Sachkunde) manchmal regelrecht naive Gläubigkeit an die Macht des Geistes und die Machbarkeit der "richtigen" Überlegung.

Aber wenn ich das eine nur durch Verzicht auf das andere vermeiden könnte, dann möchte ich doch auf jeden Fall beides behalten ;-)

Obwohl du VoWis nicht nur das Wasser reichen kannst, sondern den meisten latent überlegen bist, glaube ich nicht, dass du aus diesem Umfeld kommst. Eher kann man dir schon einen stark philosophisch angehauchten Einschlag attestieren, der vermutlich mit dem Alter gewachsen ist, und auch einen leicht bayrischen Grantel-Einschlag hat ;-). Und die Philosophen als Zunft sind ja auch manchmal recht rigoristisch, müssen sich von der Realität wohl auch distanzieren, um die Freiheit des Denkens zu gewinnen.

Aber die Realität ist halt äusserst komplex (hatte ich einen ähnlichen Satz nicht schon mal bei dir gelesen? :-), und sie hält sich nicht an die Macht des Geistes. Wie jeder Spekulant, der überlebt hat, bescheinigen kann...

Und von Politik, um auf das eigentliche zu kommen, hast du nur wenig Ahnung. Im Überschwang würde ich vielleicht sogar sagen: wirklich nicht die allergeringste ;-)

Das ist nicht ehrenrührig, man sollte sich diese Art Spiegel aber innerlich bewusst halten, um sich nicht zu verlaufen.

Es hat in Deutschland* schon sehr qualifizierte Politik-Quereinsteigeversuche von sehr kompetenten Menschen gegeben (z.B. Kirchhoff, bedingt vielleicht Stollmann, etc.), die alle jämmerlich gescheitert sind.

Das hat sicher Gründe, die man verstehen sollte. Man kann natürlich auch eine Änderung der Politik verlangen. Aber dann fällt mir wieder Hölderlin** ein... 

 

* In USA scheint der Unterschied zwischen politischem Geschäft und Wirtschafts/Wissenschaftsgeschäft viel kleiner zu sein, denn dort gibt es viele erfolgreiche Wechsel in beiden Richtungen.

** Hölderlin: Ein Gott ist der Mensch, wenn er träumt, ein Bettler, wenn er nachdenkt.

Antworten
fkuebler:

Dreiklang #002 (eine Nummer hinter Malko 001 :-)

5
28.11.10 13:11

... es wird mir zu mühsam, es jetzt am heiligen Sonntag auch noch mit euch beiden aufzunehmen, deshalb nur ultrakurz:

In der Merkel-Administration hat man mMn die Sache von hinten her angedacht und sich vorgenommen, in die finanzpolitischen Prozesse wieder Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge reinzuzwingen (Risikoprinzipen, finanzielle Haftung, etc.). Dafür muss man mit dem Bestehenden brechen und im Zweifel eine ziemlich unangenehme und teuere Holperfahrt durchleiden (deren theoretisch kürzestmöglichen Weg nur Sofa-Rigoristen vorherplanen könnten :-)

Aber ohne das würden wir ein Club-Med-Europa bekommen (oder um Malko ein kleines Zuckerl zu bieten: ein Bremen-Berlinerisches Europa :-).

Und das würde ich zumindest nicht wollen, erstens als Deutscher nicht, und zweitens nicht, weil auch meine tolle Schweiz sonst davon schwer infiziert werden würde.

Antworten
Malko07:

Um etwas politisch durchzusetzen

7
28.11.10 14:13
muss man breite Koalitionen bilden. Um zukünftig in der Eurozone handlungsfähig zu sein braucht es Mehrheitsbeschlüsse und nicht Einstimmigkeit in der der "Sünder" sinnvolles Handeln blockiert.

In der Vergangenheit waren wir es, die den Stabilitätspakt als erster gerissen hatten und wir waren es dann, die zusammen mit Frankreich, den Stabilitätspakt erledigten.

Auch jetzt waren wir es zusammen mit Frankreich die alle anderen Eurozonenmitglieder inklusive Kommission über den Tisch zogen. Dabei hatte Frankreich erst kurz vorher einem kleinem Mitglied im Rahmen der Zigeunerproblematik das Existenzrecht abgesprochen. Welcher kleiner Staat ist jetzt noch für die Aufgabe der Einstimmigkeit?

Ich bin nicht dafür eine Front gegen Frankreich aufzubauen, ich bin aber dafür eine Front mit Frankreich und mindestens mit der Mehrzahl der anderen "gesunden" Mitglieder für eine funktionierende Eurozone aufzubauen.

Das erreicht man nicht in dem man die Anhänger einer Stabilitätspolitik laufend vor den Kopf stößt. Als politisch denkendem Mensch sollte einem bewusst sein, dass kleine Staaten wesentlich selbstbewusster als große Staaten sind. Wenn nicht, hätten sie geschichtlich nicht überlebt. Das sollte gerade einem Deutschen, der in der Schweiz lebt, bewusst sein. Er wird es ja öfters "erleben". Es waren bis jetzt im wesentlichen die Kleinen die Europa weiter gebracht haben. Sie mussten Blockierungen zwischen den Großen heraus verhandeln. Deutschland zusammen in alleiniger Koalition mit Frankreich und auch ganz alleine hat sehr wenig Vorzeigbares.

Politisch verhalten wir uns wie Dumbo im Porzellanladen. Bismarck und Napoléon lassen grüßen. Ein Gruß zurück wird täglich unwahrscheinlicher.
Antworten
relaxed:

#72004 In den USA muss sich jeder Politiker einer

8
28.11.10 14:49
direkten Personenwahl stellen. Es gibt keine Listenplätze.

Prinzipiell halte ich das für eine gute Sachen, da es die Macht der Parteien bei der Personalauswahl limitiert, was wir in Deutschland auch dringend benötigen.

Andererseits hätten wir dann auch keinen Steinmeier und Steinbrück gehabt, die ich beide (bis auf Steinbrücks unterentwickeltes Diplomatiegefühl) für akzeptabel und wohltuend hielt, obwohl ich kein SPD-Anhänger bin.
Antworten
fkuebler:

Zum letzten Mal, lieber Malko #006, dass ich ...

8
28.11.10 15:36

... mit dir eine Diskussion über Politik führe, wo mMn, ganz anders als in Wirtschaftsfragen (wo du zwar auch oft räsonierst, aber qualifiziert), nicht dein Kompetenzschwerpunkt liegt:

"In der Vergangenheit waren wir es, die den Stabilitätspakt als erster gerissen hatten und wir waren es dann, die zusammen mit Frankreich, den Stabilitätspakt erledigten"

"Dabei hatte Frankreich erst kurz vorher einem kleinem Mitglied im Rahmen der Zigeunerproblematik das Existenzrecht abgesprochen"

"ich bin aber dafür eine Front mit Frankreich und mindestens mit der Mehrzahl der anderen "gesunden" Mitglieder für eine funktionierende Eurozone aufzubauen"

Alleine schon aus dieser Kombination deiner Statements kann man ganz gut ersehen, dass Frankreich ein in wirtschaftspolitischen Fragen ziemlich - hmmm, wie sage ich das jetzt? - sprunghaft egozentrisch orientiertes Verhalten an den Tag legt, und dass man deshalb, um Frankreich einigermassen einzubinden, vermutlich manchmal aus Sicht eines Sofa-Rigoristen recht merkwürdig anmutende politische Mäander fahren muss. Selbst dann, wenn man von der deutschen Politik unter Merkel zwingend verlangt, dass sie gradlinig sein muss, was ja auch schon eine etwas hehre Anforderung wäre...

So, genug, die Ansichten sind ausgetauscht!

Aber ich nutze die Gelegenheit, um den BT noch einmal mit einem persönlichen Eindruck zu beglücken:

Gerade habe ich den Presseclub zum Thema Eurokrise gesehen, und zum ersten Mal den Herrn Frícke in natura bewundern dürfen. Wirklich atemberaubend, dass sich die FTD ernsthaft so einen Flachkopf überhaupt halten kann, geschweige denn als "Chefökonomen"...

Wer dagegen einen fast schon exzellenten Eindruck machte, das war der Herr Tichy von der Wirtschaftswoche.

Antworten
Dreiklang:

Tichy... (Sarkozy vernünftig)

3
28.11.10 15:59
hatte ich schon verlinkt

http://www.ariva.de/...A_Baeren_Thread_t283343?page=2878#jumppos71960

Aber hier der Link nochmal

http://www.wiwo.de/blogs/chefsache/2010/11/27/zwei-euro-fur-europa/

Es gibt nur zwei Wege: Entweder die "Latinisierung" des Euro mit Deutschland (Ein Euro)
oder ohne Deutschland (Zwei Euro). Im erstgenannten Fall wird ein Hauptthema hierzulande Inflation werden.

Im zweitgenannten Fall bleibt wenigstens eine Währung stark. Zur Umtauschtechnik:
Natürlich würden alle versuchen, möglichst viele Euro in EuropaMark zu tauschen (Wetten, auch Herr sarkozy?) Allerdings wäre das nur mit einem Konto in D. möglich. Vorschriften bzgl. Wohn- oder Firmensitz könnten es eindämmen, jedoch sollte man da keine übertriebene Anstrengung hineinlegen, zumal es immer - mehr oder weniger umständlich - Hintertüren gäbe. Denn die durch das "Schwarztauschen"  erfolgende "EM-Schwemme" würde einen squeezeartigen Anstieg dieser Währung verhindern und den Euro stützen.

Sarkozy kauft seinen nächsten Daimler dann eben nicht mit Euro, sondern mit rechtzeitig eingetauschten EuropaMark. Vernünftig, der Mann!

So What?
Antworten
fkuebler:

Dreiklang #009: Auch mit Leuten mit exzellentem...

6
28.11.10 16:52

"http://www.wiwo.de/blogs/chefsache/2010/11/27/zwei-euro-fur-europa/

Es gibt nur zwei Wege: Entweder die "Latinisierung" des Euro mit Deutschland (Ein Euro)
oder ohne Deutschland (Zwei Euro). Im erstgenannten Fall wird ein Hauptthema hierzulande Inflation werden"

... Eindruck, hier also dem Herrn Tichy, muss man nicht immer übereinstimmen. Und ich muss sagen, dass ich in dieser Sache Malko zuneige: der Euro wird mMn erhalten bleiben, er sollte es auch, und "er" (genauer gesagt: die europäische WIrtschaftspolitik) wird dadurch schlussendlich und unter dem Strich besser. Nicht ideal natürlich, aber da kämen wir sowieso wieder zu Hölderlin... ;-)

Nicht nur wäre der politische und wirtschaftliche Preis für ein Auseinanderdriften in zwei Zonen zu hoch, sondern ich glaube auch, dass die faktischen Zwänge (es lebe der Kapitalismus :-) eine vernünftige Konvergenz erzwingen werden.

Tichy stellt im Artikel mMn die richtigen Fragen. Er kommt vielleicht zu etwas anderen Bewertungen als ich (vielleicht bin ich zu optimistisch :-), aber sein Schlusssatz ist sowohl richtig als auch Gott-sei-Dank eine Beschreibung dessen, was jetzt (endlich) passiert:

"Keine schönen Alternativen. Aber wir müssen uns der Debatte stellen. Jetzt. Europa darf nicht treiben, es muss agieren"

Antworten
Dreiklang:

Kübi, ich bin "long" auf die Euro-Pleitiers

3
28.11.10 16:59

und ich schäme mich dessen nicht.

Goldman-Sachs schämt sich schließlich auch nicht. Mit Idioten wie Merkel, Sarkozy, Baroso usw. lässt sich leichter Geld verdienen als mit Anders Borg (Schwedischer Finanzminister)

Letztlich geht es auch im BT nur darum, Geld zu verdienen.

Aber "Technische Argumente gegen eine Währungsumstellung" -- das ist eine absurde Nummer, da geht es bei Erhalt der jetzigen Konstruktion um ganz andere, geradezu unvorstellbare Summen.
 

Antworten
Dreiklang:

Dementi! (zu #72011)

2
28.11.10 17:06

 ich möchte hiermit erklären, dass

Frau Dr. Merkel, Herr Sarkozy, und Herr Barroso

keine Idioten bzw. Idiotinnen sind. Nicht einmal in finanzieller Hinsicht!

Das übrigens habe ich bei Msr. Sarkozy bereits zum Ausdruck gebracht. Ich halte ihn sogar für besonders schlau, denn er würde seinen Daimler natürlich mit Europamark kaufen.

 

 

Antworten
fkuebler:

Bond-Gläubiger-Haftung: Politisch getrickst, ...

5
28.11.10 17:34
Der USA Bären-Thread 9197397
Die Beteiligung privater Gläubiger an Rettungsaktionen für Staaten in akuter Finanznot kommt, aber nicht in der von Deutschland gewünschten ...

..., dass sich die Euro-Druckplatten biegen... ;-)

Ich hatte Malko zwar frecherweise attestiert, dass er vom politische Geschäft nix versteht, aber hier weiss ich ganz bestimmt auch nicht, über welche Verwicklungen hier schlussendlich welchem Ausgang zugestrebt wird. Die Akteure selbst wissen es vermutlich auch noch nicht... ;-)

Antworten
wawidu:

NYSE Composite Indexchart

4
28.11.10 17:36
mit S-K-S:
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 361720
Antworten
Kicky:

Chiona warnt USA wg Manöver m.Korea

2
28.11.10 19:23
online.wsj.com/article/...8004.html?mod=WSJ_hp_us_mostpop_read
DANDONG, China—Beijing on Friday lodged its first official protest of a joint U.S.-South Korean military exercise planned for Sunday, even as the aircraft carrier USS George Washington steamed toward the region.

North Korea also responded angrily. "The situation on the Korean peninsula is inching closer to the brink of war," the state controlled Korean Central News Agency responded Friday to the maneuvers, which are set to take place in the Yellow Sea between the Koreas and northeastern China.......
Antworten
pfeifenlümmel:

fkuebler,

4
28.11.10 19:55
an Deine Stelle wäre ich auch ein glühender Verfechter eines einzigen Euros in Europa. Wenn aus lauter Vezweiflung demnächst die Europäer ( besonders die Deutschen ) ihre Ersparnisse retten wollen, werden sie wohl die Schweiz beglücken. Dass man mit Geld gut arbeiten kann ohne selbst ins Schwitzen zu kommen, brauche ich Dir ja wohl nicht erzählen; besonderes Vergnügen macht das mit dem Geld fremder " Leute". Die Schweiz wird der Gewinner sein, es sei denn, in einem Anfall von Wahnsinn möchten sie ebenfalls der Transferunion beitreten und ihr Geld zum Verbrennen frei geben.

Gruetsi  mitenand
Antworten
permanent:

Wellenreiter-Kolumne vom 27. November 2010

9
28.11.10 19:56

Wellenreiter-Kolumne vom 27. November 2010
Die Zeche zahlen die Banken

Im Jahr 2006 platze die US-Hausbaublase, im Jahr darauf begann die Finanzkrise. Banken mit hohen Beständen an wertlosen Subprime-Krediten gerieten in Schwierigkeiten. Lehman Brothers ließ man im Herbst 2008 bankrott gehen. Ab Oktober 2008 begannen sich die Weltmärkte sukzessive zu erholen. Dies geschah zuerst in den Emerging Markets und in den Rohstoffwerten. Im März 2009 begannen die Aktienmärkte der westlichen Industrieländer zu steigen. Teil 1 der Krise war Geschichte.

Doch etwas fiel auf: Eine Branche zog nicht mit. Während z.B. Auto- und Technologiewerte bis heute ordentlich performen, endete die Aufwärtsbewegung der Banken bereits im Mai 2009 und damit zwei Monate, nachdem sie begonnen hatte. Dies gilt für Europa und die USA. Der Vergleich des US-Banken-Index zum S&P 500 zeigt die relative Schwäche der Banken.

Der USA Bären-Thread 9198192

Die relative Schwäche begann im Jahr 2003. Sie kam ab Anfang 2007 richtig zur Geltung.

Ein Blick auf die Jahresperformance diverser US-Sektoren zeigt eine deutliche Schwäche von Broker und Banken im Vergleich zu Technologietiteln, Einzelhandelsaktien, Goldminen sowie den Nebenwerten.

Der USA Bären-Thread 9198192

Wir stellen fest: Finanztitel bleiben weltweit unter Druck. Warum ist dies so? Das niedrige Zinsumfeld am kurzen Ende müsste den Banken satte Margenvorteile einbringen, die sich in steigenden Kursen widerspiegeln müssten.

Im Herbst 2008 gelang es in den USA zum letzten Mal, einen per Mandat des US-Kongresses verabschiedeten Rettungsschirm für die Banken zu organisieren. Dies führte zu Unmut in der US-Bevölkerung. Der Zulauf zu Tea-Party-Bewegung wuchs. Heute sitzen Tea-Party-Protagonisten im Senat und im Repräsentantenhaus. Eine politische Mehrheit für weitere Rettungsmaßnahmen pro Banken wäre in den USA äußerst unpopulär und dürfte keine Chance auf Verwirklichung haben.

In Europa ist die Situation ähnlich. Die letzte parlamentarisch abgesegnete Rettungs-aktion fand im Mai 2010 statt. Damals wurde Griechenland vom Anleihen-Markt genommen. Gleichzeitig wurden dem Land umfangreiche Kredite seitens des IWF und der EU zur Verfügung gestellt. Zudem wurde der EU-Rettungsschirm parlamentarisch abgesegnet. Ähnlich wie in den USA wäre eine erneute parlamentarische Entscheidung pro Ausweitung des Rettungsschirms unpopulär, nicht zuletzt wegen der hohen Staatsverschuldung. In Deutschland hat die FDP massiven Widerstand angekündigt. Die Regierung Irlands muss nicht zuletzt deshalb Neuwahlen ausrufen, weil sie die insolventen Banken unter staatlichen Schutz gestellt hat. Die Bevölkerung soll mittels massiver Sparprogramme für die Dummheit der Banken bluten. Verständlich, dass solche Maßnahmen nicht gut ankommen. Auch in anderen europäischen Staaten dürfte sich die beliebige Ausweitung des Rettungsschirms nur schwer durchsetzen lassen.

Ein Rettungsschirm bedeutet den Schutz der Banken auf Kosten der Bevölkerung. Eine Beteiligung der Banken an den Rettungsmaßnahmen in Form eines - zumindest teilweisen - Forderungsverzichts erscheint immer wahrscheinlicher. Die Höhe des Forderungsverzichts wäre Verhandlungssache. Sicher erscheint jedoch, dass das Vertrauen in die Banken damit weiter abnehmen würde.

Die Märkte sprechen eine klare Sprache: Sie halten die Banken trotz der schwachen Performance seit Mai 2009 für überbewertet. Sie glauben nicht, dass die Banken „aus dieser Nummer herauskommen“. Das Jahr 2011 dürfte vielen Banken mit der „Stunde der Wahrheit“ konfrontieren. Die Kunst wird für Politiker und Banker darin bestehen, die Beteilung der Banken so zu organisieren, dass Vertrauenskrisen in Form von „Bank Runs“ nicht entstehen.

Der Kreislauf schließt sich. Die Krise geht dorthin zurück, wo sie begonnen hat: Zu den Banken. Verfolgen Sie die Entwicklung der Finanzmärkte in unserer handelstäglich erscheinenden Frühausgabe.

Robert Rethfeld
Wellenreiter-Invest

Antworten
Keno77:

Preisexplosion beim Reis?

2
29.11.10 01:15

In Thailand, dem weltweit größten Exporteur für Reis auf dem Weltmarkt, ist die Ernte durch Unwetter stärker geschädigt als zuvor geschätzt. Die schlimmsten Überschwemmungen seit fünf Jahrzehnten haben Felder vernichtet. Es wird mit weiter steigenden Preisen für das Grundnahrungsmittel gerechnet.

Seit Juli haben Stürme und Überflutungen auch in den anderen beiden wichtigen Exportländern Vietnam und Pakistan die Reisernte vernichtet. An der Warenbörse Chicago Board of Trade waren die Terminkontrakte für Reis zeitweise auf ein Jahreshoch bei 15,59 Dollar je 100 Pound gestiegen.

http://www.welt.de/finanzen/verbraucher/...?wtmc=RSS.Geld.Verbraucher

 

 

Es ist die Aufgabe des Marktes, so viele Marktteilnehmer wie möglich in die Irre zu führen.
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permanent:

Die EZB bleibt in der Hauptrolle

5
29.11.10 07:31

Die Europäische Zentralbank muss nach Ansicht von Experten weiter genügend Liquidität bereitstellen und darf ihr Programm nicht zurückführen. Besonders für Spanien könnte eine Weiterführung des Programms überlebenswichtig werden.

FRANKFURT. Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) sollte am Donnerstag auf keinen Fall ein Ende des Ankaufsprogramms für Staatsanleihen oder eine Rückführung der besonderen Liquiditätsversorgung für Banken ankündigen. Das ist die fast einhellige Ansicht der im EZB-Schattenrat versammelten europäischen Experten aus führenden Banken und Forschungsinstituten.

Erklärte Absicht von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet und seinen Kollegen ist es, die im Zuge der Finanzkrise beschlossenen Maßnahmen auslaufen zu lassen. Bis über die Jahreswende sind diese zugesichert, wie es danach weiter gehen soll, will die EZB am Donnerstag beschließen und danach gleich verkünden. Nun droht jedoch die neuerliche Zuspitzung der Krise in den peripheren Ländern des Euroraums die Ausstiegspläne zu vermasseln.

"Ein Ende der Krisenmaßnahmen wäre ein verheerendes Signal", meint Janet Henry, Europa-Chefvolkswirtin der britischen Großbank HSBC: "Das würde ein Übergreifen der Krise auf Spanien deutlich wahrscheinlicher machen." Ohnehin gebe es schon Berichte darüber, dass Einlagen aus spanischen Banken abflössen. Die Schattenräte befürchten, dass die spanischen Banken ebenso wie der spanische Staat durch Spekulanten in große Schwierigkeiten gebracht würden, wenn die EZB ankündigte, dass sie die Bankenrefinanzierung erschwert.

Vorerst bis Anfang nächsten Jahres hat die EZB zugesagt, den Banken weiter in unbegrenztem Umfang Wochenkredite, Monatskredite und Dreimonatskredite zum Leitzins von einem Prozent zu gewähren. Vor alle die Banken in den peripheren Ländern nehmen dies stark in Anspruch. Banken aus Ländern mit besserem Kreditrating bekommen dagegen am Geldmarkt zu noch niedrigeren Zinsen Liquidität und nehmen daher die EZB weniger stark in Anspruch.

Auch ein offizielles Ende des Ankaufsprogramms der EZB für Staatsanleihen, das sie seit über zwei Monaten nur noch in geringem Maße nutzt, lehnen die Volkswirte fast einhellig ab. "Ohne dieses Instrument gäbe es gar keine Verteidigungsmöglichkeit mehr, wenn sich die Spekulation ungerechtfertigter Weise auf Spanien einschießen sollte", sagte Jacques Cailloux, Europa-Chefvolkswirt der Royal Bank of Scotland.

Während die meisten Experten keinen guten sachlichen Grund für eine Haushaltskrise in Spanien sehen, haben sie in Bezug auf Portugal nur geringe Hoffnung, dass das Land um ein Hilfsersuchen an den europäischen Rettungsschirm herumkommt.

Die Experten sehen allerdings das Problem, dass die Maßnahmen der EZB zur Krisenbewältigung eine als viel zu zögerlich empfundene Haltung der Regierungen und der EU-Kommission bei der Sanierung des Bankensystems begünstigen. Einstimmig fordern daher die Mitglieder des Schattenrats die politischen Instanzen auf, eine schonungslose Bestandsaufnahme des Zustands der Banken anzugehen, und insolvente Banken entweder abzuwickeln oder zu rekapitalisieren. "Die Probleme der Banken stehen im Zentrum der sich ausbreitenden Staatsschuldenkrise", stellte die Europa-Chefvolkswirtin der Investmentbank Morgan Stanley, Elga Bartsch fest. Geld aus Hilfsprogrammen solle nur fließen, wenn es auch zur Sanierung des jeweiligen Bankensystems verwendet wird, drängt Bartsch.

Unter den Bankvolkswirten, ebenso wie bei den für Forschungsinstitute arbeitenden Ökonomen dominiert das Unverständnis darüber, dass mitten in der sich immer weiter ausbreitenden Finanzkrise öffentlich über Maßnahmen diskutiert wird, private Investoren bei einem Staatsbankrott zur Kasse zu bitten. "Die schlechte Kommunikation von deutscher Seite ist einfach entsetzlich", kritisiert Erik Nielsen, Europa-Chefvolkswirt der Investmentbank Goldman Sachs die Vorstöße der deutschen Regierung und die Verbreitung deutscher Arbeitspapiere hierzu über die Presse. Die meisten der Experten sehen darin eine Diskussion zu Unzeit, welche die Krise unnötig anheize.

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permanent:

Fabers Ausblick auf 2011

4
29.11.10 08:10

29.11.2010 06:32

Das nächste Börsenjahr

wird laut Marc Faber

einen unterschiedlichen

Verlauf nehmen. In cash

TV überrascht der

Schweizer Börsenguru

die TV-Zuschauer zudem

mit einer gewichtigen

Tatsache.

Daniel Hügli

Mit einem Minus von 1 Prozent in diesem Jahr konnten die Investoren

am Swiss Market Index (SMI) alles andere als reich werden. Bis

Anfang Juli resultierte gar eine SMI Jahresrendite von Minus 5

Prozent. Viele andere Börsenplätze performten ähnlich schlecht.

Seit den Andeutungen und Muttmassungen, dass die USA eine

weitere geldpolitische Lockerung durchführen könnte, bekommen die

Börsen aber weltweit Aufschwung. Die offizielle Ankündigung der USNotenbank

von Anfang November, dass sie US-Staatsanleihen für

Hunderte von Millionen Dollar aufkaufen will, sorgte dann an den

Börsen für grosse Erleichterung. Die Kurse ziehen seither an.

Für den Schweizer Börsenguru Marc Faber, Herausgeber des

«Gloom, Bomm & Doom Reports», ist dies typisch. «Wenn man

grosse Liquidität in den Markt wirft, hat die Börse eine eher steigende

Tendenz», sagte Faber am Sonntagabend in cash TV auf SF2. Doch

eigentlich sehe man die Auswirkungen der lockeren Geldpolitik der

US-Federal Reserve seit dem Börsentiefstand 6. März 2009. «Seither

ziehn die Börsen an, viele Aktien sind um mehr als 100 Prozent

gestiegen».

«Wir stehen nicht unbedingt vor einem guten Aktienjahr 2011»

Es ist aber laut Faber ein Trugschluss zu glauben, dass die jüngste

geldpolitische Stimulierung der Fed ewig andauern werde. Wenn die

US-Zentralbank nicht mehr im selben Mass Geld drucke, dann werde

sich die Liquidität relativ verknappen und «die Aktienpreise werden

wieder runter gehen», so Faber in cash TV.

Der Schweizer Investor, der im Norden Thailands wohnt und in Hong

Kong sein Büro hat, erwartet daher, dass die Börsen in den ersten

Monaten 2011 noch steigen, danach aber nachlassen könnten.

Fabers Fazit: «Wir stehen nicht unbedingt vor einem guten Aktienjahr

2011», und Faber rät zur Vorsicht: «Ich würde im Moment nicht gross

in die Börse einsteigen.»

Faber selber stösst derzeit «eher Aktien ab». Dennoch ist er nicht à

tout prix aktiennegativ. «Eine Börse, die sich während der letzten 20

Jahre über alle Zeitpunkte schlecht entwickelt hat, ist die japanische.

Die wurde sehr vernachlässigt. Hier sehe ich ein Potenzial für das

Jahr 2011», wie er im cash-TV-Interview sagt. Vietnam sei ebenfalls

sehr stark zurückgekommen. «Auch hier sehe ich Potenzial.» Faber

setzt bei Aktien zudem auf dividendenstarke Titel, vor allem in Asien,

die eine Rendite von 5 bis 6 Prozent aufweisen.

Faber holt Goldbarren aus der Hosentasche

Trotz eines Anstiegs des Goldpreises um 16 Prozent in den letzten 12

Monaten setzt Faber weiter auf Edelmetalle. «Der Gold- und

Silberpreis ist heute gar nicht so hoch, wenn man es mit der

www.cash.ch

 

| Ringier AG, cash, Dufourstrasse 23, 8008 Zürich Seite 1 von 2www.cash.ch)

 

Geldmenge vergleicht, die in den letzten zehn Jahren geschaffen

wurde», sagt Faber. Und der Goldpreis sei auch in Anbetracht der

Vergrösserung der Reichtümer in Ländern wie China, Russland oder

Indien nicht sehr teuer. «Ich empfehle Einzelanlegern und

Institutionen noch immer, jeden Monat ein wenig Gold zu

akkumulieren», so Faber.

Und als ob es noch eines Beweises bedurft hätte, dass Faber nicht

nur Goldinvestitionen predigt, sondern auch selber zur Tat schreitet,

holt er während des cash-TV-Interviews einen Goldbarren aus der

Tasche und legt ihn vor sich auf den Tisch. «Ich habe ja auch Gold»,

lacht Faber. Der Barren, die ein Kilo schwer ist, hat einen Wert von

44'000 Franken.

(Das Video zum cash-TV-Interview folgt am Montagmorgen um 8:30

Uhr auf

Anlagejahr 2011: Das sind Marc Fabers

Prognosen

Antworten
permanent:

Deutschland könnte aus dem Euro austreten

5
29.11.10 08:12

Starökonom Barry Eichengreen

„Deutschland könnte aus dem Euro austreten“

Der Wissenschaftler Barry Eichengreen findet, dass Deutschland die D-Mark wieder einführen könnte, „ohne sich damit eine schwere Finanzkrise einzubrocken“. Im Interview erläutert er, warum er trotzdem nicht an einen Euro-Austritt glaubt.

 

28. November 2010 

Professor Eichengreen, an allen Enden von Europa kriselt es. Geht der Euro jetzt den Bach runter?

 

Ich glaube, der Euro überlebt! Ich habe 2007 untersucht, unter welchen Umständen Länder aus dem Euro zu ihrer alten Währung von der Drachme bis zur D-Mark zurückkehren könnten. Eine nette akademische Überlegung - es ist aber praktisch unmöglich.

Ihre These war damals: Ein Austritt aus der Währungsunion ist weniger wahrscheinlich als ein Meteorit-Einschlag im Frankfurter Eurotower. Ist die Wahrscheinlichkeit mittlerweile gestiegen?

http://www.faz.net/s/...5186800BA54734F1CB~ATpl~Ecommon~Scontent.html

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Malko07:

Großmäulig wie eine Raubkaze

11
29.11.10 08:21
ist die deutsche Politik in die Arena der europäischen Politik gesprungen und ist als verstaubter Bettvorleger gelandet.

Wenn man den eigenen Banken und Versicherungen nicht weh tun will und gleichzeitig die Beteiligung der Privatanleger will, ist man in einer paranoiden Situation und kann nur hämisches Lachen ernten. Auch die Sprüche über die bösen Spekulanten, die jetzt so hohe Zinsen kassieren zeugt von einem Intelligenzniveau von Regenwürmern.

Werden die kranken Ländern der Eurozone von bösen Buben aus irgendwelchen dunklen Ecken angegriffen? Kann gar nicht sein. Die Staatsanleihen und der Großteil der Bankanleihen der Problemstaaten befinden sich zu einem überwiegenden Anteil im Besitz von Finanzkonzernen aus der Eurozone. In einigen Ländern, wie z.B. Irland, ist auch Großbritannien groß beteiligt.

Es sind also diese Finanzkonzerne, die panikartig ihre Anleihen auf den Markt schmeißen, die sie zu einem nicht geringen Anteil auch noch über den $-CT finanziert hatten und sich damit selbst in Schwierigkeiten bringen. Das bringt den Eurokurs auch wieder auf ein niedrigeres und fundamental ansprechendes Niveau - das einzig Positive an dieser Chose. Und dann Schimpfen unsere Dumpfbacken in Berlin über die "bösen" Spekulanten, die diesen Finanzkonzernen die angebotenen Anleihen abkaufen und damit eine recht hohe Rendite kassieren. Ja, was wäre wenn es keine Käufer mehr gäbe? Dann wäre aber endgültig Schluss mit Lustig.

Und wer ist dabei der größte Schadensverursacher. Nun es sind wir, genauer gesagt unsere Finanzkonzerne. Sie haben die größte Masse an Anlegermasse zu bewegen bei der sie im Inland kaum Anlagemöglichkeiten sehen die ihr Geschäftsmodell tragen. Wir sind überproportional beteiligt weil bei uns auch überproportional gespart wird. Und hinter diesen Finanzkonzerne stehen reiche Leute aber auch alle Kleinsparer, die denen ihr Geld zwecks Erwirtschaftung einer Rendite oder einer Altersversorgung überlassen haben.

Solange sich unsere Regierung nicht an die Regulierung dieser Finanzkonzerne heranwagt und auch die Pleite nicht durchführbar macht, ist alles bezüglich der Beteiligung privater Anleger Geschwätz.  Dazu gehört auch die Abschaffung unsinniger und in der Praxis nicht haltbarer Einlagegarantien und die Mindestgarantie für Renditen bei den Finanzprodukten.

Deshalb findet sich unsere politische Elite, immer wenn sie auf die bösen Staaten an der Peripherie der Eurozone draufgeschlagen hat, mit Beulen und Schrammen wieder. Sie hat nämlich primär auf sich selbst draufgeschlagen. Wir sind also nicht in einer starken Position. Wir können zwar mit Selbstmord drohen, viel mehr Drohpotential bleibt nicht. Es bringt daher nichts den internen Chauvinismus zu bedienen, es gilt Regelungen in geheimen Verhandlungen zu führen, die den Schaden für uns möglichst gering halten. Dazu sind Regierungen da und nicht um hier ihren Fans im Thread, die glauben Meister der Politik zu sein,  Freude zu bereiten.
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Malko07:

#72023: Wir müssten aber

2
29.11.10 08:23
nicht nur aus dem Euro austreten. Es würde höchste Zeit auch aus dem US-$ auszutreten. Dort haben unsere Finanzkonzerne eine vergleichbaren Schaden angerichtet.
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relaxed:

Wikileaks- das ist kein GAU sondern

 
29.11.10 08:33
ein SuperGAU für die USA - trotz aller Beschwichtigungsversuche.

Nichts was ich gelesen habe überrascht mich bisher - doch es schwarz auf weiß von US-Diplomaten zu lesen ... ;-))))

Schade nur, dass unser Politiker als Pfeifen entlarvt sind und wir leider keine Dokumente über die US-Politiker lesen können. ;-))))))))))
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Malko07:

#72024: Um unsere Politiker

9
29.11.10 08:37
als Pfeifen zu identifizieren braucht es keine Berichte von US-Bubis.

;o)
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